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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
Krebsart
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Eine junge Frau sitz neben einer Batterie mit Stromsymbol
Info
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Wie steht es um dein Energielevel? Horche in dich hinein und notiere dir hier all die Dinge, Menschen, Gedanken, die dir gerade guttun (+) und die dir nicht guttun (-).
Eine Batterie mit einem Minuszeichen und einem Pluszeichen zeigt die unterschiedlichen Energielevel einer Person.

Überlege dir Strategien, wie du EnergieRÄUBER vermeiden oder für eine Zeit pausieren kannst.

Denk daran: Solche Energieräuber gänzlich aus dem Leben zu streichen ist oft schwieriger und mit viel Aufwand verbunden. Achte hier darauf, was der größere Räuber für dich wäre.

Eine Frau mit roten Haaren ist umgeben on Zetteln, einem Stift und Minussymbolen.

Denk auch an die positiven Aspekte in deinem Leben. Was kannst du tun, um vermehrt EnergieGESCHENKE in dein Leben zu bringen oder zuzulassen? Gibt es vielleicht Menschen, die dir dabei helfen können?

Eine Frau mit kurzen Haaren umarmt ein Herz, während Geschenke mit einem Plussymbol sie umgeben.
Deine Energiebilanz
Eine leere Klopapierrolle steht mittig, drumherum sind traurige Emojis.
Tipp
Ernährung
No items found.
🧻 Leidest du seit deiner Chemo oder Bestrahlung unter Durchfall? Wurden dir Cola und Salzstangen empfohlen, aber du bist dir unsicher, ob das wirklich hilft? Wir geben dir Tipps, die deine Beschwerden lindern können.

🚰 Besonders wichtig: Trinke viel und vergiss deine Elektrolyte nicht

Je nachdem, wie stark dein Durchfall und Wasserverlust ist, solltest du viel trinken und genügend Elektrolyte aufnehmen. Es gibt zum Elektrolytausgleich zum Beispiel Elotrans, Oralpädon oder du machst dir eine WHO-Lösung selbst:

Mische 1 Liter Mineralwasser, 4 Teelöffel Traubenzucker, ¾ Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Backpulver und 1 Tasse Orangensaft. Eine optimale Trinkmenge sind 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht in 24 Stunden.

❓ Hilft Cola bei Durchfall?

Cola ist kein geeignetes Getränk bei Durchfall, da der hohe Zuckergehalt Wasser im Darm bindet und so deinen Durchfall noch verstärkt.

🍎 Lösliche Ballaststoffe (Präbiotika) dicken deinen Stuhl ein

Dazu gehören beispielsweise gemahlene Flohsamenschalen oder Pektine. Die Flohsamen kannst du in ein großes Glas Wasser einrühren und trinken. Beginne mit einer kleinen Menge von ½ bis 1 Teelöffel und steigere deine Dosis langsam. Pektine kommen auch im Apfel vor. Reibe einen Apfel mit Schale fein, lasse ihn solange stehen bis er braun wird und iss ihn anschließend. Durch die Bräunung entfaltet das Pektin seine volle eindickende Wirkung. Du kannst Apfelpektin auch als Pulver in der Apotheke kaufen.

🥔 Bevorzuge stopfende Lebensmittel

Kartoffeln, Kartoffelpüree, geschälter Reis, Reisschleim, Nudeln, Haferflocken, Haferschleim, Grieß, Weißbrot und Zwieback tun deinem Darm gut, indem sie stopfend wirken.

🍔 Sei vorsichtig bei darmreizenden Lebensmitteln

Zu fettreiche und stark gewürzte Speisen wirken darmreizend. Frittiertes und paniertes wie Schnitzel, Pommes Frites, Mayonnaise, fettreiches Gebäck, Fertiggerichte, Curry und Chili sind daher eher ungeeignet.

Alarm im Darm – Tipps, wenn dein Stuhl zu weich ist
Pinker Briefumschlag
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Stell dir deinen Krebs vor, als wäre er eine Person (oder auch gerne eine Fantasiegestalt) und du schreibst ihm:ihr:es einen Brief.

Was würdest du diesem Wesen gerne einmal alles sagen? Was liegt dir auf dem ­Herzen, was hast du dich vielleicht nie getraut laut auszusprechen, welche ­Ängste, Bedürfnisse oder auch Geheimnisse möchtest du dir von der Seele schreiben?

Nutze die Chance und schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt. Welche Gefühle kommen bei dir hoch? Benenne sie, lasse sie kurz ­verweilen – was möchten diese Gefühle dem Krebswesen vielleicht mitteilen? Lass sie durch deine Feder sprechen. Lies den Brief am Ende gerne nochmal in Ruhe durch.

Wie fühlst du dich jetzt und was für eine Art Brief hast du gesch­rieben? Eine Hassrede, einen Dankesbrief, einen Abschiedsbrief oder ein Klärungsgespräch? Alles ist erlaubt. Du hast jetzt die Wahl, was du mit deinem Brief machst. Vielleicht möchtest du ihn zerreißen, verbrennen, vergraben, aufheben oder verschicken. Gehe dem nach, was sich für dich gut anfühlt.

Hallo Krebs! Wir müssen reden.
Atemübung
Motivation
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Ein hilfreicher Tipp, wenn du dich ängstlich oder überfordert fühlst. Kennst du das? Deine Gedanken kreisen und verursachen regelrecht, dass dir schwindelig wird, deine Kehle schnürt sich vor Angst zu oder du weißt nicht mehr, wo unten und oben ist?

Die Box-Atemtechnik hilft dir in solchen stressigen Momenten, deinen ­Körper bewusst wieder zu spüren, dein Stresslevel herunterzuregeln und in die ­Entspannung zu kommen. Diese Atemübung kannst du fast überall durchführen. Wenn du kannst und magst, schließe dabei deine Augen:

1

Atme für 4 Sekunden tief und gleichmäßig durch deine Nase ein. Spüre, wie sich deine Bauchdecke langsam hebt. Wenn du magst, kannst du deine Hände auch behutsam auf deinen Bauch legen und die Einatmung unter deinen Handflächen spüren.

2

Halte nun die Luft für 4 Sekunden an.

3

Dann atme durch den Mund für 4 Sekunden aus. Spüre, wie die Luft aus dir herausströmt. Wenn du magst, kannst du die angehaltene Luft mit einem Seufzer oder einem Laut deiner Wahl entweichen lassen.

4

Ist deine Lunge komplett leer, halte die Luft nun für weitere 4 Sekunden an, bevor du erneut einatmest.

Wiederhole diese Box-Atmung so lange, bis du merklich eine Entspannung in deinem Körper spürst. Mindestens für fünf Minuten.

Atme dich frei – mit der 4-4-4-4-Boxatmung
Frau mit Glatze und Joghurt auf dem Kopf. Im Vordergrund befindet sich ein blauer Joghurtbecher
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Du hast gerade die erste Chemo hinter dir und schon fallen die Haare aus? Um den traurigen Verlauf des »Haare-Ausfallens« zu vereinfachen, machen viele kurzen Prozess: Ruckzuck, einmal mit dem Rasierer alles ab! 💇🏽‍♀️👩🏼‍🦲

Der Radikalschnitt kann zwar befreiend wirken, aber oft ist unsere Kopfhaut nicht daran gewöhnt und beginnt schnell zu jucken.

Wir haben ein paar Tipps für euch, die den Juckreiz lindern oder erst gar nicht entstehen lassen.

1

Achtet beim Abrasieren darauf, noch Stoppeln stehenzulassen. So können keine Haare einwachsen und Schmerzen oder Juckreiz auslösen.

2

Juckt der Kopf trotzdem? Einfach ein Löffel Naturjoghurt auf die Kopfhaut geben und einmassieren. Nach 10 Minuten wieder sanft mit einem Tuch abwischen. Veganer:innen können alternativ zur Avocado greifen. Besonders zu überreifen Früchten, die sich nicht mehr als Brotbelag eignen.

3

Stay cool! Kühle deinen Kopf mit im Gefrierfach gelagerten Tüchern. Das beruhigt den Juckreiz für einen Moment.

4

Achte außerdem darauf, in der Sonne immer deinen Kopf zu bedecken. Die Haut ist unter Chemotherapie deutlich angreifbarer und neigt demnach auch mehr zu Juckreiz. Sonnencreme nicht vergessen!

Tipps gegen Kopfhautjucken!
Eine junge Familie spaziert mit einem Baggy mit Kleinkind.
Info
Kinderwunsch
Alle Krebsarten
Kinderwunsch – ein Thema, über das sich fast alle von uns irgendwann einmal Gedanken machen. Möchte ich Kinder und wenn ja, wie viele eigentlich? Wann ist dann auch noch der für mich ideale Zeitpunkt und stimmen diese Vorstellungen auch mit denen meines Partners: meiner Partnerin überein?

Für Krebspatient:innen handelt es sich beim Thema Kinderwunsch um ein ganz besonders sensibles Thema, das häufig von Unsicherheiten und vielen Fragen begleitet ist.

Im Vorhinein ist es wichtig zu sagen: Wie bei vielen anderen Themen auch, lässt sich auch beim Thema Kinderwunsch keine allgemeingültige Aussage oder Empfehlung treffen. Jede Art von Krebs ist individuell und wird somit auch auf verschiedenen Wegen therapiert. Für eine persönliche Beratung und Nachfragen hilft es immer, sich an die behandelnden Ärzt:innen zu wenden.

🗓️ Der richtige Zeitpunkt

Kurz gesagt: Den einen richtigen Zeitpunkt gibt es, wie so oft im Leben, nicht. Dennoch gilt: Sobald du dich selbst dazu bereit und danach fühlst, ist es an der Zeit, sich über die Familienplanung Gedanken zu machen. Häufig haben Betroffene mit einer Krebsdiagnose in der fruchtbaren Lebensphase das Gefühl, nicht mehr über eine mögliche Familienplanung nachdenken zu dürfen. Viele berichten von Ängsten, das Thema überhaupt zu erwähnen. Dennoch ist und bleibt die Frage rund um einen möglichen Kinderwunsch kein Tabu und sollte offen angesprochen werden. Abhängig von Ihrer Diagnose und der damit verbundenen Therapie können nämlich bereits vor Beginn einer Therapie Eizellen oder Spermien abgegeben und kryokonserviert werden. Häufig ist so eine frühe und rechtzeitige Planung das Wichtigste, um seinen Wünschen Raum geben zu können.

🫖 Abwarten und Tee trinken

Andere Betroffene möchten erst die Therapie abschließen und entscheiden sich dafür, einfach abzuwarten. Denn nicht bei allen jungen Krebspatient:innen geht mit einer Therapie die Fruchtbarkeit zwangsweise vorbei. Viele erleben nach Abschluss ihrer Therapie eine Rückkehr der Periode, dies kann kürzer oder länger dauern.

Mehr Infos zu dem Thema findest du in unserem Artikel »Periode gesucht: So holst du deinen Zyklus zurück«.

🧸 Leben ohne eigene Kinder

Es gibt leider auch Paare, die auch nach langen Jahren voller Versuchen und unzähligen Beratungen in Kinderwunschzentren kinderlos bleiben. In Deutschland betrifft dies etwa jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59. Dabei muss nicht zwangsweise eine Erkrankung eines Elternteils vorliegen. Häufig bleiben die Gründe für Kinderlosigkeit ungeklärt. Bei Krebspatient:innen können die Gründe vielfältig sein: von eingreifenden Operationen, medikamentösen Therapien oder dem zeitlichen »Verpassen« der fruchtbaren Jahre.

Eine Adoption bietet für betroffene Paare die Möglichkeit, dennoch eine Familie zu gründen und einem Kind aus tendenziell unsicheren Verhältnissen stabile Beziehungen und elterliche Liebe zu schenken. Auch hier lohnt es sich, sich frühzeitig um nötige Formalitäten zu kümmern, da eine Adoption häufig einen langwierigen Prozess darstellt. Dennoch solltest du nicht vergessen, erst selbst ganz gesund zu werden und dich auch psychisch stabil zu fühlen, bevor du dich um die Adoption eines Kindes bewirbst. Schließlich übernimmst du mit einer Adoption auch die langfristige Verantwortung für ein Kind. Viele Jugendämter sind bei Bewerbungen von Krebspatient:innen auch tendenziell vorsichtiger, damit adoptierte Kinder nicht direkt mit schweren Themen rund um die Gesundheit der Adoptiveltern konfrontiert werden.

💡Info: Die Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs macht sich derzeit für das »Recht auf Vergessenwerden« stark, um die Benachteiligung von Krebspatient:innen insbesondere bei den Themen »Krebs und Armut« sowie »Krebs und Kinderwunsch« zu reduzieren. Die Idee dahinter ist, dass digitale Informationen mit Personenbezug nicht dauerhaft gespeichert werden, sondern nach einer bestimmten Zeit gelöscht werden, besonders in Bezug auf Gesundheitsdaten.

