
Menschen, die ein Trauma erlitten haben, zu dem auch eine Krebserkrankung zählt, erfahren manchmal sogenannte »Nachhallerinnerungen« (Intrusionen) oder »Flashbacks«. Während die Intrusionen vor dem inneren Auge ablaufen, hat man bei Flashbacks das Gefühl, wieder in der bedrohlichen Situation zu stecken. Oft werden diese Intrusionen oder Flashbacks durch Trigger ausgelöst, wobei die Symptome, die bei den Betroffenen auftreten, durchaus unterschiedlich sein können. Nach einer solchen Intrusion oder einem Flashback fühlt man sich meist psychisch und körperlich sehr erschöpft.
Leider kann man das Auftreten dieser sehr realen Erinnerungen nicht wirklich voraussagen, weil die Schlüsselreize, die sie auslösen, bei Krebspatient:innen sehr verschieden sind. Keine Krebserkrankung läuft nach demselben Schema ab, sie ist immer individuell. Genauso wie die Erfahrungen der Betroffenen. Die Erinnerungen können sowohl durch Trigger, wie einen bestimmten Geruch, einen Ort, ein Zusammentreffen mit jemandem oder ein bestimmtes Datum ausgelöst werden.
Das Rezept für den einzig richtigen Umgang gibt es nicht. Es ist allerdings wichtig, nicht in die absolute Vermeidung bestimmter Trigger zu gehen, denn das schränkt das Leben nicht nur extrem ein, sondern kann die Situation auch verschlimmern.
Hier sind einige Tipps, wie man Intrusionen und Flashbacks begegnen kann:

Es dauert einige Zeit, bis die Intrusionen oder Flashbacks weniger werden. Auch Jahre nach der Akuttherapiephase gibt es manchmal immer noch durch Momente, Orte oder Schlüsselreize, die Ängste auslösen können.
Wichtig ist aber: Die Erinnerungen verblassen von Jahr zu Jahr immer ein wenig mehr. Du wirst lernen, mit diesen Erfahrungen umzugehen. Du bist nicht alleine!

Ursächlich ist eine Veränderung von auf- und abbauenden Prozessen im Körper. Dein Eiweißumsatz und -abbau ist erhöht, was zu einem gesteigerten Abbau von Muskeleiweiß – also Muskelmasse – führt.
Weniger Muskeln = weniger Lebensqualität
Du verlierst deine wertvolle Muskelmasse. Du hast weniger Kraft, bist schwächer und kannst alltägliche Aufgaben schwerer bewältigen. Außerdem ist eine geringere Muskelmasse mit einer ungünstigen Prognose assoziiert.
Aber auch deine Wundheilung nach einer OP kann verzögert und dein Immunsystem durch zu wenig Eiweiß geschwächt sein.
Achte darauf, in jede Mahlzeit und Zwischenmahlzeit eine Eiweißquelle einzubauen. Wechsel dabei zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen ab:
🍗 Fleisch und Wurst
🐟 Fisch
🧈 Milch und Milchprodukte
🥚 Eier
🫘 Hülsenfrüchte
🫛 Soja
🥜 Nüsse und Samen
🌾 Vollkorngetreide und -produkte
Mit diesen Lebensmittelmengen nimmst du jeweils etwa 10 g Eiweiß zu dir:
🥣 90 g Quark
🥚 1 großes Ei
🥪 2–3 Scheiben magere Wurst (50 g)
🧀 2–3 Scheiben Käse (50 g)
🍣 Halber Handteller Fleisch oder Fisch
🥟 Handteller Tofu
🫘 100–150 g Hülsenfrüchte gekocht
🥛 ¼ Liter Milchprodukt (Milch, Buttermilch, Kefir, Joghurt)
🍝 Teller Nudeln gekocht
Dann sind Eiweißpulver und -shakes oder auch Trinknahrung (Astronautenkost) eine Möglichkeit für dich, dich trotzdem gut mit Eiweiß zu versorgen.

Wir verraten Dir ein paar Tipps, wie auch du dich auf die (Vor-) Weihnachtszeit einstimmen kannst:

In der Zwischenzeit kannst du ein Gedankenspiel ausprobieren: Das »Was wäre, wenn …?«-Spiel. Stelle dir einmal vor, du wärst Super(wo)man oder Superman und nichts steht dir im Wege? Worauf hättest du dann Lust? Was würdest du machen oder unternehmen wollen? Fahrrad fahren, Trampolin springen oder Tischtennis spielen?
Wenn du magst, schreibe dir all die Dinge auf, die dir jetzt in den Sinn kommen. Erstelle dir deine persönliche To-do-Liste oder ein Vision-Board für die Zeit, in der es dir wieder besser geht, du wieder etwas zu Kräften kommst oder dich mental bereit fühlst. Nimm dir ein Blatt Papier, bunte Stifte, vielleicht hast du auch Sticker, Magazin schnipsel oder Washi-Tape zur Hand und kannst deine Liste oder Bild verzieren und verschönern. Eine stinknormale Aufzählung auf deinem Smartphone tut es auch, solange es für dich ein motivierendes Zukunftsbild ausdrückt. Die Liste soll die Zeit überbrücken und Hoffnung schenken, bis du wieder die Kraft findest neue oder auch alte Beschäftigungen anzugehen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, hab Spaß damit und genieße die Vorfreude.

Die ketogene Diät ist eine Ernährungsweise, bei der du sehr wenige Kohlenhydrate, aber dafür mehr Fett und Eiweiß isst. Der Körper nutzt zur Energiegewinnung hauptsächlich Fette anstelle von Glukose, die zu »Ketonkörpern« umgewandelt werden. Durch die starke Reduzierung von Kohlenhydraten und die Erhöhung der Fettaufnahme versetzt die Diät den Körper in einen Zustand namens »Ketose«.
Otto Warburg fand in den 1920igern heraus, dass Krebszellen einen veränderten Glukosestoffwechsel haben und mehr Glukose benötigen als normale Zellen. Daraus wurde später geschlussfolgert, dass Krebszellen verhungern, wenn ihnen nicht genügend Glukose zur Verfügung steht. Auch Ketonkörper, die während einer Ketose entstehen, seien für die Krebszellen keine ausreichende Energiequelle.
Die Studienlage ist widersprüchlich. In Zell- und Tierstudien wurden hemmende, aber auch beschleunigte Wachstumsraten von Krebszellen unter Ketose beobachtet. Diese Ergebnisse sind aber nicht auf den Menschen übertragbar. Da es keine randomisiert-kontrollierten Studien zur ketogenen Diät gibt, die die Wirksamkeit bei Menschen mit Krebs beweisen, kann auch keine Empfehlung zu dieser Diät ausgesprochen werden.
Viele Krebsbetroffene verlieren bereits durch die Erkrankung oder Therapie an Gewicht. Eine Gewichtsabnahme erhöht aber das Risiko einer Mangelernährung und diese kann die Prognose verschlechtern. Eine ketogene Diät kann zu zusätzlichem Gewichtsverlust führen. Unterschätze dieses Risiko also nicht, wenn du dich ketogen ernähren willst. Außerdem ist es nicht möglich, Krebszellen auszuhungern, indem du auf Kohlenhydrate verzichtest, da sie ihren Stoffwechsel anpassen und ihre Energie auch aus Eiweiß oder Fett beziehen können.

