
Kleine Erinnerung: Du bist nicht deine Gefühle. Gefühle sind wie Gäste auf deiner Couch. 🛋️ Einige haben wir gerne um uns – wie gute Freunde. Sie lassen wir verweilen, denn wir fühlen uns mit ihnen pudelwohl. Andere wiederum sind unbeliebte Gäste. Sie sind unangenehm, beängstigen uns, verursachen Chaos im Raum oder verändern die Stimmung zum Negativen.
Doch eins haben sie gemeinsam: Gäste kommen und gehen. Daher lade sie ein, lerne mit allen Arten von »Gästen« (= Gefühlen) umzugehen – denn eine gute Bindung zu ALL deinen Gefühlen ist möglich und tatsächlich gesund. Denke immer daran: Alle Gefühle haben ihre Berechtigung und deine Couch dient lediglich als temporärer Gastgeber.

Plane dir für die Woche zwei bis drei Hauptgerichte ein, die du kochen willst und die Gemüse als Komponente enthalten. Koche von den Gerichten eine größere Portion, sodass du am nächsten Tag auch davon essen kannst. Du bist bequem, wenn‘s ums Schneiden geht? Dann nimm Tiefkühlgemüse als Alternative. Das kann mehr Nährstoffe als frisches Gemüse haben, da es direkt nach der Ernte eingefroren wird und so die Nährstoffverluste minimiert werden.
Du liebst dein Rührei am Morgen? Dann mach noch ein paar Pilze oder Paprika dazu. Du magst Brot? Wie wäre es mit einem Gemüseaufstrich? Du liebst Wraps? Befüll ihn nicht nur mit Salat, sondern auch mit Rotkraut, Paprika und Kichererbsen. Du isst gerne Nudeln mit Bolognesesoße? Schneide dir noch Karotte, Paprika, Fenchel und Zucchini rein.
Ja, die Zubereitung dauert länger als nur eine Packung Nudeln in den Topf zu werfen. Wenn du Gemüse zubereitest, mache am besten gleich eine größere Menge, sodass du nur einmal einen höheren Zeitaufwand hast. Mache aus Karotten zum Beispiel einen Karottensalat, einen Karottenaufstrich mit Nüssen oder Karotten-Frikadellen.

Wie wäre es mit einer Gemüseparty, bei der jeder Gast ein Gemüsegericht mitbringt? Du wirst überrascht sein, was man aus Gemüse leckeres zubereiten kann.
Die empfohlene Menge an Gemüse sind übrigens drei Portionen am Tag. Eine Portion entspricht ein bis zwei Handvoll.

Hat der Krebs einmal gestreut, gilt man in der Medizin als unheilbar. Die individuelle Behandlung mit z. B. Medikamenten, Bestrahlung, Operationen kann das Leben verlängern, die Lebensqualität halten und Beschwerden im Zaum zu halten. Durch die Forschung sind die Behandlungsmethoden heutzutage soweit fortgeschritten, dass man mit metastierenden Brustkrebs oft noch lange Jahre gut leben kann.

Himbeeren sind ohne Zweifel ein gesundes Lebensmittel und enthalten wertvolle Nährstoffe wie Ballaststoffe, Vitamin C, Anthocyane, Ellagitannine und Phenolsäuren. Zell- und Tierstudien konnten antioxidative, entzündungshemmende und potenziell krebshemmende Effekte zeigen.
❌ Diese Ergebnisse sind jedoch nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar, da unser Stoffwechsel deutlich komplexer ist. Um konkrete Empfehlungen geben zu können, sind daher randomisierte, kontrollierte Studien notwendig.
Das American Institute for Cancer Research (AICR) äußert sich zum Zusammenhang von Himbeeren und Krebs folgendermaßen:
»Himbeeren bieten eindeutige Vorteile für eine gesunde Ernährung, die darauf ausgerichtet ist, das Krebsrisiko zu senken. Ihre einzigartige Kombination aus hohem Ballaststoffgehalt und Ellagitannin-Verbindungen spielt eine wichtige Rolle bei der potenziellen Senkung des Krebsrisikos.
Himbeeren sind ein gesundes Lebensmittel, was du in normalen Mengen gerne in deine Ernährung integrieren kannst. Aber nicht nur die Himbeere hat mit ihren wertvollen Nährstoffen das Potenzial, deine Gesundheit zu unterstützen, sondern viele Lebensmittel. Es kommt auf die Gesamtheit der Lebensmittel an, die du isst, und nicht nur auf ein einzelnes.
Eine Ernährung, die dein Krebsrisiko senken kann, sollte vor allem reich an pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sein.
🥗 Dass Krebszellen keine Himbeeren mögen, ist daher zu kurz gedacht und sollte eher heißen: Krebszellen mögen keine ausgewogene Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist.

Rasieren: Ja oder nein? Zunächst ist wichtig zu erwähnen: Du musst gar nichts tun, wenn du das nicht möchtest. Lass die Schwerkraft ihr Ding machen und pflege die Haare, die dir eventuell noch bleiben.
Du kannst Mützen tragen, dir einen Turban wickeln, Perücken aufsetzen oder auch mit deiner Glatze glänzen. Du entscheidest, womit du dich wohlfühlst.
Falls dich die Haarbüschel in der Dusche, auf deinem Kopfkissen oder in der Wohnung nerven, kannst du dir die Haare stutzen oder komplett abrasieren. Du musst das nicht alleine durchstehen, frage ein:e gute:n Freund:in oder Familienmitglied dich bei dem schwierigen und oft auch emotionalen Akt zu unterstützen.
Falls du dich für eine eigenständige Haarentfernung entscheidest, vermeide dabei eine radikale Nassrasur. Stell sie dir vor wie viele kleine Mikroverletzungen: Deine Haare können einwachsen, was sehr schmerzhaft sein kann. Außerdem verursacht es starken Juckreiz.
Pflege deine nackte Kopfhaut mit parfümfreier Lotion und Sonnencreme.
Dir fehlen deine Augenbrauen und Wimpern? Du kannst dir während der Zeit die Augenbrauen nachmalen und/ oder falsche Wimpern tragen. Aber auch ohne kannst du strahlen.
Heutzutage gibt es auch sogenannte ›Cool-Caps‹. Dieser Kühlakku-Helm, den man sich während der Chemo aufsetzt, soll dem Haarausfall entgegenwirken. Informiere dich gerne weiter, falls dies eine Option für dich wäre.
Bei den meisten Patient:innen wächst das Haar ein paar Wochen nach der letzten Chemo wieder. Viele berichten von einem Flaum, von Chemo-Locken oder auch, dass ihre Haare ein paar Nuancen dunkler nachwachsen. Nun hast du die Wahl: Du kannst den ersten Flaum abrasieren oder jedes Haar abfeiern und beim Wachsen zuschauen.

