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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
Krebsart
Therapieform
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Eine verwirrte junge Frau hält eine Hand schützend vor ihre Brust.
Info
Gefühle & Achtsamkeit
Brustkrebs
»Die Augen der Ärzt:innen werden jedes Mal größer und größer, je länger die Liste der von Krebs betroffenen Familienmitglieder wird. Ein Blick auf unseren Stammbaum zeigt das zerstörerische Ausmaß des BRCA-Gens – aber auch die Resilienz und Stärke meiner Familie. Beides führte letztlich dazu, dass ich mich in diesem Jahr für eine prophylaktische beidseitige Mastektomie mit Rekonstruktion entschieden habe.«

»Aber fangen wir von vorne an: Ich war 27, als ich erfuhr, dass ich das Brustkrebs-Gen BRCA1 habe. Seitdem lastete die Frage auf meinen Schultern, was ich mit diesem Wissen machen würde. Plötzlich schien lediglich Vorsorge nicht mehr zu reichen, man müsse mehr machen, radikaler vorgehen. »Sie wollen doch nicht krank werden«, hieß es jedes Mal. Natürlich nicht. Dennoch wehrte ich mich jahrelang gegen einen Eingriff. Nicht, weil ich die medizinische Notwendigkeit darin nicht sah, sondern weil die Entscheidung einfach derart gewaltig war.

Der Gedanke, in meinen doch noch gesunden Körper zu schneiden, war mir unvorstellbar. Dazu kam noch, dass ich vorher noch nie operiert wurde, überhaupt noch nie im Krankenhaus war. Vielleicht bin ich die Ausnahme, vielleicht geht der Kelch an mir vorüber? Schließlich liegt die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, bei Gen-Träger:innen bei etwa 85 Prozent. Vielleicht gehörte ich ja zu den 15 Prozent?!

Als nun aber auch die letzte Person in meiner unmittelbaren Familie eine Krebsdiagnose erhielt, war meine Entscheidung von einem Moment auf den nächsten gefallen. Ich scherze gerne, dass ich das Bingo nicht vollmachen wollte, aber tatsächlich wurde das Gefühl, als Nächstes ins Fadenkreuz zu geraten, unerträglich.

Im Juli dieses Jahres ließ ich mir daher die Brüste entfernen. Aufgrund der Größe meiner Oberweite wurde mir von mehreren Ärzt:innen zur Rekonstruktion mit Implantaten geraten. Ich selbst war mit dem Wunsch, Eigengewebe zu benutzen, ins Gespräch gegangen, da mir beim Gedanken an Fremdkörpern im eigenen Körper unwohl war; nun hieß es also erneut umdenken, umentscheiden, um-fühlen. Ich entschied mich schlussendlich für eine OP, deren Methode das Brustgewebe nicht 1:1 durch Implantate ersetzt, sondern die Brüste etwas verkleinert, heißt strafft. Aufgrund der Schwere der Implantate bin ich jeden Tag aufs Neue froh über diese Entscheidung. Sie bedeutete aber auch auffälligere Narben, womit ich jedoch überraschend gut klarkomme. Ich selbst verbinde meine Sexualität und mein Gefühl von Weiblichkeit (im Wesentlichen) nicht mit meinen Brüsten, was es mir einfacher macht, das Gefühl in ihnen teilweise verloren zu haben.

Es überraschte mich selbst am meisten, wie schnell ich nach der OP wieder auf den Beinen und wie wenig meine Beweglichkeit eingeschränkt war. Auch dies bestätigte mir, dass es die richtige Entscheidung gewesen war, diesen Schritt mit 34 und ohne Vorerkrankung zu wagen. Ein, zwei Jahrzehnte später und/oder nach einer Erkrankung hätte der Heilungsprozess ganz anders aussehen können.

Doch auch für mich lief es nicht problemlos. Aufgrund von Wundheilungsstörungen musste ich drei Wochen später erneut operiert werden – eine erneute Hürde, die mich mental um ein Vielfaches mehr mitnahm als die erste OP, nahm sie mir doch mein Urvertrauen, dass schon alles gut werden würde. Zum Glück hat sich sowohl meine körperliche als auch mentale Gesundheit seitdem verbessert.

Drei Monate später gibt es Tage, wo ich streckenweise vergesse, dass ich überhaupt eine OP hatte, so natürlich ist mein Körpergefühl inzwischen. Dann gibt es wieder Tage, wo die Narben ziepen, die Implantate drücken, die Brüste einfach nicht »meine« sind.

Und doch bin ich auch für diese Tage dankbar, denn auch wenn mein Risiko nach diesem radikalen Eingriff nicht bei 0 Prozent liegt, sitzt mir doch nicht mehr das Gefühl im Nacken, eine tickende Zeitbombe zu sein. Ich fühle mich frei.«

Erfahrungsbericht: Prophylaktische Brustabnahme
Eine Frau hält zwei Teller in die Luft.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Warum ist Eiweiß jetzt für dich so wichtig? Wenn du an Krebs erkrankt bist, braucht dein Körper deutlich mehr Eiweiß als sonst. Dein Bedarf steigt von 0,8 g pro kg Körpergewicht auf mindestens 1,2-1,5 g an. Hast du stark erhöhte Entzündungswerte, kann dein Bedarf sogar auf bis zu 2 g ansteigen.

🔍 Was ist der Grund für deinen erhöhten Eiweißbedarf?

Ursächlich ist eine Veränderung von auf- und abbauenden Prozessen im Körper. Dein Eiweißumsatz und -abbau ist erhöht, was zu einem gesteigerten Abbau von Muskeleiweiß ­– also Muskelmasse – führt.

⏱️ Was sind die Folgen, wenn du zu wenig Eiweiß isst?

Weniger Muskeln = weniger Lebensqualität

Du verlierst deine wertvolle Muskelmasse. Du hast weniger Kraft, bist schwächer und kannst alltägliche Aufgaben schwerer bewältigen. Außerdem ist eine geringere Muskelmasse mit einer ungünstigen Prognose assoziiert.

Aber auch deine Wundheilung nach einer OP kann verzögert und dein Immunsystem durch zu wenig Eiweiß geschwächt sein.

🍳 Was kannst du tun?

Achte darauf, in jede Mahlzeit und Zwischenmahlzeit eine Eiweißquelle einzubauen. Wechsel dabei zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen ab:

Tierische Eiweißquellen:

🍗 Fleisch und Wurst
🐟 Fisch
🧈 Milch und Milchprodukte
🥚 Eier

Pflanzliche Eiweißquellen:

🫘 Hülsenfrüchte
🫛 Soja
🥜 Nüsse und Samen
🌾 Vollkorngetreide und -produkte

🥘 Hier steckt Eiweiß drin

Mit diesen Lebensmittelmengen nimmst du jeweils etwa 10 g Eiweiß zu dir:

🥣 90 g Quark
🥚 1 großes Ei
🥪 2–3 Scheiben magere Wurst (50 g)
🧀 2–3 Scheiben Käse (50 g)
🍣 Halber Handteller Fleisch oder Fisch
🥟 Handteller Tofu
🫘 100–150 g Hülsenfrüchte gekocht
🥛 ¼ Liter Milchprodukt (Milch, Buttermilch, Kefir, Joghurt)
🍝 Teller Nudeln gekocht

🥤 Fällt es dir schwer, deinen Eiweißbedarf mit Lebensmitteln zu decken?

Dann sind Eiweißpulver und -shakes oder auch Trinknahrung (Astronautenkost) eine Möglichkeit für dich, dich trotzdem gut mit Eiweiß zu versorgen.

Stärke deinen Körper mit der nötigen Eiweiß-Power
Eine Person sitzt auf Büchern und hat einen Laptop auf dem Schoß.
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Hallo, ich bin Katharina, 24 Jahre alt und bekam im März 2022 die Diagnose Lymphdrüsenkrebs. Dies hat einiges in meinem Leben verändert, und ein großer Aspekt dabei war natürlich auch das Studium. Ich möchte heute meinen persönlichen Umgang mit diesem Thema teilen, danach einige generelle Informationen loswerden und damit hoffentlich der ein oder anderen Person in einer ähnlichen Situation weiterhelfen.

Nachdem ich mich von der Krebsdiagnose einigermaßen erholt hatte und realisiert hatte, dass die nächsten Monate vor allem von Arzt- und Krankenhausbesuchen geprägt sein würden, kam zwangsläufig die nächste Frage: Was passiert jetzt mit dem Studium?

Ein Abbruch kam für mich nicht infrage, da ich kurz vor meinem ersten juristischen Staatsexamen stand. Dieses wollte ich ursprünglich im Oktober 2022 schreiben, doch von diesem Gedanken verabschiedete ich mich recht schnell – das war einfach nicht mehr realistisch. Ich beschloss daraufhin, mein Studium offiziell einfach weiter laufen zu lassen und inoffiziell zu pausieren. Ich hatte während meiner Akuttherapie keinen Kopf für juristische Probleme und fokussierte mich lieber auf den Kampf gegen den Krebs, der mir ebenfalls einiges abverlangte. Inzwischen befinde ich mich in Remission, fahre demnächst zur Reha und werde im April 2023 voraussichtlich wieder ins Studium und in die intensive Examensvorbereitung einsteigen.

Ob man das Studium vorübergehend pausiert – so wie ich es getan habe – oder nebenbei weiterstudiert, ist natürlich jeder Person selbst überlassen und hängt von weiteren Faktoren ab: unter anderem dem Studienfach, der Intensität der Therapie, Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen und der mentalen Verfassung.

Prinzipiell kann das Weiterstudieren eine willkommene Ablenkung vom sonst eher eintönigen Krebsalltag sein. Auf der anderen Seite wissen alle Studierende, wie stressig vor allem die Klausuren- oder Hausarbeitsphase ist – und das schon ohne eine Krebserkrankung. Abgesehen davon muss mit vielen Fehlstunden gerechnet werden, da sich ein Therapieplan natürlich nicht nach dem persönlichen Kursplan richten wird. Auch mag es unverantwortlich sein, an Präsenzveranstaltungen teilzunehmen, wenn eine Immunsuppression vorliegt und belebte Orte wie eine Universität zum eigenen Schutz eher gemieden werden sollten.

In diesem Ausnahmezustand ist es deshalb vollkommen verständlich, dass die Nerven blank liegen und für das Studium gar keine Kapazität mehr bleibt. Mein Tipp ist daher, sich selbst den Druck zu nehmen und lieber ein paar Gänge herunterzuschalten. Man wird sowieso schon mit vielen Ängsten und Sorgen konfrontiert, sodass zusätzliche Probleme nun wirklich nicht auch noch hinzukommen müssen, wenn es dafür Lösungen gibt.

Genau für diese Umstände bieten Universitäten nämlich sogenannte ›Urlaubssemester‹ an, die allerdings selbstständig beantragt werden müssen. Konkret bedeutet das, dass diese Semester nicht als Fachsemester mitgezählt werden. Man bleibt also bei der jeweiligen Hochschule eingeschrieben, ohne Studien- oder Prüfungsleistungen zu erbringen. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass der Anspruch auf BAföG-Leistungen mitunter entfällt. Stattdessen kann allerdings Arbeitslosengeld II bei einem Studiumsausfall unter sechs Monaten oder Sozialhilfe bei einer längeren Pausierung beantragt werden.

Ausführliche Informationen hierzu können auf der Seite des Deutschen Studentenwerkes unter folgendem Link abgerufen werden: ›https://www.studentenwerke.de/de/content/finanzierungsmöglichkeiten-bei-krankheitsbedingter-studienunterbrechung‹.

Des Weiteren gilt zu berücksichtigen, dass bei Urlaubssemestern grundsätzlich kein Anspruch mehr auf Kindergeld besteht. Im Krankheitsfall besteht jedoch die Möglichkeit, einen Antrag auf weiteren Bezug von Kindergeld zu stellen.

Zusätzliche Informationen findet ihr übrigens auch auf der Webseite ›www.junge-erwachsene-mit-krebs.de‹, wo eine ganze Rubrik dem Thema Studium und Krebs gewidmet ist.

