
Dann keine Sorge: Du bist nicht allein! Der Körper ist während der Chemotherapie generell geschwächt und Probleme mit dem Kreislauf können durchaus zu Störungen in der Temperaturwahrnehmung führen. So kann es sein, dass du im einen Moment einen Schweißausbruch hast und im nächsten zu Frösteln beginnst. Teile solche Symptome aber unbedingt deinen Betreuer:innen mit, denn es ist für jede Pflegekraft wichtig zu erfahren, wie du auf die Medikamente reagierst. Einige einfache Tricks können dir helfen, um deinen Körper bei einer Hitzewallung oder an einem heißen Tag wieder herunterzukühlen:

Wie geht man mit dieser neuen Realität um? Wie steht man zu seiner Erkrankung – zu seinem Krebs? Wie spreche ich über den Krebs mit anderen? Wie spreche ICH mit dem Krebs? Sprache ist Macht und unsere Gedanken haben viel Einfluss auf unser Wohlbefinden, wie wir die Umwelt wahrnehmen und wie wir handeln. Daher ist es wichtig – besonders für unsere mentale Gesundheit – einen achtsamen Umgang mit unserer Krankheit, unserem Krebs, zu trainieren.
Für viele ist der Krebs ein ›Feind‹ im eigenen Körper. Einen, den man ›vernichten‹, ›ausrotten‹ oder ›zur Strecke bringen‹ möchte. Der Krebs gehört unweigerlich zu unserem Körper – er ist aus unseren (gesunden!) Zellen entstanden und durch das Zusammenspiel von bedauerlichen Faktoren sind diese gesunden Zellen entartet. Die Schuld liegt bei niemandem! Die Tatsache können wir nun nicht mehr ändern. Doch wie wir mit dem Krebs sprechen und darüber denken schon. Warum also etwas bekämpfen wollen, was doch aus uns entstanden ist? Tatsächlich gibt es Argumente, die für eine positive Kraft hinter der Kampf-Rhetorik sprechen. Zunächst kann diese Rhetorik viel Energie freisetzen, um die Therapie anzugehen. Sie dient zur intrinsischen Motivation, die Achterbahnfahrt der Gefühle, die Schmerzen und das Leid zu überstehen und zu überleben. Die kämpferische Haltung erweckt den Schein von Kontrolle, welche wir bei der Diagnose unfreiwillig verloren haben. Die Dissoziation mit dem Krebs ist eine psychologische Stütze und kann bei der Heilung helfen. Der Krebs ist dann etwas, was ›nicht zu mir gehört‹ und was ich demnach auch wieder ›loswerden‹ kann. Die Problematik in der Kampf-Rhetorik: Die Annahme, dass die Krebserkrankung etwas ›Fremdes‹ ist, was uns passiert ist, kann für die Selbstreflexion hinderlich sein und die Einflussnahme über die Faktoren, die wir aktiv in unserem Leben beeinflussen können, um gesund zu werden und bleiben, vermindern.
Andere wiederum sehen die Krebserkrankung als ein Warnsignal, eine Pausetaste oder auch die Notbremse – was will die Erkrankung uns vielleicht mitteilen? Zu viel Stress im Alltag, ein ungesunder Lebensstil, Unzufriedenheiten? Wie finde ich –heraus, was diese Nachricht sein soll? Reflexionsübungen, Selbstliebe und Selbstfürsorge sind hier hilfreiche Werkzeuge, um für sich vielleicht eine Antwort zu finden. Eine Beziehung zu sich und seinem Körper aufbauen und die eigenen Bedürfnisse erkennen und zu erfüllen sind hier wichtige Faktoren, die zu einem gesunden Mindset führen. Auch die achtsame Rhetorik kann ihre negative Seite haben: Wenn die positive Einstellung zur Krebsbehandlung sich in ein toxisch-positives Mindset wandelt. Die Gefahr hierbei ist, die lebensbedrohliche Situation herunterzuspielen oder gar komplett zu verleugnen. Dies kann folgenschwere Konsequenzen haben. Wie kann das vermieden werden? Indem alle Gefühle in uns Akzeptanz und Gehör bekommen. Negative Gefühle haben ihre Berechtigung und auch mit ihnen kann man einen achtsamen Umgang trainieren.

Bestimmte Gesprächsthemen belasten dich, die Gefühle scheinen dich zu überrollen oder die einfachste Unterhaltung erscheint dir anstrengend und kräftezehrend. Zuerst sollte gesagt sein, dass das ganz normal ist. Eine Erkrankung, die Behandlung, die Nebenwirkungen – all das – kostet ziemlich viel Kraft und entzieht körperliche und mentale Energie. Deine eigenen Bedürfnisse rücken in den Vordergrund und der Körper und Geist versuchen auf Hochdruck deine inneren Ressourcen zu schützen. Oft bleibt dann einfach nicht genug für andere übrig.
Und nein, ein schlechtes Gewissen brauchst du deshalb nicht zu haben. Deine mentale Aufstellung und dein Zustand sind wichtig für deine Gesundheit.
Das Zauberwort heißt: Abgrenzung 🚧. Grenze dich ganz klar ab und kommuniziere deine Bedürfnisse. Abgrenzung kann ganz unterschiedlich aussehen:
💫 Begegne Mitmenschen mit Mitgefühl anstatt Mitleid.
💫 Spreche deine Überforderung an und wechsle das Thema.
💫 Meide einen Menschen oder eine Situation (temporär) oder lasse sie ganz ziehen.
💫 Nimm dir bewusst Zeit für dich.
💫 Tue mehr von den Dingen, die dir guttun.
💫 Sage »Nein«.
Es geht natürlich auch andersherum: Viele Krebserkrankte kennen das Phänomen, dass einige Freunde und Bekannte sich nach der Diagnose abwenden oder den Kontakt meiden. Versuche, dies nicht persönlich zu nehmen. Einige Menschen grenzen sich ab, weil sie sich nicht mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzen möchten und/oder können. Dies hat wenig mit dir zu tun, sondern mehr mit ihnen. Das ist ein schwacher Trost, aber deren Verhalten liegt außerhalb deiner Kontrolle. Konzentriere dich auf die Dinge, die DU kontrollieren kannst.
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Gerade in dieser anspruchsvollen Zeit möchtest du deinem Körper etwas Gutes tun und weißt manchmal nicht, wo und wie du anfangen sollst. Ein tolles Angebot wird hier von DKMS Life gemacht. Sie bieten kostenlose Seminare für Krebspatient:innen bei ihren Beautyworkshops (von 10 bis 21 Jahren) sowie den Look Good Feel Better Kosmetikseminaren an, und zwar vor Ort in Kliniken oder Krebsberatungsstellen, aber auch online.
Schaut doch einmal auf den Internetauftritt der DKMS Life für weitere Informationen: dkms-life.de
Die DKMS Seminare werden im Übrigen oft von Betroffenen selbst gehalten, seien es Angehörige oder Krebsis. Im Austausch mit anderen Krebsis, zum Beispiel auf Social Media, kannst du ebenfalls gute Tipps erhalten, weil sich viele sehr intensiv mit Körperpflege und der Unterstützung des eigenen Körpers während und nach der Therapie beschäftigen, und sich zuvor schon häufig mit Expert:innen ausgetauscht haben.
Solche Expert:innen sind zum Beispiel die Apotheker:innen eures Vertrauens, die einem gerne persönlich mit Rat und Tat zur Seite stehen und grundsätzlich Kosmetik heraussuchen, die medizinisch getestet ist. Außerdem achten sie vor allem darauf, dass keine unnötigen Wirkstoffe in den Kosmetika enthalten sind, die den Körper zusätzlich reizen und Irritationen bewirken könnten, zu denen der Körper während einer Therapie häufig neigt.
Durchläuft man eine Chemotherapie, ist die Haut manchmal von Rötungen und Trockenheit betroffen, zusätzlich kann es auch zu Pigmentveränderungen kommen und die Nägel können sich verfärben oder brüchig werden. Falls du von einer dieser oder mehreren Veränderungen betroffen bist, kommen hier fünf Tipps, die du befolgen kannst. Es werden hierbei einige Marken genannt, die ich als Krebsi benutzt habe. Das soll keine Werbung sein, sondern nur Tipps, die sich bei u. a. mir bewährt haben, weil einige der Produkte auch speziell für Krebspatient:innen entwickelt wurden.
Disclaimer
In diesem Artikel werden teilweise Marken und Produkte erwähnt, die speziell für Krebsbetroffene geeignet sind. Wir machen keine Werbung, sondern möchten euch lediglich die Suche nach – in der Krebstherapie geeigneten – Kosmetikprodukten erleichtern.

