

Also ihr Lieben: Abtasten nicht vergessen! Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. 🙌

Ein Port ist ein Zugang, der vor der Therapie etwa unterhalb des Schlüsselbeines gesetzt wird in einer kleinen Operation. Er bringt den Vorteil, dass nicht immer eine Nadel in die Armvenen gelegt werden muss. Außerdem kann man darüber sehr gut Blut abnehmen und muss sich somit nicht immer am Arm picken lassen.
Und tut der Port immer weh? Wird er stören? Das ist sehr unterschiedlich, bei ausgesprochen schlanken Menschen ist der Port von außen sichtbar. Bei etwas kräftigeren Menschen ist er nicht so auffällig. Er liegt unter der Haut und wird mit einer Port-Nadel angestochen. Manchmal ist ein kleiner Hubbel unter der Haut zu sehen. Ansonsten kann man den Port von außen nicht erkennen.
Zu Beginn kann es etwas schmerzhaft sein, wofür der Schnitt der OP Narbe sorgt. Sofern keine Komplikationen entstehen, wird er dich nicht weiter stören.
Ein Port wird in der Therapiezeit regelmäßig benutzt und angestochen. Wichtig ist, dass er immer gut durchspülbar ist und nicht verstopft.
Ja, wenn die OP Narbe verheilt ist.
Ein Port kann sich entzünden, oder nicht mehr gut durchspülbar sein. In so einem Fall kann es sein, dass man ihn nochmal in einer Operation erneut setzten muss oder ihn erstmals ganz entnimmt. Meistens wird dann die andere Seite für einen neuen Portkatheter benutzt.
Nach einer Krebstherapie wird der Port meistens nicht sofort entfernt, jedoch ist das sehr individuell. Wenn nach den ersten Nachsorgeuntersuchungen alles gut ist, kann der Port meistens nach einem Jahr wieder heraus. Es jedoch auf deine Diagnose und dein Krankheitsbild an. Bei älteren Patient:innen bleibt der Port oft drinnen, damit ihnen eine weitere Operation erspart bleibt. Den Port muss man alle 3 Monate spülen lassen, oft kann man dies auch mit seiner Nachsorgeuntersuchung verbinden. Junge Erwachsene können den Port nach Abschluss der Therapie entfernen lassen. Nicht immer sofort danach, aber oft nach einigen Monaten.
Nach der Operation darf man ihn als Erinnerung an eine ganz besondere Zeit im Leben behalten. Der Port, sofern dieser für dich infrage kommt, was immer mit dem Arzt davor besprochen wird. Wird einige Zeit dein Begleiter im Leben werden. Ganz nahe begleitet er dich unter deiner Haut.

Für die Bestrahlung wirst du in eine strahlentherapeutische Abteilung oder Ambulanz eines Krankenhauses bzw. einer Klinik überwiesen, es gibt jedoch auch zertifizierte Zentren und Institute für individuelle Therapiemöglichkeiten. Strahlentherapie wird übrigens nicht nur bei bösartigen Erkrankungen angewandt und es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und notwendige Techniken. Bei einigen Tumorarten werden Strahlen- und Chemotherapie zudem kombiniert.
Die Strahlentherapie ist sehr individuell. Sprich also unbedingt mit den Fachärzt:innen vor Ort über deine Bedenken und Sorgen.

Schluss mit Krebsdiäten & Supplement-Hype
Die aktualisierte S3-Leitlinie (Stand Januar 2026) »Klinische Ernährung in der Onkologie« zeigt, worauf es bei der Ernährung während einer Krebserkrankung wirklich ankommt – wissenschaftlich fundiert und praxisnah.
Der Ernährungsstatus sollte möglichst früh nach der Diagnose und anschließend regelmäßig überprüft werden. Dafür werden standardisierte Fragebögen eingesetzt, die den BMI, den Gewichtsverlust in einem bestimmten Zeitraum und die Nahrungsaufnahme erfassen. So können Risiken früh erkannt und behandelt werden.
Strenge Diäten, die bestimmte Lebensmittel verbieten oder die Nahrungsaufnahme stark einschränken, können problematisch sein. Sie erhöhen das Risiko für Gewichtsverlust und Mangelernährung. Da ihre Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt ist, werden Krebsdiäten in der Leitlinie nicht empfohlen.
Ob Fasten während einer Krebstherapie Vorteile hat, ist bisher nicht ausreichend wissenschaftlich geklärt. Deshalb empfiehlt die Leitlinie, dass Fasten aktuell nur im Rahmen von Studien erfolgen sollte.
Der Körper braucht während einer Krebserkrankung ausreichend Energie und Eiweiß. Als Orientierung nennt die Leitlinie 25–30 kcal pro kg Körpergewicht und 1-1,5 g Eiweiß pro kg Körpergewicht am Tag. Das wären bei einer Person, die 70 kg wiegt 1.750-2.100 kcal und 70-105 g Eiweiß - je nach individueller Situation.
Ein pauschal erhöhter Bedarf an Vitaminen oder Mineralstoffen besteht nicht. Ohne nachgewiesenen Mangel werden hochdosierte Präparate daher nicht empfohlen.
Das solltest du dir merken: Dein Körper braucht jetzt vor allem ausreichend Energie und Eiweiß und keine strengen Ernährungsvorschriften, die zusätzlichen Stress auslösen und dein Körpergewicht gefährden.

Meistens meinen es die Menschen nur gut mit uns, doch auch wenn Dankbarkeits- und Achtsamkeitsübungen tatsächlich erwiesene Methoden sind, sich im Alltag glücklicher zu fühlen, darf eine Situation, ein Tag oder eine Phase auch einfach mal 💩 sein!
Doch wenn der Drang nach Positivität sich irgendwann über deine wirklichen Gefühle legt und ihnen keine Luft zum Atmen mehr gibt, kann sie auch schnell ins Negative umschlagen. Man spricht in dem Fall von toxischer Positivität. Dieses Gefühl suggeriert, dass Gefühle wie Angst, Hoffnungslosigkeit oder Trauer keine Daseinsberechtigung haben und zwanghaft ins Positive gewandelt werden müssen. Dabei ist es umso wichtiger, dass du dich aktiv mit deinen Gefühlen auseinandersetzt, sie annimmst und ihnen einen Raum gibst. Und nur, indem du sie zulässt, kannst du lernen mit ihnen umzugehen.
Daher ja – führe dein Dankbarkeitstagebuch. Aber wenn dir mal danach ist, vor Wut in dein Kissen zu boxen oder dich bei einer Freundin auszuweinen, ist auch das völlig in Ordnung. Denn auch diese Gefühle gehören zu dir und dürfen da sein. 🙏
Toxische Positivität kurz erklärt: Positiv denken kann dich mental auf deinem Weg unterstützen, dich stärken und dein Wohlbefinden steigern. Das heißt aber nicht, dass du alles positiv sehen musst.

