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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
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Zwei Sprechblasen mit Punkten darin. Um die Sprechblasen herum befinden sich illustrierte Tampons.
Info
Kinderwunsch
Alle Krebsarten
Die Periode ist ein Thema, welches in unserer Gesellschaft bisher noch mit vielen Tabus behaftet ist. Auch im Zusammenhang mit Krebs wird verhältnismäßig wenig darüber gesprochen – Zeit, dass sich das ändert! In Vorbereitung zu diesem Beitrag habe ich – Katharina aus dem Redaktionsteam – euch gebeten, an einer kleinen Umfrage teilzunehmen. Insgesamt 121 Personen haben sich daran beteiligt, und dafür möchte ich mich (auch im Namen des gesamten Vereins) bereits an dieser Stelle ganz herzlich bedanken! Lest hier die Auswertung:

🧐 Prognose

Bei der Erstellung der Umfrage hatte ich erwartet, dass ein Großteil der Frauen an dem Thema Fruchtbarkeit interessiert ist, jedoch nur eine Minderheit meint, gut darüber informiert zu sein. Ich war ebenfalls davon ausgegangen, dass die Mehrheit über eine mögliche Unfruchtbarkeit aufgeklärt und anschließend künstlich in die Wechseljahre befördert wurde, jedoch nicht die gleiche Prozentzahl auch nach Beendigung der Therapie ihren Zyklus wiederbekam. Von den Ergebnissen bin ich teilweise überrascht, einige Prognosen haben sich jedoch auch als zutreffend herausgestellt.

📊 Umfragewerte

Zunächst haben 80 Prozent der Befragten angegeben, vor der Diagnose einen regelmäßigen Zyklus gehabt zu haben. Es gaben außerdem 77 Prozent an, über eine mögliche Unfruchtbarkeit aufgeklärt worden zu sein (7 Prozent konnten sich nicht mehr erinnern).

72 Prozent der Frauen wurden während der Therapie künstlich in die Wechseljahre befördert – hier hatte ich einen größeren Anteil erwartet – und bei 22 Prozent der Frauen wurden Teile ihrer Geschlechtsorgane entfernt.

Bei gut jeder vierten Person wurde nach Therapieende eine Unfruchtbarkeit diagnostiziert (28 Prozent), während die Periode bei der Hälfte wiedergekehrt ist (51 Prozent). Hierbei ist nicht bekannt, wie lange die Therapie bei den übrigen Frauen her ist, bei denen die Periode bisher nicht (wieder) eingesetzt hat.

Bei 30 Prozent der Befragten ist das Ausbleiben der Periode auf Medikamente zurückzuführen.

So lange hat das Wiedereinsetzen der Periode bei euch gedauert ...

Ein Balkendiagramm, in dem gezeigt wird, wie viele Personen jeweils auf die genannten Antworten geantwortet haben.

Die Frage, wie lange das Wiedereinsetzen der Menstruation gedauert hat, haben leider nur 33 Frauen beantwortet. 64 Prozent davon gaben eine Zeitspanne von bis zu sechs Monaten an, bei 12 Prozent lag sie zwischen sechs Monaten und einem Jahr, bei 6 Prozent dauerte es anderthalb Jahre, und 18 Prozent der Befragten hatten ihre Tage trotz Therapie durchgehend. 21 Personen gaben zudem eine Veränderung ihres Zyklus an. Die drei am häufigsten genannten Faktoren waren Schmerzen (33 Prozent), eine stärkere Blutung (33 Prozent) und ein unregelmäßiger Zyklus (28 Prozent).

Von 82 Frauen sind bisher nur 4 schwanger geworden – eine davon mithilfe einer künstlichen Befruchtung. Der Großteil hat jedoch auch angegeben, zurzeit nicht schwanger werden zu wollen (57 Prozent). Auf die Frage, wie wichtig ihnen das Thema Fruchtbarkeit sei, haben 58 Prozent mit ›wichtig‹ oder ›sehr wichtig‹ geantwortet. Allerdings sind nur 47 Prozent der Meinung, ›gut‹ oder ›sehr gut‹ über das Thema informiert zu sein. Hier hätte ich eine größere Diskrepanz als bloß 11 Prozent erwartet. Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass diese Fragestellung sehr subjektiv ist und die Vorstellungen von einer ›guten Aufklärung‹ variieren können. Auf die letzte Frage bezüglich der Quellen haben lediglich 9 Personen geantwortet. Laut der Angaben werden primär Ärzt:innen und das Internet genutzt, um an Informationen zu gelangen. Aber auch die sozialen Medien, Selbsthilfegruppen und andere Betroffene wurden genannt.

📝 Erfahrungsberichte

Ein paar von euch haben mir per Direktnachricht ihre Erfahrungen geschildert. Eine Person berichtete, dass der mögliche Verlust der Periode sie mental sehr beschäftigte. Sie habe sogar hinterfragt, inwiefern sie ohne Periode noch eine ›richtige Frau‹ sei. Sie ließ sicherheitshalber Eizellen einfrieren, bekam ihre Tage jedoch gut drei Monate nach der Therapie zurück, worüber sie sich wahnsinnig gefreut hat.

Andere schreiben, sie hätten sich mehr Aufklärung gewünscht. Das gilt bezogen auf Möglichkeiten der Fruchtbarkeitserhaltung, aber auch bezüglich potenzieller Auswirkungen auf eine spätere Schwangerschaft. Eine Person schrieb davon, dass sie vier Monate nach Ende der Therapie ungewollt schwanger wurde. Die Ärzte konnten ihr nicht sagen, ob das Baby durch die Nachwirkungen der Therapie Folgeschäden haben würde. Sie entschied sich für eine Abtreibung, da sie sich auch körperlich und psychisch nicht bereit fühlte. Gleichzeitig möchte sie anderen Betroffenen dadurch Mut machen, dass man auch nach der Therapie noch auf natürlichem Weg Kinder bekommen kann.

Einer anderen Person, die man nicht in die Wechseljahre befördert hat, wurde versichert, dass ihr Zyklus während der Therapie ausbleiben und sie höchstwahrscheinlich unfruchtbar werden würde. Als ihre Periode jedoch weiterhin einsetzte, wurde ihr von ihren Ärzt:innen bloß gesagt, dass dies nicht möglich sei. Auf das Thema sei danach nicht mehr eingegangen worden. Auch ein weiteres Gespräch mit möglichen Empfehlungen oder Beratungen blieb aus. Zu einer Unfruchtbarkeit ist es nach Beendigung der Therapie – entgegen der Prognose – ebenfalls nicht gekommen. Rückblickend hätte sich die Person gewünscht, dass die Ärzt:innen dieses Thema mehr berücksichtigt hätten.

🎯 Fazit

Die vergangen Wochen haben mir noch einmal die Komplexität des Themas vor Augen geführt und gezeigt, wie unterschiedlich die Erfahrungen innerhalb unserer Community ausfallen. Ich finde, dass der Erhalt der Fruchtbarkeit genauso wie die möglichen Auswirkungen auf eine spätere Schwangerschaft Themengebiete sind, denen in Zukunft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Besonders wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang auch eine verbesserte Studienlage sowie umfassende Aufklärungs- und Beratungsgespräche zwischen Ärzt:innen und uns Patient:innen.

Periode und Krebs – Das habt ihr gesagt!
Zehn Tipps wie Angehörige an Krebs erkrankte unterstützen können.
Tipp
Angehörige
Alle Krebsarten
Eine Krebsdiagnose verändert nicht nur das Leben der betroffenen Person, sondern auch das ihres Umfelds. Familie und Freund:innen möchten oft helfen, sind sich aber unsicher, was in dieser belastenden Situation angemessen ist. Dabei kann es bereits einen großen Unterschied machen, zuzuhören, konkrete Hilfe anzubieten und einfühlsam mit den Bedürfnissen der Betroffenen umzugehen.

Im Folgenden findest du wertvolle Hinweise, die dir Orientierung geben, wie du sensibel und unterstützend zur Seite stehen kannst – ohne dich selbst zu überfordern.

👂 Zuhören statt Ratschläge geben

Es gibt Momente, in denen aufmerksames Zuhören 100-mal mehr hilft, als jeder gut gemeinte, aber unerwünschte Ratschlag. Manchmal kann es einfach guttun, verstanden zu werden und sich die Probleme und Sorgen einfach von der Seele zu reden.

Zuhören kann für Betroffene schon sehr viel Unterstützung bieten.

Unser Tipp

Manchmal ist es besser nachzufragen: »Brauchst du Rat, einfach nur ein offenes Ohr oder Ablenkung?«

🎯 Konkrete Unterstützung anbieten

Ein einfaches »Melde dich, wenn du etwas brauchst« reicht oft nicht aus, da es vielen Menschen schwerfällt, nach Hilfe zu fragen. Manchmal hilft es, konkrete Unterstützung anzubieten – sei es beim Einkaufen, Kochen, bei der Bürokratie oder als Begleitung zu Terminen.

😊 Gemeinsam Normalität bewahren

Vergesst nicht, gemeinsam zu lachen und über die Kleinigkeiten des Alltags zu sprechen, die Diagnose Krebs sollte keinesfalls das einzige Gesprächsthema sein.

Aber Achtung:

Ständiges Klagen über kleine Wehwehchen kann für jemanden, der gerade eine Chemotherapie durchmacht, befremdlich wirken.

🫖 Ablenkung schaffen

Lustige Serien, gemeinsame Spaziergänge oder kleine Unternehmungen, die nichts mit der Krankheit zu tun haben, sind oft eine willkommene Pause.

Ein kleiner, gemeinsamer Ausflug kann eine tolle Pause sein.

🎢 Unangemessene Kommentare und übergriffiges Verhalten

»Du hast aber zu- oder abgenommen« oder das Kommentieren und Anfassen der Glatze ohne Erlaubnis können verletzend sein, selbst wenn es gut gemeint ist. Als Krebspatient:in begibt man sich auf eine unfreiwillige Reise mit viel Kontrollverlust. Weder das Gewicht noch die Frisur sind Entscheidungen, die selbstbestimmt waren.

🗣️ Floskeln, Verharmlosungen und Vergleiche

Sätze wie »Das wird schon«, »Du musst nur positiv denken«, »Das sind doch nur Haare« oder »Zum Glück ja nur Brustkrebs« können Druck erzeugen und dazu führen, dass die Krankheit verharmlost oder eigene Gefühle kleingeredet werden. Jede Krebsreise ist individuell, es ist schier unmöglich Vergleiche zu ziehen.

📣 Eigene Ängste ungefiltert teilen

Betroffene tragen bereits eine große emotionale Last. Sie sollten nicht auch noch die Ängste und Sorgen ihres Umfelds auffangen müssen. Es ist in Ordnung über die eigene Angst zu sprechen, allerdings sollte dies niemals ungefiltert und gedankenlos passieren.

🩹 Verlässliche und langfristige Unterstützung bieten

In den ersten Wochen nach der Diagnose ist oft viel Hilfe da. Doch auch während der Behandlung und in der Erholungsphase (z.B. zwischen Chemozyklen oder auch nach Abschluss der Therapie) wird Unterstützung gebraucht. Wenn du Hilfe anbietest, halte dein Wort. Spontane Gesten sind wertvoll, aber planbare, regelmäßige Unterstützung gibt Sicherheit und Entlastung.