Wir geben euch 5 Tipps, wie ihr einen langen Krankenhausaufenthalt überleben könnt.

Wenn wir aufwachsen, lernen wir Ordnung zu schaffen, selbständig zu werden und für die Zukunft zu planen. Wir haben Träume und Wünsche, auf die wir Schritt für Schritt hinarbeiten und Ideale, die wir anstreben. Doch umso älter wir werden, desto bewusster wird uns, dass wir den Weg, den wir beschreiten, nicht immer kontrollieren können.
Bei der Krebsdiagnose ist gerade dieser Kontrollverlust der Grund, warum viele ein Gefühl von Chaos erleben. Oft wirft das viele offene Fragen auf: »Warum ich, warum jetzt, warum hier?«. Doch was können wir machen, um in diesem Chaos nicht zu versinken? Können wir Chaos auch mit Freude oder Humor begegnen?
Es gibt wahrscheinlich kein Richtig oder Falsch auf diese Frage und jeder muss seinen eigenen Weg finden, um damit umzugehen. Es ist aber wichtig, zu hinterfragen, ob die eigene Reaktion einem wirklich guttut oder noch schlechter fühlen lässt in einer ohnehin schon schwierigen Situation. Wut, Trauer und Stress sind nämlich Emotionen, die sich nicht nur negativ auf unsere Psyche, sondern auch auf unsere körperliche Verfassung auswirken können. Sie machen uns quasi krank. Andersherum kann es auch sein, dass wenn man schon krank ist, sich dies in den Emotionen widerspiegelt. Der Darm z. B. hat einen großen Einfluss auf unser eigenes Wohlbefinden. Demnach ist es nicht wichtig, die eigenen Emotionen zu unterdrücken, sondern genau hinzuschauen und sich bewusst darüber zu werden, woher sie kommen.

Zu den Antihormonen gehören: Tamoxifen, Fulvestrant, Aromatasehemmer, GnRH-Analoga

Neben den positiven Wirkungen, bringt eine Antihormontherapie leider auch Herausforderungen mit sich. Hier sind drei Dinge, die du beachten solltest, um deine Gesundheit zu unterstützen:
Durch die Therapie kann es zu einer Gewichtszunahme kommen. Zur Prävention wird insbesondere Frauen mit Übergewicht und Adipositas eine Gewichtsreduktion empfohlen. Vor allem nach der Menopause produziert das Körperfettgewebe Östrogene (was ja gerade durch die Antihormontherapie nicht gewollt ist), sodass das die Therapie negativ beeinflussen kann.
✅ Das kannst du tun: Versuche ein gesundes Körpergewicht während deiner Antihormontherapie zu halten oder zu erreichen.

Die Antihormontherapie kann das Risiko für Osteoporose erhöhen, da die Knochendichte abnehmen kann. Deshalb achte auf folgende Nährstoffe, die deine Knochen brauchen: Kalzium, Vitamin D und Eiweiß.
✅ Das kannst du tun:
Kalzium: Deine Nahrung sollte kalziumreich sein. Dein Bedarf liegt bei 1.000 mg am Tag.
Vitamin D: Dein Blutwert sollte im optimalen Bereich liegen (75-125 nmol/l oder 30-50 ng/ml).
Eiweiß: Vergiss nicht, genügend Eiweiß zu essen, da es wesentlich zum optimalen Aufbau der Knochensubstanz beiträgt.
Eine Antihormontherapie kann anstrengend sein, aber dein Wohlbefinden und deine Lebensfreude sind genauso wichtig wie deine Behandlung. Plane gezielt Momente für dich ein: Ob Zeit mit Freunden, ein schönes Hobby oder einfach ein gutes Buch.
Fazit: Gewicht, Knochen und Lebensfreude – wenn du diese drei Bereiche im Blick behältst, kannst du deine Antihormontherapie aktiv begleiten und deine Lebensqualität verbessern.

Um das machen zu können, musst du erstmal deine Belastbarkeit von einem Arzt oder einer Ärztin überprüfen lassen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit deinem/er Arbeitgeber:in.
Während der Wiedereingliederungsphase bist du krankgeschrieben. Aus diesem Grund übernimmt im besten Fall deine Krankenkasse, Renten- oder Unfallversicherung dein Einkommen bis du genesen bist. Jedoch hast du darauf nur einen Anspruch darauf, wenn du auch etwas eingezahlt hast. (für Freiberufler freiwillig)
Dabei ist es hilfreich zu wissen, dass der Arbeitgeber und die Krankenkasse den Antrag auf eine Wiedereingliederung unbegründet ablehnen dürfen. Der Arbeitgeber ist aber trotzdem für die Wiedereingliederung verantwortlich. In dem Fall kann man dann andere Modelle statt des Hamburger Modells vorschlagen und nutzen. Im Zweifel sollte man sich rechtlichen Beistand holen.
Falls du dich noch nicht arbeitsfähig fühlst, solltest du besonders achtsam sein, dass du nicht voreilig langfristig arbeitsunfähig geschrieben wirst und unfreiwillig in der Erwerbsminderungsrente landest. Denn insbesondere, wenn man immer nur in Teilzeit gearbeitet hat oder noch jung ist, hat man bisher wahrscheinlich wenig in die Rentenkasse eingezahlt und bekommt deswegen nur eine geminderte Erwerbsminderungsrente. Die kann im schlimmsten Fall zu einem echten Armutsrisiko werden.

Verfasse für drei Menschen, denen du dankbar bist, eine Weihnachtskarte und lass sie wissen, wieso du dich darüber freust, dass sie Teil deines Lebens sind. Sich dessen bewusst zu werden, warum wir bestimmte Menschen schätzen und gern haben, tut uns selbst auch gut.
Wenn es für dich möglich ist, lade Freund:innen zu dir ein und lasst eurer Kreativität freien Lauf, sei es beim Gestalten von Weihnachtskarten, Bemalen von Keramik oder Basteln von Weihnachtssternen.
Du kennst deine Lieblingsmenschen am Besten und weißt, was ihnen gefallen würde. Oder du suchst dir jemanden aus, den du gar nicht so gut kennst, und tust ihm oder ihr etwas Gutes. Wie wäre es z.B. mit dem oder der Postbotin?
Es gibt einige schöne und kurze Bücher, die man passend zum Thema Weihnachten lesen kann. Mittlerweile bringen Verlage auch Geschichten und Bücher als Adventskalender heraus – such doch einmal in einem Bücherladen oder der Bücherei danach.