Gebärmutterhalskrebs entsteht, wenn sich Zellen am unteren Teil der Gebärmutter, dem Gebärmutterhals (medizinisch: »Zervix«), krankhaft verändern und unkontrolliert wachsen. Der wichtigste Auslöser ist eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (kurz: »HPV«). Diese Viren werden meist beim Geschlechtsverkehr übertragen. Sehr viele Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV – oft ohne es zu merken.
❗️Wichtig: Eine HPV-Infektion allein führt nicht automatisch zu Krebs. In etwa 90 % der Fälle beseitigt das Immunsystem die Viren von selbst. Bleibt die Infektion jedoch über viele Jahre bestehen, können sich die Zellen am Gebärmutterhals verändern. Aus diesen Zellveränderungen kann sich langsam Krebs entwickeln – meist über einen Zeitraum von 7 bis 10 Jahren.
Gegen die häufigsten krebsauslösenden HPV-Typen gibt es eine Schutzimpfung, die für Kinder und Jugendliche empfohlen wird.
Gebärmutterhalskrebs verursacht lange Zeit keine oder nur sehr unspezifische Beschwerden. Viele Veränderungen bleiben deshalb unbemerkt und werden erst bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt.
In manchen Fällen können mögliche Symptome auftreten:
Diese Anzeichen haben meist harmlose Ursachen und bedeuten nicht automatisch Krebs. Sie sollten dennoch ärztlich abgeklärt werden – vor allem, wenn sie über längere Zeit bestehen.
Ab dem 20. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Früherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt oder der Frauenärztin. Dazu gehört:
Durch diese Untersuchungen können Zellveränderungen früh erkannt werden, noch bevor Krebs entsteht. Das senkt das Erkrankungsrisiko deutlich.
Welche Behandlung bei Gebärmutterhalskrebs sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem das Stadium des Tumors, seine Größe, ob sich Krebszellen bereits im Körper ausgebreitet haben und der allgemeine Gesundheitszustand der Patientin. Wird der Krebs früh erkannt, ist er in den meisten Fällen gut behandelbar. Häufig ist eine Operation ausreichend, bei der das erkrankte Gewebe entfernt wird.
Ist der Tumor bereits weiter fortgeschritten oder größer, werden oft mehrere Behandlungsverfahren kombiniert. Dazu gehören je nach Situation eine Operation, eine Strahlentherapie und eine Chemotherapie. Durch die Kombination der Therapien können die Behandlungsergebnisse verbessert werden.
Dank Vorsorge, moderner Medizin und der HPV-Impfung ist die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahren rückläufig. Gebärmutterhalskrebs ist heute oft vermeidbar oder gut heilbar, wenn er früh erkannt wird. Regelmäßige Vorsorge kann Leben retten.

Wenn Kartoffeln kalt werden, entsteht aus der darin enthaltenen Stärke eine andere Form der Stärke – die sogenannte resistente bzw. retrogradierte Stärke. Bei diesem Prozess verändert sich die Struktur der Stärke, sodass sie resistent gegenüber unserem Verdauungsenzym Amylase wird. So gelangt sie unverarbeitet in den Dickdarm, dient dort als Futter für die guten Darmbakterien und das ist optimal für ein gesundes Mikrobiom.
Im Dickdarm wirkt die resistente Stärke wie ein Ballaststoff: Sie wird von den guten Darmbakterien abgebaut und fermentiert, wodurch kurzkettige Fettsäuren wie Acetat, Propionat und vor allem Butyrat entstehen.
Butyrat hat besonders positive Wirkungen:
Koche Kartoffeln und lass sie abkühlen – für 12 Stunden. Ob du sie danach aufwärmst oder nicht, ist egal, da die Stärke in ihrer Struktur bestehen bleibt. Iss zum Beispiel öfter mal einen Kartoffelsalat mit Joghurtdressing oder Essig und Öl oder mach dir wieder erwärmte Pellkartoffeln mit Quark und frischen Kräutern.
Das nächste Mal, wenn du Kartoffeln kochst, denk dran: Abkühlen lassen lohnt sich. Dein Mikrobiom dankt es dir.

Der 13. September wurde von der Europäischen Hautkrebsstiftung ESCF (European Skin Cancer Foundation) zum »Tag des Hellen Hautkrebses« ernannt, um mehr Bewusstsein für die Krebserkrankung zu schaffen, an der jährlich rund 260.000 Menschen erkranken.
Umgangssprachlich kennen wir ihn auch als Weißen Hautkrebs, der im Gegensatz zu Schwarzem Hautkrebs in seinen beiden Unterarten gute Heilungschancen verspricht. Trotzdem sollte die Erkrankung nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da auch sie die Lebensqualität beeinträchtigen kann.
Wie so oft bei Themen rund um Krebserkrankungen, spielt die Sonne sowie die von ihr ausgehende UV-Strahlung einen maßgeblichen Risikofaktor. Hautkrebs entwickelt sich besonders häufig auf den sogenannten Sonnenterassen unseres Körpers. Dazu gehört die Stirn, die Nase, der Nacken, aber auch unsere Ohren und Hände – also vor allem die Stellen, die wir beim Auftragen von Sonnencreme gern vergessen – so setzen wir sie oft schutzlos und unbemerkt dem Sonnenlicht aus. Neben der Menge an UV-Strahlung, der wir uns aussetzen, spielen aber auch die Gene eine Rolle; so sind hellhäutige Menschen häufiger betroffen.
Der Helle Hautkrebs kann als sogenanntes Plattenepithelkarzinom oder Basalzellkarzinom auftreten. Aber woran erkenne ich sie?
Das Plattenepithelkarzinom erscheint oft als schuppige, gerötete Hautstelle. Manche Stellen können auch etwas dunkler verfärbt oder verkrustet sein.Oft ist diese Form des weißen Hautkrebses an der oberen Kante der Ohren oder im Gesicht – speziell an der Nase – zu finden.
**»**Ein Basaliom fällt in frühen Stadien erst bei sehr genauer Betrachtung der Haut auf. Es erinnert an eine kleine, nicht heilende Wunde, die auch bluten kann.Typisch ist die knotige, glänzende, durchscheinende Oberfläche. Oft sind an der Stelle auch Hautschuppen zu finden. Am Rand befinden sich mitunter kleineKnötchen oder Blutgefäße. Andere Basalzellkarzinome sind pigmentiert und dunkler als die umgebende Haut«, so die Beschreibung auf krebsportal.de. Sollte sich der Verdacht für Hellen Hautkrebs beim Arzt bestätigen, stehen eine Vielzahl effektiver Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. So können neben deroperativen Entfernung des Tumors, auch Strahlentherapie, Kryotherapie, lokale Chemotherapie in Cremeform oder einige andere Therapiearten zur Heilung verhelfen.
Du bist dir unsicher, ob du eine auffällige Stelle entdeckt hast? Dann ist es ratsam, diese zeitnah beim Hautarzt checken zu lassen. Umso schneller derHelle Hautkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Erfolgschancen der Heilung. Einen Termin beim Hautarzt zu bekommen gestaltet sich in den meisten TeilenDeutschlands, aber vor allem kurzfristig, sehr schwierig. Um dennoch einen zeitnahen Termin zu ergattern, können Apps wie ›Doctolib‹ helfen.
Ab dem Alter von 35 steht dir bei der gesetzlichen Krankenkasse übrigens eine Hautkrebsfrüherkennung zu. Einige Kassen bieten diese Unterstützung auch schon früher an. Aktuell wird dieses Angebot trotzdem nur von rund 30 Prozent all derer genutzt, die alle zwei Jahre Anspruch auf die Untersuchung haben. Wir wissen aber: Vorsorge ist die halbe Miete.