Trägst du eine angeborene Veränderung (Mutation) in einem dieser beiden Gene, ist dein Risiko an Brustkrebs und/ oder Eierstockkrebs im Laufe deines Lebens zu erkranken stark erhöht, denn dadurch ist die wichtige Reparaturfunktion gestört. Bei Frauen mit einer BRCA 1- oder BRCA 2-Genmutation liegt die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken bei bis zu 85 % und bei Eierstockkrebs liegt sie bei bis zu 53 %. Bei Männern besteht ein erhöhtes Risiko im Laufe ihres Lebens neben Brustkrebs auch an Prostatakrebs zu erkranken.
👩 Eine von 500 Personen trägt eine Mutation im BRCA1-Gen und etwa eine von 700 trägt eine im BRCA2-Gen.
👨👩👧 Du hast eine 50 % Chance das Gen vererbt zu bekommen – es kann auch durch den Vater weitervererbt werden. Die Genmutation überspringt keine Generation.
🧬 Anzeichen für eine Genmutation kann gehäuftes Auftreten von Brust- und Eierstockkrebs in der Familie und/ oder ein frühes Erkrankungsalter sein.
🩸🧫 Bist du bereits an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt und es gibt genug Hinweise, dass eine erbliche Veranlagung vorliegt, können Ärzte anhand eines Bluttests oder mithilfe von Tumorgewebe einen BRCA-Test durchführen. Hier sind eine ausführliche Aufklärung, Bedenkzeit und eine schriftliche Einwilligung notwendig. Fällt der Test positiv aus, folgt eine Beratung bei einem Humangenetiker.
🔍 Sollte ein enges Familienmitglied positiv getestet sein, können andere Familienmitglieder ebenfalls getestet werden. Diese müssen jedoch volljährig sein. Aber: Du hast immer ein Recht auf Nichtwissen!
📑 Testergebnisse bei einer Tumorprobe liegen in der Regel nach ein paar Tage bis zwei Wochen vor. Ein Bluttest kann mehrere Wochen bis Monate dauern. In Ausnahmefällen kann eine fast-track-Analyse angeordnet werden, wenn das Ergebnis relevant für die Therapieform ist.
💶 Die Kosten werden in der Regel von privaten und gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
🔬 Ist dein Test positiv und du bist noch nicht erkrankt, hast du die Möglichkeit, prophylaktisch dein Risiko herunterzusetzen (prophylaktische Entfernung des Brustgewebes mit Wiederaufbau und die Entfernung der Eierstöcke). Dies sollte jedoch vorab ausführlich mit Ärzten abgesprochen werden.

Eine Gemeinschaft, egal in welcher Form, sollte dir das Gefühl vermitteln, dass du dazugehörst. Du kannst über deine Probleme sprechen und ihr könnt wunderschöne Momente gemeinsam erleben. Aber auch in schweren Zeiten sind diese Menschen für dich da, fangen dich auf und geben dir Halt. Der Zusammenhalt in guten aber auch in schlechten Zeiten ist das, was eine Gemeinschaft ausmacht.
Dabei bedeutet Gemeinschaft nicht, dass ihr exakt die gleichen Interessen teilt und eure Meinungen immer übereinstimmen. Eine Gemeinschaft besteht aus ganz unterschiedlichen Individuen, die durch das entstandene Wir-Gefühl miteinander verbunden werden. Dabei ist dieses Wir-Gefühl nicht plötzlich da. Eine Gemeinschaft sollte sich immer weiter entwickeln und zusammen wachsen. Sie befindet sich immer im Wandel. Es ist völlig okay, einer Gemeinschaft den Rücken zuzukehren, wenn du das Gefühl hast, diese tut dir nicht mehr gut.
Dabei gibt es nicht nur die eine Gemeinschaft, zu der du dazugehören musst. Du kannst dich mehreren Gemeinschaften zugehörig fühlen – auf unterschiedliche Art und Weise. Das Gemeinschaftsgefühl in deiner Familie ist sehr wahrscheinlich anders als das mit deinen Arbeitskolleg:innen. Und das ist völlig okay und sogar gut, solange du dich nicht verstellen musst. Denn in einer Gemeinschaft solltest du so akzeptiert werden, wie du bist und auch du solltest dich mit den Zielen und Interessen der Gemeinschaft identifizieren können.
Auch wir Pathlys sind eine Gemeinschaft, die einander unterstützt, zuhört und versteht. Als Gemeinschaft haben wir uns das Ziel gesetzt, krebskranke Menschen und Angehörige auf ihrem Weg zu unterstützen.


Menschen, die ein Trauma erlitten haben, zu dem auch eine Krebserkrankung zählt, erfahren manchmal sogenannte »Nachhallerinnerungen« (Intrusionen) oder »Flashbacks«. Während die Intrusionen vor dem inneren Auge ablaufen, hat man bei Flashbacks das Gefühl, wieder in der bedrohlichen Situation zu stecken. Oft werden diese Intrusionen oder Flashbacks durch Trigger ausgelöst, wobei die Symptome, die bei den Betroffenen auftreten, durchaus unterschiedlich sein können. Nach einer solchen Intrusion oder einem Flashback fühlt man sich meist psychisch und körperlich sehr erschöpft.
Leider kann man das Auftreten dieser sehr realen Erinnerungen nicht wirklich voraussagen, weil die Schlüsselreize, die sie auslösen, bei Krebspatient:innen sehr verschieden sind. Keine Krebserkrankung läuft nach demselben Schema ab, sie ist immer individuell. Genauso wie die Erfahrungen der Betroffenen. Die Erinnerungen können sowohl durch Trigger, wie einen bestimmten Geruch, einen Ort, ein Zusammentreffen mit jemandem oder ein bestimmtes Datum ausgelöst werden.
Das Rezept für den einzig richtigen Umgang gibt es nicht. Es ist allerdings wichtig, nicht in die absolute Vermeidung bestimmter Trigger zu gehen, denn das schränkt das Leben nicht nur extrem ein, sondern kann die Situation auch verschlimmern.
Hier sind einige Tipps, wie man Intrusionen und Flashbacks begegnen kann:

Es dauert einige Zeit, bis die Intrusionen oder Flashbacks weniger werden. Auch Jahre nach der Akuttherapiephase gibt es manchmal immer noch durch Momente, Orte oder Schlüsselreize, die Ängste auslösen können.
Wichtig ist aber: Die Erinnerungen verblassen von Jahr zu Jahr immer ein wenig mehr. Du wirst lernen, mit diesen Erfahrungen umzugehen. Du bist nicht alleine!

Die Fachkenntnisse der unterschiedlichen Disziplinen sollen sicherstellen, dass die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten aus möglichst vielen Perspektiven betrachtet werden und jede:r Patient:in nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft behandelt wird.
In einem Tumorkonferenz wird die individuelle Patientengeschichte vorgestellt und anhand von Bildern, Laborergebnissen und weiteren Untersuchungsergebnissen im Detail betrachtet. Unter Berücksichtigung entscheidender Aspekte wie Alter, Vorerkrankungen, Ausdehnung des Tumors und bisheriger Studienergebnisse wird anschließend gemeinsam ein Therapievorschlag diskutiert. Ziel ist eine Therapieempfehlung, die auf den oder die Krebsbetroffene und ihren individuellen Krankheitsverlauf abgestimmt ist.
Die Ergebnisse dieser Tumorkonferenz, wie das Tumorboard auch oft genannt wird, werden danach jedem:r Patient:in persönlich mitgeteilt. Gemeinsam mit den behandelnden Ärzt:innen werden dann die nächsten Schritte des Therapieplans festgelegt.
Auch die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt, sich nicht nur auf die Meinung eines Arztes oder einer Ärztin zu verlassen, sondern sich in einer Klinik vorzustellen, wo diese Tumorboards durchgeführt werden. Dabei handelt es sich vor allem um zertifizierte Krebszentren und spezialisierte Kliniken. In spezialisierten Kliniken gibt es je nach zuständigem Fachgebiet eigene Tumorkonferenzen, welche in der Regel wöchentlich stattfinden.
Eine Liste mit zertifizierten Zentren findest du auf der Website »OncoMap«. Hier kannst du deine Suche nach Krebsart, Land und Postleitzahl sortieren.