Vielleicht fragst du dich: Darf ich Plätzchen essen? Schadet Zucker meiner Therapie? Sollte ich an den Feiertagen besonders »streng« sein?
Die kurze Antwort: Nein – du musst nicht perfekt essen.
Was wirklich zählt, ist nicht das einzelne Lebensmittel, sondern deine Ernährung im Gesamtbild – über Wochen und Monate hinweg.
Strenge Regeln erzeugen Druck, Stress und Schuldgefühle. Und genau das ist etwas, was dein Körper jetzt nicht braucht. Stress kann deinen Appetit weiter verschlechtern, dir die Freude am Essen nehmen und soziale Momente belasten.
Es ist Zusammensein, Erinnerung, Geborgenheit und Lebensfreude und all das darf – und soll – auch in einer Therapie Platz haben.
Statt Verboten hilft ein sanfter Rahmen:
Eine ausgewogene Ernährung ist ohne Genuss nicht ausgewogen für deine Seele!
Unser Wunsch für dich: Nicht ein »perfekter« Speiseplan, sondern ein Weihnachten mit etwas Leichtigkeit, Wärme und Selbstmitgefühl.
%20-%20Titelbild.jpg)

👍🏻👎🏻 Willkommen in 2024 und in einer Welt, die Lebensmittel nur noch in «gut» und «schlecht» einteilt. Es ist an der Zeit, mit diesem Schwarz-Weiß-Denken aufzuhören: Kein Lebensmittel ist per se schlecht oder super gesund. Jedes hat seinen Platz in unserer Ernährung verdient, und es geht darum, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden, das unserem Körper und auch unserem Geist guttut.
🤯 Stigmatisierung von Lebensmitteln führt nur zu Schuldgefühlen, Stress und einem gestörten Verhältnis zum Essen. Dabei sind Nahrungsmittel doch mehr als nur Brennstoff für unseren Körper. Sie sind Freude, Kultur, Gemeinschaft und Nahrung für unsere Seele. Indem wir Lebensmittel neutral betrachten und uns auf Vielfalt und Ausgewogenheit konzentrieren, schaffen wir es, in einer gesünderen und glücklicheren Beziehung zum Essen und zu unserem Körper zu leben.
⛔️ Also: Lasst uns aufhören, einzelne Lebensmittel zu verteufeln und eine Umgebung schaffen, in der alle Lebensmittel ihren berechtigten Platz haben. Eine ausgewogene Ernährung, die Raum für alle Arten von Lebensmitteln lässt, ist der Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Denn am Ende des Tages zählt nicht das einzelne Lebensmittel, sondern die Gesamtheit in unserer Ernährung.
🍌🍓 Ist es gesund, jeden Tag nur Obst und Gemüse zu essen? Nein, ist es nicht, da dir andere wichtige Nährstoffe sonst fehlen. Ist es gesund, jeden Tag nur «Stückchen» zu essen? Ganz klar: Nein! Aber wenn du Lust auf ein «Stückchen» bei einer sonst ausgewogenen Ernährung hast, gönn es dir!

Ein Port ist ein Zugang, der vor der Therapie etwa unterhalb des Schlüsselbeines gesetzt wird in einer kleinen Operation. Er bringt den Vorteil, dass nicht immer eine Nadel in die Armvenen gelegt werden muss. Außerdem kann man darüber sehr gut Blut abnehmen und muss sich somit nicht immer am Arm picken lassen.
Und tut der Port immer weh? Wird er stören? Das ist sehr unterschiedlich, bei ausgesprochen schlanken Menschen ist der Port von außen sichtbar. Bei etwas kräftigeren Menschen ist er nicht so auffällig. Er liegt unter der Haut und wird mit einer Port-Nadel angestochen. Manchmal ist ein kleiner Hubbel unter der Haut zu sehen. Ansonsten kann man den Port von außen nicht erkennen.
Zu Beginn kann es etwas schmerzhaft sein, wofür der Schnitt der OP Narbe sorgt. Sofern keine Komplikationen entstehen, wird er dich nicht weiter stören.
Ein Port wird in der Therapiezeit regelmäßig benutzt und angestochen. Wichtig ist, dass er immer gut durchspülbar ist und nicht verstopft.
Ja, wenn die OP Narbe verheilt ist.
Ein Port kann sich entzünden, oder nicht mehr gut durchspülbar sein. In so einem Fall kann es sein, dass man ihn nochmal in einer Operation erneut setzten muss oder ihn erstmals ganz entnimmt. Meistens wird dann die andere Seite für einen neuen Portkatheter benutzt.
Nach einer Krebstherapie wird der Port meistens nicht sofort entfernt, jedoch ist das sehr individuell. Wenn nach den ersten Nachsorgeuntersuchungen alles gut ist, kann der Port meistens nach einem Jahr wieder heraus. Es jedoch auf deine Diagnose und dein Krankheitsbild an. Bei älteren Patient:innen bleibt der Port oft drinnen, damit ihnen eine weitere Operation erspart bleibt. Den Port muss man alle 3 Monate spülen lassen, oft kann man dies auch mit seiner Nachsorgeuntersuchung verbinden. Junge Erwachsene können den Port nach Abschluss der Therapie entfernen lassen. Nicht immer sofort danach, aber oft nach einigen Monaten.
Nach der Operation darf man ihn als Erinnerung an eine ganz besondere Zeit im Leben behalten. Der Port, sofern dieser für dich infrage kommt, was immer mit dem Arzt davor besprochen wird. Wird einige Zeit dein Begleiter im Leben werden. Ganz nahe begleitet er dich unter deiner Haut.