Oft fotografieren wir viel, betrachten diese Fotos aber selten oder gar nicht mehr. Schau dir doch Fotos von diesem Jahr bewusst durch und überlege dir, an was du dich gerne erinnern möchtest. Gestalte anschließend ein Fotobuch oder schreibe dir Zettel zu diesen Erinnerungen auf, die du in einer schönen Box aufbewahren kannst. Wenn es dir einmal nicht gut geht, kannst du eine schöne Erinnerung herauskramen.
Wir verbringen alle ganz schön viel Zeit am Smartphone und vergessen darüber oft unsere wahren Verbindungen im richtigen Leben zu pflegen. Wie wäre es statt des Scrollens einen Spieleabend mit einem Lieblingsmensch zu verbringen oder ein Puzzle gemeinsam zu machen?
Glühwein und Kinderpunsch aus dem Supermarkt oder auf dem Weihnachtsmarkt enthalten oft ganz schön viel Zucker und schmecken nicht immer.
Die gute Nachricht ist: Am 11.12. kommt ein Artikel bei uns zu Alternativen heraus – vielleicht ist da was für dich dabei?
Weihnachtsbeleuchtung ist besonders stimmungsvoll und kann Glücksgefühle und ein Gefühl der Geborgenheit auslösen. Im besten Fall schneit es bei deiner Unternehmung und du hast ein Heißgetränk dabei, um dich zu wärmen.
Was schreit mehr nach Gemütlichkeit als ein warmer, kuscheliger Pullover? Falls du selbst stricken kannst, könnte das ein Winterprojekt werden. Und wenn nicht, kauf dir einen Neuen oder such dir einen richtig kitschigen Weihnachtspullover im Second-Hand Laden oder online heraus.
Überlege dir, was dich persönlich in der (Vor-)Weihnachtszeit so richtig glücklich machen würde. Ist es ein Tag in Pyjama? Möchtest du deine Lieblingslieder aufdrehen und durch das Haus oder deine Wohnung tanzen? Oder willst du dich mit einem Weihnachtsfilm, Gesichtsmaske und einem Lieblingsessen verwöhnen? Alles ist möglich – lass es dir gut gehen und genieß die (Vor-)Weihnachtszeit!

Mit den folgenden sommerlichen Rezepten – alle alkoholfrei – wollen wir euch ein wenig Inspiration geben. Die Rezepte sind auf zwei Gläser ausgelegt. Milchprodukte können natürlich durch vegane Varianten getauscht und der Zuckergehalt nach eigenem Belieben angepasst werden.
In einem Topf Wasser, Zucker und Salz unter Rühren zum Kochen bringen. Danach die Mischung abkühlen lassen, in einen Krug füllen, mit Frischhaltefolie zudecken und circa zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Anschließend Zitronen- und Orangensaft zugeben, umrühren und in Gläser füllen.
Erdbeeren gründlich abspülen, abtrocken, entstielen und in grobe Stücke schneiden. Himbeeren verlesen. Sollte Tiefkühlobst verwendet werden, vorher auftauen. Die Früchte mit Joghurt und Milch in einen hohen Rührbecher oder Standmixer geben und pürieren. Danach nach Belieben in den Kühlschrank stellen. In Gläser füllen und genießen.
Teebeutel und Zimtstange mit dem kochenden Wasser aufbrühen und acht Minuten ziehen lassen, danach Beutel und Zimtstange entfernen. Honig einrühren und Tee ganz abkühlen lassen. Danach den Apfel mit einem Kernausstecher entkernen, zwei Scheiben abschneiden und im Zitronensaft wenden. Scheiben einmal einschneiden und mit der Kerbe auf die Glasränder setzen. Minzzweige mit Eiswürfeln in Gläser geben und den kalten Tee verteilen.
Mango schälen und Fruchtfleisch vom Kern lösen. Limette halbieren und Saft auspressen. Fruchtfleisch, Saft und circa 12 Minzblätter in einen Standmixer oder hohen Rührbecher geben und fein pürieren. Das Fruchtpüree auf zwei Gläser verteilen und jeweils mit 250 ml kaltem Sprudelwasser aufgießen. Eiswürfel dazu, umrühren und schmecken lassen.
Guaven in einem Sieb abtropfen lassen und in dünne Scheiben schneiden. Kumquats heiß abwaschen und abtrocken, danach halbieren, bei Bedarf entkernen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Guaven und Kumquats in einen Krug geben. Zitrone auspressen. Saft, Honig und Kräuterlimo zu den Früchten in das Gefäß geben und verrühren. Mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen und dann einschenken.

Für die Bestrahlung wirst du in eine strahlentherapeutische Abteilung oder Ambulanz eines Krankenhauses bzw. einer Klinik überwiesen, es gibt jedoch auch zertifizierte Zentren und Institute für individuelle Therapiemöglichkeiten. Strahlentherapie wird übrigens nicht nur bei bösartigen Erkrankungen angewandt und es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und notwendige Techniken. Bei einigen Tumorarten werden Strahlen- und Chemotherapie zudem kombiniert.
Die Strahlentherapie ist sehr individuell. Sprich also unbedingt mit den Fachärzt:innen vor Ort über deine Bedenken und Sorgen.

Besonders wichtig ist es dabei, sich zu trauen etwas Neues zu wagen. Im Sinne der Gesundheit kann man schon viel tun, indem man sich einfache Prioritäten setzt. Eine ausgewogene Ernährung und Bewegung in den Alltag einzubauen, sich aber auch Ruhe zu gönnen und die Freizeit zu genießen gehört auch dazu.

Versuche deine Energie nicht an der Vergangenheit zu verschwenden und schöpfe deine Kraft aus dem, was vor dir liegt. Mach dir gerne eine Liste an Dingen, die du in ein paar Monaten erledigen möchtest. Mach dir eine zweite etwas vagere Liste, die du mit Zielen für die kommenden zwei Jahren füllst und dann zum Schluss eine sehr offene Liste mit Dingen, die du nach fünf Jahren erreicht haben möchtest. Versuch dich dabei aber nicht zu sehr im Detail zu verlieren und konzentriere dich auf das, was dir wirklich wichtig ist.
Hast du das Gefühl, du weißt nicht, wo die Reise hingehen soll? Du bist dir nicht mehr sicher, was du willst oder kannst den Moment nicht genießen? Dann konzentriere dich am besten auf das Hier und Jetzt. Was ist deine größte Stärke? Welche Personen magst du am liebsten? Wo fühlst du dich wohl? Warum fühlst du dich dort wohl?
Oft kann es helfen, wenn du deine Schwächen anerkennst und dich deinen Ängsten stellst. Was dort besonders gut hilft, sind Sätze oder Bilder, die dich motivieren. Male oder schreibe dir auf ein Blatt Papier, was du gerade brauchst und gestalte es nach deinen Vorlieben. Am Ende hänge es dort hin, wo es dich am besten daran erinnert. Zum Beispiel »You can do it. Don't be shy try!« an deinen Spiegel, deine Tür oder deinen Kühlschrank.
Bei all diesen Sachen lass deiner Kreativität freien Lauf – nichts ist zu viel, alles darf. Du kennst dich am besten und hier bist du immer richtig.