💭 Abschied vom Kinderwunsch

Für einige Betroffene ändert eine Krebserkrankung die Sicht auf einen möglichen Kinderwunsch. Andere schätzen nach dem Ende der Therapie Ihre Freiheit und priorisieren nun andere Lebensziele. Wieder andere müssen sich nach Jahren voller Versuche eingestehen, dass sie selbst keine Kinder mehr bekommen werden.

Der Abschied vom Kinderwunsch kann also selbst gewählt oder durch äußere Umstände bestimmt sein. In jedem Fall kennzeichnet er ein Ende, das emotional sehr prägend sein kann. Daher kann es hilfreich sein, professionelle psychologische Unterstützung zu suchen, um diese Entscheidung zu akzeptieren. Und trotz aller Schwere sollten wir nie vergessen, dass in jedem Ende auch ein neuer Anfang steckt!

Auf der Website FertiOnco findest du verschiedene Optionen über mögliches Vorgehen bei Kinderwunsch als Krebspatient:in. Dabei kannst du selbst entscheiden und abwägen, welche Faktoren für dich wichtig sind.*

* Achtung: FertiOnco ist ein Angebot aus der Schweiz, nicht alle Methoden sind in Deutschland rechtlich erlaubt.

Kinderwunsch nach Krebs
Zwei Frauen umarmen sich vertraut. Blumen blühen um sie herum.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Die Diagnose Krebs ist definitiv ein Schock. Für dich und auch für deine Liebsten. Umso wichtiger ist es, dass du mit deiner Familie und Freunden über deine Erkrankung und deine Bedürfnisse sprichst. ☝️ Denn, wenn du nicht über deine Bedürfnisse sprichst, wie soll dein Gegenüber dann wissen was du brauchst oder was du nicht brauchst? 🤷🏻‍♀️

🤔 Hab keine Angst davor, deine Sorgen und Ängste mit deinen Liebsten zu teilen und auch mal um Hilfe zu bitten. Damit hilfst du nicht nur dir, sondern auch deinen Lieben. Angehörige fühlen sich häufig hilflos, sie wissen nicht, auf welche Art sie dir helfen können. Sie stehen daneben, können nur zugucken und zuhören. Zu wissen, wie sie dich unterstützen können und etwas zu machen, kann eine große Erleichterung sein.

Allerdings sollten auch deine Familie und Freunde keine Angst davor haben, dir die eigenen Probleme und Ängste mitzuteilen. Krebs ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung, weswegen es besonders wichtig ist, sich in einer solchen Ausnahmesituation als Team gegenseitig zu unterstützen. 💪

☝️ Wichtig ist dabei, die Grenzen des Betroffenen zu respektieren und ihm seine Hilfsbereitschaft nicht aufzudrängen. Es wird noch genügend Situationen im Verlauf der Behandlung geben, in denen diese Hilfsbereitschaft gebraucht und dankend angenommen werden wird.

Also, sprecht offen über eure Gefühle und Bedürfnisse, denn Kommunikation ist in allen Lebenslagen wichtig.

Sprich offen mit deinen Liebsten über deine Erkrankung und Bedürfnisse.
Ein Bild von Nuss-Hanfsamen Plätzchen auf grünem Hintergrund.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
🥜🌱🍪 Wir haben ein leckeres und gesundes Plätzchen Rezept für dich, das vegan und proteinreich ist. Diese Plätzchen sind ganz einfach zuzubereiten und schmecken köstlich! 😋
Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

Für dasRezeptbrauchst du:

1 Tasse Haferflocken

1/2 Tasse gehackte Nüsse (z. B. Mandeln, Walnüsse)

2 Esslöffel Hanfsamen

1/2 Tasse ungesüßtes Apfelmus

1 EL Chiasamen (zur besseren Bindung)

1 TL Vanilleextrakt

1/2 Tasse gehackte Zartbitterschokolade

🥣  Zubereitung:

1

Ofen vorheizen: Heize deinen Ofen auf 180 °C vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus.

2

Trockene Zutaten mischen: Vermische die Haferflocken, die gehackten Nüsse und die Hanfsamen in einer Schüssel. Diese Zutaten sorgen für eine Extraportion Protein und Ballaststoffe.

3

Apfelmus, Chiasamen und Vanilleextrakt hinzufügen: Rühre das ungesüßte Apfelmus und die Chiasamen in die trockenen Zutaten ein. Die Chiasamen dienen als Bindemittel und geben den Plätzchen die nötige Konsistenz. Lasse die Masse kurz ruhen, damit die Chiasamen quellen können. Gebe noch Vanilleextrakt dazu.

4

Schokolade unterheben: Füge die gehackte Zartbitterschokolade hinzu und rühre sie unter den Teig.

5

Masse ausbreiten: Gebe die Masse auf dein Backblech, breite sie aus und streiche sie glatt. Verwende dazu einen Esslöffel.

6

Backen: Schiebe das Backblech in den vorgeheizten Ofen und backe die Masse etwa 12-15 Minuten oder bis sie goldbraun ist.

7

Abkühlen lassen: Lass die Masse auf dem Blech abkühlen, damit sie fester wird. Brich die Masse anschließend in plätzchengroße Stücke.

8

Genießen: Und schon kannst du dir deine proteinreichen Nuss-Hanfsamen-Plätzchen schmecken lassen!

Good to Know: Die Plätzchen schmecken nicht süß und bekommen lediglich durch die Schokolade einen süßen Geschmack.
Proteinreiche Nuss-Hanfsamen Plätzchen
Ein junge Frau sitzt am Schreibtisch an ihrem Computer und tippt.
Info
Alltag
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Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Vielleicht nutzt auch du bereits Chatbots wie ChatGPT für alltägliche Aufgaben – zum Beispiel für das Erstellen von Zeitplänen, um Produkte zu vergleichen oder Rezeptideen zu generieren. Auch in der Krebsmedizin ist KI angekommen – und sie kann weit mehr als Daten sortieren. Sie kann helfen, verstehen, begleiten.

KI kann riesige Datenmengen analysieren und so bei der Krebsfrüherkennung (zum Beispiel durch die Analyse von Gewebeproben) helfen. Spezielle mit medizinischen Trainingsdaten gespeiste KIs können bei Diagnoseverfahren unterstützen und Ärzt:innen basierend auf Patient:innendaten und wissenschaftlichen Studien sowie aktuellen medizinischen Leitlinien in Sekundenschnelle Behandlungsoptionen vorschlagen.

‼️ Natürlich kann KI hierbei keine ärztliche Entscheidung ersetzen – sie ist ein Werkzeug, kein Heiler.

🔬 Forschung für personalisierte Krebstherapien

Derzeit werden zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt, die die Potenziale von KI für die Verbesserung von Krebsdiagnostik und -therapie untersuchen. So könnte in Zukunft KI die Individualisierung von Krebstherapien verbessern, sodass jede Patient:in ausschließlich wirklich notwendige und für sie:ihn passende Medikamente erhält.

Doch nicht nur für Forschende und Ärzt:innen bietet KI neue Möglichkeiten. Auch Patient:innen und Angehörige können KI nutzen, um Fragen zu stellen, wissenschaftliche Befunde in einfache Sprache übersetzen zu lassen oder auch um drei Uhr nachts noch einen Ansprechpartner zu haben, wenn Ängste oder Sorgen einen gesunden Schlaf verhindern. Teilweise beantwortet KI medizinische Fragen sogar so gut, dass Patient:innen die KI-Antwort nicht mehr von der Ärzt:innen-Antwort unterscheiden können. Studien zufolge bewerten Patient:innen KI-generierte Antworten auf ihre Fragen außerdem als empathischer und hilfreicher als durch medizinisches Personal verfasste Antworten. Hier zeigt sich, dass KI mittlerweile zu einem sehr menschlichen, wertschätzenden und wohlwollenden Umgang mit ihren Nutzer:innen fähig ist.

💬 Chancen und Grenzen therapeutischer Chatbots

Dieses empathische Verhalten verleitet dazu, Chatbots auch für therapieartige Gespräche zu nutzen. Dies ist naheliegend, da die KI (im Gegensatz zu echten Menschen) nie müde wird, nicht urteilt und immer verfügbar ist. Chatbots wie ChatGPT, Weobot oder Wysa können auch tatsächlich zunächst sinnvolle Ansprechpartner sein. Sie sind in der Lage, Gespräche zu führen, emotionales Befinden zu erfassen und Coping-Strategien vorzuschlagen. Häufig sind die künstlich generierten Antworten einfühlsam, machen Mut und helfen dabei, die eigenen Gedanken zu sortieren. Je mehr konkrete Informationen die KI erhält, desto individuellere Tipps kann sie dir geben.

Doch hier ist Vorsicht geboten: Persönliche und sensible Daten (wie vollständige Namen und Adressen oder finanzielle Angaben) solltest du keinem Chatbot zur Verfügung stellen! Sind die Daten in der KI eingegeben, kann nicht immer zuverlässig nachvollzogen werden, inwiefern diese weiterverarbeitet werden. Zudem werden deine Eingaben häufig genutzt, um die KI weiter zu trainieren.

Bei ChatGPT kannst du dies in den Einstellungen ändern. Hier kannst du entscheiden, ob du die Funktion »Das Modell für alle verbessern« ein- oder ausschalten möchtest. Allerdings solltest du auch dann, wenn diese Funktion ausgeschaltet ist, keine sensiblen Daten teilen, da KI-Systeme nicht immer vor Cyberangriffen sicher sind. Bezogen auf die Datenschutzproblematik und sicherlich auch auf konkrete Handlungsempfehlungen bei wiederkehrenden Angst- und Unsicherheitsgefühlen oder anderen häufig auftretenden, mentalen Problemen sind, menschliche Therapeut:innen definitiv den Chatbots vorzuziehen. Idealerweise können Chatbots aber eine erste Anlaufstelle darstellen und als Brückenbauer in akuten Momenten fungieren. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie ChatGPT dein Gesundheitsmanagement verbessern kann, dann gibt es hierzu eine interessante Podcastfolge namens »ChatGPT als Therapeut: Wie du KI für deine mentale Gesundheit nutzt« von Dr. Eva Elisa Schneider.

💻 Ein Selbstexperiment mit ChatGPT

Im Selbstexperiment konnte ich Zeugin der kompetenten und einfühlsamen Antworten von ChatGPT werden. Ich probierte zunächst aus, inwieweit ChatGPT mir helfen konnte, meinen PET-CT-Befund der Erstdiagnose aus dem Jahr 2022 noch besser zu verstehen. Hier erhielt ich auch direkt von der KI den Hinweis, dass ich Klarnamen oder andere sensible Daten schwärzen solle, bevor ich den Befund hochlud. Ich entschied mich dazu, nur die letzten paar Sätze zu kopieren. Hier ging es um die Ausbreitung des Lymphknotenbefalls bei meiner Krebserkrankung. ChatGPT erklärte mir sehr kleinschrittig, dass es sich bei meiner Erkrankung um ein Lymphom handelte, und konnte alle medizinischen Begriffe (wie zum Beispiel »infradiaphragmal«) in verständliche Begriffe (in diesem Fall »unterhalb des Zwerchfells«) übersetzen. Sogar das Stadium konnte die KI richtig benennen und in Abhängigkeit von bestimmten Risikofaktoren konkrete Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen. Hier erklärte mir ChatGPT in etwa die gleichen Möglichkeiten, wie mein Onkologe es damals getan hat. Auch die Angaben zur Dauer der Therapie und zu den möglichen Nebenwirkungen waren akkurat.

Als nächsten Schritt schlug die KI vor, mir weitere Informationen zu körperlicher und seelischer Therapieunterstützung zur Verfügung zu stellen. Diese Tipps beinhalteten unter anderem eine eiweißreiche, ausgewogene Ernährung, regelmäßige, moderate Bewegung und eine Suche nach Austauschmöglichkeiten in Form von Selbsthilfegruppen oder Psychoonkologie. Bei genauerem Nachfragen, welche Möglichkeiten ich als junge Patientin für den Onlineaustausch hätte, schlug die KI das junge Krebsportal der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs oder die Yes-We-Cancer-App vor. Unser kleiner Verein Pathly hat es leider noch nicht in die ChatGPT-Vorschläge geschafft, aber als ich der KI von meinen Zukunftsängsten berichtete, nutzte der Chatbot unseren Slogan »Du bist nicht allein«, um mich aufzufangen. Die ausführliche Antwort lautete:

»Es ist okay, dass du Angst hast. Diese Gefühle sind kein Zeichen von Schwäche, sondern eine natürliche Reaktion auf das, was passiert ist. Und es ist ebenso wichtig, dass du dich daran erinnerst: Du bist nicht allein. Menschen um dich herum, Freunde, Partner, Familie, aber auch digitale Communitys und Fachleute können dich begleiten. Du musst nicht alles selbst tragen.«

Diese emotionale und einfühlsame Antwort der KI beeindruckte mich nachhaltig. ChatGPT hat für mich damit bewiesen, dass KI Mut machen und helfen kann. Natürlich ist sie zu keinem Zeitpunkt ein Ersatz für echte Ärzt:innen, Therapeut:innen und Angehörige, die uns in den (manchmal leider ziemlich dunklen) Zeiten als Krebspatient:innen zur Seite stehen. Aber die Zukunft der Krebsmedizin ist nicht menschlich oder künstlich – sondern beides, im besten Fall Hand in Hand.
KI gegen Krebs: Zwischen Daten, Dialog und Hoffnung
Eine Frau hält vor ihrem Bauch eine abgelaufene Uhr, die Menopause ist eingetreten
Tipp
Nebenwirkungen
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Die Wechseljahre sind etwas, mit dem sich die wenigsten von uns vor dem 40. Geburtstag auseinandersetzen wollten beziehungsweise diese auf dem Schirm hatten. Erkrankst du allerdings an Krebs, ist es möglich, dass bei dir durch die Krebstherapie Wechseljahre und deren Symptome ausgelöst beziehungsweise herbeigeführt werden können.

