
🔍🩺 Das Risiko für Darmkrebs steigt mit dem Alter, daher ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr wichtig.
👨👩👧👧 Genetische Faktoren können eine Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs spielen, weshalb Menschen mit einer Familiengeschichte von Darmkrebs ein erhöhtes Risiko haben und daher möglicherweise früher mit Vorsorgeuntersuchungen beginnen sollten.
💩 🏥 Die Heilungschancen sind am besten, wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird. Die Screening-Methoden zur Früherkennung von Darmkrebs umfassen Darmspiegelungen, Stuhltests auf okkultes Blut und bildgebende Verfahren wie die virtuelle Koloskopie.
🏃🏼🌱 Neben der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung ist es wichtig, auf mögliche Symptome zu achten und sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn etwas Ungewöhnliches bemerkt wird. Ein gesunder Lebensstil, der ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und Vermeidung von Tabak und übermäßigem Alkoholkonsum umfasst, kann das Risiko für Darmkrebs verringern.

In Deutschland erkranken jährlich rund 2200 Kinder (unter 18 Jahren) neu an Krebs. Mit etwa 30 Prozent sind Leukämien die häufigsten Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Darauf folgen Hirntumore (circa 24 Prozent) und Lymphome (von etwa 14 Prozent). Die gute Nachricht ist, dass mittlerweile viele Erkrankungen gut behandelt werden können. Laut der Kinderkrebsstiftung »können mehr als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die eine Krebsdiagnose erhalten, geheilt werden«.
Dabei spielt, wie bei allen anderen Krankheiten auch, die Forschung eine große Rolle. Wissenschaftler sind auf der Suche nach geeigneten Krebsmedikamenten für Kinder, denn die meisten sind ausschließlich für Erwachsene zugelassen. Helfen die wenigen Wirkstoffe gegen Krebserkrankungen bei Kindern (es sind in etwa zehn) nicht, müssen Ärzt:innen andere Medikamente versuchsweise verabreichen.
Eine Gruppe von Forschern des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg hat ein Verfahren zur Prüfung von Medikamenten im Labor entwickelt. Aus Gewebeproben von krebskranken Kindern werden sogenannte Mini-Tumore gezüchtet. An diesen wird getestet, inwiefern die für Erwachsene zugelassenen Medikamente helfen können.
Ihr seht: Es tut sich was! Und das ist doch wunderbar zu wissen. Wir drücken allen Kindern und Jugendlichen für ihre Therapien die Daumen und wünschen euch und euren Familien nur das Beste! 💜

Du kannst deinen Körper mit ausreichend Eiweiß im Essen gut unterstützen. Bei einer Bestrahlung oder Chemotherapie beispielsweise, kannst du deinem Körper helfen, dass er die angegriffenen Schleimhäute gut wieder aufbauen kann. Auch nach einer Operation hilft das Eiweiß, die Wunde schnell zu verschließen.
Unabhängig von der Therapiemethode bewirkt der Tumor selbst eine Umstellung im Stoffwechsel, sodass verstärkt das Körpereiweiß abgebaut wird. Kommt es zusätzlich zu einem Gewichtsverlust mit einhergehendem Muskelabbau, wird eine ausreichende Eiweißversorgung umso wichtiger.
Pflanzlich: Haferflocken, Linsen, Tofu, Erbsen, Mandeln

Tierisch: Emmentaler, Hähnchenbrust, Lachs, Eier, Quark


Das ist gar nicht so einfach, wie man vielleicht denkt! Denn, wenn die Haare wieder wachsen, denken Angehörige und Freunde direkt, dass alles wieder gut ist. Falsch gedacht!
Um Verständnis in dein Umfeld zu bringen, bedarf es Geduld und Zeit. Du kannst nicht erwarten, dass deine Freunde und deine Familie sofort verstehen, wie du dich als Betroffene:r fühlst.
Dabei ist es wichtig, mit deinen Lieben offen über deine Gedanken und Gefühle sprechen zu können. Ihr könnt euch gemeinsam in die Patientenakte einlesen, Infomaterialien wie die blauen Ratgeber lesen, die man meistens im Krankenhaus dazubekommt und euch generell mit den Nebenwirkungen und dem Leben nach Krebs auseinandersetzen.
Deine Lieben können keine Gedanken lesen, was die Kommunikation miteinander umso wichtiger macht. Auch wenn es dir vielleicht schwerfällt, versuche offen über deine Bedürfnisse zu sprechen. Zwingen kann man niemanden, doch wenn du nicht kommuniziert, kannst du auch keine Veränderung und kein Verständnis von deinem Umfeld erwarten. ☝️
Unsere sechs Tipps, für mehr Verständnis:

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Behandlungskosten von Krebspatient:innen.
Du kannst entscheiden, ob du das Studium pausierst oder nebenbei weiter studierst. Manchmal kann das auch eine willkommene Ablenkung sein. Wir haben ein paar hilfreiche Tipps und Möglichkeiten für das Studium mit Krebs für dich gesammelt.
Zusätzliche Informationen findet ihr übrigens auch auf der Webseite »www.junge-erwachsene-mit-krebs.de«, wo eine ganze Rubrik dem Thema Studium und Krebs gewidmet ist.
Die Erstbehandlung der Krebstherapie ist abgeschlossen. Und wie geht es jetzt weiter?
Die meisten Krebspatient:innen haben nach der abgeschlossenen Primärbehandlung Anspruch auf eine onkologische Reha. Durch spezielle Rehabilitationsmaßnahmen soll diese ihnen helfen, wieder zurück in den gewohnten Alltag zu finden, die Erholung fördern und Langzeitschäden vorbeugen. Eine solche Reha findet entweder stationär oder ambulant in einer fachspezifischen Rehaklinik statt und ist lediglich freiwillig und nicht verpflichtend. Eine Reha kann auch direkt im Anschluss an die Primärbehandlung erfolgen. Das nennt sich dann »Anschlussheilbehandlung« (AHB). Die Kosten dafür trägt meist die Deutsche Rentenversicherung, bei der vor der Behandlung ein Antrag eingereicht werden muss. Deine ersten Ansprechpartner:innen sind die behandelnden Ärzte und Ärztinnen, sowie offizielle Krebsberatungsstellen.
💡 Tipp: Auf der Website der Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs findest du Rehakliniken, die sich speziell an junge Erwachsene richten.
In der Regel steht jeder an Krebs erkrankten Person das Anrecht auf einen Grad der Behinderung (GdB) zu. Die Bewilligung erfolgt, wenn festgestellt werden kann, dass die Betroffenen täglich im Alltag eingeschränkt sind, die voraussichtlich länger als 6 Monate bestehen. Einen GdB beantragst du in der Regel beim zuständigen Versorgungsamt, hier kann es regional Unterschiede geben. Ein Antrag muss ausgefüllt und mit ärztlichen Nachweisen beigefügt abgegeben werden. Unterstützung bei der Beantragung bekommst du zum Beispiel bei der Pflegeberatung deiner Klinik.
Der GdB kann verschiedene Vorteile haben wie Steuervergünstigungen, Parkerleichterungen, arbeitsrechtliche Vorteile wie Kündigungsschutz oder zusätzliche Urlaubstage sowie Vergünstigungen in den verschiedensten Bereichen. Die Art der Vorteile hängt vom Grad der Behinderung und eventuellen Merkzeichen ab.
Während der Wiedereingliederungsphase bist du krankgeschrieben. Aus diesem Grund übernimmt im besten Fall deine Krankenkasse, Renten- oder Unfallversicherung dein Einkommen, bis du genesen bist. Jedoch hast du darauf nur einen Anspruch, wenn du auch etwas eingezahlt hast. Es gibt Wege und Möglichkeiten, die dir den Weg zurück in den Alltag erleichtern. Das Hamburger Modell hilft dir dabei, nach einer Krebserkrankung Stück für Stück zurück in deinen Berufsalltag zu finden. Um das machen zu können, musst du erstmal deine Belastbarkeit von einem Arzt oder einer Ärztin überprüfen lassen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit deinem:er Arbeitgeber:in.
Die Deutsche Krebshilfe bietet Krebspatient:innen, die durch ihre Erkrankung in finanzielle Not geraten sind, finanzielle Unterstützung an.