Wie geht man mit dieser neuen Realität um? Wie steht man zu seiner Erkrankung – zu seinem Krebs? Wie spreche ich über den Krebs mit anderen? Wie spreche ICH mit dem Krebs? Sprache ist Macht und unsere Gedanken haben viel Einfluss auf unser Wohlbefinden, wie wir die Umwelt wahrnehmen und wie wir handeln. Daher ist es wichtig – besonders für unsere mentale Gesundheit – einen achtsamen Umgang mit unserer Krankheit, unserem Krebs, zu trainieren.
Für viele ist der Krebs ein ›Feind‹ im eigenen Körper. Einen, den man ›vernichten‹, ›ausrotten‹ oder ›zur Strecke bringen‹ möchte. Der Krebs gehört unweigerlich zu unserem Körper – er ist aus unseren (gesunden!) Zellen entstanden und durch das Zusammenspiel von bedauerlichen Faktoren sind diese gesunden Zellen entartet. Die Schuld liegt bei niemandem! Die Tatsache können wir nun nicht mehr ändern. Doch wie wir mit dem Krebs sprechen und darüber denken schon. Warum also etwas bekämpfen wollen, was doch aus uns entstanden ist? Tatsächlich gibt es Argumente, die für eine positive Kraft hinter der Kampf-Rhetorik sprechen. Zunächst kann diese Rhetorik viel Energie freisetzen, um die Therapie anzugehen. Sie dient zur intrinsischen Motivation, die Achterbahnfahrt der Gefühle, die Schmerzen und das Leid zu überstehen und zu überleben. Die kämpferische Haltung erweckt den Schein von Kontrolle, welche wir bei der Diagnose unfreiwillig verloren haben. Die Dissoziation mit dem Krebs ist eine psychologische Stütze und kann bei der Heilung helfen. Der Krebs ist dann etwas, was ›nicht zu mir gehört‹ und was ich demnach auch wieder ›loswerden‹ kann. Die Problematik in der Kampf-Rhetorik: Die Annahme, dass die Krebserkrankung etwas ›Fremdes‹ ist, was uns passiert ist, kann für die Selbstreflexion hinderlich sein und die Einflussnahme über die Faktoren, die wir aktiv in unserem Leben beeinflussen können, um gesund zu werden und bleiben, vermindern.
Andere wiederum sehen die Krebserkrankung als ein Warnsignal, eine Pausetaste oder auch die Notbremse – was will die Erkrankung uns vielleicht mitteilen? Zu viel Stress im Alltag, ein ungesunder Lebensstil, Unzufriedenheiten? Wie finde ich –heraus, was diese Nachricht sein soll? Reflexionsübungen, Selbstliebe und Selbstfürsorge sind hier hilfreiche Werkzeuge, um für sich vielleicht eine Antwort zu finden. Eine Beziehung zu sich und seinem Körper aufbauen und die eigenen Bedürfnisse erkennen und zu erfüllen sind hier wichtige Faktoren, die zu einem gesunden Mindset führen. Auch die achtsame Rhetorik kann ihre negative Seite haben: Wenn die positive Einstellung zur Krebsbehandlung sich in ein toxisch-positives Mindset wandelt. Die Gefahr hierbei ist, die lebensbedrohliche Situation herunterzuspielen oder gar komplett zu verleugnen. Dies kann folgenschwere Konsequenzen haben. Wie kann das vermieden werden? Indem alle Gefühle in uns Akzeptanz und Gehör bekommen. Negative Gefühle haben ihre Berechtigung und auch mit ihnen kann man einen achtsamen Umgang trainieren.

Als Lymphome werden verschiedene Krebserkrankungen bezeichnet, die das lymphatische System betreffen. Lymphom wird daher als Sammelbegriff für Lymphknotenschwellungen und -vergrößerungen, sowie Tumoren des Lymphgewebes gebraucht. Umgangssprachlich nennt man Lymphome auch Lymphknotenkrebs oder Lymphdrüsenkrebs.
Das lymphatische System ist ein komplexes Netzwerk, das sich über den ganzen Körper erstreckt. Es besteht aus lymphatischen Organen und dem Lymphgefäßsystem. Lymphatische Organe helfen dem Immunsystem dabei, Abwehrzellen (Lymphozyten) zu bilden und zu vermehren. Das Lymphgefäßsystem besteht aus feinwandigen Gefäßen, die Lymphflüssigkeiten in Gewebespalten sammeln, in den Lymphknoten filtern und zurück in den Blutkreislauf transportieren.
Die Lymphome unterteilt man in drei große Gruppen: das Hodgkin-Lymphom, die Non-Hodgkin-Lymphome und das Multiple Myelom.
Dies ist eine seltene Form, die oft bei jungen Erwachsenen auftritt. Im Jahr 2020 erkrankten deutschlandweit 2.450 Menschen (990 Frauen und 1.460 Männer) an einem Hodgkin-Lymphom. Mit den medizinischen Fortschritten in der Krebsforschung haben die Überlebenschancen erheblich zugenommen. Junge Betroffene werden jedoch häufig nicht ernst genommen, weshalb es umso wichtiger ist, am heutigen Tag darauf aufmerksam zu machen. 💪
Dies ist die häufigere Form und kann Menschen jeden Alters betreffen, wobei aber eher Menschen im höheren Alter betroffen sind. Bei den Non-Hodgkin-Lymphomen handelt es um einen Sammelbegriff für all die Lymphome, die nicht dem Hodgkin-Lymphom zugeordnet werden können. Im Jahr 2020 erkrankten in Deutschland 18.320 Menschen (8.230 Frauen und 10.090 Männer) an einem Non-Hodgkin-Lymphom.
Dies ist eine weitere Art von Blutkrebs, die zuerst das Knochenmark betrifft und dort häufig mehrere Erkrankungsherde bildet. Das Erkrankungsrisiko steigt im höheren Alter deutlich an, sodass Erkrankungen vor dem 45. Lebensjahr äußert selten auftreten. Im Jahr 2020 erkrankten deutschlandweit 6.710 Menschen (3.010 Frauen und 3.700 Männer) am Multiplen Myelom.
Lasst uns gemeinsam aufklären, Lymphom-Betroffene unterstützen und dabei für eine bessere und krebsfreie Zukunft kämpfen. 💜

Je nachdem, wie stark dein Durchfall und Wasserverlust ist, solltest du viel trinken und genügend Elektrolyte aufnehmen. Es gibt zum Elektrolytausgleich zum Beispiel Elotrans, Oralpädon oder du machst dir eine WHO-Lösung selbst:
Mische 1 Liter Mineralwasser, 4 Teelöffel Traubenzucker, ¾ Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Backpulver und 1 Tasse Orangensaft. Eine optimale Trinkmenge sind 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht in 24 Stunden.
Cola ist kein geeignetes Getränk bei Durchfall, da der hohe Zuckergehalt Wasser im Darm bindet und so deinen Durchfall noch verstärkt.