Studien zufolge reagieren nämlich drei von vier Personen auf ihre Gefühle mit Essen. Meist sind es Emotionen wie Frust, Sorgen oder Ängste, die uns zu Fruchtgummi, Schokoriegeln und Co. greifen lassen. Doch woran liegt das?
Einige Emotionen sorgen in unserem Körper für Stress und dieser schüttet dann das Hormon Cortisol aus. Das war in der Steinzeit ein lebenswichtiger Prozess, da Cortisol uns in kürzester Zeit viel Energie bereitgestellt hat, um vor dem gefährlichen Säbelzahntiger davonlaufen zu können. Heutzutage steht uns jedoch äußerst selten ein gefährliches Tier gegenüber, vor dem wir die Beine in die Hand nehmen müssen. Folglich wird die ungenutzte, bereitgestellte Energie in unserem Körper wieder eingelagert – und das zu allem Übel größtenteils am Bauch.
Und damit noch nicht genug: Der Körper versucht sich in stressigen Situationen selbst vor dieser Cortisol-Flut zu schützen, um schnell wieder zu entspannen. Dafür benötigt er Zucker, was uns unser Körper häufig auch ganz deutlich spüren lässt und weshalb wir ihm oft geben, was er so dringlich fordert. Daher holen uns Süßigkeiten schnell von unserem Stresslevel wieder runter … bis zu dem Tag, an dem uns die Waage ohne Vorwarnung auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Aber was können wir dagegen tun?

Alle Rezepte sind auf auf vier Becher beziehungsweise Gläser ausgelegt. Milchprodukte können durch vegane Varianten ausgetauscht und der Zuckergehalt nach Belieben angepasst werden.
Außerdem solltet ihr keine Zutaten verwenden, die eventuelle Wechselwirkungen mit euren Krebsmedikamenten verursachen. Bei Unsicherheiten sprecht bitte zuerst mit euren Ärzt:innen.
Zutaten: 125 g Zartbitter-Schokolade, 1 TL Zucker, 3 EL Schlagsahne, 750 ml frisch gekochter Kaffee
Zubereitung: Schokolade in Stücke brechen und in eine Metallschüssel geben. Die Schokolade im heißen Wasserbad bei schwacher Hitze unter Rühren schmelzen lassen. Zucker und Sahne unterrühren. Den Kaffee nach und nach mit dem Schneebesen unterschlagen. So lange, bis die Masse schaumig ist. Schokoladenkaffee auf Tassen verteilen. Wer mag, kann ihn noch mit geschlagener Sahne garnieren.
Zutaten: 800 ml Wasser, 16 Zweige frische Minze (alternativ 1 bis 2 Teebeutel Minze), 100 ml Holunderblütensirup, 100 ml Apfelsaft, 2 Bio-Limetten
Zubereitung: Wasser aufkochen und frische Minze oder Teebeutel hinzugeben und circa fünf Minuten ziehen lassen, danach Minze oder Teebeutel herausnehmen. Die Limetten heiß waschen, abtrocknen, die Schale abschälen (mit so wenig Weiß wie möglich) und den Saft auspressen. Vier Streifen der Schale für die Deko beiseite legen. Holunderblütensirup, Apfelsaft, Limettensaft und Limettenschale zum Minztee in den Topf geben und erhitzen. Sobald Dampf aufsteigt, die Hitze etwas reduzieren und fünf Minuten ziehen lassen. Den Hugo in vier Gläser füllen und mit der Limettenschale dekorieren.

Zutaten: 750 ml Apfelsaft, 250 ml Orangensaft, 2 Zimtstangen, 3 Nelken, 2 Sternanis, 1 Bio-Orange, Apfel zum Garnieren
Zubereitung: Apfel- und Orangensaft in einen Topf geben und auf mittlerer Stufe erwärmen, bis er dampft, aber nicht kocht. Topf von der Herdplatte ziehen, dann Zimtstangen, Nelken und Sternanis hinzugeben. Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit einem Schäler abziehen und die Schale zur Mischung geben und dann für mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Den Apfelpunsch mit einem Sieb in die Gläser füllen. Apfel in dünne Scheiben schneiden und damit dekorieren und genießen. Tipp: Der Punsch hält sich im Kühlschrank rund sieben Tage und kann nach Bedarf nochmals erwärmt werden.
Zutaten: 4 Beutel Beerentee, 1 L Wasser, 500 ml schwarzer Johannisbeersaft, 2 Orangen, 2 Zimtstangen, 2 Sternanis, 5 Nelken, 1 Vanilleschote, 2 EL Honig
Zubereitung: Wasser in einem Topf aufkochen, die Teebeutel hineinhängen und fünf Minuten ziehen lassen. Orangen auspressen, die Vanilleschote halbieren und auskratzen. Teebeutel entfernen, dann den Orangensaft und das Vanillemark zu dem Tee geben. Danach Johannisbeersaft, Zimtstangen, Sternanis, Nelken und Honig hinzufügen und alles kurz aufkochen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, Deckel drauf und 15 Minuten ziehen lassen. Abschließend in Gläser oder Becher füllen und servieren.


😷 Ein Haustier kann für Erkrankte ein Risiko bedeuten. Das Immunsystem ist geschwächt und so können Krankheiten übertragen und Allergien ausgelöst werden. Das gilt sogar dann, wenn die Fellnasen selbst gesund sind und sauber gehalten werden. In einem Interview der Pharmazeutischen Zeitung erklärt Dr. Stefanie Klein vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg:
»Vorsicht ist angesagt, wenn der Patient Therapien erhält, die sein Immunsystem beeinträchtigen, zum Beispiel eine hoch dosierte Chemotherapie, umfangreiche Bestrahlung oder Stammzelltransplantation. Dann sollte zumindest für den Zeitraum der Immunschwäche eine andere Person die Pflege des Tieres übernehmen. Wenn Patienten alleine leben, kann das manchmal bedeuten, dass man das Tier für eine gewisse Zeit abgeben muss.«
💉Grundsätzlich ist wichtig, dass das Tier einen umfangreichen Impfschutz hat und von einem Tierarzt durchgecheckt wird. Zudem sollten Krebspatienten den Kontakt mit Tierausscheidungen vermeiden. Die Reinigung des Katzenklos, Vogelkäfigs, Kaninchenstalls, Terrarium und Aquarium und das Aufsammeln von Hundekot sollte von anderen übernommen werden. Zudem wird geraten, nach jeder Berührung mit dem Tier die Hände zu waschen und darauf zu achten, dass das Haustier keinen Kontakt zu Wildtieren hat, die Krankheiten übertragen können.

Bis zu 90 % der Krebspatient:innen sind während der Therapie von Fatigue betroffen. Die Ursache dafür vermuten Expert:innen beim Krebs selbst, der Krebsbehandlung, bei hormonellen Veränderungen und auch die Psyche spielt eine Rolle. Auch nach beendeter Therapie treten die Symptome bei 20–50 % auf.
💪 Gestalte deine Tätigkeiten so kräfteschonend wie möglich. Teile dir deine Kraft ein und lege öfter mal zwischendrin eine Pause ein.
🏃♀️ Bewegung hilft dem Körper und der Seele. Steige eine Haltestelle früher aus und gehe den Rest zu Fuß, nimm die Treppe anstatt den Aufzug oder nimm für kurze Strecken das Rad. Auch Sportarten wie Yoga, Schwimmen, Tanzen können guttun. Wichtig ist, dass die Bewegung dir Spaß macht, du musst dich nicht mit früheren Leistungen messen.
☀️ Nimm dir Zeit für schöne Dinge und plane diese bewusst ein.
🗓 Es ist total okay, Termine abzusagen, wenn diese deine Kraft übersteigen.
🧘 Höre auf deinen Körper und deine Seele! Werte dich nicht dafür ab, dass du dich müde und erschöpft fühlst. Finde heraus, welche Warnzeichen du erhältst und lerne mit der Zeit darauf zu reagieren.
📒 Führe ein Energietagebuch. Darin kannst du notieren, was du den Tag über gemacht hast und wie du dich dabei gefühlt hast. Wann warst du aktiv? Wann hast du dich ausgeruht? Wie hast du dich dabei gefühlt? So kannst du deine Balance zwischen Über- und Unterforderung erkennen und langsam und schrittweise aktiver werden.
🙎♂️🙍♀️ Spreche mit Freunden und Familie darüber. So können auch sie sich darauf einstellen und dich entlasten.

Viel Spaß beim Nachmachen!