In diesem ganzen Prozess kann es schnell passieren, dass man mit ihnen nur noch die Krankheit verbindet. Aber auch nach einer Krebsdiagnose sind Brüste noch so viel mehr als das Zentrum des Tumors. Sie zeigen Dir, wie stark du bist und stehen symbolisch für die Kämpfernatur, die in dir steckt. Sicherlich denkt man, dass man den Weg durch eine Krebstherapie nicht gehen kann. Jedoch zeigen einem die Brüste genau das Gegenteil. Aber ob man nun mit oder ohne die Brüste den weiteren Weg geht, so erzählen einem die Narben die Geschichte deines Lebens.
Die Beziehung zu den eigenen Brüsten ist sicherlich für jeden unterschiedlich. Die einen haben eine sehr enge Beziehung zu ihren Brüsten, wohingegen andere vielleicht eine eher oberflächliche Beziehung führen. Der Bezug dazu verändert sich auch sicherlich mit den Jahren. So auch während einer Krebstherapie. Wo manche vielleicht keine Beziehung mehr mit ihren Brüsten haben möchten, akzeptieren wiederum andere die Brüste genau so, wie sie sind.
Aufgrund der Krebstherapie können Veränderungen eintreten, wie z.B. nach einer Mastektomie. Eine Mastektomie ist eine chirurgische Entfernung von Brustdrüsengewebes einschließlich des Tumors.
Ich habe mich im November 2023 für eine Mastektomie mit Wiederaufbau mit Silikonimplantaten entschieden und neben der optischen Veränderung der Brust hat sich auch mein Empfinden zur Brust verändert. Ich fand meine Brüste immer okay, jetzt nicht wahnsinnig toll, aber auch nicht schlecht. Jetzt sind die neuen Brüste anders und es wird noch ein Prozess sein, diese als meine zu akzeptieren. Sie fühlen sich anders an und sehen auch anders aus. Sie zeigen mir aber auch, wie stark mein Körper ist. Und darauf bin ich sehr stolz.

Rasieren: Ja oder nein? Zunächst ist wichtig zu erwähnen: Du musst gar nichts tun, wenn du das nicht möchtest. Lass die Schwerkraft ihr Ding machen und pflege die Haare, die dir eventuell noch bleiben.
Du kannst Mützen tragen, dir einen Turban wickeln, Perücken aufsetzen oder auch mit deiner Glatze glänzen. Du entscheidest, womit du dich wohlfühlst.
Falls dich die Haarbüschel in der Dusche, auf deinem Kopfkissen oder in der Wohnung nerven, kannst du dir die Haare stutzen oder komplett abrasieren. Du musst das nicht alleine durchstehen, frage ein:e gute:n Freund:in oder Familienmitglied dich bei dem schwierigen und oft auch emotionalen Akt zu unterstützen.
Falls du dich für eine eigenständige Haarentfernung entscheidest, vermeide dabei eine radikale Nassrasur. Stell sie dir vor wie viele kleine Mikroverletzungen: Deine Haare können einwachsen, was sehr schmerzhaft sein kann. Außerdem verursacht es starken Juckreiz.
Pflege deine nackte Kopfhaut mit parfümfreier Lotion und Sonnencreme.
Dir fehlen deine Augenbrauen und Wimpern? Du kannst dir während der Zeit die Augenbrauen nachmalen und/ oder falsche Wimpern tragen. Aber auch ohne kannst du strahlen.
Heutzutage gibt es auch sogenannte ›Cool-Caps‹. Dieser Kühlakku-Helm, den man sich während der Chemo aufsetzt, soll dem Haarausfall entgegenwirken. Informiere dich gerne weiter, falls dies eine Option für dich wäre.
Bei den meisten Patient:innen wächst das Haar ein paar Wochen nach der letzten Chemo wieder. Viele berichten von einem Flaum, von Chemo-Locken oder auch, dass ihre Haare ein paar Nuancen dunkler nachwachsen. Nun hast du die Wahl: Du kannst den ersten Flaum abrasieren oder jedes Haar abfeiern und beim Wachsen zuschauen.

Meist haben Betroffene erst mit Abschluss der Therapie die Zeit, Erlebtes zu verarbeiten. Die körperliche Belastung steht anfangs im Vordergrund. Hinzu kommen die psychischen Auswirkungen aufgrund der Diagnose, die größtenteils auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.
Wie gehst du mit diesem Schmerz um und was passiert, wenn die Schmerzen chronisch werden? Fragen über Fragen prasseln auf dich ein. Je nach Krebserkrankung und je nach Therapieform sitzt der physische Schmerz an unterschiedlichen Stellen. Der psychische Schmerz hingegen läuft bei jedem generell ähnlich ab.
Eine Krebstherapie ist intensiv und hinterlässt Spuren auf dem Körper. Operationen, Schläuche und Narben, die unseren Körper kennzeichnen. Schmerzen, die unerträglich sind. Der Körper braucht Zeit, um wieder zu regenerieren. Sport, Yoga; Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Meditation und Kunst können hilfreich sein. Sie haben eine beruhigende Wirkung auf den Körper und können helfen, die Schmerzen zu lindern. Ebenfalls kann man gezielt Gedächtnis- und Konzentrationstraining und Koordination von Händen mittels Ergotherapie verbessern. Wenn der Schmerz chronisch ist oder du unter Phantomschmerzen leidet, wie bspw. nach einer Amputation sollte man versuchen sich professionelle Hilfe zu holen.
Ähnlich wie bei den körperlichen Schmerzen hilft auch hier Yoga, Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Sport im Allgemeinen, Spaziergänge, Meditation, Kunst und der Austausch mit anderen Betroffenen. Auch das Vertrauen zu deine:n behandelnden Onkolog:innen ist dabei wichtig. Wenn du Bedenken hat oder Ängste mit dir herumschleppst, sollte du offen mit deinen Ärzt:innen darüber sprechen können. Generell ist es vorteilhaft eine:n Ansprechpartner:in oder eine Bezugsperson zu haben, um dein Anliegen oder Gedanken auszutauschen. Ein Tagebuch kann hierbei auch hilfreich werden. Wenn der Schmerz schon chronisch ist, solltest du versuchen offen darüber zu reden und dir professionelle Hilfe suchen.

Weitere Infos gibt es unter: www.junge-reha.de
Hier geht’s zur Webseite: www.katharinenhoehe.de
Weitere Infos gibt es hier: www.junge-erwachsene-reha.de
Schaut gerne mal vorbei: www.asklepios.com

Das weibliche Hormon Östrogen gilt als ein Faktor, der das Brustkrebsrisiko beeinflusst. Ein erhöhtes Risiko kann also in diesem Zusammenhang bestehen …
Rund 5–10% aller Brustkrebsfälle sind erblich bedingt. Das BRCA-1-Gen oder BRCA-2-Gen (»breast cancer genes«) weisen Mutationen auf, also vererbbare genetische Veränderungen. Weibliche Personen mit dieser Mutation haben ein erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Gerade wenn Brust- und Eierstockkrebs häufiger in der Familie auftreten, kann man sich bei einer genetischen Beratung, in einer Spezialsprechstunde für familiären Brust- und Eierstockkrebs, Klarheit verschaffen.
Jede Brust besteht zu unterschiedlichen Anteilen aus Fett -und Drüsengewebe. Ganz allgemein kann man sagen: Je mehr Drüsengewebe, desto höher die Brustdichte. Mit der Zeit kann sich dieser Anteil und damit die Brustdichte verändern. Bekannt ist, dass mit zunehmender Brustdichte sich auch das Risiko für eine Brustkrebserkrankung erhöht. Bei der Früherkennung helfen hier zusätzliche Ultraschalluntersuchungen.
Therapeutische Röntgenbestrahlungen jeglicher Art (zum Beispiel Mammographien, CTs) erhöhen ebenfalls das Brustkrebsrisiko. Besonders im Kindes- und Jugendalter. Abhängig ist das Risiko von der Dauer und dem Volumen der Bestrahlung. Doch um ein mögliches Mammakarzinom so früh wie möglich zu erkennen, starten die Früherkennungsscreenings bei Betroffenen in der Regel bereits ab 25 Jahren.
Wie bei vielen anderen Krebsarten auch, spielt die Lebensweise bei Brustkrebs eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Risikofaktoren, haben wir auf unsere Lebensweise einen Einfluss und können aktiv etwas tun, um das Brustkrebsrisiko zu reduzieren, nämlich:

Unser Tipp: Um die Pfanne wieder von der Zuckerkruste zu befreien, soll es helfen, einfach etwas Wasser in der Pfanne zu erhitzen, bis sich der Zucker mit einem Lappen auswischen lässt.
Machst du dir vielleicht Gedanken über den Zucker bei diesem Rezept? Dann lies dir doch unseren Beitrag zum Thema Krebs und Zucker durch.