Himbeeren sind ohne Zweifel ein gesundes Lebensmittel und enthalten wertvolle Nährstoffe wie Ballaststoffe, Vitamin C, Anthocyane, Ellagitannine und Phenolsäuren. Zell- und Tierstudien konnten antioxidative, entzündungshemmende und potenziell krebshemmende Effekte zeigen.
❌ Diese Ergebnisse sind jedoch nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar, da unser Stoffwechsel deutlich komplexer ist. Um konkrete Empfehlungen geben zu können, sind daher randomisierte, kontrollierte Studien notwendig.
Das American Institute for Cancer Research (AICR) äußert sich zum Zusammenhang von Himbeeren und Krebs folgendermaßen:
»Himbeeren bieten eindeutige Vorteile für eine gesunde Ernährung, die darauf ausgerichtet ist, das Krebsrisiko zu senken. Ihre einzigartige Kombination aus hohem Ballaststoffgehalt und Ellagitannin-Verbindungen spielt eine wichtige Rolle bei der potenziellen Senkung des Krebsrisikos.
Himbeeren sind ein gesundes Lebensmittel, was du in normalen Mengen gerne in deine Ernährung integrieren kannst. Aber nicht nur die Himbeere hat mit ihren wertvollen Nährstoffen das Potenzial, deine Gesundheit zu unterstützen, sondern viele Lebensmittel. Es kommt auf die Gesamtheit der Lebensmittel an, die du isst, und nicht nur auf ein einzelnes.
Eine Ernährung, die dein Krebsrisiko senken kann, sollte vor allem reich an pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sein.
🥗 Dass Krebszellen keine Himbeeren mögen, ist daher zu kurz gedacht und sollte eher heißen: Krebszellen mögen keine ausgewogene Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist.

Wie du dir selbst etwas Gutes tun und wieder selbstbewusster in den Spiegel schauen kannst, wissen die ehrenamtlichen Kosmetikexpert:innen von Look Good Feel Better. Im Rahmen des Patientenprogramms der DKMS unterstützen sie Krebspatient:innen dabei, mit den sichtbaren Veränderungen durch die Therapie umzugehen – mit praktischen Tipps zu Hautpflege und Make-up. Hier kommen 8 praktische Tipps – zum Nachmachen und Wohlfühlen:
Über Nacht sammeln sich Talg, Schweiß und Hautschüppchen auf deiner Haut. Eine sanfte Reinigung am Morgen, zum Beispiel mit einem milden Waschgel oder einer Reinigungsmilch, und anschließender Tagespflege sorgen für ein frisches Hautgefühl – dein perfekter Start in den Tag.
Deine Haut ist während der Krebstherapie besonders lichtempfindlich. Verwende einen hohen Lichtschutzfaktor (am besten LSF 50+), wähle sanfte Produkte ohne reizende Stoffe wie Duftstoffe oder Alkohol und creme regelmäßig nach. Auch Kleidung, ein Sonnenhut und Schatten helfen, deine Haut zu schützen.

Sanftes Waschen, Massieren und Eincremen tut nicht nur gut, sondern pflegt die empfindliche Kopfhaut und bereitet sie auf das mögliche Nachwachsen der Haare vor.
Übung macht die Meisterin: Fange am besten frühzeitig an, deine Augenbrauen nachzuzeichnen – auch wenn sie noch vollständig sind. So lernst du den natürlichen Schwung deiner Brauen kennen. Mit einem weichen Stift und kleinen, feinen Strichen wirkt das Ergebnis besonders natürlich. Und denk daran: Augenbrauen sind Schwestern, keine Zwillinge!
Mit einem Kajalstift kannst du Wimpern andeuten: Ziehe eine zarte Linie von der Augenmitte bis zum äußeren Augenwinkel – so nah am Wimpernkranz wie möglich. Entlang des unteren Lids wirken kleine Punkte sehr natürlich. So bekommt dein Blick wieder mehr Ausdruck.
Wähle einen Lidschatten, der deine Augen betont: Blaue Augen wirken besonders intensiv in Kombination mit Pfirsich- und Goldtönen. Grüne Augen werden mit Komplementärfarben wie Pflaume oder Kupfer noch leuchtender. Durch Petrol, Beerentöne und Gold wirken braune Augen noch tiefer und wärmer.
Du möchtest heute etwas mehr Power von deinem Make-up? Suche dir einen Bereich deines Gesichts aus, den du besonders hervorheben magst. Sind es vielleicht deine Augen, die du betonen möchtest? Trage etwas mehr Lidschatten auf oder wähle einen stärkeren Lidstrich. Lieber nicht so viel Produkt am Auge? Gehe all-in beim Rouge und bringe mehr Frische in dein Gesicht! Oder traue dich mal etwas beim Lippenstift und wähle eine auffällige Farbe. Make-up soll dich nicht verstecken, sondern stärken.
Deine Haut hat jetzt ganz neue Bedürfnisse. Was früher gut war, passt gerade vielleicht nicht mehr. Lass dich nicht von Artikeln oder Kommentaren verunsichern. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über Inhaltsstoffe und bring Produkte mit, bei denen du dir unsicher bist. Zusammen findet ihr am besten heraus, welche Wirkstoffe für deine individuelle Therapie geeignet sind.

Du möchtest die Tipps in einem geschützten Rahmen ausprobieren und noch mehr erfahren? Dann melde dich jetzt zu einem kostenfreien »Look Good Feel Better«-Kosmetikseminar an – online oder vor Ort. 💌 Alle Infos und Termine findest du auf: lookgoodfeelbetter.de

Behandlungen wie Chemotherapie, Bestrahlung und bestimmte chirurgische Eingriffe können einen Einfluss auf deine Fruchtbarkeit haben. Die Auswirkungen hängen von der Art der Behandlung, der Dosis, dem Alter des Patienten und der Diagnose ab.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Maßnahmen, um die Fruchtbarkeit zu schützen und einen zukünftigen Kinderwunsch trotz Krebsdiagnose zu erfüllen. Dazu gehören beispielsweise das Einfrieren von Eizellen, Spermien oder Eierstockgewebe.
Die Erhaltung der Fruchtbarkeit für junge Menschen mit Krebs ist mittlerweile eine Kassenleistung. Betroffene Krebspatientinnen bis zum 40. Lebensjahr (Männer bis zum 50. Lebensjahr), die aufgrund ihrer onkologischen Erkrankung und der Therapie ihre Fruchtbarkeit verlieren könnten, haben einen Leistungsanspruch zur Übernahme der anfallenden Kosten im Rahmen der Maßnahme durch die Krankenkasse.
Weitere Infos findest du bei fertiPROTEKT, dem Netzwerk für fertilitätsprotektive Maßnamen.
Es ist wichtig, dass du vor Beginn der Krebstherapie mit Expert:innen über deinen Kinderwunsch sprichst. Eine solche Beratung kann dir zeigen, welche Möglichkeiten du hast und welche Option für dich am besten ist.
Mehr Informationen findest du auch auf beyondx.care. Dort kannst du einen kostenlosen Chat nutzen oder kostenfreie Beratungstermine mit Psycholog:innen buchen.

Vielleicht fragst du dich: Darf ich Plätzchen essen? Schadet Zucker meiner Therapie? Sollte ich an den Feiertagen besonders »streng« sein?
Die kurze Antwort: Nein – du musst nicht perfekt essen.
Was wirklich zählt, ist nicht das einzelne Lebensmittel, sondern deine Ernährung im Gesamtbild – über Wochen und Monate hinweg.
Strenge Regeln erzeugen Druck, Stress und Schuldgefühle. Und genau das ist etwas, was dein Körper jetzt nicht braucht. Stress kann deinen Appetit weiter verschlechtern, dir die Freude am Essen nehmen und soziale Momente belasten.
Es ist Zusammensein, Erinnerung, Geborgenheit und Lebensfreude und all das darf – und soll – auch in einer Therapie Platz haben.
Statt Verboten hilft ein sanfter Rahmen:
Eine ausgewogene Ernährung ist ohne Genuss nicht ausgewogen für deine Seele!
Unser Wunsch für dich: Nicht ein »perfekter« Speiseplan, sondern ein Weihnachten mit etwas Leichtigkeit, Wärme und Selbstmitgefühl.