Formulare, Lebensmittel wie Obst und Gemüse oder eine leckeres Essen wie eine Suppe sind zu sehen.

💬 Gespräche erzwingen oder vermeiden

Manche Betroffene möchten offen über ihre Krankheit sprechen, andere nicht. Beides ist okay – selbst wenn sich die Situation ändert. Versuch sensibel zu sein: Dränge niemanden ein Gespräch auf, aber weiche ihnen auch nicht aus, wenn die Person das Bedürfnis hat zu reden. Folge ihrem Tempo und signalisiere, dass du da bist – ohne Erwartungen.

☝️ Nicht vergessen!

Auch du darfst und sollst auf deine eigenen Grenzen achten. Unterstützung bedeutet nicht, dich selbst zu überfordern oder deine eigenen Bedürfnisse völlig hintanzustellen. Es ist wichtig, dass du auch gut für dich sorgst – körperlich und mental.

Nur wenn es dir selbst gut geht, kannst du langfristig für andere da sein, ohne dich dabei auszubrennen. Hilfe zu leisten darf nicht zur völligen Selbstaufgabe führen. Achte darauf, dir selbst Pausen zu gönnen, Unterstützung im eigenen Umfeld zu suchen und auch mal »Nein« zu sagen, wenn es dir zu viel wird.

Einfühlsame Unterstützung bei Krebs – Was wirklich hilft (10 Tipps für Angehörige)
Frau hält dich den Bauch
Info
Zahlen & Fakten
Darmkrebs
Enddarmkrebs
Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten, denn sie ist mit jährlich rund 33.000 erkrankten Männern sowie etwa 28.000 Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland.

🔍🩺 Das Risiko für Darmkrebs steigt mit dem Alter, daher ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr wichtig.

👨👩👧👧 Genetische Faktoren können eine Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs spielen, weshalb Menschen mit einer Familiengeschichte von Darmkrebs ein erhöhtes Risiko haben und daher möglicherweise früher mit Vorsorgeuntersuchungen beginnen sollten.

💩 🏥 Die Heilungschancen sind am besten, wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird. Die Screening-Methoden zur Früherkennung von Darmkrebs umfassen Darmspiegelungen, Stuhltests auf okkultes Blut und bildgebende Verfahren wie die virtuelle Koloskopie.

🏃🏼🌱 Neben der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung ist es wichtig, auf mögliche Symptome zu achten und sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn etwas Ungewöhnliches bemerkt wird. Ein gesunder Lebensstil, der ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und Vermeidung von Tabak und übermäßigem Alkoholkonsum umfasst, kann das Risiko für Darmkrebs verringern.

1

Darmkrebs zählt mit jährlich rund 33.000 erkrankten Männern sowie etwa 28.000 Frauen zu der dritthäufigsten Krebserkrankung in Deutschland.

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Das Risiko für Darmkrebs steigt mit dem Alter, daher ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr wichtig.

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Etwa 90 % der Darmkrebserkrankungen entstehen durch entartete Darmpolypen.

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10 bis 15 % der Darmkrebserkrankungen entsteht schätzungsweise durch genetische Vorbelastung.

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Eine frühe Diagnose und Behandlung verbessern die Heilungschancen erheblich, weshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch Darmspiegelungen, Tastuntersuchungen oder Stuhlproben empfohlen werden.

Faktencheck Darmkrebs: Alarm im Darm
Glatzköpfige Frau
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Wir wollen dir heute ein paar einfache Tricks verraten, mit denen du deine Post-Chemo-Frise gekonnt und einfach stylst!
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Der Flickenteppich: Direkt nach der Chemo wachsen die Haare häufig nicht gleichmäßig nach. Oft bleiben haarlose Lücken auf der Kopfhaut, die das gesamte ›Haarbild‹ dünn aussehen lassen. Hier existiert eine Geheimwaffe namens Ansatzspray. Einfach mit etwas Abstand auf den Kopf sprühen, gegebenenfalls mit einem Beautypinsel verteilen – und schon ist der lückenhafte Haaransatz bis zur nächsten Haarwäsche verdeckt. Die Sprays sind für alle natürlichen Haarfarben in Drogerien erhältlich und mit einem Preisrahmen um die fünf Euro auch noch erschwinglich. 😊 Eine andere bewährte Methode ist das Auftragen von Lidschatten, wobei es da etwas schwieriger werden kann, den passenden Farbton zu finden. Natürlich können auch Mützen, Schals oder Turbane Abhilfe schaffen, solltest du dich mit den kurzen ›Babyhaaren‹ noch unwohl fühlen.

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Die Übergangslängen: Die Phase von Kurz- zu Langhaarfrisur ist oft optisch alles andere als schön und eine Herausforderung, wenn es um das Styling geht. In dieser Zeit kann ein gutes Haargel oder Styling-Wachs Wunder bewirken. Widerspenstige Strähnen lassen sich damit gut in Form bringen, und notfalls kann man die Haare auch einfach komplett nach hinten gelen. Bewährte Hilfen sind außerdem Haarspangen und -klammern sowie kleine Haargummis, mit denen sich Zöpfe machen lassen. Auf YouTube oder Instagram gibt es etliche Anleitungen, wie sich eine schöne Frisur zaubern lässt. Ein gutes Stichwort zum Stöbern ist dabei der Hashtag #shorthairstyling. 💇♀️ Ein Friseurbesuch inklusive Beratung ist in dieser Phase ebenfalls sehr lohnenswert, um die Haare in eine gute Form zu schneiden.

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Die Chemolocken: Nicht selten verändert sich nach der Chemotherapie die Haarstruktur, was zu sogenannten Chemolocken führt, die eine spezielle Pflege benötigen. Inzwischen bieten viele Drogerien eine Vielzahl an Produkten an, die speziell für Locken entwickelt wurden: Shampoo und Conditioner, aber auch Mousse oder Pflegeschaum. Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Bei YouTube und Instagram existieren zusätzlich viele Beiträge (auch von Krebspatient:innen), die sich genau diesem Thema widmen und dir das Stylen deiner Locken erleichtern können.

Haartipps nach der Chemotherapie
Drei Bilder von Rezepten nebeneinander. Links ein dunkles Brot mit Frischkäse, in der Mitte eine Gemüse Bowl und rechts Kartoffeln mit Quark.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
❓ Wusstest du, dass dein Eiweißbedarf erhöht ist, wenn du an Krebs erkrankt bist? Das liegt an veränderten Stoffwechsel- und Entzündungsprozessen im Körper. Da alle Körperzellen – auch deine Muskulatur und deine Immunzellen – aus Eiweiß bestehen, ist es wichtig, dass du täglich genügend Eiweiß zu dir nimmst.

Gut zu wissen …

⚖️ Dein Eiweißbedarf beträgt während deiner Krebserkrankung mindestens 1,2 g pro kg Körpergewicht am Tag – ohne Krebserkrankung sind es 0,8 g. Diesen Mehrbedarf an Eiweiß musst du decken, um deinen Körper optimal zu unterstützen. 🥚 Versuche deshalb, in jede Mahlzeit eine Eiweißquelle einzubauen und wechsle zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen ab.

Tierisches Eiweiß ist in …

Fleisch

Fisch

Milch

Milchprodukte

Eiern

Pflanzliche Eiweißquellen sind vor allem in …

Soja und Sojaprodukte

Hülsenfrüchte wie Linsen oder Erbsen

Nüsse

Samen

Getreide

Übrigens dürfen auch Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs Soja in moderaten Mengen essen.

✨ Lass dich von unseren Rezeptideen für deinen eiweißreichen Tag inspirieren.

Frühstück

Mischkost: Vollkornbrot mit körnigem Frischkäse, geschnittener Paprika und frischer Kresse als Topping.

Pflanzlich: Hafer- und Sojaflocken mit Sojadrink, Leinsamen, Beerenobst und Nüssen

Mittagessen

Mischkost: Gebratener Reis (Reis vom Vortag entwickelt resistente Stärke, die besonders gut für deinen Darm ist) mit Gemüse nach Wahl (auch Tiefkühlgemüse möglich), dazu Hähnchen

Pflanzlich: Bowl mit Gemüse nach Wahl (auch Tiefkühlgemüse möglich), Quinoa, Linsen (auch aus der Dose möglich) und einem selbstgemachten Tahindressing.

Snack

Eine Handvoll Nüsse und eine Portion Obst.

Abendessen

Mischkost: Kartoffeln mit selbstgemachtem Kräuterquark und einem Schuss Leinöl, dazu ein kleiner Beilagensalat mit Joghurtdressing und Kernen als Topping.

Pflanzlich: Gemüse-Tofu-Pfanne in Tomatensoße mit Reis.

Drei Rezeptideen, um deinen erhöhten Eiweißbedarf bei Krebs zu decken
Eine Illustration eines Darms, davor schwebt eine Lupe.
Info
Zahlen & Fakten
Darmkrebs
Wusstest du, dass in Deutschland Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern ist? Betroffen sind nicht nur ältere, sondern auch jüngere Menschen. Doch Darmkrebs hat gute Heilungschancen, wenn er frühzeitig entdeckt wird.

🦠 Was ist Darmkrebs eigentlich?

Darmkrebs entsteht über Jahre bis Jahrzehnte aus Wucherungen der Darmschleimhaut – den sogenannten Polypen. Die häufigste Form davon wird als Adenom bezeichnet. Etwa 2/3 der Erkrankungen werden dabei im Dickdarm entdeckt.

🍸 Welche Risikofaktoren können zu Darmkrebs führen?

Es gibt beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren. Ernährung, Bewegung/Sport, Körpergewicht, Alkohol und Rauchen sind Faktoren, die du beeinflussen kannst. Alter, Gesundheitszustand, Familiengeschichte und frühere (Darm)krebsdiagnosen sind dagegen nicht beeinflussbare Risikofaktoren.

❓ Du willst wissen, wie dein täglicher Lebensstil dein potenzielles (Darm)krebsrisiko beeinflussen könnte? Mach den **»**Health Check« des World Cancer Research Fund (einfach WCRF Cancer Health Check googeln).

😐 Welche Symptome verursacht Darmkrebs?

Die Symptome bei Darmkrebs können unterschiedlich sein. Blut im Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten wie ein Wechsel von Verstopfung und Durchfall, Blässe, ständige Müdigkeit oder Gewichtsabnahme sind mögliche Beschwerden und sollten dich dazu bringen, hellhörig zu werden.

✅ Das solltest du unbedingt tun, um dein Risiko zu minimieren

Ab 50 Jahren bietet dir deine gesetzliche Krankenkasse ein Darmkrebs-Screening an. Da Darmkrebs sich erst relativ spät bemerkbar macht und über Jahre entwickelt, solltest du die Angebote zur Früherkennung unbedingt wahrnehmen.

👩 Angebot für Frauen:

50–54 Jahre: 1 x jährlich Stuhltest

Ab 50 Jahren (voraussichtlich ab April 2025): Erste kostenfreie Darmspiegelung ( zweite frühestens nach 10 Jahren) Alternativ: 1x alle 2 Jahre Stuhltest

Ab 55 Jahren: Erste kostenfreie Darmspiegelung ( zweite frühestens nach 10 Jahren) Alternativ: 1x alle 2 Jahre Stuhltest

👨 Angebot für Männer:

50–54 Jahre: Erste kostenfreie Darmspiegelung (zweite frühestens nach 10 Jahren) Alternativ: 1 x jährlich Stuhltest

Ab 55 Jahren: 1x alle 2 Jahre Stuhltest (Anspruch entfällt nach zweiter Darmspiegelung)

März ist Darmkrebsmonat
Ein Querschnitt einer Brust und eine Lupe.
Info
Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Dank Früherkennung und moderner Therapien sind die Heilungschancen heute deutlich besser, sodass Brustkrebs in vielen Fällen gut behandelbar ist.