Das bedeutet, wenn zum Beispiel zwei Menschen an Darmkrebs erkranken, können diese beiden Tumore durch unterschiedliche Mutationen entstanden sein. Andersherum kann jedoch auch eine einzige Art von Mutationen zu verschiedenen Krebsarten führen. Die Tumortestung ermöglicht eine zielgerichtete Untersuchung auf die jeweilige Mutation des Tumors. Dabei wird die Genetik des Tumors analysiert und Mutationen in aktuell bekannten und krebsrelevanten Genen werden aufgezeigt.
Dieses geschieht durch das Comprehensive Genomic Profiling (CGP). So können in kurzer Zeit alle Mutationen des Tumors ausfindig gemacht werden. Dafür muss lediglich eine Gewebeprobe des Tumors entnommen werden. Wenn das nicht möglich ist, weil zum Beispiel viele Metastasen im Körper verteilt sind oder der Tumor ungünstig liegt, kann meist auch eine Blutprobe eingesetzt werden.
Eine Tumortestung kann sehr hilfreich für die Therapiefindung sein. Denn es gibt beispielsweise Therapien, die nur bei bestimmten Mutationen eine Wirkung zeigen. Jedoch kann der Test auch Mutationen aufdecken, für die bisher noch keine Behandlung bekannt ist. Genauso kann der Tumor aber auch Mutationen unterliegen, die bisher noch nicht bekannt sind und deswegen nicht in der Testung angezeigt werden.
Nichtsdestotrotz bieten die Informationen der Testung Aufschluss über das genetische Profil des jeweiligen Tumors und können den behandelnden Mediziner:innen die Therapieplanung erleichtern.

Erkrankt ein Mensch, der einem dazu auch noch am Herzen liegt, an Krebs, dann wird es sehr schwer. Für alle, die damit zu tun haben, ob un- oder mittelbar. Denn einen Umgang mit der Krankheit zu finden, ist für keinen einfach. Natürlich aus unterschiedlichen Gründen. Wir wollen uns heute aber mal den Angehörigen widmen und vielleicht ein paar Möglichkeiten finden, wie jeder einen Weg finden kann, mit der Krankheitssituation umzugehen. Im besten Fall irgendwann sogar ganz gut gemeinsam.
Fangen wir von vorn an. Wenn die Diagnose aufgenommen und den Lieben mitgeteilt wird. Auch für Angehörige ist die Diagnose ein niederschmetternder Schlag in die Magengrube, auch wenn sie nicht deshalb akut um ihr Leben fürchten müssen. Aber in diesem Moment passiert auf der emotionalen Ebene auch ganz viel: Überraschung, Überforderung, Sorge, Angst. Alles in verschiedenen Abstufungen – gemessen an der Zeit, die es braucht, um alles zu realisieren. Bei allen Gefühlen in diesem Moment fehlt es an einem: Worten. Während der Kopf gleichzeitig wie verrückt und die Frage rattert, was denn jetzt die darauf beste Reaktion ist, die bestenfalls gleichzeitig tröstet. Um das alles mal abzukürzen: Die gibt es nicht. Alles, was in diesem Moment gefühlt wird, darf sein. Und es ist okay, das auch genau so zu sagen. Ein »Puh, das haut mich gerade total um, ich weiß nicht was ich sagen soll« ist total in Ordnung. Für den an Krebs erkrankten Menschen geht es zu diesem Moment meist nur um die Information. Ehrlichkeit schafft Empathie. Langes Nachdenken führt im Zweifel nur zu den oben genannten Phrasen – die am Ende vielleicht sogar ärgern. Vielleicht hilft hier auch gerade eine wortlose Umarmung oder ein leichter Händedruck mehr. Da aber nicht jeder in dieser Situation körperliche Nähe ertragen kann, lohnt es sich vorher zu fragen. Und ein »Magst du eine lange Umarmung?« löst die Sprachlosigkeit.
Neben dem Kampf gegen den Krebs bleibt nicht sehr viel Raum für alles andere. Und doch läuft das Leben ja irgendwie weiter. Praktische Hilfen sind ein Gamechanger und wirklich gut zu leisten. Einkaufen gehen, Kochen, im Haushalt helfen, um Kinder kümmern, Haustiere versorgen, Fahrdienste und Begleitungen zu Terminen, all das ist eine riesige Hilfe. Denn nach einer OP ist die Bewegung stark eingeschränkt und in einer Chemo- oder Strahlentherapie wird vieles sehr schnell zur riesigen Kraftanstrengung. Tipp: Vor der Behandlung zusammensetzen und planen. Denn dann gehen einige Sachen im Laufe der Therapie einfacher von der Hand, wenn vorher festgelegt ist, wo Unterstützung nötig ist. Und nebenbei ist dabei auch noch Raum für Trost. Wichtig ist aber, die Hilfe aktiv anzubieten, am besten mit konkreten Angeboten. Ein »Ich bin da, wenn du etwas brauchst. Melde dich jederzeit.« ist etwas, was die erkrankte Person wieder in einen Handlungszwang setzt. Und ganz ehrlich? Sie hat gerade schon genug zu tun. Oft wird dieses Angebot aus reiner Hilflosigkeit gemacht. Dabei muss das gar nicht sein, denn Hilfe kann so unkompliziert sein. Zum Beispiel die Frage, ob genug Kraft für einen Spaziergang da ist.

Apropos Fahrdienste und Begleitungen zu Terminen. Diese Hilfestellung ist nicht zu unterschätzen. Denn Arzttermine sind oft überfordernd. Schon für gesunde Menschen. Da werfen Ärzte mit Wörtern um sich, für die dann oft kaum Zeit bleibt, um sie zu erklären. Manche Patienten haben vielleicht auch Hemmungen, dann genau nachzufragen. Denn – let’s face it – das ist alles ganz schön überfordernd. Da hilft es sehr, eine Person mitzunehmen, die zuhört, auch mal nachfragt und später hilft, alles irgendwie einzuordnen. Vielleicht gibt es im Vorfeld sogar die Möglichkeit, mit der Begleitperson den Termin vorzubereiten. Sich schon mal ein paar Fragen zu notieren, damit niemand am Ende aus diesen Terminen mit dem Gefühl herausgeht, dass man irgendwas vergessen hat.
Übrigens, das gilt nicht nur für Arzttermine, sondern auch für Termine bei einer Sozialberatung. Denn im Dschungel von Anträgen und Möglichkeiten verliert es sich als belastete Person nochmal viel leichter.
Auf der Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten wird oft von »Hilfe« gesprochen. Nicht zu unterschätzen ist allerdings im täglichen Leben eine gute Portion Trost, denn er kann in Momenten ein gutes Gefühl oder eine kleine Ablenkung bieten. Denn Krankheiten können einsam machen. An Krebs zu erkranken ist, wie auf einer einsamen Insel zu sitzen, an der ab und an mal ein Schiff anlegt. Man muss viel aushalten – körperlich und seelisch. Deshalb ist Trost so wichtig. Jede Nachricht, jeder Gedanke – mag es noch so klein oder kurz sein – tun gut. Das nimmt keine Ängste oder lindert Schmerzen, aber es schafft eine kurze Ablenkung oder auch die Anerkennung des eigenen Leidens und der gerade eben mehr als miesen Situation. Trost ist gar nicht so schwer. Es ist ein »Hey, wie ist dein Tag heute?«, ein »Ich denke an dich« oder ein »Schau mal, ich habe etwas Lustiges/Schönes gefunden«. Auch das Teilen von schönen Erinnerungen lassen Momente ein Augenzwinkern lang leichter machen. Und das Beste? Es geht ganz schnell und kostet gar nichts. Trost bedarf wirklich nicht immer der großen Worte, er funktioniert im Kleinen, im Normalen und zwar mit jeder Geste, die man jemandem entgegenbringt, den man mag. Und genau das bewirkt unendlich viel.
Eine Krebserkrankung ist und bleibt für jeden belastend, egal ob Betroffene oder Angehörige. Gerade Angehörige sollten hier ganz genau auf die eigenen Ressourcen und Gefühle achten. Und dann auch ehrlich und vor allem zeitnah kommunizieren. Denn Hilfe wird immer gebraucht und oft fällt es Betroffenen schwer, darum zu bitten.
Das macht eine Sache sehr wichtig: Wer Hilfe zusagt, sollte sie auch leisten können. Denn ohne Unterstützung – egal welcher Art – ist eine Krebstherapie kaum zu schaffen.

Es handelt sich beim Portkatheter (Port) um einen Zugang in eine Vene von außen, der bei einem kleinen, zumeist ambulanten, Eingriff unter die Haut eingesetzt wird, und zwar normalerweise etwas unterhalb des Schlüsselbeines. Ein Port misst circa drei Zentimeter und ist oft aus Kunststoff mit einer Membran und einem kleinen, flexiblen Schlauch. Man kann den Port nach dem Eingriff auch mit den Fingern ertasten, was für die Benutzung seitens des medizinischen Personal wichtig ist. Sie können den Port mit einer speziellen Portnadel anstechen und somit Zytostatika und Schmerzmittel darüber verabreichen, aber auch Blut abnehmen. Ein klarer Vorteil ist dabei, dass für diese Tätigkeiten nicht jedes Mal eine Vene angestochen werden muss; unsere Venen leiden unter einer Chemotherapie nämlich häufig und können so etwas geschont werden. Außerdem hat man weniger Schmerzen.

