
Alle Rezepte sind auf auf vier Becher beziehungsweise Gläser ausgelegt. Milchprodukte können durch vegane Varianten ausgetauscht und der Zuckergehalt nach Belieben angepasst werden.
Außerdem solltet ihr keine Zutaten verwenden, die eventuelle Wechselwirkungen mit euren Krebsmedikamenten verursachen. Bei Unsicherheiten sprecht bitte zuerst mit euren Ärzt:innen.
Zutaten: 125 g Zartbitter-Schokolade, 1 TL Zucker, 3 EL Schlagsahne, 750 ml frisch gekochter Kaffee
Zubereitung: Schokolade in Stücke brechen und in eine Metallschüssel geben. Die Schokolade im heißen Wasserbad bei schwacher Hitze unter Rühren schmelzen lassen. Zucker und Sahne unterrühren. Den Kaffee nach und nach mit dem Schneebesen unterschlagen. So lange, bis die Masse schaumig ist. Schokoladenkaffee auf Tassen verteilen. Wer mag, kann ihn noch mit geschlagener Sahne garnieren.
Zutaten: 800 ml Wasser, 16 Zweige frische Minze (alternativ 1 bis 2 Teebeutel Minze), 100 ml Holunderblütensirup, 100 ml Apfelsaft, 2 Bio-Limetten
Zubereitung: Wasser aufkochen und frische Minze oder Teebeutel hinzugeben und circa fünf Minuten ziehen lassen, danach Minze oder Teebeutel herausnehmen. Die Limetten heiß waschen, abtrocknen, die Schale abschälen (mit so wenig Weiß wie möglich) und den Saft auspressen. Vier Streifen der Schale für die Deko beiseite legen. Holunderblütensirup, Apfelsaft, Limettensaft und Limettenschale zum Minztee in den Topf geben und erhitzen. Sobald Dampf aufsteigt, die Hitze etwas reduzieren und fünf Minuten ziehen lassen. Den Hugo in vier Gläser füllen und mit der Limettenschale dekorieren.

Zutaten: 750 ml Apfelsaft, 250 ml Orangensaft, 2 Zimtstangen, 3 Nelken, 2 Sternanis, 1 Bio-Orange, Apfel zum Garnieren
Zubereitung: Apfel- und Orangensaft in einen Topf geben und auf mittlerer Stufe erwärmen, bis er dampft, aber nicht kocht. Topf von der Herdplatte ziehen, dann Zimtstangen, Nelken und Sternanis hinzugeben. Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit einem Schäler abziehen und die Schale zur Mischung geben und dann für mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Den Apfelpunsch mit einem Sieb in die Gläser füllen. Apfel in dünne Scheiben schneiden und damit dekorieren und genießen. Tipp: Der Punsch hält sich im Kühlschrank rund sieben Tage und kann nach Bedarf nochmals erwärmt werden.
Zutaten: 4 Beutel Beerentee, 1 L Wasser, 500 ml schwarzer Johannisbeersaft, 2 Orangen, 2 Zimtstangen, 2 Sternanis, 5 Nelken, 1 Vanilleschote, 2 EL Honig
Zubereitung: Wasser in einem Topf aufkochen, die Teebeutel hineinhängen und fünf Minuten ziehen lassen. Orangen auspressen, die Vanilleschote halbieren und auskratzen. Teebeutel entfernen, dann den Orangensaft und das Vanillemark zu dem Tee geben. Danach Johannisbeersaft, Zimtstangen, Sternanis, Nelken und Honig hinzufügen und alles kurz aufkochen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, Deckel drauf und 15 Minuten ziehen lassen. Abschließend in Gläser oder Becher füllen und servieren.


⚖️ Es kommt – wie mit allem – auf die Menge und darauf an, wie ausgewogen deine Ernährung sonst ist. Problematisch ist Zucker, wenn du ihn in zu großen Mengen verzehrst und er diejenigen gesunden und nährstoffreichen Lebensmittel verdrängt, die du sonst essen solltest. Das Problem ist auch, dass vielen Lebensmitteln Zucker in hohen Mengen zugesetzt wird – auch bei solchen, bei denen du es vielleicht nicht erwartest.
✅ Die WHO empfiehlt, dass weniger als 10 % der Gesamtenergie am Tag aus freiem Zucker verzehrt werden sollte. Bei einer Person mit einem Kalorienbedarf von 2.000 kcal am Tag wären das 200 kcal aus freiem Zucker. Das entspricht 50 g Zucker oder 16 Zuckerwürfeln. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker in Deutschland lag in 2023 bei 32,2 Kilogramm, was einer täglichen Aufnahme von rund 91 Gramm entspricht. Diese Menge übersteigt die empfohlene maximale Tagesdosis deutlich.
Und genau das ist das Problem: Es ist nicht das Stück Kuchen, dass du dir ab und zu gönnen möchtest, sondern die Gesamtaufnahme an Zucker, die über längere Zeit viel zu hoch ist.
🤐 Ein Verzicht auf Zucker und Kohlenhydrate per se führt auch nicht dazu, dass Krebszellen verhungern. Krebszellen können ihre Energie auch aus Eiweiß und Fett beziehen, so dass statt des Krebses dein Körper verhungert, weil ihm wertvolle Energie aus Kohlenhydraten fehlt.
🍰 Du musst Zucker daher nicht komplett aus deiner Ernährung verbannen. Plane ihn ab und zu und in nicht zu großen Mengen ein. Einem Stück Kuchen bei deiner Familienfeier steht bei einer sonst ausgewogenen Ernährung nichts im Weg. Außerdem kann eine kleine Süßigkeit viel mehr sein als nur Essen: Nämlich ein Stück Erinnerung, Genuss oder Lebensfreude.


Etwa ein Liter Lebergalle wird täglich von der Leber produziert. Diese hilft bei der Fettverdauung und dient als Ausscheidungsmechanismus von Abbauprodukten. Die Flüssigkeit gelangt über die Gallenwege in die Gallenblase. Dort wird sie gespeichert, eingedickt und bei Bedarf in den Darm abgegeben. Das Gallensystem wird in die Gallenblase und die Gallengänge unterteilt. Gallenblasenkrebs entsteht in den Zellen der Gallenblase. Entsteht der Krebs in den Gallengängen, wird der Gallengangskrebs unterschieden in: »intrahepatisch« (innerhalb der Leber), »hilär« (Vereinigung der Lebergänge) und »extrahepatisch« (außerhalb der Leber).
Das Risiko für Krebs im Gallensystem wird durch viele verschiedene Ursachen erhöht. Vor allem lange und chronisch andauernde Entzündungen beeinflussen das Krebsrisiko.
Gallengangskrebs verursacht anfänglich oft wenige Symptome. Außerhalb der Leber kann Gelbsucht ein frühes Anzeichen sein, während sie innerhalb der Leber erst später auftritt. Im Frühstadium verläuft diese oft schmerzfrei.

Gallenblasenkrebs verursacht oft Symptome, die vieldeutig sind und auch bei anderen Erkrankungen der Gallenwege oder Leber vorkommen können.
Neben der Abfrage von Vorerkrankungen und Beschwerden bei einem Verdacht, ist auch das Abtasten, vorzugsweise des rechten Oberbauches, wichtig für die Diagnose. Weitere Hinweise können auch veränderte Blutwerte liefern und so beispielsweise einen Rückstau der Galle zeigen.

Neben der Art des Tumors, dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten spielt auch eine Rolle, wie weit sich der Tumor bereits im Körper ausgebreitet hat. Eine Operation zur vollständigen Entfernung, kann in frühen Stadien ausreichend sein. Ist der Krebs jedoch fortgeschritten, bekommen die Betroffenen zusätzliche Medikamente (zum Beispiel im Rahmen einer Chemotherapie oder zielgerichteten Therapie).