KI kann riesige Datenmengen analysieren und so bei der Krebsfrüherkennung (zum Beispiel durch die Analyse von Gewebeproben) helfen. Spezielle mit medizinischen Trainingsdaten gespeiste KIs können bei Diagnoseverfahren unterstützen und Ärzt:innen basierend auf Patient:innendaten und wissenschaftlichen Studien sowie aktuellen medizinischen Leitlinien in Sekundenschnelle Behandlungsoptionen vorschlagen.
‼️ Natürlich kann KI hierbei keine ärztliche Entscheidung ersetzen – sie ist ein Werkzeug, kein Heiler.
Derzeit werden zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt, die die Potenziale von KI für die Verbesserung von Krebsdiagnostik und -therapie untersuchen. So könnte in Zukunft KI die Individualisierung von Krebstherapien verbessern, sodass jede Patient:in ausschließlich wirklich notwendige und für sie:ihn passende Medikamente erhält.
Doch nicht nur für Forschende und Ärzt:innen bietet KI neue Möglichkeiten. Auch Patient:innen und Angehörige können KI nutzen, um Fragen zu stellen, wissenschaftliche Befunde in einfache Sprache übersetzen zu lassen oder auch um drei Uhr nachts noch einen Ansprechpartner zu haben, wenn Ängste oder Sorgen einen gesunden Schlaf verhindern. Teilweise beantwortet KI medizinische Fragen sogar so gut, dass Patient:innen die KI-Antwort nicht mehr von der Ärzt:innen-Antwort unterscheiden können. Studien zufolge bewerten Patient:innen KI-generierte Antworten auf ihre Fragen außerdem als empathischer und hilfreicher als durch medizinisches Personal verfasste Antworten. Hier zeigt sich, dass KI mittlerweile zu einem sehr menschlichen, wertschätzenden und wohlwollenden Umgang mit ihren Nutzer:innen fähig ist.

Dieses empathische Verhalten verleitet dazu, Chatbots auch für therapieartige Gespräche zu nutzen. Dies ist naheliegend, da die KI (im Gegensatz zu echten Menschen) nie müde wird, nicht urteilt und immer verfügbar ist. Chatbots wie ChatGPT, Weobot oder Wysa können auch tatsächlich zunächst sinnvolle Ansprechpartner sein. Sie sind in der Lage, Gespräche zu führen, emotionales Befinden zu erfassen und Coping-Strategien vorzuschlagen. Häufig sind die künstlich generierten Antworten einfühlsam, machen Mut und helfen dabei, die eigenen Gedanken zu sortieren. Je mehr konkrete Informationen die KI erhält, desto individuellere Tipps kann sie dir geben.
Doch hier ist Vorsicht geboten: Persönliche und sensible Daten (wie vollständige Namen und Adressen oder finanzielle Angaben) solltest du keinem Chatbot zur Verfügung stellen! Sind die Daten in der KI eingegeben, kann nicht immer zuverlässig nachvollzogen werden, inwiefern diese weiterverarbeitet werden. Zudem werden deine Eingaben häufig genutzt, um die KI weiter zu trainieren.
Bei ChatGPT kannst du dies in den Einstellungen ändern. Hier kannst du entscheiden, ob du die Funktion »Das Modell für alle verbessern« ein- oder ausschalten möchtest. Allerdings solltest du auch dann, wenn diese Funktion ausgeschaltet ist, keine sensiblen Daten teilen, da KI-Systeme nicht immer vor Cyberangriffen sicher sind. Bezogen auf die Datenschutzproblematik und sicherlich auch auf konkrete Handlungsempfehlungen bei wiederkehrenden Angst- und Unsicherheitsgefühlen oder anderen häufig auftretenden, mentalen Problemen sind, menschliche Therapeut:innen definitiv den Chatbots vorzuziehen. Idealerweise können Chatbots aber eine erste Anlaufstelle darstellen und als Brückenbauer in akuten Momenten fungieren. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie ChatGPT dein Gesundheitsmanagement verbessern kann, dann gibt es hierzu eine interessante Podcastfolge namens »ChatGPT als Therapeut: Wie du KI für deine mentale Gesundheit nutzt« von Dr. Eva Elisa Schneider.
Im Selbstexperiment konnte ich Zeugin der kompetenten und einfühlsamen Antworten von ChatGPT werden. Ich probierte zunächst aus, inwieweit ChatGPT mir helfen konnte, meinen PET-CT-Befund der Erstdiagnose aus dem Jahr 2022 noch besser zu verstehen. Hier erhielt ich auch direkt von der KI den Hinweis, dass ich Klarnamen oder andere sensible Daten schwärzen solle, bevor ich den Befund hochlud. Ich entschied mich dazu, nur die letzten paar Sätze zu kopieren. Hier ging es um die Ausbreitung des Lymphknotenbefalls bei meiner Krebserkrankung. ChatGPT erklärte mir sehr kleinschrittig, dass es sich bei meiner Erkrankung um ein Lymphom handelte, und konnte alle medizinischen Begriffe (wie zum Beispiel »infradiaphragmal«) in verständliche Begriffe (in diesem Fall »unterhalb des Zwerchfells«) übersetzen. Sogar das Stadium konnte die KI richtig benennen und in Abhängigkeit von bestimmten Risikofaktoren konkrete Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen. Hier erklärte mir ChatGPT in etwa die gleichen Möglichkeiten, wie mein Onkologe es damals getan hat. Auch die Angaben zur Dauer der Therapie und zu den möglichen Nebenwirkungen waren akkurat.

Als nächsten Schritt schlug die KI vor, mir weitere Informationen zu körperlicher und seelischer Therapieunterstützung zur Verfügung zu stellen. Diese Tipps beinhalteten unter anderem eine eiweißreiche, ausgewogene Ernährung, regelmäßige, moderate Bewegung und eine Suche nach Austauschmöglichkeiten in Form von Selbsthilfegruppen oder Psychoonkologie. Bei genauerem Nachfragen, welche Möglichkeiten ich als junge Patientin für den Onlineaustausch hätte, schlug die KI das junge Krebsportal der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs oder die Yes-We-Cancer-App vor. Unser kleiner Verein Pathly hat es leider noch nicht in die ChatGPT-Vorschläge geschafft, aber als ich der KI von meinen Zukunftsängsten berichtete, nutzte der Chatbot unseren Slogan »Du bist nicht allein«, um mich aufzufangen. Die ausführliche Antwort lautete:
»Es ist okay, dass du Angst hast. Diese Gefühle sind kein Zeichen von Schwäche, sondern eine natürliche Reaktion auf das, was passiert ist. Und es ist ebenso wichtig, dass du dich daran erinnerst: Du bist nicht allein. Menschen um dich herum, Freunde, Partner, Familie, aber auch digitale Communitys und Fachleute können dich begleiten. Du musst nicht alles selbst tragen.«
Diese emotionale und einfühlsame Antwort der KI beeindruckte mich nachhaltig. ChatGPT hat für mich damit bewiesen, dass KI Mut machen und helfen kann. Natürlich ist sie zu keinem Zeitpunkt ein Ersatz für echte Ärzt:innen, Therapeut:innen und Angehörige, die uns in den (manchmal leider ziemlich dunklen) Zeiten als Krebspatient:innen zur Seite stehen. Aber die Zukunft der Krebsmedizin ist nicht menschlich oder künstlich – sondern beides, im besten Fall Hand in Hand.

Die Tastuntersuchung wird erst ab einem Alter von 30 Jahren von der Krankenkasse übernommen. Für die Selbstkontrolle sollten wir uns also mit unseren Brüsten vertraut machen, denn beim Abtaste geht es darum, Veränderungen zu bemerken.

Zum Beispiel Verformungen, Knoten, wachsende Venen, Ausfluss, Beulen, Einkerbungen, Verhärtungen, Rötungen oder Grübchen.
Erstmal solltest du darauf achten, immer zum selben Zeitpunkt deines Zyklus abzutasten. Am besten einmal im Monat, circa zwei bis drei Tage nach deiner Periode.