Ob es sinnvoll ist, dass du einen Port gelegt bekommst oder nicht, wird dir dein(e) Onkolog:in beantworten können. Bei Chemotherapien sind Medikamente oft sehr aggressiv und werden über die Vene verabreicht. Manche Medikamente könnten auch einen größeren Gewebeschaden im Körper verursachen, wenn sie falsch verabreicht werden, weshalb eine Gabe über den Port sicherer ist. Wenn du unter schlechten Venen leidest, ist das Einpflanzen eines Ports möglicherweise auch sinnvoll. Der Port kann im Übrigen sofort nach dem Einsetzen benutzt werden und wird üblicherweise vor den Chemotherapien gesetzt. Ob du Schmerzen nach dem Einsetzen hast oder nicht, ist sehr individuell. Einige merken kaum etwas, andere berichten von einem Ziehen, wiederum andere brauchen ein paar Tage um sich an den Fremdkörper zu gewöhnen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es wird von Tag zu Tag besser und schließlich bemerkt man den Port kaum noch. Lediglich bei Kontrolluntersuchungen, wenn dein Helfer wieder genutzt werden sollte, fühlen Einige ein Ziehen oder Stechen, andere die Kühle der Flüssigkeit, die verabreicht wird, aber das sind Empfindungen, die auch wieder vorbeigehen.
Nach dem Einsetzen bekommt man von vielen Kliniken einen Portpass, der Informationen über das eigene Modell enthält. Falls du einen solchen Pass erhältst, ist es ratsam, diesen mit dir zu führen und auch zu Kontrollterminen mitzubringen.
Hygiene ist das A und O. Wenn der Port genutzt wird, muss die Haut vor dem Anstechen und einer Injektion vom Pflegepersonal desinfiziert werden. Nach Gabe von Medikamenten oder einer Blutentnahme sollte der Port immer gespült werden, um ein Blutgerinnsel im Kathetersystem zu verhindern; dafür wird oft Kochsalzlösung verwendet. Wenn du in eine Therapiepause entlassen wirst, wird der äußere Zugang entfernt und deine Haut wiederum desinfiziert. Es wird ein Pflaster an der Einstichstelle befestigt und man sollte ein bis zwei Tage kein Wasser oder ähnliches hinkommen lassen, um eine Infektion zu vermeiden. Und was ist wenn man endlich alle Chemos hinter sich gebracht hat? Dann kann der Port immer noch für deine Kontrolluntersuchungen zur Blutabnahme genutzt werden. Je nach Porthersteller wird nämlich ein Spülen des Ports alle vier bis sechs Wochen, alle drei Monate oder gar nicht empfohlen. Lass dich diesbezüglich am besten von deiner Klinik oder deinem Onkologieteam beraten.
Im Alltag bist du vielleicht zunächst verunsichert, ob alles mit Port geht, vor allem an Bewegung. Du empfindest ihn möglicherweise zunächst als Störfaktor, aber dein Körper gewöhnt sich wahrscheinlich schnell an den Port. Selbst Sport sollte wieder gut möglich sein, auch wenn im Fitnessstudio manche Bewegungsabläufe an zum Beispiel Maschinen etwas Missempfinden produzieren können. Da kann man sich aber mit einem Portkissen als Puffer zwischen Maschine und Körper Abhilfe schaffen. Diese Portkissen sind auch für viele ein alltäglicher Begleiter beim Autofahren, wenn man sich anschnallen muss oder manche tragen Portkissen auch unter dem BH-Träger, um ein Reiben zu verhindern.
Natürlich kann der Port zwicken, beispielsweise beim Fahrradfahren oder wenn du einen schweren Rucksack trägst, schließlich ist er immer noch ein Fremdkörper. Wenn es zwickt, musst du kreativ werden und deine Bewegungen vielleicht anpassen. Insgesamt ist ein solches Zwicken ab und zu nicht weiter schlimm, wenn der Port nicht dauerhaft wehtut. Falls das allerdings der Fall ist, solltest du jedoch Rücksprache mit deinem Arzt oder deiner Ärztin halten, um der Ursache auf den Grund zu gehen.
Und wir brauchen uns nichts vorzumachen: Du hast nach dem Porteinsatz natürlich eine kleine Narbe am Oberkörper. Je nach Tagesform wird dich diese Narbe auch mal nerven können, weil du diese Narbe eben nicht möchtest oder der Meinung bist, dass ein bestimmtes Oberteil oder Kleid besser an dir aussehen könnte ohne diese Kennzeichnung. Auch wir haben solche Momente als Betroffene. In einer solchen Situation kannst du dir vor Augen halten, was dein Körper gerade leistet oder geleistet hat. Die Narbe ist ein Symbol für deinen Kampf gegen den Krebs und zeigt deinen Kampfgeist, auf den du sehr stolz sein kannst.
Gibt es den richtigen Moment? Das ist schwer zu beantworten. Mir wurde vom Onkologieteam von Leuten berichtet, die 10 Jahre nach der Behandlung immer noch ihren Port besitzen, weil er ihnen eine gewisse Sicherheit gibt. Manch anderer verabschiedet sich nach der letzten Chemo so schnell es geht vom Port, weil sie oder er mit dem Kapitel lieber heute als morgen abschließen möchte. Bevor du die Entscheidung triffst, sprich doch noch einmal mit deiner Onkologin oder deinem Onkologen, wie auch mit deinen Liebsten. Es gibt sicherlich gute Gründe dafür und dagegen, wie beispielsweise Prognosen bei deiner Krebsart oder auch wie sehr dein Port körperlich oder auch mental einen Störfaktor darstellt.
Wenn es soweit sein sollte, dass du deinen Helfer herausnehmen lassen möchtest, geht das normalerweise ambulant und ohne Narkose. Und rein theoretisch kannst du deinen Port auch behalten und umfunktionieren. Auf Social Media habe ich gehört, dass manche ihn anschließend als Schlüsselanhänger oder Schmuck nutzen.

✅ Nimm die Enzyme während deiner Mahlzeit verteilt mit etwas Flüssigkeit nach dem Sandwichprinzip ein. Das heißt zum Beispiel: Nach dem zweiten Bissen nimmst du die erste Kapsel mit etwas Flüssigkeit ein, in der Mitte der Mahlzeit die zweite und am Ende der Mahlzeit die letzte Kapsel.

🧈 Die Menge der Pankreasenzyme, die du brauchst, richtet sich nach der Menge des Fettgehalts deiner Mahlzeit. Pro 1 g Fett brauchst du 2.000 Lipase Einheiten.
💊 Wurde bei dir der Magen teilweise oder ganz entfernt? Dann musst du die Kapseln öffnen und nur die Pellets unzerkaut einnehmen. Auch hier wechselst du die Pellets und das Essen nach dem Sandwichprinzip ab. Lege sie auf einen kleinen Löffel, lege den Löffel möglichst weit hinten in deinen Rachen und schlucke sie mit etwas Wasser runter. Spüle nach deiner Mahlzeit deinen Mund aus, damit keine Pellets zurückbleiben.

Ein Port ist ein Zugang, der vor der Therapie etwa unterhalb des Schlüsselbeines gesetzt wird in einer kleinen Operation. Er bringt den Vorteil, dass nicht immer eine Nadel in die Armvenen gelegt werden muss. Außerdem kann man darüber sehr gut Blut abnehmen und muss sich somit nicht immer am Arm picken lassen.
Und tut der Port immer weh? Wird er stören? Das ist sehr unterschiedlich, bei ausgesprochen schlanken Menschen ist der Port von außen sichtbar. Bei etwas kräftigeren Menschen ist er nicht so auffällig. Er liegt unter der Haut und wird mit einer Port-Nadel angestochen. Manchmal ist ein kleiner Hubbel unter der Haut zu sehen. Ansonsten kann man den Port von außen nicht erkennen.
Zu Beginn kann es etwas schmerzhaft sein, wofür der Schnitt der OP Narbe sorgt. Sofern keine Komplikationen entstehen, wird er dich nicht weiter stören.
Ein Port wird in der Therapiezeit regelmäßig benutzt und angestochen. Wichtig ist, dass er immer gut durchspülbar ist und nicht verstopft.
Ja, wenn die OP Narbe verheilt ist.
Ein Port kann sich entzünden, oder nicht mehr gut durchspülbar sein. In so einem Fall kann es sein, dass man ihn nochmal in einer Operation erneut setzten muss oder ihn erstmals ganz entnimmt. Meistens wird dann die andere Seite für einen neuen Portkatheter benutzt.
Nach einer Krebstherapie wird der Port meistens nicht sofort entfernt, jedoch ist das sehr individuell. Wenn nach den ersten Nachsorgeuntersuchungen alles gut ist, kann der Port meistens nach einem Jahr wieder heraus. Es jedoch auf deine Diagnose und dein Krankheitsbild an. Bei älteren Patient:innen bleibt der Port oft drinnen, damit ihnen eine weitere Operation erspart bleibt. Den Port muss man alle 3 Monate spülen lassen, oft kann man dies auch mit seiner Nachsorgeuntersuchung verbinden. Junge Erwachsene können den Port nach Abschluss der Therapie entfernen lassen. Nicht immer sofort danach, aber oft nach einigen Monaten.
Nach der Operation darf man ihn als Erinnerung an eine ganz besondere Zeit im Leben behalten. Der Port, sofern dieser für dich infrage kommt, was immer mit dem Arzt davor besprochen wird. Wird einige Zeit dein Begleiter im Leben werden. Ganz nahe begleitet er dich unter deiner Haut.