Gebärmutterhalskrebs entsteht, wenn sich Zellen am unteren Teil der Gebärmutter, dem Gebärmutterhals (medizinisch: »Zervix«), krankhaft verändern und unkontrolliert wachsen. Der wichtigste Auslöser ist eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (kurz: »HPV«). Diese Viren werden meist beim Geschlechtsverkehr übertragen. Sehr viele Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV – oft ohne es zu merken.
❗️Wichtig: Eine HPV-Infektion allein führt nicht automatisch zu Krebs. In etwa 90 % der Fälle beseitigt das Immunsystem die Viren von selbst. Bleibt die Infektion jedoch über viele Jahre bestehen, können sich die Zellen am Gebärmutterhals verändern. Aus diesen Zellveränderungen kann sich langsam Krebs entwickeln – meist über einen Zeitraum von 7 bis 10 Jahren.
Gegen die häufigsten krebsauslösenden HPV-Typen gibt es eine Schutzimpfung, die für Kinder und Jugendliche empfohlen wird.
Gebärmutterhalskrebs verursacht lange Zeit keine oder nur sehr unspezifische Beschwerden. Viele Veränderungen bleiben deshalb unbemerkt und werden erst bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt.
In manchen Fällen können mögliche Symptome auftreten:
Diese Anzeichen haben meist harmlose Ursachen und bedeuten nicht automatisch Krebs. Sie sollten dennoch ärztlich abgeklärt werden – vor allem, wenn sie über längere Zeit bestehen.
Ab dem 20. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Früherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt oder der Frauenärztin. Dazu gehört:
Durch diese Untersuchungen können Zellveränderungen früh erkannt werden, noch bevor Krebs entsteht. Das senkt das Erkrankungsrisiko deutlich.
Welche Behandlung bei Gebärmutterhalskrebs sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem das Stadium des Tumors, seine Größe, ob sich Krebszellen bereits im Körper ausgebreitet haben und der allgemeine Gesundheitszustand der Patientin. Wird der Krebs früh erkannt, ist er in den meisten Fällen gut behandelbar. Häufig ist eine Operation ausreichend, bei der das erkrankte Gewebe entfernt wird.
Ist der Tumor bereits weiter fortgeschritten oder größer, werden oft mehrere Behandlungsverfahren kombiniert. Dazu gehören je nach Situation eine Operation, eine Strahlentherapie und eine Chemotherapie. Durch die Kombination der Therapien können die Behandlungsergebnisse verbessert werden.
Dank Vorsorge, moderner Medizin und der HPV-Impfung ist die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahren rückläufig. Gebärmutterhalskrebs ist heute oft vermeidbar oder gut heilbar, wenn er früh erkannt wird. Regelmäßige Vorsorge kann Leben retten.

Bei der Erstellung der Umfrage hatte ich erwartet, dass ein Großteil der Frauen an dem Thema Fruchtbarkeit interessiert ist, jedoch nur eine Minderheit meint, gut darüber informiert zu sein. Ich war ebenfalls davon ausgegangen, dass die Mehrheit über eine mögliche Unfruchtbarkeit aufgeklärt und anschließend künstlich in die Wechseljahre befördert wurde, jedoch nicht die gleiche Prozentzahl auch nach Beendigung der Therapie ihren Zyklus wiederbekam. Von den Ergebnissen bin ich teilweise überrascht, einige Prognosen haben sich jedoch auch als zutreffend herausgestellt.
Zunächst haben 80 Prozent der Befragten angegeben, vor der Diagnose einen regelmäßigen Zyklus gehabt zu haben. Es gaben außerdem 77 Prozent an, über eine mögliche Unfruchtbarkeit aufgeklärt worden zu sein (7 Prozent konnten sich nicht mehr erinnern).

72 Prozent der Frauen wurden während der Therapie künstlich in die Wechseljahre befördert – hier hatte ich einen größeren Anteil erwartet – und bei 22 Prozent der Frauen wurden Teile ihrer Geschlechtsorgane entfernt.

Bei gut jeder vierten Person wurde nach Therapieende eine Unfruchtbarkeit diagnostiziert (28 Prozent), während die Periode bei der Hälfte wiedergekehrt ist (51 Prozent). Hierbei ist nicht bekannt, wie lange die Therapie bei den übrigen Frauen her ist, bei denen die Periode bisher nicht (wieder) eingesetzt hat.

Bei 30 Prozent der Befragten ist das Ausbleiben der Periode auf Medikamente zurückzuführen.


Die Frage, wie lange das Wiedereinsetzen der Menstruation gedauert hat, haben leider nur 33 Frauen beantwortet. 64 Prozent davon gaben eine Zeitspanne von bis zu sechs Monaten an, bei 12 Prozent lag sie zwischen sechs Monaten und einem Jahr, bei 6 Prozent dauerte es anderthalb Jahre, und 18 Prozent der Befragten hatten ihre Tage trotz Therapie durchgehend. 21 Personen gaben zudem eine Veränderung ihres Zyklus an. Die drei am häufigsten genannten Faktoren waren Schmerzen (33 Prozent), eine stärkere Blutung (33 Prozent) und ein unregelmäßiger Zyklus (28 Prozent).
Von 82 Frauen sind bisher nur 4 schwanger geworden – eine davon mithilfe einer künstlichen Befruchtung. Der Großteil hat jedoch auch angegeben, zurzeit nicht schwanger werden zu wollen (57 Prozent). Auf die Frage, wie wichtig ihnen das Thema Fruchtbarkeit sei, haben 58 Prozent mit ›wichtig‹ oder ›sehr wichtig‹ geantwortet. Allerdings sind nur 47 Prozent der Meinung, ›gut‹ oder ›sehr gut‹ über das Thema informiert zu sein. Hier hätte ich eine größere Diskrepanz als bloß 11 Prozent erwartet. Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass diese Fragestellung sehr subjektiv ist und die Vorstellungen von einer ›guten Aufklärung‹ variieren können. Auf die letzte Frage bezüglich der Quellen haben lediglich 9 Personen geantwortet. Laut der Angaben werden primär Ärzt:innen und das Internet genutzt, um an Informationen zu gelangen. Aber auch die sozialen Medien, Selbsthilfegruppen und andere Betroffene wurden genannt.
Ein paar von euch haben mir per Direktnachricht ihre Erfahrungen geschildert. Eine Person berichtete, dass der mögliche Verlust der Periode sie mental sehr beschäftigte. Sie habe sogar hinterfragt, inwiefern sie ohne Periode noch eine ›richtige Frau‹ sei. Sie ließ sicherheitshalber Eizellen einfrieren, bekam ihre Tage jedoch gut drei Monate nach der Therapie zurück, worüber sie sich wahnsinnig gefreut hat.
Andere schreiben, sie hätten sich mehr Aufklärung gewünscht. Das gilt bezogen auf Möglichkeiten der Fruchtbarkeitserhaltung, aber auch bezüglich potenzieller Auswirkungen auf eine spätere Schwangerschaft. Eine Person schrieb davon, dass sie vier Monate nach Ende der Therapie ungewollt schwanger wurde. Die Ärzte konnten ihr nicht sagen, ob das Baby durch die Nachwirkungen der Therapie Folgeschäden haben würde. Sie entschied sich für eine Abtreibung, da sie sich auch körperlich und psychisch nicht bereit fühlte. Gleichzeitig möchte sie anderen Betroffenen dadurch Mut machen, dass man auch nach der Therapie noch auf natürlichem Weg Kinder bekommen kann.
Einer anderen Person, die man nicht in die Wechseljahre befördert hat, wurde versichert, dass ihr Zyklus während der Therapie ausbleiben und sie höchstwahrscheinlich unfruchtbar werden würde. Als ihre Periode jedoch weiterhin einsetzte, wurde ihr von ihren Ärzt:innen bloß gesagt, dass dies nicht möglich sei. Auf das Thema sei danach nicht mehr eingegangen worden. Auch ein weiteres Gespräch mit möglichen Empfehlungen oder Beratungen blieb aus. Zu einer Unfruchtbarkeit ist es nach Beendigung der Therapie – entgegen der Prognose – ebenfalls nicht gekommen. Rückblickend hätte sich die Person gewünscht, dass die Ärzt:innen dieses Thema mehr berücksichtigt hätten.
Die vergangen Wochen haben mir noch einmal die Komplexität des Themas vor Augen geführt und gezeigt, wie unterschiedlich die Erfahrungen innerhalb unserer Community ausfallen. Ich finde, dass der Erhalt der Fruchtbarkeit genauso wie die möglichen Auswirkungen auf eine spätere Schwangerschaft Themengebiete sind, denen in Zukunft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Besonders wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang auch eine verbesserte Studienlage sowie umfassende Aufklärungs- und Beratungsgespräche zwischen Ärzt:innen und uns Patient:innen.