Dazu gehören beispielsweise gemahlene Flohsamenschalen oder Pektine. Die Flohsamen kannst du in ein großes Glas Wasser einrühren und trinken. Beginne mit einer kleinen Menge von ½ bis 1 Teelöffel und steigere deine Dosis langsam. Pektine kommen auch im Apfel vor. Reibe einen Apfel mit Schale fein, lasse ihn solange stehen bis er braun wird und iss ihn anschließend. Durch die Bräunung entfaltet das Pektin seine volle eindickende Wirkung. Du kannst Apfelpektin auch als Pulver in der Apotheke kaufen.
Kartoffeln, Kartoffelpüree, geschälter Reis, Reisschleim, Nudeln, Haferflocken, Haferschleim, Grieß, Weißbrot und Zwieback tun deinem Darm gut, indem sie stopfend wirken.
Zu fettreiche und stark gewürzte Speisen wirken darmreizend. Frittiertes und paniertes wie Schnitzel, Pommes Frites, Mayonnaise, fettreiches Gebäck, Fertiggerichte, Curry und Chili sind daher eher ungeeignet.

Plane dir für die Woche zwei bis drei Hauptgerichte ein, die du kochen willst und die Gemüse als Komponente enthalten. Koche von den Gerichten eine größere Portion, sodass du am nächsten Tag auch davon essen kannst. Du bist bequem, wenn‘s ums Schneiden geht? Dann nimm Tiefkühlgemüse als Alternative. Das kann mehr Nährstoffe als frisches Gemüse haben, da es direkt nach der Ernte eingefroren wird und so die Nährstoffverluste minimiert werden.
Du liebst dein Rührei am Morgen? Dann mach noch ein paar Pilze oder Paprika dazu. Du magst Brot? Wie wäre es mit einem Gemüseaufstrich? Du liebst Wraps? Befüll ihn nicht nur mit Salat, sondern auch mit Rotkraut, Paprika und Kichererbsen. Du isst gerne Nudeln mit Bolognesesoße? Schneide dir noch Karotte, Paprika, Fenchel und Zucchini rein.
Ja, die Zubereitung dauert länger als nur eine Packung Nudeln in den Topf zu werfen. Wenn du Gemüse zubereitest, mache am besten gleich eine größere Menge, sodass du nur einmal einen höheren Zeitaufwand hast. Mache aus Karotten zum Beispiel einen Karottensalat, einen Karottenaufstrich mit Nüssen oder Karotten-Frikadellen.

Wie wäre es mit einer Gemüseparty, bei der jeder Gast ein Gemüsegericht mitbringt? Du wirst überrascht sein, was man aus Gemüse leckeres zubereiten kann.
Die empfohlene Menge an Gemüse sind übrigens drei Portionen am Tag. Eine Portion entspricht ein bis zwei Handvoll.

Dann können dir Fantasiereisen einen Rückzugsort im ganzen Trubel bieten. Du brauchst dazu gar nicht viel. Nur einen ruhigen Ort, an den du dich für eine Zeit lang ungestört zurückziehen kannst. Dort kannst du dich hinlegen, die Augen schließen und dich von einer angenehmen Stimme an einen schönen Ort deiner Wahl bringen lassen, z.B. ans Meer, in die Berge, in deinen Lieblingsgarten oder sogar auf den Mond.
Bei YouTube gibt es unzählige Varianten von geführten Fantasiereisen, häufig auch »Traumreisen« genannt.
🏝 ⛰ Schau dich doch mal um und probiere die ein oder andere Fantasiereise aus. Hier kannst du auch zwischen verschiedenen Zeitangaben auswählen – so wie es dein Alltag gerade zulässt.

🧘 💭 Eine Fantasiereise kann sich tatsächlich wie ein Kurzurlaub anfühlen, denn dein Gehirn unterscheidet nicht, ob du dir die Reise nur vorstellst oder sie tatsächlich unternommen hast. Du kannst es daran merken, wie dein Körper auf die Entspannung reagiert: Deine Atmung wird ruhiger, deine Muskeln entspannen sich, dein Herzschlag wird langsamer und vielleicht zaubert sich auch ein kleines Lächeln auf dein Gesicht, wenn du in den Gedanken an deinen Lieblingsort reist.

Also ihr Lieben: Abtasten nicht vergessen! Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. 🙌

Gerade mit Krebsdiagnose ist es wichtig, auf sich selbst zu achten. Vielleicht hilft es dir, wenn du einmal aufschreibst, warum genau du dich nicht auf Weihnachten freust. Hast du keine Energie, Geschenke zu besorgen? Oder leidest du unter starken Nebenwirkungen und dir wird schon beim Gedanken an dein traditionelles Weihnachtsfestessen schlecht? Vielleicht macht dir auch Angst, dass du nicht weißt, wie viele Weihnachten du noch miterleben wirst? Sei ehrlich zu dir selbst und halte fest, was genau dir die Stimmung verdirbt. 💬
Nachdem du also aufgeschrieben hast, woher der ›Weihnachts-Blues‹ kommt, kannst du überlegen, auf welche der Gründe du Einfluss nehmen kannst – und gegen welche du machtlos bist. Gehe jeden einzelnen Punkt durch und schreibe auf, was du aktiv ändern könntest. Damit steuerst du den Dingen, die dir die Laune verderben, aktiv entgegen.
🥗 Hast du beispielsweise Probleme mit dem Essen, dann überlege dir im Vorfeld, welche Alternativen es gibt.
🎁 Bei fehlender Energie, Geschenke zu besorgen, könnte man stattdessen ein ›Schrottwichteln‹ mit der Familie veranstalten.
Natürlich gibt es auch Sachen, auf die du keinen Einfluss nehmen kannst. Zum Beispiel, ob du therapiebedingt Weihnachten im Krankenhaus verbringen musst – was wohl niemand erleben will. Hier liegt die Kunst darin, genau das zu akzeptieren und sich so gut es geht damit zu arrangieren. Ansonsten raubt dir der Ärger darüber unendlich viel Energie, ohne dass es dich weiterbringt. Es schadet auch nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Das kann der oder die Partner:in, ein Familienmitglied oder auch ein:e Psycholog:in sein. Vielleicht haben sie auch noch Ideen, was dir in deiner Situation hilft und das Weihnachtsfest erträglicher macht. 🎄🎅🏻
Und wenn du gar nicht feiern möchtest, dann musst du das auch nicht. Niemand kann dich dazu zwingen – auch du dich selbst nicht. Wenn sich also alles in dir dagegen sträubt, dann mach dir stattdessen einfach eine gemütliche Zeit – das geht nämlich auch ohne Tannenbaum und Weihnachtsgans. Frag mal den Grinch. 😉