📖 5 Fakten über Brustkrebs

1

Jedes Jahr bekommen in Deutschland etwa 74.500 Frauen die Diagnose Brustkrebs.

2

Brustkrebs kann selten auch Männer betreffen (etwa 1 %).

3

Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

4

Das Risiko steigt ab dem 40. Lebensjahr, besonders ab 50, und nimmt ab 70 leicht ab.

5

Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Eigenschaften wie Hormonabhängigkeit oder HER2-Rezeptor bestimmen die Behandlung.

🔍 Mögliche Veränderungen der Brust

Brustkrebsvorsorge

Regelmäßige Vorsorge hilft, Brustkrebs früh zu erkennen. Dazu gehören das monatliche Selbstabtasten und die ärztliche Untersuchung – je nach Alter von der Krankenkasse übernommen. Früherkennung verbessert die Heilungschancen deutlich.

30–49 Jahre und ab 70: 1× jährlich Untersuchung der Brustdrüsen und Lymphknoten.

50-69 Jahre: Alle zwei Jahre eine Einladung zur freiwilligen Mammografie.

Bei genetischem Risiko (BRCA1/2) wird empfohlen: ab 25 Jahren bzw. 5 Jahre vor dem jüngsten Erkrankungsalter alle 6 Monate eine Tast- und Ultraschalluntersuchung sowie einmal jährlich eine Kernspintomografie/MRT. Zusätzlich ab dem 40. Lebensjahr jährlich oder alle zwei Jahre eine Mammografie.

💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Erinnerung zur Brustkrebsvorsorge«.

🔬 Mögliche Ursachen

Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind nicht bekannt. Es gibt aber Faktoren, die das Risiko erhöhen – manche unveränderbar wie Alter oder Gene, andere beeinflussbar wie Ernährung, Bewegung oder Alkohol. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Brustkrebs entsteht.

Alter: Mit steigendem Alter steigt das Brustkrebsrisiko deutlich, besonders nach den Wechseljahren.

Gene und Familie: Mutationen wie BRCA1/2 oder Brustkrebs in der Familie erhöhen das Risiko.

Hormone: Langes Einwirken von Östrogen (z. B. frühe Periode, späte Wechseljahre, Hormonersatz) oder Kinderlosigkeit begünstigen Brustkrebs.

Lebensstil: Übergewicht, wenig Bewegung, Alkohol und Rauchen steigern das Risiko.

Strahlung: Frühere Bestrahlungen im Brustbereich können das Risiko erhöhen.

💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Mögliche Ursachen für Brustkrebs«.

🧬 Therapieformen

Brustkrebs kann sehr unterschiedlich verlaufen und deshalb gibt es nicht die eine Behandlung. Je nach Art und Stadium der Erkrankung werden verschiedene Therapien eingesetzt, um die Heilungschancen bestmöglich zu verbessern.

1

Operation: Meist brusterhaltend, vollständige Entfernung nur selten.

2

Strahlentherapie: Unterstützt die Operation und senkt das Rückfallrisiko.

3

Chemotherapie: Kann Tumore vor oder nach der OP verkleinern bzw. restliche Krebszellen bekämpfen.

4

Antihormontherapie: Blockiert das Wachstum hormonabhängiger Tumore.

5

Zielgerichtete Therapie: Greift gezielt Krebszellen an und schont den Rest des Körpers.

💡 Lesetipp: Mehr dazu findest du in unserem Beitrag »Therapieformen bei Brustkrebs«.

🥦 Ernährung bei Brustkrebs

Eine ausgewogene Ernährung kann während und nach einer Brustkrebserkrankung viel bewirken. Sie unterstützt den Körper bei der Therapie, stärkt das Immunsystem und hilft, Nebenwirkungen zu lindern.

Übergewicht reduzieren: Halte ein gesundes Körpergewicht und vermeide Gewichtszunahme während der Therapie.

Ballaststoffe essen: Greife täglich zu Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen.

Fettqualität optimieren: Weniger gesättigte Fette, dafür mehr ungesättigte Fette.

Körperlich aktiv sein: Bewege dich regelmäßig, um dein Immunsystem zu stärken und Nebenwirkungen zu verringern.

💡 Tipp: Du möchtest mehr zu dem Thema erfahren? Dann melde dich jetzt zu unserem kostenlosen Online-Event »Ernährung bei Brustkrebs« am 
10. Dezember an.
Brustkrebsmonat
Gelber Zug der von links kommt und weiße Krebsschleifen
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Zahlen & Fakten
Adenokarzinom
Das Adenokarzinom ist ein bösartiger Tumor, der sich aus dem Drüsengewebe entwickelt. Dieser kann sich an verschiedene Bereiche des Körpers ausbilden. Sie kommen bei verschiedenen Krebsarten vor und bereiten sich im fast gesamten Körper aus.

Davon betroffen sind insbesondere Brustkrebs, Magenkrebs und Darmkrebs. Auch kommen sie beim Lungenkrebs, Nierenkarzinom und Prostatakarzinom vor. Sie wachsen unterschiedlich und äußern sich häufig durch Brechreiz, ungewollten Gewichtsverlust, Blutungen und Kraftlosigkeit.

Die Symptome hängen davon ab, wo das Karzinom entsteht und welche Art sie besitzt und sind daher individuell. Häufig beobachtete Symptome sind Blut im Urin/Stuhl, Erbrechen von Blut, Schmerzen in den betroffenen Regionen, Verdauungsstörungen, Schlaflosigkeit und Kraftlosigkeit.

Die Ursachen sind nicht so ganz klar. Bei einigen Menschen liegen genetische Dispositionen vor, welche vererbt oder durch Mutationen entstehen können. Ein geschwächtes Immunsystem kann zum Wachstum einer Tumorerkrankung beitragen. Bei einer vermehrten Zellteilung durch eine langfristig starke Belastung auf den Körper kann ebenfalls eine Ursache sein.

Die Behandlung hängt von Größe und Entstehungsort des Tumors ab. In den meisten Fällen wird mittel Operation der Tumor entfernt. Anschließend kommt es zur Chemo- oder Strahlentherapie.

Adenokarzinom der listige Tumor ohne Fahrschein
Ein Blister Tabletten, drei Reagenzgläser und eine Injektionsflasche stehen im Vordergrund. Dahinter schwebt ein DNA-Strang, sowie keine Krebszellen und die Brustkrebsschleife.
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Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs, deshalb gibt es auch unterschiedliche Therapieformen, die je nach Art und Stadium zum Einsatz kommen. In unserem Beitrag erklären wir euch die gängigsten Formen der Brustkrebstherapie.
1

Operation

Bei einer Operation denkt man häufig an das Schlimmste: die sogenannte »Mastektomie«, also eine vollständige Brustentfernung. Die gute Nachricht: Diese wird heute nur noch in wenigen Fällen durchgeführt. Und wenn, kann bereits während der Operation oft wieder mit dem Brustaufbau begonnen werden.

In den allermeisten Fällen wird eine brusterhaltende Operation durchgeführt. Die OP ist oft eine der ersten Behandlungen nach der Diagnose. Strahlen- oder Chemotherapie können zusätzlich, davor oder danach, eingesetzt werden.

2

Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie schädigen hochdosierte ionisierte Strahlen das Erbmaterial der Körperzellen. Zwischen Krebs- und gesunden Zellen kann dabei nicht unterschieden werden. Krebszellen können sich jedoch nicht so gut regenerieren und sterben ab. Die gesunden Zellen erholen sich dafür nach und nach.

Die Strahlenbehandlung schließt sich in der Regel unterstützend an einebrusterhaltende OP an. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs wieder auftritt kann dadurch deutlich gesenkt werden.

3

Chemotherapie

Eine Chemotherapie kann sowohl vor als auch nach einer OP durchgeführt werden. Bei größeren Tumoren kann eine Chemotherapie vor der OP dabei helfen diese zu verkleinern, so dass anschließend möglichst brusterhaltend operiert werden kann. Wurde der Brustkrebs erst in einem späten Stadium entdeckt oder besteht ein hohes Rückfallrisiko werden mit Hilfe einer Chemotherapie kleinste Tumorabsiedlungen und Metastasen bekämpft.

4

Antihormontherapie

Zeigt die Brustkrebsform ein von Östrogen, also ein vom weiblichen Geschlechtshormon abhängiges Wachstum, kann mit einer Antihormontherapie behandelt werden. Bei diesen Tumorformen sitzen spezielle Hormonrezeptoren auf den Krebszellen. Wirkstoffe, die z. B. die Östrogenproduktion stoppen, oder die Rezeptoren auf den Tumorzellen blockieren, werden hier als Tabletten oder Injektionen eingesetzt.

5

Zielgerichtete Therapie

Die sogenannte Targeted Therapy ist eine noch relativ junge Behandlungsform. Anders als bei der Chemotherapie werden hier die Krebszellen gezielt angegriffen. Die Methode ist also für den Gesamtorganismus weniger belastend. Bisher gibt es unterschiedliche zielgerichtete Therapien, die in verschiedener Weise das Wachstum der Tumor- und Blutgefäße beeinflussen. Viele weitere zielgerichtete Ansätze sind momentan in der Entwicklung und werden derzeit in klinischen Studien getestet.

Therapieformen bei Brustkrebs
Ein illustrierter Arzt, der vor einer Tafel steht, auf der Nieren zu sehen sind.
Info
Zahlen & Fakten
Nierenkrebs
Am 20. Juni ist WELT-Nierenkrebstag!Diesen wollen wir als Anlass nutzen, um über eine Krebsart aufzuklären, an der jährlich etwa 14.500 Menschen in Deutschland erkranken – wobei Männer fast doppelt so oft wie Frauen betroffen sind. Trotz dieser hohen Zahl, gehört der Nierenkrebs zu den selteneren Tumorerkrankungen.

Erste Anzeichen können vor allem rot oder braun verfärbter Urin, Knochenschmerzen und –Instabilität sowie allgemeine grippeähnliche Beschwerden sein. Zu den stärksten Risikofaktoren zählt man Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und in selteneren Fällen auch erbliche Bedingungen.

Die Symptome sind dabei allgemein, vielfältig und schwer einzuordnen. So ist es besonders wichtig, auch bei niedrigschwellenden Beschwerden und ungeklärten Problemen einen Arzt aufzusuchen.

Wie bei vielen Krebsarten gilt: Umso früher die Krankheit entdeckt wird, desto besser kann sie therapiert werden. Eine professionelle Untersuchung sollte nicht aus Angst vor einem potenziell negativen Ergebnis herausgezögert werden. Nur so kann der Nierenkrebs rechtzeitig behandelt oder eine bösartige Erkrankung sogar von vornherein ausgeschlossen werden.

Sollte ein Nierenzellkarzinom diagnostiziert werden, so bedingt sich die Erkrankung durch die Größe und Lage des Tumors, der Art des Nierenkrebs sowie durch die Frage, ob schon Metastasen (verschleppte Krebszellen an anderen Stellen im Körper) zu finden sind. Diese Faktoren werden unter anderem durch bildgebende Verfahren (zum Beispiel durch Angiographie) geprüft.