Solltet ihr weiterhin unsicher sein, wie ihr persönlich mit dem Thema umgehen sollt, kann auch das offene Gespräch mit Lehr- oder Universitätspersonal aufschlussreich sein. Ich hatte leider nicht das große Glück auf besonders viel Empathie zu stoßen, doch vielleicht ist es bei euch ja anders. Ein Versuch kann jedenfalls nicht schaden, und vielleicht findet ihr ja gemeinsam sogar eine gute Lösung!

Zu guter Letzt möchte ich noch Folgendes zu bedenken geben: Studiensemester und Klausuren können nachgeholt werden, die bewusste Auseinandersetzung mit der Erkrankung sowie genügend Ruhephasen und Erholung während der Akuttherapie jedoch nicht. Daher würde ich im Zweifelsfall Letzteres priorisieren.

Studium und Krebs – ein Erfahrungsbericht
Illustration eines Ports
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Ein Portkatheter, kurz Port, ist ein dauerhafter unter die Haut gepflanzter Venenzugang, der das Zuführen von Medikamenten erleichtern soll. Besonders bei Patienten, bei denen Venenzugänge wiederholt erforderlich sind, ist ein Port vorteilhaft, da andernfalls bei jeder Infusion erneut ein Venenkatheter gelegt werden muss. Es müsste also jedes Mal wieder eine neue Vene angestochen werden – autsch.

Was ist ein Port?

Ein Port ist ein Zugang, der vor der Therapie etwa unterhalb des Schlüsselbeines gesetzt wird in einer kleinen Operation. Er bringt den Vorteil, dass nicht immer eine Nadel in die Armvenen gelegt werden muss. Außerdem kann man darüber sehr gut Blut abnehmen und muss sich somit nicht immer am Arm picken lassen.

Sieht man einen Port von außen? Wie fühlt sich das an?

Und tut der Port immer weh? Wird er stören? Das ist sehr unterschiedlich, bei ausgesprochen schlanken Menschen ist der Port von außen sichtbar. Bei etwas kräftigeren Menschen ist er nicht so auffällig. Er liegt unter der Haut und wird mit einer Port-Nadel angestochen. Manchmal ist ein kleiner Hubbel unter der Haut zu sehen. Ansonsten kann man den Port von außen nicht erkennen.

Zu Beginn kann es etwas schmerzhaft sein, wofür der Schnitt der OP Narbe sorgt. Sofern keine Komplikationen entstehen, wird er dich nicht weiter stören.

Was muss ich beachten?

Ein Port wird in der Therapiezeit regelmäßig benutzt und angestochen. Wichtig ist, dass er immer gut durchspülbar ist und nicht verstopft.

Kann ich mit einem Port schwimmen gehen oder Sport machen?

Ja, wenn die OP Narbe verheilt ist.

Kann es zu Komplikationen mit einem Port kommen?

Ein Port kann sich entzünden, oder nicht mehr gut durchspülbar sein. In so einem Fall kann es sein, dass man ihn nochmal in einer Operation erneut setzten muss oder ihn erstmals ganz entnimmt. Meistens wird dann die andere Seite für einen neuen Portkatheter benutzt.

Wann trennt sich der Port von mir?

Nach einer Krebstherapie wird der Port meistens nicht sofort entfernt, jedoch ist das sehr individuell. Wenn nach den ersten Nachsorgeuntersuchungen alles gut ist, kann der Port meistens nach einem Jahr wieder heraus. Es jedoch auf deine Diagnose und dein Krankheitsbild an. Bei älteren Patient:innen bleibt der Port oft drinnen, damit ihnen eine weitere Operation erspart bleibt. Den Port muss man alle 3 Monate spülen lassen, oft kann man dies auch mit seiner Nachsorgeuntersuchung verbinden. Junge Erwachsene können den Port nach Abschluss der Therapie entfernen lassen. Nicht immer sofort danach, aber oft nach einigen Monaten.

Was passiert, wenn der Port wieder herausoperiert wurde?

Nach der Operation darf man ihn als Erinnerung an eine ganz besondere Zeit im Leben behalten. Der Port, sofern dieser für dich infrage kommt, was immer mit dem Arzt davor besprochen wird. Wird einige Zeit dein Begleiter im Leben werden. Ganz nahe begleitet er dich unter deiner Haut.

Der Port – ein neuer Begleiter auf Zeit
Die Katze Pathly schaut aus einem Loch und weiß nicht, welches Essen gut ist.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
🍟 Du isst eine Portion Pommes mit Mayo und schon hast du ein schlechtes Gewissen? Dein Müsli bereitest du mit Hafermilch zu, aber laut Instagram ist Hafermilch der absolute Horror für deinen Insulinspiegel?
Ein Plädoyer für ein gesundes Verhältnis zu unseren Lebensmitteln

👍🏻👎🏻 Willkommen in 2024 und in einer Welt, die Lebensmittel nur noch in «gut» und «schlecht» einteilt. Es ist an der Zeit, mit diesem Schwarz-Weiß-Denken aufzuhören: Kein Lebensmittel ist per se schlecht oder super gesund. Jedes hat seinen Platz in unserer Ernährung verdient, und es geht darum, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden, das unserem Körper und auch unserem Geist guttut.

🤯 Stigmatisierung von Lebensmitteln führt nur zu Schuldgefühlen, Stress und einem gestörten Verhältnis zum Essen. Dabei sind Nahrungsmittel doch mehr als nur Brennstoff für unseren Körper. Sie sind Freude, Kultur, Gemeinschaft und Nahrung für unsere Seele. Indem wir Lebensmittel neutral betrachten und uns auf Vielfalt und Ausgewogenheit konzentrieren, schaffen wir es, in einer gesünderen und glücklicheren Beziehung zum Essen und zu unserem Körper zu leben.

⛔️ Also: Lasst uns aufhören, einzelne Lebensmittel zu verteufeln und eine Umgebung schaffen, in der alle Lebensmittel ihren berechtigten Platz haben. Eine ausgewogene Ernährung, die Raum für alle Arten von Lebensmitteln lässt, ist der Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Denn am Ende des Tages zählt nicht das einzelne Lebensmittel, sondern die Gesamtheit in unserer Ernährung.

🍌🍓 Ist es gesund, jeden Tag nur Obst und Gemüse zu essen? Nein, ist es nicht, da dir andere wichtige Nährstoffe sonst fehlen. Ist es gesund, jeden Tag nur «Stückchen» zu essen? Ganz klar: Nein! Aber wenn du Lust auf ein «Stückchen» bei einer sonst ausgewogenen Ernährung hast, gönn es dir!

Essen ohne Stigma
Eine Person umarmt sich selbst während sie hilflos im dunklen Weltall schwebt.
Info
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Eine Krebsdiagnose bringt das Leben in einem Atemzug zum Stillstand, und doch geht gleichzeitig alles ganz schnell. Die Welt dreht sich weiter in einem ständigen Schleudergang aus Therapien, Untersuchungsergebnissen, Angst, und Überforderung.

Wenn nicht nur der Körper kämpft, sondern auch die Seele mitleidet

Nicht selten bleibt hier die Seele auf der Strecke, weil gerade alle Kraft mit einer unmenschlichen Anstrengung in die Heilung des Körpers gesteckt wird. Während und gerade nach Abschluss aller Therapien zeigt sich aber eins in voller Größe: Das schwarze Loch.

In Deutschland erkranken jährlich ungefähr 500.000 Menschen an Krebs. Viele davon empfinden die Zeit ihrer Erkrankung als ständigen Balanceakt vor einem dunklen Abgrund, dessen Grund nicht zu sehen ist. Das beginnt mit dem Moment, in dem die Diagnose mitgeteilt wird. Worte, die zwar hörbar, aber kaum zu erfassen sind. Manchmal dauert das sogar Tage, vielleicht auch Wochen. Die Seele macht zu, das Innere ist im Schock- und Angstzustand. Denn da klopft zum ersten Mal das Gefühl der Endlichkeit des eigenen Lebens an. Und das nicht gerade leise. Der Gedanke an den Tod ist bei einer Krebsdiagnose unvermeidlich. Dabei bleibt dieser Gedanke aber immer auch irgendwie abstrakt, weil er doch zu schwer zu erfassen ist. Und gleichzeitig auch wieder nicht. Denn das, was da gerade das eigene Leben bedroht, ist ja real und nicht ausgedacht.

Sorgen und Ängste überall

Eine Krebsdiagnose und die darauf folgenden Therapien bedeuten eine Menge Aushalten – nicht nur körperlich. Während der Körper kämpft, meldet sich nicht selten irgendwann die Psyche, denn die hinkt mit dem Verarbeiten meist hinterher. Was daran liegt, dass dafür kaum die Zeit bleibt. Die Therapien sind anstrengend und verlangen dem Körper alles ab. Denn neben Chemo und Co. gehen Alltag und Leben weiter: Haushalt, Kinder, Sozialleben (oder auch kein Sozialleben). »Normales« Leben, das einerseits gut tun kann, aber eben auch viel Energie und Kraft kostet, die eigentlich gerade an anderer Stelle im Einsatz sind. Soziale Komponenten machen die Sorgenfalten nicht selten noch tiefer. Gehaltsausfälle bei gleichbleibenden und zusätzlichen Kosten für Miete, Lebensmittel, Medikamente oder Physiotherapie, etc. bringen dazu auch Existenzängste. Und eine soziale Isolation aufgrund starker Therapiewirkungen kann Einsamkeit und eine sich damit noch verstärkende Traurigkeit bringen.

Eine Frau liegt zusammen gerollt auf dem Bett, geplagt von Ängsten.

Ängste, Unsicherheiten, Kontrollverlust, Hilflosigkeit, Lähmung, Traurigkeit und Verzweiflung sind ständige Begleiter einer kräftezehrenden Krebstherapie. Vor allem auch danach. Denn das ist die traurige Wahrheit: Das schwarze Loch schließt sich nicht mit der letzten Chemo- oder Strahlentherapie. Wenn der Körper nicht mehr kämpfen muss, wird das Ausmaß der seelischen Belastung erst richtig sichtbar. Nicht nur die Vergangenheit schmerzt und brennt ihre Erlebnisse in die Psyche ein. Die Angst vor einem Rückfall, Langzeitnachwirkungen von Therapien und das seit der Diagnose Erlebte bestimmen Gegenwart und Zukunft. Dazu: Leben in einem erschöpften, vom Krebs gezeichneten Körper, der das eigene Körpergefühl für immer verändert.

Puh, Hand hoch, wem da nicht die Puste ausgeht!

Wenn die Angst zur Krankheit wird

Gefühle wie Angst, Trauer, Frust, Erschöpfung oder Niedergeschlagenheit können ebenfalls Symptome einer Depression sein. Ungefähr 5 Millionen Menschen erkranken jährlich an Depressionen. Eine Krebserkrankung kann ein Auslöser dafür sein. Das Deutsche Ärzteblatt schreibt, dass eine Depression mittlerweile als häufige Begleiterkrankung bei Krebspatienten festgestellt wird, diverse Studien gehen von einer Prävalenz* zwischen 5 und 46 Prozent aus. Und dennoch werden die Symptome leider oft noch nicht rechtzeitig erkannt und behandelt.

Was tun?

Es gibt gute Angebote, die psychische Belastung parallel zu der Krebstherapie aufzuarbeiten. Medikamentöse Unterstützung und eine begleitende Therapie können hier dringend benötigte Atempausen bringen. Sich in einer Therapie alle Ängste von der Seele reden, bringt ein Stück Selbstwirksamkeit zurück. Denn das, was vom Innen ins Außen kommt, kann bei Tageslicht betrachtet werden. Und ist dann oft sogar weniger dunkel und angsteinflössend. Viele Krankenhäuser und Kliniken können hier gute Tipps geben, oft gibt es sogar vor Ort ein psychoonkologisches Angebot mit verschiedenen Therapieangeboten von Gesprächs-, über Kunst oder sogar Körpertherapie.

Hilfreich bei Fragen rund um die Krankheit, Psychosomatik und Sozialberatungen ist auch der Krebsberatungsdienst.

Auch Selbsthilfegruppen, egal ob vor Ort oder Online helfen. Denn neben Therapie und Medikamenten ist der Austausch mit anderen Betroffenen eine wichtige Stütze, um diese schwere Zeit zu überstehen.