🪫Fatigue ist wie ein Smartphone mit kaputtem Akku: Es lädt nicht mehr richtig auf, egal wie lange es am Kabel hängt. Das Ergebnis? Bleierne Erschöpfung, die nicht mit Schlaf verschwindet. Wortfindungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Isolation. Und weil Fatigue unsichtbar ist, kommen gut gemeinte Ratschläge wie »Mach doch einfach mal mehr Sport!« – absolut frustrierend, wenn nichts mehr klappt wie vorher und die Sache offensichtlich nicht so einfach wegzutrainieren geht 😰
Viele verwechseln Fatigue mit Depression. Klar, beide sind sich sehr ähnlich – aber es gibt Unterschiede:

Findest du dich in der Beschreibung wieder? Dann mach doch mal den Fatigue-Selbsttest und du erhältst einen wichtigen Überblick über deine Symptome:👉 http://www.erfolgreich-schlafen.de/Fatigue-selbsttest
Fatigue ist sehr komplex, und leider gibt es keine Pille dagegen. Aber es existieren Wege, um besser damit umzugehen. Und genau hier setzen wir an!
Fatigue bedeutet nicht, dass du gar nichts mehr tun kannst – aber es bedeutet, dass du geschickter mit deiner Energie haushalten solltest. Hier hilft die 12-Löffel-Theorie: Stell dir vor, du hast 12 Löffel Energie pro Tag zur Verfügung. Jede Aktivität kostet dich Löffel: Duschen? 1 Löffel. Einkaufen? 3 Löffel. Sport? 4 Löffel. Was passiert, wenn die Löffel leer sind? Zack: Stecker raus und nichts geht mehr.
Der Trick ist also, deine Löffel weise zu verteilen und nur so viel auszugeben, wie nötig. Nutze für deine eigene Kontrolle am besten ein Energietagebuch! Schreib eine Woche lang auf, welche Aktivitäten dich besonders fertig machen (Energieräuber können bis zu 48 Stunden wirken!) – und welche dir guttun.
Hier findest du eine Vorlage: 👉 https://www.erfolgreichschlafen.de/fatigue/
Gute Pausen sind nicht einfach »Nichtstun« – sie sind gezielte Erholung. Hier ein paar Ideen:
✅ 1 Minute Pause: Augen schließen, dreimal tief durchatmen, Schultern mit jedem Ausatmen tiefer sinken lassen.
✅ 5 Minuten Bewegungspause: Strecken, Schultern kreisen, leicht auf der Stelle gehen.
✅ 10 Minuten-Naturpause: Fenster öffnen, rausgehen, Sonnenlicht tanken.
✅ 20 Minuten Powernap: Handy auf Flugmodus, Wecker stellen, Augen zu.
✅ 30 Minuten Mentale Pause: Meditieren, Musik hören, Atemübungen.
Bewegung ist der größte Fatigue-Killer. Aber viel hilft nicht viel!! Starte mit kleinen Einheiten und steigere dann die Häufigkeit, die Dauer, die Intensität, bis du das Gefühl hast, dein optimales Level erreicht zu haben: Es fühlt es sich währenddessen und auch die Tage danach gut an ohne große Erschöpfung.
✅ 5 Minuten sanftes Yoga morgens.
✅ Ein Spaziergang mit Tempowechseln nach dem Essen.
✅ 2–3 Kräftigungsübungen am Nachmittag.
Wichtig: Regelmäßig kleine Bewegungen sind besser als einmal Vollgas und danach drei Tage k.o.!
Stehst du morgens auf, als wärst du vom LKW überfahren worden, dann probiere Folgendes:
✅ Immer zur selben Zeit ins Bett und wieder raus, erspart dir manchen Graus.
✅ Kaffee am Abend – erquickend und labend – leider auch, wenn es schon Schlafenszeit ist. Keinen Kaffee mehr ab 14, besser 11 Uhr.
✅ Abendrituale einführen (z.B. warme Dusche, leise Musik, Tagebuch schreiben)
Versuche, deine Erschöpfung nicht als Feind zu sehen, sondern als Hinweis deines Körpers, gut für dich zu sorgen. Hier ein paar positive Glaubenssätze:
💡 Ich darf meine Energie einteilen, ohne mich zu rechtfertigen.
💡 Auch kleine Schritte sind Erfolge!
💡 Ich bin nicht meine Erschöpfung – ich bin mehr als das. (AUFGABE: Nimm doch hierzu gerne mal einen Zettel und schreibe dir auf, was du alles bist: Katzenkuschler:in, beste Zuhörer:in, Muffinbäcker:in, Häkel-Queen. Befrag auch gerne deine Liebsten dazu.)
Du bist nicht allein! Fatigue ist real! In der Nachsorge leiden bis zu 30 bis 50 Prozent aller Betroffenen noch darunter. Lass organische Ursachen unbedingt medizinisch abklären. Wenn du mehr über Fatigue-Management erfahren willst, schau auf meiner Website vorbei: 👉 www.erfolgreich-schlafen.de/fatigue und folge mir auf Instagram: www.instagram.com/sabrina_fatiguecoach

Darmkrebs entsteht über Jahre bis Jahrzehnte aus Wucherungen der Darmschleimhaut – den sogenannten Polypen. Die häufigste Form davon wird als Adenom bezeichnet. Etwa 2/3 der Erkrankungen werden dabei im Dickdarm entdeckt.
Es gibt beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren. Ernährung, Bewegung/Sport, Körpergewicht, Alkohol und Rauchen sind Faktoren, die du beeinflussen kannst. Alter, Gesundheitszustand, Familiengeschichte und frühere (Darm)krebsdiagnosen sind dagegen nicht beeinflussbare Risikofaktoren.
❓ Du willst wissen, wie dein täglicher Lebensstil dein potenzielles (Darm)krebsrisiko beeinflussen könnte? Mach den »Health Check« des World Cancer Research Fund (einfach WCRF Cancer Health Check googeln).
Die Symptome bei Darmkrebs können unterschiedlich sein. Blut im Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten wie ein Wechsel von Verstopfung und Durchfall, Blässe, ständige Müdigkeit oder Gewichtsabnahme sind mögliche Beschwerden und sollten dich dazu bringen, hellhörig zu werden.
Ab 50 Jahren bietet dir deine gesetzliche Krankenkasse ein Darmkrebs-Screening an. Da Darmkrebs sich erst relativ spät bemerkbar macht und über Jahre entwickelt, solltest du die Angebote zur Früherkennung unbedingt wahrnehmen. Du wirst als Versicherte:r ab 50 Jahren von deiner Krankenkasse zur Teilnahme per Post eingeladen. Die Teilnahme ist freiwillig.
Du kannst zweimal eine Darmspiegelung (Koloskopie) im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen. Werden Veränderungen wie etwa Darmpolypen gefunden, so verkürzt sich die Zeit bis zur nächsten Untersuchung. Alternativ kannst du statt der Darmspiegelung alle zwei Jahre einen Stuhlbluttest machen. Ist dein Befund des Stuhltests auffällig, hast du Anspruch auf eine Darmspiegelung.
Lass uns nicht nur über Darmkrebs sprechen, sondern auch denen zuhören, die davon betroffen sind. Lerne Heiko (58) und Kristin (25) kennen – sie teilen ihre ganz persönliche Geschichte.