Wir verraten Dir ein paar Tipps, wie auch du dich auf die (Vor-) Weihnachtszeit einstimmen kannst:

Hinzukommt oftmals auch Schmerzen in den Beinen und Gangstörungen. Derzeit gibt es noch keine Therapie, welche die Polyneuropathie zur sofortigen Heilung führt. Jedoch gibt es Möglichkeiten, die Nebenwirkungen in Schach zu halten.

Du kannst deinen Körper mit ausreichend Eiweiß im Essen gut unterstützen. Bei einer Bestrahlung oder Chemotherapie beispielsweise, kannst du deinem Körper helfen, dass er die angegriffenen Schleimhäute gut wieder aufbauen kann. Auch nach einer Operation hilft das Eiweiß, die Wunde schnell zu verschließen.
Unabhängig von der Therapiemethode bewirkt der Tumor selbst eine Umstellung im Stoffwechsel, sodass verstärkt das Körpereiweiß abgebaut wird. Kommt es zusätzlich zu einem Gewichtsverlust mit einhergehendem Muskelabbau, wird eine ausreichende Eiweißversorgung umso wichtiger.
Pflanzlich: Haferflocken, Linsen, Tofu, Erbsen, Mandeln

Tierisch: Emmentaler, Hähnchenbrust, Lachs, Eier, Quark


Während meiner Chemotherapie und Bestrahlung hat mich der Verlust meiner Haare wenig beschäftigt. Als klar war, dass sie ausfallen würden, habe ich sie raspelkurz rasiert. Eine Woche später waren sie dann größtenteils ausgefallen. Im Winter hielt ich mein kahles Köpfchen mit kuscheligen Mützen warm, bei wärmeren Temperaturen trug ich Turbane in allen erdenklichen Farben. So blieb es über ein Jahr lang.
Dann waren die Hochdosis-Chemotherapie und die Bestrahlung des Kopfes geschafft, und ich nahm nur noch orale Zytostatika im Rahmen der Erhaltungstherapie ein. Von allen Seiten hörte ich: ›Jetzt kommen auch die Haare wieder.‹
Und tatsächlich – zunächst tat sich etwas. Erst zeigte sich ein feiner Flaum, dann wurden es langsam mehr Haare. Ich unterstützte das Wachstum mit Kopfmassagen und speziellen Seren. Als sich irgendwann kaum noch etwas veränderte, erklärte ich mir das mit der weiterhin laufenden Chemotherapie.
Doch auch nachdem diese nach eineinhalb Jahren beendet war, blieb das Haarwachstum stehen. Vor allem im Bereich der klassischen Geheimratsecken und am Oberkopf war die Haardichte weiterhin sehr gering. Eine Zeit lang pflegte und massierte ich weiter – ohne sichtbaren Erfolg.
Ich fühlte mich zunehmend unwohl. Nicht aus reiner Eitelkeit, sondern weil ich mir wünschte, die sichtbaren Spuren meiner Krebserkrankung endlich hinter mir lassen zu können.
Frustriert begann ich zu recherchieren und stieß auf sogenannte »Haarsprechstunden«, die von einigen Dermatolog:innen angeboten werden. Leider handelt es sich dabei meist um Selbstzahlerleistungen.
Nach über drei Jahren ohne zufriedenstellenden Haarwuchs war ich jedoch zunehmend verzweifelt – und entschied mich schließlich, es auszuprobieren. Die behandelnde Ärztin empfahl mir eine Mesotherapie.
Die Mesotherapie ist eine minimalinvasive Behandlung, die insbesondere bei erblich bedingtem Haarausfall Erfolge gezeigt hat. Sie ist jedoch keine etablierte Standardtherapie für Haarwachstumsstörungen nach einer Krebserkrankung.
Bei der Behandlung werden sehr kleine Mengen verschiedener Wirkstoffe direkt in die oberste Schicht der Kopfhaut injiziert. Zum Einsatz kommt ein spezielles Gerät, das ein wenig an eine Pistole erinnert und mehrere feine Nadeln gleichzeitig in die Kopfhaut setzt. So gelangen Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente und teilweise durchblutungsfördernde Wirkstoffe genau dorthin, wo sie wirken sollen: an die Haarwurzel.
Nach einer Krebstherapie sind die Haarwurzeln häufig geschwächt oder befinden sich noch im ›Erholungsmodus‹. Die Mesotherapie soll helfen, sie wieder zu aktivieren. Sie kann die Durchblutung der Kopfhaut fördern und die Versorgung der Haarfollikel mit Nährstoffen unterstützen.
Wichtig ist mir dabei zu betonen: Mesotherapie zwingt Haare nicht zum Wachsen. Sie schafft vielmehr bessere Bedingungen dafür – ähnlich wie gute Erde und ausreichend Wasser für eine Pflanze.
Aktuell lasse ich meine Kopfhaut etwa alle vier Wochen behandeln. Ehrlich gesagt empfinde ich die Prozedur nicht als besonders angenehm – auch wenn sie oft als schmerzarm beschrieben wird. Sie kostet mich jedes Mal ein wenig Überwindung.
Dennoch zeigen sich erste Erfolge. Nach zwei bis drei Behandlungen ging es plötzlich los: Zwischen meinen inzwischen länger gewachsenen Haaren tauchten nach und nach viele kleine neue Härchen auf. Mittlerweile trage ich alle möglichen Haarlängen gleichzeitig auf dem Kopf.
Man darf allerdings keine Wunder erwarten. Der Fortschritt ist sichtbar, aber langsam. Jedes Mal kommen nur wenige Haare dazu. Es ist definitiv eher ein Marathon als ein Sprint. Meine Ärztin hat mir von Anfang an gesagt, dass man mit einem langen Zeitraum rechnen muss – bis, wenn alles gut läuft, ein möglichst vollständiger Haarwuchs erreicht ist.
Meine bisherigen Erfahrungen mit der Mesotherapie sind insgesamt positiv. Sie scheint meinen Haarwurzeln einen Impuls zu geben und den Prozess des Nachwachsens wieder in Gang zu bringen. Trotzdem ist sie keine Garantie und kein Allheilmittel. Haarwachstum braucht Zeit – und Geduld.
Diese invasive Maßnahme habe ich erst nach vielen Jahren ohne gleichmäßigen Haarwuchs in Betracht gezogen. Für Menschen in einer ähnlichen Situation kann die Mesotherapie ein möglicher Weg sein. Wichtig ist jedoch, sich vorab bei dafür ausgebildeten Dermatolog:innen zu informieren und die Behandlung mit den betreuenden Onkolog:innen abzusprechen.