Denn - und das ist das Wichtigste - Niemand ist allein mit Krebs.
Wenn Diagnose und Dunkelheit sich treffen: Wie eng Krebs und Depression verbunden sind
Ein offener Koffer mit zerstreuten Dingen, die herumliegen.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Ein Krankenhausaufenthalt kann unerwartet kommen und Hektik auslösen. Ein gut vorbereiteter Notfallkoffer hilft, den Überblick zu bewahren und den Aufenthalt angenehmer zu gestalten.

Neben wichtigen Dokumenten und Hygieneartikeln gibt es vieles, was den Krankenhausalltag erleichtert. Hier ist eine Checkliste für deinen achtsamen Notfallkoffer mit den wichtigsten Dingen für den Krankenhausaufenthalt:

Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

🧳 Ich packe meinen Koffer:

💜 Wenn du dir die Checkliste ausdrucken möchtest…

…besuche unsere Seite unter dem Punkt Downloads. Dort findest du diese Liste, aber auch zum Beispiel weitere hilfreiche Anleitungen und lustige Bingospiele.

Mein achtsamer Notfallkoffer für den Krankenhausaufenthalt
Ein illustrierter Organspendeausweis in Mitte von illustrierten Organen.
Info
Zahlen & Fakten
Alle Krebsarten
Es klingt drastisch! Darf es auch, denn es ist wichtig: Eine Organspende entscheidet über Leben oder Tod! Erkrankte sind von anderen genauso abhängig, wie beispielsweise Leukämiepatient:innen von einer Stammzellspende eines Gesunden. Deswegen befassen wir uns heute, am Tag der Organspende, mit diesem (im wahrsten Sinne des Wortes) ›überlebenswichtigen‹ Thema – auch in Bezug auf Krebs.

Zahlen und Fakten:

Rund 8.500 Menschen in Deutschland stehen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die meisten Patient:innen benötigen eine Niere, gefolgt von Leber, Herz, Lunge und Bauchspeicheldrüse. Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation haben im vergangenen Jahr 965 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe (insgesamt 2.877) gespendet. Diese wurden sowohl in Deutschland als auch im Ausland transplantiert. In Summe wurden 2.986 Organe nach einer postmortalen Spende in Deutschland transplantiert, die bundesweit und im Ausland entnommen wurden.

4.996 Erkrankte in Deutschland warteten 2023 auf ein passendes Organ, 667 von ihnen starben.

Am 18. März 2024 ist das zentrale Organspende-Register online gegangen. Damit soll die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland erhöht werden – im europäischen Vergleich gilt die Bundesrepublik als eines der Schlusslichter. Laut neuestem Stand (Ende Mai 2024) haben sich bereits 119.000 Menschen im Register eingetragen. Die Entscheidung kann jederzeit geändert beziehungsweise widerrufen werden.

Organspende und Krebs:

Zwei bis drei Prozent der Organspender sind Menschen, die zuvor an Krebs erkrankt waren.

Es werden nur solche ehemaligen Krebspatienten als Organspender akzeptiert, bei denen die Krebserkrankung schon lange zurückliegt und eine Heilung der Erkrankung als sehr wahrscheinlich gilt.

Jede Transplantation berge neben dem grundsätzlichen immunologischen Risiko einer Abstoßung auch Risiken im Hinblick auf die potenzielle Übertragung von Erkrankungen. Die können den Transplantationserfolg gefährden oder für die Organempfänger:innen in seltenen Fällen sogar lebensbedrohlich sein.

Vor einer Organentenahme werden Spender:innen unter Einhaltung notwendiger Qualitäts- und Sicherheitsstandards medizinisch untersucht.

Bei Krebspatienten werden hierbei insbesondere Informationen über den Zeitpunkt der Erstdiagnose und Art der Krebserkrankung, das initiale Tumorstadium, die erfolgte Therapie, die Ergebnisse der Nachsorgeuntersuchungen sowie der Nachweis einer ausreichend langen und aktuell gegebenen Rezidivfreiheit zur Beurteilung der medizinischen Machbarkeit einer Organspende herangezogen.

Dr. Schleicher ergänzt: »Mit Ausnahme von Malignomen des Zentralen Nervensystems, stellen zum Zeitpunkt einer potenziellen Organspende bestehende maligne Tumorerkrankungen in der Regel ein Ausschlusskriterium für eine Organspende dar.«

Jeder Einzelfall werde jedoch mit Blick auf das Risiko-Nutzen-Verhältnis für die Patient:innen auf den Wartelisten geprüft.

Und wie sieht es mit Krebspatient:innen aus, die auf ein neues Organ angewiesen sind?

Eindeutige Zahlen darüber, wie viele Erkrankte in Deutschland ein Organ benötigen, gibt es nicht. Das liegt daran, dass Organtransplantationen bei Betroffenen eher selten sind, da die Behandlung und Kontrolle der Krebserkrankung Vorrang hat, so die Stiftung.

Organspende: Eine lebensrettende Entscheidung
Ein Bild von Nuss-Hanfsamen Plätzchen auf grünem Hintergrund.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
🥜🌱🍪 Wir haben ein leckeres und gesundes Plätzchen Rezept für dich, das vegan und proteinreich ist. Diese Plätzchen sind ganz einfach zuzubereiten und schmecken köstlich! 😋
Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

Für dasRezeptbrauchst du:

1 Tasse Haferflocken

1/2 Tasse gehackte Nüsse (z. B. Mandeln, Walnüsse)

2 Esslöffel Hanfsamen

1/2 Tasse ungesüßtes Apfelmus

1 EL Chiasamen (zur besseren Bindung)

1 TL Vanilleextrakt

1/2 Tasse gehackte Zartbitterschokolade

🥣  Zubereitung:

1

Ofen vorheizen: Heize deinen Ofen auf 180 °C vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus.

2

Trockene Zutaten mischen: Vermische die Haferflocken, die gehackten Nüsse und die Hanfsamen in einer Schüssel. Diese Zutaten sorgen für eine Extraportion Protein und Ballaststoffe.

3

Apfelmus, Chiasamen und Vanilleextrakt hinzufügen: Rühre das ungesüßte Apfelmus und die Chiasamen in die trockenen Zutaten ein. Die Chiasamen dienen als Bindemittel und geben den Plätzchen die nötige Konsistenz. Lasse die Masse kurz ruhen, damit die Chiasamen quellen können. Gebe noch Vanilleextrakt dazu.

4

Schokolade unterheben: Füge die gehackte Zartbitterschokolade hinzu und rühre sie unter den Teig.

5

Masse ausbreiten: Gebe die Masse auf dein Backblech, breite sie aus und streiche sie glatt. Verwende dazu einen Esslöffel.

6

Backen: Schiebe das Backblech in den vorgeheizten Ofen und backe die Masse etwa 12-15 Minuten oder bis sie goldbraun ist.

7

Abkühlen lassen: Lass die Masse auf dem Blech abkühlen, damit sie fester wird. Brich die Masse anschließend in plätzchengroße Stücke.

8

Genießen: Und schon kannst du dir deine proteinreichen Nuss-Hanfsamen-Plätzchen schmecken lassen!

Good to Know: Die Plätzchen schmecken nicht süß und bekommen lediglich durch die Schokolade einen süßen Geschmack.
Proteinreiche Nuss-Hanfsamen Plätzchen
Eine Krebspatientin hält ihr Bein in die Luft, davor schwebt eine Lupe, die die Blutzellen im Bein kontrollieren.
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Krebspatient:innen haben ein etwa vier- bis siebenfach erhöhtes Risiko eine Thrombose zu entwickeln, verglichen mit gesunden gleichaltrigen Menschen. Dennoch ist vielen Patient:innen dieses Risiko nicht bewusst, weshalb es wichtig ist, Betroffene über mögliche frühe Anzeichen einer Thrombose zu informieren.

Doch warum sind Thrombosen bei Krebspatient:innen so viel häufiger anzutreffen?

Sogenannte »CATs« - cancer associated thrombosis (Deutsch: krebs-assoziierte Thrombosen) können durch verschiedene Ursachen entstehen. Zum Beispiel können Tumore Gerinnungsfaktoren produzieren, die eine Thrombose auslösen. Aber auch durch den Druck, den ein stetig wachsender Tumor auf umgebendes Gewebe auslöst, besteht die Gefahr einer Thromboseentwicklung. Nicht zuletzt kann auch die Therapie das Risiko für eine Thrombose erhöhen.

Dennoch ist auch wichtig zu wissen, dass nicht alle Krebspatient:innen das gleiche Risiko für eine Thrombose haben.



Einschätzen lässt sich das Risiko zur Entwicklung einer Thrombose unter anderem anhand verschiedener klinischer Gesichtspunkte.

Als Risikofaktoren zählen hier zum Beispiel neben einer aktiven Krebserkrankung:

Eine frühere Thrombose

Bettruhe über einen Zeitraum länger als drei Tage

Chirurgische Operationen vor weniger als 12 Wochen


Auch durch äußerlich erkennbare Veränderungen lässt sich abschätzen, ob das Vorliegen einer Thrombose wahrscheinlich ist. Als Hauptsymptome für eine Thrombose gelten hier:

Schmerzen oder eine Verhärtung entlang der tiefen Venen

Vergrößerung des Unterschenkelumfangs von über 3cm im Vergleich zur Gegenseite

Eine eindrückbare Schwellung (ein sogenanntes Ödem) am betroffenen Bein

Schwellung des gesamten Beines

Solltest Du als Patient:in die Befürchtung haben unter einer möglichen Thrombose zu leiden, ist es ratsam, zeitnah eine:n Ärzt:in aufzusuchen. So kann die Diagnose durch Untersuchungen wie Laborwerte oder eine Ultraschallkontrolle erhärtet oder ausgeschlossen werden.

Achtung!

Sollte Luftnot zu den Symptomen dazukommen, solltest Du keine Zeit verlieren, den Rettungsdienst verständigen oder selbstständig direkt eine Notaufnahme aufsuchen. In solchen Fällen kann es sich um eine verschleppte Thrombose in den Lungengefäßen handeln, die auch als Lungenembolie bekannt ist.

Thrombose bei Krebspatient:innen
Eine Schüssel Suppe, drumherum schweben tickende Uhren.
Tipp
Ernährung
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Nicht nur was, sondern auch wie du isst, beeinflusst eine beschwerdefreie Verdauung enorm. Hier sind einige Tipps für dich, um deine Verdauung optimal zu unterstützen.

💭👁️👃🏻 Nutze deine kephale Phase aus

Allein die Vorstellung, der Anblick und der Geruch einer leckeren Mahlzeit reichen aus, die Sekretion deiner Verdauungsenzyme wie der Bauchspeicheldrüse und der Magensäure zu steigern. Diese Phase vor der Nahrungsaufnahme sorgt dafür, dass dein Magen und Darm optimal auf deine Mahlzeit vorbereitet werden und deine Verdauung damit effizienter stattfinden kann.

❌ Iss daher nicht hektisch zwischen zwei Terminen, sondern setze dich hin und nimm dir bewusst vor deinem und für dein Essen Zeit. Wenn deine Mahlzeit dann noch mindestens 20 Minuten dauert, freut sich deine Verdauung umso mehr.

⏳ Beeinflusse die Geschwindigkeit deiner Verdauung

Wie du deine Mahlzeiten kombinierst, beeinflusst wie schnell und beschwerdefrei deine Verdauung abläuft. Eine zu schnelle Verdauung kann zu Beschwerden wie Blähungen führen. Aber was macht deine Verdauung zu schnell? Eine fettarme und kohlenhydratreiche Mahlzeit wie Cornflakes mit fettarmer Milch. Was brauchst du, damit deine Verdauung langsamer wird? Eiweiß und Fett, da beides deine Magenverweildauer verlängert, sodass dein Essen länger im Magen bleibt. Für deinen Darm ist das optimal, da er Zeit hat alle Nährstoffe richtig aufzunehmen.

✅ Wie wäre es daher mit Haferflocken, einem Quark mit 20 % Fett und dazu ein paar Nüssen und etwas Obst?

😴 Gönn deiner Verdauung Erholung

Dauersnacking sorgt dafür, dass deine Verdauungsorgane ständig arbeiten müssen, da sie Enzyme und Verdauungssäfte ausschütten. Aber auch dein Magen, Darm und weitere Organe brauchen Zeit, um sich neu zu kalibrieren und sich auf die nächste Mahlzeit vorzubereiten.