Davon betroffen sind insbesondere Brustkrebs, Magenkrebs und Darmkrebs. Auch kommen sie beim Lungenkrebs, Nierenkarzinom und Prostatakarzinom vor. Sie wachsen unterschiedlich und äußern sich häufig durch Brechreiz, ungewollten Gewichtsverlust, Blutungen und Kraftlosigkeit.
Die Symptome hängen davon ab, wo das Karzinom entsteht und welche Art sie besitzt und sind daher individuell. Häufig beobachtete Symptome sind Blut im Urin/Stuhl, Erbrechen von Blut, Schmerzen in den betroffenen Regionen, Verdauungsstörungen, Schlaflosigkeit und Kraftlosigkeit.
Die Ursachen sind nicht so ganz klar. Bei einigen Menschen liegen genetische Dispositionen vor, welche vererbt oder durch Mutationen entstehen können. Ein geschwächtes Immunsystem kann zum Wachstum einer Tumorerkrankung beitragen. Bei einer vermehrten Zellteilung durch eine langfristig starke Belastung auf den Körper kann ebenfalls eine Ursache sein.
Die Behandlung hängt von Größe und Entstehungsort des Tumors ab. In den meisten Fällen wird mittel Operation der Tumor entfernt. Anschließend kommt es zur Chemo- oder Strahlentherapie.

Wie reagieren die Tumorzellen auf die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron? Haben die Tumorzellen sogenannte Rezeptoren (also können die Hormone ›andocken‹), dann gilt der Tumor als hormonempfindlich und kann u.a. mit antihormonellen Medikamenten behandelt werden. Bei der Untersuchung wird auch der IRS-Wert (Immune Reactive Score,1-12) ermittelt. Ab 2 gelten die Zellen als hormonrezeptorpositiv.
Wie sehr weichen die Tumorzellen von normalen Gewebezellen ab und wie schnell wachsen sie? Beim Grading (Kürzel G) gibt es drei Stufen und beschreibt das Ausmaß der Abweichung. Der Proliferationsmarker (Ki-67), welches durch ein spezielles Färbeverfahren bestimmt wird, zeigt an wie schnell sich die Zellen teilen und wird in Prozent angegeben.

Haben die Tumorzellen Rezeptoren für Wachstumsfaktoren (HER2-Rezeptor)? Sprich, hier docken sich Rezeptoren an, die die Tumorzelle zum Teilen anregen. Diese Bindungsstelle können mit Antikörpergeblockt werden, daher wird dieser Wert bei der Klassifizierung immer mit untersucht.

Warum Mitleid beiden Parteien jedoch wenig hilft und was man anstelle tun kann:
💔 Mitleid bedeutet oft auch Wertung: Die Mitleidenden stellen sich vor, in der gleichen Situation zu sein und bewerten – oft unbewusst – dass sie selber keinen Krebs haben möchten. Denn die Situation macht Angst und man fühlt sich hilflos. Die Mitleidenden stellen sich über die Betroffenen, denn sie empfinden ihre eigene Situation als »besser«.
💔 Mitleid macht hilflos: Die Mitleidenden verbinden sich emotional mit den Betroffenen und können in dem Moment keine Hilfe anbieten. Sie schenken kaum Hoffnung, das Leiden zu lindern. Sie fühlen sich eventuell traurig und unglücklich. Sie stellen sich und ihre eigenen Gefühle an erste Stelle und nicht die der Betroffenen.
💔 Als Betroffene:r ist Mitleid auch wenig hilfreich, denn oft fühlt man sich dadurch noch mehr belastet, bedauernswert und empfindet seine Situation als ausweglos. Oft kommt das Gefühl auf, Schuld daran zu sein, dass die Mitleidenden sich nun auch schlecht fühlen. Hier aufpassen: Du bist nicht verantwortlich für die Gefühle anderer!
💜 Was man anstelle von Mitleid Krebsbetroffenen und Angehörigen vermitteln kann? Mitgefühl. 💝 Auch hier steckt es bereits im Wort: Man fühlt mit den Betroffenen und Angehörigen mit, kann dabei aber eine gewisse Distanz bewahren. Diese objektivere Haltung ermöglicht einen Austausch auf Augenhöhe und öffnet Lösungswege, ohne zu werten. Hier können Sätze wie »Ich bin für dich da.« oder »Was kann ich tun, um dir zu helfen?« Zuversicht, Halt und Hoffnung schenken.

In Deutschland erkranken jährlich rund 2200 Kinder (unter 18 Jahren) neu an Krebs. Mit etwa 30 Prozent sind Leukämien die häufigsten Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Darauf folgen Hirntumore (circa 24 Prozent) und Lymphome (von etwa 14 Prozent). Die gute Nachricht ist, dass mittlerweile viele Erkrankungen gut behandelt werden können. Laut der Kinderkrebsstiftung »können mehr als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die eine Krebsdiagnose erhalten, geheilt werden«.
Dabei spielt, wie bei allen anderen Krankheiten auch, die Forschung eine große Rolle. Wissenschaftler sind auf der Suche nach geeigneten Krebsmedikamenten für Kinder, denn die meisten sind ausschließlich für Erwachsene zugelassen. Helfen die wenigen Wirkstoffe gegen Krebserkrankungen bei Kindern (es sind in etwa zehn) nicht, müssen Ärzt:innen andere Medikamente versuchsweise verabreichen.
Eine Gruppe von Forschern des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg hat ein Verfahren zur Prüfung von Medikamenten im Labor entwickelt. Aus Gewebeproben von krebskranken Kindern werden sogenannte Mini-Tumore gezüchtet. An diesen wird getestet, inwiefern die für Erwachsene zugelassenen Medikamente helfen können.
Ihr seht: Es tut sich was! Und das ist doch wunderbar zu wissen. Wir drücken allen Kindern und Jugendlichen für ihre Therapien die Daumen und wünschen euch und euren Familien nur das Beste! 💜

Dabei wird dem Opfer die Wahrnehmungsfähigkeit abgesprochen, bis dieses an seiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln beginnt. Unter ›Medical Gaslighting‹ versteht man also den Eindruck von Patient:innen, dass Arzt:innen ihre Symptome nicht für voll nehmen oder sie als psychosomatisch abstempeln. So verlieren im Laufe der Zeit viele Patient:innen den Glauben in ihre Wahrnehmung. Grundvoraussetzung für dieses Absprechen der Wahrnehmungsfähigkeit ist ein Vertrauensverhältnis so wie es zwischen Patient:innen und Ärzt:innen der Fall ist.

Meine Brustkrebserkrankung 2021 hat dazugeführt, dass ich damals eine Chemotherapie mit den Wirkstoffen Epirubicin und Taxol durchlaufen musste. Gerade am Anfang ging es mir in den ersten Tagen mit Epirubicin sehr schlecht, jedoch verbesserte sich mein Zustand die Woche darauf immer wieder, bevor es dann zum nächsten Zyklus überging. Zur Mitte der Therapie mit Taxol ging es mir jedoch wehement schlechter, und nicht besser wie bei einigen anderen Mitbetroffenen, die ich kennengelernt habe. Mein Zustand hat sich immer mehr verschlechtert, sodass ich kaum noch Treppen gehen konnte. Zudem hatte ich furchtbare Angst, dass sich dieser Zustand nicht mehr verbessert und große Sorgen, wie ich jemals wieder arbeiten sollte. Meine Ärzt:innen haben mich nicht ernst genommen und meinen immer schlechteren Zustand mit meiner schlanken Körperstatur verargumentiert, denn ich hatte während der Krebserkrankung stark abgenommen. Mir wurde geraten meine Blutwerte zu überprüfen. Hierbei kam heraus, dass ich unter einem Vitaminmangel D litt und dass dieser Mangel laut den Ärzt:innen auch meine Erschöpfung erklären würde. Ich müsse jetzt nur noch den Vitamin-D Mangel aufbauen und dann würde alles seiner Wege gehen, hieß es. Meine Verzweiflung war sehr groß, sodass ich selbst auf die Suche gegangen bin, um die Ursache und den Grund meines schlechten Zustands herauszufinden. Nach einer Weile bin ich durch das Googlen auf die Krankheit Polyneuropathie gestoßen. Diese ist als eine typische Folge der Chemotherapie bekannt, weshalb ich meinen behandelnden Arzt damit konfrontiert habe. Dieser Arzt hat mir dann auch schnell bestätigt, dass das Taxol leider tatsächlich meine Nerven angegriffen hat. Ich war maßlos enttäuscht von dem Gespräch, denn der Arzt hat sich für seine Fehldiagnose nicht mal entschuldigt. Ich habe dann anschließend noch zwei weitere Ärzte aufgesucht, bis ich endlich den richtigen Arzt für mich gefunden hatte, der mich medikamentös gut eingestellt hat. Ich möchte hiermit auf dieses Problem aufmerksam machen, denn so etwas passiert häufiger als man denkt: Also lasst euch nicht abwimmeln, wenn es euch nicht gut geht und bleibt beharrlich. Denn ihr kennt euren Körper am besten, und das solltet ihr niemals anzweifeln.

