Geschichte Brustkrebs

Eva, 30

»Mein Jahr 2021 begann sehr stressig. Ich hatte mehrere Projekte am Laufen und war sehr vertieft in eine Studienarbeit. Nachts spürte ich einen stechenden Schmerz in meiner Brust. Ich ignorierte es im Glauben, dass es Verspannungen seien. Während sich nach und nach meine Projekte dem Ende näherten, wurde der Schmerz in meiner linken Brust stärker. Beim Abtasten erstarrte ich – da ist ein Knoten.

Bei der Frauenärztin wurde ich sofort zum Radiologen überwiesen. Dann die Entwarnung: Es ist nur eine Zyste, die in einem halben Jahr nochmal überprüft werden muss. Die Wochen vergingen, aber der Schmerz wurde immer stärker und der Knoten größer. Da ich irgendwann das Stechen ohne Schmerzmittel nicht mehr aushielt, verlangte ich nach einem zweiten Ultraschallbild. Zuerst wurde ich abgewimmelt, aber zum Glück ließ ich nicht locker und bekam einen weiteren Termin. Von da an ging alles sehr schnell. Zwei Wochen später bekam ich den Biopsie-Befund: Triple-negative Mammakarzinom mit einem Wachstum von 90 Prozent. Ich konnte es nicht glauben! Ich? Ich war doch viel zu jung und lebte zu gesund – niemand in meiner Familie war je an Krebs erkrankt.

Die folgenden Wochen waren ein Alptraum. Meine Angststörung brach wieder aus und ich sah mich nicht in der Lage eine Chemotherapie durchzustehen. Aber was blieb mir übrig. Gemeinsam mit meinen Onkologen entschieden wir, dass ich parallel zur Chemotherapie eine Antidepressiva-Behandlung bekommen soll. Rückblickend war das die beste Entscheidung. Auch wenn es mir wegen der Chemo körperlich manchmal nicht so gut ging, wurde ich von Woche zu Woche immer zuversichtlicher und konnte besser mit meiner Erkrankung umgehen.

Inzwischen habe ich die Chemotherapie hinter mich gebracht und der Tumor ist dadurch komplett verschwunden. Eine Operation und die Bestrahlung stehen zwar noch vor mir, aber ich bin jetzt schon unendlich dankbar, dass die Behandlung so gut angesprungen ist.

Ich möchte durch meine Geschichte andere daran erinnern, dass man für seine Gesundheit einstehen muss. Lasst euch nicht bei Ärzten abwimmeln und geht zu euren Vorsorgeuntersuchungen! Sie können Leben retten.«

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