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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
Krebsart
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Eine bunte Vielzahl an Plätzchen.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Weihnachten ist für viele eine besondere Zeit und gleichzeitig kann sie unglaublich herausfordernd sein – vor allem, wenn du gerade mit einer Krebserkrankung lebst.

Vielleicht fragst du dich: Darf ich Plätzchen essen? Schadet Zucker meiner Therapie? Sollte ich an den Feiertagen besonders »streng« sein?

Die kurze Antwort: Nein – du musst nicht perfekt essen.

🍪 Ein paar Plätzchen lassen deinen Krebs nicht wachsen.

Was wirklich zählt, ist nicht das einzelne Lebensmittel, sondern deine Ernährung im Gesamtbild – über Wochen und Monate hinweg.

😐 Warum Verzicht oft mehr schadet als hilft

Strenge Regeln erzeugen Druck, Stress und Schuldgefühle. Und genau das ist etwas, was dein Körper jetzt nicht braucht. Stress kann deinen Appetit weiter verschlechtern, dir die Freude am Essen nehmen und soziale Momente belasten.

🎄 Essen ist an Weihnachten mehr als Nährstoffzufuhr

Es ist Zusammensein, Erinnerung, Geborgenheit und Lebensfreude und all das darf – und soll – auch in einer Therapie Platz haben.

🥗 Was dir Orientierung geben kann

Statt Verboten hilft ein sanfter Rahmen:

Iss regelmäßig

Achte auf eine gute Mahlzeitenzusammenstellung (genug Kalorien, Eiweiß und weitere Nährstoffe)

Genieße bewusst – ohne schlechtes Gewissen

Höre auf dein Sättigungsgefühl

Und erlaube dir Ausnahmen

Eine ausgewogene Ernährung ist ohne Genuss nicht ausgewogen für deine Seele!

Unser Wunsch für dich: Nicht ein »perfekter« Speiseplan, sondern ein Weihnachten mit etwas Leichtigkeit, Wärme und Selbstmitgefühl.
Weihnachten genießen trotz Krebs – so gelingt es!
Zwei Aprikosen mit Kern und eine Pille.
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Seit deiner Krebserkrankung möchtest du gerne selbst etwas für dich und deine Gesundheit tun? Du hast von Aprikosenkernen gehört, die gegen Krebs wirken sollen? Schauen wir uns mal genauer an, was dahintersteckt.
Ein geöffneter Aprikosenkern.

🍑 Bittere Aprikosenkerne werden in der alternativen Krebstherapie seit den Siebziger Jahren als Heilmittel beschrieben. Angeblich wurden Hunderte von Patienten dadurch bereits geheilt und auf den Internetseiten von Anbietern werden Heilversprechen auch bei fortgeschrittenen Tumoren gegeben, was große Hoffnungen bei Betroffenen weckt.

❌ Bittere Aprikosenkerne enthalten Amygdalin, was auch als Vitamin B17 bezeichnet wird, obwohl es gar kein Vitamin ist. Amygdalin ist ein cyanogenes Glykosid – ein toxischer sekundärer Pflanzeninhaltsstoff, der in Samen von Steinfrüchten vorkommt.

☠️ Bei der Verstoffwechselung von Amygdalin im Körper, soll angeblich ein Stoff entstehen, der Krebszellen vernichtet ohne dabei gesunde Zellen anzugreifen. Diese Wirkung wurde nie wissenschaftlich bewiesen. Was aber beim Verzehr der Kerne oder von amygdalinhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich entsteht, ist Blausäure, die zu potentiell lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen führen kann. Erbrechen, Fieber, Krämpfe, Atemnot und Herzstillstand können bei hohen Verzehrmengen die Folgen sein.

🖐🏻 Wegen dieser bedrohlichen Nebenwirkungen wird auch in der S3-Leitlinie »Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen Patient:innen« von der Verwendung von Amygdalin abgeraten. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Erwachsenen pro Tag nicht mehr als zwei Aprikosenkerne zu essen.

Aprikosenkerne bei Krebs – Gut oder gefährlich?
Eine Person die sich die Hand einer anderen an die Wange hält.
Info
Gefühle & Achtsamkeit
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Heute ist Valentinstag. Für viele bedeutet dieser Tag die Zelebrierung der Liebe, für andere steht er ein für unser heutiges übermäßiges Konsumverhalten und für einige wiederum ist der 14. Februar ein Tag wie jeder andere. Wir finden, an einem Tag, der für die Liebe steht, sollte man eine Liebe nicht außer Acht lassen: die Liebe zu sich selbst. Denn egal, wie man zum Valentinstag steht, die Selbstliebe kann – unserer Meinung nach – nicht oft genug gefeiert werden.

Was hat nun die Liebe mit dem Krebs zu tun? Während, nach oder mit einer Krebserkrankung kann die Liebe auf den Prüfstand gestellt werden. Betroffene und Angehörige berichten oft von Distanzierungen zu geliebten Menschen oder auch ganz im Gegenteil, eine (neue) tiefere Verbundenheit durch die Erkrankung. Und auch die Beziehung zu einem selbst kann eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlaufen: von Anspannung, über Befremdung, über Neufindung und Selbstempathie. Eine Krebserkrankung lässt alle Betroffenen und Angehörigen an ihre Grenzen kommen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional.

Hierfür Raum für Verständnis, Vergebung und Akzeptanz zu schaffen ist nicht immer leicht. Doch es kann sich lohnen, dies zu wagen. Wie schaffe ich nun diesen Raum? Selbstliebe praktizieren kann ein Weg sein. Fällt es dir schwer? Dann gehe kleine Schritte auf dich zu. Nutze den heutigen Tag, um deine Liebe zu dir selbst zu zelebrieren. Gönne dir heute ein Date mit dir, indem du dir etwas Gutes tust – vielleicht ein Wellness-Abend, ein leckeres Abendessen oder ein kleines Geschenk nur für dich? 🎁

Die Liebe und der Krebs
Ein junger Mann hält verzweifelt seine Hände an den Kopf und schaut auf eine Sammlung von Lebensmitteln.
Tipp
Ernährung
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Kaum ist die Diagnose da, hagelt es gut gemeinte Ratschläge: »Iss keinen Zucker!«, »Trink nur grüne Säfte!«, »Fleisch ist tabu!«– und plötzlich scheint jedes Lebensmittel »richtig« oder »falsch« zu sein. Doch genau das setzt viele Betroffene unter Druck. Essen wird zur Belastung, obwohl es gerade jetzt eine wertvolle Quelle für Kraft und Lebensfreude sein sollte.

🤯 Warum du dich nicht verrückt machen musst

Es gibt keine »Krebsdiät«, die die Krankheit heilen kann. Was zählt, ist eine Ernährung, die dich mit Energie und Eiweiß stärkt, Beschwerden lindert und zu dir passt. Du darfst essen, was dir guttut – und das kann an manchen Tagen ein Smoothie sein, an anderen auch mal ein Stück Kuchen.

Gerade während einer Therapie kann sich der Appetit, der Geschmack und oft auch die Verträglichkeit von Lebensmitteln verändern. Dann ist Flexibilität wichtiger als Perfektion. Wenn du dich darauf konzentrierst, regelmäßig etwas zu essen und genug zu trinken, machst du schon sehr viel richtig.

✅  Was wirklich zählt ...

Achte auf dein Wohlbefinden statt auf starre Regeln

Iss das, was du aktuell gut verträgst – auch wenn das bedeutet, dass deine Ernährung gerade nicht besonders ausgewogen ist

Iss kleine Mahlzeiten anstelle von drei Hauptmahlzeiten, um die Verträglichkeit zu verbessern

Achte auf dein Körpergewicht während der Therapie, denn eine Gewichtsabnahme kann deine Prognose verschlechtern

Versuche, in jede Mahlzeit eine Eiweißquelle einzubauen

‼️ Ernährung ist kein Wettlauf um die »perfekte« Lösung. Sie ist dein persönlicher Weg, deinen Körper liebevoll zu unterstützen – in deinem Tempo und mit deinen Möglichkeiten.

Gut zu wissen …

Wenn du unsicher bist, kannst du dich jederzeit durch eine seriöse professionelle Ernährungsberatung unterstützen lassen. Die Kosten hierfür übernehmen viele Krankenkassen, entweder ganz oder teilweise.

Mach dich nicht verrückt – Essen bei Krebs darf auch leicht sein
Ventilator der bläst
Info
Alltag
Alle Krebsarten
Abkühlung gefällig? Draußen sind über 30 Grad im Schatten und dir tropft der Schweiß schon von der Nasenspitze? Deine Chemotherapie oder die damit einhergehende Hormonumstellung beziehungsweise der Hormonentzug sorgt zusätzlich für mehrere belastende Hitzewallungen am Tag?

Dann keine Sorge: Du bist nicht allein! Der Körper ist während der Chemotherapie generell geschwächt und Probleme mit dem Kreislauf können durchaus zu Störungen in der Temperaturwahrnehmung führen. So kann es sein, dass du im einen Moment einen Schweißausbruch hast und im nächsten zu Frösteln beginnst. Teile solche Symptome aber unbedingt deinen Betreuer:innen mit, denn es ist für jede Pflegekraft wichtig zu erfahren, wie du auf die Medikamente reagierst. Einige einfache Tricks können dir helfen, um deinen Körper bei einer Hitzewallung oder an einem heißen Tag wieder herunterzukühlen:

1

Kalte Wickel oder ein kaltes Fußbad 👣
Halte eine große Schüssel mit kaltem Wasser bereit, in die du deine nackten Füße bis zur Wade hineintauchen kannst. Alternativ tauche einige Tücher in kaltes Wasser ein und wickle sie um deine Waden. Umschlinge die Wickel mit einer trockenen Schicht aus Handtüchern. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, was zusätzlich zu einem Abbau unnötiger Flüssigkeit führt. Hast du also Wasser oder Ödeme in den Beinen, so ist diese Methode nicht nur zur Kühlung, sondern auch zur Linderung geeignet.

2

Kühlen Kopf bewahren – im wahrsten Sinne des Wortes!
Ähnliche Methoden kannst du zur Abkühlung im Gesicht und auf dem Kopf nutzen. Ein nasser Waschlappen auf der Chemo-Glatze oder im Nacken wirkt manchmal wahre Wunder. Ein Handtuch, das du vorher einige Minuten ins Gefrierfach gelegt hast, funktioniert genauso gut.

3

Wasser, Wasser, Wasser 🌊
Natürlich ist es bei einer solchen Hitze wichtig viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen auszugleichen. Achte darauf, kein eiskaltes Wasser zu dir zu nehmen, da dies den Körper zusätzlich stresst. Das kühle Nass kann aber auch helfen, wenn du es dir bei einem kurzen Spaziergang, der doch anstrengender wurde als erwartet, über die Handgelenke oder die Glatze gießt. Achte jedoch darauf, schnell wieder trocken zu werden, damit du dich nicht erkältest.

4

Mut zum Fächer 🪭
Ich weiß, es klingt nach dem Tipp einer älteren Dame, die gerne in die Oper geht. Aber sich selbst mal ein wenig Luft ins Gesicht fächeln, kann wirklich guttun. Auch ein Ventilator (oder die Mini-Version für unterwegs) kann durch den erfrischenden Luftstrom sehr angenehm sein. Allerdings wirbelt ein Ventilator auch Keime und Staub auf – kläre die Nutzung also bitte mit deinen Ärzt:innen ab!

5

Die Haut feucht halten
Bemerkst du, dass deine Haut durch das ständige Schwitzen austrocknet, dann halte unbedingt mit Hautcreme dagegen! Mein Geheimtipp für trockene Haut: Eine Lotion mit Harnstoff (auch Urea genannt), da dieser Stoff feuchtigkeitsbindend ist. Für das Gesicht tun es auch gerne mal ein paar Gurkenscheiben – vor allem, falls du gerade ein paar Minuten in der Sonne warst. 🥒 Hier gilt natürlich immer: Sonnencreme nicht vergessen!

Wie bleib’ ich cool im Sommer?
Eine Frau sitzt geschwächt auf einem Sessel.
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Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Nebenwirkungen gibt es zahlreiche während und nach einer Chemotherapie, ­Bestrahlung, Operationen und in der Nachsorge. Hier möchten wir lediglich ein paar Bereiche anreißen, worauf deine Behandlung Einfluss nehmen kann. Nicht muss.