Es ist erstmal ganz normal, dass nach einer einschneidenden Erkrankung wie Krebs, die Angst vor einem Rückfall da ist. Du hast eine schwierige Krise durchgemacht und freiwillig möchte da niemand ein zweites Mal durch. Problematisch wird es erst, wenn deine Angst dein Alltagsleben einschränkt. Hier empfehlen wir dir professionelle Hilfe aufzusuchen.
Heute haben wir 5 Tipps zusammengestellt, wie du mit deiner Angst Verbindung aufnehmen und entgegenwirken kannst:

Wichtig ist: Sexualität ist kein Luxus. Sie kann Lebensqualität und Wohlbefinden stärken. Sie verändert sich ein Leben lang – durch hormonelle Umstellungen, neue Beziehungen, Erfahrungen und eben auch durch Krankheit. Dieser Text soll euch Mut machen, mit diesen Veränderungen umzugehen.
Erst das Überleben. Dann das Leben.
»Am Anfang ging's nur ums Überleben«, hören wir oft. Klar – wenn man die Diagnose erfährt, steht alles Kopf. Wer denkt da an Sex? Aber irgendwann kommt der Alltag zurück. Die Sehnsucht nach Berührung und sexuellen Momenten meldet sich wieder.
Doch oft ist da auch viel Unsicherheit. Vielleicht hat sich dein Körper verändert: Du fühlst dich nicht mehr attraktiv, vielleicht tut etwas weh oder die Lust ist ganz verschwunden.
Krebs und seine Behandlung – Operationen, Chemo, Bestrahlung oder antihormonelle Therapie – hinterlassen Spuren. Viele haben mit Schmerzen, trockenen Schleimhäuten, Orgasmusschwierigkeiten, Erektionsproblemen, Libidoverlust oder Empfindungsstörungen zu tun. Auch Narben, ein Stoma oder ein Port verändern das Körperbild. Sich auf eine sexuelle Situation einzulassen, fällt dann oft schwer. Manche ziehen sich zurück, andere wissen nicht, wie sie Nähe wieder zulassen können. Sexualität kann zur Herausforderung werden, doch genau hier liegt die Chance für einen Neuanfang: Offen über Sexualität zu sprechen und Neues auszuprobieren.

Reden mit Partner:innen, Ärzt:innen, Berater:innen. Worte machen Mut.
Spüren Körperwahrnehmung und das Reflektieren von Gefühlen stärken die Selbstakzeptanz.
Selbstberührung kann helfen, neue Bedürfnisse und Grenzen zu entdecken.
Zeit Lust lässt sich nicht erzwingen, aber wiederentdecken.
Grenzen ein achtsamer Umgang mit den eigenen und fremden Grenzen erleichtert Nähe.
Hilfsmittel Gleitgel, Pflegeprodukte, Sextoys oder Beckenbodentraining unterstützen oft.
Fantasie Kopfkino ist erlaubt! Erinnerungen, Sehnsüchte und Träume dürfen sein
Viele Betroffene erleben Unsicherheit und schweigen deshalb lieber. Über Krankheit spricht man nicht gern. Über Sex erst recht nicht. Zwei Tabus treffen aufeinander. Werbung und Filme zeigen perfekte Körper, perfekte Lust – jung, schön, gesund. Doch das Leben nach einer Krankheit sieht oft anders aus. Und das erschwert den Zugang zu einer lustvollen und selbstbestimmten Sexualität.
Scheut euch nicht intime Momente bewusst zu planen: gemeinsam spazieren, baden, reden, sich wieder annähern – langsam.
Probiert unterschiedliche Stellungen aus, um herauszufinden, was guttut. Gestaltet eine für euch passende Atmosphäre – schönes Licht, angenehme Temperatur, Kleidung, in der ihr euch wohlfühlt. Sprecht offen über eure Wünsche, über Unsicherheiten und über Verhütung, damit Vertrauen wachsen kann.
… Dann sind wir für dich da. In unserer Sexualberatung bieten wir Unterstützung für Menschen mit und nach einer Krebserkrankung. In Gesprächen und mit Übungen begleiten wir euch dabei, sich im Körper wieder zu Hause fühlen zu können, Nähe neu zu denken und Sexualität in all ihren Facetten zu verstehen.
Gerade wenn es um Sexualität geht, fehlen oft die Worte. Deshalb ist es wichtig, zu wissen:
Du bist nicht allein und du musst das nicht allein bewältigen.

Der Radikalschnitt kann zwar befreiend wirken, aber oft ist unsere Kopfhaut nicht daran gewöhnt und beginnt schnell zu jucken.
Wir haben ein paar Tipps für euch, die den Juckreiz lindern oder erst gar nicht entstehen lassen.


Überlege dir Strategien, wie du EnergieRÄUBER vermeiden oder für eine Zeit pausieren kannst.
Denk daran: Solche Energieräuber gänzlich aus dem Leben zu streichen ist oft schwieriger und mit viel Aufwand verbunden. Achte hier darauf, was der größere Räuber für dich wäre.

Denk auch an die positiven Aspekte in deinem Leben. Was kannst du tun, um vermehrt EnergieGESCHENKE in dein Leben zu bringen oder zuzulassen? Gibt es vielleicht Menschen, die dir dabei helfen können?



🩺 Wird der Tumor früh genug erkannt, sind die Heilungschancen mit 96% sehr gut. Für diese Früherkennung ist eine monatliche Selbstkontrolle besonders wichtig, da eine Krebsvorsorge beim Urologen normalerweise erst ab dem 45. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen werden.
🔍 Symptome wie eine tastbare, schmerzlose Verhärtung im Hoden, eine Schwellung und Schmerzen im Hodenbereich oder ein Schweregefühl und Ziehen im Hoden oder in der Leiste können Hinweise auf ein Hodenkarzinom hinweisen.
🍆 Wenn du Auffälligkeiten bemerkst oder dir unsicher bist, zögere nicht, eine Urologie-Praxis aufzusuchen.
☑️ Bei der Diagnose Hodenkrebs wird in den meisten Fällen der betroffene Hoden operativ entfernt. Teilweise müssen noch weitere Therapiemaßnahmen ergriffen werden, wie zum Beispiel eine Chemo- oder Strahlentherapie. Bei über 90% der Betroffenen tritt der Krebs nur an einem Hoden auf.
🚼 Der gesunde Hoden reicht aber meist für die Testosteron- und Spermienproduktion aus.

Bei der Erstellung der Umfrage hatte ich erwartet, dass ein Großteil der Frauen an dem Thema Fruchtbarkeit interessiert ist, jedoch nur eine Minderheit meint, gut darüber informiert zu sein. Ich war ebenfalls davon ausgegangen, dass die Mehrheit über eine mögliche Unfruchtbarkeit aufgeklärt und anschließend künstlich in die Wechseljahre befördert wurde, jedoch nicht die gleiche Prozentzahl auch nach Beendigung der Therapie ihren Zyklus wiederbekam. Von den Ergebnissen bin ich teilweise überrascht, einige Prognosen haben sich jedoch auch als zutreffend herausgestellt.
Zunächst haben 80 Prozent der Befragten angegeben, vor der Diagnose einen regelmäßigen Zyklus gehabt zu haben. Es gaben außerdem 77 Prozent an, über eine mögliche Unfruchtbarkeit aufgeklärt worden zu sein (7 Prozent konnten sich nicht mehr erinnern).

72 Prozent der Frauen wurden während der Therapie künstlich in die Wechseljahre befördert – hier hatte ich einen größeren Anteil erwartet – und bei 22 Prozent der Frauen wurden Teile ihrer Geschlechtsorgane entfernt.