Meist verlieren die Patient:innen nach einer Chemotherapie alle Haare auf dem Kopf. Die Haare fallen in der Regel aber nicht alle auf einmal aus, sondern nach und nach, manchmal aber auch büschelweise.Gesetzlich versicherte, weibliche Patienten, bei denen Haarausfall wahrscheinlich ist, erhalten schon vor Therapiebeginn ein Rezept für eine Perücke.
Ob die Krankenkasse eine Perücke auch bei Männern genehmigt, muss vorab mit der Krankenkasse geklärt werden, denn nicht alle Versicherungen übernehmen die Kosten.
Nicht immer, aber oftmals sind nicht nur die Kopfhaare betroffen, sondern auch alle anderen Körperhaare wie z.B. Augenbrauen und Wimpern. Sollten deine Wimpern ausfallen, solltest du bestenfalls eine Brille tragen, um deine Augen vor Staub zu schützen. Augentropfen helfen außerdem, deine Augen mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Der Haarausfall beginnt ungefähr zwei bis drei Wochen nach Beginn der ersten Therapie. Etwa sechs bis acht Wochen nach der letzten Infusion fangen die Haare wieder an, nachzuwachsen.
Es gibt leider bisher keine zuverlässige Methode, dem Haarausfall bei einer Chemotherapie vorzubeugen. Manche Patient:innen versuchen es dennoch mit einer Kühlung der Kopfhaut. Dabei wird während der Behandlung die Kopfhaut auf etwa 20 Grad Celsius heruntergekühlt. Die Kühlung erfolgt während der Infusion, manchmal wird schon 10 – 20 Minuten vorher begonnen und kann nach Ende der Infusion noch bis zu eineinhalb Stunden fortgesetzt werden. Vor dem Aufsetzen der Kühlhaube werden die Haare meistens befeuchtet und anschließend schließt man die Kappe an ein Gerät, welches die Kühlflüssigkeit in die Kappe pumpt. Andere Kappen, die nicht angeschlossen werden, bestehen hingegen aus Gel gefüllten Kühlelementen, die vor den Behandlungen tiefgefroren werden.
»Ich hatte damals Brustkrebs und entsprechend war u.a. Taxol einer der Wirkstoffe meiner Chemotherapie. Mir wurde ziemlich schnell mitgeteilt, dass ich mit Haarausfall rechnen sollte. Ich hatte gefragt, ob eine Kältekappe sinnvoll ist, da ich damals noch Haare bis zur Brust hatte und ich mir nicht hätte vorstellen können, diese jemals zu verlieren. Meine Frauenärztin hat mir damals davon abgeraten, denn bisher haben die Studien nur ergeben, dass nur Teile der Haare erhalten bleiben. Ich habe mir vorgestellt, dass eine Glatze kaum schlimmer aussehen kann, als nur noch büschelweise Haare auf dem Kopf zu haben. Ich habe mich daher gegen die Kältekappe entschieden und bin stattdessen ziemlich früh zum Friseur gegangen, der mir meine Haare auf zwei mm abrasiert hat und es sah nur halb so schlimm aus. Ich wollte gerne die Situation vermeiden, büschelweise Haare auf dem Boden oder im Bett aufzusammeln und für mich war das absolut die richtige Entscheidung, die ich bis heute nicht bereue. Ich habe mir bei dem Friseur eine Perücke gekauft, die ich vielleicht zweimal getragen habe. Ich muss sagen, ich fand es viel schöner, mit Mützen und Schals zu experimentieren, anstatt diese juckende Perücke aufzusetzen. Wenn es warm war, habe ich meine Glatze schön eingecremt und sie gezeigt, damit sie mal Luft bekommt. Anfangs muss man sich an die Blicke gewöhnen, aber irgendwann wurden sie mir egal.«
»Ich konnte so sein wie ich bin, und das war für mich das Wichtigste. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, es gibt hier weder richtig noch falsch.«


Vorsätze sind neue Gewohnheiten, die erst etabliert werden wollen. Und das braucht Zeit! ⏳
Wir geben die hier ein paar Tipps, wie es vielleicht dieses Jahr mit deinen Vorsätzen klappt:
Sei realistisch
Setze dir lieber kleine, machbare Ziele. Kleine, erreichbare Schritte helfen dir, immer weiter dranzubleiben. 👣
Priorisiere deine Selbstfürsorge
Setze DICH in den Mittelpunkt. Nur, wenn du Kraft hast, kannst du etwas verändern. Nimm dir zum Beispiel vor, regelmäßige Pausen einzuplanen, bewusst zu entspannen, dir Zeit für Schönes zu nehmen. 💜
Formuliere Zeiten flexibel
Sei nicht zu streng mit den Zeiten, die du dir setzt. Die Umstände können sich ändern, und es ist wichtig, sich an neue Realitäten anzupassen, ohne sich selbst abzuwerten.✨
Lass dich unterstützen
Setze dir den Vorsatz, aktiv Unterstützung anzunehmen. Familie, Freunde und professionelle Hilfe können wertvolle Ressourcen sein, um Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. 🤝
Du darfst Vorsätze neu ausrichten
Plane regelmäßige Reflexionszeiten ein, um deine Ziele zu überdenken. Es ist in Ordnung, Ziele anzupassen oder zu ändern, wenn sich deine Bedürfnisse oder Umstände ändern. ✍️
Plane kleine Freuden in deinen Alltag ein
Integriere regelmäßig kleine Freuden in deinen Alltag. Das können einfache Aktivitäten oder Rituale sein, die Freude und positive Energie bringen. 🥰
Wenn es mal holprig wird, denk daran: Jeder Tag ist ein Schritt näher zur fest verankerten Gewohnheit! Sei freundlich zu dir: Du tust das, was du gerade kannst! 🌈 💜

Vor Beginn einer Chemotherapie wird vielen Patient:innen ein Portkatheter (kurz: Port) eingesetzt. Mit ihm kann Chemotherapie direkt in die Blutbahn geleitet, oder auch Blutproben entnommen werden, ohne, dass jedes Mal eine Vene angestochen werden muss.
Nach der Implantation eines Ports braucht der Körper Zeit, um zu heilen und sich zu erholen. Dein ärztliches oder pflegerisches Team sagt dir, wann du wieder mit Sport beginnen kannst.
Studien zeigen, dass moderate Bewegung für Krebspatient:innen viele Vorteile hat: Sie kann Fatigue lindern, den Muskelabbau verlangsamen sowie Stimmung, Schlaf und Lebensqualität verbessern.
⚠️ Aber pass auf: Eine Krebsbehandlung ist oft sehr kräftezehrend. Höre deshalb auf deinen Körper und bewege dich regelmäßig – aber nie bis zur Erschöpfung.
Das hängt von mehreren Faktoren ab: Wie lange der Port implantiert ist, wo er liegt und welche ärztlichen Empfehlungen du erhalten hast. Laut Deutschem Krebsforschungszentrum spricht grundsätzlich nichts dagegen, mit einem Port Sport zu treiben.
❗️Wichtig: Das gilt allerdings erst nach dem vollständigen Abheilen der OP-Wunde. Wenn dein Port noch frisch unter der Haut liegt, solltest du vorsichtig sein. Auch mit einem angestochenen Port, solltest du deine Bewegung entsprechend anpassen.
In Therapiepausen und nach Abschluss der Behandlung kann Sport jedoch helfen, Körper und Geist fit zu halten.
Disclaimer: die folgenden Empfehlungen gelten nur, wenn keine ärztlichen Gegenanzeigen bestehen.
🚫 Achte darauf, dass dein Port keinen Druck oder Stöße abbekommt.
Wenn du Unterstützung beim Sport während oder nach der Behandlung suchst, gibt es Angebote und Ansprechpersonen, die dich begleiten und dabei helfen, Überlastung zu vermeiden. Spezielle Sportangebote für Krebspatient:innen findest du zum Beispiel beim Netzwerk OnkoAktiv.
💬 Sprich mögliche Überbelastungen immer mit deinem Klinikpersonal ab.

