Geschichte Brustkrebs

Elizabeth, 31

»Hallo zusammen, ich bin Liz, 31 Jahre alt und möchte euch gern ein bisschen mehr über mich erzählen. Letztes Jahr war ich unzufrieden mit meinem Leben und wollte 2021 neu starten – sowohl beruflich als auch privat. Januar 2021, die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wurden verschärft und ich wurde dann noch zusätzlich mit Brustkrebs diagnostiziert. Das war natürlich ein großer Schockmoment, da ich natürlich mit dem ertasteten Knoten ohne jegliche Befürchtungen zum Frauenarzt gegangen bin. Ich war schließlich August letzten Jahres bei der Routineuntersuchung, was soll also schon sein?

Beim Frauenarzt wurde ich abgetastet und wurde gebeten einen Termin beim Radiologen zu machen, um den Knoten überprüfen zu lassen. Ich rief also beim nächstbesten Radiologen an und es gab einfach keine freien Termine. Ein anderer Radiologe riet mir sogar woanders anzurufen, da ich einen Verdachtsbefund hatte und sie keinen kurzfristigen Termin hatten. Lasst euch also nicht abwimmeln, wenn ihr einen Verdacht habt, bleibt hartnäckig!

Der Termin beim Radiologen war dann leider sehr ernüchternd: Der Knoten sah nicht gut aus. Meine Frauenärztin rief mich persönlich an und bat mich sofort in die Praxis zu kommen. Nach einem kurzen Gespräch wurde ich sofort an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf überwiesen und wurde dann etlichen Untersuchungen unterzogen. Da war nun auch die endgültige Diagnose: MAMMAKARZINOM. Die Ärzte waren sich lange unschlüssig, wie aggressiv mein Tumor ist und wir schwankten zwischen Bestrahlung, Chemo oder OP. Wie und in welcher Reihenfolge wir therapieren, stand lange Zeit im Raum. Ich war dadurch nur noch mehr verunsichert, schlussendlich wurde erst operiert. Während der Operation dann der Schock: ein zweiter Tumor. Das war dann auch ohne Zweifel die Entscheidung zur Chemotherapie.

Jetzt bin ich mitten in der Chemotherapie, ich habe noch gute zwei Monate und ich kann euch sagen: Es ist nicht einfach. Da will ich euch nichts vormachen. Es gibt Tage, da fragt man sich, ob man es schafft und verzweifelt und weiß nicht weiter. Es gibt aber auch Tage, da scheint die Sonne und du weißt, wofür du kämpfst und an diese Tage muss man sich klammern. Man muss jeden Tag aufstehen und den inneren Teufel überwinden. – Wie ich das schaffe? Ich habe die großartigsten Freunde, ohne die ich das nicht schaffen würde. Sie unterstützen mich seit dem Tag der Diagnose und sind immer für mich da. Ich bin dankbar, dass ich leben darf und ich bin glücklich, denn ich habe eine zweite Chance bekommen. Ihr schafft es auch!«

Schau mal, diese Geschichten könnten dir auch gefallen.

Wir nutzen Cookies 🍪

Einige Cookies sind für den Betrieb der Website notwendig. Andere helfen uns, unser Angebot für dich zu verbessern. Da uns Datenschutz sehr wichtig ist, bitten wir dich selbst über den Umfang der Cookies bei deinem Besuch zu entscheiden.

Impressum Datenschutz