Bei gut jeder vierten Person wurde nach Therapieende eine Unfruchtbarkeit diagnostiziert (28 Prozent), während die Periode bei der Hälfte wiedergekehrt ist (51 Prozent). Hierbei ist nicht bekannt, wie lange die Therapie bei den übrigen Frauen her ist, bei denen die Periode bisher nicht (wieder) eingesetzt hat.

Bei 30 Prozent der Befragten ist das Ausbleiben der Periode auf Medikamente zurückzuführen.


Die Frage, wie lange das Wiedereinsetzen der Menstruation gedauert hat, haben leider nur 33 Frauen beantwortet. 64 Prozent davon gaben eine Zeitspanne von bis zu sechs Monaten an, bei 12 Prozent lag sie zwischen sechs Monaten und einem Jahr, bei 6 Prozent dauerte es anderthalb Jahre, und 18 Prozent der Befragten hatten ihre Tage trotz Therapie durchgehend. 21 Personen gaben zudem eine Veränderung ihres Zyklus an. Die drei am häufigsten genannten Faktoren waren Schmerzen (33 Prozent), eine stärkere Blutung (33 Prozent) und ein unregelmäßiger Zyklus (28 Prozent).
Von 82 Frauen sind bisher nur 4 schwanger geworden – eine davon mithilfe einer künstlichen Befruchtung. Der Großteil hat jedoch auch angegeben, zurzeit nicht schwanger werden zu wollen (57 Prozent). Auf die Frage, wie wichtig ihnen das Thema Fruchtbarkeit sei, haben 58 Prozent mit ›wichtig‹ oder ›sehr wichtig‹ geantwortet. Allerdings sind nur 47 Prozent der Meinung, ›gut‹ oder ›sehr gut‹ über das Thema informiert zu sein. Hier hätte ich eine größere Diskrepanz als bloß 11 Prozent erwartet. Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass diese Fragestellung sehr subjektiv ist und die Vorstellungen von einer ›guten Aufklärung‹ variieren können. Auf die letzte Frage bezüglich der Quellen haben lediglich 9 Personen geantwortet. Laut der Angaben werden primär Ärzt:innen und das Internet genutzt, um an Informationen zu gelangen. Aber auch die sozialen Medien, Selbsthilfegruppen und andere Betroffene wurden genannt.
Ein paar von euch haben mir per Direktnachricht ihre Erfahrungen geschildert. Eine Person berichtete, dass der mögliche Verlust der Periode sie mental sehr beschäftigte. Sie habe sogar hinterfragt, inwiefern sie ohne Periode noch eine ›richtige Frau‹ sei. Sie ließ sicherheitshalber Eizellen einfrieren, bekam ihre Tage jedoch gut drei Monate nach der Therapie zurück, worüber sie sich wahnsinnig gefreut hat.
Andere schreiben, sie hätten sich mehr Aufklärung gewünscht. Das gilt bezogen auf Möglichkeiten der Fruchtbarkeitserhaltung, aber auch bezüglich potenzieller Auswirkungen auf eine spätere Schwangerschaft. Eine Person schrieb davon, dass sie vier Monate nach Ende der Therapie ungewollt schwanger wurde. Die Ärzte konnten ihr nicht sagen, ob das Baby durch die Nachwirkungen der Therapie Folgeschäden haben würde. Sie entschied sich für eine Abtreibung, da sie sich auch körperlich und psychisch nicht bereit fühlte. Gleichzeitig möchte sie anderen Betroffenen dadurch Mut machen, dass man auch nach der Therapie noch auf natürlichem Weg Kinder bekommen kann.
Einer anderen Person, die man nicht in die Wechseljahre befördert hat, wurde versichert, dass ihr Zyklus während der Therapie ausbleiben und sie höchstwahrscheinlich unfruchtbar werden würde. Als ihre Periode jedoch weiterhin einsetzte, wurde ihr von ihren Ärzt:innen bloß gesagt, dass dies nicht möglich sei. Auf das Thema sei danach nicht mehr eingegangen worden. Auch ein weiteres Gespräch mit möglichen Empfehlungen oder Beratungen blieb aus. Zu einer Unfruchtbarkeit ist es nach Beendigung der Therapie – entgegen der Prognose – ebenfalls nicht gekommen. Rückblickend hätte sich die Person gewünscht, dass die Ärzt:innen dieses Thema mehr berücksichtigt hätten.
Die vergangen Wochen haben mir noch einmal die Komplexität des Themas vor Augen geführt und gezeigt, wie unterschiedlich die Erfahrungen innerhalb unserer Community ausfallen. Ich finde, dass der Erhalt der Fruchtbarkeit genauso wie die möglichen Auswirkungen auf eine spätere Schwangerschaft Themengebiete sind, denen in Zukunft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Besonders wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang auch eine verbesserte Studienlage sowie umfassende Aufklärungs- und Beratungsgespräche zwischen Ärzt:innen und uns Patient:innen.


Regelmäßige Vorsorge hilft, Brustkrebs früh zu erkennen. Dazu gehören das monatliche Selbstabtasten und die ärztliche Untersuchung – je nach Alter von der Krankenkasse übernommen. Früherkennung verbessert die Heilungschancen deutlich.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Erinnerung zur Brustkrebsvorsorge«.
Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind nicht bekannt. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko erhöhen – manche unveränderbar wie Alter oder Gene, andere beeinflussbar wie Ernährung, Bewegung oder Alkohol. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Brustkrebs entsteht.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Mögliche Ursachen für Brustkrebs«.
Brustkrebs kann sehr unterschiedlich verlaufen und deshalb gibt es nicht die eine Behandlung. Je nach Art und Stadium der Erkrankung werden verschiedene Therapien eingesetzt, um die Heilungschancen bestmöglich zu verbessern.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Therapieformen bei Brustkrebs«.
Eine ausgewogene Ernährung kann während und nach einer Brustkrebserkrankung viel bewirken. Sie unterstützt den Körper bei der Therapie, stärkt das Immunsystem und hilft, Nebenwirkungen zu lindern.
💡 Tipp: Du möchtest mehr zu dem Thema erfahren? Dann melde dich jetzt zu unserem kostenlosen Online-Event »Ernährung bei Brustkrebs« am 10. Dezember an.

Solltest du merken, dass dir das Kauen und Schlucken schwerfällt, solltest du unbedingt mit deinem Behandlungsteam sprechen. Unbehandelt können diese Beschwerden zu einem Gewichtsverlust führen, der gerade während der Krebstherapie nicht wünschenswert ist, da sich dadurch das Risiko für eine Mangelernährung erhöht.
Statt Knuspermüsli mit Milch und Beerenobst 👉 Grießbrei mit Obstmus
Statt Nüsse 👉 Nussmus
Statt Nudeln ohne Soße 👉 sehr weichgekochte Nudeln mit viel Soße
Bei ausgeprägten Beschwerden kann Trink- oder Zusatznahrung helfen, deinen Energie- und Nährstoffbedarf zu decken. Lass dich dazu von deinem Behandlungsteam oder einer zertifizierten Ernährungsfachkraft beraten – gemeinsam findet ihr die beste Lösung für dich.