Nachdem die Diagnose gestellt wurde, die Schockstarre sich langsam auflöst, das Gefühl des freien Falls sich verlangsamt, kommt die Phase: »Da gehe ich jetzt durch. Es wird eine harte Zeit. Ich beiße die Zähne zusammen. Das schaffe ich. Ich werde unterstützt und alle sind so hilfsbereit. Was? Ein Jahr? Puh, solange?« Ok, aber nach der Akuttherapie ist man krebsfrei und man macht da weiter, wo man aufgehört hat. Genau diese Einstellung ist hilfreich, die körperliche Herausforderung der Krebstherapie gut auszuhalten und durchzuhalten.
… und anstatt, dass du dich riesig freust und mit all deinen Unterstützer:innen ein Fest feierst, stehen viele am Ende der Akuttherapie vor einem emotionalen Loch, direkt am Abgrund und es wackelt.
Ja, so geht es vielen. Nach der Diagnose ging der Untersuchungsmarathon los, gefolgt von vielen, vielen Therapien. Um den Körper wurde sich intensivst gekümmert. Zwar mit ein paar Narben, aber im Großen und Ganzen hast du alles geschafft. Es sind noch ein paar Nebenwirkungen zurückgeblieben, aber jetzt ist doch wieder alles gut und wie früher, oder? Nein, leider nicht!
Das Vertrauen in den eigenen Körper ist verschwunden. Immerhin fühltest du dich, als du die Diagnose bekamst, ziemlich gesund, um dann zu erfahren, dass du lebensbedrohlich erkrankt bist. Die Ärzte haben sich gekümmert, die Therapien wirkten. Gerade war man noch täglich zur Bestrahlung und ab heute. NICHTS. Kein Arzt, der alles im Auge behält. Man fühlt sich kranker als zu Beginn der Therapie.
Denn gesund fühlt sich das Ganze gar nicht an. Das, was man vor der Erkrankung als Alltag kannte, davon ist man weit entfernt. Und nicht nur man selbst hatte so sehr gehofft, sich ganz schnell sein altes Leben sehr zeitnah wieder zurückzuerobern. Unser Umfeld wartet darauf, dass alles wieder normal wird. »Normal« muss nun neu definiert werden. So hatte man es sich nicht gedacht. Alleine, ohne regelmäßige ärztliche Begleitung, sich nicht gesund fühlend, die eigenen Erwartungen, die gerade zerplatzen und ebenso die Erwartung des Umfelds. Nein, nur weil ich wieder Haare habe, ist nicht alles wie vorher. Jetzt heißt es neu sortieren, neu gestalten, sich neu kennenlernen, neue Grenzen akzeptieren. Der körperliche Heilungsprozess geht leise und stetig weiter. Und da ist sie, die Psyche, die auch gelitten hat und für die aber in der Akuttherapie nicht auch noch Zeit war. Krebs ist eine Herausforderung für den Körper und die Psyche. Psychologen und Therapeuten achten mit dir darauf, dass du nicht in die Löcher fällst. Diese Löcher sind da, sie liegen noch vor dir – ja, das ist sicher.
Auch diesen Weg musst du gehen. Doch du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Lass dir helfen. Du hast so viel geschafft. Du kannst so stolz auf dich sein. Das Leben wird anders, aber es bleibt bunt.

Diese Routine hilft dir, deinen Fokus auf die positiven Dinge im Leben zu lenken. So ist dein Gehirn besser geschult, dich schneller wieder aus einem Tief herauszuholen, wenn du mal einen schlechten Tag hattest. Ja – es kann so einfach sein!
Pro-Tipp: Lege dir ein Dankbarkeitstagebuch zu. ✍️📔 Wenn du magst, kannst du dir jeden Abend kurz notieren, wofür du dankbar bist oder Dinge festhalten, die über den Tag gut gelaufen sind. Es muss kein Roman sein! Und es müssen auch nicht immer die großen Erlebnisse sein: ein Lächeln von der Sitznachbarin in der U-Bahn, ein leckeres Abendessen oder der Spaziergang an der frischen Luft kann deinen Tag schon viel besser machen.

Komme stets vorbereitet. Habe deine Fragen griffbereit (aufgeschrieben im Notizbuch oder im Handy), denn in der Aufregung vergisst du sie eventuell und ärgerst dich im Nachhinein.
Mache dir während des Gesprächs Notizen. Nein, das ist nicht unhöflich. Wenn es dir unangenehm ist, sage einfach, warum du es tust.
Bringe jemanden mit oder frage nach, ob du eine Vertrauensperson am Telefon dabei haben kannst (vier Ohren hören mehr als zwei).
Wenn du etwas nicht verstehst, frage stets nach. Tipp: Bitte deine:n Gesprächspartner:in darum, dir die Sachlage so erklären, als würden sie es einer 90-jährigen Oma und/oder einem Kind erklären.
Frage deine:n Ärzt:in, ob er oder sie die Behandlung auch ihrer Tochter/Onkel/Oma empfehlen würde.
Du darfst stets eine Zweitmeinung einholen.
Du darfst emotional werden. Wenn du dich überfordert fühlst. Bitte ggf. darum, kurz innezuhalten bevor es weitergeht.
Frage immer wie es weitergeht und wie die weiteren Behandlungsschritte aussehen, z.B. weitere Check-Ups, Behandlungsreihenfolgen und was dich dann jeweils erwartet.
Wiederhole zusammenfassend, was du gehört hast, um sicherzugehen, dass du alles verstanden hast.

Trauer ist kein schönes Gefühl und dennoch ist Trauer so wichtig.
Wir trauern nicht nur, wenn ein geliebter Mensch stirbt, sondern auch, wenn wir uns von einer Lebensvorstellung trennen müssen oder eine Partnerschaft in die Brüche geht. Trauer ist unsere natürliche Reaktion darauf, Verluste zu verarbeiten. Dabei gibt es keinen universellen Ablaufplan, wie dieser Verarbeitungsprozess vonstattengeht. Jeder Verlust ist individuell und jede:r von uns verarbeitet diesen auf ganz eigene Weise, daher empfindet auch jede:r Trauer unterschiedlich.
Leider gehört die Trauer in unserer Gesellschaft nicht zu den Gefühlen, über die gerne gesprochen wird. Im schlimmsten Fall, versuchen wir deshalb auch nicht zu trauern – wir verdrängen, stürzen uns in die Arbeit oder versuchen uns sonst irgendwie abzulenken. Doch das hilft nicht. Trauer ist ein starkes Gefühl, das oft wie eine Welle über uns hineinbricht, und zwar genau dann, wenn wir es am wenigsten erwarten. Kleine Erinnerungen können dafür der Auslöser sein, ein Geruch der uns an den geliebten Menschen erinnert, ein Lied, oder auch nur ein Gedankenfetzen.
Je mehr wir versuchen zu verdrängen, um so schwerer ist es, wieder aus den Wellen aufzutauchen und Luft zu bekommen.