✅ Gib deiner Verdauung diese wertvolle Zeit, indem du 3-4 Stunden Abstand zwischen deinen Mahlzeiten lässt.
Du bist, WIE du isst – So beeinflusst dein Essverhalten die Bekömmlichkeit deiner Mahlzeiten
vier Hände, von denen eine Hand ein Herz hält und die andere einen Blumenstrauß
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Heute haben wir eine kleine Achtsamkeitsübung für dich mitgebracht. Sich in Dankbarkeit zu üben, ist nachweislich gut für unser allgemeines Wohlbefinden und macht uns glücklicher! Eine kleine Sache mit großer Wirkung. 💫

Diese Routine hilft dir, deinen Fokus auf die positiven Dinge im Leben zu lenken. So ist dein Gehirn besser geschult, dich schneller wieder aus einem Tief herauszuholen, wenn du mal einen schlechten Tag hattest. Ja – es kann so einfach sein!

Pro-Tipp: Lege dir ein Dankbarkeitstagebuch zu. ✍️📔 Wenn du magst, kannst du dir jeden Abend kurz notieren, wofür du dankbar bist oder Dinge festhalten, die über den Tag gut gelaufen sind. Es muss kein Roman sein! Und es müssen auch nicht immer die großen Erlebnisse sein: ein Lächeln von der Sitznachbarin in der U-Bahn, ein leckeres Abendessen oder der Spaziergang an der frischen Luft kann deinen Tag schon viel besser machen.
3 Dinge für die ich heute dankbar bin …
Eine Frau in einem weißen T-Shirt mit dunklen Haaren jongliert mit verschiedenen Sorten Gemüse wie Karotten, Kohl und Tomaten.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
🍅 Du sitzt abends auf der Couch, als dir auffällt, dass du heute nur ein paar Tomaten zum Frühstück gegessen hast? Du weißt, dass Gemüse gesund ist, aber dir fällt es echt schwer, mehr davon zu essen? Damit bist du nicht allein. Hier kommen ein paar Tipps, die dir helfen, ein Gemüsefan zu werden.

📝 Mit Plan geht‘s leichter

Plane dir für die Woche zwei bis drei Hauptgerichte ein, die du kochen willst und die Gemüse als Komponente enthalten. Koche von den Gerichten eine größere Portion, sodass du am nächsten Tag auch davon essen kannst. Du bist bequem, wenn‘s ums Schneiden geht? Dann nimm Tiefkühlgemüse als Alternative. Das kann mehr Nährstoffe als frisches Gemüse haben, da es direkt nach der Ernte eingefroren wird und so die Nährstoffverluste minimiert werden.

🍳 Suche Gerichte, zu denen Gemüse passt

Du liebst dein Rührei am Morgen? Dann mach noch ein paar Pilze oder Paprika dazu. Du magst Brot? Wie wäre es mit einem Gemüseaufstrich? Du liebst Wraps? Befüll ihn nicht nur mit Salat, sondern auch mit Rotkraut, Paprika und Kichererbsen. Du isst gerne Nudeln mit Bolognesesoße? Schneide dir noch Karotte, Paprika, Fenchel und Zucchini rein.

⏰ »Aber Gemüse dauert so lange in der Zubereitung.«

Ja, die Zubereitung dauert länger als nur eine Packung Nudeln in den Topf zu werfen. Wenn du Gemüse zubereitest, mache am besten gleich eine größere Menge, sodass du nur einmal einen höheren Zeitaufwand hast. Mache aus Karotten zum Beispiel einen Karottensalat, einen Karottenaufstrich mit Nüssen oder Karotten-Frikadellen.

Eine Frau hält einen Teller mit Brokkolicreme und unterhält sich mit einer Frau, die einen pinken Turban und eine Schüssel mit Kartoffelcreme trägt.

👭 Du isst gerne mit deiner Familie oder Freunden zusammen?

Wie wäre es mit einer Gemüseparty, bei der jeder Gast ein Gemüsegericht mitbringt? Du wirst überrascht sein, was man aus Gemüse leckeres zubereiten kann.

Übrigens…

Die empfohlene Menge an Gemüse sind drei Portionen am Tag. Eine Portion entspricht ein bis zwei Handvoll.

Die empfohlene Menge an Gemüse sind übrigens drei Portionen am Tag. Eine Portion entspricht ein bis zwei Handvoll.

Vom Muffel zum Fan – So schaffst du es, mehr Gemüse zu essen
Frau die Meditiert an einem See
Motivation
Alltag
Alle Krebsarten
Mit unserem Bodyscan möchten wir dir eine kurze Auszeit vom Leben mit dem Krebs schenken.

Suche dir einen ruhigen und gemütlichen Ort, wo du für die nächsten 10–15 Minuten ungestört für dich sein kannst. Setze oder lege dich hin und wenn du magst, schließe deine Augen. Nimm einmal wahr, wo dein Körper gerade den Boden berührt und dann lenke bewusst deine Aufmerksamkeit nach Innen. Lass deine Gedanken vorbeiziehen, wie Wolken am Himmel. Du musst in den nächsten Minuten keine Leistung erbringen, sondern darfst einfach nur ein Beobachter deiner selbst sein. Dafür konzentriere dich zunächst auf deinen Atem, wie er gleichmäßig durch deine Nase strömt und durch deinen Mund wieder hinaus fließt. Dein Bauch hebt und senkt sich im gleichmäßigen Tempo, zusammen mit deinem Atem. Spüre, wie dein Körper mit jedem Atemzug ruhiger und gelassener wird.

Nun wandere mit deiner Aufmerksamkeit von deinen Zehen langsam deinen ganzen Körper hinauf. Beobachte und nehme jede Körperregion ganz bewusst einmal wahr. Wie fühlen sich deine Zehen, Beine, Unterbauch, Brustbereich, Arme, Kopf an? Fühlst du dich verspannt, entspannt? Vielleicht nimmst du Kälte, Wärme oder ein Kribbeln wahr? Wenn Gefühle aufkommen, lasse sie zu und beobachte sie. Sie dürfen da sein, sie dürfen gefühlt werden. Nimm sie wahr ohne zu werten und dann lasse sie wieder ziehen, wie Gäste, die zu Besuch kommen. Für jeden Bereich nimmst du dir soviel Zeit, wie du brauchst.

Wenn du deinen Körper einmal durchgewandert bist, dann nehme zuletzt nochmal deinen ganzen Körper wahr: Wie fühlt er sich jetzt in diesem Moment an? Genieße die Entspannung und die innere Ruhe, die du dir gerade selbst geschenkt hast.

Wenn du bereit bist im Hier und Jetzt wieder anzukommen, komme wieder im Raum an, indem du dreimal bewusst tief ein und ausatmest. Öffne dann deine Augen und nimm den Raum wahr. Schenke dir ein Lächeln, ein Danke und gehe behutsam wieder in deinen Alltag über.

Reise durch deinen Körper
Eine Frau blickt mit Fernglas in die Ferne.
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Die Krebserkrankung und damit verbundene Therapien können Veränderungen mit sich bringen, die über die eigentliche Behandlung hinaus wirken. Der folgende Überblick zeigt einen Ausschnitt aus möglichen Langzeit- und Spätfolgen und gibt dir Hinweise zum Umgang damit.

Disclaimer!

Zunächst muss gesagt werden, dass die hier aufgelisteten Langzeit- und Spätfolgen auftreten können und nicht unbedingt müssen. Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Lies bitte nur weiter, wenn du dich informieren möchtest. Sollten dich solche Informationen eher belasten, lies den Text lieber zu einem späteren Zeitpunkt. Alternativ kannst du eine Vertrauensperson bitten, sich zu informieren und dich aufzuklären, sollten Symptome auftreten und diese Person einen Handlungsbedarf sieht.

Schlafstörungen

Durch die Therapie, Medikamente, Veränderungen im Hormonhaushalt kann der gesunde Schlaf gestört werden. Nicht einschlafen können, Durchschlafprobleme oder zu früh wach? Von Schlaflosigkeit (Insomnie) spricht man, wenn diese Störungen dreimal pro Woche über einen Zeitraum von einem Monat auftreten.

Unser Tipp

Lerne verschiedene Entspannungstechniken kennen, die dir beim Ein- und Wiedereinschlafen helfen. Eine ruhige Abendroutine kann auch helfen, deinen Körper auf den Schlaf vorzubereiten.

Konzentrationsschwierigkeiten

Viele berichten nach der Therapie von Konzentrationsproblemen, Orientierungsschwierigkeiten, Wortfindungsstörungen, plötzlicher Vergesslichkeit, mentale Erschöpfung oder dem Gefühl, keinen klaren Gedanken fassen zu können. Dies nennt man auch »Brain Fog« (Nebel im Kopf).

Unser Tipp

Ein gesunder und achtsamer Lebensstil wie etwa eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und genügend Pausen im Alltag können diese Symptome lindern. Wasser trinken nicht vergessen!

Fatigue

Wenn du nach geistiger oder körperlicher Anstrengung eine extreme Müdigkeit und/oder Erschöpfung verspürst und diese nach einer angemessenen Ruhephase nicht verschwindet, kann das ein Anzeichen für ein Fatigue-Syndrom sein. Diese können auch Jahre nach der Therapie anhalten und  chronisch werden.

Unser Tipp

Sei dir deines persönlichen Limits bewusst, ohne dich selber zu verurteilen. Ziehe Grenzen und kommuniziere offen, was du gerade brauchst. Pausen einhalten und Stressmanagement sind zwei Werkzeuge, die dir helfen können.

Angstzustände und andere psychische Erkrankungen

Die Krebsdiagnose und Therapie verlangen nicht nur körperlich viel ab, auch mental musst du ziemlich viel durchmachen. Daher können Ängste, Sorgen und andere psychische Zustände verstärkt werden.

Unser Tipp

Fühlst du dich eingeschränkt in deinem Alltag? Dann hole dir Hilfe bei Psychoonkologen. Du musst dich deinen Ängsten nicht alleine stellen.

(Chronische) Schmerzen (z.B. durch Narben, Amputationen und Polyneuropathie)

Grundsätzlich kann zwischen akuten und chronischen Schmerzen unterschieden werden. Bei akuten Schmerzen solltest du dir zunächst klarmachen, was die Ursache hierfür darstellt. Im nächsten Schritt gilt es dann, aktiv dagegenzuwirken. Wenn es sich um chronische Schmerzen handelt, ist es besonders wichtig, einen guten Umgang damit zu erlernen und Wege zu finden,  trotz des Schmerzes entspannen zu können.

Unser Tipp

In beiden Fällen kann eine ärztliche Beratung sehr hilfreich sein und zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität führen.

Hilfsmittel

Vielleicht bist du nach deiner Therapie kurz-, mittel- oder langfristig auf Hilfsmittel (Medizinprodukte) angewiesen wie etwa Implantate, Prothesen, Stoma oder Medikamente. Das kann zunächst sehr befremdlich sein.

Unser Tipp

Der Krebs führt viele Veränderungen herbei. Eine Psychotherapie kann unterstützend helfen, sich mit dem Verlust des alten Lebens auseinanderzusetzen, neue Träume und Ziele zu formulieren und erste Schritte in das neue Leben mit Hilfsmitteln zu gehen.

Schleimhäute

Vor allem Krebspatienten sollten während der Therapie, aber auch in der Nachsorge, regelmäßig ihren Mundraum ärztlich kontrollieren lassen. Aber auch andere Schleimhäute, etwa im Magen, Darm und in Sexualorganen, können durch die Chemotherapie, Medikamente und Bestrahlungen angegriffen werden.

Unser Tipp

Um all diesen Nebenwirkungen so gut es geht entgegenzuwirken, ist es hilfreich, Ärzt:innen vorab aufzusuchen, um abzuklären, was man während und nach den Therapien am besten tun kann, um seine Schleimhäute zu schützen und wieder aufzubauen.

Hormonveränderungen

Chemotherapie, antihormonelle Medikamente nach der Therapie und Eingriffe wie zum Beispiel die Entfernung der Eierstöcke nehmen großen Einfluss auf deinen Hormonhaushalt. Dies kann vielfältige Nebenwirkungen hervorrufen, die vergleichbar mit den Wechseljahren sind. Auch die Libido kann darunter leiden.