Wie geht man mit dieser neuen Realität um? Wie steht man zu seiner Erkrankung – zu seinem Krebs? Wie spreche ich über den Krebs mit anderen? Wie spreche ICH mit dem Krebs? Sprache ist Macht und unsere Gedanken haben viel Einfluss auf unser Wohlbefinden, wie wir die Umwelt wahrnehmen und wie wir handeln. Daher ist es wichtig – besonders für unsere mentale Gesundheit – einen achtsamen Umgang mit unserer Krankheit, unserem Krebs, zu trainieren.
Für viele ist der Krebs ein ›Feind‹ im eigenen Körper. Einen, den man ›vernichten‹, ›ausrotten‹ oder ›zur Strecke bringen‹ möchte. Der Krebs gehört unweigerlich zu unserem Körper – er ist aus unseren (gesunden!) Zellen entstanden und durch das Zusammenspiel von bedauerlichen Faktoren sind diese gesunden Zellen entartet. Die Schuld liegt bei niemandem! Die Tatsache können wir nun nicht mehr ändern. Doch wie wir mit dem Krebs sprechen und darüber denken schon. Warum also etwas bekämpfen wollen, was doch aus uns entstanden ist? Tatsächlich gibt es Argumente, die für eine positive Kraft hinter der Kampf-Rhetorik sprechen. Zunächst kann diese Rhetorik viel Energie freisetzen, um die Therapie anzugehen. Sie dient zur intrinsischen Motivation, die Achterbahnfahrt der Gefühle, die Schmerzen und das Leid zu überstehen und zu überleben. Die kämpferische Haltung erweckt den Schein von Kontrolle, welche wir bei der Diagnose unfreiwillig verloren haben. Die Dissoziation mit dem Krebs ist eine psychologische Stütze und kann bei der Heilung helfen. Der Krebs ist dann etwas, was ›nicht zu mir gehört‹ und was ich demnach auch wieder ›loswerden‹ kann. Die Problematik in der Kampf-Rhetorik: Die Annahme, dass die Krebserkrankung etwas ›Fremdes‹ ist, was uns passiert ist, kann für die Selbstreflexion hinderlich sein und die Einflussnahme über die Faktoren, die wir aktiv in unserem Leben beeinflussen können, um gesund zu werden und bleiben, vermindern.
Andere wiederum sehen die Krebserkrankung als ein Warnsignal, eine Pausetaste oder auch die Notbremse – was will die Erkrankung uns vielleicht mitteilen? Zu viel Stress im Alltag, ein ungesunder Lebensstil, Unzufriedenheiten? Wie finde ich –heraus, was diese Nachricht sein soll? Reflexionsübungen, Selbstliebe und Selbstfürsorge sind hier hilfreiche Werkzeuge, um für sich vielleicht eine Antwort zu finden. Eine Beziehung zu sich und seinem Körper aufbauen und die eigenen Bedürfnisse erkennen und zu erfüllen sind hier wichtige Faktoren, die zu einem gesunden Mindset führen. Auch die achtsame Rhetorik kann ihre negative Seite haben: Wenn die positive Einstellung zur Krebsbehandlung sich in ein toxisch-positives Mindset wandelt. Die Gefahr hierbei ist, die lebensbedrohliche Situation herunterzuspielen oder gar komplett zu verleugnen. Dies kann folgenschwere Konsequenzen haben. Wie kann das vermieden werden? Indem alle Gefühle in uns Akzeptanz und Gehör bekommen. Negative Gefühle haben ihre Berechtigung und auch mit ihnen kann man einen achtsamen Umgang trainieren.

Die Wortwendung »Wut im Bauch« kommt nämlich genau daher – dort spürt man sie besonders stark. Oft wird die Wut von einer warmen oder heißen Empfindung begleitet (»wie Feuer im Bauch«) und mit der Farbe Rot verbunden (»rotsehen«). 😡🌋🔴
Daher wird Wut oft den negativen Emotionen zugeordnet und hat den Ruf, unberechenbar zu sein. Zurecht? Teils, teils. Ja, Wut kann eine sehr zerstörerische Kraft innehaben. Doch Wut hat auch eine andere Seite. Neben der Zerstörung kann sie auch erschaffen. Gezielt eingesetzt, kann sie nämlich eine antreibende Kraft für Veränderung sein.
Die Emotion steht wie ein Flitzebogen auf der Matte, wenn du dich in deinen Grenzen, Werten, Bedürfnissen verletzt fühlst. 🚨 Es ist in erster Linie also ein Warnsignal, dass dir signalisiert: Jemand oder etwas geht dir gewaltig gegen den Strich. 🚨
Von klein auf wurde dir vielleicht beigebracht, dass man nicht wütend sein darf und du hast »gelernt« deine Wut zu unterdrücken. Doch Wut ist wie ein Apfel, den man versucht unter Wasser zu drücken und dann loslässt – sie poppt schnell und oft unkontrolliert irgendwo wieder hoch. Unterdrückte Wut richtet den meisten Schaden in dir selbst an. Daher: Lernen Wut zu erkennen, sie zuzulassen und die dahinterliegende Kraft für sich zu nutzen ist die wahre Superpower.
Wenn du merkst, dass du wütend wirst, lenke die Energie zunächst in Bahnen, die du kontrollieren kannst. Gehe eine Runde spazieren oder atme 10x tief in den Bauch ein und aus. Da verpufft die meiste Energie bereits. Dann schreibe alles auf, was dich gerade wütend gemacht hat und warum. Dann streiche alles durch, was du nicht ändern kannst. Was bleibt übrig? Was für ein Bedürfnis liegt dahinter? Hier steckt das Potenzial für Veränderung und auch die Kraft, es umzusetzen.


Menschen, die ein Trauma erlitten haben, zu dem auch eine Krebserkrankung zählt, erfahren manchmal sogenannte »Nachhallerinnerungen« (Intrusionen) oder »Flashbacks«. Während die Intrusionen vor dem inneren Auge ablaufen, hat man bei Flashbacks das Gefühl, wieder in der bedrohlichen Situation zu stecken. Oft werden diese Intrusionen oder Flashbacks durch Trigger ausgelöst, wobei die Symptome, die bei den Betroffenen auftreten, durchaus unterschiedlich sein können. Nach einer solchen Intrusion oder einem Flashback fühlt man sich meist psychisch und körperlich sehr erschöpft.
Leider kann man das Auftreten dieser sehr realen Erinnerungen nicht wirklich voraussagen, weil die Schlüsselreize, die sie auslösen, bei Krebspatient:innen sehr verschieden sind. Keine Krebserkrankung läuft nach demselben Schema ab, sie ist immer individuell. Genauso wie die Erfahrungen der Betroffenen. Die Erinnerungen können sowohl durch Trigger, wie einen bestimmten Geruch, einen Ort, ein Zusammentreffen mit jemandem oder ein bestimmtes Datum ausgelöst werden.
Das Rezept für den einzig richtigen Umgang gibt es nicht. Es ist allerdings wichtig, nicht in die absolute Vermeidung bestimmter Trigger zu gehen, denn das schränkt das Leben nicht nur extrem ein, sondern kann die Situation auch verschlimmern.
Hier sind einige Tipps, wie man Intrusionen und Flashbacks begegnen kann:

Es dauert einige Zeit, bis die Intrusionen oder Flashbacks weniger werden. Auch Jahre nach der Akuttherapiephase gibt es manchmal immer noch durch Momente, Orte oder Schlüsselreize, die Ängste auslösen können.
Wichtig ist aber: Die Erinnerungen verblassen von Jahr zu Jahr immer ein wenig mehr. Du wirst lernen, mit diesen Erfahrungen umzugehen. Du bist nicht alleine!

Im Gegensatz zu anderen Tumorerkrankungen, tritt Nierenkrebs relativ selten auf. Laut des Robert-Koch-Instituts erkranken hierzulande jährlich knapp 14.000 Menschen daran. Davon sind etwa 8.864 Männer und circa 5.136 Frauen betroffen. Das »Nierenzellkarzinom« ist die häufigste Form und zählt zu den bösartigen Nierentumoren. Fünf Prozent aller Tumore sind gutartig. Zu ihnen gehören beispielsweise »Onkozytome« und »Papilläre Adenome«.
Die Anzeichen zu erkennen ist gar nicht so leicht. Die Symptome können einen anderen Ursprung haben. Ständige Müdigkeit, Übelkeit, Blutarmut und Verwirrtheit können auf Nierenkrebs hindeuten, aber auch andere Ursachen haben. Deswegen ist es wichtig, sich untersuchen zu lassen. Zu Beginn der Erkrankung bringen Nierenkarzinome nur selten Beschwerden mit sich. Je größer der Tumor ist, desto mehr Probleme bereitet er. Schmerzen im Bereich der Nieren und Urin im Blut können dazugehören.
Das Gute ist, dass 70 Prozent aller Nierenkarzinome zufällig bei einer Routineuntersuchung per Ultraschall entdeckt werden.
Wieso Patient:innen an Nierenkrebs erkrankt sind, lässt sich oft nicht mehr nachweisen. Als Risikofaktoren gelten Übergewicht, Bluthochdruck und Rauchen.
Beschränkt sich der Tumor ausschließlich auf die Niere, so kann dieser durch eine Operation entfernt werden. Hat der Krebs gestreut, werden eine Immuntherapie und eine zielgerichtete Therapie eingesetzt.
Wie bei allen Krebsarten gilt auch hier: Je früher der Tumor entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung.