Je nachdem, um welche Nierenkrebsart es sich handelt beziehungsweise wie sich diese klassifiziert, sind unter anderen Operationen, medikamentöse Behandlungen sowie Bestrahlungen wirksame Therapiemaßnahmen.

Übrigens: Der diesjährige Nierenkrebstag steht unter dem Motto »listening«, also lasst uns einander zuhören, Erfahrungen austauschen und einander helfen.

Welt-Nierenkrebstag
Illustration eines Ports
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Ein Portkatheter, kurz Port, ist ein dauerhafter unter die Haut gepflanzter Venenzugang, der das Zuführen von Medikamenten erleichtern soll. Besonders bei Patienten, bei denen Venenzugänge wiederholt erforderlich sind, ist ein Port vorteilhaft, da andernfalls bei jeder Infusion erneut ein Venenkatheter gelegt werden muss. Es müsste also jedes Mal wieder eine neue Vene angestochen werden – autsch.

Was ist ein Port?

Ein Port ist ein Zugang, der vor der Therapie etwa unterhalb des Schlüsselbeines gesetzt wird in einer kleinen Operation. Er bringt den Vorteil, dass nicht immer eine Nadel in die Armvenen gelegt werden muss. Außerdem kann man darüber sehr gut Blut abnehmen und muss sich somit nicht immer am Arm picken lassen.

Sieht man einen Port von außen? Wie fühlt sich das an?

Und tut der Port immer weh? Wird er stören? Das ist sehr unterschiedlich, bei ausgesprochen schlanken Menschen ist der Port von außen sichtbar. Bei etwas kräftigeren Menschen ist er nicht so auffällig. Er liegt unter der Haut und wird mit einer Port-Nadel angestochen. Manchmal ist ein kleiner Hubbel unter der Haut zu sehen. Ansonsten kann man den Port von außen nicht erkennen.

Zu Beginn kann es etwas schmerzhaft sein, wofür der Schnitt der OP Narbe sorgt. Sofern keine Komplikationen entstehen, wird er dich nicht weiter stören.

Was muss ich beachten?

Ein Port wird in der Therapiezeit regelmäßig benutzt und angestochen. Wichtig ist, dass er immer gut durchspülbar ist und nicht verstopft.

Kann ich mit einem Port schwimmen gehen oder Sport machen?

Ja, wenn die OP Narbe verheilt ist.

Kann es zu Komplikationen mit einem Port kommen?

Ein Port kann sich entzünden, oder nicht mehr gut durchspülbar sein. In so einem Fall kann es sein, dass man ihn nochmal in einer Operation erneut setzten muss oder ihn erstmals ganz entnimmt. Meistens wird dann die andere Seite für einen neuen Portkatheter benutzt.

Wann trennt sich der Port von mir?

Nach einer Krebstherapie wird der Port meistens nicht sofort entfernt, jedoch ist das sehr individuell. Wenn nach den ersten Nachsorgeuntersuchungen alles gut ist, kann der Port meistens nach einem Jahr wieder heraus. Es jedoch auf deine Diagnose und dein Krankheitsbild an. Bei älteren Patient:innen bleibt der Port oft drinnen, damit ihnen eine weitere Operation erspart bleibt. Den Port muss man alle 3 Monate spülen lassen, oft kann man dies auch mit seiner Nachsorgeuntersuchung verbinden. Junge Erwachsene können den Port nach Abschluss der Therapie entfernen lassen. Nicht immer sofort danach, aber oft nach einigen Monaten.

Was passiert, wenn der Port wieder herausoperiert wurde?

Nach der Operation darf man ihn als Erinnerung an eine ganz besondere Zeit im Leben behalten. Der Port, sofern dieser für dich infrage kommt, was immer mit dem Arzt davor besprochen wird. Wird einige Zeit dein Begleiter im Leben werden. Ganz nahe begleitet er dich unter deiner Haut.

Der Port – ein neuer Begleiter auf Zeit
Krankenhaus in winterlicher Landschaft
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Niemand möchte über Weihnachten im Krankenhaus liegen und doch gibt es genug Patient:innen, die aktuell dort liegen. Wer wünscht sich nicht lieber während dieser schönen Zeit zu Hause mit seiner Familie zu verbringen?

Auch ich hatte das Pech an Heiligabend, den Weihnachtstagen und sogar Silvester im Krankenhaus zu liegen. Wie ich mich dabei gefühlt habe? Hundeelend und mutterseelenallein. Aufgrund der Pandemie durfte mich niemand besuchen und ich lag in einem Einzelzimmer. Videoanrufe, Telefonate und schöne Textnachrichten konnte mich ein wenig trösten, dieses Gefühl der Einsamkeit blieb trotzdem. Wir durften das Zimmer nicht verlassen, die Fenster nicht öffnen und 24/7 lief das Klima. Die Infusionen liefen durch meine Venen und ich fühlte mich wie eingesperrt.

Mal war ich wütend, mal traurig und dann gab es aber auch die Momente der Freude, der Dankbarkeit und des Glücks leben zu dürfen. Ich stellte mir vor, wie es nächstes Jahr zu dieser Zeit sein würde und heute ist es so weit. Ich bin zu Hause, bei meiner Familie und hole all das nach, was ich letztes Jahr nicht tun konnte.

Wir wissen genau wie du dich fühlst, aber gib niemals auf! Nach dem Regen folgt die Sonne und auch du wirst sie bald wiedersehen. Aktuell ist es schwierig sich dies vorzustellen, aber alles ist möglich so lange du daran glaubst!

Tipps, wie du deine Zeit im Krankenhaus über Weihnachten verschönern kannst:

  • Lies ein Buch 📖
  • Hör Musik 🎧
  • Telefonier mit deinen Liebsten 📱
  • Schau einen guten Film bzw. eine Serie 🎥
  • Mal ein Bild 🎨
Weihnachten im Krankenhaus
Sitzende Frau ist von Essen umgeben. Dazwischen versteckt sich eine hungrige Krebszelle.
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Ernährung
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Hilft dir eine ketogene Diät, den Krebs auszuhungern? Wurde dir während deiner Krebserkrankung schon mal eine ketogene Diät empfohlen? Oder hast du irgendwo gelesen, dass ketogen »DIE Diät bei Krebs« ist?

🥑 Was ist überhaupt eine ketogene Diät?

Die ketogene Diät ist eine Ernährungsweise, bei der du sehr wenige Kohlenhydrate, aber dafür mehr Fett und Eiweiß isst. Der Körper nutzt zur Energiegewinnung hauptsächlich Fette anstelle von Glukose, die zu »Ketonkörpern« umgewandelt werden. Durch die starke Reduzierung von Kohlenhydraten und die Erhöhung der Fettaufnahme versetzt die Diät den Körper in einen Zustand namens »Ketose«.

❓ Warum wird eine ketogene Ernährung bei Krebs »empfohlen«?

Otto Warburg fand in den 1920igern heraus, dass Krebszellen einen veränderten Glukosestoffwechsel haben und mehr Glukose benötigen als normale Zellen. Daraus wurde später geschlussfolgert, dass Krebszellen verhungern, wenn ihnen nicht genügend Glukose zur Verfügung steht. Auch Ketonkörper, die während einer Ketose entstehen, seien für die Krebszellen keine ausreichende Energiequelle.

🔬 Das sagt die Wissenschaft

Die Studienlage ist widersprüchlich. In Zell- und Tierstudien wurden hemmende, aber auch beschleunigte Wachstumsraten von Krebszellen unter Ketose beobachtet. Diese Ergebnisse sind aber nicht auf den Menschen übertragbar. Da es keine randomisiert-kontrollierten Studien zur ketogenen Diät gibt, die die Wirksamkeit bei Menschen mit Krebs beweisen, kann auch keine Empfehlung zu dieser Diät ausgesprochen werden.

❌ Das solltest du beachten

Viele Krebsbetroffene verlieren bereits durch die Erkrankung oder Therapie an Gewicht. Eine Gewichtsabnahme erhöht aber das Risiko einer Mangelernährung und diese kann die Prognose verschlechtern. Eine ketogene Diät kann zu zusätzlichem Gewichtsverlust führen. Unterschätze dieses Risiko also nicht, wenn du dich ketogen ernähren willst. Außerdem ist es nicht möglich, Krebszellen auszuhungern, indem du auf Kohlenhydrate verzichtest, da sie ihren Stoffwechsel anpassen und ihre Energie auch aus Eiweiß oder Fett beziehen können.

Ketogene Ernährung bei Krebs
Männlich gelesene Person die sich ans Herz fasst und die Augen geschlossen hat
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Alltag
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Die Diagnose, die Therapiezeit, die Zeit nach der Behandlung ist eine reine Berg- und Talfahrt. Es gibt gute und es gibt schlechte Zeiten. ­Gefühle überwältigen und ­Situationen überfordern dich vielleicht.

Wie geht man mit dieser neuen Realität um? Wie steht man zu seiner Erkrankung – zu seinem Krebs? Wie spreche ich über den Krebs mit anderen? Wie ­spreche ICH mit dem Krebs? Sprache ist Macht und unsere Gedanken ­haben viel Einfluss auf unser ­Wohlbefinden, wie wir die Umwelt wahrnehmen und wie wir handeln. Daher ist es wichtig – besonders für unsere mentale Gesundheit – einen ­achtsamen Umgang mit unserer Krankheit, unserem Krebs, zu ­trainieren.

Die kämpferische Rhetorik

Für viele ist der Krebs ein ›Feind‹ im eigenen Körper. Einen, den man ›vernichten‹, ›ausrotten‹ oder ›zur Strecke bringen‹ möchte. Der Krebs gehört unweigerlich zu unserem Körper – er ist aus unseren (gesunden!) Zellen entstanden und durch das Zusammenspiel von bedauerlichen Faktoren sind diese gesunden Zellen entartet. Die Schuld liegt bei niemandem! Die Tatsache können wir nun nicht mehr ändern. Doch wie wir mit dem Krebs sprechen und darüber denken schon. ­Warum also etwas bekämpfen wollen, was doch aus uns entstanden ist? Tatsächlich gibt es Argumente, die für eine positive Kraft hinter der Kampf-Rhetorik sprechen. Zunächst kann diese Rhetorik viel Energie freisetzen, um die Therapie anzugehen. Sie dient zur intrinsischen Motivation, die Achterbahnfahrt der Gefühle, die Schmerzen und das Leid zu überstehen und zu überleben. Die kämpferische Haltung erweckt den Schein von Kontrolle, welche wir bei der Diagnose unfreiwillig verloren haben. Die Dissoziation mit dem Krebs ist eine psychologische Stütze und kann bei der Heilung helfen. Der Krebs ist dann etwas, was ›nicht zu mir gehört‹ und was ich demnach auch wieder ›loswerden‹ kann. Die Problematik in der Kampf-Rhetorik: Die Annahme, dass die Krebserkrankung etwas ›Fremdes‹ ist, was uns passiert ist, kann für die Selbstreflexion hinderlich sein und die Einflussnahme über die Faktoren, die wir aktiv in unserem Leben beeinflussen können, um gesund zu werden und bleiben, vermindern.