Im Gegensatz zu anderen Tumorerkrankungen, tritt Nierenkrebs relativ selten auf. Laut des Robert-Koch-Instituts erkranken hierzulande jährlich knapp 14.000 Menschen daran. Davon sind etwa 8.864 Männer und circa 5.136 Frauen betroffen. Das »Nierenzellkarzinom« ist die häufigste Form und zählt zu den bösartigen Nierentumoren. Fünf Prozent aller Tumore sind gutartig. Zu ihnen gehören beispielsweise »Onkozytome« und »Papilläre Adenome«.
Die Anzeichen zu erkennen ist gar nicht so leicht. Die Symptome können einen anderen Ursprung haben. Ständige Müdigkeit, Übelkeit, Blutarmut und Verwirrtheit können auf Nierenkrebs hindeuten, aber auch andere Ursachen haben. Deswegen ist es wichtig, sich untersuchen zu lassen. Zu Beginn der Erkrankung bringen Nierenkarzinome nur selten Beschwerden mit sich. Je größer der Tumor ist, desto mehr Probleme bereitet er. Schmerzen im Bereich der Nieren und Urin im Blut können dazugehören.
Das Gute ist, dass 70 Prozent aller Nierenkarzinome zufällig bei einer Routineuntersuchung per Ultraschall entdeckt werden.
Wieso Patient:innen an Nierenkrebs erkrankt sind, lässt sich oft nicht mehr nachweisen. Als Risikofaktoren gelten Übergewicht, Bluthochdruck und Rauchen.
Beschränkt sich der Tumor ausschließlich auf die Niere, so kann dieser durch eine Operation entfernt werden. Hat der Krebs gestreut, werden eine Immuntherapie und eine zielgerichtete Therapie eingesetzt.
Wie bei allen Krebsarten gilt auch hier: Je früher der Tumor entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung.

Wenn ein Mangel im Blut nachgewiesen wurde, auf jeden Fall. Wenn nicht, sprich die Einnahme deiner NEM unbedingt mit deinem Behandlungsteam beziehungsweise Onkologen ab. Warum? Weil NEM nicht harmlos sind – auch wenn sie verharmlost werden!
Im Gegensatz zu Arzneimitteln durchlaufen NEM kein Zulassungsverfahren mit Wirksamkeitsnachweis. Hersteller müssen das Produkt lediglich beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) anzeigen – die sogenannte »Verkehrsfähigkeitsanzeige«. Sie sind nicht dazu verpflichtet, einen Wirksamkeits- oder Sicherheitsnachweis gegenüber einer Behörde zu erbringen.
Einige Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln – insbesondere, wenn sie hoch dosiert sind – können Wechselwirkungen mit der Krebstherapie verursachen beziehungsweise die Therapiewirkung abschwächen. Das betrifft vor allem bestimmte Vitamine und Antioxidantien (A, C, E und ß-Carotin).
Nahrungsergänzungsmittel können sehr sinnvoll sein, wenn bei dir ein Mangel im Blut nachgewiesen wurde, aber sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Und sie sind nicht automatisch harmlos. Einige können die Wirkung der Therapie beeinflussen, wenn sie hoch dosiert eingenommen werden.
Der NRV (Nutrient Reference Value) auf den NEM-Verpackungen gibt die Menge der Vitamine und Mineralstoffe an, die ein durchschnittlicher gesunder Erwachsener täglich zu sich nehmen sollte, um seinen Bedarf zu decken. Er wird in Prozent angegeben. Liegt der NRV bei etwa 100 %, entspricht das einer meist unbedenklichen Dosierung. Alles darüber solltest du nur in Rücksprache mit deinem Arzt einnehmen.
💬 Tipp: Sprich vor der Einnahme von NEM unbedingt mit deinem Onkologen/Behandlungsteam, um deine Therapie bestmöglich zu unterstützen und nicht in der Wirkung zu behindern.


🩺 Wird der Tumor früh genug erkannt, sind die Heilungschancen mit 96% sehr gut. Für diese Früherkennung ist eine monatliche Selbstkontrolle besonders wichtig, da eine Krebsvorsorge beim Urologen normalerweise erst ab dem 45. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen werden.
🔍 Symptome wie eine tastbare, schmerzlose Verhärtung im Hoden, eine Schwellung und Schmerzen im Hodenbereich oder ein Schweregefühl und Ziehen im Hoden oder in der Leiste können Hinweise auf ein Hodenkarzinom hinweisen.
🍆 Wenn du Auffälligkeiten bemerkst oder dir unsicher bist, zögere nicht, eine Urologie-Praxis aufzusuchen.
☑️ Bei der Diagnose Hodenkrebs wird in den meisten Fällen der betroffene Hoden operativ entfernt. Teilweise müssen noch weitere Therapiemaßnahmen ergriffen werden, wie zum Beispiel eine Chemo- oder Strahlentherapie. Bei über 90% der Betroffenen tritt der Krebs nur an einem Hoden auf.
🚼 Der gesunde Hoden reicht aber meist für die Testosteron- und Spermienproduktion aus.


❗️ Aber Achtung: Es hilft nicht dabei, eine Erkältung vorzubeugen.

Wichtig ist: Sexualität ist kein Luxus. Sie kann Lebensqualität und Wohlbefinden stärken. Sie verändert sich ein Leben lang – durch hormonelle Umstellungen, neue Beziehungen, Erfahrungen und eben auch durch Krankheit. Dieser Text soll euch Mut machen, mit diesen Veränderungen umzugehen.
Erst das Überleben. Dann das Leben.
»Am Anfang ging's nur ums Überleben«, hören wir oft. Klar – wenn man die Diagnose erfährt, steht alles Kopf. Wer denkt da an Sex? Aber irgendwann kommt der Alltag zurück. Die Sehnsucht nach Berührung und sexuellen Momenten meldet sich wieder.
Doch oft ist da auch viel Unsicherheit. Vielleicht hat sich dein Körper verändert: Du fühlst dich nicht mehr attraktiv, vielleicht tut etwas weh oder die Lust ist ganz verschwunden.
Krebs und seine Behandlung – Operationen, Chemo, Bestrahlung oder antihormonelle Therapie – hinterlassen Spuren. Viele haben mit Schmerzen, trockenen Schleimhäuten, Orgasmusschwierigkeiten, Erektionsproblemen, Libidoverlust oder Empfindungsstörungen zu tun. Auch Narben, ein Stoma oder ein Port verändern das Körperbild. Sich auf eine sexuelle Situation einzulassen, fällt dann oft schwer. Manche ziehen sich zurück, andere wissen nicht, wie sie Nähe wieder zulassen können. Sexualität kann zur Herausforderung werden, doch genau hier liegt die Chance für einen Neuanfang: Offen über Sexualität zu sprechen und Neues auszuprobieren.

Reden mit Partner:innen, Ärzt:innen, Berater:innen. Worte machen Mut.
Spüren Körperwahrnehmung und das Reflektieren von Gefühlen stärken die Selbstakzeptanz.
Selbstberührung kann helfen, neue Bedürfnisse und Grenzen zu entdecken.
Zeit Lust lässt sich nicht erzwingen, aber wiederentdecken.
Grenzen ein achtsamer Umgang mit den eigenen und fremden Grenzen erleichtert Nähe.
Hilfsmittel Gleitgel, Pflegeprodukte, Sextoys oder Beckenbodentraining unterstützen oft.
Fantasie Kopfkino ist erlaubt! Erinnerungen, Sehnsüchte und Träume dürfen sein
Viele Betroffene erleben Unsicherheit und schweigen deshalb lieber. Über Krankheit spricht man nicht gern. Über Sex erst recht nicht. Zwei Tabus treffen aufeinander. Werbung und Filme zeigen perfekte Körper, perfekte Lust – jung, schön, gesund. Doch das Leben nach einer Krankheit sieht oft anders aus. Und das erschwert den Zugang zu einer lustvollen und selbstbestimmten Sexualität.
Scheut euch nicht intime Momente bewusst zu planen: gemeinsam spazieren, baden, reden, sich wieder annähern – langsam.
Probiert unterschiedliche Stellungen aus, um herauszufinden, was guttut. Gestaltet eine für euch passende Atmosphäre – schönes Licht, angenehme Temperatur, Kleidung, in der ihr euch wohlfühlt. Sprecht offen über eure Wünsche, über Unsicherheiten und über Verhütung, damit Vertrauen wachsen kann.
… Dann sind wir für dich da. In unserer Sexualberatung bieten wir Unterstützung für Menschen mit und nach einer Krebserkrankung. In Gesprächen und mit Übungen begleiten wir euch dabei, sich im Körper wieder zu Hause fühlen zu können, Nähe neu zu denken und Sexualität in all ihren Facetten zu verstehen.
Gerade wenn es um Sexualität geht, fehlen oft die Worte. Deshalb ist es wichtig, zu wissen:
Du bist nicht allein und du musst das nicht allein bewältigen.