Wir vermeiden es daher bewusst, hier in die Tiefe zu gehen. Denn es geht darum, Transparenz und nicht Panik zu schaffen:

💇 Haarverlust
👃 Taubheitsgefühle
🩹 Hautveränderungen
💅 Brüchige Nägel
🌡️ Gestörter Hormonhaushalt
🧠 Konzentrationsschwäche, auch bekannt als »Chemo-Brain«
⚡ Schmerzen
🔋 Erschöpfungszustände (»Fatigue«)
💪 Geschwächte Ausdauer und Kraft
🪁 Verlust oder Funkstille von Freunden und Familienmitgliedern
💔 Unerfüllte Erwartungen an sich selbst: wieder ganz die:der »Alte« zu sein

Sei achtsam, von wem und woher du Informationen beziehst. Ratschläge sind manchmal genau das: »Schläge«, die nicht guttun, verunsichern oder dich ­runterziehen. Es ist voll okay, Informationen nach und nach einzuholen und du hast auch immer ein Recht aufs Nichtwissen. Ziehe bewusst Grenzen und umgib dich mit liebevollen Menschen. Höre auf deinen Körper und melde deinen behandelnden Ärzten sofort, wenn dir etwas ungewöhnlich erscheint.

(Be)LAST(ung) während und nach der Krebsbehandlung
Eine Beraterin klärt über das Thema Krebs auf. Sie sitzt vor einem Notebook und eine Sprechblase mit einer Krebsschleife ist zu sehen.
Info
Dokumente & Soziales
Alle Krebsarten
Die Diagnose Krebs ist ein einschneidendes Ereignis, das viele Fragen und Unsicherheiten aufwirft und das Leben der Betroffenen und Angehörigen komplett auf den Kopf stellt. Auf einmal sind da so viele Fragen, Ängste und Sorgen. Ärzt:innen haben häufig nicht ausreichend Zeit, sich um die individuellen und psychosozialen Probleme der Patient:innen zu kümmern. In einer solchen Situation kann eine Krebsberatungsstelle wertvolle Unterstützung bieten. Doch welche Leistungen bieten Krebsberatungsstellen eigentlich an? Und wie findest du eine passende Beratungsstelle in deiner Nähe?

Krebsberatungsstellen sind spezialisierte Einrichtungen, die Betroffene und deren Angehörige in allen Phasen der Krebserkrankung unterstützen. Die Mitarbeiter:innen in den Beratungsstellen haben meist unterschiedliche Hintergründe und können dadurch zu unterschiedlichen Themen beraten. So setzt sich das Team beispielsweise aus Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen zusammen und bietet Folgendes an:

  • Psychosoziale Beratung: Krebsberatungsstellen unterstützen bei der emotionalen Bewältigung der Krankheit, Umgang mit Ängsten, aber auch Herausforderungen im Alltag und Problemen in Beziehungen mit Partner:in, Eltern, Kindern oder Arbeitskolleg:innen.
  • Sozialrechtliche Beratung: Der bürokratische Aufwand für diverse Anträge kann für Krebspatient:innen oft sehr herausfordernd sein. Beratungsstellen geben Informationen zu finanziellen Hilfen, Rentenansprüchen und beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen und unterstützen bei Antragsverfahren, wie zum Beispiel zur Beantragung eines Schwerbehindertenausweises.
  • Medizinische Informationen: Doch auch wenn du medizinische Fragen zu deiner Erkrankung hast oder einen Teil deines Therapieplans nicht richtig verstehst, können Krebsberatungsstellen dich unterstützen. Zwar ersetzen Krebsberatungsstellen keine ärztliche Beratung, jedoch klären sie dich bei Bedarf genauer über deine Diagnose auf und stärken dich in deiner Rolle als Patient:in.
  • Vermittlung von Hilfsangeboten: Krebsberatungsstellen sind außerdem eine gute Anlaufstelle, wenn es um die Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten, wie zum Beispiel Selbsthilfegruppen, Rehabilitationseinrichtungen und anderen unterstützenden Diensten geht.
  • Palliativ Versorgung: Palliativmaßnahmen kommen zum Einsatz, wenn die Krankheit unter medizinischen Gesichtspunkten nicht mehr geheilt werden kann. Einige Krebsberatungsstellen bieten Palliativhilfe und -beratung an und helfen Patient:innen und Angehörigen die Angst für den letzten Lebensabschnitt der erkrankten Person zu nehmen.

Wie findest du die passende Krebsberatungsstelle?

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Krebsberatungsstellen, die bundesweit verteilt sind. Diese Stellen werden von verschiedenen Organisationen und Einrichtungen betrieben, darunter Krankenhäuser, soziale Träger und gemeinnützige Organisationen. Bestenfalls kann dein:e Ärzt:in dir eine Einrichtung in deiner Nähe empfehlen. Oder schaue gerne einmal auf der Seite des Krebsinformationsdienstes vorbei: Dort gibt es eine Übersicht mit allen Beratungsstellen. Viele Krebsberatungsstellen haben aber auch eine eigene Website mit Informationen zu den entsprechenden Angeboten und Kontaktdaten der Einrichtung. Mit einer kurzen Internetrecherche findest du also bestimmt auch ein passendes Angebot in deiner Nähe.

Der Kontakt zu einer Krebsberatungsstelle ist oft recht leicht. Als niedrigschwellige Anlaufstelle kannst du dich einfach persönlich, online oder telefonisch bei der entsprechenden Einrichtung melden und bekommst normalerweise kurzfristig innerhalb von ein bis zwei Wochen einen Termin – kostenlos und unbürokratisch.

Schau doch gerne auch einmal auf unserer Seite zu weiteren Hilfsangeboten vorbei, vielleicht findest du dabei schon eine Einrichtung in deiner Nähe!

www.pathly.app/hilfsangebote

Krebsberatungsstellen für Patient:innen und Angehörige
Eine Kartoffel.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Seit deiner Krebstherapie wurde dein Darm ganz schön in Mitleidenschaft gezogen? Du willst deshalb deine Darmgesundheit auf natürlichem Weg unterstützen? Wir haben einen Tipp für dich, den du ganz leicht umsetzen kannst: Iss regelmäßig abgekühlte Kartoffeln.

🥔 Warum müssen Kartoffeln einmal abkühlen

Wenn Kartoffeln kalt werden, entsteht aus der darin enthaltenen Stärke eine andere Form der Stärke – die sogenannte resistente bzw. retrogradierte Stärke. Bei diesem Prozess verändert sich die Struktur der Stärke, sodass sie resistent gegenüber unserem Verdauungsenzym Amylase wird. So gelangt sie unverarbeitet in den Dickdarm, dient dort als Futter für die guten Darmbakterien und das ist optimal für ein gesundes Mikrobiom.

✅ Vorteile für deinen Darm

Im Dickdarm wirkt die resistente Stärke wie ein Ballaststoff: Sie wird von den guten Darmbakterien abgebaut und fermentiert, wodurch kurzkettige Fettsäuren wie Acetat, Propionat und vor allem Butyrat entstehen.

Butyrat hat besonders positive Wirkungen:

wirkt stark entzündungshemmend;

hemmt das Wachstum pathogener Mikroorganismen;

nährt und regeneriert die Darmschleimhaut optimal, sodass die Aufnahme von Bakterien, Antigenen und Toxinen aus dem Darmlumen in die Blutbahn vermindert wird;

stimuliert das darmassoziierte Immunsystem.

🍽️ So kannst du mehr resistente Stärke genießen

Koche Kartoffeln und lass sie abkühlen – für 12 Stunden. Ob du sie danach aufwärmst oder nicht, ist egal, da die Stärke in ihrer Struktur bestehen bleibt. Iss zum Beispiel öfter mal einen Kartoffelsalat mit Joghurtdressing oder Essig und Öl oder mach dir wieder erwärmte Pellkartoffeln mit Quark und frischen Kräutern.

Das nächste Mal, wenn du Kartoffeln kochst, denk dran: Abkühlen lassen lohnt sich. Dein Mikrobiom dankt es dir.
Wieso solltest du öfter abgekühlte Kartoffeln essen?
Pinker Briefumschlag
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Stell dir deinen Krebs vor, als wäre er eine Person (oder auch gerne eine Fantasiegestalt) und du schreibst ihm:ihr:es einen Brief.

Was würdest du diesem Wesen gerne einmal alles sagen? Was liegt dir auf dem ­Herzen, was hast du dich vielleicht nie getraut laut auszusprechen, welche ­Ängste, Bedürfnisse oder auch Geheimnisse möchtest du dir von der Seele schreiben?

Nutze die Chance und schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt. Welche Gefühle kommen bei dir hoch? Benenne sie, lasse sie kurz ­verweilen – was möchten diese Gefühle dem Krebswesen vielleicht mitteilen? Lass sie durch deine Feder sprechen. Lies den Brief am Ende gerne nochmal in Ruhe durch.

Wie fühlst du dich jetzt und was für eine Art Brief hast du gesch­rieben? Eine Hassrede, einen Dankesbrief, einen Abschiedsbrief oder ein Klärungsgespräch? Alles ist erlaubt. Du hast jetzt die Wahl, was du mit deinem Brief machst. Vielleicht möchtest du ihn zerreißen, verbrennen, vergraben, aufheben oder verschicken. Gehe dem nach, was sich für dich gut anfühlt.

Hallo Krebs! Wir müssen reden.
Zwei Personen sitzen vor einem Weihnachtbaum und spielen ein Spiel.
Tipp
Angehörige
Alle Krebsarten
Die Kerzen am Tannenbaum brennen, das Weihnachtsessen ist im Ofen und alle sitzen im Kreise der Liebsten zusammen. Doch gerade in dieser Situation werden Krebspatient:innen oft mit unüberlegten Aussagen konfrontiert, auch wenn sie eigentlich lieb gemeint sind.

Wir haben euch ein paar Sprüche herausgesucht, die für Krebspatient:innen – gerade an Weihnachten – echt blöd sind.

»Iss doch mal mehr, du hast doch schon so viel abgenommen!«

Generell gilt: Jemanden auf sein Essverhalten anzusprechen, ist uncool. Doch vor allem bei Krebspatient:innen, die durch eine Therapie unfreiwillig Gewicht verloren haben, kann diese Aussage sehr verletzend sein.
👉 Wie wäre es einfach mit einem »Lasst es euch alle schmecken!« in die Runde?

Kürbisbrei auf einem Teller.

»Du siehst doch schon wieder gesund aus!«

Nur weil die Therapie bei Krebspatient:innen vielleicht vorerst abgeschlossen ist, können Betroffene noch an Nebenwirkungen, Spätfolgen oder psychischen Erkrankungen leiden.
👉 Besser ist ein »Du siehst gut aus, wie geht es dir seelisch?«.

»Du musst positiv denken, nächstes Jahr wird besser!«

Auch wenn dieser Satz oft wirklich gut gemeint ist, können Krebspatient:innen ihn nicht mehr hören.
👉 Betone gerne, wie schön es ist, dass alle heute beisammen sind, aber verzichte lieber auf unüberlegte »Du musst …« – Sätze.

3 echt blöde Sprüche zur Weihnachtszeit
Kugelaquarium in das Herzen reingeworfen werden
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
»Das tut mir leid zu hören.« Ein vermeintlich harmloser Satz, den du als Krebserkrankte:r bestimmt öfter zu hören bekommen hast. Doch was steckt eigentlich genau dahinter? Mitleid. 😩 Wie das Wort schon sagt – die Menschen leiden mit dir. Sie versuchen sich emotional in deine Situation hineinzuversetzen und deinen Schmerz und dein Leid nachzuvollziehen.

Warum Mitleid beiden Parteien jedoch wenig hilft und was man anstelle tun kann:

💔 Mitleid bedeutet oft auch Wertung: Die Mitleidenden stellen sich vor, in der gleichen Situation zu sein und bewerten – oft unbewusst – dass sie selber keinen Krebs haben möchten. Denn die Situation macht Angst und man fühlt sich hilflos. Die Mitleidenden stellen sich über die Betroffenen, denn sie empfinden ihre eigene Situation als »besser«.
💔 Mitleid macht hilflos: Die Mitleidenden verbinden sich emotional mit den Betroffenen und können in dem Moment keine Hilfe anbieten. Sie schenken kaum Hoffnung, das Leiden zu lindern. Sie fühlen sich eventuell traurig und unglücklich. Sie stellen sich und ihre eigenen Gefühle an erste Stelle und nicht die der Betroffenen.
💔 Als Betroffene:r ist Mitleid auch wenig hilfreich, denn oft fühlt man sich dadurch noch mehr belastet, bedauernswert und empfindet seine Situation als ausweglos. Oft kommt das Gefühl auf, Schuld daran zu sein, dass die Mitleidenden sich nun auch schlecht fühlen. Hier aufpassen: Du bist nicht verantwortlich für die Gefühle anderer!
💜 Was man anstelle von Mitleid Krebsbetroffenen und Angehörigen vermitteln kann? Mitgefühl. 💝 Auch hier steckt es bereits im Wort: Man fühlt mit den Betroffenen und Angehörigen mit, kann dabei aber eine gewisse Distanz bewahren. Diese objektivere Haltung ermöglicht einen Austausch auf Augenhöhe und öffnet Lösungswege, ohne zu werten. Hier können Sätze wie »Ich bin für dich da.« oder »Was kann ich tun, um dir zu helfen?« Zuversicht, Halt und Hoffnung schenken.
Der Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl
Sanduhr die angeschaut wird von einer männlich gelesenen Person und eine weiblich gelesenen Person die auf der Sanduhr darauf sitzt
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Welche Spätfolgen von Krebs sich entwickeln können, ist individuell verschieden. Das Risiko für Spätfolgen hängt von der Krebserkrankung selbst und der Art der Behandlung ab. Darüber hinaus scheinen Veranlagung, Lebensführung und Umweltfaktoren eine Rolle zu spielen.