Meist verlieren die Patient:innen nach einer Chemotherapie alle Haare auf dem Kopf. Die Haare fallen in der Regel aber nicht alle auf einmal aus, sondern nach und nach, manchmal aber auch büschelweise.Gesetzlich versicherte, weibliche Patienten, bei denen Haarausfall wahrscheinlich ist, erhalten schon vor Therapiebeginn ein Rezept für eine Perücke.
Ob die Krankenkasse eine Perücke auch bei Männern genehmigt, muss vorab mit der Krankenkasse geklärt werden, denn nicht alle Versicherungen übernehmen die Kosten.
Nicht immer, aber oftmals sind nicht nur die Kopfhaare betroffen, sondern auch alle anderen Körperhaare wie z.B. Augenbrauen und Wimpern. Sollten deine Wimpern ausfallen, solltest du bestenfalls eine Brille tragen, um deine Augen vor Staub zu schützen. Augentropfen helfen außerdem, deine Augen mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Der Haarausfall beginnt ungefähr zwei bis drei Wochen nach Beginn der ersten Therapie. Etwa sechs bis acht Wochen nach der letzten Infusion fangen die Haare wieder an, nachzuwachsen.
Es gibt leider bisher keine zuverlässige Methode, dem Haarausfall bei einer Chemotherapie vorzubeugen. Manche Patient:innen versuchen es dennoch mit einer Kühlung der Kopfhaut. Dabei wird während der Behandlung die Kopfhaut auf etwa 20 Grad Celsius heruntergekühlt. Die Kühlung erfolgt während der Infusion, manchmal wird schon 10 – 20 Minuten vorher begonnen und kann nach Ende der Infusion noch bis zu eineinhalb Stunden fortgesetzt werden. Vor dem Aufsetzen der Kühlhaube werden die Haare meistens befeuchtet und anschließend schließt man die Kappe an ein Gerät, welches die Kühlflüssigkeit in die Kappe pumpt. Andere Kappen, die nicht angeschlossen werden, bestehen hingegen aus Gel gefüllten Kühlelementen, die vor den Behandlungen tiefgefroren werden.
»Ich hatte damals Brustkrebs und entsprechend war u.a. Taxol einer der Wirkstoffe meiner Chemotherapie. Mir wurde ziemlich schnell mitgeteilt, dass ich mit Haarausfall rechnen sollte. Ich hatte gefragt, ob eine Kältekappe sinnvoll ist, da ich damals noch Haare bis zur Brust hatte und ich mir nicht hätte vorstellen können, diese jemals zu verlieren. Meine Frauenärztin hat mir damals davon abgeraten, denn bisher haben die Studien nur ergeben, dass nur Teile der Haare erhalten bleiben. Ich habe mir vorgestellt, dass eine Glatze kaum schlimmer aussehen kann, als nur noch büschelweise Haare auf dem Kopf zu haben. Ich habe mich daher gegen die Kältekappe entschieden und bin stattdessen ziemlich früh zum Friseur gegangen, der mir meine Haare auf zwei mm abrasiert hat und es sah nur halb so schlimm aus. Ich wollte gerne die Situation vermeiden, büschelweise Haare auf dem Boden oder im Bett aufzusammeln und für mich war das absolut die richtige Entscheidung, die ich bis heute nicht bereue. Ich habe mir bei dem Friseur eine Perücke gekauft, die ich vielleicht zweimal getragen habe. Ich muss sagen, ich fand es viel schöner, mit Mützen und Schals zu experimentieren, anstatt diese juckende Perücke aufzusetzen. Wenn es warm war, habe ich meine Glatze schön eingecremt und sie gezeigt, damit sie mal Luft bekommt. Anfangs muss man sich an die Blicke gewöhnen, aber irgendwann wurden sie mir egal.«
»Ich konnte so sein wie ich bin, und das war für mich das Wichtigste. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, es gibt hier weder richtig noch falsch.«


Das weibliche Hormon Östrogen gilt als ein Faktor, der das Brustkrebsrisiko beeinflusst. Ein erhöhtes Risiko kann also in diesem Zusammenhang bestehen …
Rund 5–10% aller Brustkrebsfälle sind erblich bedingt. Das BRCA-1-Gen oder BRCA-2-Gen (»breast cancer genes«) weisen Mutationen auf, also vererbbare genetische Veränderungen. Weibliche Personen mit dieser Mutation haben ein erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Gerade wenn Brust- und Eierstockkrebs häufiger in der Familie auftreten, kann man sich bei einer genetischen Beratung, in einer Spezialsprechstunde für familiären Brust- und Eierstockkrebs, Klarheit verschaffen.
Jede Brust besteht zu unterschiedlichen Anteilen aus Fett -und Drüsengewebe. Ganz allgemein kann man sagen: Je mehr Drüsengewebe, desto höher die Brustdichte. Mit der Zeit kann sich dieser Anteil und damit die Brustdichte verändern. Bekannt ist, dass mit zunehmender Brustdichte sich auch das Risiko für eine Brustkrebserkrankung erhöht. Bei der Früherkennung helfen hier zusätzliche Ultraschalluntersuchungen.
Therapeutische Röntgenbestrahlungen jeglicher Art (zum Beispiel Mammographien, CTs) erhöhen ebenfalls das Brustkrebsrisiko. Besonders im Kindes- und Jugendalter. Abhängig ist das Risiko von der Dauer und dem Volumen der Bestrahlung. Doch um ein mögliches Mammakarzinom so früh wie möglich zu erkennen, starten die Früherkennungsscreenings bei Betroffenen in der Regel bereits ab 25 Jahren.
Wie bei vielen anderen Krebsarten auch, spielt die Lebensweise bei Brustkrebs eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Risikofaktoren, haben wir auf unsere Lebensweise einen Einfluss und können aktiv etwas tun, um das Brustkrebsrisiko zu reduzieren, nämlich:

Etwa ein Liter Lebergalle wird täglich von der Leber produziert. Diese hilft bei der Fettverdauung und dient als Ausscheidungsmechanismus von Abbauprodukten. Die Flüssigkeit gelangt über die Gallenwege in die Gallenblase. Dort wird sie gespeichert, eingedickt und bei Bedarf in den Darm abgegeben. Das Gallensystem wird in die Gallenblase und die Gallengänge unterteilt. Gallenblasenkrebs entsteht in den Zellen der Gallenblase. Entsteht der Krebs in den Gallengängen, wird der Gallengangskrebs unterschieden in: »intrahepatisch« (innerhalb der Leber), »hilär« (Vereinigung der Lebergänge) und »extrahepatisch« (außerhalb der Leber).
Das Risiko für Krebs im Gallensystem wird durch viele verschiedene Ursachen erhöht. Vor allem lange und chronisch andauernde Entzündungen beeinflussen das Krebsrisiko.
Gallengangskrebs verursacht anfänglich oft wenige Symptome. Außerhalb der Leber kann Gelbsucht ein frühes Anzeichen sein, während sie innerhalb der Leber erst später auftritt. Im Frühstadium verläuft diese oft schmerzfrei.

Gallenblasenkrebs verursacht oft Symptome, die vieldeutig sind und auch bei anderen Erkrankungen der Gallenwege oder Leber vorkommen können.
Neben der Abfrage von Vorerkrankungen und Beschwerden bei einem Verdacht, ist auch das Abtasten, vorzugsweise des rechten Oberbauches, wichtig für die Diagnose. Weitere Hinweise können auch veränderte Blutwerte liefern und so beispielsweise einen Rückstau der Galle zeigen.

Neben der Art des Tumors, dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten spielt auch eine Rolle, wie weit sich der Tumor bereits im Körper ausgebreitet hat. Eine Operation zur vollständigen Entfernung, kann in frühen Stadien ausreichend sein. Ist der Krebs jedoch fortgeschritten, bekommen die Betroffenen zusätzliche Medikamente (zum Beispiel im Rahmen einer Chemotherapie oder zielgerichteten Therapie).