Die achtsame Rhetorik

Andere wiederum sehen die Krebserkrankung als ein Warnsignal, eine Pausetaste oder auch die Notbremse – was will die Erkrankung uns vielleicht mitteilen? Zu viel Stress im Alltag, ein ungesunder Lebensstil, Unzufriedenheiten? Wie finde ich –heraus, was diese Nachricht sein soll? Reflexionsübungen, Selbstliebe und Selbstfürsorge sind hier hilfreiche Werkzeuge, um für sich vielleicht eine Antwort zu finden. Eine Beziehung zu sich und seinem Körper aufbauen und die eigenen Bedürfnisse erkennen und zu ­erfüllen sind hier wichtige Faktoren, die zu einem gesunden Mindset führen. Auch die achtsame Rhetorik kann ihre negative Seite haben: Wenn die positive Einstellung zur ­Krebsbehandlung sich in ein toxisch-­positives Mindset wandelt. Die Gefahr hierbei ist, die lebensbedrohliche Situation herunterzuspielen oder gar komplett zu verleugnen. Dies kann folgenschwere Konsequenzen haben. Wie kann das vermieden werden? Indem alle Gefühle in uns Akzeptanz und Gehör bekommen. Negative Gefühle haben ihre Berechtigung und auch mit ihnen kann man einen achtsamen Umgang trainieren.

Wie spreche ich über/mit dem Krebs?
Eine leere Klopapierrolle steht mittig, drumherum sind traurige Emojis.
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Ernährung
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🧻 Leidest du seit deiner Chemo oder Bestrahlung unter Durchfall? Wurden dir Cola und Salzstangen empfohlen, aber du bist dir unsicher, ob das wirklich hilft? Wir geben dir Tipps, die deine Beschwerden lindern können.

🚰 Besonders wichtig: Trinke viel und vergiss deine Elektrolyte nicht

Je nachdem, wie stark dein Durchfall und Wasserverlust ist, solltest du viel trinken und genügend Elektrolyte aufnehmen. Es gibt zum Elektrolytausgleich zum Beispiel Elotrans, Oralpädon oder du machst dir eine WHO-Lösung selbst:

Mische 1 Liter Mineralwasser, 4 Teelöffel Traubenzucker, ¾ Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Backpulver und 1 Tasse Orangensaft. Eine optimale Trinkmenge sind 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht in 24 Stunden.

❓ Hilft Cola bei Durchfall?

Cola ist kein geeignetes Getränk bei Durchfall, da der hohe Zuckergehalt Wasser im Darm bindet und so deinen Durchfall noch verstärkt.

🍎 Lösliche Ballaststoffe (Präbiotika) dicken deinen Stuhl ein

Dazu gehören beispielsweise gemahlene Flohsamenschalen oder Pektine. Die Flohsamen kannst du in ein großes Glas Wasser einrühren und trinken. Beginne mit einer kleinen Menge von ½ bis 1 Teelöffel und steigere deine Dosis langsam. Pektine kommen auch im Apfel vor. Reibe einen Apfel mit Schale fein, lasse ihn solange stehen bis er braun wird und iss ihn anschließend. Durch die Bräunung entfaltet das Pektin seine volle eindickende Wirkung. Du kannst Apfelpektin auch als Pulver in der Apotheke kaufen.

🥔 Bevorzuge stopfende Lebensmittel

Kartoffeln, Kartoffelpüree, geschälter Reis, Reisschleim, Nudeln, Haferflocken, Haferschleim, Grieß, Weißbrot und Zwieback tun deinem Darm gut, indem sie stopfend wirken.

🍔 Sei vorsichtig bei darmreizenden Lebensmitteln

Zu fettreiche und stark gewürzte Speisen wirken darmreizend. Frittiertes und paniertes wie Schnitzel, Pommes Frites, Mayonnaise, fettreiches Gebäck, Fertiggerichte, Curry und Chili sind daher eher ungeeignet.

Alarm im Darm – Tipps, wenn dein Stuhl zu weich ist
Viele verschiedene Formen von Brüsten
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Brustkrebs
Die Beziehung zu deinen Brüsten. Abtasten, Ultraschall, Mammografie, Biopsie. Bestrahlung, OP. Wenn man mit einem Mammakarzinom diagnostiziert wird, sind die Brüste unter ständiger medizinischer Beobachtung. Nicht nur Ärzt:innen begutachten sie mit kritischem Auge, sondern auch man selbst.
Was sind meine Brüste?

In diesem ganzen Prozess kann es schnell passieren, dass man mit ihnen nur noch die Krankheit verbindet. Aber auch nach einer Krebsdiagnose sind Brüste noch so viel mehr als das Zentrum des Tumors. Sie zeigen Dir, wie stark du bist und stehen symbolisch für die Kämpfernatur, die in dir steckt. Sicherlich denkt man, dass man den Weg durch eine Krebstherapie nicht gehen kann. Jedoch zeigen einem die Brüste genau das Gegenteil. Aber ob man nun mit oder ohne die Brüste den weiteren Weg geht, so erzählen einem die Narben die Geschichte deines Lebens.

Die Beziehung zu den Brüsten.

Die Beziehung zu den eigenen Brüsten ist sicherlich für jeden unterschiedlich. Die einen haben eine sehr enge Beziehung zu ihren Brüsten, wohingegen andere vielleicht eine eher oberflächliche Beziehung führen. Der Bezug dazu verändert sich auch sicherlich mit den Jahren. So auch während einer Krebstherapie. Wo manche vielleicht keine Beziehung mehr mit ihren Brüsten haben möchten, akzeptieren wiederum andere die Brüste genau so, wie sie sind.

Die Brust verändert sich.

Aufgrund der Krebstherapie können Veränderungen eintreten, wie z.B. nach einer Mastektomie. Eine Mastektomie ist eine chirurgische Entfernung von Brustdrüsengewebes einschließlich des Tumors.

Ich habe mich im November 2023 für eine Mastektomie mit Wiederaufbau mit Silikonimplantaten entschieden und neben der optischen Veränderung der Brust hat sich auch mein Empfinden zur Brust verändert. Ich fand meine Brüste immer okay, jetzt nicht wahnsinnig toll, aber auch nicht schlecht. Jetzt sind die neuen Brüste anders und es wird noch ein Prozess sein, diese als meine zu akzeptieren. Sie fühlen sich anders an und sehen auch anders aus. Sie zeigen mir aber auch, wie stark mein Körper ist. Und darauf bin ich sehr stolz.
Erfahrungsbericht: Ich und meine neuen Brüste
Eine gebratene Weihnachtsgans mit Kerzen und Preiselbeeren.
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Ernährung
Alle Krebsarten
🎅🏻 Bist du während der Weihnachtszeit mitten in deiner Krebstherapie und verträgst nicht alle Lebensmittel? Möchtest du aber trotzdem ein leckeres Weihnachtsessen mit deiner Familie genießen und bist dir unsicher, was du essen sollst? Oder ist dir ein deftiges Weihnachtsessen einfach zu viel?

🍽️ Wir haben für dich ein paar Inspirationen für ein bekömmliches Essen zusammengestellt. Unsere Ideen entsprechen einer angepassten (früher: leichten) Vollkost. Du kannst sie einzeln oder als Menü genießen. Beachte aber bitte, dass jeder individuell ist und du dein Essen an deine individuellen Bedürfnisse anpassen solltest.

🥕 Vorspeise: Bereite dir eine Gemüsesuppe zu. Bekömmliche Gemüsesorten sind z. B. Karotte, Kürbis, Rote Bete oder Pastinake. Du leidest unter Gewichtszu- oder abnahme? Dann gestalte deine Suppe entweder fettärmer z. B. mit Milch oder fettreicher mit Sahne oder Crème fraîche. Werte deine Suppe zum Schluss mit frischen Kräutern oder Samen (z. B. Kürbiskerne) als Topping auf.

Tipp: Bereite dir eine größere Menge Suppe zu und friere sie ein, damit du Essen zu Hause hast, wenn es dir schwerfällt zu kochen.

🍲 Hauptgang: Wie wäre es mit einem Lachsfilet mit entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren und als Beilage Quinoa mit einer leichten Zitronen-Dill-Soße? Magst du lieber Fleisch? Dann könnte ein Hähnchenbrustfilet mit Petersilien-Kartoffelpüree und gedünstetem Karottengemüse ein bekömmliches Essen für dich sein. Bist du Vegetarier:in? Wie klingt ein Butternut-Kürbis-Risotto mit gehacktem Spinat und Parmesan sowie frischem Thymian als Topping für dich?

🍮 Nachtisch: Möchtest du etwas Süßes als Nachtisch, der einfach zuzubereiten ist und nicht so schwer im Magen liegt? Vielleicht ist eine Beeren-Quark-Creme das Richtige für dich. Mixe dafür Quark mit Honig und Vanilleextrakt. Fülle den Quark in ein Schälchen und gib selbstgemachte Beerengrütze aus tiefgefrorenen Beeren hinzu. Als Topping kannst du Brösel aus gehackten Lebkuchen darüber streuen. Fertig!

Bekömmliches Weihnachtsessen während deiner Therapie
Tee, grüne Kräuter, buntes Eis, leckere Suppe, Snacks und eine Waage
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Es ist schon 12 Uhr mittags und du hast noch nichts gegessen, da es für dich momentan nur noch eine Herausforderung ist? Appetitlosigkeit ist eine häufige Begleiterscheinung bei Krebserkrankungen und kann durch die Krankheit selbst, aber auch als Nebenwirkung der Behandlung durch Chemotherapie, Bestrahlung oder Medikamente ausgelöst werden.

Das wichtigste Ziel bei Appetitlosigkeit ist, dass du versuchst, dein Gewicht zu halten. Hier sind ein paar Tipps, die dir helfen können:

🥜 Iss immer, wenn es geht:

Du verspürst einen kleinen Appetit? Dann nutze diesen Moment und iss etwas. Sorge dafür, dass du in jeder Situation – egal, ob zu Hause, im Auto oder beim Arztbesuch – immer etwas Essbares griffbereit hast. Geeignete Snacks zum Mitnehmen sind beispielsweise Nüsse, Müsliriegel oder Energieballs.

🍵 Brühen als Appetitanreger:

Egal ob Fleisch- oder Gemüsebrühe: Brühen können appetitanregend wirken. Trinke sie in kleinen Schlücken über den Tag verteilt.

🫖 Bitterstoffe:

Bitterstoffe können ebenfalls deinen Appetit anregen oder hemmen. Beobachte, welcher Effekt bei dir eintritt. Teste Folgendes: Trinke 15-30 Minuten vor dem Essen etwas alkoholfreies Bier, Tonic Water, Bitter Lemon oder probiere Tees mit Bitterstoffen aus der Apotheke aus (z.B. Wermut, Löwenzahn, Hopfen). Hast du eine Tumorerkrankung im Magen-Darm-Bereich, solltest du aber auf Bitterstoffe verzichten.

🍨 Sorbet und Milcheis als Notfallessen:

Du bekommst gar nichts runter, aber Eis geht ganz gut? Dann iss es. Du kannst es dir auf Vorrat selbst machen und mit Trinknahrung oder Eiweißpulver anreichern. So hast du neben Kalorien auch eine Extraportion Eiweiß mit dabei.

📺 Das kannst du noch tun:

Lüfte gut vor dem Essen, da auch Gerüche die Abneigung von Essen verstärken können. Gehe vor dem Essen kurz raus und laufe ein Stück oder schau dir eine Kochsendung an. Diese Möglichkeiten können ebenfalls deinen Appetit anregen.