Diese Wechseljahresbeschwerden können bleiben, aber auch wieder verschwinden. Das ist abhängig von deiner Krebsart, der weiteren Behandlung samt Medikation und wie gut dein Körper eine intensive Therapie vertragen hat. Darauf, dass dein Körper eine Krebstherapie überhaupt ertragen hat, kannst du schon einmal stolz sein! Jeder Körper ist natürlich individuell und hat mehr oder weniger Symptome – sowohl während der Therapie als auch danach. Einige der Wechseljahr-Symptome und Tipps, die im Umgang damit helfen können, möchten wir heute vorstellen:

🥴 Stimmungsschwankungen

In einem Moment bist du noch gut gelaunt und plötzlich könntest du vor Wut platzen. Das kann an mangelnden Progesteron (ein natürliches Sexualhormon, das zur Regulation von Schwangerschaft, Menstruation und Geburt existiert) liegen. Um zu überprüfen, ob das bei dir der Fall ist, kannst du deine:n Gynäkolog:in darum bitten, einen Bluttest zu veranlassen. Progesteron kann man sich dann verschreiben lassen, wenn das nicht mit deiner Therapie kollidiert. Es ist auch vollkommen okay, während und nach einer Krebserkrankung »launenhaft« zu sein. Wenn du nicht jetzt dazu das Recht hast, wann bitte dann?!

Aspekte, die aber zu besserer Laune beitragen können, sind:

Ausreichend Schlaf und Ruhepausen

Gesunde Ernährung

Wenig Alkohol, aber viel Wasser

Selbstfürsorge und Pflege

🚽 Inkontinenz

Durch einen möglichen Östrogenmangel kann es zu einer Beckenbodenschwäche kommen, selbst wenn du zuvor gar keine Probleme mit der Kontinenz hattest, da der Beckenboden erschlafft. Auch eine Geburt oder Übergewicht können Inkontinenz verstärken.

Was kannst du tun?

Beckenbodentraining

Urolog:in aufsuchen und weiteres Vorgehen besprechen

Physiotherapie (auf Beckenboden spezialisiert)

Östriolsalbe (zuvor mit dem Arzt/der Ärztin absprechen)

Gewichtsabnahme bei Übergewicht

🦴 Gelenk- und Knochenschmerzen

Manche klagen über chronische Schmerzen und Beschwerden in den Muskeln und Gelenken, die sich bei Schlafmangel, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen verschlimmern können. Ausgelöst werden die Schmerzen durch mangelndes Östrogen, welches uns eigentlich unempfindlicher gegen Schmerzen macht. Fibromyalgie (eine chronische Schmerzerkrankung), Arthrose (ein Verschleiß der Gelenke) oder Arthritis (eine entzündliche Gelenkerkrankung) können die Folge sein. Durch den Östrogenmangel ist ein Abbau der Knochen ebenfalls denkbar.

Folgendes kannst du aktiv dagegen tun:

In Bewegung bleiben und sporteln

Kraftsport und Sport mit Eigengewicht zur Förderung der Knochengesundheit

Knochendichtemessung in der Radiologie

Calcium und Vitamin D einnehmen

Wenig Alkohol- und Nikotingenuss, möglichst gar nicht

🛌 Keine bis wenig Lust auf Sex

Die Lust auf Sex hält sich in Grenzen, wenn man danach Jucken und Brennen verspürt beziehungsweise Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs hat, weil man unter Trockenheit leidet, da sich die vaginale Schleimhaut abbaut. Nach langer Abstinenz während der Therapiezeit, kann der erste Sex auch wehtun. Hierbei können Übungen mit zum Beispiel einem Dildo zuvor Abhilfe schaffen. Zudem kann eine Hormonsalbe mit Östriol/Estriol helfen und ist auch für Frauen mit hormonabhängigen Krebs geeignet, da die Menge an Östriol, die in den Körper übergeht, sehr gering ist.

🌡️ Hitzewallungen

Eine Hitzewallung kann zwischen 2–3 oder gar 30 Minuten andauern. Wenn es nur bei einer bliebe … Sie treten aber öfter auf, bei manchen Tag und Nacht, sind unterschiedlich stark und können auch Gelenkschmerzen, hohen Blutdruck, Depressionen und einen hohen Cholesterinspiegel begünstigen. Die gute Nachricht ist: Es wird oft besser je länger die Therapie zurückliegt. Und was kann man tun?

Dazu haben wir uns mal in der Redaktionssitzung Gedanken gemacht und Tipps ausgetauscht, die wir euch nicht vorenthalten wollen:

Taschentücher und einen Fächer dabei haben

Tabletten abends nehmen

Tabletten auf homöopathischer Basis, zum Beispiel Equinovo

Klimaanlage im Auto anstellen

Mit Wasser die Handgelenke kühlen

Bei Therapie: Wasser auf die Glatze 😉

Geduld mit sich haben

Kommunizieren, was los ist

Tipps im Umgang mit künstlichen Wechseljahren
Eine Person in Gedanken, um sie herum viele Gedankenblasen.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Gefühle können ganz schön tricky sein. Aber denk daran: Du bist nicht deine Gefühle. Sie sind lediglich zu Besuch, sie kommen und sie gehen auch wieder. Was kannst du tun, wenn du wieder einmal von negativen oder unangenehmen Gefühlen heimgesucht wirst?

Hier eine achtsame Anleitung, wie du in sieben Schritten deinen Gefühlen auf den Grund gehen, sie anerkennen und – wenn du möchtest – loslassen kannst:

1

Gefühl erkennen: Wo im Körper spüre ich das Gefühl und was hat es ausgelöst?

2

Gefühl benennen: Ich habe Angst.

3

Gefühl wertschätzen: Hallo, Angst. Da bist du ja mal wieder.

4

Gefühl zulassen: Es ist OK, Angst. Du darfst hier sein.

5

Gefühl hinterfragen: Was möchte meine Angst mir mitteilen, was braucht sie, wovor will sie mich schützen?

6

Gefühl loslassen: Danke für deinen Besuch, Angst. Du darfst jetzt wieder gehen.

7

Handeln: Kann ich etwas an der Situation (die mir Angst macht) ändern, verbessern? Kann ich eine Strategie für das nächste Mal erarbeiten? Brauche ich Unterstützung?

Keine Panik, wenn es nicht sofort oder nicht immer klappt.

Keine Panik, wenn es nicht sofort oder nicht immer klappt. Der achtsame Umgang mit den eigenen Gefühlen ist oft nicht leicht und eine gute Kommunikation benötigt etwas Übung – vor allem bei Gefühlen, die uns zunächst zu überwältigen scheinen. Oft beeinflussen sie uns auch lange unbewusst. Umso öfter du jedoch in dich hineinhörst und dich mit dir und deiner inneren Welt beschäftigst, umso einfacher wird es dir fallen, auf gewisse Situationen in deinem Leben zu reagieren.

Wenn du jedoch merkst, dass ein Gefühl immer wieder deinen Alltag unterbricht oder dich davon abhält, dein Leben zu leben, kannst du dir auch professionelle Hilfe suchen. Das kann dazu beitragen, das Gefühl und deine Bedürfnisse dahinter besser zu verstehen.

Gefühle deuten: Was ist eigentlich mit mir los?
Ananas, Aubergine, Tomaten und ein Sandwich
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Während der Krebstherapie:
⚖️ 1x pro Woche wiegen, da bereits ein Gewichtsverlust von 5% in drei Monaten (egal welcher BMI) zu Komplikationen wie einem geschwächten Immunsystem, Abbau der Muskelmasse oder längerem Krankenhausaufenthalt führen kann.
👟  In Bewegung bleiben, da so wertvolle Muskelmasse erhalten bleiben kann. Wenn du unsicher bist, inwiefern du dich während deiner Therapie bewegen darfst, sprich am besten mit deinem behandelnden Team.
🍽  Ausreichend essen, da dein Körper viele Nährstoffe benötigt, wie zum Beispiel Eiweiß, für dein Immunsystem, um Wunden zu schließen oder Muskelmasse zu erhalten.
💬 Hilfe und Rat einholen, um Beschwerden zu lindern, Sicherheit zu bekommen & Unklarheiten zu klären. Die meisten Krankenkassen bezuschussen oder übernehmen zertifizierte Ernährungsberatungen, durch die du optimal unterstützt wirst.

Vorsicht bei Krebsdiäten:

Diese oft pauschalen und meist strengen Ernährungsregeln können Beschwerden verschlimmern und das Risiko für eine Mangelernährung erhöhen.

Ernährungs-Basics während der Krebstherapie
Eine Frau mit kurzen, silbernen Haaren sitzt mit verschränkten Armen auf einer Bank und lächelt in die Kamera. Sie trägt einen blau gemusterten Blazer.
Info
Alltag
Alle Krebsarten
Am 24. Februar haben wir auf dem Krebsaktionstag in Berlin Prof. Dr. Jutta Hübner kennengelernt. Als ausgebildete Ärztin und Professorin für Integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena hat sie beruflich viel mit Krebspatienten zu tun. Wir freuen uns, dass wir sie für ein Interview gewinnen konnten, in dem sie uns einen Einblick in ihre Arbeit gibt.

Frau Hübner, Sie forschen bereits seit vielen Jahren zu krebsbezogenen Themen. Was macht den Schwerpunkt Ihrer Forschungen aus und wie genau gestaltet sich diese Arbeit?

Prof. Dr. Hübner: »Mein inhaltlicher Schwerpunkt ist der weite Bereich Integrative Onkologie, also Komplementärmedizin, Ernährung und Bewegung. In diesem Feld schauen wir uns an, was Patienten sich wünschen, was für Fragen auftreten und wie sie sich informieren. Wir gucken uns das auch auf der Seite der Ärzte und Pflegekräfte an. Wir schauen, was es für wissenschaftliche Nachweise gibt, wir analysieren also Studien kritisch und machen systematische Übersichtsarbeiten. Zunehmend forschen wir im Bereich Arzt-Patienten-Kommunikation. Dadurch wollen wir uns einen Überblick verschaffen, warum es für beide Seiten teilweise so schwierig geworden ist, gut zueinander zu finden. Und vor allem, um zu klären: Was können wir tun, um das zu verbessern?«

Welche Erkenntnisse haben Sie im Rahmen Ihrer Forschungen bereits erzielt? Und welche Fragen sind vielleicht auch unbeantwortet geblieben?

Prof. Dr. Hübner:  »Wenn wir uns zunächst den Bereich Integrative Onkologie anschauen, gibt es sehr viel Forschung zum Thema Sport. Sport ist eindeutig gesund für Patienten mit einer Krebserkrankung. Das muss nicht der klassische Sport sein, sondern nennen wir es besser Bewegung oder körperliche Aktivität. Dazu gehört auch, den eigenen Garten umzugraben oder das Blumenbeet zu pflegen. Körperliche Betätigung ist für jeden Patienten empfehlenswert, sollte aber immer an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst sein.

Zur Ernährung gibt es ebenfalls sehr viel Forschung. Dies ist aber schwieriger, weil es nicht so gut messbar ist. Sie können dem Menschen ja nicht den ganzen Tag hinterherlaufen, um zu gucken, was genau er macht. Und eigentlich wissen wir bereits ganz genau, worauf es ankommt, nämlich eine ausgewogene Ernährung. Diese ganzen Nahrungsergänzungsmittel braucht man dann mit wenigen Ausnahmen auch nicht. Hier sind wir mehr an Motivationsfragen interessiert: Was lesen Patienten, was für Informationen finden sie, wie gut fühlen sie sich informiert und was kann man tun, um Informationen zu verbessern? Aktuell muss man sagen, dass sehr viele Informationen über Ernährung – wissenschaftlich betrachtet – falsch sind. Fehlinformationen, gerade beim Thema Ernährung, können extrem gefährlich sein und zu einer Mangelernährung führen. Uns interessiert also sehr, was wir tun können, um die Qualität der Informationen zu verbessern und den Patienten zu schützen, auf falsche Informationen hereinzufallen. Denn für den Laien ist es oft sehr schwierig, den Unterschied zu erkennen.