Dazu gehören Veränderungen im Stuhlgang wie anhaltender Durchfall oder Verstopfung, blutiger Stuhl, Bauchschmerzen oder Krämpfe, unerklärlicher Gewichtsverlust, Müdigkeit und das Gefühl von unvollständiger Darmentleerung. 💩😓
Da das Risiko für Darmkrebs mit dem Alter steigt, wird die Vorsorgeuntersuchung ab 50 von der Krankenkasse gezahlt. Im Alter von 50-54 Jahren wird zudem jährlich eine Stuhluntersuchung im Labor gemacht. Kleine Mengen Blut im Stuhl, sogenanntes okkultes Blut, kann ein Hinweis auf Darmpolypen sein. Der Test ist mit wenig Aufwand verbunden und birgt kein Risiko für Komplikationen. 🩺
Eine Darmspiegelung wird zwei Mal alle 10 Jahre gemacht, bei Frauen ab 55 und bei Männern ab 50. Die Darmspiegelung funktioniert mit einem Koloskop. Dabei handelt es sich um einen dünnen Schlauch mit einer kleinen Kamera am Ende und einer Schlinge. So kann der Arzt Polypen entdecken und anschließend entfernen.❗️

Hier sind drei Gedankenimpulse, die dir helfen können, in der nächsten Stresssituation Gelassenheit zu bewahren:
Sicherlich eher nicht. Öffnet man die Perspektive auf das Große Ganze, dann verliert der Moment seine Macht über uns. Das heißt nicht, dass man seine Gefühle ignorieren sollte. Gib ihnen ein festgelegtes Zeitfenster, das angemessen für die Situation ist. Spüre hinein, kommuniziere mit ihnen und dann lasse sie weiterziehen.
Der klassische Perspektivwechsel kann dir helfen, Distanz zu den hitzigen Gefühlen aufzubauen. Klappt es nicht auf Anhieb, dann gehe eine Runde spazieren, bevor du den Wechsel wagst. Oft fällt es uns leichter, wenn wir das Problem von außen und aus einer anderen Perspektive betrachten. So können wunderbare, neue Lösungsansätze entstehen.
Oft passiert es, dass wir uns selber in die »Opferrolle« stecken. Diese ist bequem und lädt zum Selbstmitleid ein. Doch langfristig tut uns diese Rolle nicht gut. Können wir an der Situation etwas ändern, dann nutze die starken Gefühle als Antrieb, um die gewünschte Reaktion oder Handlung herbeizuführen.

Aber ganz wichtig: Sport und Bewegung nach einer Krebserkrankung sollen keine unbarmherzige To-do-Liste sein, sondern dein Schlüssel zu mehr Energie, weniger Schmerzen und einer besseren Lebensqualität. Klingt gut? Ist es auch! Also, schnapp dir eine bequeme Hose und lies weiter.
Wenn du denkst, dass Sport nur etwas für fitte Menschen ist, dann lass mich dir sagen: Das Gegenteil ist der Fall! Gerade nach einer Krebserkrankung kann Bewegung dein Wohlbefinden enorm verbessern:
👉 Mehr Energie: Bewegung hilft, die bleierne Müdigkeit (Fatigue) zu reduzieren. Dein Kreislauf kommt in Schwung, deine Muskeln geben dir Kraft für den Alltag.
👉Nebenwirkungen lindern: Bewegung kann helfen, Beschwerden wie Polyneuropathie, Inkontinenz oder Lymphödeme zu verringern.
👉 Bessere Stimmung: Sport setzt Glückshormone frei. Bewegung kann Ängste lindern und depressive Verstimmungen verbessern.
👉 Rückfallrisiko senken: Studien lassen vermuten, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für ein Rezidiv verringern kann.
Das Beste daran? Du kannst in deinem eigenen Tempo starten. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinem Körper etwas Gutes zu tun.
Hier ein paar konkrete Schritte, um eine gesunde Bewegungsroutine zu entwickeln:
Warum möchtest du Sport machen? Hier einige mögliche Gründe:
Jetzt kommt der spannende Teil: die Wahl der richtigen Bewegung in Bezug zu deinem persönlichen Grund:
Beantworte dir folgende Fragen:
Plane feste Zeiten ein und belohne dich nach dem Sport – sei es mit einem entspannenden Bad, einem leckeren Snack oder deiner Lieblingsserie. Du hast es dir verdient!
Überstunden, schlechtes Wetter oder der innere Schweinehund – es gibt immer Gründe, Sport aufzuschieben. Überlege dir im Vorfeld Strategien:
Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von smarter Trainingsplanung. Dein Körper braucht Zeit zur Erholung, um nachhaltig von der Bewegung zu profitieren.
Sport soll keine Qual sein, sondern eine Chance. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinen Körper wieder besser kennenzulernen und dich Stück für Stück stärker zu machen. Der Anfang mag herausfordernd sein, aber mit der richtigen Motivation, der passenden Bewegung und einem klaren Plan kannst du es schaffen. Und wer weiß – vielleicht wirst du irgendwann merken, dass du dich auf dein nächstes Training freust!

Im Grunde sind Bluttransfusionen für viele Erkrankte wichtig, da sie helfen, die Nebenwirkungen der Krankheit und der Behandlung zu bewältigen und die Lebensqualität zu verbessern. Leukämie-Patient:innen benötigen Blutspenden, da die Produktion gesunder Blutzellen beeinträchtigt ist. Auch Lymphome und Myelome können die Blutbildung im Knochenmark erschweren, weshalb es einen Bedarf an Transfusionen gibt. Patient:innen, die eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation bekommen, brauchen häufig während der Transplantationsphase und der Erholungszeit Blutkonserven, da ihr Knochenmark vorläufig nicht in der Lage ist, ausreichend Blutzellen zu produzieren.

Das Paul-Ehrlich-Institut und die Hämotherapie-Richtlinien der Bundesärztekammer schreiben vor, dass Krebspatient:innen selbst nach einer »überstandenen Erkrankung als Blutspender:innen dauerhaft auszuschließen sind«. Sie betonen, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelt, da ein gewisses Risiko besteht, dass die »Krebserkrankung erneut auftritt und sich dann Krebszellen im Spenderblut befinden«. Abgesehen davon, darf nach einer Chemotherapie grundsätzlich kein Blut gespendet werden.
❗️ Übrigens: Die Spenden sind gerade in den Sommermonaten Mangelware. Viele Menschen befinden sich im Urlaub, andere trauen sich aufgrund höherer Temperaturen nicht, den Gang zur Blutspende anzutreten. Je nach Bundesland wird die Lage durchaus als kritisch eingestuft und Kliniken müssen mit den Blutpräparaten gut haushalten. Im Winter kann es auch zu Engpässen kommen, vor allem wenn es überdurchschnittlich heftige Erkältungswellen gibt.
💜 Wer von euch also zu potenziellen Spender:innen gehört: Ihr schenkt mit euren Spenden Hoffnung für viele Krebspatient:innen und andere, die so dringend auf Blutkonserven angewiesen sind. Und an alle die, die bereits regelmäßig ihr Blut beisteuern, sei gesagt: Ganz herzlichen Dank!