Unser Tipp

Lasse dich von deinen behandelnden Ärzten beraten, ob eine Hormonersatztherapie oder auch eine nicht hormonelle Therapie für dich infrage kommt.

Langzeit- und Spätfolgen – was erwartet mich?
Heißer Weihnachtspunsch mit Saft und Gewürzen unter Sternen
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Wenn Du von deinem winterlichen Spaziergang zurück kommst oder du Lust auf winterliches Getränk dass warm macht hast, haben wir heute eine tolle Rezept Idee für Dich: Wie wäre es mit einem leckeren, winterlichen Punsch? 🍵
Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

Alles was du brauchst

Zutaten

1 Bio-Orange

300 ml. Apfelsaft

200 ml. Holundersaft

4 Nelken

1 Zimtstange

Brauner Zucker nach belieben

Und so funktioniert´s:
1

Wasche die Orange gründlich ab und schäle anschließend die Schale mit einem Sparschäler.

2

Presse anschließend den Saft der Orange aus und gib diesen zusammen mit dem Apfel- und Holundersaft in einen Topf.

3

Gib anschließend etwas Zucker sowie die Nelken und eine Zimtstange in den Topf und erhitze diesen langsam auf mittlerer Stufe.

4

Lasse das Ganze etwa 10 Minuten leicht köcheln während du zwischendurch immer wieder umrührst.

5

Je nachdem wie süß du deinen Punsch gerne trinkst, kannst du noch mehr Zucker hinzugeben.

6

Wenn alles einmal aufgekocht ist und der Zucker sich aufgelöst hat ist der Punsch fertig.

Unser Tipp für dich

☝️ Etwas Zitronensaft passt auch super dazu.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Weihnachtspunsch mit Saft und Gewürzen
Sonnenbrille, Wassermelonen und Sonne bei schönem Wetter
Tipp
Zahlen & Fakten
Hautkrebs
Tipps zur Hautkrebsvorbeugung mit der ABCDE-Regel.
  1. Anziehen: Kleidung und Kopfbedeckung bieten den besten Schutz.
  2. SonnenBrand vermeiden, da jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko erhöht.
  3. Creme alle unbedeckten Körperstellen mit Sonnencreme ein.
  4. Deodorants, Parfüms und Kosmetika beim Sonnenbaden nicht verwenden.
  5. Auf exzessive Sonnenbäder verzichten.
  6. Früherkennung alle zwei Jahre ab 35 Jahren.

Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums erkranken jedes Jahr etwa 30.000 Menschen an schwarzem Hautkrebs. Was diese Krebsart so gefährlich macht ist, dass sich der Krebs rasch über die Lymph- und Blutbahnen im Körper ausbreiten kann und in anderen Organen Metastasen gebildet werden können. Rechtzeitig erkannt ist Hautkrebs aber in den meisten Fällen heilbar. Daher ist die regelmäßige Hautkrebs-Vorsorge bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt so wichtig. Dieses Screening ist ab 35 Jahren sogar kostenfrei und sollte alle zwei Jahre stattfinden.

Tipps zur Hautkrebsvorbeugung
Eine Frau in der Mitte mit Sprechblasen um sie herum.
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Medical Gaslighting, seine Bedeutung und meine persönlichen Erfahrungen. Bei »Medical Gaslighting« werden Symptome von medizinischen Fachpersonen nicht ernst genommen. Der Begriff existiert bereits seit 1938, hat aber erst seit ein paar Jahren an Bekanntheit gewonnen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Psychologie und bedeutet, dass eine Person (gezielt) so manipuliert wird, dass sie eine falsche Darstellung der Realität akzeptiert und / oder an ihrer geistigen Gesundheit zweifelt.

Dabei wird dem Opfer die Wahrnehmungsfähigkeit abgesprochen, bis dieses an seiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln beginnt. Unter ›Medical Gaslighting‹ versteht man also den Eindruck von Patient:innen, dass Arzt:innen ihre Symptome nicht für voll nehmen oder sie als psychosomatisch abstempeln. So verlieren im Laufe der Zeit viele Patient:innen den Glauben in ihre Wahrnehmung. Grundvoraussetzung für dieses Absprechen der Wahrnehmungsfähigkeit ist ein Vertrauensverhältnis so wie es zwischen Patient:innen und Ärzt:innen der Fall ist.

Meine persönliche Erfahrung:

Meine Brustkrebserkrankung 2021 hat dazugeführt, dass ich damals eine Chemotherapie mit den Wirkstoffen Epirubicin und Taxol durchlaufen musste. Gerade am Anfang ging es mir in den ersten Tagen mit Epirubicin sehr schlecht, jedoch verbesserte sich mein Zustand die Woche darauf immer wieder, bevor es dann zum nächsten Zyklus überging. Zur Mitte der Therapie mit Taxol ging es mir jedoch wehement schlechter, und nicht besser wie bei einigen anderen Mitbetroffenen, die ich kennengelernt habe. Mein Zustand hat sich immer mehr verschlechtert, sodass ich kaum noch Treppen gehen konnte. Zudem hatte ich furchtbare Angst, dass sich dieser Zustand nicht mehr verbessert und große Sorgen, wie ich jemals wieder arbeiten sollte. Meine Ärzt:innen haben mich nicht ernst genommen und meinen immer schlechteren Zustand mit meiner schlanken Körperstatur verargumentiert, denn ich hatte während der Krebserkrankung stark abgenommen. Mir wurde geraten meine Blutwerte zu überprüfen. Hierbei kam heraus, dass ich unter einem Vitaminmangel D litt und dass dieser Mangel laut den Ärzt:innen auch meine Erschöpfung erklären würde. Ich müsse jetzt nur noch den Vitamin-D Mangel aufbauen und dann würde alles seiner Wege gehen, hieß es. Meine Verzweiflung war sehr groß, sodass ich selbst auf die Suche gegangen bin, um die Ursache und den Grund meines schlechten Zustands herauszufinden. Nach einer Weile bin ich durch das Googlen auf die Krankheit Polyneuropathie gestoßen. Diese ist als eine typische Folge der Chemotherapie bekannt, weshalb ich meinen behandelnden Arzt damit konfrontiert habe. Dieser Arzt hat mir dann auch schnell bestätigt, dass das Taxol leider tatsächlich meine Nerven angegriffen hat. Ich war maßlos enttäuscht von dem Gespräch, denn der Arzt hat sich für seine Fehldiagnose nicht mal entschuldigt. Ich habe dann anschließend noch zwei weitere Ärzte aufgesucht, bis ich endlich den richtigen Arzt für mich gefunden hatte, der mich medikamentös gut eingestellt hat. Ich möchte hiermit auf dieses Problem aufmerksam machen, denn so etwas passiert häufiger als man denkt: Also lasst euch nicht abwimmeln, wenn es euch nicht gut geht und bleibt beharrlich. Denn ihr kennt euren Körper am besten, und das solltet ihr niemals anzweifeln.

Medical Gaslighting
Eine Frau balanciert zwei volle Teller in ihren Händen. Um sie herum schweben süße Kleinigkeiten.
Tipp
Ernährung
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Stellst du dir vielleicht die Frage, ob du auch an Weihnachten besonders ausgewogen essen musst? Oder zögerst beim erneuten Zugreifen der leckeren Plätzchen?
Kurz und knapp gesagt: Nein. Du musst an Weihnachten NICHT besonders ausgewogen essen!

❗️Natürlich ist es wichtig, dass du dich während und nach deiner Krebserkrankung gesund und ausgewogen ernährst, beziehungsweise angepasst an deine individuellen Beschwerden isst und deinen Körper somit stärkst.

🧁 ABER: Du möchtest aber an Weihnachten auch mal schlemmen und dir ein deftiges Essen oder die leckeren selbst gebackenen Plätzchen gönnen?

😋 Dann greif zu und lass es dir schmecken! Ein einzelnes deftiges Gericht oder die Süßigkeit an Weihnachten darfst du guten Gewissens essen und solltest das auch ganz bewusst genießen. Beides steht einer sonst ausgewogenen Ernährung nicht im Weg und sollte dich nicht davon abhalten, die Festtage in vollen Zügen zu genießen!

Musst du auch an Weihnachten besonders ausgewogen essen?
Die Pathly-Katze balanciert mit einem Schirm auf einem roten Seil. Im Hintergrund ist ein Mond.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Es ist ein heikler Akt, zwischen Chaos und Ordnung zu balancieren. Denn es sind zwei Extreme, die voneinander abhängig sind.

Wenn wir aufwachsen, lernen wir Ordnung zu schaffen, selbständig zu werden und für die Zukunft zu planen. Wir haben Träume und Wünsche, auf die wir Schritt für Schritt hinarbeiten und Ideale, die wir anstreben. Doch umso älter wir werden, desto bewusster wird uns, dass wir den Weg, den wir beschreiten, nicht immer kontrollieren können.

Bei der Krebsdiagnose ist gerade dieser Kontrollverlust der Grund, warum viele ein Gefühl von Chaos erleben. Oft wirft das viele offene Fragen auf: »Warum ich, warum jetzt, warum hier?«. Doch was können wir machen, um in diesem Chaos nicht zu versinken? Können wir Chaos auch mit Freude oder Humor begegnen?

Es gibt wahrscheinlich kein Richtig oder Falsch auf diese Frage und jeder muss seinen eigenen Weg finden, um damit umzugehen. Es ist aber wichtig, zu hinterfragen, ob die eigene Reaktion einem wirklich guttut oder noch schlechter fühlen lässt in einer ohnehin schon schwierigen Situation. Wut, Trauer und Stress sind nämlich Emotionen, die sich nicht nur negativ auf unsere Psyche, sondern auch auf unsere körperliche Verfassung auswirken können. Sie machen uns quasi krank. Andersherum kann es auch sein, dass wenn man schon krank ist, sich dies in den Emotionen widerspiegelt. Der Darm z. B. hat einen großen Einfluss auf unser eigenes Wohlbefinden. Demnach ist es nicht wichtig, die eigenen Emotionen zu unterdrücken, sondern genau hinzuschauen und sich bewusst darüber zu werden, woher sie kommen.

Zwischen Chaos und Ordnung
Sanduhr die angeschaut wird von einer männlich gelesenen Person und eine weiblich gelesenen Person die auf der Sanduhr darauf sitzt
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Welche Spätfolgen von Krebs sich entwickeln können, ist individuell verschieden. Das Risiko für Spätfolgen hängt von der Krebserkrankung selbst und der Art der Behandlung ab. Darüber hinaus scheinen Veranlagung, Lebensführung und Umweltfaktoren eine Rolle zu spielen.

Die Prognosen für Krebserkrankungen verbessern sich stetig. Immer mehr Menschen können glücklicherweise geheilt werden, was bedeutet, dass es immer mehr Langzeitüberlebende gibt. Nun rücken jedoch weitere wichtige Themen für die Cancer-Survivors in den Vordergrund: Es geht um Rückfälle, Spätfolgen und Langzeitnebenwirkungen der Krebstherapie.

Hier müssen wir zwischen Langzeit- und Spätfolgen unterscheiden: Während Langzeitfolgen innerhalb der ersten 5 Jahre nach der Therapie auftreten können, erscheinen Spätfolgen erst nach diesem Zeitraum. Menschen, die länger als fünf Jahre nach der Diagnosestellung leben, werden in Deutschland häufig als »Krebs-Langzeit-Überlebende« bezeichnet. In Deutschland geht man aktuell von ungefähr 2,5 Mio. Langzeit-Überlebenden aus, wobei diese Zahl in der Zukunft steigen wird.

Die Wahrscheinlichkeit für Spätfolgen und Folgeerkrankungen einer Krebstherapie ist abhängig von der Krebserkrankung und der jeweiligen Behandlungsform. Dazu kommen der individuelle Krankheitsverlauf und Nebenwirkungen der Krebstherapie.

Bereits während der Krebserkrankung und der Krebstherapie können Betroffene die Folgen von Krebs spüren. Zu Spätfolgen kann es jedoch auch stark verzögert kommen. Möglicherweise treten sie erst Jahrzehnte nach der Therapie auf und werden dann nicht mehr mit der früheren Krebserkrankung in Zusammenhang gebracht. Zudem lassen sich Spätfolgen von Krebs manchmal nicht von herkömmlichen Altersbeschwerden unterscheiden.