Trauer hat einen Sinn und kann uns dabei helfen, wieder stark zu werden, oft sogar noch stärker als vor dem Verlust. Doch wir müssen sie zulassen und akzeptieren, nicht gegen sie ankämpfen. Es braucht Zeit. Und mit der Zeit können wir lernen, wie wir die Wellen liebevoll empfangen und ausrollen lassen können.
Manchmal scheint die Trauer aber auch zu stark für uns zu sein. Sie kann uns belasten und wir haben das Gefühl, das nicht alleine durchstehen zu können. Und das müssen wir auch nicht! Solltest du Hilfe benötigen, im Umgang mit deiner Trauer, dann wende dich an eine Selbsthilfegruppe, einen Therapeuten, Coach oder auch eine:n Trauerbegleiter:in in deiner Nähe.

🍽️ Wir haben für dich ein paar Inspirationen für ein bekömmliches Essen zusammengestellt. Unsere Ideen entsprechen einer angepassten (früher: leichten) Vollkost. Du kannst sie einzeln oder als Menü genießen. Beachte aber bitte, dass jeder individuell ist und du dein Essen an deine individuellen Bedürfnisse anpassen solltest.
🥕 Vorspeise: Bereite dir eine Gemüsesuppe zu. Bekömmliche Gemüsesorten sind z. B. Karotte, Kürbis, Rote Bete oder Pastinake. Du leidest unter Gewichtszu- oder abnahme? Dann gestalte deine Suppe entweder fettärmer z. B. mit Milch oder fettreicher mit Sahne oder Crème fraîche. Werte deine Suppe zum Schluss mit frischen Kräutern oder Samen (z. B. Kürbiskerne) als Topping auf.
✅ Tipp: Bereite dir eine größere Menge Suppe zu und friere sie ein, damit du Essen zu Hause hast, wenn es dir schwerfällt zu kochen.
🍲 Hauptgang: Wie wäre es mit einem Lachsfilet mit entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren und als Beilage Quinoa mit einer leichten Zitronen-Dill-Soße? Magst du lieber Fleisch? Dann könnte ein Hähnchenbrustfilet mit Petersilien-Kartoffelpüree und gedünstetem Karottengemüse ein bekömmliches Essen für dich sein. Bist du Vegetarier:in? Wie klingt ein Butternut-Kürbis-Risotto mit gehacktem Spinat und Parmesan sowie frischem Thymian als Topping für dich?
🍮 Nachtisch: Möchtest du etwas Süßes als Nachtisch, der einfach zuzubereiten ist und nicht so schwer im Magen liegt? Vielleicht ist eine Beeren-Quark-Creme das Richtige für dich. Mixe dafür Quark mit Honig und Vanilleextrakt. Fülle den Quark in ein Schälchen und gib selbstgemachte Beerengrütze aus tiefgefrorenen Beeren hinzu. Als Topping kannst du Brösel aus gehackten Lebkuchen darüber streuen. Fertig!

Dies mag zwar sein, man sollte sich aber immer wieder vor Augen führen, dass dies kein Grund ist in Angst zu leben. Die Angst vor dem Rezidiv ist meist schlimmer als die Realität. Es gibt genügend Fälle, bei denen Genesene ein Rezidiv hatten und genauso gibt es Fälle, wo der Krebs bei Genesenen nicht zurückkam. Und lasst uns mal ehrlich sein: Statistiken finden wir eh blöd. Wir sind keine Zahlen oder Wahrscheinlichkeiten, wir sind Menschen.
Jede:r Survivor versucht sein Leben zu verändern, gesünder oder bewusster zu leben. An sich keine verkehrte Sache! Trotz allem sollte man aufpassen: »gesünder« heißt nicht unbedingt besser. Man sollte versuchen, das Leben zu genießen.
Wie geht man mit dieser Angst um? Es ist vollkommen legitim, dass man Angst vor einem Rezidiv hat. Diese Angst sollte man nicht alleine bewältigen und sich Hilfe suchen. Anfangen kann man mit seinem familiären Umfeld und sozialen Umfeld. Wenn diese Hilfe nicht ausreichend ist, gibt es genügend Anlaufstellen und psychoonkologische Beratungen und Anlaufstellen an denen man sich wenden kann.
Übrigens, wenn dir dieser Artikel gefallen hat, schau dir doch mal unser 5 Tipps, gegen die Angst vorm Rezidiv an.

Sind alle Untersuchungen abgeschlossen, legen die Ärzt:innen die Therapie fest und übermitteln den Medikationsplan an die Apotheken. Kliniken haben ihre eigenen Apotheken im Haus, Praxen arbeiten mit Apotheken zusammen, die geschultes Personal (pharmazeutisch-technische Angestellte) zur Zubereitung von Zytostatika-Infusionen haben. Nach verschiedenen Kontrollen (korrekte Patient:innendaten, passende Wirkstoffe und Dosierungen) erfolgt die Freigabe zur Herstellung.

Alle benötigten Substanzen und weiteres Equipment werden zusammengestellt, danach desinfiziert und über eine Materialschleuse in einen sterilen Herstellungsraum, den Reinraum, gegeben. Mitarbeiter:innen betreten über eine Personalschleuse das Labor, tragen Handschuhe, spezielle sterile Kleidung und Mundschutz.
Die Produktion läuft nach dem Vier-Augen-Prinzip ab: Während ein:e Mitarbeiter:in für die Herstellung zuständig ist, ist eine zweite Fachkraft die ganze Zeit dabei und überprüft die Einhaltung der Vorgaben und protokolliert den Verlauf und das Ergebnis. Eine Chemotherapie ist kein Einheitsbrei: Patient:innen bekommen eine auf sie zugeschnittene Infusion. Die Lösungen werden mit sterilen Spritzen aufgezogen und daraus die Infusionslösungen hergestellt, die in die Beutel eingebracht wird. Anschließend werden diese etikettiert, eingeschweißt und noch einmal mit den übermittelten Daten des Onkologen und dem Herstellungsprotokoll verglichen. Danach kommen die fertigen Infusionsbeutel in Transportboxen.
Je nach Klinik gibt es unterschiedliche Transportwege. Manche bemühen noch die gute, alte Rohrpost, andere haben speziell geschulte Fahrer, die die Infusionsbeutel abholen und den Ambulanzen und Stationen zustellen. Dort überprüft das Personal die Lieferung und lagert sie, sollte sie nicht sofort verabreicht werden können.
Ihr seht: Die Herstellung erfordert ein hohes Maß an Konzentration von allen Mitarbeitenden. Und je nach Zusammensetzung ist der Zeitaufwand sehr hoch, denn manche Zytostatika liegen noch in konzentrierter Form vor und müssen vor der Verarbeitung erst gelöst werden. Dann gilt für euch die Redewendung: Abwarten und Tee trinken.