Nach einer Krankschreibung zahlt dein Arbeitgeber weiterhin dein Gehalt – allerdings nur für die ersten sechs Wochen, sprich 42 Kalendertage. Diese sogenannte Lohnfortzahlung ist gesetzlich geregelt und gilt für alle Arbeitnehmer:innen, die länger als vier Wochen im Unternehmen beschäftigt sind. Nach Ablauf der sechs Wochen greift das Krankengeld.
Dauer: Maximal 6 Wochen
Höhe: Volles Gehalt
Das Krankengeld wird von der Krankenkasse gezahlt, sobald die Lohnfortzahlung endet. Das Krankengeld wird für maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt, sofern die Arbeitsunfähigkeit durch dieselbe Krankheit verursacht wird. Läuft das Krankengeld aus, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitslosengeld I beantragen.
Dauer: Maximal 78 Wochen (ca. 1,5 Jahre)
Höhe: 70 % des Bruttogehalts (max. 90 % des Nettogehalts)
Falls nach Ende des Krankengeldes noch unklar ist ob du bald wieder arbeiten kannst oder nicht, kannst du Arbeitslosengeld I beantragen. Hier greift die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung, welche die Zeit zwischen Krankengeld und Wiedereingliederung oder Erwerbsminderung überbrücken soll.
Voraussetzungen:
Höhe: 60 % des letzten Nettogehalts (67 % bei Personen mit Kind)
Dauer: Bis zu ein Jahr
Übergangsgeld kann während einer medizinischen Rehabilitation, einer beruflichen Reha-Maßnahme und während der stufenweisen Wiedereingliederung gezahlt werden. Ziel ist es, deinen Lebensunterhalt während dieser Zeit zu sichern.
Höhe: 68 % des letzten Nettogehalts (75 % bei Personen mit Kind)
Dauer: Je nach Dauer der Maßnahme
Wenn du aufgrund deiner Erkrankung dauerhaft nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten kannst, hast du möglicherweise Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Um diese in Anspruch nehmen zu können, musst du mindestens fünf Jahre versichert gewesen sein, die sogenannte allgemeine Wartezeit. In den letzten fünf Jahren müssen mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge geleistet worden sein. Übrigens: Auch wenn du die volle Erwebsminderungsrente beziehst, darfst du dir etwas dazuverdienen, z.B. in Form eines Minijobs. Lass dir deine Hinzuverdienstgrenze am besten von deiner zuständigen Rentenversicherung berechnen.
Wann wird Erwerbsminderungsrente gezahlt?
💡 Ob Erwerbsminderungsrente gewährt wird, kommt darauf an wie viele Stunden pro Tag du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst.
💡 Mehr als 6 Stunden pro Tag -> Kein Anspruch
💡 3 bis 6 Stunden pro Tag -> Anspruch auf teilweise Erwerbsminderung (ca. 17% des letzten Bruttoeinkommen)
💡 Weniger als 3 Stunden pro Tag -> Volle Erwerbsminderung (ca. 34 % deines letzten Bruttoeinkommens)Tipp: Wenn du teilweise erwerbsfähig bist, aber keinen passenden Job findest, kannst du trotzdem die volle Erwerbsminderungsrente beantragen.
Falls dein Einkommen nicht ausreichend ist, kannst du Bürgergeld beantragen. Es dient der Grundsicherung und deckt deinen Lebensunterhalt sowie angemessene Wohnkosten ab. Bürgergeld kann auch ergänzend zu anderen Leistungen wie der Erwerbsminderungsrente gezahlt werden. Wichtig zu wissen: Für die Beantragung von Bürgergeld musst du mindestens drei Stunden pro Tag arbeitsfähig sein.
Höhe: 563 € sowie Erstattung der tatsächlichen Wohnkosten
Dauer: Zeitlich unbefristet
Wenn dein Einkommen knapp ist, besteht die Möglichkeit, Wohngeld zu beantragen – unabhängig davon, ob du Krankengeld beziehst oder nicht. Wohngeld unterstützt dich bei Mietzahlungen oder den Kosten von selbstgenutztem Wohneigentum. Die Höhe hängt von deinem Einkommen, der Haushaltsgröße und den Mietkosten ab. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen bietet einen Wohngeld-Rechner an, wo du checken kannst ob du eventuell Anspruch auf Wohngeld hast.
Höhe: Für jeden Haushalt individuell
Dauer: 12 Monate (kann gegebenenfalls verlängert werden)
Zuzahlungsbefreiung: Gesetzlich Versicherte müssen sich an den Kosten für Medikamente und Therapien beteiligen, bis sie ihre individuelle Belastungsgrenze erreicht haben.
Bei Menschen mit einer chronischen Erkrankung kann diese individuelle Belastungsgrenze von 2 auf 1 Prozent gesenkt werden. Voraussetzung ist, ein Pflegegrad ab Stufe 3, eine Grad der Behinderung von mindesten 60 %, eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von 60% oder die Erforderlichkeit einer ständigen medizinischen Versorgung.Info: Viele Krebspatient:innen gelten bereits nach dem Gesetz als chronisch krank.
Wenn du Bürgergeld beziehst, zahlst du zu Jahresanfang einmal einen Betrag von maximal 60 € und bis dann von der Zuzahlung befreit.
Transportkosten: Für Fahrten zur Chemo- oder Strahlentherapie kann ein Taxischein bei der Krankenkasse beantragt werden.
Zuzahlungen zu Medikamenten oder Therapien, unvorhersehbare Ausgaben und ein verringertes Einkommen können über kurz oder lang eine finanzielle Belastung bedeuten. Umso wichtiger ist es, frühzeitig aktiv zu werden.

Verteile viele kleine Mahlzeiten über den Tag
Iss so oft du kannst. Viele kleine Mahlzeiten (alle 2–3 Stunden) sind gut, um mehr Kalorien zu dir zu nehmen.
Wähle kalorienreiche Lebensmittel
Gib deinem Körper die Energie, die er braucht, statt gesund und ausgewogen zu essen. Kalorienreiche Lebensmittel sind dafür die beste Wahl.
Wähle fettreiche Lebensmittel
Fett enthält viele Kalorien – nämlich mehr als doppelt so viele wie Kohlenhydrate oder Eiweiß. Achte also auf den Fettgehalt deiner Lebensmittel. Wähle bei Milch (Produkten) einen hohen Fettgehalt aus – z. B. Milch und Naturjoghurt mit 3,5 %, Sahnejoghurt mit 10 % oder Frischkäse mit 60 % Fett (Doppelrahmstufe). Auch fetter Fisch sowie Oliven, Avocado, Nüsse und Samen unterstützen deine Gewichtszunahme.
Reichere deine Speisen an
Gib Butter, Sahne, Schmand, Crème fraîche, Pflanzenöl oder auch Nussmus in dein Essen – z. B. morgens Mandelmus über dein Müsli, mittags einen Schuss Olivenöl über deine Nudeln und abends einen Klecks Crème fraîche auf deine Suppe. So nimmst du möglichst viele Kalorien in kleiner Menge zu dir.
Halte dein Essen immer griffbereit
Sorge dafür, dass du immer Essen in deiner Nähe hast. Stelle dir kleine Snacks ans Bett, Sofa oder ins Auto, sodass du bei Appetit immer etwas griffbereit hast. Geeignet sind z. B. Nüsse oder Studentenfutter, Gemüsechips, Müsliriegel oder Energiebällchen.
Lasse dir eine Trinknahrung verschreiben
Auch Trinknahrung kann dir helfen, dein Gewicht zu halten. Du kannst sie dir von deinem Arzt verschreiben lassen und den für dich passenden Geschmack von herzhaft über neutral bis süß wählen. Trinke die Nahrung schluckweise über den Tag verteilt.

Dabei können unterschiedliche Mutationen der Grund für Krebserkrankungen sein. Das bedeutet, wenn zum Beispiel zwei Menschen an Darmkrebs erkranken, können diese beiden Tumore durch unterschiedliche Mutationen entstanden sein. Andersherum kann jedoch auch eine einzige Art von Mutationen zu verschiedenen Krebsarten führen.
Die Tumortestung ermöglicht eine zielgerichtete Untersuchung auf die jeweilige Mutation des Tumors. Dabei wird die Genetik des Tumors analysiert und Mutationen in aktuell bekannten und krebsrelevanten Genen werden aufgezeigt.
Dieses geschieht durch das Comprehensive Genomic Profiling (CGP). So können in kurzer Zeit alle Mutationen des Tumors ausfindig gemacht werden. Dafür muss lediglich eine Gewebeprobe des Tumors entnommen werden. Wenn das nicht möglich ist, weil zum Beispiel viele Metastasen im Körper verteilt sind oder der Tumor ungünstig liegt, kann meist auch eine Blutprobe eingesetzt werden.
Eine Tumortestung kann sehr hilfreich für die Therapiefindung sein. Denn es gibt beispielsweise Therapien, die nur bei bestimmten Mutationen eine Wirkung zeigen. Jedoch kann der Test auch Mutationen aufdecken, für die bisher noch keine Behandlung bekannt ist.
Genauso kann der Tumor aber auch Mutationen unterliegen, die bisher noch nicht bekannt sind und deswegen nicht in der Testung angezeigt werden.
Nichtsdestotrotz bieten die Informationen der Testung Aufschluss über das genetische Profil des jeweiligen Tumors und können den behandelnden Mediziner:innen die Therapieplanung erleichtern.