Unser Tipp: Um die Pfanne wieder von der Zuckerkruste zu befreien, soll es helfen, einfach etwas Wasser in der Pfanne zu erhitzen, bis sich der Zucker mit einem Lappen auswischen lässt.
Machst du dir vielleicht Gedanken über den Zucker bei diesem Rezept? Dann lies dir doch unseren Beitrag zum Thema Krebs und Zucker durch.

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Behandlungskosten von Krebspatient:innen.
Du kannst entscheiden, ob du das Studium pausierst oder nebenbei weiter studierst. Manchmal kann das auch eine willkommene Ablenkung sein. Wir haben ein paar hilfreiche Tipps und Möglichkeiten für das Studium mit Krebs für dich gesammelt.
Zusätzliche Informationen findet ihr übrigens auch auf der Webseite »www.junge-erwachsene-mit-krebs.de«, wo eine ganze Rubrik dem Thema Studium und Krebs gewidmet ist.
Die Erstbehandlung der Krebstherapie ist abgeschlossen. Und wie geht es jetzt weiter?
Die meisten Krebspatient:innen haben nach der abgeschlossenen Primärbehandlung Anspruch auf eine onkologische Reha. Durch spezielle Rehabilitationsmaßnahmen soll diese ihnen helfen, wieder zurück in den gewohnten Alltag zu finden, die Erholung fördern und Langzeitschäden vorbeugen. Eine solche Reha findet entweder stationär oder ambulant in einer fachspezifischen Rehaklinik statt und ist lediglich freiwillig und nicht verpflichtend. Eine Reha kann auch direkt im Anschluss an die Primärbehandlung erfolgen. Das nennt sich dann »Anschlussheilbehandlung« (AHB). Die Kosten dafür trägt meist die Deutsche Rentenversicherung, bei der vor der Behandlung ein Antrag eingereicht werden muss. Deine ersten Ansprechpartner:innen sind die behandelnden Ärzte und Ärztinnen, sowie offizielle Krebsberatungsstellen.
💡 Tipp: Auf der Website der Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs findest du Rehakliniken, die sich speziell an junge Erwachsene richten.
In der Regel steht jeder an Krebs erkrankten Person das Anrecht auf einen Grad der Behinderung (GdB) zu. Die Bewilligung erfolgt, wenn festgestellt werden kann, dass die Betroffenen täglich im Alltag eingeschränkt sind, die voraussichtlich länger als 6 Monate bestehen. Einen GdB beantragst du in der Regel beim zuständigen Versorgungsamt, hier kann es regional Unterschiede geben. Ein Antrag muss ausgefüllt und mit ärztlichen Nachweisen beigefügt abgegeben werden. Unterstützung bei der Beantragung bekommst du zum Beispiel bei der Pflegeberatung deiner Klinik.
Der GdB kann verschiedene Vorteile haben wie Steuervergünstigungen, Parkerleichterungen, arbeitsrechtliche Vorteile wie Kündigungsschutz oder zusätzliche Urlaubstage sowie Vergünstigungen in den verschiedensten Bereichen. Die Art der Vorteile hängt vom Grad der Behinderung und eventuellen Merkzeichen ab.
Während der Wiedereingliederungsphase bist du krankgeschrieben. Aus diesem Grund übernimmt im besten Fall deine Krankenkasse, Renten- oder Unfallversicherung dein Einkommen, bis du genesen bist. Jedoch hast du darauf nur einen Anspruch, wenn du auch etwas eingezahlt hast. Es gibt Wege und Möglichkeiten, die dir den Weg zurück in den Alltag erleichtern. Das Hamburger Modell hilft dir dabei, nach einer Krebserkrankung Stück für Stück zurück in deinen Berufsalltag zu finden. Um das machen zu können, musst du erstmal deine Belastbarkeit von einem Arzt oder einer Ärztin überprüfen lassen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit deinem:er Arbeitgeber:in.
Die Deutsche Krebshilfe bietet Krebspatient:innen, die durch ihre Erkrankung in finanzielle Not geraten sind, finanzielle Unterstützung an.


Regelmäßige Vorsorge hilft, Brustkrebs früh zu erkennen. Dazu gehören das monatliche Selbstabtasten und die ärztliche Untersuchung – je nach Alter von der Krankenkasse übernommen. Früherkennung verbessert die Heilungschancen deutlich.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Erinnerung zur Brustkrebsvorsorge«.
Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind nicht bekannt. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko erhöhen – manche unveränderbar wie Alter oder Gene, andere beeinflussbar wie Ernährung, Bewegung oder Alkohol. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Brustkrebs entsteht.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Mögliche Ursachen für Brustkrebs«.
Brustkrebs kann sehr unterschiedlich verlaufen und deshalb gibt es nicht die eine Behandlung. Je nach Art und Stadium der Erkrankung werden verschiedene Therapien eingesetzt, um die Heilungschancen bestmöglich zu verbessern.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Therapieformen bei Brustkrebs«.
Eine ausgewogene Ernährung kann während und nach einer Brustkrebserkrankung viel bewirken. Sie unterstützt den Körper bei der Therapie, stärkt das Immunsystem und hilft, Nebenwirkungen zu lindern.
💡 Tipp: Du möchtest mehr zu dem Thema erfahren? Dann melde dich jetzt zu unserem kostenlosen Online-Event »Ernährung bei Brustkrebs« am 10. Dezember an.

In der Zwischenzeit kannst du ein Gedankenspiel ausprobieren: Das »Was wäre, wenn …?«-Spiel. Stelle dir einmal vor, du wärst Super(wo)man oder Superman und nichts steht dir im Wege? Worauf hättest du dann Lust? Was würdest du machen oder unternehmen wollen? Fahrrad fahren, Trampolin springen oder Tischtennis spielen?
Wenn du magst, schreibe dir all die Dinge auf, die dir jetzt in den Sinn kommen. Erstelle dir deine persönliche To-do-Liste oder ein Vision-Board für die Zeit, in der es dir wieder besser geht, du wieder etwas zu Kräften kommst oder dich mental bereit fühlst. Nimm dir ein Blatt Papier, bunte Stifte, vielleicht hast du auch Sticker, Magazin schnipsel oder Washi-Tape zur Hand und kannst deine Liste oder Bild verzieren und verschönern. Eine stinknormale Aufzählung auf deinem Smartphone tut es auch, solange es für dich ein motivierendes Zukunftsbild ausdrückt. Die Liste soll die Zeit überbrücken und Hoffnung schenken, bis du wieder die Kraft findest neue oder auch alte Beschäftigungen anzugehen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, hab Spaß damit und genieße die Vorfreude.