Die Prognosen für Krebserkrankungen verbessern sich stetig. Immer mehr Menschen können glücklicherweise geheilt werden, was bedeutet, dass es immer mehr Langzeitüberlebende gibt. Nun rücken jedoch weitere wichtige Themen für die Cancer-Survivors in den Vordergrund: Es geht um Rückfälle, Spätfolgen und Langzeitnebenwirkungen der Krebstherapie.

Hier müssen wir zwischen Langzeit- und Spätfolgen unterscheiden: Während Langzeitfolgen innerhalb der ersten 5 Jahre nach der Therapie auftreten können, erscheinen Spätfolgen erst nach diesem Zeitraum. Menschen, die länger als fünf Jahre nach der Diagnosestellung leben, werden in Deutschland häufig als »Krebs-Langzeit-Überlebende« bezeichnet. In Deutschland geht man aktuell von ungefähr 2,5 Mio. Langzeit-Überlebenden aus, wobei diese Zahl in der Zukunft steigen wird.

Die Wahrscheinlichkeit für Spätfolgen und Folgeerkrankungen einer Krebstherapie ist abhängig von der Krebserkrankung und der jeweiligen Behandlungsform. Dazu kommen der individuelle Krankheitsverlauf und Nebenwirkungen der Krebstherapie.

Bereits während der Krebserkrankung und der Krebstherapie können Betroffene die Folgen von Krebs spüren. Zu Spätfolgen kann es jedoch auch stark verzögert kommen. Möglicherweise treten sie erst Jahrzehnte nach der Therapie auf und werden dann nicht mehr mit der früheren Krebserkrankung in Zusammenhang gebracht. Zudem lassen sich Spätfolgen von Krebs manchmal nicht von herkömmlichen Altersbeschwerden unterscheiden.

Je nach Individualfall können Überlebende von starken Folgen betroffen sein, oder gar keine Einschränkungen erleben und komplikationsarm zu einem normalen Leben zurückkehren. Außerdem können Beschwerden vorübergehen oder permanent sein. Sie können sich sowohl verbessern als auch verschlechtern.

Die häufigsten Nebenwirkungen im Überblick:

  • die Kardiotoxizität (Schädigung des Herzens)
  • Polyneuropathien (Schädigung der Nerven)
  • und Sekundärmalignome (bösartige Erkrankungen, die durch eine Krebstherapie entstehen)
  • Erschöpfung
  • Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Ängste und Sorgen
  • Bewegungseinschränkungen

Zur verbesserten Langzeittherapie rät der Krebsinformationsdienst:

»Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf Gesundheitsrisiken bei oder nach Krebs sowie auf Beratungs- und Unterstützungsangebote an.Je nach Krankheits- und Lebenssituation können weitere Ansprechpartner und Berufsgruppen geeignet sein, etwa Psychoonkologen oder Mitarbeiter in Krebsberatungsstellen oder Reha-Einrichtungen.«

Körperliche, psychische und soziale Spätfolgen von Krebs
Eine Frau posiert in einer starken Haltung, vor ihr liegt Gemüse und eine handvoll Nüsse.
Tipp
Ernährung
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Wer kennt es nicht? Draußen wird es kälter und plötzlich scheint jeder um dich herum zu husten und zu niesen. Besonders mit oder nach einer Krebserkrankung ist ein starkes Immunsystem wichtig. Mit der richtigen Ernährung kannst du deinem Körper helfen, sich besser gegen Erkältungen zu schützen und fit durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Hier sind fünf Tipps, die dich abwehrstark machen:
1

🥕 Vitamin A

Vitamin A spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Infektionen, indem es unser angeborenes und erworbenes Immunsystem unterstützt. Besonders toll: Unser Körper kann Beta-Carotin, das in orangefarbenem und grünem Gemüse steckt, in Vitamin A umwandeln. Greif deshalb gerne regelmäßig zu Süßkartoffeln, Karotten, Kürbis, Brokkoli oder Grünkohl. Je bunter du isst, desto besser.

2

🌶️ Vitamin C

Vitamin C ist ein echter Bodyguard, der deine Immunzellen vor Schäden schützt, indem es als Antioxidans freie Radikale abfängt. Wusstest du, dass rote Paprika, Rosenkohl und Brokkoli sogar mehr Vitamin C enthalten als Zitrusfrüchte? Schon eine Handvoll Paprikasticks auf deinem Frühstücksbrot versorgen dich bestens.

3

🌰 Zink

Zink ist essenziell für die Reifung und Anzahl bestimmter Immunzellen. Neben Fleisch, Eiern und Milchprodukten sind auch Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte tolle Zinklieferanten. Interessant: Studien zeigen, dass die Einnahme von hochdosiertem Zink deine Erkältungsdauer um zwei bis drei Tage verkürzen kann, sobald die ersten Symptome auftreten. Aber Achtung: Es hilft nicht dabei, eine Erkältung vorzubeugen.

❗️ Aber Achtung: Es hilft nicht dabei, eine Erkältung vorzubeugen.

4

☀️ Vitamin D

Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn die Sonne gefühlt gar nicht mehr da ist, ist Vitamin D besonders wichtig, um dein Immunsystem zu unterstützen. Lass deinen Blutwert überprüfen und sprich mit deinem Arzt über die richtige Dosis eines Vitamin D-Supplements – so bleibst du auch im Winter gut versorgt.

5

😴 Bewegung und Schlaf

Regelmäßige Bewegung und erholsamer Schlaf werden oft unterschätzt, obwohl beides unerlässlich für ein gut funktionierendes Immunsystem ist.

Herbstzeit ist Erkältungszeit – Iss dich abwehrstark
Eine Person erinnert sich an die Krebstherapie zurück.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Es ist früh am Morgen. Du bist gerade aufgestanden, die akute Therapiezeit ist noch nicht lange vorbei und du freust dich auf ein wenig mehr Normalität. Während du dir ein warmes Getränk zubereitest, um es dir damit an deinem Lieblingsplatz in deiner Wohnung gemütlich zu machen und in den Tag zu starten, kommen plötzlich all die schmerzhaften Erinnerungen aus deiner Zeit der Akut-Therapien hoch, die sich dabei auch sehr echt anfühlen. Du kannst den Stress, der sich damit bei dir bemerkbar macht, nicht nur emotional spüren, er breitet sich auch körperlich durch Symptome, wie Schmerzen, aus. Kommt euch so eine Situation bekannt vor?

Worum handelt es sich bei diesen Erinnerungen?

Menschen, die ein Trauma erlitten haben, zu dem auch eine Krebserkrankung zählt, erfahren manchmal sogenannte »Nachhallerinnerungen« (Intrusionen) oder »Flashbacks«. Während die Intrusionen vor dem inneren Auge ablaufen, hat man bei Flashbacks das Gefühl, wieder in der bedrohlichen Situation zu stecken. Oft werden diese Intrusionen oder Flashbacks durch Trigger ausgelöst, wobei die Symptome, die bei den Betroffenen auftreten, durchaus unterschiedlich sein können. Nach einer solchen Intrusion oder einem Flashback fühlt man sich meist psychisch und körperlich sehr erschöpft.

Wann treten solche Intrusionen oder Flashbacks auf?

Leider kann man das Auftreten dieser sehr realen Erinnerungen nicht wirklich voraussagen, weil die Schlüsselreize, die sie auslösen, bei Krebspatient:innen sehr verschieden sind. Keine Krebserkrankung läuft nach demselben Schema ab, sie ist immer individuell. Genauso wie die Erfahrungen der Betroffenen. Die Erinnerungen können sowohl durch Trigger, wie einen bestimmten Geruch, einen Ort, ein Zusammentreffen mit jemandem oder ein bestimmtes Datum ausgelöst werden.

Wie gehe ich mit Intrusionen oder Flashbacks um?

Das Rezept für den einzig richtigen Umgang gibt es nicht. Es ist allerdings wichtig, nicht in die absolute Vermeidung bestimmter Trigger zu gehen, denn das schränkt das Leben nicht nur extrem ein, sondern kann die Situation auch verschlimmern.

Hier sind einige Tipps, wie man Intrusionen und Flashbacks begegnen kann:

  • Suche dir psychoonkologische oder verhaltenstherapeutische Hilfe: Du musst da nicht alleine durch und es gibt Expert:innen, die dir helfen können, mit den Situationen souveräner umzugehen.
  • Tausche dich mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen aus: In vielen Städten gibt es die Möglichkeit, anderen Krebsbetroffenen zu begegnen und sich mit diesen auszutauschen.
  • Führe ein Tagebuch: Das Aufschreiben von Erfahrungen und Emotionen kann dir bei der Verarbeitung des Traumas helfen. Lass deinen Gedanken freien Lauf.
  • Entspanne dich mit einer Meditation, einer Achtsamkeits- oder Atemübung. Angeleitete Übungen findest du zum Beispiel auf diversen Social Media-Plattformen.
  • Aktiviere deine Sinne und nimm das Hier und Jetzt wahr: Wo bist du? Was geschieht um dich herum? Wer ist bei dir? Versuche, dich in die Realität zurückzuholen.
  • Überschreibe schmerzhafte Erinnerungen, indem du neue Erlebnisse mit lieben Menschen schaffst. Wenn ein Ort dich besonders triggert, nähere dich ihm mit einem Lieblingsmenschen. Der kann dir helfen, den Ort zu ent- oder gar zu verzaubern.
Blumen sprießen symbolisch für neue, positive Erinnerungen aus dem Kopf einer Frau.

Es dauert einige Zeit, bis die Intrusionen oder Flashbacks weniger werden. Auch Jahre nach der Akuttherapiephase gibt es manchmal immer noch durch Momente, Orte oder Schlüsselreize, die Ängste auslösen können.

Wichtig ist aber: Die Erinnerungen verblassen von Jahr zu Jahr immer ein wenig mehr. Du wirst lernen, mit diesen Erfahrungen umzugehen. Du bist nicht alleine!

Unsere Atemübung

Eine Anleitung zur Boxatmung findest du auf unserer Webseite – zum Beitrag Boxatmung

Wenn Erinnerungen uns nicht loslassen wollen
Behinderten Ausweis
Info
Alltag
Alle Krebsarten
In der Regel steht jedem an Krebs Erkrankten das Anrecht auf einen Schwerbehindertenausweis zu. Die Bewilligung erfolgt, wenn festgestellt werden kann, dass die Betroffene täglich im Alltag eingeschränkt sind, die voraussichtlich länger als 6 Monate bestehen

Wo beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis?

Je nach Stadt oder Bezirk wird der Schwerbehindertenausweis beim zuständigen Amt, wie zum Beispiel das Rathaus – Amt für soziale Leistungen – Sozialamt – Abteilung Schwerbehindertenausweis, beantragt. Ein Antrag muss ausgefüllt und mit ärztlichen Nachweisen beigefügt, abgegeben werden. Sobald, der Antrag überprüft wurde, wird in der Regel der Bescheid zur Bewilligung des Antrags zugeschickt. Wenn du zur Antragsstellung ein Foto beifügst, gibt es im Nachhinein auch direkt, den Ausweis. Falls nicht, wird man vom Amt dazu aufgefordert, ein Lichtbild schnellst möglichst einzureichen, damit, der Ausweis zugeschickt werden kann.

☝️ Unterstützung bei der Beantragung bekommst du zum Beispiel bei der Pflegeberatung deiner Klinik.

Wie kann man das Leben mit Schwerbehinderung erleichtern?