Suche dir einen ruhigen und gemütlichen Ort, wo du für die nächsten 10–15 Minuten ungestört für dich sein kannst. Setze oder lege dich hin und wenn du magst, schließe deine Augen. Nimm einmal wahr, wo dein Körper gerade den Boden berührt und dann lenke bewusst deine Aufmerksamkeit nach Innen. Lass deine Gedanken vorbeiziehen, wie Wolken am Himmel. Du musst in den nächsten Minuten keine Leistung erbringen, sondern darfst einfach nur ein Beobachter deiner selbst sein. Dafür konzentriere dich zunächst auf deinen Atem, wie er gleichmäßig durch deine Nase strömt und durch deinen Mund wieder hinaus fließt. Dein Bauch hebt und senkt sich im gleichmäßigen Tempo, zusammen mit deinem Atem. Spüre, wie dein Körper mit jedem Atemzug ruhiger und gelassener wird.
Nun wandere mit deiner Aufmerksamkeit von deinen Zehen langsam deinen ganzen Körper hinauf. Beobachte und nehme jede Körperregion ganz bewusst einmal wahr. Wie fühlen sich deine Zehen, Beine, Unterbauch, Brustbereich, Arme, Kopf an? Fühlst du dich verspannt, entspannt? Vielleicht nimmst du Kälte, Wärme oder ein Kribbeln wahr? Wenn Gefühle aufkommen, lasse sie zu und beobachte sie. Sie dürfen da sein, sie dürfen gefühlt werden. Nimm sie wahr ohne zu werten und dann lasse sie wieder ziehen, wie Gäste, die zu Besuch kommen. Für jeden Bereich nimmst du dir soviel Zeit, wie du brauchst.
Wenn du deinen Körper einmal durchgewandert bist, dann nehme zuletzt nochmal deinen ganzen Körper wahr: Wie fühlt er sich jetzt in diesem Moment an? Genieße die Entspannung und die innere Ruhe, die du dir gerade selbst geschenkt hast.
Wenn du bereit bist im Hier und Jetzt wieder anzukommen, komme wieder im Raum an, indem du dreimal bewusst tief ein und ausatmest. Öffne dann deine Augen und nimm den Raum wahr. Schenke dir ein Lächeln, ein Danke und gehe behutsam wieder in deinen Alltag über.


Die Antwort darauf, wann der richtige Zeitpunkt für einen ersten Urlaub gekommen ist, ist sehr individuell. Du spürst, wann dein Körper und deine Seele dafür wieder bereit sind. Es ist aber auf jeden Fall ratsam, dich mit deinem Onkologen oder deiner Onkologin diesbezüglich zu beraten, weil du möglicherweise noch Medikamente einnehmen musst oder gewisse Risiken mit dem Reisen verbunden sein können. Prinzipiell unterstützen die meisten behandelnden Ärzt:innen einen Tapetenwechsel, auch relativ bald nach den Therapien, denn alles ist erlaubt, was eine Genesung vorantreibt.
Eigentlich hat man die freie Wahl, jedoch kommt es auch ein bisschen darauf an, was für ein Urlaubstyp man ist, ob man krankgeschrieben ist und ob man sich zum Beispiel eine Langstreckenreise in die USA zutrauen möchte. Da man oft noch (bedingt durch manche Therapien) aufgrund von lauernden Hitzewallungen sehr hitzeempfindlich ist, sollte man es sich überlegen, ob ein kühlerer Ort nicht wünschenswert ist. Außerdem spielt natürlich auch die medizinische Versorgung im Zielland eine wichtige Rolle. Normalerweise möchte wegen einer möglichen Kostenübernahme bei Erkrankung im Ausland die Krankenkasse vorab informiert werden. Auch hier ist ein Austausch mit dem betreuenden Pflegepersonal vielleicht keine allzu schlechte Idee.
Ob nun mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug - prinzipiell ist alles denkbar, wenn man reisetauglich ist. Falls du aufgrund von Medikamenteneinnahme oder der Therapie unter Nebenwirkungen wie Schwindel, plötzlichem Kontrollverlust oder Ähnlichem leidest, solltest du dies bei der Wahl des Transportmittels bedenken. Außerdem wird je nach Krebsart von Flugreisen bis zu einem bestimmten Moment abgeraten - nicht zuletzt aufgrund der UV-Einstrahlung. Ab wann und ob eine Flugreise möglich ist, klärst du am besten mit deinem Ärzt:innenteam, das dir dabei die sinnvollsten Tipps geben kann, vor allem dann, wenn du Implantate, einen Port oder ein Stoma hast.
Mit wem du dich auf deine erste kleine oder große Reise machst, kannst du am allerbesten entscheiden. Lass es dir gut gehen! Du hast es dir sowas von verdient! 😊


Üblicherweise geht deine Behandlung nahtlos in die onkologische Nachsorge über. Sprich – du erhältst fortlaufend medizinische und psychosoziale Unterstützung. In der Regel übernimmt dein:e behandelnde:r Onkolog:in die Nachsorge, aber auch das kann individuell variieren. Wie deine Akuttherapie ist auch deine Nachsorge individuell an deine Krebsart und die damit einhergehenden Risiken, Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen angepasst. Die Faustregel für die Dauer liegt bei etwa fünf Jahren – je nach Krebsart mal mehr, mal weniger. Erkundige dich bei deinen behandelnden Ärzt:innen nach deinen Abständen zwischen den Kontrollterminen – meist sind diese am Anfang enger getaktet, bevor die Abstände größer werden.
Ziele der Nachsorge sind die Erkennung von möglichen Rezidiven, Metastasen, einer Zweiterkrankung und auch die Behandlung von Nebenwirkungen der Medikamente sowie Vermeidung von eventuellen Langzeit- und Spätfolgen. Bei ausführlichen Gesprächen wird geschaut, ob deine Bedürfnisse für den Alltag gedeckt sind oder inwiefern du weitere Unterstützung brauchst. Pauschal ist es schwierig zu sagen, wie deine Nachsorgetermine ablaufen werden. Neben den Gesprächen ist eine gründliche körperliche Untersuchung üblich. Gibt es Anlass, können weitere Untersuchungen wie zum Beispiel die Erstellung eines Blutbildes sein, aber auch zusätzliche nicht- oder minimal-invasive bildgebende oder endoskopische Verfahren (wie Ultraschall, Röntgen oder eine Magenspiegelung) angeordnet werden.
❗️Wenn du zwischen den Nachsorgeterminen nicht vorhergesehene Beschwerden hast, suche deine Ärztin oder deinen Arzt bitte sofort auf.
1. Gesundheits-Tagebuch führen. Halte fest, wie es dir über die Zeit geht, ob und welche Symptome auftreten und notiere dir Fragen, die du dann beim Termin stellen kannst.
2. Alles an einem Ort. Von der Deutschen Krebshilfe gibt es ein Nachsorge-Heft (ja, die bekannten blauen!), wo du alles rund um deine Akut- sowie Nachsorgeuntersuchungen schriftlich festhalten kannst.
🔗 Hier kannst du dir das Nachsorge-Heft kostenlos downloaden: Deutsche Krebshilfe