Im Kerngebiet der Komplementärmedizin betreiben wir keine eigenständige klinische Forschung, schauen uns jedoch die Qualität anderer Veröffentlichungen sehr genau an. Leider ist das, was man generell so findet, also im Internet, Büchern, Broschüren und selbst in Fernsehsendungen, häufig von sehr schwacher bis falscher Qualität und Aussagekraft. Da müssen wir uns also auch wieder anschauen, was getan werden kann, um das zu verbessern. Wir wissen bereits, dass es vor allem darauf ankommt, Zusammenhänge laienverständlich gut zu erklären. Man kann Laien und Patienten sehr wohl Wissenschaft vermitteln, aber man muss es eben auch so machen, dass jeder ohne Fachbegriffkenntnis oder Grundlagenwissen es gut verstehen kann.«

Alternative Medizin und Komplementärmedizin werden oft verwechselt. Worin genau liegt der Unterschied zwischen diesen Begriffen?

Prof. Dr. Hübner: »Der Unterschied ist, dass alternative Medizin, wie es der Name schon sagt, ›anstelle von‹ beispielsweise einer Chemotherapie gegeben wird. Das ist Scharlatanerie und muss auch ganz klar so benannt werden. Sehr viel häufiger ist es jedoch in Deutschland so, dass der Patient sicherheitshalber ›zusätzlich‹ etwas macht, was nicht gut auf die eigentliche Therapie abgestimmt ist. So können Wechselwirkungen auftreten, was dazu führt, dass die Therapie schlechter wirkt. Oder die Zusätze lösen eigenständig einen Schaden aus. Ich bin durchaus ein Anhänger von Heilpflanzen, aber man muss auch wissen, dass einige im Einzelfall giftig wirken können. Vor allem bei aus dem Ausland importierten Präparaten gibt es Beimengungen von beispielsweise Schwermetallen oder Pestiziden. Das ist für mich auch alternative Medizin, weil es einfach schlechte Medizin ist.«

Sie würden also dazu raten, die Einnahme zusätzlicher Mittel vorher stets mit den behandelnden Ärzten abzusprechen?

Prof. Dr. Hübner: »Auf jeden Fall sollte man seine Ärzte informieren. Das ist nicht immer leicht, weil viele Ärzte mit einer Abwehrhaltung reagieren. Dann hat der Patient das Gefühl, nicht verstanden zu werden, und dann erzählt er es auch nicht. Man sollte es jedoch auf jeden Fall zumindest notieren lassen, damit Ärzte im Zweifelsfall dran denken. Ein Beispiel: Wenn die Leberwerte ansteigen, kann es entweder an der Chemotherapie liegen oder an dem, was der Patient noch zusätzlich macht. Mögliche Wechselwirkungen können allerdings nicht nur von Ärzten, sondern auch vom Apotheker gecheckt werden. Wenn man also das Gefühl hat, dass der Arzt nicht genug Zeit hat, dann kann man auch mit dem Arztbrief in eine Apotheke gehen und sich beraten lassen. Dabei müssen jedoch auch unbedingt an alle anderen Medikamente gedacht werden, Stichwort Diabetes oder Bluthochdruck.«

Die Wissenschaft, aber auch unsere Gesellschaft hat sich im Laufe der Jahre stark gewandelt. Haben Sie im Umgang mit der Thematik Krebs ebenfalls Veränderungen beobachten können?

Prof. Dr. Hübner: »Es ist grandios, wie sich das Thema Onkologie in den letzten Jahren verändert hat. Es ist immer noch ein bisschen ein Tabuthema. Nicht, dass man nicht darüber reden kann, dies haben ja auch viele promiente Menschen teilweise ganz bewusst getan. Aber es ist immer noch so, dass wenn das Wort Krebs fällt, im Kopfkino der Tod aktiv da ist. Und das ist ein Thema, was die meisten Menschen versuchen zu vermeiden. Krebs ist nicht mehr ein klassisches Tabuthema, aber es ist ein Vermeidungsthema. Da sind wir also nur ein Stückchen weitergekommen. Therapeutisch und auch bezüglich der Nebenwirkungen sind wir unheimlich viel weitergekommen. Die Kultur mit dem Umgang mit dem Fortschritt haben wir hingegen nicht ganz so schnell entwickelt. Wir wissen beispielsweise, dass es für eine bestimmte Krebssituation unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten gibt. Eine oder zwei davon halten wir Ärzte dann für die beste, weil sie die längste Überlebenszeit garantiert. Das ist aber nicht für jeden Patienten der entscheidende Punkt. Einige wollen bestimmte Nebenwirkungen partout nicht ertragen und sehen diese sogar als Ausschlusskriterium. Bezüglich einer ausführlichen Besprechung mit Patienten und dieser Kultur einer gemeinsamen Entscheidungsfindung habe ich inzwischen den Eindruck, dass wir da früher schonmal weiter waren, als wir es jetzt sind. So wird dem Patienten häufig nicht gesagt, dass es womöglich noch andere Handlungsmöglichkeiten gibt. Es wird auch nicht gefragt, welche Wertevorstellungen die betroffene Person hat, wonach sich die Therapiewahl dann richten könnte.«

Haben Sie eine Vermutung, woran das liegt?

Prof. Dr. Hübner: »Ja, da gibt es zwei Gründe. Grund Nummer eins ist der Zeitfaktor. Solch ein Gespräch ist nicht in fünf oder zehn Minuten machbar. Und jeder, der etwas anderes behauptet, hat es noch nie versucht. Der zweite Punkt ist, dass es inzwischen etliche Leitlinien und Zertifizierungen gibt. Solche Strukturen haben viele Vorteile. So kann sich der Patient bei einer zertifizierten Einrichtung sicher sein, dass er keinen Blödsinn angeboten bekommt. Das hat aber auch zur Folge, dass hinter einer Therapieempfehlung nicht mehr nur ein einzelner Arzt steht, welcher mit dem Patienten auch über andere Therapiemöglichkeiten nachdenken könnte. Stattdessen wird die Therapie einer Leitlinie entnommen oder bei einer Tumorkonferenz beschlossen. Und so ein Tumorkonferenzbeschluss wird wie ein Urteil gefällt. Dem Patienten wird dann gesagt: ›DAS müssen sie machen‹. Aus meiner Sicht ein Problem.«

Die fehlende Zeit der Ärzte für ein ausführliches Gespräch ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe, weshalb Patienten bei der Krankheitsbekämpfung (zusätzlich zur leitlinienkonformen Therapie) aktiv werden und dazu regelmäßig auf das Internet als Ratgeber zurückgreifen. Welche Empfehlungen können Sie für eine selbstständige Recherche geben und welche Risiken gilt es zu beachten?

Prof. Dr. Hübner: »Aus der Forschung ist bekannt, dass der Deutsche im Erkennen von guter Information nicht gut ist, und dass er das auch weiß. Das heißt, man geht schon mit einer gewissen Unsicherheit da ran. Laien können Informationen im medizinischen Bereich auch nur schlecht bewerten, weil sie sich einfach nicht genug auskennen. Hier gibt es verschiedene Ansätze. Es gab mal HONcode, das war eine Zertifizierung von Webseiten. Außerdem gibt es kleine Checklisten, woran man gute Informationen und Webseiten erkennen kann. Das Durcharbeiten dauert dann aber auch mal zehn Minuten. Die Forschung zeigt, dass man, selbst wenn man die Webseite im Ergebnis für schlecht hält, davon beeinflusst wird. Sie merken sich die Infos nämlich trotzdem. Deswegen glaube ich, dass wir die Ärzte dahingehend nicht entlasten können. Die Arzt-Patienten-Kommunikation muss so gut sein, dass sich der Patient bloß noch ›zusätzlich‹ informiert. Man kann Patienten auch darauf schulen, dass sie eindeutige Merkmale für Unseriösität besser erkennen.«

Wäre eine Handlungsempfehlung, dass der Patient nicht allein das Internet durchforstet, sondern bestenfalls gemeinsam mit einer anderen Person?

Prof. Dr. Hübner: »Das ist eine sehr gute Idee. Da muss man sich aber vorher gut überlegen, wer das sein soll. Am besten jemand, der etwas Abstand zu dem Thema hat. Wenn ich zum Beispiel einen Familienangehörigen nehme, der genauso aufgeregt an die Sache herangeht wie ich, kann sich das schnell aufschaukeln. Selbsthilfegruppen oder psychosoziale Beratungsstellen können jedoch sehr hilfreich sein.«

(Angebliche) Erfolge bei der Krebsforschung werden immer wieder in den Medien thematisiert. Und natürlich interessiert uns ›Krebscommunity‹ dieses Thema ganz besonders. Wie lautet Ihre persönliche Prognose, welche Fortschritte im Bereich der Krebsprävention und -behandlung erwartet werden können?

Prof. Dr. Hübner: »Bezüglich der Prävention wissen wir, was wir tun müssen uns möglichst gesund verhalten. Dazu gehört der Sport, eine ausgewogene Ernährung, das Vermeiden von Rauchen und anderen giftigen Stoffen zu welchen auch Cannabis zählt und wenig Alkohol. Im Bereich der Therapie ist der Traum von allen Ärzten und Forschern, dass wir Medikamente finden, die wirklich nur die Krebszellen angreifen und nicht mehr die gesunden. Da bin ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Im Prinzip entstehen Krebszellen aus körpereigenen gesunden Zellen, und der Unterschied dazwischen ist nicht zu groß. Aber vielleicht gelingt es uns irgendwann, ihn doch zu erkennen und die Medikamente anzupassen. Bei der Krebsprävention weiß ich nicht, inwieweit es so gut ist, wenn man einem Baby zukünftig schon vorhersagen kann, in welchem Alter es an welcher Krebsart erkranken wird. Ob wir wirklich alles im Detail wissen wollen, das ist eine ethische Frage und keine medizinische. Hier würde ich mir einen intensiveren gesellschaftlichen Diskurs wünschen.«

Ein letzter Ratschlag oder Botschaft für Krebsbetroffene?

Versuchen Sie es zu schaffen, dass der Krebs nicht Ihr Leben komplett bestimmt, sondern SIE bestimmen Ihr Leben.

Komplementärmedizin, Ernährung und Bewegung – Ein Gespräch mit Prof. Dr. Jutta Hübner
Ein illustrierter Arzt, der vor einer Tafel steht, auf der Nieren zu sehen sind.
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Zahlen & Fakten
Nierenkrebs
Am 20. Juni ist WELT-Nierenkrebstag!Diesen wollen wir als Anlass nutzen, um über eine Krebsart aufzuklären, an der jährlich etwa 14.500 Menschen in Deutschland erkranken – wobei Männer fast doppelt so oft wie Frauen betroffen sind. Trotz dieser hohen Zahl, gehört der Nierenkrebs zu den selteneren Tumorerkrankungen.

Erste Anzeichen können vor allem rot oder braun verfärbter Urin, Knochenschmerzen und –Instabilität sowie allgemeine grippeähnliche Beschwerden sein. Zu den stärksten Risikofaktoren zählt man Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und in selteneren Fällen auch erbliche Bedingungen.

Die Symptome sind dabei allgemein, vielfältig und schwer einzuordnen. So ist es besonders wichtig, auch bei niedrigschwellenden Beschwerden und ungeklärten Problemen einen Arzt aufzusuchen.

Wie bei vielen Krebsarten gilt: Umso früher die Krankheit entdeckt wird, desto besser kann sie therapiert werden. Eine professionelle Untersuchung sollte nicht aus Angst vor einem potenziell negativen Ergebnis herausgezögert werden. Nur so kann der Nierenkrebs rechtzeitig behandelt oder eine bösartige Erkrankung sogar von vornherein ausgeschlossen werden.

Sollte ein Nierenzellkarzinom diagnostiziert werden, so bedingt sich die Erkrankung durch die Größe und Lage des Tumors, der Art des Nierenkrebs sowie durch die Frage, ob schon Metastasen (verschleppte Krebszellen an anderen Stellen im Körper) zu finden sind. Diese Faktoren werden unter anderem durch bildgebende Verfahren (zum Beispiel durch Angiographie) geprüft.

Je nachdem, um welche Nierenkrebsart es sich handelt beziehungsweise wie sich diese klassifiziert, sind unter anderen Operationen, medikamentöse Behandlungen sowie Bestrahlungen wirksame Therapiemaßnahmen.

Übrigens: Der diesjährige Nierenkrebstag steht unter dem Motto »listening«, also lasst uns einander zuhören, Erfahrungen austauschen und einander helfen.

Welt-Nierenkrebstag
Ein Arm ausgestreckt nach der Blutspende mit einem Pflaster, daneben eine Blutkonserve.
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Alltag
Alle Krebsarten
Wusstet ihr, dass nur rund drei Prozent der deutschen Bevölkerung Blutspender:innen sind, aber täglich circa 15.000 Blutkonserven in unserem Land benötigt werden? Die meisten davon, nämlich rund 19 Prozent, werden in der Onkologie eingesetzt. Blut ist also eine lebenswichtige Ressource, die außerdem nicht künstlich hergestellt werden kann. Hier gibt es ein paar Fakten zum Thema Blutspende und Krebs.