  • Parkerleichterung (für Halteverbote, etc.)
  • Behinderten-Parkausweis (nur mit Merkzeichen G, H, B)
  • Nachteilsausgleich beim Studium
  • Vergünstigungen für Kultur, Events und Veranstaltungen (nur mit Merkzeichen)
  • Taxi-Schein für vergünstigtes Taxi fahren
  • vorzeitige Altersrente (mind. 35 Jahre)
  • Befreiung von Zuzahlungen bei der Krankenkasse von 1 % des Bruttoeinkommens
  • Schutz bei Kündigung der Wohnung im Härtefall
  • Vortritt bei Besucherverkehr in Behörden
  • Vorzeitige Verfügung über Bausparkassen bzw. Sparbeträge mit GdB 100
  • ermäßigte BahnCard ab GdB 70
  • Teilhabe am Arbeitsleben – Technische Hilfen und Hilfsmittel am Arbeitsplatz (GdB 100)
  • Zusätzliche Urlaubstage (GdB 50)

Schwerbehinderung, aber man sieht es mir nicht an?

Vor allem nach einer Krebserkrankung, wenn der Körper wieder so aussieht, wie vor der Erkrankung, wird einem nicht angesehen, dass man eine Schwerbehinderung hat. Daher ist es wichtig, dies offen mit deinen Mitmenschen zu kommunizieren, denn nur so kann dein Gegenüber, ohne deine Vorgeschichte zu kennen, mehr Verständnis zeigen.

Mein Schwerbehindertenausweis
Krankenhaus in winterlicher Landschaft
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Niemand möchte über Weihnachten im Krankenhaus liegen und doch gibt es genug Patient:innen, die aktuell dort liegen. Wer wünscht sich nicht lieber während dieser schönen Zeit zu Hause mit seiner Familie zu verbringen?

Auch ich hatte das Pech an Heiligabend, den Weihnachtstagen und sogar Silvester im Krankenhaus zu liegen. Wie ich mich dabei gefühlt habe? Hundeelend und mutterseelenallein. Aufgrund der Pandemie durfte mich niemand besuchen und ich lag in einem Einzelzimmer. Videoanrufe, Telefonate und schöne Textnachrichten konnte mich ein wenig trösten, dieses Gefühl der Einsamkeit blieb trotzdem. Wir durften das Zimmer nicht verlassen, die Fenster nicht öffnen und 24/7 lief das Klima. Die Infusionen liefen durch meine Venen und ich fühlte mich wie eingesperrt.

Mal war ich wütend, mal traurig und dann gab es aber auch die Momente der Freude, der Dankbarkeit und des Glücks leben zu dürfen. Ich stellte mir vor, wie es nächstes Jahr zu dieser Zeit sein würde und heute ist es so weit. Ich bin zu Hause, bei meiner Familie und hole all das nach, was ich letztes Jahr nicht tun konnte.

Wir wissen genau wie du dich fühlst, aber gib niemals auf! Nach dem Regen folgt die Sonne und auch du wirst sie bald wiedersehen. Aktuell ist es schwierig sich dies vorzustellen, aber alles ist möglich so lange du daran glaubst!

Tipps, wie du deine Zeit im Krankenhaus über Weihnachten verschönern kannst:

  • Lies ein Buch 📖
  • Hör Musik 🎧
  • Telefonier mit deinen Liebsten 📱
  • Schau einen guten Film bzw. eine Serie 🎥
  • Mal ein Bild 🎨
Weihnachten im Krankenhaus
Ein Pärchen sitzt auf einer Parkbank mit einem großen Kürbis und zwei Kaffeebechern.
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Endlich Herbst! – Dieser Gedanke kommt einigen Krebsis sicherlich nach den heißen Sommertagen, die für uns ganz schön viele Herausforderungen, auch nach der Therapie, mit sich bringen.

Umso mehr kann man sich auf den Herbst freuen, denn der bietet ganz schön viele Glücksmomente. Vielleicht sind einige dieser Vorschläge auch was für dich?! 🍂

1. Raus mit der Herbstdeko! 🌻🕯️

Sommervasen und dünne Wolldecken können weggepackt werden, stattdessen wird es Zeit für gemütliche dicke Wolldecken, Kerzen, Teekannen, Kürbisse und Herbststräuße. Lass dich gerne von Social-Media-Posts und Zeitschriften inspirieren, die einem oft kreativen Input geben.

2. Mach einen Herbstspaziergang 🌲🍂

Ein Spaziergang durch einen Park oder den Wald, und sei er noch so kurz, kann Wunder gegen das Gedankenkarussell, das viele von uns begleitet, wirken. Nimm die frische Herbstluft, das durch die sich lichtende Blätter fallende Licht und das Rascheln der herabfallenden Blätter wahr. Vielleicht kannst du ja paar Schnappschüsse mit der Kamera machen, die du dann ausdruckst, oder einige Blätter und Äste für einen Herbststrauß mitnehmen.

3. Auf geht es zu einem Bauernmarkt oder einer Kürbisfarm! 🎃

Falls du selbst nicht hin kannst, schick einen oder eine deiner Liebsten los, videotelefoniere und such dir einen Kürbis heraus, den man dann schnitzen (lassen) kann. Einen essbaren Kürbis kannst du dir auch gleich mitbringen lassen und ein tolles Rezept daraus zaubern. Kürbisse sind mit ihren vielen wertvollen Inhaltsstoffen nämlich super für das Immunsystem. 

4. Endlich ist Suppenzeit! 🍜

Stöbere doch einmal in Kochbüchern, auf Social Media oder frage Freund:innen und Familie nach ihren liebsten Suppengerichten im Herbst. Anschließend kannst du sie – je nach Befinden und deinen Möglichkeiten – selbst kochen oder einen Kochnachmittag oder -abend mit deinen Lieblingsmenschen daraus machen. Gemeinsames Kochen über Videotelefonie ist übrigens auch sehr lustig! ‍

5. An apple a day … 🍎🥧

Äpfel haben Saison, sind lecker und reich an Vitamin C. Warum sich also nicht auch einen saftigen Apfelkuchen gönnen? Hole dir eine Schnibbelhilfe und los geht es mit dem Backen! Es gibt kaum etwas Besseres, als wenn es in der Wohnung oder dem Haus nach frischem Kuchen riecht. 🍎🍰👩🏻‍🤝‍�

6. Der perfekte Herbstnachmittag ☕️📚

Draußen regnet es und bei dir wird es gemütlich mit deinem Lieblingstee oder Kaffee, einem Stapel Zeitschriften zum Durchblättern oder einem noch-nie-gelesenem oder wieder-neu-für-dich-entdecktem Lieblingsbuch, das du in einem neugegründeten Leseclub mit deinen Freund:innen auch gemeinsam lesen kannst. 

7. Es wird Zeit für eine Herbstplaylist! 🍁🎧 

Durchstöbere diverse Playlisten und erstelle eine eigene, mit Liedern, die dich an schöne Momente erinnern. Übrigens endet bei vielen Podcasts auch die Sommerpause. Der Herbst ist auch ein wenig Gruselzeit: Wie wäre es mit einem neuen Lieblings-True-Crime-Podcast? 

8. Endlich niedrigere Temperaturen!🧣

Wir freuen uns auch auf die kühleren Tage, weil Hitzewallungen, unter denen einige von uns leiden, jetzt erträglicher werden können, und man sich auch die eine oder andere süße Mütze anschaffen kann beziehungsweise die Herbstkleidung endlich wieder herausgeholt wird. Sich das erste Mal wieder in einen Herbstpulli einpacken, ist ein tolles Gefühl. 

9. Werde kreativ und aktiv ✏️🧘

Gibt es möglicherweise etwas, was du schon lange ausprobieren wolltest, zum Beispiel Keramik anmalen? Dafür musst du nicht einmal aus dem Haus, denn es gibt etliche Sets, die man sich nach Hause bestellen kann.

Wir von Pathly bieten übrigens auch Yoga, Achtsamkeitskurse und Meditatives Zeichnen kostenlos online an und freuen uns, wenn du dir damit etwas Gutes tust. Schau doch mal hier vorbei. 💜

10. Gönn dir ein wenig Selbstfürsorge und Wellness! 🛁🧖‍♀️

Besorge oder lass dir einige Pflegeprodukte besorgen, von denen du weißt, dass du sie gut verträgst, und genieß einen Wellnesstag ganz nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen – sei es ein Tag in Stille oder ein Nachmittag oder Abend – dick eingemummelt, in Masken, mit deiner Lieblingsserie.

Zehn Glücksmomente im Herbst
Eine Illustration eines Darms, davor schwebt eine Lupe.
Info
Zahlen & Fakten
Darmkrebs
Wusstest du, dass in Deutschland Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern ist? Betroffen sind nicht nur ältere, sondern auch jüngere Menschen. Doch Darmkrebs hat gute Heilungschancen, wenn er frühzeitig entdeckt wird.

🦠 Was ist Darmkrebs eigentlich?

Darmkrebs entsteht über Jahre bis Jahrzehnte aus Wucherungen der Darmschleimhaut – den sogenannten Polypen. Die häufigste Form davon wird als Adenom bezeichnet. Etwa 2/3 der Erkrankungen werden dabei im Dickdarm entdeckt.

🍸 Welche Risikofaktoren können zu Darmkrebs führen?

Es gibt beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren. Ernährung, Bewegung/Sport, Körpergewicht, Alkohol und Rauchen sind Faktoren, die du beeinflussen kannst. Alter, Gesundheitszustand, Familiengeschichte und frühere (Darm)krebsdiagnosen sind dagegen nicht beeinflussbare Risikofaktoren.

❓ Du willst wissen, wie dein täglicher Lebensstil dein potenzielles (Darm)krebsrisiko beeinflussen könnte? Mach den **»**Health Check« des World Cancer Research Fund (einfach WCRF Cancer Health Check googeln).

😐 Welche Symptome verursacht Darmkrebs?

Die Symptome bei Darmkrebs können unterschiedlich sein. Blut im Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten wie ein Wechsel von Verstopfung und Durchfall, Blässe, ständige Müdigkeit oder Gewichtsabnahme sind mögliche Beschwerden und sollten dich dazu bringen, hellhörig zu werden.

✅ Das solltest du unbedingt tun, um dein Risiko zu minimieren

Ab 50 Jahren bietet dir deine gesetzliche Krankenkasse ein Darmkrebs-Screening an. Da Darmkrebs sich erst relativ spät bemerkbar macht und über Jahre entwickelt, solltest du die Angebote zur Früherkennung unbedingt wahrnehmen.

👩 Angebot für Frauen:

50–54 Jahre: 1 x jährlich Stuhltest

Ab 50 Jahren (voraussichtlich ab April 2025): Erste kostenfreie Darmspiegelung ( zweite frühestens nach 10 Jahren) Alternativ: 1x alle 2 Jahre Stuhltest

Ab 55 Jahren: Erste kostenfreie Darmspiegelung ( zweite frühestens nach 10 Jahren) Alternativ: 1x alle 2 Jahre Stuhltest

👨 Angebot für Männer:

50–54 Jahre: Erste kostenfreie Darmspiegelung (zweite frühestens nach 10 Jahren) Alternativ: 1 x jährlich Stuhltest

Ab 55 Jahren: 1x alle 2 Jahre Stuhltest (Anspruch entfällt nach zweiter Darmspiegelung)

März ist Darmkrebsmonat
Hände die verschiedene Lebensmittel, wie Brokkoli und einen Apfel in die Luft halten und einen Zettel
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Was deine Bauchspeicheldrüse nicht mehr herstellen oder verwerten kann, muss deinem Körper in Form von Medikamenten regelmäßig zugeführt werden.

Enzyme: Ein Teil der Bauchspeicheldrüse produziert täglich eine Menge Verdauungssaft, in der Fachsprache daher auch exokriner Teil genannt. Darin enthaltene Enzyme spalten die Nahrung im Darm so auf, dass sie in deinen Körper aufgenommen werden kann. Fehlt dieser sogenannte exokrine (exokrin = von Drüsen nach außen abgebend) Teil der Bauchspeicheldrüse, können die Verdauungsenzyme durch ein Präparat ersetzt werden.

Wichtig: Die korrekte Dosierung anhand gegessener Fettmenge. Damit hören in der Regel Blähungen, Durchfälle, übelriechende Fettstühle und eine Gewichtsabnahme auf.

Insulin: Im endokrinen Teil bildet die Bauchspeicheldrüse die Hormone Insulin und Glukagon, die in die Blutbahn abgegeben werden (endokrin = Drüsen geben Hormone direkt ins Blut ab). Da die Hormone an der Blutzuckerregulation beteiligt sind, kann es nach einer Entfernung dieses Bauchspeicheldrüsen-Teils zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kommen.

Vitamine: Durch die gestörte Fettverdauung ist auch die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K in Mitleidenschaft gezogen. Die meisten Patient:innen erhalten deshalb jeden Monat eine Injektion mit diesen Vitaminen. Auch die Aufnahme des wasserlöslichen Vitamins B12 kann aufgrund unzureichender Bauchspeicheldrüsenfunktion ungenügend sein.