Dies mag zwar sein, man sollte sich aber immer wieder vor Augen führen, dass dies kein Grund ist in Angst zu leben. Die Angst vor dem Rezidiv ist meist schlimmer als die Realität. Es gibt genügend Fälle, bei denen Genesene ein Rezidiv hatten und genauso gibt es Fälle, wo der Krebs bei Genesenen nicht zurückkam. Und lasst uns mal ehrlich sein: Statistiken finden wir eh blöd. Wir sind keine Zahlen oder Wahrscheinlichkeiten, wir sind Menschen.
Jede:r Survivor versucht sein Leben zu verändern, gesünder oder bewusster zu leben. An sich keine verkehrte Sache! Trotz allem sollte man aufpassen: »gesünder« heißt nicht unbedingt besser. Man sollte versuchen, das Leben zu genießen.
Wie geht man mit dieser Angst um? Es ist vollkommen legitim, dass man Angst vor einem Rezidiv hat. Diese Angst sollte man nicht alleine bewältigen und sich Hilfe suchen. Anfangen kann man mit seinem familiären Umfeld und sozialen Umfeld. Wenn diese Hilfe nicht ausreichend ist, gibt es genügend Anlaufstellen und psychoonkologische Beratungen und Anlaufstellen an denen man sich wenden kann.
Übrigens, wenn dir dieser Artikel gefallen hat, schau dir doch mal unser 5 Tipps, gegen die Angst vorm Rezidiv an.

Kohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und umfasst viele nährstoffreiche Sorten wie Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl oder Kohlrabi.
✅ Kohl ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin C, K, B-Vitaminen, Kalium, Calcium und Eisen.
✅ Enthält Glucosinolate – das sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.
✅ Hoher Ballaststoffgehalt – fördert deine Verdauung und sorgt für ein gesundes Mikrobiom.
✅ Liefert Antioxidantien, welche deine Zellen vor freien Radikalen schützen.
✅ Besonders kalorienarm – ideal für eine gesunde Ernährung und zum Abnehmen.
🥦 Rosenkohl: Wusstest du, dass Rosenkohl mehr Vitamin C hat als eine Zitrone? Schon 100 g Rosenkohl decken mit 110 mg Vitamin C deinen gesamten Tagesbedarf ab.
🥦 Brokkoli: Enthält den sekundären Pflanzenstoff Glucoraphanin – eine Vorstufe von Sulforaphan. Sulforaphan entsteht durch enzymatische Umwandlung beim Schneiden und Kauen von Brokkoli. Ergebnisse aus Zell- und Tierstudien weisen eine tumorzellhemmende Wirkung des Pflanzenstoffs auf. Auf den Menschen sind diese Ergebnisse aber nicht übertragbar, sodass weitere Studien nötig sind.
🥦 Grünkohl: Ist Spitzenreiter bei Provitamin A, Vitamin E, Vitamin K, Vitamin B2, Folsäure, Calcium, Phosphor und Eisen im Vergleich zu anderen Kohlsorten. Auch tiefgekühlt ist er das ganze Jahr über verfügbar. Probiere doch mal Grünkohl-Curry, frischen Grünkohl-Salat oder einen grünen Smoothie.
Egal für welchen Kohl du dich entscheidest – alle sind wahre Superfoods, die dein Immunsystem stärken, deine Verdauung unterstützen und wertvolle Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe liefern. 💚

Beim Blutkrebs verdrängen bösartige Zellen die roten und weißen Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten). Dadurch kann das Blut seinen lebensnotwendigen Aufgaben, wie dem Sauerstofftransport, dem Bekämpfen von Infektionen und dem Heilen von Wunden nicht mehr nachkommen.
Man unterscheidet grob zwischen Leukämien, Lymphomen und Myelomen. Kurz gesagt bezeichnen Leukämien Blutkrebsarten, die von weißen Blutkörperchen ausgehen, während Lymphome die Krebserkrankung des lymphatischen Systems betreffen. Myelome betreffen häufig Knochen und Knochenmark, indem Plasmazellen entarten und sich rasch vermehren.
Manchen Blutkrebs-Patienten kann durch eine Knochenmarkspende das Leben gerettet werden. Den genetischen Zwilling zu finden, gleicht allerdings der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als Knochenmarkspender registrieren lassen. Das geht ganz einfach, zum Beispiel auf der Seite der DKMS: https://www.dkms.de/rund-um-die-spende. Hier findest du genauere Informationen zum Ablauf der Registrierung und den verschiedenen Möglichkeiten der Spende-Verfahren.
Gut zu wissen: Menschen mit bösartigen (bzw. »nicht eindeutig gutartigen«) Krebserkrankungen, können leider keine Blut- oder Stammzellspenden machen, egal wie lange die Erkrankung zurückliegt.
Auch wenn nicht immer gleich eine Knochenmarkspende notwendig ist, kann es passieren, dass das Knochenmark durch die Chemotherapie stark angegriffen wird und vorübergehend nicht mehr genug Blut produziert. Man spricht dann von einer ›Knochenmarkdepression‹. Diese kann lebensbedrohlich sein. Bei einem Mangel an Blutplättchen können innere und äußere Blutungen nicht mehr gestillt werden, was zum Beispiel zu Mageneinblutungen oder Hirnblutungen führen kann. Fehlen rote Blutkörperchen zum Transport von Sauerstoff, droht eine Sauerstoffunterversorgung im Gewebe. Das führt unter Umständen zur schweren Schädigung bis zum Versagen von Organen wie dem Herzen oder der Leber. Hier kann durch eine Bluttransfusion Abhilfe geschaffen und die betroffene Person aus der lebensbedrohlichen Situation gerettet werden. Bedauerlicherweise herrscht in ganz Deutschland ein Blutkonservenmangel, sodass eine Bluttransfusion nicht immer durchgeführt werden kann. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, dass genügend Menschen Blut spenden gehen.
Möchtest auch du helfen, kannst du dich hier über Blutspendedienste in deiner Nähe informieren und aktiv werden: blutspenden.de/blutspendedienste.

Ja, der Hauptrisikofaktor für eine Erkrankung ist das Rauchen: Je länger du Rauchfrei bist, desto schneller sinkt dein Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, denn wenn du fünf Jahre nicht geraucht hast, verringert sich dein Risiko bereits um 60 Prozent. Übrigens: auch Passivrauchen erhöht dein Risiko für Lungenkrebs.
Neben dem Rauchen könne jedoch auch berufsbedingte Risikofaktoren auftreten, die die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung an Lungenkrebs erhöhten, wie Schadstoffbelastungen in der Luft, Infektionen und genetische Veränderungen (Treibermutationen), welche vererbt werden oder plötzlich entstehen können.
Eine Liste mit gefährdenden Stoffen findest du bei der Deutschen Krebshilfe.
Auch Umwelteinflüsse und genetische Veranlagungen können bei Lungenkrebs eine Rolle von Bedeutung sein, spielen jedoch eher eine untergeordnete Rolle.
Trotzdem ist es wichtig, gegen die Stigmatisierung, mit der Lungenkrebspatient:innen häufig zu kämpfen haben, vorzugehen. Sie sind nicht selbst Schuld an ihrer Erkrankung. Ja, es gibt Faktoren, die das Risiko zu erkranken erhöhen. Aber auch nichtrauchende, völlig gesunde, junge Menschen können an Lungenkrebs erkranken. ☝️

🥗 Mit der richtigen Ernährung kannst du typische Beschwerden lindern und deine Gesundheit langfristig stärken.
💊 Laut S3-Leitlinie stellt eine Hormonersatztherapie die effektivste Behandlung dar. Dein Arzt sollte dich dabei über kurz- und langfristigen Nutzen und Risiken aufklären.
🌾 Auch eine phytoöstrogenreiche Ernährung mit Soja und Leinsamen kann dir helfen.
🌶️ Scharfe Speisen, Koffein und Alkohol erhöhen deine Körpertemperatur, so dass du sie reduzieren solltest.