🎗️ Welche Krebspatient:innen sind besonders auf Blutpräparate angewiesen?

Im Grunde sind Bluttransfusionen für viele Erkrankte wichtig, da sie helfen, die Nebenwirkungen der Krankheit und der Behandlung zu bewältigen und die Lebensqualität zu verbessern. Leukämie-Patient:innen benötigen Blutspenden, da die Produktion gesunder Blutzellen beeinträchtigt ist. Auch Lymphome und Myelome können die Blutbildung im Knochenmark erschweren, weshalb es einen Bedarf an Transfusionen gibt. Patient:innen, die eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation bekommen, brauchen häufig während der Transplantationsphase und der Erholungszeit Blutkonserven, da ihr Knochenmark vorläufig nicht in der Lage ist, ausreichend Blutzellen zu produzieren.

🩸 Dürfen Krebspatient:innen Blut spenden?

Das Paul-Ehrlich-Institut und die Hämotherapie-Richtlinien der Bundesärztekammer schreiben vor, dass Krebspatient:innen selbst nach einer »überstandenen Erkrankung als Blutspender:innen dauerhaft auszuschließen sind«. Sie betonen, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelt, da ein gewisses Risiko besteht, dass die »Krebserkrankung erneut auftritt und sich dann Krebszellen im Spenderblut befinden«. Abgesehen davon, darf nach einer Chemotherapie grundsätzlich kein Blut gespendet werden.

❗️ Übrigens: Die Spenden sind gerade in den Sommermonaten Mangelware. Viele Menschen befinden sich im Urlaub, andere trauen sich aufgrund höherer Temperaturen nicht, den Gang zur Blutspende anzutreten. Je nach Bundesland wird die Lage durchaus als kritisch eingestuft und Kliniken müssen mit den Blutpräparaten gut haushalten. Im Winter kann es auch zu Engpässen kommen, vor allem wenn es überdurchschnittlich heftige Erkältungswellen gibt.

💜 Wer von euch also zu potenziellen Spender:innen gehört: Ihr schenkt mit euren Spenden Hoffnung für viele Krebspatient:innen und andere, die so dringend auf Blutkonserven angewiesen sind. Und an alle die, die bereits regelmäßig ihr Blut beisteuern, sei gesagt: Ganz herzlichen Dank!

Lebenselixier Blut: Jede Spende kann Hoffnung schenken
Ein Gehirn, eine Lupe und zwei graue Krebsschleifen.
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Zahlen & Fakten
Hirntumor
Hirntumor – diese Diagnose stellt das Leben buchstäblich auf den Kopf. In Deutschland erkranken rund 7500 Menschen an Tumoren des zentralen Nervensystems, also an Tumoren im Gehirn, im Rückenmark, der Hirnnerven und in den Hirn- und Rückenmarkshäuten. Damit ist die Erkrankung eine der seltenen Krebsarten, sie macht in etwa zwei Prozent aus. Heute, am 8. Juni, findet der Welthirntumortag statt, auf den mit einer grauen Schleife aufmerksam gemacht werden soll.

🧬 Welche Arten von Hirnturmoren gibt es?

Insgesamt gibt es über 120 verschiedene Arten von primären Gehirntumoren, die sich in ihrer Wachstumsgeschwindigkeit, des zellulären Ursprungs, der zu erwartenden Prognose und des Ansprechens auf Therapien unterscheidet. Primäre Hirntumore entstehen direkt im Gehirn, sekundäre Hirntumore bilden sich aus Krebszellen, die von einem Tumor außerhalb des Gehirns stammen. Bei Erwachsenen treten am häufigsten Gliome (unterschiedliche Arten, weil sie sich aus verschiedenen Zelltypen der Gliazellen entwickeln) und Meningeome (entstehen aus Zellen der Hirnhaut) auf.

🩹 Sind Hirntumore immer bösartig?

Nein, zwei Drittel aller Hirntumore sind gutartig. Sie wachsen meist langsam, können aber Beschwerden verursachen. Liegen sie an einer günstigen Stelle, ist eine vollständige Entfernung durch eine Operation möglich. Eine Biopsie des Tumorgewebes mit anschließender histologischer Untersuchung bringt in der Regel Klarheit darüber, ob es sich um bösartige (maligne) oder gutartige (benigne) Tumoren handelt.

🦠 Was sind Auslöser für einen Hirntumor?

Wieso Hirntumore entstehen, darüber herrscht weitgehend noch Unklarheit. Der Zufall spielt wohl überwiegend eine Rolle. Beispielsweise dann, »wenn sich einzelne Zellen im Gehirn teilen und dabei Fehler entstehen«, heißt es vonseiten des Krebsinformationsdienstes. Aber auch die Familiengeschichte der Betroffenen oder Krebs in einem anderen Teil des Körpers können eine mögliche Ursache sein.

🔍 Welche Symptome können aufgrund eines Hirntumors auftreten?

Die Beschwerden sind extrem vielfältig, können zusammen oder vereinzelt auftreten und sich zudem abhängig von der Lage des Tumors. Die Symptome werden in vier Gruppen unterteilt.

  1. Hirndruckzeichen: Dazu zählen beispielsweise Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen, verlangsamter Puls und Bewusstseinsstörung.
  2. Neurologischer Ausfall: Hier werden unter anderem Schwindel, Sprachstörungen und Sehstörungen genannt.
  3. Epileptische Anfälle: Exemplarisch gehört dazu ein ›einfacher fokaler Anfall‹, der in einer begrenzten Region des Gehirns beginnt.
  4. Psychische Veränderungen: Persönlichkeitsveränderung und Desorientierung können entstehen.

🧫 Welche Verfahren werden zur Diagnose eingesetzt?

Gestartet wird mit einer Anamnese. Die Ärzt:innen fragen ab, welche Beschwerden und Vorerkrankungen vorliegen. Zudem werden die Sinneswahnehmungen der Patient:innen geprüft. Besteht der Verdacht auf einen Hirnturmor, werden bildgebende Verfahren eingesetzt. Zu diesen zählen Computer-Tomographie, Magnet-Resonanz-Tomographie, Angiographie (Untersuchung der Blutgefäße) und eine Positronen-Emissionstomographie. Wird der Verdacht bestätigt, erfolgt eine Gewebeprobe mittels Biopsie, damit die Diagnose absichert wird.

🔬 Welche Therapieformen werden eingesetzt?

Das liegt an der Lage, der Ursprungszellen und der genetischen Eigenschaft des Tumors, aber auch am Alter und Allgemeinzustand des Erkrankten. Zu den gängingen Verfahren zählen Operationen, Strahlentherapien und Chemotherapien. Je nach Patient:in können zusätzlich zielgerichtete Medikamente verabreicht werden.

Welthirntumortag
Eine Krebspatientin hält ihr Bein in die Luft, davor schwebt eine Lupe, die die Blutzellen im Bein kontrollieren.
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Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Krebspatient:innen haben ein etwa vier- bis siebenfach erhöhtes Risiko eine Thrombose zu entwickeln, verglichen mit gesunden gleichaltrigen Menschen. Dennoch ist vielen Patient:innen dieses Risiko nicht bewusst, weshalb es wichtig ist, Betroffene über mögliche frühe Anzeichen einer Thrombose zu informieren.

Doch warum sind Thrombosen bei Krebspatient:innen so viel häufiger anzutreffen?

Sogenannte »CATs« - cancer associated thrombosis (Deutsch: krebs-assoziierte Thrombosen) können durch verschiedene Ursachen entstehen. Zum Beispiel können Tumore Gerinnungsfaktoren produzieren, die eine Thrombose auslösen. Aber auch durch den Druck, den ein stetig wachsender Tumor auf umgebendes Gewebe auslöst, besteht die Gefahr einer Thromboseentwicklung. Nicht zuletzt kann auch die Therapie das Risiko für eine Thrombose erhöhen.

Dennoch ist auch wichtig zu wissen, dass nicht alle Krebspatient:innen das gleiche Risiko für eine Thrombose haben.



Einschätzen lässt sich das Risiko zur Entwicklung einer Thrombose unter anderem anhand verschiedener klinischer Gesichtspunkte.

Als Risikofaktoren zählen hier zum Beispiel neben einer aktiven Krebserkrankung:

Eine frühere Thrombose

Bettruhe über einen Zeitraum länger als drei Tage

Chirurgische Operationen vor weniger als 12 Wochen


Auch durch äußerlich erkennbare Veränderungen lässt sich abschätzen, ob das Vorliegen einer Thrombose wahrscheinlich ist. Als Hauptsymptome für eine Thrombose gelten hier:

Schmerzen oder eine Verhärtung entlang der tiefen Venen

Vergrößerung des Unterschenkelumfangs von über 3cm im Vergleich zur Gegenseite

Eine eindrückbare Schwellung (ein sogenanntes Ödem) am betroffenen Bein

Schwellung des gesamten Beines

Solltest Du als Patient:in die Befürchtung haben unter einer möglichen Thrombose zu leiden, ist es ratsam, zeitnah eine:n Ärzt:in aufzusuchen. So kann die Diagnose durch Untersuchungen wie Laborwerte oder eine Ultraschallkontrolle erhärtet oder ausgeschlossen werden.

Achtung!

Sollte Luftnot zu den Symptomen dazukommen, solltest Du keine Zeit verlieren, den Rettungsdienst verständigen oder selbstständig direkt eine Notaufnahme aufsuchen. In solchen Fällen kann es sich um eine verschleppte Thrombose in den Lungengefäßen handeln, die auch als Lungenembolie bekannt ist.

Thrombose bei Krebspatient:innen
Ein DNA-Strang mit einer Genmutation in Form eines kleinen Monsters.
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Zahlen & Fakten
Eierstockkrebs
Brustkrebs
BRCA steht für Breast Cancer Gene (BRCA1 oder BRCA2). Gesunde Gene bilden ein Protein, welches für die Reparaturen von Zellschäden mitverantwortlich ist. Sie schützen unseren Körper davor, dass Zellen entarten und sich Tumore bilden.

Trägst du eine angeborene Veränderung (Mutation) in einem dieser beiden Gene, ist dein Risiko an Brustkrebs und/ oder Eierstockkrebs im Laufe deines Lebens zu erkranken stark erhöht, denn dadurch ist die wichtige Reparaturfunktion gestört. Bei Frauen mit einer BRCA 1- oder BRCA 2-Genmutation liegt die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken bei bis zu 85 % und bei Eierstockkrebs liegt sie bei bis zu 53 %. Bei Männern besteht ein erhöhtes Risiko im Laufe ihres Lebens neben Brustkrebs auch an Prostatakrebs zu erkranken.

💡 Gut zu wissen:

👩 Eine von 500 Personen trägt eine Mutation im BRCA1-Gen und etwa eine von 700 trägt eine im BRCA2-Gen.

👨👩👧 Du hast eine 50 % Chance das Gen vererbt zu bekommen – es kann auch durch den Vater weitervererbt werden. Die Genmutation überspringt keine Generation.

🧬 Anzeichen für eine Genmutation kann gehäuftes Auftreten von Brust- und Eierstockkrebs in der Familie und/ oder ein frühes Erkrankungsalter sein.

🩸🧫 Bist du bereits an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt und es gibt genug Hinweise, dass eine erbliche Veranlagung vorliegt, können Ärzte anhand eines Bluttests oder mithilfe von Tumorgewebe einen BRCA-Test durchführen. Hier sind eine ausführliche Aufklärung, Bedenkzeit und eine schriftliche Einwilligung notwendig. Fällt der Test positiv aus, folgt eine Beratung bei einem Humangenetiker.

🔍 Sollte ein enges Familienmitglied positiv getestet sein, können andere Familienmitglieder ebenfalls getestet werden. Diese müssen jedoch volljährig sein. Aber: Du hast immer ein Recht auf Nichtwissen!

📑 Testergebnisse bei einer Tumorprobe liegen in der Regel nach ein paar Tage bis zwei Wochen vor. Ein Bluttest kann mehrere Wochen bis Monate dauern. In Ausnahmefällen kann eine fast-track-Analyse angeordnet werden, wenn das Ergebnis relevant für die Therapieform ist.

💶 Die Kosten werden in der Regel von privaten und gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

🔬 Ist dein Test positiv und du bist noch nicht erkrankt, hast du die Möglichkeit, prophylaktisch dein Risiko herunterzusetzen (prophylaktische Entfernung des Brustgewebes mit Wiederaufbau und die Entfernung der Eierstöcke). Dies sollte jedoch vorab ausführlich mit Ärzten abgesprochen werden.

👉 Tipp: Lies auch den Beitrag unserer Autorin über ihren Erfahrungsbericht mit der DIEP-OP.