1

Iss zur Entlastung des Verdauungssystems mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag

2

Nimm (nach ärztlicher Absprache) Enzympräparate ein: zur Verwertung der Nährstoffe (vor allem Fett)

Tipp: Während jeder Mahlzeit und fetthaltigen Zwischenmahlzeit mit etwas Flüssigkeit einnehmen, um eine Vermischung mit der Nahrung zu ermöglichen.

Wenn ein Teil des Magens entfernt wurde, kann es sinnvoll sein, die Kapsel zu öffnen.

Bei magenerhaltender Operation benötigst du eventuell einen Magensäureblocker zur Wirkungsentfaltung der Enzyme.

Auch bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen ohne OP kannst du von einer Enzymeinnahme profitieren.

3

Vermeide Stoffwechselentgleisungen wie Über- und ganz besonders die gefährliche Unterzuckerung (wenn ein »pankreopriver« Diabetes mellitus [Typ 3c] vorliegt)

Dieser Diabetes sollte mit Insulin eingestellt werden (halte dich daher genau an die Anweisungen deines Arztes oder deiner Ärztin).

Informieren dich bei professionellen Ernährungsberater:innen über die Diätmaßnahmen.

Lerne Anzeichen einer beginnenden Unterzuckerung zu erkennen und führe Traubenzucker oder eine Zuckerlösung mit dir.

4

Frage deinen Arzt oder deine Ärztin, ob du die Vitamine A, D, E, K und B12 gespritzt bekommen musst.

Ernährung nach der Bauchspeicheldrüsen-OP
Illustration einer Person, die von Kosmetikartikeln umrahmt ist.
Tipp
Alltag
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Körperpflege wird oft als Self-care angesehen – und das vollkommen zurecht. Unser Körper leistet unglaublich viel während des Tages, und ganz besonders, wenn er einer Krebstherapie unterzogen wird.

💄Ein Seminar, mit dem du dir was Gutes tust – DKMS Life

Gerade in dieser anspruchsvollen Zeit möchtest du deinem Körper etwas Gutes tun und weißt manchmal nicht, wo und wie du anfangen sollst. Ein tolles Angebot wird hier von DKMS Life gemacht. Sie bieten kostenlose Seminare für Krebspatient:innen bei ihren Beautyworkshops (von 10 bis 21 Jahren) sowie den Look Good Feel Better Kosmetikseminaren an, und zwar vor Ort in Kliniken oder Krebsberatungsstellen, aber auch online.

Schaut doch einmal auf den Internetauftritt der DKMS Life für weitere Informationen: dkms-life.de

🗣 Austausch mit anderen

Die DKMS Seminare werden im Übrigen oft von Betroffenen selbst gehalten, seien es Angehörige oder Krebsis. Im Austausch mit anderen Krebsis, zum Beispiel auf Social Media, kannst du ebenfalls gute Tipps erhalten, weil sich viele sehr intensiv mit Körperpflege und der Unterstützung des eigenen Körpers während und nach der Therapie beschäftigen, und sich zuvor schon häufig mit Expert:innen ausgetauscht haben.

Solche Expert:innen sind zum Beispiel die Apotheker:innen eures Vertrauens, die einem gerne persönlich mit Rat und Tat zur Seite stehen und grundsätzlich Kosmetik heraussuchen, die medizinisch getestet ist. Außerdem achten sie vor allem darauf, dass keine unnötigen Wirkstoffe in den Kosmetika enthalten sind, die den Körper zusätzlich reizen und Irritationen bewirken könnten, zu denen der Körper während einer Therapie häufig neigt.

👍 Pflegetipps während der Chemotherapie

Durchläuft man eine Chemotherapie, ist die Haut manchmal von Rötungen und Trockenheit betroffen, zusätzlich kann es auch zu Pigmentveränderungen kommen und die Nägel können sich verfärben oder brüchig werden. Falls du von einer dieser oder mehreren Veränderungen betroffen bist, kommen hier fünf Tipps, die du befolgen kannst. Es werden hierbei einige Marken genannt, die ich als Krebsi benutzt habe. Das soll keine Werbung sein, sondern nur Tipps, die sich bei u. a. mir bewährt haben, weil einige der Produkte auch speziell für Krebspatient:innen entwickelt wurden.

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👩‍🦲Kopfhaut: Viele Krebspatient:innen sind von Haarausfall betroffen. Vergiss aber nicht: Deine Kopfhaut freut sich über Zuwendung, beispielsweise durch zwei bis drei Wäschen wöchentlich mit einem sehr milden Shampoo, wie einem Babyshampoo. Auch eine Kopfmassage tut gut, zum Beispiel mit einer schonenden Babybürste aus sehr weichem Ziegenhaar, die du in der Drogerie deines Vertrauen finden kannst.

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👨🏽‍🦲Gesicht: Deine Haut scheidet Schadstoffe aus, weshalb sie für eine gründliche Pflegeroutine dankbar ist. Neben Cleanser kannst du, wenn du merkst, dass deine Haut sehr pflegebedürftig ist, noch Reinigungslotions und Mizellenwasser verwenden. Zudem ist eine Sonnencreme mit LSF 50 aus der Apotheke oder der Kinderabteilung deines Drogeriemarktes empfehlenswert, da deine Haut während der Therapie auch im Gesicht sehr empfindlich reagieren und dir nicht allzu selten Pigmentflecken oder Sommersprossen bescheren kann.

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👅 Mund: Leider entwickeln sich bei circa der Hälfte der Krebsis, die eine Chemotherapie durchlaufen, Mundschleimhautentzündungen, die ungefähr eine Woche nach der Chemotherapie auftreten können. Daher sollte man in der Zeit der akuten Therapie auf schleimhautreizende Lebensmittel verzichten und auf weiche Zahnbürsten setzen, diese häufiger wechseln, mehrmals täglich Zähne putzen und spülen, Zahnzwischenräume reinigen und die Lippen pflegen. Am besten fragst du bei deinem Pflegeteam, ob solche Nebenwirkungen bei deiner Therapie auftreten können. Mehrere Zahnärzt:innen empfahlen mir die Repair&Prevent Zahnpasta von Elmex; bei der Lippenpflege half Apothekers Lippenbalsam von Dr. Pfleger.👄

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🧖‍♂️ Haut: Cremen, cremen und noch einmal cremen. Bei vielen Patient:innen ist die Haut während der Therapie häufig durstig und möchte auch mehrmals am Tag Zuwendung. Etliche Marken bieten Hautpflege ohne künstliche Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe für besonders trockene Haut an, unter anderem Dermasence, Linola, CeraVe, Lavera oder La Roche-Posay. Zudem wird empfohlen, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden und ausreichend Lichtschutz aufzutragen.🧖🏽‍♀️

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💅 Hände, Füße und Nägel: Sie neigen dazu auszutrocknen beziehungsweise Nägel können brüchig werden. Daher wird von übermäßiger Maniküre, vor allem bei Patient:innen, die mit Docetaxel behandelt werden, abgeraten. Hände und Füße freuen sich über Hand und Fußcreme – gerne mehrmals am Tag. Wie oft das notwendig ist, kannst du selbst am besten einschätzen. Zudem kann man seine Nägel mit bestimmten Nagellack, der zum Beispiel Silicium enthält, vor der Chemotherapie stärken und hübsch machen. Marken, die sich für die Nagelpflege von Krebspatienten gut eignen, sind unter anderem Meme oder La Roche Posay.

Disclaimer
In diesem Artikel werden teilweise Marken und Produkte erwähnt, die speziell für Krebsbetroffene geeignet sind. Wir machen keine Werbung, sondern möchten euch lediglich die Suche nach – in der Krebstherapie geeigneten – Kosmetikprodukten erleichtern.
Self-care während der Therapie – Tipps zum Thema Kosmetika
Eine Schüssel Suppe, drumherum schweben tickende Uhren.
Tipp
Ernährung
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Nicht nur was, sondern auch wie du isst, beeinflusst eine beschwerdefreie Verdauung enorm. Hier sind einige Tipps für dich, um deine Verdauung optimal zu unterstützen.

💭👁️👃🏻 Nutze deine kephale Phase aus

Allein die Vorstellung, der Anblick und der Geruch einer leckeren Mahlzeit reichen aus, die Sekretion deiner Verdauungsenzyme wie der Bauchspeicheldrüse und der Magensäure zu steigern. Diese Phase vor der Nahrungsaufnahme sorgt dafür, dass dein Magen und Darm optimal auf deine Mahlzeit vorbereitet werden und deine Verdauung damit effizienter stattfinden kann.

❌ Iss daher nicht hektisch zwischen zwei Terminen, sondern setze dich hin und nimm dir bewusst vor deinem und für dein Essen Zeit. Wenn deine Mahlzeit dann noch mindestens 20 Minuten dauert, freut sich deine Verdauung umso mehr.

⏳ Beeinflusse die Geschwindigkeit deiner Verdauung

Wie du deine Mahlzeiten kombinierst, beeinflusst wie schnell und beschwerdefrei deine Verdauung abläuft. Eine zu schnelle Verdauung kann zu Beschwerden wie Blähungen führen. Aber was macht deine Verdauung zu schnell? Eine fettarme und kohlenhydratreiche Mahlzeit wie Cornflakes mit fettarmer Milch. Was brauchst du, damit deine Verdauung langsamer wird? Eiweiß und Fett, da beides deine Magenverweildauer verlängert, sodass dein Essen länger im Magen bleibt. Für deinen Darm ist das optimal, da er Zeit hat alle Nährstoffe richtig aufzunehmen.

✅ Wie wäre es daher mit Haferflocken, einem Quark mit 20 % Fett und dazu ein paar Nüssen und etwas Obst?

😴 Gönn deiner Verdauung Erholung

Dauersnacking sorgt dafür, dass deine Verdauungsorgane ständig arbeiten müssen, da sie Enzyme und Verdauungssäfte ausschütten. Aber auch dein Magen, Darm und weitere Organe brauchen Zeit, um sich neu zu kalibrieren und sich auf die nächste Mahlzeit vorzubereiten.

✅ Gib deiner Verdauung diese wertvolle Zeit, indem du 3-4 Stunden Abstand zwischen deinen Mahlzeiten lässt.
Du bist, WIE du isst – So beeinflusst dein Essverhalten die Bekömmlichkeit deiner Mahlzeiten
Grünes Gemüse
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Wir haben 4 Tipps für Dich zusammengestellt, die bei deiner Ernährung nach der Diagnose Krebs beachten solltest.
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💪🏻 Achte auf dein Gewicht
Sitzt deine Hose lockerer als sonst? Bereits vor der Diagnose nehmen Krebsbetroffene oft an Gewicht ab. Das liegt daran, dass der Krebs den Stoffwechsel verändert. Vergiss nicht, dein Körper braucht Nährstoffe, um gesund zu werden. Also achte darauf, dass du dein Gewicht hältst – auch wenn du dich vielleicht für zu speckig hältst! Eine Gewichtsabnahme von mehr als 5 % in sechs Monaten zählt schon als Mangelernährung. Wenn du also 70 kg wiegst, sind das nur 3,5 kg. Freue dich also nicht, wenn du endlich deine überschüssigen Pfunde verlierst, sondern nimm die Gewichtsabnahme ernst und steuere ihr entgegen. Wiege dich regelmäßig und versorge deinen Körper mit ausreichend Energie. Auch voll bilanzierte Trinknahrung aus der Apotheke kann dich dabei unterstützen, deinen Körper zu stärken (voll bilanziert = enthält alle wichtigen Nährstoffe, die dein Körper braucht).

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🧀 Iss genügend Eiweiß
Eiweiß ist wichtig für den Erhalt deiner Muskelmasse und für dein Immunsystem. Durch deine Krebserkrankung ist dein Eiweißbedarf erhöht und liegt bei mindestens 1,2 g pro kg Körpergewicht. Wenn du also 70 kg wiegst, solltest du täglich mindestens 85 g Eiweiß zu dir nehmen. Baue dafür in jede Haupt- und Zwischenmahlzeit eine Eiweißquelle ein und wechsle auch zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen. Geeignete Eiweißquellen sind Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte, Eier, Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Soja sowie Getreideprodukte.

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🩹 Passe deine Ernährung an deine Beschwerden an
Der Krebs oder die Therapie können Nebenwirkungen hervorrufen, die dein Wohlbefinden und dein Essverhalten beeinflussen. Dazu zählen Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall oder Geschmacksveränderungen. Du darfst und solltest in solchen Fällen angepasst an deine Beschwerden essen, statt zwingend ausgewogen und gesund. Ist z. B. dein Darm durch die Krebstherapie geschädigt, kann es sein, dass du ein Weißbrot besser als ein Vollkornbrot verträgst. Nimmst du ständig an Gewicht ab, solltest du nicht besonders fettarm essen, sondern dein Essen sogar mit Fetten wie Pflanzenölen, Sahne oder Mandelmus anreichern.