Tipps bei Appetitlosigkeit
Blaue illustrierte Lunge
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Zahlen & Fakten
Lungenkrebs
Jährlich erkranken etwa 59.000 Menschen an Lungenkrebs. Mehr als 12 % der Erkrankten hat nie geraucht. Trotzdem werden Betroffene zumeist erst gefragt ob der und diejenige geraucht hat. Statt voller Vorurteile zu sein, sollten wir Betroffenen unsere Unterstützung und unser Mitgefühl schenken.

Ja, der Hauptrisikofaktor für eine Erkrankung ist das Rauchen: Je länger du Rauchfrei bist, desto schneller sinkt dein Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, denn wenn du fünf Jahre nicht geraucht hast, verringert sich dein Risiko bereits um 60 Prozent. Übrigens: auch Passivrauchen erhöht dein Risiko für Lungenkrebs.

Neben dem Rauchen könne jedoch auch berufsbedingte Risikofaktoren auftreten, die die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung an Lungenkrebs erhöhten, wie Schadstoffbelastungen in der Luft, Infektionen und genetische Veränderungen (Treibermutationen), welche vererbt werden oder plötzlich entstehen können.

Eine Liste mit gefährdenden Stoffen findest du bei der Deutschen Krebshilfe.

Auch Umwelteinflüsse und genetische Veranlagungen können bei Lungenkrebs eine Rolle von Bedeutung sein, spielen jedoch eher eine untergeordnete Rolle.

Trotzdem ist es wichtig, gegen die Stigmatisierung, mit der Lungenkrebspatient:innen häufig zu kämpfen haben, vorzugehen. Sie sind nicht selbst Schuld an ihrer Erkrankung. Ja, es gibt Faktoren, die das Risiko zu erkranken erhöhen. Aber auch nichtrauchende, völlig gesunde, junge Menschen können an Lungenkrebs erkranken. ☝️

Wissenswertes über Lungenkrebs
Ein Teller mit Lachs und einer Zitrone. Daneben ist eine rosa Krebsschleife zu sehen.
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Ernährung
Brustkrebs
🤯 Seit deiner Brustkrebsdiagnose bist du total verunsichert, was du essen darfst? Du möchtest mit deiner Ernährung alles richtig machen, aber weißt gar nicht, wo du anfangen sollst? Wir geben dir Empfehlungen, was du beachten solltest.

Es gibt kein Lebensmittel, das Brustkrebs heilt, aber du kannst in jeder Phase der Therapie deinen Körper mit der richtigen Ernährung unterstützen und deine Prognose verbessern.

Iss angepasst an die Nebenwirkungen deiner Therapie.

Dein Essen schmeckt nur noch fad? Dann kannst du frische Kräuter und Gewürze einsetzen, um den Geschmack zu intensivieren. Schon der Geruch deiner Lieblingsspeise bringt dich dazu, die Küche zu verlassen? Dann iss Lebensmittel, die wenig Eigengeruch haben wie Nudeln, Reis oder ein Brot mit körnigem Frischkäse. Dir ist durch die Chemo übel? Dann kann dir ein Ingwertee Linderung schaffen. Wichtig ist, dass du deinen Körper weiterhin mit allen Nährstoffen gut versorgst.

Eine Teetasse neben der eine Ingwerknolle und Kräuter liegen.

Du leidest nicht unter Therapie-Nebenwirkungen und kannst alles essen?

In diesem Fall ist eine ausgewogene pflanzliche Ernährung, die mit tierischen Produkten ergänzt wird, für deine Gesundheit empfehlenswert. Iss täglich Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen und ergänze deine Mahlzeiten mit Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern.

Dein Gewicht nimmt seit deiner Therapie immer mehr zu?

Versuche langsam an Gewicht abzunehmen, wenn du übergewichtig oder adipös bist. Übergewicht kann deine Prognose verschlechtern und das Risiko für Rezidive erhöhen.

Darfst du während einer Feier auch mal ein Glas Sekt trinken?

Alkohol ist grundsätzlich nicht empfehlenswert und stellt immer einen risikoerhöhenden Faktor dar. Außerdem wird durch Alkohol die Östrogenproduktion im Körper angeregt, was bei einer Antihormontherapie nicht gewollt ist. Es gibt mittlerweile aber auch schon superleckere alkoholfreie Alternativen, die dich zu festlichen Anlässen gerne anstoßen lassen.

Ernährung bei hormonabhängigem Brustkrebs
Person cremt eine Narbe mit der Hand ein.
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Nebenwirkungen
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Hast du schon einmal darüber nachgedacht, welche Wunder dein Körper tagtäglich vollbringt? Wann immer du dich beim Umblättern einer Buchseite am Papier schneidest oder mit dem Küchenmesser beim Schnippeln abrutschst, entsteht eine Verletzung in deiner Haut.

Diese Verletzung erkennt dein Körper und schickt unzählige Blutplättchen zu der betroffenen Stelle. Die Blutplättchen bilden dort ein Gerinnsel, um die Wunde zu verschließen. Später produzieren so genannte »Fibroblasten« Wachstumsfaktoren, Kollagen und andere Substanzen, die dabei helfen die Haut wieder aufzubauen. Nach einem Operationsschnitt passiert dies ebenfalls. Dein Körper braucht viel Zeit, um die Haut zu »reparieren« und selbst nach vollständiger Abheilung verhält sich die Haut nach einer Operation nicht so wie vorher. Sie ist nicht so elastisch, hat oft eine andere Farbe, enthält keine Pigmente, bildet keinen Schweiß, keine Haare und kein Öl. Deshalb brauchen deine Narbe(n) eine besondere Pflege. Hier geben wir dir acht Tipps zum Umgang mit deinen neuen (oder alten) Wunderwerken:

1

Schütze deine Narben vor allem in den ersten Monaten nach der Operation vor direkter Sonneneinstrahlung. Klar, am Anfang ist ein Verband oder Pflaster über deiner Narbe. Aber auch danach solltest du darauf achten, deine Narbe zu bedecken oder eine geeignete Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden.

2

Sprich mit deiner Fachärzt:in ab, wann du mit der Narbenpflege beginnen darfst. Am ersten Tag nach der Operation musst du auf deine gewohnte Pflege (sogar auf das Duschen!) verzichten. Größere Narben müssen oft noch länger vor Nässe geschützt werden ‒ hier wird dein Ärzteteam dich informieren. Wann du anfangen darfst, deine Narbe mit zusätzlicher Feuchtigkeit zu versorgen, solltest du unbedingt abklären. Grundsätzlich gilt, dass Narben erst nachdem die Wunde verheilt ist, also wenn kein Wundschorf mehr zu sehen ist, massiert und behandelt werden dürfen.

3

Sobald du das ›Okay‹ von deinem Ärzteteam eingeholt hast, kannst du damit beginnen, die neue Haut mit Hilfe von geeigneten Pflegeprodukte zu massieren. Hierzu kannst du zum Beispiel kreisende Bewegungen mit den Fingerkuppen ausführen oder ein Hilfsmittel wie einen Massageroller benutzen. Sprich auch hier die richtige Technik mit dem Fachpersonal ab! Die sanfte Massage regt die Durchblutung an und sorgt dafür, dass deine Narbe elastischer wird und unauffälliger aussieht. Ist die Narbe schon gut verschlossen, so kann die Massage auch ohne Öle oder Cremes durchgeführt werden. Wann immer du daran denkst, kannst du deine Narbe leicht mit den Fingerspitzen bearbeiten.

4

Geeignete Pflegeprodukte kannst du in der Apotheke deines Vertrauens, beim Klinikpersonal oder bei einer Hautärzt:in erfragen. Meine Hautärztin empfahl mir für die Pflege meiner Port-Narbe (ca. 2 Monate nach Entfernung des Ports) beispielsweise ein Silikongel namens Kelo-Cote. Dieses bietet gleichzeitig auch einen UV-Schutz. Es gibt zahlreiche Cremes, Öle und Gels, die sich für die Nachsorge eignen. Eine Versorgung mit Feuchtigkeit ist wichtig, da deine Narbe selbst kein Öl mehr produzieren kann.

5

Nicht kratzen! Narben können mitunter ganz schön gereizt sein, rot werden oder jucken. Widerstehe der Versuchung mit den Fingernägeln das Narbengewebe zu strapazieren. Verwende stattdessen Produkte, die den Juckreiz mildern, wie zum Beispiel kühlende Narbengels.

6

Stört dich die Optik einer Narbe, da sie womöglich auffällig, rot oder wulstig erscheint, so gibt es unterschiedliche Anlaufstellen. Beim Hautarzt können Narben gelasert oder mit bestimmten Wirkstoffen (z.B. Kortison oder Hyaluron) unterspritzt werden. Es lohnt sich also deine Narbe der Fachärzt:in zu zeigen. Auch ein professionelles Tattoo oder Permanent-Make-Up kann dazu beitragen, eine Narbe organischer in dein Hautbild einfließen zu lassen. Hier wird entweder mit Pigmenten in der entsprechenden Hautfarbe gearbeitet oder allein durch die winzigen Nadelstiche die Kollagenproduktion angeregt, was sich positiv auf das Hautbild auswirken kann. Dieser Effekt wird auch beim Microneedling genutzt. Welches Verfahren für deine Narbe geeignet ist, kannst du beim jeweiligen Ärztehaus oder Kosmetik-, bzw. Tattoostudio erfragen.

7

Ich weiß, wahrscheinlich kannst du den Spruch »die Zeit heilt alle Wunden« schon nicht mehr hören. Doch bei Narben zieht sich der Heilungsprozess teilweise über mehr als ein Jahr hin und du brauchst Geduld. Auch danach können Narben manchmal noch Unwohlsein, Taubheitsgefühle oder Schmerzen verursachen. Vor allem bei Wetterumschwüngen im Frühling oder Herbst neigen viele Patient:innen zu Missempfindungen. Warum dies so ist, konnte bisher nicht umfassend erklärt werden. Sollte deine Narbe wetterfühlig sein, kannst du versuchen sie zu kühlen, lockerere Kleidung zu tragen oder in der Apotheke ein geeignetes Pflegeprodukt zu erfragen.

8

Natürlich heilt die Zeit nicht in allen Fällen die Narben, die eine Erkrankung oder Operation in deiner Seele hinterlassen hat. Narben gehen oft einher mit einem neuen Körperbild, mit dem du dich erst einmal arrangieren musst. Gib dir auch für die seelische Heilung Zeit, sprich über deine Gedanken und Gefühle und versuche deinen Körper ‒ trotz aller Veränderungen ‒ mit Wohlwollen zu betrachten.

Ein Herz aus Creme wird mit dem Finger gezeichnet.

Trotz der vielen Tipps, die dazu beitragen können, dass deine Narben unauffälliger aussehen – sei dir bewusst, dass es uns allein um dein Wohlbefinden geht. Wir finden dich schön, egal ob mit großen Narben, kleinen Narben oder ohne Narben. Macht deine Narbe keine Probleme, so sind kosmetische Eingriffe in der Regel nicht nötig. Dein Körper ist gut, so wie er ist, denn er hat dich bis hierhin getragen und jeden Tag ein kleines Wunder vollbracht.