BRCA 1+2 – wenn Gene mutieren
Ein Pärchen sitzt auf einer Parkbank mit einem großen Kürbis und zwei Kaffeebechern.
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Endlich Herbst! – Dieser Gedanke kommt einigen Krebsis sicherlich nach den heißen Sommertagen, die für uns ganz schön viele Herausforderungen, auch nach der Therapie, mit sich bringen.

Umso mehr kann man sich auf den Herbst freuen, denn der bietet ganz schön viele Glücksmomente. Vielleicht sind einige dieser Vorschläge auch was für dich?! 🍂

1. Raus mit der Herbstdeko! 🌻🕯️

Sommervasen und dünne Wolldecken können weggepackt werden, stattdessen wird es Zeit für gemütliche dicke Wolldecken, Kerzen, Teekannen, Kürbisse und Herbststräuße. Lass dich gerne von Social-Media-Posts und Zeitschriften inspirieren, die einem oft kreativen Input geben.

2. Mach einen Herbstspaziergang 🌲🍂

Ein Spaziergang durch einen Park oder den Wald, und sei er noch so kurz, kann Wunder gegen das Gedankenkarussell, das viele von uns begleitet, wirken. Nimm die frische Herbstluft, das durch die sich lichtende Blätter fallende Licht und das Rascheln der herabfallenden Blätter wahr. Vielleicht kannst du ja paar Schnappschüsse mit der Kamera machen, die du dann ausdruckst, oder einige Blätter und Äste für einen Herbststrauß mitnehmen.

3. Auf geht es zu einem Bauernmarkt oder einer Kürbisfarm! 🎃

Falls du selbst nicht hin kannst, schick einen oder eine deiner Liebsten los, videotelefoniere und such dir einen Kürbis heraus, den man dann schnitzen (lassen) kann. Einen essbaren Kürbis kannst du dir auch gleich mitbringen lassen und ein tolles Rezept daraus zaubern. Kürbisse sind mit ihren vielen wertvollen Inhaltsstoffen nämlich super für das Immunsystem. 

4. Endlich ist Suppenzeit! 🍜

Stöbere doch einmal in Kochbüchern, auf Social Media oder frage Freund:innen und Familie nach ihren liebsten Suppengerichten im Herbst. Anschließend kannst du sie – je nach Befinden und deinen Möglichkeiten – selbst kochen oder einen Kochnachmittag oder -abend mit deinen Lieblingsmenschen daraus machen. Gemeinsames Kochen über Videotelefonie ist übrigens auch sehr lustig! ‍

5. An apple a day … 🍎🥧

Äpfel haben Saison, sind lecker und reich an Vitamin C. Warum sich also nicht auch einen saftigen Apfelkuchen gönnen? Hole dir eine Schnibbelhilfe und los geht es mit dem Backen! Es gibt kaum etwas Besseres, als wenn es in der Wohnung oder dem Haus nach frischem Kuchen riecht. 🍎🍰👩🏻‍🤝‍�

6. Der perfekte Herbstnachmittag ☕️📚

Draußen regnet es und bei dir wird es gemütlich mit deinem Lieblingstee oder Kaffee, einem Stapel Zeitschriften zum Durchblättern oder einem noch-nie-gelesenem oder wieder-neu-für-dich-entdecktem Lieblingsbuch, das du in einem neugegründeten Leseclub mit deinen Freund:innen auch gemeinsam lesen kannst. 

7. Es wird Zeit für eine Herbstplaylist! 🍁🎧 

Durchstöbere diverse Playlisten und erstelle eine eigene, mit Liedern, die dich an schöne Momente erinnern. Übrigens endet bei vielen Podcasts auch die Sommerpause. Der Herbst ist auch ein wenig Gruselzeit: Wie wäre es mit einem neuen Lieblings-True-Crime-Podcast? 

8. Endlich niedrigere Temperaturen!🧣

Wir freuen uns auch auf die kühleren Tage, weil Hitzewallungen, unter denen einige von uns leiden, jetzt erträglicher werden können, und man sich auch die eine oder andere süße Mütze anschaffen kann beziehungsweise die Herbstkleidung endlich wieder herausgeholt wird. Sich das erste Mal wieder in einen Herbstpulli einpacken, ist ein tolles Gefühl. 

9. Werde kreativ und aktiv ✏️🧘

Gibt es möglicherweise etwas, was du schon lange ausprobieren wolltest, zum Beispiel Keramik anmalen? Dafür musst du nicht einmal aus dem Haus, denn es gibt etliche Sets, die man sich nach Hause bestellen kann.

Wir von Pathly bieten übrigens auch Yoga, Achtsamkeitskurse und Meditatives Zeichnen kostenlos online an und freuen uns, wenn du dir damit etwas Gutes tust. Schau doch mal hier vorbei. 💜

10. Gönn dir ein wenig Selbstfürsorge und Wellness! 🛁🧖‍♀️

Besorge oder lass dir einige Pflegeprodukte besorgen, von denen du weißt, dass du sie gut verträgst, und genieß einen Wellnesstag ganz nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen – sei es ein Tag in Stille oder ein Nachmittag oder Abend – dick eingemummelt, in Masken, mit deiner Lieblingsserie.

Zehn Glücksmomente im Herbst
Zwei Personen sitzen vor einem Weihnachtbaum und spielen ein Spiel.
Tipp
Angehörige
Alle Krebsarten
Die Kerzen am Tannenbaum brennen, das Weihnachtsessen ist im Ofen und alle sitzen im Kreise der Liebsten zusammen. Doch gerade in dieser Situation werden Krebspatient:innen oft mit unüberlegten Aussagen konfrontiert, auch wenn sie eigentlich lieb gemeint sind.

Wir haben euch ein paar Sprüche herausgesucht, die für Krebspatient:innen – gerade an Weihnachten – echt blöd sind.

»Iss doch mal mehr, du hast doch schon so viel abgenommen!«

Generell gilt: Jemanden auf sein Essverhalten anzusprechen, ist uncool. Doch vor allem bei Krebspatient:innen, die durch eine Therapie unfreiwillig Gewicht verloren haben, kann diese Aussage sehr verletzend sein.
👉 Wie wäre es einfach mit einem »Lasst es euch alle schmecken!« in die Runde?

Kürbisbrei auf einem Teller.

»Du siehst doch schon wieder gesund aus!«

Nur weil die Therapie bei Krebspatient:innen vielleicht vorerst abgeschlossen ist, können Betroffene noch an Nebenwirkungen, Spätfolgen oder psychischen Erkrankungen leiden.
👉 Besser ist ein »Du siehst gut aus, wie geht es dir seelisch?«.

»Du musst positiv denken, nächstes Jahr wird besser!«

Auch wenn dieser Satz oft wirklich gut gemeint ist, können Krebspatient:innen ihn nicht mehr hören.
👉 Betone gerne, wie schön es ist, dass alle heute beisammen sind, aber verzichte lieber auf unüberlegte »Du musst …« – Sätze.

3 echt blöde Sprüche zur Weihnachtszeit
lila pathly Katze die eine rote Wärmeflasche hält und schmerzen hat
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Krebspatient:innen leiden häufig nicht nur während der Therapie an Schmerzen, sondern auch noch danach. Während der Therapie bleibt einem gar nicht die Zeit alles zu verarbeiten, alles geht sehr schnell und du musst eigentlich nur funktionieren.

Meist haben Betroffene erst mit Abschluss der Therapie die Zeit, Erlebtes zu verarbeiten. Die körperliche Belastung steht anfangs im Vordergrund. Hinzu kommen die psychischen Auswirkungen aufgrund der Diagnose, die größtenteils auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.

»Zwei Tage vor meiner Stammzellen Transplantation bekam ich stechende Bauchschmerzen, die so weh taten, dass ich um Hilfe schrie. Die Ärzte gaben mir Morphium, nichts hat gewirkt und es wurde gefühlt immer schlimmer. Ich konnte den Schmerz gerade so ertragen. Am nächsten Tag wurde ein CT angefertigt, ohne Befund. Heute weiß ich, dass meine unterbewusste Angst vor der Transplantation mir auf den Magen geschlagen ist.«

Wie gehst du mit diesem Schmerz um und was passiert, wenn die Schmerzen chronisch werden? Fragen über Fragen prasseln auf dich ein. Je nach Krebserkrankung und je nach Therapieform sitzt der physische Schmerz an unterschiedlichen Stellen. Der psychische Schmerz hingegen läuft bei jedem generell ähnlich ab.

Umgang mit physischen Schmerzen:

Eine Krebstherapie ist intensiv und hinterlässt Spuren auf dem Körper. Operationen, Schläuche und Narben, die unseren Körper kennzeichnen. Schmerzen, die unerträglich sind. Der Körper braucht Zeit, um wieder zu regenerieren. Sport, Yoga; Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Meditation und Kunst können hilfreich sein. Sie haben eine beruhigende Wirkung auf den Körper und können helfen, die Schmerzen zu lindern. Ebenfalls kann man gezielt Gedächtnis- und Konzentrationstraining und Koordination von Händen mittels Ergotherapie verbessern. Wenn der Schmerz chronisch ist oder du unter Phantomschmerzen leidet, wie bspw. nach einer Amputation sollte man versuchen sich professionelle Hilfe zu holen.

Umgang mit psychischen Schmerzen:

Ähnlich wie bei den körperlichen Schmerzen hilft auch hier Yoga, Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Sport im Allgemeinen, Spaziergänge, Meditation, Kunst und der Austausch mit anderen Betroffenen. Auch das Vertrauen zu deine:n behandelnden Onkolog:innen ist dabei wichtig. Wenn du Bedenken hat oder Ängste mit dir herumschleppst, sollte du offen mit deinen Ärzt:innen darüber sprechen können. Generell ist es vorteilhaft eine:n Ansprechpartner:in oder eine Bezugsperson zu haben, um dein Anliegen oder Gedanken auszutauschen. Ein Tagebuch kann hierbei auch hilfreich werden. Wenn der Schmerz schon chronisch ist, solltest du versuchen offen darüber zu reden und dir professionelle Hilfe suchen.

Umgang mit Schmerzen
Zwei illustrierte Personen sitzen an einem Tisch und spielen ein Brettspiel.
Tipp
Alltag
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Zeit zusammen mit Familie und Freunden zu verbringen, ist in der kalten Weihnachtszeit besonders gemütlich und wohltuend für die Seele. Nachdem alle Gesprächsthemen versiegt, Weihnachtslieder ausgesungen und der Weihnachtspunch leergetrunken ist, ist es Zeit den Spieleabend einzuläuten. Hier ein paar tolle Spiele 🕹️🎯🎲🃏– getestet und für gut empfunden vom Pathly-Team:

Exploding Kitten (z.B. die Ü18-Variante)

Skip-Bo

Phase 10

Kniffel

Escape-Room

Dixit

Mogelmotte

Besserwisser

Codenames

Wizzard

Noch Mal

Viel Spaß, gutes Händchen und viel Glück wünschen dir die Pathlys 💜

Top Spiele für einen gemütlichen Abend
Lila Dokumente
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Dokumente & Soziales
Alle Krebsarten
Wozu brauche ich eine Vorsorgevollmacht? In einer Vorsorgevollmacht kannst du eine oder mehrere Personen festlegen, die für dich wichtige Entscheidungen treffen, solltest du dazu nicht in der Lage sein.

Nach deutschem Recht haben nur Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern eine Entscheidungsbefugnis in allen Angelegenheiten. Für Erwachsene, die keine Vorsorgevollmacht erteilt haben und ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können, bestellt das Betreuungsgericht einen rechtlichen Betreuer. Das kann eine Person aus dem Familienkreis sein, aber auch ein Fremder.

Damit du dir sicher sein kannst, dass im Ernstfall eine Person, die dir nahesteht und der du absolut vertraust für dich entscheidet, kannst du eine Vorsorgevollmacht erstellen.

Wie erstelle ich die Vorsorgevollmacht?

Die Inhalte der Vorsorgevollmacht können sich auf ganz unterschiedliche Bereiche deines Lebens beziehen. Es kann dir helfen, dir für jeden Bereich ein paar Fragen zu stellen, wie z. B.:

  • Gesundheit und Pflege: Wer soll ärztliche Auskünfte bekommen – wer nicht? Wer kann sich darum kümmern, wenn ich ärztlich versorgt werden muss? Wem kann ich es zumuten, bei Operationen oder medizinischen Maßnahmen für mich zu entscheiden?
  • Wohnung, Post und Telefon: Wer darf meine Post öffnen? Wer kann meine Wohnung oder meinen Telefonanschluss kündigen?
  • Vermögensangelegenheiten: Wer darf meine Kontoauszüge einsehen oder Geld abheben? Wem kann ich meine Bankgeschäfte anvertrauen?

Hast du dich entschieden, wer für all diese Fragen in Fragen kommen könnte, dann frage diese Person(en) ganz offen, ob sie bereit wären für dich diese Entscheidungen zu übernehmen. Auch für deine Vertrauensperson(en) ist das eine große Verantwortung.