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💡 Empfehlung: Suche dir professionelle Hilfe
Es ist ganz normal, dass dir die Umstellung deiner Ernährung in dieser herausfordernden Zeit schwerfallen kann. Suche dir in diesem Fall die professionelle Unterstützung einer zertifizierten Ernährungsfachkraft, die dich individuell berät und begleitet. Die Beratungen werden in der Regel von deiner Krankenkasse bezuschusst und können dir dabei helfen, eine geeignete und für dich passende Ernährungsstrategie zu entwickeln.

Ernährung und Krebs. 4 Tipps für nach der Diagnose.
Ein Infusionsbeutel mit Blut, Blutkonserven und ein Behindertenausweis.
Info
Zahlen & Fakten
Blutkrebs
Akute lymphatische Leukämie
Akute myeloische Leukämie
Chronische lymphatische Leukämie
Chronische myeloische Leukämie
Alle 41 Minuten wird in Deutschland jemandem Blutkrebs diagnostiziert. Bei Blutkrebs handelt es sich um bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, und am 28. Mai, dem Weltblutkrebstag, möchte man besonders auf diese Erkrankungen aufmerksam machen.

🩸Was ist eigentlich Blutkrebs?

Beim Blutkrebs verdrängen bösartige Zellen die roten und weißen Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten). Dadurch kann das Blut seinen lebensnotwendigen Aufgaben, wie dem Sauerstofftransport, dem Bekämpfen von Infektionen und dem Heilen von Wunden nicht mehr nachkommen.

🧬 Wusstest du, dass es verschiedene Arten von Blutkrebs gibt?

Man unterscheidet grob zwischen Leukämien, Lymphomen und Myelomen. Kurz gesagt bezeichnen Leukämien Blutkrebsarten, die von weißen Blutkörperchen ausgehen, während Lymphome die Krebserkrankung des lymphatischen Systems betreffen. Myelome betreffen häufig Knochen und Knochenmark, indem Plasmazellen entarten und sich rasch vermehren.

💪 Was kann ich tun, um zu helfen?

Manchen Blutkrebs-Patienten kann durch eine Knochenmarkspende das Leben gerettet werden. Den genetischen Zwilling zu finden, gleicht allerdings der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als Knochenmarkspender registrieren lassen. Das geht ganz einfach, zum Beispiel auf der Seite der DKMS: https://www.dkms.de/rund-um-die-spende. Hier findest du genauere Informationen zum Ablauf der Registrierung und den verschiedenen Möglichkeiten der Spende-Verfahren.

Gut zu wissen: Menschen mit bösartigen (bzw. »nicht eindeutig gutartigen«) Krebserkrankungen, können leider keine Blut- oder Stammzellspenden machen, egal wie lange die Erkrankung zurückliegt.

🔍 Wichtig!

Auch wenn nicht immer gleich eine Knochenmarkspende notwendig ist, kann es passieren, dass das Knochenmark durch die Chemotherapie stark angegriffen wird und vorübergehend nicht mehr genug Blut produziert. Man spricht dann von einer ›Knochenmarkdepression‹. Diese kann lebensbedrohlich sein. Bei einem Mangel an Blutplättchen können innere und äußere Blutungen nicht mehr gestillt werden, was zum Beispiel zu Mageneinblutungen oder Hirnblutungen führen kann. Fehlen rote Blutkörperchen zum Transport von Sauerstoff, droht eine Sauerstoffunterversorgung im Gewebe. Das führt unter Umständen zur schweren Schädigung bis zum Versagen von Organen wie dem Herzen oder der Leber. Hier kann durch eine Bluttransfusion Abhilfe geschaffen und die betroffene Person aus der lebensbedrohlichen Situation gerettet werden. Bedauerlicherweise herrscht in ganz Deutschland ein Blutkonservenmangel, sodass eine Bluttransfusion nicht immer durchgeführt werden kann. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, dass genügend Menschen Blut spenden gehen.

Möchtest auch du helfen, kannst du dich hier über Blutspendedienste in deiner Nähe informieren und aktiv werden: blutspenden.de/blutspendedienste.
Weltblutkrebstag
Eine Frau in der Mitte mit Sprechblasen um sie herum.
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Medical Gaslighting, seine Bedeutung und meine persönlichen Erfahrungen. Bei »Medical Gaslighting« werden Symptome von medizinischen Fachpersonen nicht ernst genommen. Der Begriff existiert bereits seit 1938, hat aber erst seit ein paar Jahren an Bekanntheit gewonnen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Psychologie und bedeutet, dass eine Person (gezielt) so manipuliert wird, dass sie eine falsche Darstellung der Realität akzeptiert und / oder an ihrer geistigen Gesundheit zweifelt.

Dabei wird dem Opfer die Wahrnehmungsfähigkeit abgesprochen, bis dieses an seiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln beginnt. Unter ›Medical Gaslighting‹ versteht man also den Eindruck von Patient:innen, dass Arzt:innen ihre Symptome nicht für voll nehmen oder sie als psychosomatisch abstempeln. So verlieren im Laufe der Zeit viele Patient:innen den Glauben in ihre Wahrnehmung. Grundvoraussetzung für dieses Absprechen der Wahrnehmungsfähigkeit ist ein Vertrauensverhältnis so wie es zwischen Patient:innen und Ärzt:innen der Fall ist.

Meine persönliche Erfahrung:

Meine Brustkrebserkrankung 2021 hat dazugeführt, dass ich damals eine Chemotherapie mit den Wirkstoffen Epirubicin und Taxol durchlaufen musste. Gerade am Anfang ging es mir in den ersten Tagen mit Epirubicin sehr schlecht, jedoch verbesserte sich mein Zustand die Woche darauf immer wieder, bevor es dann zum nächsten Zyklus überging. Zur Mitte der Therapie mit Taxol ging es mir jedoch wehement schlechter, und nicht besser wie bei einigen anderen Mitbetroffenen, die ich kennengelernt habe. Mein Zustand hat sich immer mehr verschlechtert, sodass ich kaum noch Treppen gehen konnte. Zudem hatte ich furchtbare Angst, dass sich dieser Zustand nicht mehr verbessert und große Sorgen, wie ich jemals wieder arbeiten sollte. Meine Ärzt:innen haben mich nicht ernst genommen und meinen immer schlechteren Zustand mit meiner schlanken Körperstatur verargumentiert, denn ich hatte während der Krebserkrankung stark abgenommen. Mir wurde geraten meine Blutwerte zu überprüfen. Hierbei kam heraus, dass ich unter einem Vitaminmangel D litt und dass dieser Mangel laut den Ärzt:innen auch meine Erschöpfung erklären würde. Ich müsse jetzt nur noch den Vitamin-D Mangel aufbauen und dann würde alles seiner Wege gehen, hieß es. Meine Verzweiflung war sehr groß, sodass ich selbst auf die Suche gegangen bin, um die Ursache und den Grund meines schlechten Zustands herauszufinden. Nach einer Weile bin ich durch das Googlen auf die Krankheit Polyneuropathie gestoßen. Diese ist als eine typische Folge der Chemotherapie bekannt, weshalb ich meinen behandelnden Arzt damit konfrontiert habe. Dieser Arzt hat mir dann auch schnell bestätigt, dass das Taxol leider tatsächlich meine Nerven angegriffen hat. Ich war maßlos enttäuscht von dem Gespräch, denn der Arzt hat sich für seine Fehldiagnose nicht mal entschuldigt. Ich habe dann anschließend noch zwei weitere Ärzte aufgesucht, bis ich endlich den richtigen Arzt für mich gefunden hatte, der mich medikamentös gut eingestellt hat. Ich möchte hiermit auf dieses Problem aufmerksam machen, denn so etwas passiert häufiger als man denkt: Also lasst euch nicht abwimmeln, wenn es euch nicht gut geht und bleibt beharrlich. Denn ihr kennt euren Körper am besten, und das solltet ihr niemals anzweifeln.

Medical Gaslighting
Ein Einkaufskorb voller gesunder Lebensmittel.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Vielleicht hast du nach deiner Behandlung viele Fragen: Was darf ich essen? Was sollte ich besser weglassen? Und wie viel davon ist okay?

Nach einer überstandenen Krebserkrankung gelten die gleichen Empfehlungen wie zur Krebsprävention, denn sie können dir helfen, dein Risiko für ein Rezidiv zu senken. Deine Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle – genau wie Bewegung und ein gesundes, stabiles Gewicht.

Laut dem World Cancer Research Fund sind bis zu 40 % aller Krebserkrankungen auf ungünstige Ernährungs-, Bewegungs- und Lebensgewohnheiten zurückzuführen – und damit vermeidbar.

Zu den Hauptrisikofaktoren zählen:

·     Rauchen

·     Alkohol

·     Ungeschützte Sonnenexposition

·     Eine unausgewogene, kalorienreiche Ernährung

·     Übergewicht (erhöht das Risiko für mindestens 13 Krebsarten)

·     Bewegungsmangel

Was bedeutet das für dich?

Eine Garantie, dass der Krebs nicht wiederkommt, gibt es leider nie. Aber du kannst viel dafür tun, deinen Körper gut zu versorgen: mit den richtigen Nährstoffen sowie durch einen aktiven und gesunden Lebensstil.

Das sind die wichtigsten Ernährungsempfehlungen auf einen Blick:

1. 🥬 Pflanzliche Lebensmittel als Basis

Vollkorngetreide, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte sollten den Hauptbestandteil deiner Ernährung ausmachen. Sie liefern Ballaststoffe, die deine Darmgesundheit unterstützen sowie eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Praxis-Tipp Gemüse: Greif zu frischem oder tiefgekühltem Gemüse – am besten bunt gemischt. Orientiere dich am »Tellerprinzip«. Das heißt, die Hälfte deines Tellers sollte mit Gemüse gefüllt sein.

2. 🥩 Rotes Fleisch in Maßen

Empfohlen werden maximal 350 – 500 g gegartes rotes Fleisch pro Woche. Hierunter fallen Rind/ Kalb, Schwein, Lamm, Pferd und Ziege. Bevorzuge mageres, unverarbeitetes Fleisch. Auf verarbeitetes Fleisch wie Würstchen, Schinken oder Speck solltest du verzichten, da es von der WHO als krebserregend eingestuft wurde.

3. 🍟 Fast Food & stark verarbeitete Produkte als Ausnahme

Fast Food und Fertiggerichte enthalten meist viel Fett, Salz und Zucker. Wenn du häufiger zu solchen Produkten greifst, kann das langfristig negative Auswirkungen auf deine Gesundheit haben.

Wichtig ist die Balance. Wenn du dich im Alltag überwiegend ausgewogen ernährst, spricht nichts dagegen, wenn du dir ab und zu auch mal eine Pizza gönnst. Achte aber darauf, dass solche Ausnahmen nicht zur Gewohnheit werden.

4. 🧃Süße Getränke in Maßen

Zuckerhaltige Getränke wie Cola solltest du reduzieren, denn sie liefern viele Kalorien und Zucker ohne Sättigung. Greife lieber zu Wasser mit Zitronenscheiben, ungesüßtem Tee oder infused water.

5. 🍹Alkohol? Am besten gar nicht

Jedes Glas Alkohol erhöht das Krebsrisiko – auch nach der Erkrankung.

Deshalb gilt: je weniger, desto besser.

6. 🍽️ Das Tellerprinzip für eine ausgewogene Ernährung

Eine einfache Faustregel für deinen Alltag:

·     ½ Teller Gemüse

·     ¼ Teller Eiweiß (z.B. Hülsenfrüchte, Quark, Fisch, Ei, Tofu, Geflügel)

·     ¼ Teller Kohlenhydrate (z.B. Kartoffeln, Vollkornreis, Vollkornnudeln)

·     Ergänzt mit hochwertigen Fetten wie Nüssen, Samen oder pflanzlichen Ölen

Dieses Prinzip hilft dir, ausgewogen zu essen – ohne Kalorienzählen oder komplizierte Regeln.

7. 💊 Sind Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert?

Nicht grundsätzlich und sie werden auch nicht zur Krebsprävention empfohlen. Nahrungsergänzungsmittel können einen Mangel ausgleichen, aber sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Wichtig: lasse deine Blutwerte regelmäßig kontrollieren und nimm Präparate nur gezielt ein, wenn ein ärztlich bestätigter Mangel vorliegt.

Fazit

Dein Körper hat viel geleistet und verdient jetzt deine bestmögliche Unterstützung. Mit der richtigen Ernährung, Bewegung und einem bewussten Umgang mit Genussmitteln kannst du viel für deine Gesundheit tun. Setze dir kleine Ziele, probiere neue Rezepte aus und gönne dir Pausen. Und vor allem: sei stolz auf das, was du schon geschafft hast.