Je nach Individualfall können Überlebende von starken Folgen betroffen sein, oder gar keine Einschränkungen erleben und komplikationsarm zu einem normalen Leben zurückkehren. Außerdem können Beschwerden vorübergehen oder permanent sein. Sie können sich sowohl verbessern als auch verschlechtern.

Die häufigsten Nebenwirkungen im Überblick:

  • die Kardiotoxizität (Schädigung des Herzens)
  • Polyneuropathien (Schädigung der Nerven)
  • und Sekundärmalignome (bösartige Erkrankungen, die durch eine Krebstherapie entstehen)
  • Erschöpfung
  • Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Ängste und Sorgen
  • Bewegungseinschränkungen

Zur verbesserten Langzeittherapie rät der Krebsinformationsdienst:

»Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf Gesundheitsrisiken bei oder nach Krebs sowie auf Beratungs- und Unterstützungsangebote an.Je nach Krankheits- und Lebenssituation können weitere Ansprechpartner und Berufsgruppen geeignet sein, etwa Psychoonkologen oder Mitarbeiter in Krebsberatungsstellen oder Reha-Einrichtungen.«

Körperliche, psychische und soziale Spätfolgen von Krebs
Gelber Zug der von links kommt und weiße Krebsschleifen
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Zahlen & Fakten
Adenokarzinom
Das Adenokarzinom ist ein bösartiger Tumor, der sich aus dem Drüsengewebe entwickelt. Dieser kann sich an verschiedene Bereiche des Körpers ausbilden. Sie kommen bei verschiedenen Krebsarten vor und bereiten sich im fast gesamten Körper aus.

Davon betroffen sind insbesondere Brustkrebs, Magenkrebs und Darmkrebs. Auch kommen sie beim Lungenkrebs, Nierenkarzinom und Prostatakarzinom vor. Sie wachsen unterschiedlich und äußern sich häufig durch Brechreiz, ungewollten Gewichtsverlust, Blutungen und Kraftlosigkeit.

Die Symptome hängen davon ab, wo das Karzinom entsteht und welche Art sie besitzt und sind daher individuell. Häufig beobachtete Symptome sind Blut im Urin/Stuhl, Erbrechen von Blut, Schmerzen in den betroffenen Regionen, Verdauungsstörungen, Schlaflosigkeit und Kraftlosigkeit.

Die Ursachen sind nicht so ganz klar. Bei einigen Menschen liegen genetische Dispositionen vor, welche vererbt oder durch Mutationen entstehen können. Ein geschwächtes Immunsystem kann zum Wachstum einer Tumorerkrankung beitragen. Bei einer vermehrten Zellteilung durch eine langfristig starke Belastung auf den Körper kann ebenfalls eine Ursache sein.

Die Behandlung hängt von Größe und Entstehungsort des Tumors ab. In den meisten Fällen wird mittel Operation der Tumor entfernt. Anschließend kommt es zur Chemo- oder Strahlentherapie.

Adenokarzinom der listige Tumor ohne Fahrschein
Motivation
Gefühle & Achtsamkeit
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Krebs nimmt Kontrolle. Termine, Diagnosen, Behandlungspläne und Nebenwirkungen bestimmen plötzlich den Alltag. »Alles kann, nichts muss« ist vielleicht kein großes Freiheitsversprechen, aber ganz sicher ein kleines. Eines, das ein wenig Erleichterung bringen kann. Denn du darfst selbst entscheiden, wie du das hier erlebst.

Der Krebs klopft nicht an die Tür und bittet um Einlass. Er nimmt Anlauf und rammt sie mit voller Kraft ein, sodass oft nur noch einzelne Holzsplitter in den Angeln hängen. Ist die Diagnose einmal ausgesprochen, beginnt meist sofort der Kampfmodus – und der schlägt sich auch sprachlich nieder. Von allen Seiten hallt es:

»Du musst stark sein.«

»Ich weiß, du schaffst das, du bist eine Kämpfernatur.«

»Bleib positiv!«

Abgesehen vom martialischen Wording würde man darauf auch selbst kommen. Wenn es denn so einfach wäre. Die Hilflosigkeit des Gegenübers verstärkt im schlechtesten Fall die eigene Unsicherheit. Und die ist eh immer da. Denn zuerst gilt es, erstmal selbst mit diesem Schock klarzukommen. Und gleichzeitig beginnt schon der - leider unfassbar anstrengende -Weg durch die Therapien, der im besten Fall zur Heilung führt.

Und ja: Klar will man kämpfen. Schließlich geht es ums eigene Überleben. Und so wird das Leben plötzlich unweigerlich zu einem großen Knäuel aus Angst, Hoffnung, Durchhalten und vor allem Erwartungen. Diese Erwartungen erzeugen dabei aber einen Druck, dem kaum standzuhalten ist – und der ehrlicherweise auch völlig unnötig ist. Denn Druck machen Diagnose und Therapie schließlich schon genug.

Dabei ist der erste Schritt in eine wahrscheinlich bessere Richtung einer, der nicht laut daherkommt, sondern leise. Und gerade deshalb so wirksam ist: erstmal das Wort »muss« aus dem eigenen Wortschatz zu streichen und durch ein sanftes »kann« ersetzen.

»Alles kann, nichts muss« stellt sich dem Druck leise entgegen und öffnet einen Raum voller Möglichkeiten, die spürbar Erleichterung in den ohnehin herausfordernden Alltag bringen können.

Du kannst kämpfen – oder es einfach nur überstehen.

Du kannst Hoffnung haben – oder Angst.

Du kannst wachsen – oder einfach nur müde sein.

Du kannst reden – oder schweigen, wenn dir danach ist.

Nichts davon macht deine Krankheit richtiger oder falscher. Du darfst jederzeit selbst entscheiden, was sich für dich gut anfühlt. Und dir die Erlaubnis geben, auch mal nicht tapfer zu sein.

Eine Krebserkrankung muss keinen Sinn haben, um verarbeitet werden zu können. Und trotzdem darfst du nach einem suchen, wenn es dir hilft. Aber du musst dafür keinen Kreuzzug antreten. Krebs ist kein Heldenepos. Und manchmal gibt es leider auch kein Happy End.

»Alles kann, nichts muss« schafft Raum für Widersprüche, für Ruhe, für Banales und im besten Fall sogar für Humor an unpassenden Stellen. Der Satz ist ehrlich, unsortiert, vielleicht hängt er manchmal in der Luft. Aber er ist immer noch weicher als ein zu starkes »Ich muss«.

Er wirkt auch, wenn sich der eigene Körper plötzlich fremd anfühlt und der Alltag damit schwer zu bewältigen ist. Denn ein gutes Körpergefühl beeinflusst auch das innere Gleichgewicht. Und das brauchen wir, um dem anstrengenden Krankheitsalltag einigermaßen ausgeglichen begegnen zu können. Während einer Krebserkrankung ist das alles andere als leicht. Auch hier kann »Alles kann, nichts muss« bedeuten:

Ich kann meinem Körper vertrauen – oder ihm misstrauen.

Ich kann ihn lieben – oder wütend auf ihn sein.

Es ist okay, ihn manchmal nicht zu verstehen, um mit ihm leben zu können.

Niemand muss gestärkt aus einer Krebserkrankung hervorgehen. Du darfst zweifeln. Du darfst verzweifeln. Du musst nicht um jeden Preis etwas aus deiner Krankheit für deinen Lebensweg mitnehmen. Das passiert oft ganz von allein – ohne dass wir uns selbst am Wegesrand anfeuern.

Der Krebs ist nur ein Teil deiner Lebensgeschichte. Kein Fazit, keine Persönlichkeit und kein allumfassendes Learning um jeden Preis. Aber er darf es werden. Und genau das geschieht manchmal ganz nebenbei, fast schon unbemerkt, und vor allem ohne, dass wir danach mit dem Wort »muss« suchen.

Alles kann, nichts muss
Bluzellen werden unter einer Lupe untersucht.
Info
Zahlen & Fakten
Akute lymphatische Leukämie
Blutkrebs
Der 21. April ist WELT-AML-Tag. Dieser Tag dient zur Aufklärung und Bekanntmachung dieser Blutkrebsform. AML steht für eine akute myeloische Leukämie und bezeichnet eine aggressive und seltene Blutkrebserkrankung, von der zwei bis vier Menschen pro 100.000 Einwohner jährlich in Deutschland betroffen sind. Bei der Personengruppe über 65 Jahren sind es 15 pro 100.000 Einwohner jährlich.

Kommen wir zur Beschreibung der Erkrankung:

Im Knochenmark werden mittels Stammzellen Blutzellen gebildet. Das Knochenmark ist also für die Bildung der roten und weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen zuständig. Rote Blutkörperchen verleihen dem Blut ihre rote Farbe und versorgen den gesamten Körper mit Sauerstoff, wohingegen weiße Blutkörperchen Infektionen und Krankheiten bekämpfen. Die Blutplättchen helfen bei der Blutgerinnung und verhindern Blutungen.

Bei der AML wird genau diese Produktion durch eine genetische Veränderung der DNA zu einer abnormen Produktion dieser Blutzellen. Diese Anomalie kann das Knochenmark füllen und ins periphere Blut gelangen und sich in verschiedenen Teilen des Körpers ausbreiten. Dadurch kommt es zu einer Beeinträchtigung der normalen Blutzellproduktion. Das Knochenmark kann somit nicht mehr genügend gesunde Blutzellen bilden.

Die Ursachen einer genetischen Veränderung als Ursache für AML sind nicht bekannt. Es gibt mögliche Risikofaktoren, die den Ausbruch dieser Erkrankung auslösen können, was jedoch nicht bedeutet, dass sie zutreffen müssen.

Mögliche Risikofaktoren sind:

  • ein fortgeschrittenes Alter (tritt häufiger im hohen Alter auf)
  • das Geschlecht (tritt häufiger bei Männern auf, als bei Frauen)
  • die Aussetzung gegenüber hoch dosierter Strahlung oder Chemikalien wie Benzol
  • vorherige Chemotherapien und/oder Strahlentherapie bei anderen Krebserkrankungen
  • das Rauchen
  • vorherige Bluterkrankungen
  • und angeborene genetische Störungen

Es erkranken auch Menschen an AML, ohne einem dieser möglichen Risikofaktoren ausgesetzt zu sein. AML ist keine Erbkrankheit, ist nicht ansteckend und kann somit nicht auf eine andere Person übertragen werden.

Anzeichen einer AML sind unterschiedlich und individuell. Die häufigsten Symptome sind Atemnot, Blutergüsse, Fieber, Schwäche und Infektionen. AML entwickelt sich meistens schnell und führt bei einer Nichtbehandlung zum Tod.

In den meisten Fällen wird eine AML diagnostiziert, wenn die Leukämie bereits fortgeschritten ist. Eine regelmäßige Blutuntersuchung  beim Hausarzt oder bei der Hausärztin als Vorsorge verhindert nicht die Leukämie, kann aber Leben retten. Eine früh erkannte Leukämie kann gut behandelt werden! Die DKMS bietet gesunden Menschen die Möglichkeit, Blutkrebserkrankten das Leben zu retten. Als registrierter Stammzellenspender kannst du Menschenleben retten!

AML – Wenn das Knochenmark krank wird
Eine junge Frau nimmt Tabletten wegen einer Antihormontherapie und macht sich Gedanken über gesundheitliche Auswirkungen.
Info
Nebenwirkungen
Brustkrebs
Die Antihormontherapie ist eine wichtige Behandlung bei hormonabhängigem Brustkrebs. Sie soll die Bildung oder Wirkung von Östrogenen und/oder Progesteron im Körper blockieren und so Brustkrebs, der hormonabhängig wächst, am Wachstum hindern.

Zu den Antihormonen gehören: Tamoxifen, Fulvestrant, Aromatasehemmer, GnRH-Analoga

Ein Blister mit Tabletten für eine Antihormontherapie.