Gemeinschaft: Du wünschst dir Austausch mit Gleichgesinnten? Social Media ist ein Ort, wo jede:r sein:e Gruppe findet. Lieber in Person treffen? Dann schau, ob es in deiner Stadt vielleicht eine Selbsthilfegruppe gibt, die sich regelmäßig trifft. Die Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat hierfür regionale TREFFPUNKTE ins Leben gerufen.
Psychoonkologie: Es kann guttun, über Dinge zu sprechen, die einen belasten. Du hast immer Anspruch auf einen Psychotherapieplatz und kannst dir bei deinem:r Ärzt:in deines Vertrauens auch einen Dringlichkeitscode geben lassen, um zeitnah einen Termin zu bekommen. Achte hier darauf, dass du dich bei deinem:r Therapeuten:in gut aufgehoben und sicher fühlst.
Sozialdienst: Neben all den medizinischen Fragen kommen auch viele Unsicherheiten in Bezug auf deine Arbeit, Finanzen und dein Leben mit und nach der Krebsbehandlung auf. Als erste Anlaufstelle für all deine sozialrechtlichen Fragen ist der Sozialdienst im Krankenhaus. Sie helfen dir, deine rechtlichen Fragen zu klären, klären auf, was dir zusteht und stellen Antragsbögen für dich bereit (Reha, Pflegegrad, Krankentransport, Krankengeld, Schwerbehindertenausweis).
Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft veröffentlichen im Rahmen der ›Blauen Ratgeber‹ einen ›Wegweiser zu Sozialleistungen‹, der regelmäßig aktualisiert wird. Er kann unter krebshilfe.de heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden. Hier kannst du auch einen einmaligen Zuschuss beim Härtefond stellen, falls dich deine Krebserkrankung in finanzielle Nöte bringt.
Die unabhängige Patientenberatung ist in ihren regionalen Beratungsstellen und mit ihrem kostenfreien Beratungstelefon Ansprechpartner bei sozialrechtlichen, gesundheitlichen, medizinischen oder psychosozialen Fragen.
📞 0800 0 11 77 22
🌏 unabhaengige-patientenberatung.de
Angebote der Krankenkassen: Yoga, Entspannung und vieles mehr. Schaue noch heute bei deiner Krankenkasse vorbei oder rufe im Service an und frage nach, was dir alles (oft kostenlos oder kostengünstig) angeboten wird.

Je nachdem, wie stark dein Durchfall und Wasserverlust ist, solltest du viel trinken und genügend Elektrolyte aufnehmen. Es gibt zum Elektrolytausgleich zum Beispiel Elotrans, Oralpädon oder du machst dir eine WHO-Lösung selbst:
Mische 1 Liter Mineralwasser, 4 Teelöffel Traubenzucker, ¾ Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Backpulver und 1 Tasse Orangensaft. Eine optimale Trinkmenge sind 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht in 24 Stunden.
Cola ist kein geeignetes Getränk bei Durchfall, da der hohe Zuckergehalt Wasser im Darm bindet und so deinen Durchfall noch verstärkt.

Dazu gehören beispielsweise gemahlene Flohsamenschalen oder Pektine. Die Flohsamen kannst du in ein großes Glas Wasser einrühren und trinken. Beginne mit einer kleinen Menge von ½ bis 1 Teelöffel und steigere deine Dosis langsam. Pektine kommen auch im Apfel vor. Reibe einen Apfel mit Schale fein, lasse ihn solange stehen bis er braun wird und iss ihn anschließend. Durch die Bräunung entfaltet das Pektin seine volle eindickende Wirkung. Du kannst Apfelpektin auch als Pulver in der Apotheke kaufen.
Kartoffeln, Kartoffelpüree, geschälter Reis, Reisschleim, Nudeln, Haferflocken, Haferschleim, Grieß, Weißbrot und Zwieback tun deinem Darm gut, indem sie stopfend wirken.
Zu fettreiche und stark gewürzte Speisen wirken darmreizend. Frittiertes und paniertes wie Schnitzel, Pommes Frites, Mayonnaise, fettreiches Gebäck, Fertiggerichte, Curry und Chili sind daher eher ungeeignet.


Dein Körper sendet dir Signale – ob Hunger, Durst oder Unverträglichkeiten. Achte darauf, was dein Körper dir mitteilen möchte und nimm dir die Zeit, die Signale zu verstehen. Gerade in der Hektik des Alltags werden die eigenen Bedürfnisse oft nicht mehr richtig wahrgenommen.
Ob du Energie tanken, dein Immunsystem stärken, Abnehmen oder Symptome lindern möchtest – mach kleine Schritte in deiner Geschwindigkeit. Dein Ernährungsziel sollte kein Sprint sein, sondern eine langsame und nachhaltige Änderung deiner Gewohnheit. So führen deine neuen Strategien auch zum langfristigen Erfolg.
Gesund zu essen bedeutet nicht Verzicht, sondern Genuss. Finde Lebensmittel, die dir schmecken und deiner Gesundheit guttun. Schon mal gerösteten Blumenkohl aus dem Ofen mit Tahin-Dressing gegessen? Oder eine Brokkoli-Tofu Bowl? Probiere Neues aus und lass dich überraschen, wie lecker gesunde Mahlzeiten schmecken.

Ob eine professionelle Ernährungsberatung, Rezepte oder Inspiration – du musst das Rad nicht neu erfinden. Hol dir Unterstützung, wenn du das Gefühl hast, nicht weiter mit deinen Zielen zu kommen.
Dein Leben ändert sich und damit auch deine Bedürfnisse. Was heute für dich gut funktioniert, kann morgen anders sein und das ist okay. Z.B. hast du einen neuen Job und kochen fällt dir aus Zeitgründen schwer? Dann ist Meal-Prep für dich eine gute Option. Passe deine Strategien an, so klappt es auch damit, deine Gesundheit weiterhin zu unterstützen.
Am Tag der gesunden Ernährung erinnern wir daran, wie wichtig es ist, achtsam mit sich selbst zu sein und die Ernährung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Es gibt keine »Krebsdiät«, die die Krankheit heilen kann. Was zählt, ist eine Ernährung, die dich mit Energie und Eiweiß stärkt, Beschwerden lindert und zu dir passt. Du darfst essen, was dir guttut – und das kann an manchen Tagen ein Smoothie sein, an anderen auch mal ein Stück Kuchen.
Gerade während einer Therapie kann sich der Appetit, der Geschmack und oft auch die Verträglichkeit von Lebensmitteln verändern. Dann ist Flexibilität wichtiger als Perfektion. Wenn du dich darauf konzentrierst, regelmäßig etwas zu essen und genug zu trinken, machst du schon sehr viel richtig.