Ernährung nach Krebs: Wie du dich stärken und dein Rückfallrisiko senken kannst
Eine Frau mit kurzen, silbernen Haaren sitzt mit verschränkten Armen auf einer Bank und lächelt in die Kamera. Sie trägt einen blau gemusterten Blazer.
Info
Alltag
Alle Krebsarten
Am 24. Februar haben wir auf dem Krebsaktionstag in Berlin Prof. Dr. Jutta Hübner kennengelernt. Als ausgebildete Ärztin und Professorin für Integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena hat sie beruflich viel mit Krebspatienten zu tun. Wir freuen uns, dass wir sie für ein Interview gewinnen konnten, in dem sie uns einen Einblick in ihre Arbeit gibt.

Frau Hübner, Sie forschen bereits seit vielen Jahren zu krebsbezogenen Themen. Was macht den Schwerpunkt Ihrer Forschungen aus und wie genau gestaltet sich diese Arbeit?

Prof. Dr. Hübner: »Mein inhaltlicher Schwerpunkt ist der weite Bereich Integrative Onkologie, also Komplementärmedizin, Ernährung und Bewegung. In diesem Feld schauen wir uns an, was Patienten sich wünschen, was für Fragen auftreten und wie sie sich informieren. Wir gucken uns das auch auf der Seite der Ärzte und Pflegekräfte an. Wir schauen, was es für wissenschaftliche Nachweise gibt, wir analysieren also Studien kritisch und machen systematische Übersichtsarbeiten. Zunehmend forschen wir im Bereich Arzt-Patienten-Kommunikation. Dadurch wollen wir uns einen Überblick verschaffen, warum es für beide Seiten teilweise so schwierig geworden ist, gut zueinander zu finden. Und vor allem, um zu klären: Was können wir tun, um das zu verbessern?«

Welche Erkenntnisse haben Sie im Rahmen Ihrer Forschungen bereits erzielt? Und welche Fragen sind vielleicht auch unbeantwortet geblieben?

Prof. Dr. Hübner:  »Wenn wir uns zunächst den Bereich Integrative Onkologie anschauen, gibt es sehr viel Forschung zum Thema Sport. Sport ist eindeutig gesund für Patienten mit einer Krebserkrankung. Das muss nicht der klassische Sport sein, sondern nennen wir es besser Bewegung oder körperliche Aktivität. Dazu gehört auch, den eigenen Garten umzugraben oder das Blumenbeet zu pflegen. Körperliche Betätigung ist für jeden Patienten empfehlenswert, sollte aber immer an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst sein.

Zur Ernährung gibt es ebenfalls sehr viel Forschung. Dies ist aber schwieriger, weil es nicht so gut messbar ist. Sie können dem Menschen ja nicht den ganzen Tag hinterherlaufen, um zu gucken, was genau er macht. Und eigentlich wissen wir bereits ganz genau, worauf es ankommt, nämlich eine ausgewogene Ernährung. Diese ganzen Nahrungsergänzungsmittel braucht man dann mit wenigen Ausnahmen auch nicht. Hier sind wir mehr an Motivationsfragen interessiert: Was lesen Patienten, was für Informationen finden sie, wie gut fühlen sie sich informiert und was kann man tun, um Informationen zu verbessern? Aktuell muss man sagen, dass sehr viele Informationen über Ernährung – wissenschaftlich betrachtet – falsch sind. Fehlinformationen, gerade beim Thema Ernährung, können extrem gefährlich sein und zu einer Mangelernährung führen. Uns interessiert also sehr, was wir tun können, um die Qualität der Informationen zu verbessern und den Patienten zu schützen, auf falsche Informationen hereinzufallen. Denn für den Laien ist es oft sehr schwierig, den Unterschied zu erkennen.

Im Kerngebiet der Komplementärmedizin betreiben wir keine eigenständige klinische Forschung, schauen uns jedoch die Qualität anderer Veröffentlichungen sehr genau an. Leider ist das, was man generell so findet, also im Internet, Büchern, Broschüren und selbst in Fernsehsendungen, häufig von sehr schwacher bis falscher Qualität und Aussagekraft. Da müssen wir uns also auch wieder anschauen, was getan werden kann, um das zu verbessern. Wir wissen bereits, dass es vor allem darauf ankommt, Zusammenhänge laienverständlich gut zu erklären. Man kann Laien und Patienten sehr wohl Wissenschaft vermitteln, aber man muss es eben auch so machen, dass jeder ohne Fachbegriffkenntnis oder Grundlagenwissen es gut verstehen kann.«

Alternative Medizin und Komplementärmedizin werden oft verwechselt. Worin genau liegt der Unterschied zwischen diesen Begriffen?

Prof. Dr. Hübner: »Der Unterschied ist, dass alternative Medizin, wie es der Name schon sagt, ›anstelle von‹ beispielsweise einer Chemotherapie gegeben wird. Das ist Scharlatanerie und muss auch ganz klar so benannt werden. Sehr viel häufiger ist es jedoch in Deutschland so, dass der Patient sicherheitshalber ›zusätzlich‹ etwas macht, was nicht gut auf die eigentliche Therapie abgestimmt ist. So können Wechselwirkungen auftreten, was dazu führt, dass die Therapie schlechter wirkt. Oder die Zusätze lösen eigenständig einen Schaden aus. Ich bin durchaus ein Anhänger von Heilpflanzen, aber man muss auch wissen, dass einige im Einzelfall giftig wirken können. Vor allem bei aus dem Ausland importierten Präparaten gibt es Beimengungen von beispielsweise Schwermetallen oder Pestiziden. Das ist für mich auch alternative Medizin, weil es einfach schlechte Medizin ist.«

Sie würden also dazu raten, die Einnahme zusätzlicher Mittel vorher stets mit den behandelnden Ärzten abzusprechen?

Prof. Dr. Hübner: »Auf jeden Fall sollte man seine Ärzte informieren. Das ist nicht immer leicht, weil viele Ärzte mit einer Abwehrhaltung reagieren. Dann hat der Patient das Gefühl, nicht verstanden zu werden, und dann erzählt er es auch nicht. Man sollte es jedoch auf jeden Fall zumindest notieren lassen, damit Ärzte im Zweifelsfall dran denken. Ein Beispiel: Wenn die Leberwerte ansteigen, kann es entweder an der Chemotherapie liegen oder an dem, was der Patient noch zusätzlich macht. Mögliche Wechselwirkungen können allerdings nicht nur von Ärzten, sondern auch vom Apotheker gecheckt werden. Wenn man also das Gefühl hat, dass der Arzt nicht genug Zeit hat, dann kann man auch mit dem Arztbrief in eine Apotheke gehen und sich beraten lassen. Dabei müssen jedoch auch unbedingt an alle anderen Medikamente gedacht werden, Stichwort Diabetes oder Bluthochdruck.«

Die Wissenschaft, aber auch unsere Gesellschaft hat sich im Laufe der Jahre stark gewandelt. Haben Sie im Umgang mit der Thematik Krebs ebenfalls Veränderungen beobachten können?

Prof. Dr. Hübner: »Es ist grandios, wie sich das Thema Onkologie in den letzten Jahren verändert hat. Es ist immer noch ein bisschen ein Tabuthema. Nicht, dass man nicht darüber reden kann, dies haben ja auch viele promiente Menschen teilweise ganz bewusst getan. Aber es ist immer noch so, dass wenn das Wort Krebs fällt, im Kopfkino der Tod aktiv da ist. Und das ist ein Thema, was die meisten Menschen versuchen zu vermeiden. Krebs ist nicht mehr ein klassisches Tabuthema, aber es ist ein Vermeidungsthema. Da sind wir also nur ein Stückchen weitergekommen. Therapeutisch und auch bezüglich der Nebenwirkungen sind wir unheimlich viel weitergekommen. Die Kultur mit dem Umgang mit dem Fortschritt haben wir hingegen nicht ganz so schnell entwickelt. Wir wissen beispielsweise, dass es für eine bestimmte Krebssituation unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten gibt. Eine oder zwei davon halten wir Ärzte dann für die beste, weil sie die längste Überlebenszeit garantiert. Das ist aber nicht für jeden Patienten der entscheidende Punkt. Einige wollen bestimmte Nebenwirkungen partout nicht ertragen und sehen diese sogar als Ausschlusskriterium. Bezüglich einer ausführlichen Besprechung mit Patienten und dieser Kultur einer gemeinsamen Entscheidungsfindung habe ich inzwischen den Eindruck, dass wir da früher schonmal weiter waren, als wir es jetzt sind. So wird dem Patienten häufig nicht gesagt, dass es womöglich noch andere Handlungsmöglichkeiten gibt. Es wird auch nicht gefragt, welche Wertevorstellungen die betroffene Person hat, wonach sich die Therapiewahl dann richten könnte.«

Haben Sie eine Vermutung, woran das liegt?

Prof. Dr. Hübner: »Ja, da gibt es zwei Gründe. Grund Nummer eins ist der Zeitfaktor. Solch ein Gespräch ist nicht in fünf oder zehn Minuten machbar. Und jeder, der etwas anderes behauptet, hat es noch nie versucht. Der zweite Punkt ist, dass es inzwischen etliche Leitlinien und Zertifizierungen gibt. Solche Strukturen haben viele Vorteile. So kann sich der Patient bei einer zertifizierten Einrichtung sicher sein, dass er keinen Blödsinn angeboten bekommt. Das hat aber auch zur Folge, dass hinter einer Therapieempfehlung nicht mehr nur ein einzelner Arzt steht, welcher mit dem Patienten auch über andere Therapiemöglichkeiten nachdenken könnte. Stattdessen wird die Therapie einer Leitlinie entnommen oder bei einer Tumorkonferenz beschlossen. Und so ein Tumorkonferenzbeschluss wird wie ein Urteil gefällt. Dem Patienten wird dann gesagt: ›DAS müssen sie machen‹. Aus meiner Sicht ein Problem.«

Die fehlende Zeit der Ärzte für ein ausführliches Gespräch ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe, weshalb Patienten bei der Krankheitsbekämpfung (zusätzlich zur leitlinienkonformen Therapie) aktiv werden und dazu regelmäßig auf das Internet als Ratgeber zurückgreifen. Welche Empfehlungen können Sie für eine selbstständige Recherche geben und welche Risiken gilt es zu beachten?

Prof. Dr. Hübner: »Aus der Forschung ist bekannt, dass der Deutsche im Erkennen von guter Information nicht gut ist, und dass er das auch weiß. Das heißt, man geht schon mit einer gewissen Unsicherheit da ran. Laien können Informationen im medizinischen Bereich auch nur schlecht bewerten, weil sie sich einfach nicht genug auskennen. Hier gibt es verschiedene Ansätze. Es gab mal HONcode, das war eine Zertifizierung von Webseiten. Außerdem gibt es kleine Checklisten, woran man gute Informationen und Webseiten erkennen kann. Das Durcharbeiten dauert dann aber auch mal zehn Minuten. Die Forschung zeigt, dass man, selbst wenn man die Webseite im Ergebnis für schlecht hält, davon beeinflusst wird. Sie merken sich die Infos nämlich trotzdem. Deswegen glaube ich, dass wir die Ärzte dahingehend nicht entlasten können. Die Arzt-Patienten-Kommunikation muss so gut sein, dass sich der Patient bloß noch ›zusätzlich‹ informiert. Man kann Patienten auch darauf schulen, dass sie eindeutige Merkmale für Unseriösität besser erkennen.«

Wäre eine Handlungsempfehlung, dass der Patient nicht allein das Internet durchforstet, sondern bestenfalls gemeinsam mit einer anderen Person?

Prof. Dr. Hübner: »Das ist eine sehr gute Idee. Da muss man sich aber vorher gut überlegen, wer das sein soll. Am besten jemand, der etwas Abstand zu dem Thema hat. Wenn ich zum Beispiel einen Familienangehörigen nehme, der genauso aufgeregt an die Sache herangeht wie ich, kann sich das schnell aufschaukeln. Selbsthilfegruppen oder psychosoziale Beratungsstellen können jedoch sehr hilfreich sein.«

(Angebliche) Erfolge bei der Krebsforschung werden immer wieder in den Medien thematisiert. Und natürlich interessiert uns ›Krebscommunity‹ dieses Thema ganz besonders. Wie lautet Ihre persönliche Prognose, welche Fortschritte im Bereich der Krebsprävention und -behandlung erwartet werden können?