🌰 Tryptophanreiche Lebensmittel (Tryptophan gehört zu den aromatischen Aminosäuren) wie Nüsse, Eier und Milchprodukte können deine Melatoninproduktion unterstützen. Melatonin reguliert deinen Schlaf-Wach-Zyklus.
☕ Vermeide Koffein und schwere Mahlzeiten am Abend.
🥦 Eine gute Versorgung mit Kalzium hilft dir, Osteoporose vorzubeugen. Kalziumreich sind Milchprodukte, bestimmte Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel oder Brokkoli und Mineralwasser mit mindestens 150 mg Kalzium pro Liter.
☀️ Achte darauf, dass du ausreichend mit Vitamin D versorgt bist, um Kalzium überhaupt gut aufnehmen zu können.
🐟 Eine mediterrane Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln, Fisch und gesunden Ölen kann effektiv das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, also akut auftretende Erkrankungen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems, reduzieren.

Ein paar Beispiele aus der Realität vieler Betroffener:
❗️All das passiert Menschen, die offiziell als geheilt gelten.
Eine überstandene Krebserkrankung darf nach einer bestimmten Zeit ohne Rückfall nicht mehr gegen Betroffene verwendet werden – etwa bei Versicherungen, Krediten, Verbeamtung oder Adoption.
In vielen europäischen Ländern ist das längst Realität. In Deutschland jedoch bislang nicht ausreichend geregelt. Dabei zeigt die Medizin ganz klar: Nach einigen Jahren gleicht das Rückfallrisiko dem der Allgemeinbevölkerung.
Krebserkrankungen dürfen nach fünf Jahren ohne Rückfall nicht mehr abgefragt oder gegen Betroffene verwendet werden.
Gleichberechtigung bei Versicherungen, Krediten, Verbeamtung und Adoption – keine Nachteile bei Genesung.
Umsetzung der EU-Richtlinie 2023/2225: Deutschland muss den europäischen Standard ambitioniert umsetzen und erweitern.
»Mein Enkelkind ist selbst betroffen. Diese Kinder verlieren in dieser sehr schweren Zeit ein Teil ihrer unbeschwerten Kindheit und werden später im Alter immer wieder daran erinnert und auch noch dafür bestraft.«
»Wir erleben oft, dass Patient:innen wegen überstandener oder auch angeborener Erkrankung benachteiligt sind im Versicherungssystem. Sie tragen keine Schuld daran und sollten gleichberechtigt sein mit Menschen, die es nicht so hart getroffen hat.«
»Ich selbst war mit 20 Jahren an Lymphdrüsenkrebs / Non-Hodgkin Lymphom erkrankt. Selbst 25 Jahre später und genesen werden mir Steine für meine Zukunft gelegt. Keine Versicherung nimmt mich, somit kann ich mich nicht für das Alter absichern – ich muss auf die Unterstützung meines Mannes hoffen. […]«

Wir sind Rebecca und Tobias, Eltern einer Tochter, die als Kleinkind an Krebs erkrankte und Initiatoren der Petition »Recht auf Vergessenwerden«.
Unsere Motivation ist einfach: Nach einer Heilung sollte das Leben neu beginnen und nicht die nächste Hürde. Wir möchten unserer Tochter eines Tages sagen können, dass ihre Geschichte dazu beigetragen hat, etwas zu verändern: Für sie und für viele andere. Mit unserer Petition setzen wir uns dafür ein, dass Heilung nicht nur medizinisch zählt, sondern auch gesellschaftlich.

Es wird viele Fragen geben, die dein(en) Kinder(n) durch den Kopf gehen werden. Gib dein(en) Kinder(n) den Raum dir Fragen zu stellen. Dumme Fragen gibt es nicht. Kindgerechte Bücher wie »Was ist das mit Krebs« können dir dabei helfen, deinem Kind zu erklären, was Krebs eigentlich ist. Durch bildliche Darstellung wird anschaulich erklärt, was eigentlich im Körper passiert.
💡 Auf der Internetseite der Deutschen Krebshilfe gibt es einige tolle Erklärvideos für Kinder: https://www.krebshilfe.de/blog/kindern-krebs-erklaeren
Den einen, besten Zeitpunkt gibt es wahrscheinlich nie. Wichtig ist es, dass du dich nicht unter Druck setzt und dir Zeit nimmst. Warte ab, bis du die endgültige Diagnose hast. Lass es sacken und atme erstmal tief durch. Wenn du dich dazu bereit fühlst, sprich so früh wie möglich mit deine(n) Kind(ern) und erklär ihnen wie sich euer Alltag verändern wird. Informiere wichtige Kontaktpersonen, Erzieher:innen oder Lehrer:innen über deine Erkrankung, damit sie deine(n) Kind(ern) entsprechend zur Seite stehen können.
Vermeide Versprechungen wie »Ich werde ganz schnell wieder gesund«. Kinder orientieren sich häufig an uns Eltern. Wenn wir offen über unsere Ängste und Gefühle sprechen, lernen sie auch über ihre Ängste zu sprechen. Sei ehrlich, Kinder müssen aber nicht alles bis ins kleinste Detail wissen. Das, was du erzählst sollte allerdings die Wahrheit sein. Je älter dein(e) Kind(er) sind, desto mehr Details kannst du ihnen erklären. Trotz alledem musst du nicht alles auf einmal erzählen. Erzähl deinem Kind von Situation zu Situation, was mit dir passiert. Ereignisse die weiter in der Zukunft liegen, können Kinder verunsichern. Versucht euren Alltag so normal, wie möglich zu gestalten: Das Leben im »Hier und Jetzt« kann euch Halt für dieser schwere Zeit geben.
Du kannst und muss nicht alles alleine bewältigen. Es gibt verschiedene Hilfsangebote, auf die du zurückgreifen kannst:
💡 Das Projekt Familienzeit schenkt krebsbetroffenen Familien eine Auszeit: https://www.berliner-krebsgesellschaft.de/leben-mit-krebs/familienzeit/
Kinder reagieren, je nach Alter, ganz unterschiedlich auf die Krebserkrankung eines Elternteils. Kleine Kinder haben häufig Schuldgefühle und geben sich selbst die Schuld, weil sie denken etwas falsch gemacht zu haben. Viele Kinder haben Angst vor Trennungen oder dem Tod des betroffenen Elternteils. Jugendliche und ältere Kinder ziehen sich gerne zurück oder sind aggressiver und emotionaler als vor der Diagnose. Auch körperliche Beschwerden können eine Reaktion auf die Erkrankung sein, zum Beispiel Schlafprobleme, Bauchschmerzen, Essstörungen, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme.
Du bist nicht allein! Etwas, was du nach der Diagnose Krebs nicht vergessen solltest. Versuch dich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Auf Facebook gibt es Gruppen von Krebspatient:innen für Krebspatient:innen, du findest Blogger:innen und gemeinnützige Organisationen auf Instagram. Zu guter Letzt gibt es natürlich auch noch Selbsthilfegruppen, in denen du anderen Betroffene kennenlernen kannst.
💡 Der Verein »Hilfe für Kinder krebskranker Eltern e.V.« hat Informationsmaterial für Kinder und Jungendliche: https://www.hkke.org/broschueren/