Bist du oder ein geliebter Mensch an Krebs erkrankt, werden wir mit einer der größten Ängste konfrontiert, die es gibt – unserer Vergänglichkeit. Wie mit vielen Dingen, die uns Angst machen, versuchen wir nicht allzu oft oder gar nicht darüber nachzudenken. Wer denkt schon gerne über den Tod nach? Doch eine Erkrankung rückt viele wichtige Fragen in den Vordergrund:
Mut bedeutet, sich seinen Ängsten zu stellen. Mutig ist es, sich mit diesen wichtigen Fragen auseinandersetzen – ob mit oder ohne Krankheit. Dabei muss Mut nicht immer eine große Geste beinhalten. Auch kleine Handlungen können mutig sein: um Hilfe bitten, »Nein« sagen oder einen kleinen Baby-Schritt aus der Komfortzone wagen. 💪🏋️


Durch die Therapie, Medikamente, Veränderungen im Hormonhaushalt kann der gesunde Schlaf gestört werden. Nicht einschlafen können, Durchschlafprobleme oder zu früh wach? Von Schlaflosigkeit (Insomnie) spricht man, wenn diese Störungen dreimal pro Woche über einen Zeitraum von einem Monat auftreten.
Viele berichten nach der Therapie von Konzentrationsproblemen, Orientierungsschwierigkeiten, Wortfindungsstörungen, plötzlicher Vergesslichkeit, mentale Erschöpfung oder dem Gefühl, keinen klaren Gedanken fassen zu können. Dies nennt man auch »Brain Fog« (Nebel im Kopf).
Wenn du nach geistiger oder körperlicher Anstrengung eine extreme Müdigkeit und/oder Erschöpfung verspürst und diese nach einer angemessenen Ruhephase nicht verschwindet, kann das ein Anzeichen für ein Fatigue-Syndrom sein. Diese können auch Jahre nach der Therapie anhalten und chronisch werden.
Die Krebsdiagnose und Therapie verlangen nicht nur körperlich viel ab, auch mental musst du ziemlich viel durchmachen. Daher können Ängste, Sorgen und andere psychische Zustände verstärkt werden.
Grundsätzlich kann zwischen akuten und chronischen Schmerzen unterschieden werden. Bei akuten Schmerzen solltest du dir zunächst klarmachen, was die Ursache hierfür darstellt. Im nächsten Schritt gilt es dann, aktiv dagegenzuwirken. Wenn es sich um chronische Schmerzen handelt, ist es besonders wichtig, einen guten Umgang damit zu erlernen und Wege zu finden, trotz des Schmerzes entspannen zu können.
Vielleicht bist du nach deiner Therapie kurz-, mittel- oder langfristig auf Hilfsmittel (Medizinprodukte) angewiesen wie etwa Implantate, Prothesen, Stoma oder Medikamente. Das kann zunächst sehr befremdlich sein.
Vor allem Krebspatienten sollten während der Therapie, aber auch in der Nachsorge, regelmäßig ihren Mundraum ärztlich kontrollieren lassen. Aber auch andere Schleimhäute, etwa im Magen, Darm und in Sexualorganen, können durch die Chemotherapie, Medikamente und Bestrahlungen angegriffen werden.
Chemotherapie, antihormonelle Medikamente nach der Therapie und Eingriffe wie zum Beispiel die Entfernung der Eierstöcke nehmen großen Einfluss auf deinen Hormonhaushalt. Dies kann vielfältige Nebenwirkungen hervorrufen, die vergleichbar mit den Wechseljahren sind. Auch die Libido kann darunter leiden.

Wird der Tumor früh genug erkannt, sind die Heilungschancen mit 96 % sehr gut. Für diese Früherkennung ist eine monatliche Selbstkontrolle besonders wichtig, da eine Krebsvorsorge beim Urologen normalerweise erst ab dem 45. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen werden.🔍
🍆 Symptome wie eine tastbare, schmerzlose Verhärtung, Knoten oder Unebenheiten im Hoden, Veränderung der Größe oder Form des Hodens, eine Schwellung und Schmerzen im Hodenbereich oder ein Schweregefühl und Ziehen im Hoden oder in der Leiste, aber auch Rückenschmerzen können Hinweise auf ein Hodenkarzinom hinweisen.
Bei der Diagnose Hodenkrebs wird in den meisten Fällen der betroffene Hoden operativ entfernt. Teilweise müssen noch weitere Therapiemaßnahmen ergriffen werden, wie zum Beispiel eine Chemo- oder Strahlentherapie. Bei über 90 % der Betroffenen tritt der Krebs nur an einem Hoden auf. Der gesunde Hoden reicht aber meist für die Testosteron- und Spermienproduktion aus. 🚼 Hodenkrebs ist nicht immer voraussehbar, aber bestimmte Alarmsignale solltest du unbedingt beachten.

Doch was, wenn man auf einmal gar nichts mehr fühlt? Gefühllosigkeit ist keinesfalls ein Zeichen von Gleichgültigkeit. Viel mehr ist diese neue Situation so überwältigend, dass wir erstmal lernen müssen, damit umzugehen. Zudem kann Gefühllosigkeit auch ein Schutzmechanismus deines Körpers sein, um emotionale Überforderung abzuwehren.
Der Umgang mit Gefühlen ist sehr individuell. Solltest du also manchmal im Rahmen deiner Therapie oder bei der Begleitung eines geliebten, erkrankten Menschen nichts zu fühlen scheinen, ist das völlig normal. Gib dir die Zeit, die Situation zu verarbeiten. Tausche dich mit anderen Menschen dazu aus. Und wenn du bei Freunden und Familie dasselbe wahrnimmst, hab Verständnis dafür, anstatt sie zu verurteilen.
Einzige Ausnahme: Wenn das Gefühl mehrere Wochen andauert, könnte es ein Anzeichen für Depression sein. Bitte suche dir in dem Fall professionelle Hilfe und gehe auf deinen Arzt oder Therapeuten zu.