Das weibliche Hormon Östrogen gilt als ein Faktor, der das Brustkrebsrisiko beeinflusst. Ein erhöhtes Risiko kann also in diesem Zusammenhang bestehen …
Rund 5–10% aller Brustkrebsfälle sind erblich bedingt. Das BRCA-1-Gen oder BRCA-2-Gen (»breast cancer genes«) weisen Mutationen auf, also vererbbare genetische Veränderungen. Weibliche Personen mit dieser Mutation haben ein erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Gerade wenn Brust- und Eierstockkrebs häufiger in der Familie auftreten, kann man sich bei einer genetischen Beratung, in einer Spezialsprechstunde für familiären Brust- und Eierstockkrebs, Klarheit verschaffen.
Jede Brust besteht zu unterschiedlichen Anteilen aus Fett -und Drüsengewebe. Ganz allgemein kann man sagen: Je mehr Drüsengewebe, desto höher die Brustdichte. Mit der Zeit kann sich dieser Anteil und damit die Brustdichte verändern. Bekannt ist, dass mit zunehmender Brustdichte sich auch das Risiko für eine Brustkrebserkrankung erhöht. Bei der Früherkennung helfen hier zusätzliche Ultraschalluntersuchungen.
Therapeutische Röntgenbestrahlungen jeglicher Art (zum Beispiel Mammographien, CTs) erhöhen ebenfalls das Brustkrebsrisiko. Besonders im Kindes- und Jugendalter. Abhängig ist das Risiko von der Dauer und dem Volumen der Bestrahlung. Doch um ein mögliches Mammakarzinom so früh wie möglich zu erkennen, starten die Früherkennungsscreenings bei Betroffenen in der Regel bereits ab 25 Jahren.
Wie bei vielen anderen Krebsarten auch, spielt die Lebensweise bei Brustkrebs eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Risikofaktoren, haben wir auf unsere Lebensweise einen Einfluss und können aktiv etwas tun, um das Brustkrebsrisiko zu reduzieren, nämlich:


Regelmäßige Vorsorge hilft, Brustkrebs früh zu erkennen. Dazu gehören das monatliche Selbstabtasten und die ärztliche Untersuchung – je nach Alter von der Krankenkasse übernommen. Früherkennung verbessert die Heilungschancen deutlich.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Erinnerung zur Brustkrebsvorsorge«.
Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind nicht bekannt. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko erhöhen – manche unveränderbar wie Alter oder Gene, andere beeinflussbar wie Ernährung, Bewegung oder Alkohol. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Brustkrebs entsteht.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Mögliche Ursachen für Brustkrebs«.
Brustkrebs kann sehr unterschiedlich verlaufen und deshalb gibt es nicht die eine Behandlung. Je nach Art und Stadium der Erkrankung werden verschiedene Therapien eingesetzt, um die Heilungschancen bestmöglich zu verbessern.
💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Therapieformen bei Brustkrebs«.
Eine ausgewogene Ernährung kann während und nach einer Brustkrebserkrankung viel bewirken. Sie unterstützt den Körper bei der Therapie, stärkt das Immunsystem und hilft, Nebenwirkungen zu lindern.
💡 Tipp: Du möchtest mehr zu dem Thema erfahren? Dann melde dich jetzt zu unserem kostenlosen Online-Event »Ernährung bei Brustkrebs« am 10. Dezember an.

Die Gründe dafür sind vielfältig:
Wir haben für dich einige Erste-Hilfe-Tipps gesammelt, die dir gegen Mundtrockenheit helfen können. Um zu prüfen, welche Ursachen infrage kommen und was sich dagegen tun lässt, solltest du dich zusätzlich an das behandelnde Team oder deine Ärzte wenden.

Bei einem Schicksalsschlag wie einer Krebserkrankung ist Angst quasi vorprogrammiert. Welche Ängste aber dabei aufkommen, hängt von jedem Menschen individuell ab: Die Angst vor Schmerzen, Spritzen, Medikamenten oder Nebenwirkungen, bis hin zur Angst vor Ungewissheit, einem Rückfall oder dem Tod. Doch was, wenn die Angst nicht greifbar ist, oder sich noch nicht mal als Angst bemerkbar macht?
Wenn man eine traumatische oder belastende Situation erlebt, die viele komplexe Ängste vereint, kann es sein, dass sich die Angst nicht emotional oder gedanklich äußert, sondern durch bestimmte Symptome nach außen tritt. Ein rasendes Herz, ein Engegefühl in der Brust, oder Schweißausbrüche sind dabei oft nur der Anfang. Es kann sogar zu Erstickungs- oder Taubheitsgefühlen kommen. Auch psychisch kann sich die Angst zeigen. Mögliche Symptome sind Schwindelgefühle, das Gefühl verrückt zu werden, oder Derealisation und Depersonalisation – Fremdheitsgefühle sich selbst oder der Umgebung gegenüber.
Die Angst ist in der Lage, verschiedenste sowohl körperliche als auch psychische Symptome zu verursachen. Und wenn diese nicht als Angstsymptome erkannt werden, kann es schnell passieren, dass man sie falsch behandelt. Ist hingegen erstmal erkannt, dass hinter dem körperlichen und psychischen Leid eine Panik- oder Angstreaktion steckt, gibt es gute und wirksame Methoden, um diese zu lindern.
Angst kann nicht nur eine lähmende, sondern auch eine mobilisierende Emotion sein. So sind Menschen, die sich vor einer drohenden Gefahr ängstigen, manchmal zu Leistungen fähig, die ihnen unter normalen Umständen nicht möglich gewesen wären. Das liegt unter anderem an dem Kampf-Flucht-Modus, eine Alarm-Reaktion des Körpers in Gefahrensituationen. Dieser Modus verursacht einerseits die körperlichen Symptome, kann einen aber auch zu außergewöhnlichen Fähigkeiten bringen.
Das kann man sich in der Angstbekämpfung zum Vorteil machen und Symptome in Taten umwandeln. Bei körperlicher Bewegung, wie zum Beispiel Yoga, Fahrradfahren oder zügigem Gehen lässt sich Stress abbauen und somit auch die Angstsymptomatik verringern. 💪🏽
Doch selbst wenn man nicht in der Lage ist, sich körperlich zu aktivieren, ist es wichtig zu wissen, dass Angstzustände eine Extremsituation sind, die der Körper nicht allzu lange schafft aufrechtzuerhalten. Du kannst dir also sagen: Auch die Angst geht vorbei!


Das wichtigste Ziel bei Appetitlosigkeit ist, dass du versuchst, dein Gewicht zu halten. Hier sind ein paar Tipps, die dir helfen können:
Du verspürst einen kleinen Appetit? Dann nutze diesen Moment und iss etwas. Sorge dafür, dass du in jeder Situation – egal, ob zu Hause, im Auto oder beim Arztbesuch – immer etwas Essbares griffbereit hast. Geeignete Snacks zum Mitnehmen sind beispielsweise Nüsse, Müsliriegel oder Energieballs.
Egal ob Fleisch- oder Gemüsebrühe: Brühen können appetitanregend wirken. Trinke sie in kleinen Schlücken über den Tag verteilt.
Bitterstoffe können ebenfalls deinen Appetit anregen oder hemmen. Beobachte, welcher Effekt bei dir eintritt. Teste Folgendes: Trinke 15-30 Minuten vor dem Essen etwas alkoholfreies Bier, Tonic Water, Bitter Lemon oder probiere Tees mit Bitterstoffen aus der Apotheke aus (z.B. Wermut, Löwenzahn, Hopfen). Hast du eine Tumorerkrankung im Magen-Darm-Bereich, solltest du aber auf Bitterstoffe verzichten.
Du bekommst gar nichts runter, aber Eis geht ganz gut? Dann iss es. Du kannst es dir auf Vorrat selbst machen und mit Trinknahrung oder Eiweißpulver anreichern. So hast du neben Kalorien auch eine Extraportion Eiweiß mit dabei.
Lüfte gut vor dem Essen, da auch Gerüche die Abneigung von Essen verstärken können. Gehe vor dem Essen kurz raus und laufe ein Stück oder schau dir eine Kochsendung an. Diese Möglichkeiten können ebenfalls deinen Appetit anregen.