Neben den positiven Wirkungen, bringt eine Antihormontherapie leider auch Herausforderungen mit sich. Hier sind drei Dinge, die du beachten solltest, um deine Gesundheit zu unterstützen:

⚖️ Halte dein Gewicht im Blick

Durch die Therapie kann es zu einer Gewichtszunahme kommen. Zur Prävention wird insbesondere Frauen mit Übergewicht und Adipositas eine Gewichtsreduktion empfohlen. Vor allem nach der Menopause produziert das Körperfettgewebe Östrogene (was ja gerade durch die Antihormontherapie nicht gewollt ist), sodass das die Therapie negativ beeinflussen kann.

✅ Das kannst du tun: Versuche ein gesundes Körpergewicht während deiner Antihormontherapie zu halten oder zu erreichen.

Eine junge Frau meditiert, um ihr Gleichgewicht während der Krebstherapie zu finden.

🦴 Pass auf deine Knochen auf

Die Antihormontherapie kann das Risiko für Osteoporose erhöhen, da die Knochendichte abnehmen kann. Deshalb achte auf folgende Nährstoffe, die deine Knochen brauchen: Kalzium, Vitamin D und Eiweiß.

✅ Das kannst du tun:

Kalzium: Deine Nahrung sollte kalziumreich sein. Dein Bedarf liegt bei 1.000 mg am Tag.

Vitamin D: Dein Blutwert sollte im optimalen Bereich liegen (75-125 nmol/l oder 30-50 ng/ml).

Eiweiß: Vergiss nicht, genügend Eiweiß zu essen, da es wesentlich zum optimalen Aufbau der Knochensubstanz beiträgt.

☺️ Vergiss den Spaß nicht

Eine Antihormontherapie kann anstrengend sein, aber dein Wohlbefinden und deine Lebensfreude sind genauso wichtig wie deine Behandlung. Plane gezielt Momente für dich ein: Ob Zeit mit Freunden, ein schönes Hobby oder einfach ein gutes Buch.

Fazit: Gewicht, Knochen und Lebensfreude – wenn du diese drei Bereiche im Blick behältst, kannst du deine Antihormontherapie aktiv begleiten und deine Lebensqualität verbessern.

Antihormontherapie und Brustkrebs – Das ist für dich wichtig
Zwei illustrierte Personen sitzen an einem Tisch und spielen ein Brettspiel.
Tipp
Alltag
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Zeit zusammen mit Familie und Freunden zu verbringen, ist in der kalten Weihnachtszeit besonders gemütlich und wohltuend für die Seele. Nachdem alle Gesprächsthemen versiegt, Weihnachtslieder ausgesungen und der Weihnachtspunch leergetrunken ist, ist es Zeit den Spieleabend einzuläuten. Hier ein paar tolle Spiele 🕹️🎯🎲🃏– getestet und für gut empfunden vom Pathly-Team:

Exploding Kitten (z.B. die Ü18-Variante)

Skip-Bo

Phase 10

Kniffel

Escape-Room

Dixit

Mogelmotte

Besserwisser

Codenames

Wizzard

Noch Mal

Viel Spaß, gutes Händchen und viel Glück wünschen dir die Pathlys 💜

Top Spiele für einen gemütlichen Abend
Eine Beraterin klärt über das Thema Krebs auf. Sie sitzt vor einem Notebook und eine Sprechblase mit einer Krebsschleife ist zu sehen.
Info
Dokumente & Soziales
Alle Krebsarten
Die Diagnose Krebs ist ein einschneidendes Ereignis, das viele Fragen und Unsicherheiten aufwirft und das Leben der Betroffenen und Angehörigen komplett auf den Kopf stellt. Auf einmal sind da so viele Fragen, Ängste und Sorgen. Ärzt:innen haben häufig nicht ausreichend Zeit, sich um die individuellen und psychosozialen Probleme der Patient:innen zu kümmern. In einer solchen Situation kann eine Krebsberatungsstelle wertvolle Unterstützung bieten. Doch welche Leistungen bieten Krebsberatungsstellen eigentlich an? Und wie findest du eine passende Beratungsstelle in deiner Nähe?

Krebsberatungsstellen sind spezialisierte Einrichtungen, die Betroffene und deren Angehörige in allen Phasen der Krebserkrankung unterstützen. Die Mitarbeiter:innen in den Beratungsstellen haben meist unterschiedliche Hintergründe und können dadurch zu unterschiedlichen Themen beraten. So setzt sich das Team beispielsweise aus Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen zusammen und bietet Folgendes an:

  • Psychosoziale Beratung: Krebsberatungsstellen unterstützen bei der emotionalen Bewältigung der Krankheit, Umgang mit Ängsten, aber auch Herausforderungen im Alltag und Problemen in Beziehungen mit Partner:in, Eltern, Kindern oder Arbeitskolleg:innen.
  • Sozialrechtliche Beratung: Der bürokratische Aufwand für diverse Anträge kann für Krebspatient:innen oft sehr herausfordernd sein. Beratungsstellen geben Informationen zu finanziellen Hilfen, Rentenansprüchen und beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen und unterstützen bei Antragsverfahren, wie zum Beispiel zur Beantragung eines Schwerbehindertenausweises.
  • Medizinische Informationen: Doch auch wenn du medizinische Fragen zu deiner Erkrankung hast oder einen Teil deines Therapieplans nicht richtig verstehst, können Krebsberatungsstellen dich unterstützen. Zwar ersetzen Krebsberatungsstellen keine ärztliche Beratung, jedoch klären sie dich bei Bedarf genauer über deine Diagnose auf und stärken dich in deiner Rolle als Patient:in.
  • Vermittlung von Hilfsangeboten: Krebsberatungsstellen sind außerdem eine gute Anlaufstelle, wenn es um die Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten, wie zum Beispiel Selbsthilfegruppen, Rehabilitationseinrichtungen und anderen unterstützenden Diensten geht.
  • Palliativ Versorgung: Palliativmaßnahmen kommen zum Einsatz, wenn die Krankheit unter medizinischen Gesichtspunkten nicht mehr geheilt werden kann. Einige Krebsberatungsstellen bieten Palliativhilfe und -beratung an und helfen Patient:innen und Angehörigen die Angst für den letzten Lebensabschnitt der erkrankten Person zu nehmen.

Wie findest du die passende Krebsberatungsstelle?

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Krebsberatungsstellen, die bundesweit verteilt sind. Diese Stellen werden von verschiedenen Organisationen und Einrichtungen betrieben, darunter Krankenhäuser, soziale Träger und gemeinnützige Organisationen. Bestenfalls kann dein:e Ärzt:in dir eine Einrichtung in deiner Nähe empfehlen. Oder schaue gerne einmal auf der Seite des Krebsinformationsdienstes vorbei: Dort gibt es eine Übersicht mit allen Beratungsstellen. Viele Krebsberatungsstellen haben aber auch eine eigene Website mit Informationen zu den entsprechenden Angeboten und Kontaktdaten der Einrichtung. Mit einer kurzen Internetrecherche findest du also bestimmt auch ein passendes Angebot in deiner Nähe.

Der Kontakt zu einer Krebsberatungsstelle ist oft recht leicht. Als niedrigschwellige Anlaufstelle kannst du dich einfach persönlich, online oder telefonisch bei der entsprechenden Einrichtung melden und bekommst normalerweise kurzfristig innerhalb von ein bis zwei Wochen einen Termin – kostenlos und unbürokratisch.

Schau doch gerne auch einmal auf unserer Seite zu weiteren Hilfsangeboten vorbei, vielleicht findest du dabei schon eine Einrichtung in deiner Nähe!

www.pathly.app/hilfsangebote

Krebsberatungsstellen für Patient:innen und Angehörige
Zwei Hände die eine Mutperlenkette halten
Info
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Eine aufgefädelte Krankengeschichte. Ein Tagebuch ohne Worte, an dessen Ende steht die Blume steht.

Vielleicht hast du die Perlen schon einmal bei Kindern und Jugendlichen auf deiner Station gesehen? Die Mutperlenkette wird an Kinder und Jugendliche mit der Diagnose Krebs verschenkt. Oft entsteht eine lange Kette, die über dem Infusionsständer hängt und stolz mit geschoben wird, zwischen all den Medikamentenbeutel am Infusionsständer. Ein kleiner Lichtblick, wenn man nach oben sieht.

Jede Perle steht für einen ganz besonderen Schritt in deiner Krebstherapie. Zu Beginn gibt es den blau weißen Anker. Er steht für Mut und Hoffnung. Die Hoffnung, wieder gesund zu werden. Mit jeder durchgestandenen Behandlung und nach jeder schmerzhaften Untersuchung kommt eine weitere ganz besonders geformte Perle hinzu. Für eine Untersuchung, Bestrahlung, Chemotherapie, Haarausfall, Ultraschall, etc. bekommt man eine Perle. Jede sieht anders aus und hat seine eigene Bedeutung, doch die wichtigste Perle ist die Blume. Die hellblaue Blume steht am Ende einer erfolgreichen Krebstherapie, sie ist das Zeichen dafür, dass man alles geschafft hat und endlich gesund ist.

Da es nichts zu verschönern gibt und die Realität auch manchmal weniger schön verläuft als eine bunte Kette mit einer Blume am Ende, gibt es auch noch den Schmetterling und das rote Herz, diese Perlen dürfen die Eltern bei ihrem verstorbenen Kind auf die Kette fädeln.

Was sind deine Mutperlen? Wie erinnerst du dich an durch gestandene Behandlungen, deine persönliche Krankengeschichte und deine Erfolge? Was machst du, um dich daran zu erinnern, was du schon alles geschafft hast? Eine Fotowand, ein Tagebuch, ein Blog, Instagram oder eine eigene Mutperlenkette?

Zu sehen, was man schon geschafft hat, kann dir helfen neue Kraft zu tanken, Mut zu fassen und nicht aufzugeben.

Die Mutperlenkette – Wenn Perlen eine Geschichte erzählen
Ein Elternpaar schaut besorgt auf ihr Kind und suchen nach den richtigen Worten.
Tipp
Endlichkeit
Alle Krebsarten
Durch eine Krebsdiagnose werden wir ungewollt wachgerüttelt. Ein gesunder Körper ist für viele eine Selbstverständlichkeit – erst, wenn man erkrankt, wird einem bewusst, wie wertvoll und unbezahlbar Gesundheit ist.

Obwohl es für viele Krebsarten gute Heilungschancen gibt, ist die Angst vor dem Tod auf einmal ganz nah. Werde ich sterben? Wann werde ich sterben? Wird es schmerzlich sein oder ist es wie einschlafen? Habe ich das Leben so gelebt, wie ich es mir immer vorgestellt habe? Ja, nein? Warum eigentlich nicht? Bin ich bereit, zu sterben? …

Viele solcher Fragen können bei deiner Diagnose hochkommen. Die Angst vor dem Tod ist erstmal eine ganz »normale« und verständliche Angst. Wir wissen nicht, was nach dem Tod mit uns passiert. Und egal ob wir an ein Leben danach glauben oder nicht, das Unwissen darüber kann beunruhigen. Was hilft dir dabei diese Angst näher kennenzulernen und es schaffen, dass sie dich im Alltag nicht lähmt?

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💭 Mache dir bewusst, dass die Angst da sein darf. Lade sie zu dir ein und frage sie, was sie dir sagen möchte.

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🌅 Lasse dein Leben Revue passieren: Worauf bist du besonders stolz, was sind deine schönsten Erinnerungen und mit wem hast du deine schönsten Glücksmomente verbracht. Male dir diese Punkte so bunt wie möglich aus oder stelle dir dein Leben vor wie ein Film. Wertschätze dein Leben, welches du bis jetzt leben durftest.

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💪 Vielleicht kommen jetzt die ganzen Dinge hoch, die du bisher noch nicht gemacht oder geschafft hast. Schreibe sie auf und überlege dir, welche Dinge du unbedingt noch erleben möchtest. Gibt es etwas, was du vielleicht sofort noch heute umsetzen kannst? Tue es!

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✍️ Schreibe auch alles auf, wofür du dankbar bist. Vielleicht gibt es auch ein paar Menschen in deinem Leben, denen du einfach mal »Danke« sagen möchtest. Schreibe ihnen, rufe sie an oder denke an sie und lasse ihnen die Worte, Gedanken und Gefühle da, die sich gerade stimmig für dich anfühlen.