Nicht selten sind Brustkrebspatient:innen von Übergewicht betroffen. Vermeide eine Gewichtszunahme während deiner Therapie und arbeite auf ein gesundes Körpergewicht hin. Eine Gewichtszunahme ist oftmals mit einer schlechteren Prognose verbunden.
Beginne nach der Diagnose so früh wie möglich wieder mit deiner normalen Alltagsaktivität und sei regelmäßig sportlich aktiv. Dadurch stärkst du dein Immunsystem und kannst Nebenwirkungen deiner Therapie (z.B. Fatigue) reduzieren.
Ballaststoffe gelten als allgemein gesundheitsförderlich, weshalb du sie täglich und reichlich essen solltest. Ballaststoffe kommen in Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen vor. Orientiere dich z.B. bei der Menge an Gemüse und Obst an der »Fünf am Tag-Regel«: Empfehlenswert sind drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag. Eine Portion entspricht deiner Hand voll.
Reduziere gesättigte Fettsäuren, die in Fleisch und Wurst, fettreichen Milchprodukten, Kokos- und Palmöl sowie Fertigprodukten vorkommen. Bevorzuge stattdessen ungesättigte Fettsäuren aus Oliven-, Raps- und z.B. Leinöl sowie Omega-3-reiche Fette aus fettem Seefisch wie Lachs, Makrele und Hering sowie Nüsse und Samen.


In der Zwischenzeit kannst du ein Gedankenspiel ausprobieren: Das »Was wäre, wenn …?«-Spiel. Stelle dir einmal vor, du wärst Super(wo)man oder Superman und nichts steht dir im Wege? Worauf hättest du dann Lust? Was würdest du machen oder unternehmen wollen? Fahrrad fahren, Trampolin springen oder Tischtennis spielen?
Wenn du magst, schreibe dir all die Dinge auf, die dir jetzt in den Sinn kommen. Erstelle dir deine persönliche To-do-Liste oder ein Vision-Board für die Zeit, in der es dir wieder besser geht, du wieder etwas zu Kräften kommst oder dich mental bereit fühlst. Nimm dir ein Blatt Papier, bunte Stifte, vielleicht hast du auch Sticker, Magazin schnipsel oder Washi-Tape zur Hand und kannst deine Liste oder Bild verzieren und verschönern. Eine stinknormale Aufzählung auf deinem Smartphone tut es auch, solange es für dich ein motivierendes Zukunftsbild ausdrückt. Die Liste soll die Zeit überbrücken und Hoffnung schenken, bis du wieder die Kraft findest neue oder auch alte Beschäftigungen anzugehen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, hab Spaß damit und genieße die Vorfreude.

Dann kontrollieren Ärzte:innen:
Dann erhältst du zusätzlich:
Dann wird ab dem 25. Lebensjahr oder fünf Jahre vor dem jüngsten Erkrankungsalter in der Familie empfohlen*:
*Dafür schließen Kliniken besondere Verträge mit den Krankenkassen. Es ist eingesondertes Vorsorgeprogramm an dem dudann teilnehmen kannst. Extra Kostenkommen nicht auf dich zu.

Auch ich hatte das Pech an Heiligabend, den Weihnachtstagen und sogar Silvester im Krankenhaus zu liegen. Wie ich mich dabei gefühlt habe? Hundeelend und mutterseelenallein. Aufgrund der Pandemie durfte mich niemand besuchen und ich lag in einem Einzelzimmer. Videoanrufe, Telefonate und schöne Textnachrichten konnte mich ein wenig trösten, dieses Gefühl der Einsamkeit blieb trotzdem. Wir durften das Zimmer nicht verlassen, die Fenster nicht öffnen und 24/7 lief das Klima. Die Infusionen liefen durch meine Venen und ich fühlte mich wie eingesperrt.
Mal war ich wütend, mal traurig und dann gab es aber auch die Momente der Freude, der Dankbarkeit und des Glücks leben zu dürfen. Ich stellte mir vor, wie es nächstes Jahr zu dieser Zeit sein würde und heute ist es so weit. Ich bin zu Hause, bei meiner Familie und hole all das nach, was ich letztes Jahr nicht tun konnte.
Wir wissen genau wie du dich fühlst, aber gib niemals auf! Nach dem Regen folgt die Sonne und auch du wirst sie bald wiedersehen. Aktuell ist es schwierig sich dies vorzustellen, aber alles ist möglich so lange du daran glaubst!
Tipps, wie du deine Zeit im Krankenhaus über Weihnachten verschönern kannst:

Was hat nun die Liebe mit dem Krebs zu tun? Während, nach oder mit einer Krebserkrankung kann die Liebe auf den Prüfstand gestellt werden. Betroffene und Angehörige berichten oft von Distanzierungen zu geliebten Menschen oder, ganz im Gegenteil, eine (neue) tiefere Verbundenheit durch die Erkrankung. Und auch die Beziehung zu einem selbst kann eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlaufen: von Anspannung, über Befremdung, über Neufindung und Selbstempathie. Eine Krebserkrankung lässt alle Betroffenen und Angehörigen an ihre Grenzen kommen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional.
Hierfür Raum für Verständnis, Vergebung und Akzeptanz zu schaffen, ist nicht immer leicht. Doch es kann sich lohnen, dies zu wagen. Wie schaffe ich jetzt diesen Raum? Selbstliebe praktizieren kann ein Weg sein. Fällt es dir schwer? Dann gehe kleine Schritte auf dich zu. Nutze den heutigen Tag, um deine Liebe zu dir selbst zu zelebrieren. Gönne dir heute ein Date mit dir, indem du dir etwas Gutes tust – vielleicht ein Wellness-Abend, ein leckeres Abendessen oder ein kleines Geschenk nur für dich? 🎁

Kakao, Mehl, Backpulver und Zimt durch ein feines Sieb geben. Zucchini raspeln. Die Eier mit einer Prise Salz, Zucker, Vanillezucker und dem Rapsöl mittels Schneebesen gut verschlagen, bis eine homogene Masse entsteht. Die Mehlmischung und die Zucchini mit einem Löffel unterheben. Den Teig auf 12 Muffin-Förmchen verteilen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 30 Min. backen.

Allein die Vorstellung, der Anblick und der Geruch einer leckeren Mahlzeit reichen aus, die Sekretion deiner Verdauungsenzyme wie der Bauchspeicheldrüse und der Magensäure zu steigern. Diese Phase vor der Nahrungsaufnahme sorgt dafür, dass dein Magen und Darm optimal auf deine Mahlzeit vorbereitet werden und deine Verdauung damit effizienter stattfinden kann.
❌ Iss daher nicht hektisch zwischen zwei Terminen, sondern setze dich hin und nimm dir bewusst vor deinem und für dein Essen Zeit. Wenn deine Mahlzeit dann noch mindestens 20 Minuten dauert, freut sich deine Verdauung umso mehr.
Wie du deine Mahlzeiten kombinierst, beeinflusst wie schnell und beschwerdefrei deine Verdauung abläuft. Eine zu schnelle Verdauung kann zu Beschwerden wie Blähungen führen. Aber was macht deine Verdauung zu schnell? Eine fettarme und kohlenhydratreiche Mahlzeit wie Cornflakes mit fettarmer Milch. Was brauchst du, damit deine Verdauung langsamer wird? Eiweiß und Fett, da beides deine Magenverweildauer verlängert, sodass dein Essen länger im Magen bleibt. Für deinen Darm ist das optimal, da er Zeit hat alle Nährstoffe richtig aufzunehmen.
✅ Wie wäre es daher mit Haferflocken, einem Quark mit 20 % Fett und dazu ein paar Nüssen und etwas Obst?
Dauersnacking sorgt dafür, dass deine Verdauungsorgane ständig arbeiten müssen, da sie Enzyme und Verdauungssäfte ausschütten. Aber auch dein Magen, Darm und weitere Organe brauchen Zeit, um sich neu zu kalibrieren und sich auf die nächste Mahlzeit vorzubereiten.
✅ Gib deiner Verdauung diese wertvolle Zeit, indem du 3-4 Stunden Abstand zwischen deinen Mahlzeiten lässt.