Ein Port ist ein Zugang, der vor der Therapie etwa unterhalb des Schlüsselbeines gesetzt wird in einer kleinen Operation. Er bringt den Vorteil, dass nicht immer eine Nadel in die Armvenen gelegt werden muss. Außerdem kann man darüber sehr gut Blut abnehmen und muss sich somit nicht immer am Arm picken lassen.
Und tut der Port immer weh? Wird er stören? Das ist sehr unterschiedlich, bei ausgesprochen schlanken Menschen ist der Port von außen sichtbar. Bei etwas kräftigeren Menschen ist er nicht so auffällig. Er liegt unter der Haut und wird mit einer Port-Nadel angestochen. Manchmal ist ein kleiner Hubbel unter der Haut zu sehen. Ansonsten kann man den Port von außen nicht erkennen.
Zu Beginn kann es etwas schmerzhaft sein, wofür der Schnitt der OP Narbe sorgt. Sofern keine Komplikationen entstehen, wird er dich nicht weiter stören.
Ein Port wird in der Therapiezeit regelmäßig benutzt und angestochen. Wichtig ist, dass er immer gut durchspülbar ist und nicht verstopft.
Ja, wenn die OP Narbe verheilt ist.
Ein Port kann sich entzünden, oder nicht mehr gut durchspülbar sein. In so einem Fall kann es sein, dass man ihn nochmal in einer Operation erneut setzten muss oder ihn erstmals ganz entnimmt. Meistens wird dann die andere Seite für einen neuen Portkatheter benutzt.
Nach einer Krebstherapie wird der Port meistens nicht sofort entfernt, jedoch ist das sehr individuell. Wenn nach den ersten Nachsorgeuntersuchungen alles gut ist, kann der Port meistens nach einem Jahr wieder heraus. Es jedoch auf deine Diagnose und dein Krankheitsbild an. Bei älteren Patient:innen bleibt der Port oft drinnen, damit ihnen eine weitere Operation erspart bleibt. Den Port muss man alle 3 Monate spülen lassen, oft kann man dies auch mit seiner Nachsorgeuntersuchung verbinden. Junge Erwachsene können den Port nach Abschluss der Therapie entfernen lassen. Nicht immer sofort danach, aber oft nach einigen Monaten.
Nach der Operation darf man ihn als Erinnerung an eine ganz besondere Zeit im Leben behalten. Der Port, sofern dieser für dich infrage kommt, was immer mit dem Arzt davor besprochen wird. Wird einige Zeit dein Begleiter im Leben werden. Ganz nahe begleitet er dich unter deiner Haut.

Du kannst bekannten Gefahren aus dem Weg gehen und die natürlichen Schutzfaktoren für dich nutzen. Wichtig: nach einer Krebserkrankung kann es auch längerfristig zu Einschränkungen in der Speisen- und Lebensmittelauswahl kommen (z. B. durch eine OP am Verdauungstrakt – Magenentfernung, Darmteilentfernung etc.). Diese Einschränkungen sind individuell unterschiedlich und können am besten mit einem oder einer Ernährungsexpert:in in individuellen Beratungen besprochen werden.

🥩 Sauer: z. B. Fleisch/Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Alkohol
🥦 Basisch: z. B. Gemüse, Obst, Fruchtsäfte, Soja
🫒 Neutral: Fette, Öle
Eine basische Ernährung wird empfohlen, da der Körper angeblich durch zu viele säurebildende Nahrungsmittel (z.B. Fleisch) in eine gesundheitsschädliche Übersäuerung rutscht. Eine Übersäuerung des Körpers sei die Ursache fast aller Zivilisationskrankheiten. Damit der Körper weniger sauer ist, muss der Anteil basenbildender Nahrungsmittel (z.B. Gemüse) erhöht werden. Dadurch wird angeblich das Krebswachstum gehemmt.
Grundsätzlich nicht, denn unser Körper gleicht über Lunge, Niere und Leber den Säure-Basen-Spiegel bzw. den pH-Wert unseres Blutes aus und hält ihn konstant bei etwa 7,4. Wenn in unserem Körper aber veränderte Stoffwechselprozesse vorliegen, kann es zu einer Übersäuerung (Azidose) kommen. Ursache dafür ist beispielsweise eine eingeschränkte Nierenfunktion.
Wenn du dich überwiegend basisch ernährst, also viele pflanzliche Lebensmittel isst, führst du deinem Körper mehr gesundheitsfördernde Nährstoffe zu als jemand, der mehr »saure« Lebensmittel wie Fleisch, Wurst oder Zucker isst. Die gesundheitlichen Vorteile beruhen daher nicht auf der basischen Wirkung, sondern auf dem höheren Verzehr an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen aus pflanzlichen Lebensmitteln.
✅ Iss also gerne basisch und ergänze deine Lebensmittelauswahl mit sauren (tierischen) Lebensmitteln. Das entspricht nämlich auch dem Prinzip einer ausgewogenen Ernährung.
❌ Für die Behauptung, eine Übersäuerung des Körpers sei die Ursache fast aller Zivilisationskrankheiten, gibt es keine wissenschaftlichen Belege.

T = die Größe des Tumors in Zentimetern
N = Lymphknotenbefall (Anzahl und Lokalisation)
M = Vorliegen oder Fehlen von Metastasen
R = eventuell zurückgebliebene Tumorreste
L = Einbruch in Lymphgefäße
V= Ausbreitung von Krebszellen in Blutgefäßen
c aus dem Englischen »clinical« = klinisch, Ergebnisse wurden durch bildgebende Verfahren (z. B. CT oder Ultraschall) ermittelt.
p aus dem Englischen »pathological« = pathologisch, das Gewebe wurde im Labor untersucht und bestimmt
r = Tumor ist erneut aufgetreten (Rezidiv)
Tis/Cis = Krebsvorstufe/ Frühstadium
X = Merkmal konnte nicht beurteilt werden
Y = Tumor wurde bereits behandelt (z. B. vorab mit Chemotherapie)
Daraus ergeben sich unendlich viele Möglichkeiten. Daher gibt es auch Unterschiede im Behandlungsplan.