Wissenswertes über Narben
Viele Bunte Geschenke in einem roten Beutel.
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Angehörige
Alle Krebsarten
Krebserkrankte haben zu Weihnachten oft nur einen einzigen Wunsch: wieder gesund zu werden. Ein Wunsch, den man als Angehöriger teilt, doch der leider nicht in unseren Händen liegt.

Möchtest du dennoch deinem Liebsten eine kleine Freude bereiten, dann haben wir hier ein paar Geschenkideen für Krebspatient:innen, die ganz bestimmt ein Leuchten in die Augen zaubern:

⏳  Zeit-Gutschein – zusammen etwas Schönes unternehmen
📓  Ein Journal z. B. mit einem frechen Titel: Not giving a fuck
🎩  Coole Mütze aus Baumwolle
📚  Ein spannendes Buch zum Schmökern
🎲  Ein Spiel, was man alleine spielen kann
🧩  Ein Puzzle – vielleicht mit einem persönlichen Motiv-Druck?
🧠  Sudoku oder Kreuzworträtsel – perfekt fürs Gehirnjogging
🥎  Stressbälle (mit witzigen Motiven) oder einen Igel-Ball (gegen Neuropathie)
🎧  Kopfhörer für die Lieblingsmusik, Podcasts oder fürs Noise Cancelling
📌  Akupressurmatte für die Tiefentspannung
💤   Weight-Blanket (Therapiedecke) für einen besseren Schlaf
📁  Schöne Mappe, um Dokumente aufzubewahren
🪶  Ein schönes Port-Kissen oder Nackenkissen
🧣  Einen schönen Schal
🧴  Feuchtigkeitscreme für Hände und Gesicht
🧦  Hausschlappen oder Kuschelsocken

PS: Der Sinn und Zweck hinter einem Geschenk ist der (kleine) Glücksmoment und die Freude beim Überreichen des Geschenks. Der Geschenk-Geber hat sich Gedanken gemacht und sich Zeit genommen bei der Auswahl und des Verpackens. Was tun, wenn das Geschenk nicht gefällt? Überhaupt nicht schlimm! Passiert. Denn der liebevolle Gedanke der Schenker:innen dahinter ist das, was zählt und der Sinn vom Geschenk ist erfüllt. Der Beschenkte kann demnach ungewollte oder unpassende Geschenke auch ohne schlechten Gewissens weiterverschenken 🎁, entsorgen ♻️ oder verstauen 📦.

Geschenkideen für Krebserkrankte
Ein brauner illstrierter Hund im Mittelpunkt des Bildes. Darum herum Pfotenabdrücke und Schleifen.
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Alltag
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Sie spenden Trost, sorgen für Aktivität und haben eine beruhigende Wirkung: Haustiere sind Wegbegleiter in allen Lebenslagen. Auch auf erkrankte Menschen können Hund, Katze und Kaninchen positive Emotionen übertragen und sogar die Lebensqualität verbessern. Doch nicht für jeden ist beispielsweise während einer Krebstherapie die Haltung eines Haustiers möglich beziehungsweise ratsam. Hier nennen wir einige Aspekte, auf die geachtet werden sollte.

😷 Ein Haustier kann für Erkrankte ein Risiko bedeuten. Das Immunsystem ist geschwächt und so können Krankheiten übertragen und Allergien ausgelöst werden. Das gilt sogar dann, wenn die Fellnasen selbst gesund sind und sauber gehalten werden. In einem Interview der Pharmazeutischen Zeitung erklärt Dr. Stefanie Klein vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg:

»Vorsicht ist angesagt, wenn der Patient Therapien erhält, die sein Immunsystem beeinträchtigen, zum Beispiel eine hoch dosierte Chemotherapie, umfangreiche Bestrahlung oder Stammzelltransplantation. Dann sollte zumindest für den Zeitraum der Immunschwäche eine andere Person die Pflege des Tieres übernehmen. Wenn Patienten alleine leben, kann das manchmal bedeuten, dass man das Tier für eine gewisse Zeit abgeben muss.«

💉Grundsätzlich ist wichtig, dass das Tier einen umfangreichen Impfschutz hat und von einem Tierarzt durchgecheckt wird. Zudem sollten Krebspatienten den Kontakt mit Tierausscheidungen vermeiden. Die Reinigung des Katzenklos, Vogelkäfigs, Kaninchenstalls, Terrarium und Aquarium und das Aufsammeln von Hundekot sollte von anderen übernommen werden. Zudem wird geraten, nach jeder Berührung mit dem Tier die Hände zu waschen und darauf zu achten, dass das Haustier keinen Kontakt zu Wildtieren hat, die Krankheiten übertragen können.

❓Vor der Anschaffung eines Haustiers gibt es viele Fragen zu beantworten.

Welches Tier passt zu mir?

Was sagt mein Onkologe dazu?

Wo kann das Tier hin, wenn ich ins Krankenhaus muss?

Tiere haben Bedürfnisse: Kann ich mich trotz Erkrankung und potenziellen Nebenwirkungen adäquat kümmern und dem Tier gerecht werden?

Achtung!

Der Krebsinformationsdienst rät bei einer Neuanschaffung dazu, dass Krebspatienten kein Jungtier nehmen sollten. Hunde sollten mindestens sechs Monate, Katzen ein Jahr und kastriert sein. Besondere Vorsicht gilt bei exotischen Tiere aufgrund von fremden Erregern.

🗣️Tipps, wenn ihr euch kein eigenes Tier zulegen könnt:

1

Sollte es in eurer Nähe Tierheime geben, fragt dort doch einfach nach, ob ihr mit Hunden Gassi gehen oder mit Katzen spielen könnt. Gerade diese Tiere freuen sich garantiert über ein bisschen Auslauf oder eine Schmuseeinheit.

2

Ihr habt Bekannte oder Verwandte, die ein Haustier besitzen? Vielleicht freuen sie sich, wenn ihr mal auf die Fellnase aufpasst.

3

Wer etwas ganz anderes ausprobieren möchte (und körperlich dazu in der Lage ist), hat in seiner Nähe vielleicht die Möglichkeit an einer Alpakawanderung teilzunehmen. Den Tieren wird eine beruhigende Wirkung auf Menschen zugesprochen, da sie sehr sensibel sind und einfühlsam auf menschliche Emotionen reagieren.

4

Es gibt ehrenamtliche Vereine, die tiergestützte Therapien bei Krebsbehandlungen anbieten. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Kosten selten von den Kassen übernommen werden. Am besten einfach nachfragen.

Krebs und Haustiere: Hilfe oder Risko?
Mann grübelt welche Nahrungsmittel richtig sind
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Ernährung
Alle Krebsarten
Eine basische Ernährung basiert auf der Idee, dass bestimmte Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt des Körpers beeinflussen können. Deshalb werden Lebensmittel je nach ihrer Wirkung in drei Kategorien eingeteilt, nämlich sauer, basisch und neutral.

📈 Das Prinzip

🥩 Sauer: z. B. Fleisch/Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Alkohol

🥦 Basisch: z. B. Gemüse, Obst, Fruchtsäfte, Soja

🫒 Neutral: Fette, Öle

❓ Solltest du basisch bevorzugen?

Eine basische Ernährung wird empfohlen, da der Körper angeblich durch zu viele säurebildende Nahrungsmittel (z.B. Fleisch) in eine gesundheitsschädliche Übersäuerung rutscht. Eine Übersäuerung des Körpers sei die Ursache fast aller Zivilisationskrankheiten. Damit der Körper weniger sauer ist, muss der Anteil basenbildender Nahrungsmittel (z.B. Gemüse) erhöht werden. Dadurch wird angeblich das Krebswachstum gehemmt.

🤔 Kann unser Körper überhaupt übersäuern?

Grundsätzlich nicht, denn unser Körper gleicht über Lunge, Niere und Leber den Säure-Basen-Spiegel bzw. den pH-Wert unseres Blutes aus und hält ihn konstant bei etwa 7,4. Wenn in unserem Körper aber veränderte Stoffwechselprozesse vorliegen, kann es zu einer Übersäuerung (Azidose) kommen. Ursache dafür ist beispielsweise eine eingeschränkte Nierenfunktion.

🍽️ Basisch: Ja oder nein?

Wenn du dich überwiegend basisch ernährst, also viele pflanzliche Lebensmittel isst, führst du deinem Körper mehr gesundheitsfördernde Nährstoffe zu als jemand, der mehr »saure« Lebensmittel wie Fleisch, Wurst oder Zucker isst. Die gesundheitlichen Vorteile beruhen daher nicht auf der basischen Wirkung, sondern auf dem höheren Verzehr an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen aus pflanzlichen Lebensmitteln.

✅ Iss also gerne basisch und ergänze deine Lebensmittelauswahl mit sauren (tierischen) Lebensmitteln. Das entspricht nämlich auch dem Prinzip einer ausgewogenen Ernährung.
❌ Für die Behauptung, eine Übersäuerung des Körpers sei die Ursache fast aller Zivilisationskrankheiten, gibt es keine wissenschaftlichen Belege.
Basische Ernährung bei Krebs – ist das sinnvoll?
weiblich gelesene dunkelhäutige Person die bedrückt auf einem Sessel sitzt
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Jede:r Genesene:r kennt es, die Angst vor dem Rezidiv! Wie oft hört man es: Wer einmal an Krebs erkrankt ist, erkrankt mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder an Krebs!

Dies mag zwar sein, man sollte sich aber immer wieder vor Augen führen, dass dies kein Grund ist in Angst zu leben. Die Angst vor dem Rezidiv ist meist schlimmer als die Realität. Es gibt genügend Fälle, bei denen Genesene ein Rezidiv hatten und genauso gibt es Fälle, wo der Krebs bei Genesenen nicht zurückkam. Und lasst uns mal ehrlich sein: Statistiken finden wir eh blöd. Wir sind keine Zahlen oder Wahrscheinlichkeiten, wir sind Menschen.

Jede:r Survivor versucht sein Leben zu verändern, gesünder oder bewusster zu leben. An sich keine verkehrte Sache! Trotz allem sollte man aufpassen: »gesünder« heißt nicht unbedingt besser. Man sollte versuchen, das Leben zu genießen.

Wie geht man mit dieser Angst um? Es ist vollkommen legitim, dass man Angst vor einem Rezidiv hat. Diese Angst sollte man nicht alleine bewältigen und sich Hilfe suchen. Anfangen kann man mit seinem familiären Umfeld und sozialen Umfeld. Wenn diese Hilfe nicht ausreichend ist, gibt es genügend Anlaufstellen und psychoonkologische Beratungen und Anlaufstellen an denen man sich wenden kann.

Gut zu wissen …

Die Nachsorge spielt eine wichtige Rolle für Krebspatient:innen. Bei der Nachsorge helfen regelmäßige Untersuchungen, den aktuellen Gesundheitszustands des Patienten festzustellen. Mögliche Rezidive können so schneller und gezielter ermittelt und adäquat behandelt werden.

Übrigens, wenn dir dieser Artikel gefallen hat, schau dir doch mal unser 5 Tipps, gegen die Angst vorm Rezidiv an.

Angst vorm Rezidiv
Reh mit roter Nase. Es schneit im Hintergrund
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Brrrrrrr. Es ist Winter: dunkel, grau und kalt. Die Tage werden kürzer und kürzer, wir werden immer müder und müder. Der Winter drückt bei vielen Menschen die Stimmung und kann zu Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Unausgeglichenheit führen. Der Fachbegriff dafür ist die sogenannte saisonal bedingte Depression. Das klingt ziemlich dramatisch, deswegen lasst es uns doch einfach den Winterblues nennen.