Bei all den Tipps, mache dir bewusst, dass du nie »fertig« sein wirst, zu leben. Das Leben ist nicht perfekt und man wird nie alles gesehen, erlebt und gefühlt haben. Das ist OK so. Lerne in den Moment zu leben – im Hier und Jetzt. Lerne, das Leben zu genießen – mit all den Hochs und Tiefs. Lenke deine Energie auf die Zeit, die du noch hast. 💜
Ich, der Krebs und der Tod
Illustration einer Frau bei der Physiotherapie
Tipp
Alltag
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Eine geeignete Einrichtung für die Anschlussheilbehandlung (kurz: AHB) zu finden ist nicht leicht. Die Wahl hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Unter anderem spielt auch das Alter eine Rolle. Da immer mehr junge Menschen an Krebs erkranken, haben sich einige Kliniken auf genau diese Zielgruppe spezialisiert. Nachfolgend wollen wir euch vier Kliniken, speziell für junge Betroffene, vorstellen:
1

Tannheim

In der Nachsorgeklinik Tannheim sind Jugendliche, sowie junge Erwachsene bis zu einem Alter von 26 Jahren willkommen. Die Reha/ AHB dauert dort grundsätzlich 28 Tage. Örtlich gelegen ist die Klinik in Villingen-Schwenningen im schönen Schwarzwald und die Angebote reichen von Sporttherapie bis Physiotherapie.

Weitere Infos gibt es unter: www.junge-reha.de
2

Katharinenhöhe

Die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe ist ebenfalls im Schwarzwald gelegen, genauer gesagt in Schönwald. Sie bietet ein breites Angebot an Therapien, wie Sporttherapie oder Meditation. Hier kommen Jugendliche und junge Erwachsene bis zu einem Alter von 28 Jahren unter. Die Dauer der Reha/AHB beträgt vier Wochen.

Hier geht’s zur Webseite: www.katharinenhoehe.de
3

Bad Oexen

Die Klinik Bad Oexen bietet ein breites Reha-Angebot für verschiedene Altersklassen: Reha für junge Erwachsene, 32 Plus-Reha, 50 Plus-Reha und Familienreha. Die Reha für junge Erwachsene beherbergt Menschen bis zu einem Alter von 32 Jahren und dauert vier Wochen. Im Vordergrund steht hier die Gemeinschaft, man befindet sich immer in derselben Reha-Gruppe. Die Klinik liegt in Bad Oeynhausen, in Nordrhein-Westfalen.

Weitere Infos gibt es hier: www.junge-erwachsene-reha.de
4

Sylt

Die Asklepios Kliniken Sylt und Triberg haben ein gemeinsames Reha-Konzept für junge Erwachsene von 25–35 Jahren entwickelt. Die Sportangebote reichen hier von Surfen bis Beachvolleyball. Des Weiteren gibt es als Besonderheit einen Kochkurs mit einem Sternekoch. Der Aufenthalt in der Asklepios Klinik lässt sich flexibel und gemäß den Bedürfnissen der Betroffenen gestalten.

Schaut gerne mal vorbei: www.asklepios.com

Gut zu wissen …

Und das ist nur eine kleine Auswahl von Reha/ AHB Angeboten für junge Betroffene. Weitere Entscheidungsgründe können beispielsweise die Lage, die Bilder auf der Webseite oder Google Bewertungen sein. Worauf schlussendlich die Wahl fällt, ist eine ganz individuelle Entscheidung.

Anschlussheilbehandlung und Reha für junge Betroffene
Reh mit roter Nase. Es schneit im Hintergrund
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Brrrrrrr. Es ist Winter: dunkel, grau und kalt. Die Tage werden kürzer und kürzer, wir werden immer müder und müder. Der Winter drückt bei vielen Menschen die Stimmung und kann zu Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Unausgeglichenheit führen. Der Fachbegriff dafür ist die sogenannte saisonal bedingte Depression. Das klingt ziemlich dramatisch, deswegen lasst es uns doch einfach den Winterblues nennen.

Trotzdem ist der Winterblues kein Zuckerschlecken und kann deine Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Der Hauptgrund für dieses alljährliche Tief ist mangelndes Tageslicht. Die Sonne scheint weniger, wir gehen seltener an die Frische Luft und das führt dazu, dass dein Körper weniger Serotonin (das sogenannte Glückshormon) produziert. Je weniger Tageslicht wir abbekommen, desto mehr Melatonin (ein Hormon, das für unseren Tag-Nacht-Rhythmus zuständig ist und schlaffördernd wirkt) schüttet unser Körper aus und das macht nun mal einfach müde.

Wir haben 6 Tipps für dich zusammengestellt, um den Winterblues Schachmatt zu setzen.

1

🌳 Geh an die frische Luft
Auch wenn der Himmel grau und wolkig ist, kann dir Tageslicht dabei helfen mehr Serotonin zu produzieren. Mach also täglich einen Spaziergang und verbring Zeit an der frischen Luft.

2

🪟 Setz dich ans Fenster
Wenn du häufig in geschlossenen Räumen bist, sei es auf der Arbeit, in der Universität oder zu Hause, versuch dir einen Platz am Fenster zu suchen, um mehr Tageslicht abzubekommen.

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🛁 Nimm dir Zeit für dich und gönnt dir dein Wohlfühlpaket
Tue dir etwas Gutes und versuch dir Momente zu schaffen, in denen du dich wohlfühlst. Das kann zum Beispiel ein heißes Bad sein, eine Gesichtsmaske, ein Besuch im Spa oder in der Sauna.

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👯‍♀️ Verbring Zeit mit Freunden und Familie
Verbring Zeit mit deinen Freunden, deiner Familie und nimm dir Zeit für deine Hobbys, denn das Zusammensein mit deinen Lieben kann sich sehr positiv auf dein Wohlbefinden ausüben. Also, zieh dich nicht zurück und plane das nächste Treffen mit deinen Liebsten. Auch gemeinsames Pläne schmieden kann sich positiv auf deine Stimmung auswirken.

5

☀️ Vitamin D
Zu wenig Tageslicht kann dazu führen, dass dein Körper zu wenig Vitamin D (das Sonnenvitamin) produziert. Deswegen kann es sinnvoll sein, deinen Vitamin D Spiegel von deinem Arzt oder deiner Ärztin kontrollieren zu lassen, um einen Mangel auszuschließen. Dein Arzt oder deine Ärztin kann dann die richtige Dosierung mit dir absprechen.

Achtung: Der Bluttest selbst wird in der Regel leider nicht von der Krankenkasse übernommen und kostet zwischen 20 und 30 Euro.

6

📆 Gestalte deinen Alltag
Manchmal neigen wir dazu unserem Winterblues nachzugeben und unsere Zeit auf dem Sofa zu verbringen, nichts zu tun und Trübsal zu blasen. Tägliche Rituale und Struktur können dir dabei helfen, dem Winterblues entgegenzuwirken. Nimm dir Zeit für gesundes, ausgiebiges Frühstück, einen Spaziergang und versuch dich regelmäßig zu bewegen. Auch ein kleines Ritual vor dem Schlafengehen kann helfen, um entspannter einschlafen. Du kannst dir zum Beispiel einen warmen Tee machen und dir drei Dinge aufschreiben, für die du an diesem Tag dankbar bist. So kannst du deinen Tag mit warmen Gedanken abschließen.‍

Tipps gegen Winterdepression
Die Leber, Gallenblase und Gallengänge in einer Illustration dargestellt.
Info
Zahlen & Fakten
Gallengangkrebs
Gallenblasenkrebs
Der Februar ist Awareness-Monat für Gallenblasen- und Gallengangskrebs. Mit über 8000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland, gehört er zu den seltenen Krebsarten. Krebserkrankungen der Gallengänge und der Gallenblase werden auch zusammengefasst unter dem Begriff »biliäre Karzinome«. Der Begriff »biliär« bedeutet »zur Galle gehörig«.

Etwa ein Liter Lebergalle wird täglich von der Leber produziert. Diese hilft bei der Fettverdauung und dient als Ausscheidungsmechanismus von Abbauprodukten. Die Flüssigkeit gelangt über die Gallenwege in die Gallenblase. Dort wird sie gespeichert, eingedickt und bei Bedarf in den Darm abgegeben. Das Gallensystem wird in die Gallenblase und die Gallengänge unterteilt. Gallenblasenkrebs entsteht in den Zellen der Gallenblase. Entsteht der Krebs in den Gallengängen, wird der Gallengangskrebs unterschieden in: »intrahepatisch« (innerhalb der Leber), »hilär« (Vereinigung der Lebergänge) und »extrahepatisch« (außerhalb der Leber).

🚨 Risikofaktoren

Das Risiko für Krebs im Gallensystem wird durch viele verschiedene Ursachen erhöht. Vor allem lange und chronisch andauernde Entzündungen beeinflussen das Krebsrisiko.

Risikofaktoren für Gallengangskrebs sind:

starkes Übergewicht

Zuckerkrankheit

chronische Entzündungen

Rauchen

Leberzirrhose

chronische Hepatitis

Infektionen

chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Alkoholkonsum

nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen

Risikofaktoren für Gallenblasenkrebs:

Gallensteine

starkes Übergewicht

Gallenblasenpolypen

chronische Gallengangsentzündungen

Zuckerkrankheit

Porzellangallenblase

Krebs des Gallensystems vorbeugen?

Eine gesunde Lebensweise kann das Risiko für Krebs des Gallensystems senken, doch nicht alle Risikofaktoren sind durch den Lebensstil beeinflussbar.

🤔 Symptome

Gallengangskrebs verursacht anfänglich oft wenige Symptome. Außerhalb der Leber kann Gelbsucht ein frühes Anzeichen sein, während sie innerhalb der Leber erst später auftritt. 
Im Frühstadium verläuft diese oft schmerzfrei.

Mögliche Symptome können sein:

gelb gefärbte Haut und Augen

heller werdender Stuhlgang und stark juckende Haut

Druckgefühl/Schmerzen rechter Oberbauch

tastbare vergrößerte Gallenblase

ungewollter Gewichtsverlust

Übelkeit, Appetitlosigkeit und allgemeine Schwäche

Eine Waage für das Gewicht.

Gallenblasenkrebs verursacht oft Symptome, die vieldeutig sind und auch bei anderen Erkrankungen der Gallenwege oder Leber vorkommen können.

Häufigste Symptome:

rechtsseitige Oberbauchschmerzen

Gelbsucht und intensiver Juckreiz der Haut

Zufallsbefund

Gallenblasenkrebs wird von Ärzt:innen häufig zufällig entdeckt. Beispielsweise nach der Entfernung der Gallenblase oder durch Untersuchungen aus anderen Gründen.

🩻 Diagnose

Neben der Abfrage von Vorerkrankungen und Beschwerden bei einem Verdacht, ist auch das Abtasten, vorzugsweise des rechten Oberbauches, wichtig für die Diagnose. Weitere Hinweise können auch veränderte Blutwerte liefern und so beispielsweise einen Rückstau der Galle zeigen.

Drei Reagenzgläser mit Blutproben in einem Ständer.
Folgende Untersuchungen helfen bei der Erkennung:

Ultraschalluntersuchung

Magnetresonanztomographie (MRT)

Computertomografie (CT)

endoskopische Darstellung

Gewebsprobe (Biopsie)

💊 Behandlung

Neben der Art des Tumors, dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten spielt auch eine Rolle, wie weit sich der Tumor bereits im Körper ausgebreitet hat. Eine Operation zur vollständigen Entfernung, kann in frühen Stadien ausreichend sein. Ist der Krebs jedoch fortgeschritten, bekommen die Betroffenen zusätzliche Medikamente (zum Beispiel im Rahmen einer Chemotherapie oder zielgerichteten Therapie).

Wichtig!

In allen Stadien ist es wichtig, dass sogenannte Gallengangsverschlüsse von Ärzt:innen behandelt werden.

Gallenblasen- und Gallengangskrebs-Awareness-Monat

Leider konnten wirkeinen passenden Wegweiser finden.

Unsere Website ist derzeit noch im Aufbau. Deswegen ist es möglich, dass wir zu dem Thema, das dich interessiert, noch keinen Beitrag geschrieben haben. Schlag uns gern ein Thema vor.

Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

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