Vordrucke zum Ausfüllen einer Vorsorgevollmacht findest du im Internet, bei deiner Krankenversicherung oder frage deine behandelnde Ärztin oder deinen Arzt danach. Sie beraten dich auch gerne dazu.

Was muss ich noch beachten?

Eine Vorsorgevollmacht ist nur wirksam, wenn sie von dir als Verfasser:in und von allen darin aufgeführten Personen unterschrieben ist.

Eine notarielle Beglaubigung ist allgemein nicht zwingend notwendig, wird aber empfohlen, gerade wenn das Dokument auch gegenüber Banken und Behörden verwendet werden soll.

In Kraft treten kann eine Vorsorgevollmacht nur, wenn deine Angehörigen auch davon wissen. Sprich deshalb schon vorab mit ihnen darüber. Es kann auch Sinn ergeben, eine entsprechende Hinweiskarte bei dir zu tragen. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, die Vorsorgevollmacht im zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer gegen eine Gebühr registrieren zu lassen.

Vorsorge Vollmacht
Ventilator der bläst
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Alltag
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Abkühlung gefällig? Draußen sind über 30 Grad im Schatten und dir tropft der Schweiß schon von der Nasenspitze? Deine Chemotherapie oder die damit einhergehende Hormonumstellung beziehungsweise der Hormonentzug sorgt zusätzlich für mehrere belastende Hitzewallungen am Tag?

Dann keine Sorge: Du bist nicht allein! Der Körper ist während der Chemotherapie generell geschwächt und Probleme mit dem Kreislauf können durchaus zu Störungen in der Temperaturwahrnehmung führen. So kann es sein, dass du im einen Moment einen Schweißausbruch hast und im nächsten zu Frösteln beginnst. Teile solche Symptome aber unbedingt deinen Betreuer:innen mit, denn es ist für jede Pflegekraft wichtig zu erfahren, wie du auf die Medikamente reagierst. Einige einfache Tricks können dir helfen, um deinen Körper bei einer Hitzewallung oder an einem heißen Tag wieder herunterzukühlen:

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Kalte Wickel oder ein kaltes Fußbad 👣
Halte eine große Schüssel mit kaltem Wasser bereit, in die du deine nackten Füße bis zur Wade hineintauchen kannst. Alternativ tauche einige Tücher in kaltes Wasser ein und wickle sie um deine Waden. Umschlinge die Wickel mit einer trockenen Schicht aus Handtüchern. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, was zusätzlich zu einem Abbau unnötiger Flüssigkeit führt. Hast du also Wasser oder Ödeme in den Beinen, so ist diese Methode nicht nur zur Kühlung, sondern auch zur Linderung geeignet.

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Kühlen Kopf bewahren – im wahrsten Sinne des Wortes!
Ähnliche Methoden kannst du zur Abkühlung im Gesicht und auf dem Kopf nutzen. Ein nasser Waschlappen auf der Chemo-Glatze oder im Nacken wirkt manchmal wahre Wunder. Ein Handtuch, das du vorher einige Minuten ins Gefrierfach gelegt hast, funktioniert genauso gut.

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Wasser, Wasser, Wasser 🌊
Natürlich ist es bei einer solchen Hitze wichtig viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen auszugleichen. Achte darauf, kein eiskaltes Wasser zu dir zu nehmen, da dies den Körper zusätzlich stresst. Das kühle Nass kann aber auch helfen, wenn du es dir bei einem kurzen Spaziergang, der doch anstrengender wurde als erwartet, über die Handgelenke oder die Glatze gießt. Achte jedoch darauf, schnell wieder trocken zu werden, damit du dich nicht erkältest.

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Mut zum Fächer 🪭
Ich weiß, es klingt nach dem Tipp einer älteren Dame, die gerne in die Oper geht. Aber sich selbst mal ein wenig Luft ins Gesicht fächeln, kann wirklich guttun. Auch ein Ventilator (oder die Mini-Version für unterwegs) kann durch den erfrischenden Luftstrom sehr angenehm sein. Allerdings wirbelt ein Ventilator auch Keime und Staub auf – kläre die Nutzung also bitte mit deinen Ärzt:innen ab!

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Die Haut feucht halten
Bemerkst du, dass deine Haut durch das ständige Schwitzen austrocknet, dann halte unbedingt mit Hautcreme dagegen! Mein Geheimtipp für trockene Haut: Eine Lotion mit Harnstoff (auch Urea genannt), da dieser Stoff feuchtigkeitsbindend ist. Für das Gesicht tun es auch gerne mal ein paar Gurkenscheiben – vor allem, falls du gerade ein paar Minuten in der Sonne warst. 🥒 Hier gilt natürlich immer: Sonnencreme nicht vergessen!

Wie bleib’ ich cool im Sommer?
Reh mit roter Nase. Es schneit im Hintergrund
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
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Brrrrrrr. Es ist Winter: dunkel, grau und kalt. Die Tage werden kürzer und kürzer, wir werden immer müder und müder. Der Winter drückt bei vielen Menschen die Stimmung und kann zu Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Unausgeglichenheit führen. Der Fachbegriff dafür ist die sogenannte saisonal bedingte Depression. Das klingt ziemlich dramatisch, deswegen lasst es uns doch einfach den Winterblues nennen.

Trotzdem ist der Winterblues kein Zuckerschlecken und kann deine Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Der Hauptgrund für dieses alljährliche Tief ist mangelndes Tageslicht. Die Sonne scheint weniger, wir gehen seltener an die Frische Luft und das führt dazu, dass dein Körper weniger Serotonin (das sogenannte Glückshormon) produziert. Je weniger Tageslicht wir abbekommen, desto mehr Melatonin (ein Hormon, das für unseren Tag-Nacht-Rhythmus zuständig ist und schlaffördernd wirkt) schüttet unser Körper aus und das macht nun mal einfach müde.

Wir haben 6 Tipps für dich zusammengestellt, um den Winterblues Schachmatt zu setzen.

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🌳 Geh an die frische Luft
Auch wenn der Himmel grau und wolkig ist, kann dir Tageslicht dabei helfen mehr Serotonin zu produzieren. Mach also täglich einen Spaziergang und verbring Zeit an der frischen Luft.

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🪟 Setz dich ans Fenster
Wenn du häufig in geschlossenen Räumen bist, sei es auf der Arbeit, in der Universität oder zu Hause, versuch dir einen Platz am Fenster zu suchen, um mehr Tageslicht abzubekommen.

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🛁 Nimm dir Zeit für dich und gönnt dir dein Wohlfühlpaket
Tue dir etwas Gutes und versuch dir Momente zu schaffen, in denen du dich wohlfühlst. Das kann zum Beispiel ein heißes Bad sein, eine Gesichtsmaske, ein Besuch im Spa oder in der Sauna.

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👯‍♀️ Verbring Zeit mit Freunden und Familie
Verbring Zeit mit deinen Freunden, deiner Familie und nimm dir Zeit für deine Hobbys, denn das Zusammensein mit deinen Lieben kann sich sehr positiv auf dein Wohlbefinden ausüben. Also, zieh dich nicht zurück und plane das nächste Treffen mit deinen Liebsten. Auch gemeinsames Pläne schmieden kann sich positiv auf deine Stimmung auswirken.

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☀️ Vitamin D
Zu wenig Tageslicht kann dazu führen, dass dein Körper zu wenig Vitamin D (das Sonnenvitamin) produziert. Deswegen kann es sinnvoll sein, deinen Vitamin D Spiegel von deinem Arzt oder deiner Ärztin kontrollieren zu lassen, um einen Mangel auszuschließen. Dein Arzt oder deine Ärztin kann dann die richtige Dosierung mit dir absprechen.

Achtung: Der Bluttest selbst wird in der Regel leider nicht von der Krankenkasse übernommen und kostet zwischen 20 und 30 Euro.

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📆 Gestalte deinen Alltag
Manchmal neigen wir dazu unserem Winterblues nachzugeben und unsere Zeit auf dem Sofa zu verbringen, nichts zu tun und Trübsal zu blasen. Tägliche Rituale und Struktur können dir dabei helfen, dem Winterblues entgegenzuwirken. Nimm dir Zeit für gesundes, ausgiebiges Frühstück, einen Spaziergang und versuch dich regelmäßig zu bewegen. Auch ein kleines Ritual vor dem Schlafengehen kann helfen, um entspannter einschlafen. Du kannst dir zum Beispiel einen warmen Tee machen und dir drei Dinge aufschreiben, für die du an diesem Tag dankbar bist. So kannst du deinen Tag mit warmen Gedanken abschließen.‍

Tipps gegen Winterdepression
Ein junger Mann im Schneidersitz kuschelt mit seiner Katze auf dem Schoß.
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Gefühle & Achtsamkeit
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Heute schon geknuddelt? Knuddeln, kuscheln, umarmen – körperliche Berührungen machen glücklich und gesund! Das Bedürfnis nach Berührung wird uns sozusagen bereits in die Wiege gelegt.

Als Baby ist Körperkontakt nicht nur wichtig für die Bindung zu den Eltern, sondern auch später spielen Berührungsreize bei der sozialen Bindung zu anderen Menschen eine wichtige Rolle. Forscher haben herausgefunden, dass beim Körperkontakt das Hormon Oxytocin freigesetzt wird. Umgangssprachlich auch das »Kuschelhormon« genannt, da es bei Umarmungen, durch Streicheleinheiten und auch beim Sex gebildet wird. Das Hormon wirkt sich aber nicht nur auf den Körper, sondern auch auf unsere Psyche aus. Es hilft beim Abbau von Stress und kann Angstzustände lindern.

Doch auch ohne Partner kann man seinem Körper und Geist etwas Gutes tun. Kuscheln mit Haustieren, Kuscheltieren oder auch Selbstberührungen können nachweislich Stress reduzieren und entspannen. Hierbei werden Glückshormone wie Endorphine ausgeschüttet, welches wie beim Bindungshormon Stress abbaut und Entspannung bringt.

Eine blaue Katze liegt eingerollt und schäft.

Wusstest du schon? Es gibt bereits einige Metastudien, die zeigen, dass Massagen bei der Krebstherapie unterstützen, die Nebeneffekte von Chemotherapie und Bestrahlung zu verringern und dabei helfen, Ängste abzubauen und Schmerzen zu lindern.

Daher schenkt heute am National Hugging Day euren Lieblingsmenschen, Fellnasen oder euch selbst eine dicke fette Umarmung.

Kuscheln macht glücklich – Weltkuscheltag
Die Pathly-Katze versteckt sich hinter einem Stein. Eine illustrierte Krebszelle streckt die Zunge raus und wirft die Arme in die Luft.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
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Angst gehört zum Leben. Jeder Mensch kennt das Gefühl. Und auch, wenn es das unangenehmste der Welt sein kann, schützt uns die Angst in bestimmten Situationen.

Bei einem Schicksalsschlag wie einer Krebserkrankung ist Angst quasi vorprogrammiert. Welche Ängste aber dabei aufkommen, hängt von jedem Menschen individuell ab: Die Angst vor Schmerzen, Spritzen, Medikamenten oder Nebenwirkungen, bis hin zur Angst vor Ungewissheit, einem Rückfall oder dem Tod. Doch was, wenn die Angst nicht greifbar ist, oder sich noch nicht mal als Angst bemerkbar macht?

Wenn man eine traumatische oder belastende Situation erlebt, die viele komplexe Ängste vereint, kann es sein, dass sich die Angst nicht emotional oder gedanklich äußert, sondern durch bestimmte Symptome nach außen tritt. Ein rasendes Herz, ein Engegefühl in der Brust, oder Schweißausbrüche sind dabei oft nur der Anfang. Es kann sogar zu Erstickungs- oder Taubheitsgefühlen kommen. Auch psychisch kann sich die Angst zeigen. Mögliche Symptome sind Schwindelgefühle, das Gefühl verrückt zu werden, oder Derealisation und Depersonalisation – Fremdheitsgefühle sich selbst oder der Umgebung gegenüber.

Das Verzwickte ist – nicht bei jeder Person sind die Anzeichen gleich.

Die Angst ist in der Lage, verschiedenste sowohl körperliche als auch psychische Symptome zu verursachen. Und wenn diese nicht als Angstsymptome erkannt werden, kann es schnell passieren, dass man sie falsch behandelt. Ist hingegen erstmal erkannt, dass hinter dem körperlichen und psychischen Leid eine Panik- oder Angstreaktion steckt, gibt es gute und wirksame Methoden, um diese zu lindern.

Angst kann nicht nur eine lähmende, sondern auch eine mobilisierende Emotion sein. So sind Menschen, die sich vor einer drohenden Gefahr ängstigen, manchmal zu Leistungen fähig, die ihnen unter normalen Umständen nicht möglich gewesen wären. Das liegt unter anderem an dem Kampf-Flucht-Modus, eine Alarm-Reaktion des Körpers in Gefahrensituationen. Dieser Modus verursacht einerseits die körperlichen Symptome, kann einen aber auch zu außergewöhnlichen Fähigkeiten bringen.