Das wichtigste Ziel bei Appetitlosigkeit ist, dass du versuchst, dein Gewicht zu halten. Hier sind ein paar Tipps, die dir helfen können:
Du verspürst einen kleinen Appetit? Dann nutze diesen Moment und iss etwas. Sorge dafür, dass du in jeder Situation – egal, ob zu Hause, im Auto oder beim Arztbesuch – immer etwas Essbares griffbereit hast. Geeignete Snacks zum Mitnehmen sind beispielsweise Nüsse, Müsliriegel oder Energieballs.
Egal ob Fleisch- oder Gemüsebrühe: Brühen können appetitanregend wirken. Trinke sie in kleinen Schlücken über den Tag verteilt.
Bitterstoffe können ebenfalls deinen Appetit anregen oder hemmen. Beobachte, welcher Effekt bei dir eintritt. Teste Folgendes: Trinke 15-30 Minuten vor dem Essen etwas alkoholfreies Bier, Tonic Water, Bitter Lemon oder probiere Tees mit Bitterstoffen aus der Apotheke aus (z.B. Wermut, Löwenzahn, Hopfen). Hast du eine Tumorerkrankung im Magen-Darm-Bereich, solltest du aber auf Bitterstoffe verzichten.
Du bekommst gar nichts runter, aber Eis geht ganz gut? Dann iss es. Du kannst es dir auf Vorrat selbst machen und mit Trinknahrung oder Eiweißpulver anreichern. So hast du neben Kalorien auch eine Extraportion Eiweiß mit dabei.
Lüfte gut vor dem Essen, da auch Gerüche die Abneigung von Essen verstärken können. Gehe vor dem Essen kurz raus und laufe ein Stück oder schau dir eine Kochsendung an. Diese Möglichkeiten können ebenfalls deinen Appetit anregen.

All das darfst du jetzt fühlen, denn du hast gerade eine Nachricht erhalten, die jede:n umhaut. Das Leben steht still, nichts ist mehr so, wie es vorher war. Deine Gedanken fahren Achterbahnfahrt oder vielleicht denkst du gerade auch einfach gar nichts, weil du keinen klaren Gedanken fassen kannst. Vielleicht hast du auch Angst, da du um dein Leben kämpfen musst, du fühlst dich vielleicht allein und leer.
Toxische Positivität kurz erklärt: Positiv denken kann dich mental auf deinem Weg unterstützen, dich stärken und dein Wohlbefinden steigern. Das heißt aber nicht, dass du alles positiv sehen musst. Krebs ist auch einfach sche*** und es gibt Tage, Momente, Phasen, in denen alles auch einfach mal kacke sein darf. Positivität zu erzwingen, wo keine ist, ist toxisch und schadet dir. Halte dich fern, meide oder weise Menschen freundlich darauf hin, wenn ihre nett gemeinte Positivität dir nicht guttun. #AlleGefühleSindOK

Es existieren unterschiedliche Stoma-Arten. Für die Blase gibt es beispielsweise das sogenannte »Urostoma«, welches ein operativ hergestellter Ausgang durch die Bauchdecke ist. In Bezug auf den Darm gibt es das »Kolostoma«. Hier ist der Dickdarm als künstlicher Darmausgang in die Haut eingenäht. Wer ein »Ileostoma« hat, hat den unteren Dünndarm als Stoma in die Haut eingenäht. Über eine Öffnung kann sowohl beim Kolo- als auch Ileostoma der Darm Stuhlgang entleeren. Da es keinen Schließmuskel gibt, fehlt den Betroffenen die direkte Kontrolle über die Entleerung. Deshalb wird an der Öffnung ein Beutel angebracht, in dem sich der Inhalt sammelt.
Vorab wird geklärt, welches Beutelsystem für die Patient:innen geeignet ist. Bei der einteiligen Stomaversorgung hat der Auffangbeutel eine integrierte Haftplatte, die vor dem Ankleben auf die Haut auf die Stomagröße zurechtgeschnitten wird. Wichtig: Der Beutel kann nur einmal verwendet werden. Handelt es sich um eine zweiteilige Stomaversorgung, besteht diese aus einem Beutel und einer separaten Hautschutzplatte. Über einen Rastring werden die Komponenten verbunden. Die Platte sollte spätestens nach fünf Tagen getauscht werden. Patient:innen mit einem künstlichen Blasenausgang werden meistens mit einem zweiteiligen Stomasystem versorgt. Der Beutel hat ein Auslassventil, durch das der Urin in die Toilette abgelassen werden kann.
Patient:innen lernen den Umgang mit dem Stoma bereits im Krankenhaus. Damit soll gewährleistet werden, dass die Betroffenen zu Hause die Grundfunktionen des Stomas beherrschen und die Versorgung gesichert ist. Vor der Entlassung aus dem Krankenhaus sollte zudem die Versorgung mit Material (Beutel und Platten), beispielsweise über ein Sanitätshaus, geregelt werden. Es gibt auch Stomatherapeut:innen, die zu den Erkrankten nach Hause kommen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wer in einer Reha ist, bekommt dort ebenfalls Tipps zur Handhabung und dazu, welche Lebensmittel bei einem künstlichen Ausgang gut verträglich sind.
Viele Betroffene benötigen oder wünschen sich im Alltag Unterstützung im Umgang mit dem Stoma. Neben den Stomatherapeut:innen gibt es bundesweit Selbsthilfegruppen der »ILCO« - eine Solidargemeinschaft von Menschen mit künstlichem Darmausgang oder künstlicher Harnableitung. Für junge Erkrankte (bis einschließlich 39 Jahre) bietet die Selbsthilfegruppe »Junge ILCO« Online-Treffen an. Zudem gibt es ein Forum mit den Unterrubriken »Jung und Stoma« sowie »Jung und Darmkrebs«, in denen sich Gleichaltrige austauschen können. Hier geht es beispielsweise darum, was ein Stoma für Ernährung, sportliche Aktivitäten, Reisen und Sexualität bedeutet.

Dass Aufmerksamkeit notwendig ist, zeigen die Zahlen der Neuerkrankungen. Etwa 56.500 Menschen (rund 22.500 Frauen und 34.000 Männer) in Deutschland erhalten jährlich die Diagnose Lungenkrebs. Bei Männern ist diese Erkrankung zudem die häufigste Krebs-Todesursache (circa 28.000 Verstorbene), bei Frauen mit etwa 17.000 Todesfällen die zweithäufigste.
Wie bei anderen Krebsarten kann auch Lungenkrebs durch verändertes Erbgut entstehen. Zudem gibt es noch die äußeren Risikofaktoren. Auf dem ersten Platz steht der Tabakkonsum. Je höher die tägliche Dosis der Zigaretten und die Dauer des Rauchens sind, desto höher ist das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Auch E-Zigaretten sind nicht unschädlich. Der eingeatmete Dampf enthält laut der Deutschen Krebsgesellschaft krebserzeugende Substanzen. Zu den weiteren Risikofaktoren können Schadstoffbelastungen in der Luft gehören und krebserregende Bestandteile, die am Arbeitsplatz eingeatmet werden. Diese Substanzen fallen beispielsweise in der metallverarbeitenden Industrie oder in der Gummiherstellung an.
Symptome sind zu Beginn einer Lungenkrebserkrankung uncharakteristisch, da sie auch bei gutartigen Erkrankungen auftreten. Deshalb ist es wichtig, dass bei Beschwerden frühzeitig ein Arzt aufgesucht wird. Zu diesen gehören unter anderem über Wochen anhaltender Husten, Atemnot, Bronchitis, die sich trotz Antibiotika nicht ändert, Bluthusten, Lähmungen oder starke Schmerzen, Gewichtsverlust und allgemeiner Kräfteverfall. Vor allem Raucher sollten diese Symptome ernst nehmen.
Verschiedene bösartige Tumore können sich im Lungengewebe bilden. Den Großteil machen die Bronchialkarzinome aus – sie sind der Fachbegriff für Lungenkrebs. Die Karzinome wachsen zuerst in einem Organ oder Gewebe. »Allerdings können sich aber beim Fortschreiten der Erkrankung aus den Tumoren Zellen ablösen, im Körper verbreiten und Metastasen bilden«, schreibt der Deutsche Krebsinformationsdienst.
Besteht der Verdacht auf Lungenkrebs, so wird mit einer Basisdiagnostik begonnen, die eine Anamnese, Laboruntersuchungen, Röntgen, Computertomographie und Lungenspiegelung (Entnahme von Gewebeproben) umfasst. Das Gewebe wird anschließend pathologisch untersucht. Ist eine Lungenspiegelung nicht möglich, gibt es noch andere Möglichkeiten an das Gewebe zu gelangen.
Die Pathologen suchen im Gewebe nach Krebszellen. Handelt es sich um bösartige Tumoren, dann ist die Unterscheidung zwischen zwei Hauptformen wichtig, weil davon die Behandlung abhängig ist. Zu diesen Formen gehören die kleinzelligen und die nicht-kleinzelligen Lungentumore. Letztere haben außerdem noch weitere Untergruppen. Da die Tumore unterschiedliche Strukturen aufweisen können, ist eine eindeutige Zuordnung zu einer bestimmten Untergruppe oft nicht möglich.
Ärzt:innen besprechen mit den Betroffenen, welche Therapie die bestmögliche ist. Zu den Behandlungen gehören Operationen, Chemotherapien, zielgerichtete Therapien, Immuntherapien und Bestrahlungen.