Das ist gar nicht so einfach, wie man vielleicht denkt! Denn, wenn die Haare wieder wachsen, denken Angehörige und Freunde direkt, dass alles wieder gut ist. Falsch gedacht!
Um Verständnis in dein Umfeld zu bringen, bedarf es Geduld und Zeit. Du kannst nicht erwarten, dass deine Freunde und deine Familie sofort verstehen, wie du dich als Betroffene:r fühlst.
Dabei ist es wichtig, mit deinen Lieben offen über deine Gedanken und Gefühle sprechen zu können. Ihr könnt euch gemeinsam in die Patientenakte einlesen, Infomaterialien wie die blauen Ratgeber lesen, die man meistens im Krankenhaus dazubekommt und euch generell mit den Nebenwirkungen und dem Leben nach Krebs auseinandersetzen.
Deine Lieben können keine Gedanken lesen, was die Kommunikation miteinander umso wichtiger macht. Auch wenn es dir vielleicht schwerfällt, versuche offen über deine Bedürfnisse zu sprechen. Zwingen kann man niemanden, doch wenn du nicht kommuniziert, kannst du auch keine Veränderung und kein Verständnis von deinem Umfeld erwarten. ☝️
Unsere sechs Tipps, für mehr Verständnis:

Dabei wird dem Opfer die Wahrnehmungsfähigkeit abgesprochen, bis dieses an seiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln beginnt. Unter ›Medical Gaslighting‹ versteht man also den Eindruck von Patient:innen, dass Arzt:innen ihre Symptome nicht für voll nehmen oder sie als psychosomatisch abstempeln. So verlieren im Laufe der Zeit viele Patient:innen den Glauben in ihre Wahrnehmung. Grundvoraussetzung für dieses Absprechen der Wahrnehmungsfähigkeit ist ein Vertrauensverhältnis so wie es zwischen Patient:innen und Ärzt:innen der Fall ist.

Meine Brustkrebserkrankung 2021 hat dazugeführt, dass ich damals eine Chemotherapie mit den Wirkstoffen Epirubicin und Taxol durchlaufen musste. Gerade am Anfang ging es mir in den ersten Tagen mit Epirubicin sehr schlecht, jedoch verbesserte sich mein Zustand die Woche darauf immer wieder, bevor es dann zum nächsten Zyklus überging. Zur Mitte der Therapie mit Taxol ging es mir jedoch wehement schlechter, und nicht besser wie bei einigen anderen Mitbetroffenen, die ich kennengelernt habe. Mein Zustand hat sich immer mehr verschlechtert, sodass ich kaum noch Treppen gehen konnte. Zudem hatte ich furchtbare Angst, dass sich dieser Zustand nicht mehr verbessert und große Sorgen, wie ich jemals wieder arbeiten sollte. Meine Ärzt:innen haben mich nicht ernst genommen und meinen immer schlechteren Zustand mit meiner schlanken Körperstatur verargumentiert, denn ich hatte während der Krebserkrankung stark abgenommen. Mir wurde geraten meine Blutwerte zu überprüfen. Hierbei kam heraus, dass ich unter einem Vitaminmangel D litt und dass dieser Mangel laut den Ärzt:innen auch meine Erschöpfung erklären würde. Ich müsse jetzt nur noch den Vitamin-D Mangel aufbauen und dann würde alles seiner Wege gehen, hieß es. Meine Verzweiflung war sehr groß, sodass ich selbst auf die Suche gegangen bin, um die Ursache und den Grund meines schlechten Zustands herauszufinden. Nach einer Weile bin ich durch das Googlen auf die Krankheit Polyneuropathie gestoßen. Diese ist als eine typische Folge der Chemotherapie bekannt, weshalb ich meinen behandelnden Arzt damit konfrontiert habe. Dieser Arzt hat mir dann auch schnell bestätigt, dass das Taxol leider tatsächlich meine Nerven angegriffen hat. Ich war maßlos enttäuscht von dem Gespräch, denn der Arzt hat sich für seine Fehldiagnose nicht mal entschuldigt. Ich habe dann anschließend noch zwei weitere Ärzte aufgesucht, bis ich endlich den richtigen Arzt für mich gefunden hatte, der mich medikamentös gut eingestellt hat. Ich möchte hiermit auf dieses Problem aufmerksam machen, denn so etwas passiert häufiger als man denkt: Also lasst euch nicht abwimmeln, wenn es euch nicht gut geht und bleibt beharrlich. Denn ihr kennt euren Körper am besten, und das solltet ihr niemals anzweifeln.

Krebsberatungsstellen sind spezialisierte Einrichtungen, die Betroffene und deren Angehörige in allen Phasen der Krebserkrankung unterstützen. Die Mitarbeiter:innen in den Beratungsstellen haben meist unterschiedliche Hintergründe und können dadurch zu unterschiedlichen Themen beraten. So setzt sich das Team beispielsweise aus Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen zusammen und bietet Folgendes an:
In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Krebsberatungsstellen, die bundesweit verteilt sind. Diese Stellen werden von verschiedenen Organisationen und Einrichtungen betrieben, darunter Krankenhäuser, soziale Träger und gemeinnützige Organisationen. Bestenfalls kann dein:e Ärzt:in dir eine Einrichtung in deiner Nähe empfehlen. Oder schaue gerne einmal auf der Seite des Krebsinformationsdienstes vorbei: Dort gibt es eine Übersicht mit allen Beratungsstellen. Viele Krebsberatungsstellen haben aber auch eine eigene Website mit Informationen zu den entsprechenden Angeboten und Kontaktdaten der Einrichtung. Mit einer kurzen Internetrecherche findest du also bestimmt auch ein passendes Angebot in deiner Nähe.
Der Kontakt zu einer Krebsberatungsstelle ist oft recht leicht. Als niedrigschwellige Anlaufstelle kannst du dich einfach persönlich, online oder telefonisch bei der entsprechenden Einrichtung melden und bekommst normalerweise kurzfristig innerhalb von ein bis zwei Wochen einen Termin – kostenlos und unbürokratisch.
Schau doch gerne auch einmal auf unserer Seite zu weiteren Hilfsangeboten vorbei, vielleicht findest du dabei schon eine Einrichtung in deiner Nähe!

💡Wusstet ihr, dass der Mensch das einzige Säugetier ist, bei dem die Brust unabhängig vom Stillen immer hervorsteht und zu sehen ist? Man weiß noch nicht genau, wieso das so ist, aber man könnte sagen, dass das schon ein besonderer Aspekt der weiblichen Brust ist!
🍼 Brüste dienen als Nahrungsquelle für Babys, sind aber für viele auch eine erogene Zone. Zusätzlich scheint sie auch ein besonderes Schönheitsmerkmal zu sein. Zumindest wird die am meisten praktizierte Schönheits-Operationen weltweit an der weiblichen Brust durchgeführt (Brustvergrößerung).
⚠️ Leider ist die weibliche Brust auch mit am häufigsten von Krebs betroffen, denn jede achte weibliche Person erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.