Das kann man sich in der Angstbekämpfung zum Vorteil machen und Symptome in Taten umwandeln. Bei körperlicher Bewegung, wie zum Beispiel Yoga, Fahrradfahren oder zügigem Gehen lässt sich Stress abbauen und somit auch die Angstsymptomatik verringern. 💪🏽

Doch selbst wenn man nicht in der Lage ist, sich körperlich zu aktivieren, ist es wichtig zu wissen, dass Angstzustände eine Extremsituation sind, die der Körper nicht allzu lange schafft aufrechtzuerhalten. Du kannst dir also sagen: Auch die Angst geht vorbei!

Du kannst dir also sagen: Auch die Angst geht vorbei!
Wenn die Angst den Körper übernimmt
Ein abgebildeter Dickdarm mit lebenden Mikroorganismen unter einer Lupe zu sehen
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Ernährung
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Hast du schon einmal lebende Mikroorganismen zu dir genommen? Probiotika sind solche lebende Mikroorganismen, die in bestimmten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind. Nimmst du sie in ausreichender Menge zu dir, haben sie einen positiven Effekt auf deine Gesundheit.

Was ist noch einmal der Unterschied zu Präbiotika?

Es gibt auch sogenannte Präbiotika. Das sind unverdaubare Kohlenhydrate, die das Wachstum günstiger Mikroorganismen im Dickdarm stimulieren und auf diese Weise ebenfalls positiv für deine Gesundheit sind. Präbiotika kommen zum Beispiel in Flohsamenschalen, Haferflocken und gekochten sowie abgekühlten Kartoffeln vor.

Was sind die Vorteile von Probiotika?

Sie verbessern das mikrobielle Gleichgewicht im Darm und verringern das Risiko einer Besiedelung durch Krankheitserreger.

Sie verbessern die Barrierefunktion der Dickdarmschleimhaut.

Sie modulieren das darmassoziierte Immunsystem.

Sie unterstützen die Verdauung und regen die Darmbewegung an.

Sie tragen dazu bei, Toxine unschädlich zu machen.

Darfst du während deiner Krebstherapie überhaupt Probiotika zu dir nehmen?

Bevor du Probiotika während deiner Chemo-, Strahlen- oder Immuntherapie einnimmst, solltest du die Einnahme mit deinem Onkologen oder deiner Onkologin besprechen. Gerade bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem besteht in seltenen Fällen ein erhöhtes Risiko für Infektionen durch die Einnahme, was du in deinem individuellen Fall unbedingt vorher abklären solltest. Abgesehen davon sind Nebenwirkungen durch Probiotika sehr selten und die Einnahme gilt als sicher.

Wenn deine Therapie Durchfälle verursacht, können Probiotika dazu beitragen, dass weniger Durchfälle auftreten. Sie sollten aber kein Ersatz für Medikamente darstellen.

Du möchtest nicht noch mehr Tabletten einnehmen und deinen Darm lieber natürlich unterstützen?

Dann iss regelmäßig Lebensmittel wie Sauermilchprodukte und fermentiertes Gemüse. Darunter fallen zum Beispiel (stichfester) Joghurt, Quark, Kefir, Dickmilch, Buttermilch, Sauerkraut und Kimchi.

Die Darmgesundheit unterstützen – Helfen Probiotika während deiner Krebstherapie?
Mund der die Zunge rausstreckt
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Nebenwirkungen
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Warum kommt es eigentlich zu Mundtrockenheit während einer Krebserkrankung?

Die Gründe dafür sind vielfältig:

Flüssigkeitsmangel, zum Beispiel nach einer Operation

Krebsmedikamente

Ernährungsprobleme

Mangelndes Durstgefühl

Probleme mit der Atmung

Als Folge der Strahlenbehandlung durch Schädigung der Speicheldrüsen

Durch eine Operation im Mund oder Rachen, bei der Speicheldrüsen entfernt wurden

Wir haben für dich einige Erste-Hilfe-Tipps gesammelt, die dir gegen Mundtrockenheit helfen können. Um zu prüfen, welche Ursachen infrage kommen und was sich dagegen tun lässt, solltest du dich zusätzlich an das behandelnde Team oder deine Ärzte wenden.

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Viel Trinken und am besten häufig in kleinen Mengen, um den Mund zwischendurch feucht zu halten und auszuspülen. Ideal sind Wasser oder zuckerfreie Tees.

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Speisen mit viel Flüssigkeit: Trinke kleine Schlucke oder plane viel Soße zu deinen Speisen ein, um das Schlucken zu erleichtern.

3

Kaugummi oder zuckerfreie Bonbons nutzen, um den Speichelfluss anzuregen. Am besten zuckerfreie Varianten wählen, da die Zähne durch den Speichelmangel stärker angegriffen werden.

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Salziges, scharf gewürzte Speisen, Alkohol und Kaffee meiden: Diese trocknen die Mundschleimhaut zusätzlich aus, reizen und entziehen Feuchtigkeit.

5

Trockene, bröselige und krümelige Lebensmittel meiden: Scharfe Brotkrusten beispielsweise können den Gaumen schädigen. Um Infektionsherde zu vermeiden, verzichte auch auf klebrige Speisen, die zwischen den Zähnen oder in der Mundhöhle kleben.

6

Trinknahrung einsetzen: Wenn du nur sehr wenig essen kannst, können dir Trinknahrungen dabei helfen, ausreichend Kalorien und Eiweiß aufzunehmen, um einer Mangelernährung vorzubeugen.

7

Gute Mundhygiene: zum Schutz vor Karies, Parodontose und Entzündungen. Dazu gehören ausreichendes Zähneputzen mit einer fluorierten Zahnpasta, Fluorid-Gel zum Auftragen und regelmäßige Kontrollen bei deiner Zahnärztin oder deinem Zahnarzt, um Zahnschäden zu vermeiden.

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Rauchstopp: Das trocknet den Mund ganz besonders aus.

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Luftbefeuchter: Diese halten die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen ausreichend hoch. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit trocknet den Mund zusätzlich aus und kann für Heiserkeit und Hustenreiz sorgen.

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Frischmilchprodukte können zu Schleimbildung führen. Besser geeignet sind Sauermilchprodukte (z.B. Butter-, Dickmilch oder Kefir).

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Künstlicher Speichel: Wenn du trotz dieser Maßnahmen Beschwerden mit Mundtrockenheit hast, kannst du dich von deiner Ärztin oder deinem Arzt zu »künstlichem Speichel« beraten lassen.

Mundtrockenheit
Käse, Spiegelei, Erbsen, Fleisch
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Ernährung
Alle Krebsarten
Ein wichtiger Nährstoff in der Ernährung bei Krebs ist das Eiweiß, da es als Baustoff für deine Zellen und Gewebe, wie z. B. Muskeln, Organe und Blut benötigt wird. Außerdem ist es wichtig zur Bildung der Immunzellen deines Immunsystems.

Wieso benötige ich eigentlich bei einer Krebserkrankung mehr Eiweiß?

Du kannst deinen Körper mit ausreichend Eiweiß im Essen gut unterstützen. Bei einer Bestrahlung oder Chemotherapie beispielsweise, kannst du deinem Körper helfen, dass er die angegriffenen Schleimhäute gut wieder aufbauen kann. Auch nach einer Operation hilft das Eiweiß, die Wunde schnell zu verschließen.

Unabhängig von der Therapiemethode bewirkt der Tumor selbst eine Umstellung im Stoffwechsel, sodass verstärkt das Körpereiweiß abgebaut wird. Kommt es zusätzlich zu einem Gewichtsverlust mit einhergehendem Muskelabbau, wird eine ausreichende Eiweißversorgung umso wichtiger.

Diese 10 Lebensmittel liefern dir viel Eiweiß:

Pflanzlich: Haferflocken, Linsen, Tofu, Erbsen, Mandeln

Haferflocken, Linsen, Tofu, Erbsen, Mandeln

Tierisch: Emmentaler, Hähnchenbrust, Lachs, Eier, Quark

Emmentaler, Hähnchenbrust, Lachs, Eier, Quark

Eiweiß – ein wichtiger Nährstoff
Eine Person sitzt am Fenster und ließt, draußen schneit es.
Tipp
Alltag
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Weihnachten mit Krebs. Gefühlt hängt die Krankheit wie ein ungewollter Mistelzweig über einem. Doch anstelle eines liebevollen Kusses bekommt man oft ungewollte Ratschläge, Mitleid oder betretendes Schweigen geschenkt.

Was kann man tun, um diesen »Kuss des Grauens« für ein paar Momente zu entfliegen? Hier ein paar Impulse, um sich abzulenken, Fokus auf positive Dinge zu lenken oder einfach nur bei sich zu sein:

👪  Freunde und Familie treffen (geht auch online!) und zusammen spielen oder ein Film schauen
🛠️  Ein DIY-Bastelprojekt starten
📚🍿  Tauche in eine andere Welt – lese ein Buch oder mach es dir mit einem Film gemütlich
🎨  Male ein Bild
🛁  Wellness für zu Hause mit einem warmen Fußbad
🍪  Backe deine Lieblingskekse
🌳  Entdecke deine Heimat neu – gehe spazieren und erkunde neue Orte
✍️  Schreibe oldschool Weihnachtspost
♻️  Miste mal so richtig aus – Tschüss Altlasten aus dem Kleiderschrank & Co.
✂️ Plane deine Zukunft und gestalte dein Vision-Board
🖼️  Schwelge in Erinnerung – durchforste staubige Fotoalben, höre alte CDs, lass schöne Erinnerungen Revue passieren

Denke immer daran – Weihnachten ist Zeit der Besinnung, Einkehr und Ruhe. Setze, wenn nötig, Grenzen und schaue, dass es DIR gut geht. Kommuniziere offen, was du brauchst und möchtest.

Ablenkung von der Krankheit an Weihnachten
Notfallpass auf einem iPhone
Info
Dokumente & Soziales
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💬 Kennt ihr eigentlich den Notfallpass? Der Notfallpass ist ein praktischer Alltagsbegleiter. Immer da, immer sichtbar.📱 Im Notfallpass sind medizinische Informationen gespeichert, die im Notfall wichtig sein können. Zum Beispiel Allergien, Vorerkrankungen und Medikamente. Der Notfallpass kann auch im Sperrzustand deines Smartphones aufgerufen werden.

📝 Wir finden der Notfallpass ist ein total wichtiges und hilfreiches Feature, deswegen haben wir euch eine praktische Anleitung fertiggestellt, damit ihr den Notfallpass auf eurem Smartphone einrichten könnt.

❗️ Aber aufgepasst! Da ihr euer Smartphone auch mal vergessen könnt, der Akku nur allzu gerne leer ist oder es auch kaputtgehen kann. Ist es immer ratsam, einen »Notfallpass« in Papierform dabei zu haben. Hierfür haben wir euch einen praktischen Vordruck angefertigt.

Der Notfallpass in Papierform.
Download

Anleitung für Apple

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Unter iOS findet ihr den Notfallpass in den Einstellungen unter dem Punkt »Notruf SOS«

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Hier könnt ihr entscheiden, wie der Notruf auf eurem Smartphone ausgelöst werden soll, außerdem könnt ihr den Pass an dieser Stelle einrichten.

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Im Notfallpass könnt ihr alle wichtigen Infos hinterlegen wie z. B. Allergien, Medikamente, Blutgruppe und Vorerkrankungen. Zusätzlich könnt ihr eure Notfallkontakte festlegen.

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Um den Notruf zu wählen, halte eine Lautstärketaste und die Seitentaste gedrückt oder drücke die Seitentaste 5x hintereinander.

Achtung! Beim zweiten Fall ertönt ein lautes Sirenengeräusch.

Anleitung für Android

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Unter Android findet ihr die Notfallinformationen in den Einstellungen unter Sicherheit und Datenschutz, wählt dort den Punkt »Notruf-SOS« aus.

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Die Notfallinformationen beinhalten alle wichtigen Informationen wie z.B. Medikamente, Allergien, Blutgruppe und Vorerkrankungen. Außerdem könnt ihr hier eure Notfallkontakte festlegen.

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Um einen Notruf auszulösen, drückt ihr schnell 5x hintereinander auf die Seitentaste eures Smartphones. Ihr könnt zudem festlegen, ob eure Notfallkontakte euren Standort gesendet bekommen sollen.


Notfallpass auf dem Handy einrichten

Leider konnten wirkeinen passenden Wegweiser finden.

Unsere Website ist derzeit noch im Aufbau. Deswegen ist es möglich, dass wir zu dem Thema, das dich interessiert, noch keinen Beitrag geschrieben haben. Schlag uns gern ein Thema vor.

Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

Lust, uns zu helfen?

Du möchtest uns ehrenamtlich unterstützen und hast Freude daran, anderen Menschen zu helfen und ihnen damit eine Freude zu machen? Schon mit ein paar Stunden im Monat kannst du viel erreichen. Meld dich gerne bei uns und erzähl uns, auf welche Weise du Pathly unterstützen möchtest.