Prof. Dr. Hübner: »Bezüglich der Prävention wissen wir, was wir tun müssen uns möglichst gesund verhalten. Dazu gehört der Sport, eine ausgewogene Ernährung, das Vermeiden von Rauchen und anderen giftigen Stoffen zu welchen auch Cannabis zählt und wenig Alkohol. Im Bereich der Therapie ist der Traum von allen Ärzten und Forschern, dass wir Medikamente finden, die wirklich nur die Krebszellen angreifen und nicht mehr die gesunden. Da bin ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Im Prinzip entstehen Krebszellen aus körpereigenen gesunden Zellen, und der Unterschied dazwischen ist nicht zu groß. Aber vielleicht gelingt es uns irgendwann, ihn doch zu erkennen und die Medikamente anzupassen. Bei der Krebsprävention weiß ich nicht, inwieweit es so gut ist, wenn man einem Baby zukünftig schon vorhersagen kann, in welchem Alter es an welcher Krebsart erkranken wird. Ob wir wirklich alles im Detail wissen wollen, das ist eine ethische Frage und keine medizinische. Hier würde ich mir einen intensiveren gesellschaftlichen Diskurs wünschen.«

Ein letzter Ratschlag oder Botschaft für Krebsbetroffene?

Versuchen Sie es zu schaffen, dass der Krebs nicht Ihr Leben komplett bestimmt, sondern SIE bestimmen Ihr Leben.

Komplementärmedizin, Ernährung und Bewegung – Ein Gespräch mit Prof. Dr. Jutta Hübner
Schaubild Anatomie der Brust
Info
Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Groß, klein, rund, hängend, natürlich oder operiert: All boobs are beautiful! 🔥 Wenn wir in die Pubertät kommen, fangen unsere Brüste an, zu wachsen und das Drüsen- und Fettgewebe bildet sich aus. Außerdem finden sich in der Brust noch Nerven-, Blut- und Lymphgefäße, die Teil des Immunsystems sind.
💡Wusstet ihr, dass der Mensch das einzige Säugetier ist, bei dem die Brust unabhängig vom Stillen immer hervorsteht und zu sehen ist? Man weiß noch nicht genau, wieso das so ist, aber man könnte sagen, dass das schon ein besonderer Aspekt der weiblichen Brust ist!
🍼 Brüste dienen als Nahrungsquelle für Babys, sind aber für viele auch eine erogene Zone. Zusätzlich scheint sie auch ein besonderes Schönheitsmerkmal zu sein. Zumindest wird die am meisten praktizierte Schönheits-Operationen weltweit an der weiblichen Brust durchgeführt (Brustvergrößerung).
⚠️ Leider ist die weibliche Brust auch mit am häufigsten von Krebs betroffen, denn jede achte weibliche Person erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.
Anatomie der Brust
Mann mit kurzen Haaren in einem türkisen Shirt hat Bauchschmerzen und krümmt sich
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Zahlen & Fakten
Darmkrebs
Enddarmkrebs
Analkrebs
Darmkrebs verläuft in frühen Stadien der Erkrankung häufig symptomfrei, deswegen ist die Früherkennung bei dieser Krebsart umso wichtiger! 🔍 Die Symptome können variieren, und viele Menschen haben möglicherweise keine offensichtlichen Anzeichen in den frühen Stadien. Dennoch gibt es einige häufige Symptome, auf die man achten sollte.

Dazu gehören Veränderungen im Stuhlgang wie anhaltender Durchfall oder Verstopfung, blutiger Stuhl, Bauchschmerzen oder Krämpfe, unerklärlicher Gewichtsverlust, Müdigkeit und das Gefühl von unvollständiger Darmentleerung. 💩😓

Häufige Symptome:

Veränderungen im Stuhlgang (zum Beispiel Verstopfungen oder Durchfall)

Blutiger Stuhlgang

Starke Darmgeräusche, Blähungen und Völlegefühl

Starke,langanhaltende Bauchkrämpfe

Bei fortgeschrittener Erkrankung:

Unerklärlicher Gewichtsverlust

Verhärtungen im Bauch und das Gefühl von unvollständiger Darmentleerung

Müdigkeit, Blässe und Leistungsabfall aufgrund von Blutarmut

Da das Risiko für Darmkrebs mit dem Alter steigt, wird die Vorsorgeuntersuchung ab 50 von der Krankenkasse gezahlt. Im Alter von 50-54 Jahren wird zudem jährlich eine Stuhluntersuchung im Labor gemacht. Kleine Mengen Blut im Stuhl, sogenanntes okkultes Blut, kann ein Hinweis auf Darmpolypen sein. Der Test ist mit wenig Aufwand verbunden und birgt kein Risiko für Komplikationen. 🩺

Eine Darmspiegelung wird zwei Mal alle 10 Jahre gemacht, bei Frauen ab 55 und bei Männern ab 50. Die Darmspiegelung funktioniert mit einem Koloskop. Dabei handelt es sich um einen dünnen Schlauch mit einer kleinen Kamera am Ende und einer Schlinge. So kann der Arzt Polypen entdecken und anschließend entfernen.❗️

Vorsorge kann Leben retten!

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Symptome bei Darmkrebs
Heißer Weihnachtspunsch mit Saft und Gewürzen unter Sternen
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Alle Krebsarten
Wenn Du von deinem winterlichen Spaziergang zurück kommst oder du Lust auf winterliches Getränk dass warm macht hast, haben wir heute eine tolle Rezept Idee für Dich: Wie wäre es mit einem leckeren, winterlichen Punsch? 🍵
Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

Alles was du brauchst

Zutaten

1 Bio-Orange

300 ml. Apfelsaft

200 ml. Holundersaft

4 Nelken

1 Zimtstange

Brauner Zucker nach belieben

Und so funktioniert´s:
1

Wasche die Orange gründlich ab und schäle anschließend die Schale mit einem Sparschäler.

2

Presse anschließend den Saft der Orange aus und gib diesen zusammen mit dem Apfel- und Holundersaft in einen Topf.

3

Gib anschließend etwas Zucker sowie die Nelken und eine Zimtstange in den Topf und erhitze diesen langsam auf mittlerer Stufe.

4

Lasse das Ganze etwa 10 Minuten leicht köcheln während du zwischendurch immer wieder umrührst.

5

Je nachdem wie süß du deinen Punsch gerne trinkst, kannst du noch mehr Zucker hinzugeben.

6

Wenn alles einmal aufgekocht ist und der Zucker sich aufgelöst hat ist der Punsch fertig.

Unser Tipp für dich

☝️ Etwas Zitronensaft passt auch super dazu.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Weihnachtspunsch mit Saft und Gewürzen
Erinnerungsnachricht
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Die Nachsorge ist ein wichtiger Bestandteil der Krebstherapie. Nur weil du genesen bist, heißt es nicht, dass du nicht regelmäßig zum Arzt musst. Jetzt erst recht! Denn wer einmal an Krebs erkrankt ist, ist vorbelastet und sollte regelmäßig zur Nachsorge gehen.
Hierbei ist es wichtig, dass du für die nicht zu irgendeinem Arzt oder einer Ärztin gehst, sondern schon eine Nachsorge im Bereich der Onkologie, spezialisiert auf deine Krebserkrankung. Die Onkologie ist breit gefächert.

Wieso ist die Nachsorge so wichtig? In der Nachsorge ist der dich behandelnde Onkologe auf deine Krankheit spezialisiert und kennt deinen Krankheitsverlauf. In der Nachsorge bekommst du die notwendigen Untersuchungen, um deinen aktuellen Gesundheitszustand feststellen zu können. Mögliche Rezidive oder andere Erkrankungen können so schneller und spezifischer festgestellt werden.

Die Nachsorge findet je nach Krankheitsbild in unterschiedlichen Abständen statt. Anfangs in häufigeren Abständen und mit der Zeit werden die Abstände immer länger. Die Nachsorge ist ein Angebot und wird jedem Patienten empfohlen. Bei der Nachsorge hat man ebenfalls den Vorteil, mit der onkologischen Pflegeberatung zu sprechen, die viele wichtige Tipps und Unterstützung für das Leben nach dem Krebs anbietet.

Was ist zu beachten?

Die Nachsorge nimmt in der Regel den gesamten Tag in Anspruch, daher solltest du dir für den Tag der Nachsorge freinehmen und keine anderen Termine einplanen. Ebenfalls solltest du deine Medikamente nicht vergessen. An ausreichende Essen, Getränke und vielleicht etwas gegen die Langeweile sollte auch gedacht werden. Im Notfall kannst du aber auch im Krankenhaus essen.

Mit der Nachsorge ist ebenfalls die Angst vor den Ergebnissen verbunden. Wie sind meine Werte? Ist der Krebs zurück? Eine Nachsorge ist meistens mit gemischten Gefühlen verbunden.

Was ist bei der Nachsorge zu beachten?
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Die Diagnose Krebs wirbelt das Leben einmal komplett durcheinander. Plötzlich steht nicht mehr der Alltag im Mittelpunkt, sondern Arzttermine, Therapien und das eigene Wohlbefinden. Was viele nicht wissen: Du musst nicht alles alleine stemmen! Besonders, wenn die Kräfte schwinden, kann eine Haushaltshilfe Gold wert sein.

Was ist eine Haushaltshilfe?

Eine Haushaltshilfe unterstützt dich bei den täglichen Aufgaben, wenn du es selbst nicht mehr schaffst – sei es Putzen, Einkaufen oder Kochen. Sie ist keine Luxusleistung, sondern ein Recht, das dir in dieser Situation zusteht.

Wer zahlt das?

Die gute Nachricht: In vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Voraussetzung ist, dass du wegen deiner Erkrankung den Haushalt nicht mehr selbst führen kannst und niemand sonst in deinem Haushalt lebt, der oder sie für dich einspringen könnte.

Achtung: Für jede Haushalthilfe fällt eine Zuzahlung von zehn Prozent der Kosten pro Kalendertag an. Das sind mindestens 5, aber maximal 10 Euro am Tag.

Wie beantragst du eine Haushaltshilfe?

  • Krankenkasse kontaktieren: Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Haushaltshilfe, wenn die Unterstützung medizinisch notwendig ist. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Diese:r stellen dir eine Bescheinigung aus, dass du Unterstützung brauchst. Reich die Bescheinigung am besten zeitnah bei deiner Krankenkasse ein.
  • Kinderbetreuung: Gibt es Kinder unter 12 Jahren im Haushalt, springt die Krankenkasse oft ein – selbst wenn ein Elternteil theoretisch helfen könnte.
  • Zeitrahmen: Die Hilfe wird meist für bis zu vier Wochen pro Krankheitsfall genehmigt, bei besonderem Bedarf auch länger.

Unser Tipp

Hab keine Angst davor, Hilfe anzunehmen! Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstfürsorge. Nutze die gewonnene Zeit und Energie für das, was dir jetzt wirklich guttut – sei es ein gutes Buch, ein Spaziergang oder einfach mal Durchatmen. Du bist nicht alleine auf diesem Weg. Es gibt Unterstützung – du musst sie nur annehmen. Bleib mutig und denk daran: Dir Hilfe zu holen ist stark!

Haushaltshilfe bei Krebs – Wenn der Alltag zu viel wird
Zwei Frauen umarmen sich vertraut. Blumen blühen um sie herum.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Die Diagnose Krebs ist definitiv ein Schock. Für dich und auch für deine Liebsten. Umso wichtiger ist es, dass du mit deiner Familie und Freunden über deine Erkrankung und deine Bedürfnisse sprichst. ☝️ Denn, wenn du nicht über deine Bedürfnisse sprichst, wie soll dein Gegenüber dann wissen was du brauchst oder was du nicht brauchst? 🤷🏻‍♀️

🤔 Hab keine Angst davor, deine Sorgen und Ängste mit deinen Liebsten zu teilen und auch mal um Hilfe zu bitten. Damit hilfst du nicht nur dir, sondern auch deinen Lieben. Angehörige fühlen sich häufig hilflos, sie wissen nicht, auf welche Art sie dir helfen können. Sie stehen daneben, können nur zugucken und zuhören. Zu wissen, wie sie dich unterstützen können und etwas zu machen, kann eine große Erleichterung sein.

Allerdings sollten auch deine Familie und Freunde keine Angst davor haben, dir die eigenen Probleme und Ängste mitzuteilen. Krebs ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung, weswegen es besonders wichtig ist, sich in einer solchen Ausnahmesituation als Team gegenseitig zu unterstützen. 💪

☝️ Wichtig ist dabei, die Grenzen des Betroffenen zu respektieren und ihm seine Hilfsbereitschaft nicht aufzudrängen. Es wird noch genügend Situationen im Verlauf der Behandlung geben, in denen diese Hilfsbereitschaft gebraucht und dankend angenommen werden wird.

Also, sprecht offen über eure Gefühle und Bedürfnisse, denn Kommunikation ist in allen Lebenslagen wichtig.

Sprich offen mit deinen Liebsten über deine Erkrankung und Bedürfnisse.

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Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

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