Die Eierstöcke stellen die weiblichen Geschlechtshormone her (Östrogen und Gestagen) und produzieren befruchtungsfähige Eizellen. Wie auch bei anderen Krebsarten entsteht Eierstockkrebs durch Veränderungen in den Genen. Normale Zellen wandeln sich in Krebszellen um, welche unkontrolliert und schnell wachsen können.
Circa 1000 von 7000 Erkrankungen haben familiären Ursprung und sind somit auf Veränderungen in den Erbfaktoren zurückzuführen.
Das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, erhöht sich, wenn man über 50 ist, kinderlos geblieben ist, man bereits einen Brust-, Gebärmutterschleimhaut- oder Darmkrebs hatte oder man nahe Verwandte hat, die an Eierstockkrebs erkrankten. All das sind jedoch nur Risikofaktoren und bedeuten nicht zwingend, dass man an dieser Krebsart erkranken wird!
Zwei Faktoren senken das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken: die Einnahme der Antibabypille sowie eine Schwangerschaft im jungen Alter.
sind unerklärliche Verdauungsbeschwerden, häufigeres Wasserlassen, vaginale Blutungen außerhalb der Periode beziehungsweise nach den Wechseljahren und unerklärliche Gewichtsabnahme. Diese Beschwerden können Indizien für die Krankheit sein, lassen aber nicht zweifelsfrei darauf schließen. So können auch gutartige Veränderungen ähnliche Symptome auslösen.

Wer mit einer Krebserkrankung konfrontiert wird oder sich Sorgen um Angehörige macht, kennt das: Die Fragen nehmen kein Ende und Online-Recherchen führen schnell in einen Strudel aus widersprüchlichen Informationen und Unsicherheiten. Genau hier hilft das telefonische Angebot und der E-Mail-Service des Krebsinformationsdienstes – kompetent, einfühlsam und individuell auf deine Situation abgestimmt.
Unter der Telefonnummer 0800 – 420 30 40 oder per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de erreichst du kostenlos Ärzt:innen, die dir zuhören und weiterhelfen.
Besonders praktisch: Du kannst online sogar einen Rückruf-Service vereinbaren.
Dir werden die unterschiedlichsten Fragen zu verschiedenen Therapieoptionen, Nebenwirkungen, medizinischen Begriffen oder dem Wechsel von Medikamenten beantwortet. Du kannst aber auch zu sozialrechtlichen Themen, zur Ernährung oder rund um die Krebsprävention Fragen stellen.
Damit du es dir besser vorstellen kannst, haben wir ein paar Beispiel-Fragen für dich gesammelt:
Und falls einmal keine Antwort sofort parat ist: Das Team recherchiert gezielt für dich. Es bleibt keine Frage unbeantwortet.
Hinter der Hotline und den E-Mail-Antworten stehen 31 Ärztin:innen mit viel Erfahrung und Herz – Menschen, die dir auf Augenhöhe begegnen. Sie kennen die Sorgen aus unzähligen Gesprächen und bringen neben Wissen auch echtes Mitgefühl mit, was heißt: Du bist nicht allein mit deinen Fragen oder Unsicherheiten. 🤗

Wir von Pathly finden: Dieser tolle Service verdient maximale Aufmerksamkeit und kann dir helfen, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. 💜

Wir geben euch 5 Tipps, wie ihr einen langen Krankenhausaufenthalt überleben könnt.

Was kann man tun, um diesen »Kuss des Grauens« für ein paar Momente zu entfliegen? Hier ein paar Impulse, um sich abzulenken, Fokus auf positive Dinge zu lenken oder einfach nur bei sich zu sein:
👪 Freunde und Familie treffen (geht auch online!) und zusammen spielen oder ein Film schauen
🛠️ Ein DIY-Bastelprojekt starten
📚🍿 Tauche in eine andere Welt – lese ein Buch oder mach es dir mit einem Film gemütlich
🎨 Male ein Bild
🛁 Wellness für zu Hause mit einem warmen Fußbad
🍪 Backe deine Lieblingskekse
🌳 Entdecke deine Heimat neu – gehe spazieren und erkunde neue Orte
✍️ Schreibe oldschool Weihnachtspost
♻️ Miste mal so richtig aus – Tschüss Altlasten aus dem Kleiderschrank & Co.
✂️ Plane deine Zukunft und gestalte dein Vision-Board
🖼️ Schwelge in Erinnerung – durchforste staubige Fotoalben, höre alte CDs, lass schöne Erinnerungen Revue passieren
Denke immer daran – Weihnachten ist Zeit der Besinnung, Einkehr und Ruhe. Setze, wenn nötig, Grenzen und schaue, dass es DIR gut geht. Kommuniziere offen, was du brauchst und möchtest.


Üblicherweise geht deine Behandlung nahtlos in die onkologische Nachsorge über. Sprich – du erhältst fortlaufend medizinische und psychosoziale Unterstützung. In der Regel übernimmt dein:e behandelnde:r Onkolog:in die Nachsorge, aber auch das kann individuell variieren. Wie deine Akuttherapie ist auch deine Nachsorge individuell an deine Krebsart und die damit einhergehenden Risiken, Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen angepasst. Die Faustregel für die Dauer liegt bei etwa fünf Jahren – je nach Krebsart mal mehr, mal weniger. Erkundige dich bei deinen behandelnden Ärzt:innen nach deinen Abständen zwischen den Kontrollterminen – meist sind diese am Anfang enger getaktet, bevor die Abstände größer werden.
Ziele der Nachsorge sind die Erkennung von möglichen Rezidiven, Metastasen, einer Zweiterkrankung und auch die Behandlung von Nebenwirkungen der Medikamente sowie Vermeidung von eventuellen Langzeit- und Spätfolgen. Bei ausführlichen Gesprächen wird geschaut, ob deine Bedürfnisse für den Alltag gedeckt sind oder inwiefern du weitere Unterstützung brauchst. Pauschal ist es schwierig zu sagen, wie deine Nachsorgetermine ablaufen werden. Neben den Gesprächen ist eine gründliche körperliche Untersuchung üblich. Gibt es Anlass, können weitere Untersuchungen wie zum Beispiel die Erstellung eines Blutbildes sein, aber auch zusätzliche nicht- oder minimal-invasive bildgebende oder endoskopische Verfahren (wie Ultraschall, Röntgen oder eine Magenspiegelung) angeordnet werden.
❗️Wenn du zwischen den Nachsorgeterminen nicht vorhergesehene Beschwerden hast, suche deine Ärztin oder deinen Arzt bitte sofort auf.
1. Gesundheits-Tagebuch führen. Halte fest, wie es dir über die Zeit geht, ob und welche Symptome auftreten und notiere dir Fragen, die du dann beim Termin stellen kannst.
2. Alles an einem Ort. Von der Deutschen Krebshilfe gibt es ein Nachsorge-Heft (ja, die bekannten blauen!), wo du alles rund um deine Akut- sowie Nachsorgeuntersuchungen schriftlich festhalten kannst.
🔗 Hier kannst du dir das Nachsorge-Heft kostenlos downloaden: Deutsche Krebshilfe