Diese Wechseljahresbeschwerden können bleiben, aber auch wieder verschwinden. Das ist abhängig von deiner Krebsart, der weiteren Behandlung samt Medikation und wie gut dein Körper eine intensive Therapie vertragen hat. Darauf, dass dein Körper eine Krebstherapie überhaupt ertragen hat, kannst du schon einmal stolz sein! Jeder Körper ist natürlich individuell und hat mehr oder weniger Symptome – sowohl während der Therapie als auch danach. Einige der Wechseljahr-Symptome und Tipps, die im Umgang damit helfen können, möchten wir heute vorstellen:
In einem Moment bist du noch gut gelaunt und plötzlich könntest du vor Wut platzen. Das kann an mangelnden Progesteron (ein natürliches Sexualhormon, das zur Regulation von Schwangerschaft, Menstruation und Geburt existiert) liegen. Um zu überprüfen, ob das bei dir der Fall ist, kannst du deine:n Gynäkolog:in darum bitten, einen Bluttest zu veranlassen. Progesteron kann man sich dann verschreiben lassen, wenn das nicht mit deiner Therapie kollidiert. Es ist auch vollkommen okay, während und nach einer Krebserkrankung »launenhaft« zu sein. Wenn du nicht jetzt dazu das Recht hast, wann bitte dann?!
Aspekte, die aber zu besserer Laune beitragen können, sind:
Durch einen möglichen Östrogenmangel kann es zu einer Beckenbodenschwäche kommen, selbst wenn du zuvor gar keine Probleme mit der Kontinenz hattest, da der Beckenboden erschlafft. Auch eine Geburt oder Übergewicht können Inkontinenz verstärken.
Was kannst du tun?
Manche klagen über chronische Schmerzen und Beschwerden in den Muskeln und Gelenken, die sich bei Schlafmangel, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen verschlimmern können. Ausgelöst werden die Schmerzen durch mangelndes Östrogen, welches uns eigentlich unempfindlicher gegen Schmerzen macht. Fibromyalgie (eine chronische Schmerzerkrankung), Arthrose (ein Verschleiß der Gelenke) oder Arthritis (eine entzündliche Gelenkerkrankung) können die Folge sein. Durch den Östrogenmangel ist ein Abbau der Knochen ebenfalls denkbar.
Folgendes kannst du aktiv dagegen tun:
Die Lust auf Sex hält sich in Grenzen, wenn man danach Jucken und Brennen verspürt beziehungsweise Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs hat, weil man unter Trockenheit leidet, da sich die vaginale Schleimhaut abbaut. Nach langer Abstinenz während der Therapiezeit, kann der erste Sex auch wehtun. Hierbei können Übungen mit zum Beispiel einem Dildo zuvor Abhilfe schaffen. Zudem kann eine Hormonsalbe mit Östriol/Estriol helfen und ist auch für Frauen mit hormonabhängigen Krebs geeignet, da die Menge an Östriol, die in den Körper übergeht, sehr gering ist.
Eine Hitzewallung kann zwischen 2–3 oder gar 30 Minuten andauern. Wenn es nur bei einer bliebe … Sie treten aber öfter auf, bei manchen Tag und Nacht, sind unterschiedlich stark und können auch Gelenkschmerzen, hohen Blutdruck, Depressionen und einen hohen Cholesterinspiegel begünstigen. Die gute Nachricht ist: Es wird oft besser je länger die Therapie zurückliegt. Und was kann man tun?
Dazu haben wir uns mal in der Redaktionssitzung Gedanken gemacht und Tipps ausgetauscht, die wir euch nicht vorenthalten wollen:


Nach einer überstandenen Krebserkrankung gelten die gleichen Empfehlungen wie zur Krebsprävention, denn sie können dir helfen, dein Risiko für ein Rezidiv zu senken. Deine Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle – genau wie Bewegung und ein gesundes, stabiles Gewicht.
Laut dem World Cancer Research Fund sind bis zu 40 % aller Krebserkrankungen auf ungünstige Ernährungs-, Bewegungs- und Lebensgewohnheiten zurückzuführen – und damit vermeidbar.
Zu den Hauptrisikofaktoren zählen:
· Rauchen
· Alkohol
· Ungeschützte Sonnenexposition
· Eine unausgewogene, kalorienreiche Ernährung
· Übergewicht (erhöht das Risiko für mindestens 13 Krebsarten)
· Bewegungsmangel
Eine Garantie, dass der Krebs nicht wiederkommt, gibt es leider nie. Aber du kannst viel dafür tun, deinen Körper gut zu versorgen: mit den richtigen Nährstoffen sowie durch einen aktiven und gesunden Lebensstil.
Vollkorngetreide, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte sollten den Hauptbestandteil deiner Ernährung ausmachen. Sie liefern Ballaststoffe, die deine Darmgesundheit unterstützen sowie eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.
Praxis-Tipp Gemüse: Greif zu frischem oder tiefgekühltem Gemüse – am besten bunt gemischt. Orientiere dich am »Tellerprinzip«. Das heißt, die Hälfte deines Tellers sollte mit Gemüse gefüllt sein.
Empfohlen werden maximal 350 – 500 g gegartes rotes Fleisch pro Woche. Hierunter fallen Rind/ Kalb, Schwein, Lamm, Pferd und Ziege. Bevorzuge mageres, unverarbeitetes Fleisch. Auf verarbeitetes Fleisch wie Würstchen, Schinken oder Speck solltest du verzichten, da es von der WHO als krebserregend eingestuft wurde.
Fast Food und Fertiggerichte enthalten meist viel Fett, Salz und Zucker. Wenn du häufiger zu solchen Produkten greifst, kann das langfristig negative Auswirkungen auf deine Gesundheit haben.
Wichtig ist die Balance. Wenn du dich im Alltag überwiegend ausgewogen ernährst, spricht nichts dagegen, wenn du dir ab und zu auch mal eine Pizza gönnst. Achte aber darauf, dass solche Ausnahmen nicht zur Gewohnheit werden.
Zuckerhaltige Getränke wie Cola solltest du reduzieren, denn sie liefern viele Kalorien und Zucker ohne Sättigung. Greife lieber zu Wasser mit Zitronenscheiben, ungesüßtem Tee oder infused water.
Jedes Glas Alkohol erhöht das Krebsrisiko – auch nach der Erkrankung.
Deshalb gilt: je weniger, desto besser.
Eine einfache Faustregel für deinen Alltag:
· ½ Teller Gemüse
· ¼ Teller Eiweiß (z.B. Hülsenfrüchte, Quark, Fisch, Ei, Tofu, Geflügel)
· ¼ Teller Kohlenhydrate (z.B. Kartoffeln, Vollkornreis, Vollkornnudeln)
· Ergänzt mit hochwertigen Fetten wie Nüssen, Samen oder pflanzlichen Ölen
Dieses Prinzip hilft dir, ausgewogen zu essen – ohne Kalorienzählen oder komplizierte Regeln.

Nicht grundsätzlich und sie werden auch nicht zur Krebsprävention empfohlen. Nahrungsergänzungsmittel können einen Mangel ausgleichen, aber sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Wichtig: lasse deine Blutwerte regelmäßig kontrollieren und nimm Präparate nur gezielt ein, wenn ein ärztlich bestätigter Mangel vorliegt.

Eine Patientenverfügung ist für Situationen gedacht, in denen du ärztlich behandelt werden musst, selbst aber keine Entscheidung mehr treffen kannst.
Niemand von uns beschäftigt sich gerne mit den damit verbundenen Fragen im Voraus. Jedoch kannst du mit diesem Dokument dafür sorgen, dass im Ernstfall medizinisch so gehandelt wird, wie du es dir gemäß deiner Werte und Vorstellungen wünschst.
Mit einer Patientenverfügung kannst du auch deinen Angehörigen in solch einer überfordernden Situation eine Last abnehmen. Oder auch dafür sorgen, dass fremde Personen nicht über Maßnahmen entscheiden, die du nicht möchtest.