Komme stets vorbereitet. Habe deine Fragen griffbereit (aufgeschrieben im Notizbuch oder im Handy), denn in der Aufregung vergisst du sie eventuell und ärgerst dich im Nachhinein.
Mache dir während des Gesprächs Notizen. Nein, das ist nicht unhöflich. Wenn es dir unangenehm ist, sage einfach, warum du es tust.
Bringe jemanden mit oder frage nach, ob du eine Vertrauensperson am Telefon dabei haben kannst (vier Ohren hören mehr als zwei).
Wenn du etwas nicht verstehst, frage stets nach. Tipp: Bitte deine:n Gesprächspartner:in darum, dir die Sachlage so erklären, als würden sie es einer 90-jährigen Oma und/oder einem Kind erklären.
Frage deine:n Ärzt:in, ob er oder sie die Behandlung auch ihrer Tochter/Onkel/Oma empfehlen würde.
Du darfst stets eine Zweitmeinung einholen.
Du darfst emotional werden. Wenn du dich überfordert fühlst. Bitte ggf. darum, kurz innezuhalten bevor es weitergeht.
Frage immer wie es weitergeht und wie die weiteren Behandlungsschritte aussehen, z.B. weitere Check-Ups, Behandlungsreihenfolgen und was dich dann jeweils erwartet.
Wiederhole zusammenfassend, was du gehört hast, um sicherzugehen, dass du alles verstanden hast.

… durch die UV-B-Strahlung der Sonne über unsere Haut selbst herstellen können. Auch in Lebensmitteln wie fettreichem Fisch, Eiern und manchen Pilzen kommt das Vitamin vor. Die Mengen sind aber zu gering um damit deinen Bedarf zu decken. Bei fehlender Eigensynthese wird eine tägliche Zufuhr von 20 µg Vitamin D empfohlen.

Vitamin D reguliert den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und sorgt so für deine Knochenstabilität. Außerdem ist Vitamin D wichtig für dein Immunsystem und es hat Einfluss auf deine Muskelkraft.
Lass deinen 25(OH)D-Status bestimmen. Wenn du einen Mangel hast oder dein Wert grenzwertig ist, solltest du gezielt ein Nahrungsergänzungsmittel (NEM) einnehmen, um deinen Mangel auszugleichen oder deinen Wert in den optimalen Referenzbereich zu bringen.
Nimm nicht einfach ein NEM ein ohne deinen Blutwert zu kennen. Hast du einen Mangel, brauchst du eine viel höhere Dosierung, um den Mangel überhaupt auszugleichen zu können. Nimmst du, obwohl du keinen Mangel hast, eine viel zu hohe Dosis ein, kann sich das ebenfalls negativ auswirken, da zu hohe Werte z. B. zu Nierenschäden führen können.
Vitamin D kann in zwei unterschiedlichen Einheiten gemessen werden. Achte bei deinem Blutbild darauf, welche Einheit vorliegt.

Damit bist du nicht allein! Dieses Phänomen nennt sich Überlebensschuld, auf Englisch »survivor’s guilt«. Laut der Website »compass oncology« handelt es sich dabei um eine Form von posttraumatischer Belastungsstörung. Die Seite gibt Betroffenen fünf Tipps für einen besseren Umgang mit diesen Schuldgefühlen an die Hand, die wir hier für euch auf Deutsch noch einmal aufbereitet haben:
Es ist total normal, nach dem Verlust von Mitkämpfer:innen verzweifelt und traurig zu sein. Versuche jedoch, dich mehr auf die Trauer über den Verlust des Menschen an sich, und weniger auf die Schuldgefühle über das eigene Überleben, zu fokussieren. Denn für die Umstände bist du nicht verantwortlich!
Manchmal helfen kleine Rituale, um die Erinnerung an eine verstorbene Person aufrecht zu erhalten und das eigene Leben gleichzeitig wieder mit Inhalt zu füllen. Vielleicht gibt es ja eine Aktivität, die euch besonders verbunden hat, und die du nun in Andenken an eure gemeinsame Zeit fortsetzen kannst?
Solltest du dich schuldig fühlen, weil du in den letzten Monaten viel auf die Hilfe anderer angewiesen warst: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um etwas zurückzugeben. Wie wäre es mit einem Dankesbrief oder einem leckeren selbstgekochten Essen?

Schuldgefühle führen zu Stress und Unbehagen. Finde einen Weg, um diesen Stress abzubauen und lass ihn nicht dein Gefühlsleben kontrollieren. Du weißt nicht wie?
💡 Unser Tipp: Probiere doch mal diese Achtsamkeitsübung aus.
Nichts ist isolierender als Schweigen. Deshalb wollen wir dich ermutigen, dich zu öffnen und über genau diese Schuldgefühle zu sprechen. Das kann entweder mit Freund:innen oder der Familie sein, oder aber mit ausgebildeten Psychoonkolog:innen, die mit genau solchen Problemen vertraut sind und eine große Stütze in der Bewältigung von »survivor’s guilt« sein können.

💡Wusstet ihr, dass der Mensch das einzige Säugetier ist, bei dem die Brust unabhängig vom Stillen immer hervorsteht und zu sehen ist? Man weiß noch nicht genau, wieso das so ist, aber man könnte sagen, dass das schon ein besonderer Aspekt der weiblichen Brust ist!
🍼 Brüste dienen als Nahrungsquelle für Babys, sind aber für viele auch eine erogene Zone. Zusätzlich scheint sie auch ein besonderes Schönheitsmerkmal zu sein. Zumindest wird die am meisten praktizierte Schönheits-Operationen weltweit an der weiblichen Brust durchgeführt (Brustvergrößerung).
⚠️ Leider ist die weibliche Brust auch mit am häufigsten von Krebs betroffen, denn jede achte weibliche Person erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.

Dies mag zwar sein, man sollte sich aber immer wieder vor Augen führen, dass dies kein Grund ist in Angst zu leben. Die Angst vor dem Rezidiv ist meist schlimmer als die Realität. Es gibt genügend Fälle, bei denen Genesene ein Rezidiv hatten und genauso gibt es Fälle, wo der Krebs bei Genesenen nicht zurückkam. Und lasst uns mal ehrlich sein: Statistiken finden wir eh blöd. Wir sind keine Zahlen oder Wahrscheinlichkeiten, wir sind Menschen.
Jede:r Survivor versucht sein Leben zu verändern, gesünder oder bewusster zu leben. An sich keine verkehrte Sache! Trotz allem sollte man aufpassen: »gesünder« heißt nicht unbedingt besser. Man sollte versuchen, das Leben zu genießen.
Wie geht man mit dieser Angst um? Es ist vollkommen legitim, dass man Angst vor einem Rezidiv hat. Diese Angst sollte man nicht alleine bewältigen und sich Hilfe suchen. Anfangen kann man mit seinem familiären Umfeld und sozialen Umfeld. Wenn diese Hilfe nicht ausreichend ist, gibt es genügend Anlaufstellen und psychoonkologische Beratungen und Anlaufstellen an denen man sich wenden kann.
Übrigens, wenn dir dieser Artikel gefallen hat, schau dir doch mal unser 5 Tipps, gegen die Angst vorm Rezidiv an.

Die Wortwendung »Wut im Bauch« kommt nämlich genau daher – dort spürt man sie besonders stark. Oft wird die Wut von einer warmen oder heißen Empfindung begleitet (»wie Feuer im Bauch«) und mit der Farbe Rot verbunden (»rotsehen«). 😡🌋🔴
Daher wird Wut oft den negativen Emotionen zugeordnet und hat den Ruf, unberechenbar zu sein. Zurecht? Teils, teils. Ja, Wut kann eine sehr zerstörerische Kraft innehaben. Doch Wut hat auch eine andere Seite. Neben der Zerstörung kann sie auch erschaffen. Gezielt eingesetzt, kann sie nämlich eine antreibende Kraft für Veränderung sein.
Die Emotion steht wie ein Flitzebogen auf der Matte, wenn du dich in deinen Grenzen, Werten, Bedürfnissen verletzt fühlst. 🚨 Es ist in erster Linie also ein Warnsignal, dass dir signalisiert: Jemand oder etwas geht dir gewaltig gegen den Strich. 🚨
Von klein auf wurde dir vielleicht beigebracht, dass man nicht wütend sein darf und du hast »gelernt« deine Wut zu unterdrücken. Doch Wut ist wie ein Apfel, den man versucht unter Wasser zu drücken und dann loslässt – sie poppt schnell und oft unkontrolliert irgendwo wieder hoch. Unterdrückte Wut richtet den meisten Schaden in dir selbst an. Daher: Lernen Wut zu erkennen, sie zuzulassen und die dahinterliegende Kraft für sich zu nutzen ist die wahre Superpower.
Wenn du merkst, dass du wütend wirst, lenke die Energie zunächst in Bahnen, die du kontrollieren kannst. Gehe eine Runde spazieren oder atme 10x tief in den Bauch ein und aus. Da verpufft die meiste Energie bereits. Dann schreibe alles auf, was dich gerade wütend gemacht hat und warum. Dann streiche alles durch, was du nicht ändern kannst. Was bleibt übrig? Was für ein Bedürfnis liegt dahinter? Hier steckt das Potenzial für Veränderung und auch die Kraft, es umzusetzen.


Jährlich erkranken in Deutschland etwa 6.700 Menschen an einem Multiplen Myelom. Diese Erkrankung geht von veränderten Plasmazellen im Knochenmark aus und wird deshalb auch »Knochenmarkkrebs« genannt. Das Erkrankungsrisiko steigt im höheren Alter an. Da die Lebenserwartung im Allgemeinen steigt, ist in den nächsten Jahren auch mit einer steigenden Anzahl an Diagnosen zu rechnen.
Ein Multiples Myelom ist anfänglich schwer zu erkennen, da Symptome wie Blutarmut, Knochenschmerzen, andauernde Müdigkeit und eine erhöhte Infektanfälligkeit auch völlig andere Ursachen haben können. Mit Hilfe eines Bluttests lässt sich feststellen, ob eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Plasmazellen vorliegt. Doch auch diese Auffälligkeit in den Laborwerten ist oftmals harmlos und verläuft in den meisten Fällen gutartig. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind bei Auffälligkeiten in den Blutwerten wichtig, um eine Erkrankung rechtzeitig zu erkennen.
Auch wenn eine vollständige Heilung bei einem Multiplen Myelom in der Regel nicht möglich ist, hat sich in den letzten Jahren die Lebenserwartung mit der Erkrankung deutlich verbessert. Mit Hilfe von Hochdosis-Chemotherapie oder Blutstammzelltransplantation kann die Krankheit häufig über lange Zeit kontrolliert werden und verläuft dann oft symptomarm.
Warum Menschen an einem Multiplen Myelom erkranken, ist nicht eindeutig geklärt. In einigen Fällen tritt eine familiäre Häufung auf und Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Bestimmte Immundefekte oder eine Infektion mit Erregern, die das Immunsystem schwächen (beispielsweise eine HIV-Infektion) können das Erkrankungsrisiko erhöhen. Eine Vorsorge-Routine wie bei Brust- oder Hodenkrebs gibt es für das Multiple Myelom aufgrund seiner Seltenheit und der unspezifischen Symptome nicht.
Es ist daher wichtig, stets auf den eigenen Körper zu hören. Außerdem gilt auch hier, wer viel Gemüse, Fisch und Obst isst, kann sein Erkrankungsrisiko für ein Multiples Myelom und viele andere Erkrankungen verringern.


Da kann es schon auch mal zu Momenten kommen, in denen man nicht weiter weiß und der Kopf einfach leer ist. Eigentlich ist das auch ganz verständlich. Deswegen haben wir für euch fünf Tipps und Denkanstöße gesammelt, die euch bei der Kommunikation und im Umgang mit der Krankheit helfen können.
»Eine Glatze steht dir bestimmt gut!«, »Meine Tante ist an Krebs gestorben!«, »Ach, das wird schon wieder! Du musst nur positiv denken.« Diese Sätze sind taktlos und will niemand hören. Versuch solche Phrasen zu vermeiden und hör der oder dem Betroffenen einfach zu. Schau dazu gerne mal in unser Magazin »Du bist nicht allein« auf Seite 47. Dort findest du zu dem Thema ein Krebs-Bullshit-Bingo.
Ihr befindet euch in einer absoluten Ausnahmesituation, da kann es schon mal sein, dass der eine oder andere Satz fällt, den ihr eigentlich nicht so meint. Sei darauf gefasst auf einer Gefühlsachterbahn zu sitzen. Versucht euch gegenseitig zu verstehen und denkt immer daran: Ihr seid ein Team!
Es ist ganz normal, dass du helfen und dich nützlich fühlen willst. Besonders als Angehörige:r fühlt man sich nach der Diagnose machtlos. Fragt den oder die Betroffene:n womit du ihn/sie unterstützen kannst. Respektiere aber auch, wenn diese:r für manche Dinge keine Unterstützung braucht.
Nehmt euch die Zeit in Ruhe mit einander zu sprechen, hört euch gegenseitig zu und habt Verständnis, denn nur so könnt ihr herausfinden, wie ihr einander unterstützen könnt.
Diese Fragen solltet ihr euch immer mal wieder stellen:
»Über was möchtest du sprechen?«
»Was hast du auf dem Herzen?«
»Welche Entlastung wünschst du dir?«
Okay, du bist nicht der- oder diejenige, der/die an Krebs erkrankt ist; trotzdem solltest du auf dich acht geben. Nimm dir Zeit für deine eigene geistige und körperliche Gesundheit. Nur wer selbst fit ist, kann anderen helfen, gesund zu werden. Es ist wichtig, die eigenen Wunden zu heilen und Hilfe anzunehmen. Sprich mit einer vertrauten Person oder auch eine:m Psycholog:in über die Erkrankung. Vergiss deine Hobbys und Freunde nicht und nimm dir die Zeit, die du für dich brauchst.
Eine sanfte Umarmung oder eine herzliche Berührung sind meist hilfreicher als tausend Worte. Denk dran: Du bist ein vertraute Person und da zu sein, kann bei den etlichen neuen Erfahrungen eine echte Stütze sein.
Ganz ehrlich: Falls du mal das Bedürfnis verspürst lauthals los zu heulen. Lass es doch einfach mal so richtig raus, stell dich aufs Feld, in den Wald oder auf einen Berg und schrei dir deinen Frust von der Seele. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAH
Wie wäre es mit einem Wellness Tag, einem Kinobesuch oder einem Spiele-Abend? Versucht neben dem Krebs-Alltag auch einfach mal ganz »Normale« Sachen zu machen wie Spiele spielen, gemeinsam zu Kochen oder Geschichten zu erzählen und lasst den Alltag einfach mal Alltag sein.
»Wir schaffen das schon gemeinsam!«