Trotzdem ist der Winterblues kein Zuckerschlecken und kann deine Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Der Hauptgrund für dieses alljährliche Tief ist mangelndes Tageslicht. Die Sonne scheint weniger, wir gehen seltener an die Frische Luft und das führt dazu, dass dein Körper weniger Serotonin (das sogenannte Glückshormon) produziert. Je weniger Tageslicht wir abbekommen, desto mehr Melatonin (ein Hormon, das für unseren Tag-Nacht-Rhythmus zuständig ist und schlaffördernd wirkt) schüttet unser Körper aus und das macht nun mal einfach müde.

Wir haben 6 Tipps für dich zusammengestellt, um den Winterblues Schachmatt zu setzen.

1

🌳 Geh an die frische Luft
Auch wenn der Himmel grau und wolkig ist, kann dir Tageslicht dabei helfen mehr Serotonin zu produzieren. Mach also täglich einen Spaziergang und verbring Zeit an der frischen Luft.

2

🪟 Setz dich ans Fenster
Wenn du häufig in geschlossenen Räumen bist, sei es auf der Arbeit, in der Universität oder zu Hause, versuch dir einen Platz am Fenster zu suchen, um mehr Tageslicht abzubekommen.

3

🛁 Nimm dir Zeit für dich und gönnt dir dein Wohlfühlpaket
Tue dir etwas Gutes und versuch dir Momente zu schaffen, in denen du dich wohlfühlst. Das kann zum Beispiel ein heißes Bad sein, eine Gesichtsmaske, ein Besuch im Spa oder in der Sauna.

4

👯‍♀️ Verbring Zeit mit Freunden und Familie
Verbring Zeit mit deinen Freunden, deiner Familie und nimm dir Zeit für deine Hobbys, denn das Zusammensein mit deinen Lieben kann sich sehr positiv auf dein Wohlbefinden ausüben. Also, zieh dich nicht zurück und plane das nächste Treffen mit deinen Liebsten. Auch gemeinsames Pläne schmieden kann sich positiv auf deine Stimmung auswirken.

5

☀️ Vitamin D
Zu wenig Tageslicht kann dazu führen, dass dein Körper zu wenig Vitamin D (das Sonnenvitamin) produziert. Deswegen kann es sinnvoll sein, deinen Vitamin D Spiegel von deinem Arzt oder deiner Ärztin kontrollieren zu lassen, um einen Mangel auszuschließen. Dein Arzt oder deine Ärztin kann dann die richtige Dosierung mit dir absprechen.

Achtung: Der Bluttest selbst wird in der Regel leider nicht von der Krankenkasse übernommen und kostet zwischen 20 und 30 Euro.

6

📆 Gestalte deinen Alltag
Manchmal neigen wir dazu unserem Winterblues nachzugeben und unsere Zeit auf dem Sofa zu verbringen, nichts zu tun und Trübsal zu blasen. Tägliche Rituale und Struktur können dir dabei helfen, dem Winterblues entgegenzuwirken. Nimm dir Zeit für gesundes, ausgiebiges Frühstück, einen Spaziergang und versuch dich regelmäßig zu bewegen. Auch ein kleines Ritual vor dem Schlafengehen kann helfen, um entspannter einschlafen. Du kannst dir zum Beispiel einen warmen Tee machen und dir drei Dinge aufschreiben, für die du an diesem Tag dankbar bist. So kannst du deinen Tag mit warmen Gedanken abschließen.‍

Tipps gegen Winterdepression
Frau die sich ans Herz fasst und erleichtert aussieht
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Oft wird Akzeptanz als Resignation oder Untätigkeit verstanden: Einfach nur hinnehmen und sich mit der Situation abfinden. Aber das ist nicht mit Akzeptanz gemeint. Akzeptanz bedeutet »Raus aus der Opferrolle!« und ist ein wichtiger Schlüssel zu mehr Resilienz, unserer Fähigkeit schwierige Situationen und Veränderungen zu meistern.

Die Diagnose Krebs ist für Betroffene und Angehörige ein Schock und auch die Zeit des Behandlungsverlaufs eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Wut, Verzweiflung, Zuversicht, Entschlossenheit, Enttäuschung … alles ist dabei. Die Verarbeitung davon bedeutet seelische Schwerstarbeit.1

Wehren wir uns innerlich gegen diese Gefühle, werden sie immer stärker und verfolgen uns in unseren Gedanken. Sie wollen Aufmerksamkeit. Bekommen sie die nicht, werden sie lauter und lauter und wir fühlen uns immer schwächer.

Versuchen wir aber, diese Gefühle bewusst wahrzunehmen und ihnen z. B. durch Gespräche, Musik, Malen, Schreiben, Bewegung und auch Weinen Ausdruck zu verleihen, werden sie leiser. Sie sind natürlich noch da und das soll auch genau so sein. Denn nur so können wir Veränderungsprozesse verarbeiten. Und auch wenn es abgedroschen klingt und wir es oft nicht mehr hören können: Mit Geduld und Verständnis FÜR UNS SELBST entwickeln wir eine innere Stärke zur Bewältigung der Krise.

Akzeptieren heißt auch, nicht alles allein tragen zu müssen! Wir dürfen und sollen Unterstützung annehmen und damit auch das Gefühl, einfach mal nicht stark zu sein und uns helfen zu lassen.

Wie akzeptieren helfen kann
Eine Person in Gedanken, um sie herum viele Gedankenblasen.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Gefühle können ganz schön tricky sein. Aber denk daran: Du bist nicht deine Gefühle. Sie sind lediglich zu Besuch, sie kommen und sie gehen auch wieder. Was kannst du tun, wenn du wieder einmal von negativen oder unangenehmen Gefühlen heimgesucht wirst?

Hier eine achtsame Anleitung, wie du in sieben Schritten deinen Gefühlen auf den Grund gehen, sie anerkennen und – wenn du möchtest – loslassen kannst:

1

Gefühl erkennen: Wo im Körper spüre ich das Gefühl und was hat es ausgelöst?

2

Gefühl benennen: Ich habe Angst.

3

Gefühl wertschätzen: Hallo, Angst. Da bist du ja mal wieder.

4

Gefühl zulassen: Es ist OK, Angst. Du darfst hier sein.

5

Gefühl hinterfragen: Was möchte meine Angst mir mitteilen, was braucht sie, wovor will sie mich schützen?

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Gefühl loslassen: Danke für deinen Besuch, Angst. Du darfst jetzt wieder gehen.

7

Handeln: Kann ich etwas an der Situation (die mir Angst macht) ändern, verbessern? Kann ich eine Strategie für das nächste Mal erarbeiten? Brauche ich Unterstützung?

Keine Panik, wenn es nicht sofort oder nicht immer klappt.

Keine Panik, wenn es nicht sofort oder nicht immer klappt. Der achtsame Umgang mit den eigenen Gefühlen ist oft nicht leicht und eine gute Kommunikation benötigt etwas Übung – vor allem bei Gefühlen, die uns zunächst zu überwältigen scheinen. Oft beeinflussen sie uns auch lange unbewusst. Umso öfter du jedoch in dich hineinhörst und dich mit dir und deiner inneren Welt beschäftigst, umso einfacher wird es dir fallen, auf gewisse Situationen in deinem Leben zu reagieren.

Wenn du jedoch merkst, dass ein Gefühl immer wieder deinen Alltag unterbricht oder dich davon abhält, dein Leben zu leben, kannst du dir auch professionelle Hilfe suchen. Das kann dazu beitragen, das Gefühl und deine Bedürfnisse dahinter besser zu verstehen.

Gefühle deuten: Was ist eigentlich mit mir los?
Ein Nussknacker der traurig guckt.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Eigentlich sollte die Weihnachtszeit die Zeit der Besinnung, Liebe und Harmonie sein. Für viele ist sie einfach nur stressig und eine weitere Herausforderung am Ende des Jahres, wo das innere Energielevel ohnehin schon auf »niedrig« steht. 🥵

Wie kannst du das ändern? Wir haben ein paar Tipps für dich:

Offen dafür sein, etwas anderes auszuprobieren
Oft halten wir an Traditionen fest, weil es eben »schon immer so war«! Aber vielleicht ist dieses Jahr nicht »wie immer« und es setzt dich zusätzlich unter Druck. Frage dich ganz ehrlich, welche Änderung, vielleicht auch eine ganz kleine, kann dir dieses Jahr die Weihnachtszeit einfacher machen? 💫

Zeit statt Zeug schenken
Wie wäre es in diesem Jahr mal etwas anderes zu schenken? Gemeinsame Erlebnisse schaffen gemeinsame Erinnerungen und machen sehr viel Spaß! Ein Spieleabend, ein Essen, ein Konzertbesuch, eine entspannte Zeit zusammen … Es muss nichts Großes sein. Es geht um den gemeinsamen Moment. ⏱

Teile Aufgaben auf und plant gemeinsam
Du musst nicht alles alleine schaffen! Jedes Familienmitglied oder auch Freunde können dir helfen. Plant gemeinsam, wie euer Weihnachtsfest aussehen soll und verteilt die Aufgaben: das Dekorieren, das Kochen, das Organisieren … 📝

Schenke DIR deine Aufmerksamkeit
Denke daran, DIR etwas Gutes zu tun. Halte immer wieder inne und frage dich, was DU gerade brauchst. Ist es Ruhe, Nähe, Bewegung, …? Und dann schenke es dir. Mit einer kurzen Meditation, einem Spaziergang, einem guten Buch, einem guten Gespräch mit deinen Lieben. Setze dich an erste Stelle. 💜

Tipps für ein stressfreies Weihnachten
Eine Ärztin schaut sich mit einer Lupe die Bauchspeicheldrüse an.
Info
Zahlen & Fakten
Bauchspeicheldrüsenkrebs
November ist der Pankreaskrebs-Awareness-Month. 🙏 Die Bauchspeicheldrüse gehört zu den Organen, die uns eher unbekannt sind und doch leistet sie für uns großartige Arbeit.

Sie ist ca. 15–20 cm lang und liegt mitten in unserem Oberbauch zwischen Milz und Leber – etwa eine Handbreit über dem Bauchnabel.

Eine medizinische, simple Darstellung des menschlichen Körpers zur Verortung der Bauchspeicheldrüse.

Jeden Tag produziert sie für uns ca. 1,5 Liter Verdauungssaft mit verschiedenen Enzymen, die unserem Darm dabei helfen unsere Nahrung aufzuspalten. Außerdem ist die Bauspeicheldrüse für die Produktion der Hormone Insulin und Glukagon verantwortlich, die den Blutzuckerspiegel kontrollieren. Zwei lebenswichtige Funktionen also.

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, der in Fachkreisen auch Pankreaskarzinom genannt wird, ist meist der Teil des Organs betroffen, der den Verdauungssaft herstellt. Mit etwa 3 % zählt die Erkrankung zu den seltenen Krebsarten in Deutschland, doch leider auch zu den gefährlichsten, da Symptome oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium auftreten. Es kann sich dabei z.B. um einen dumpfen Schmerz im Oberbauch, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder eine neu diagnostizierte Zuckerkrankheit handeln.

Nach der Diagnose wird meist zuerst operiert und der betroffene Teil des Organs und die angrenzenden Lymphknoten entfernt. Chemotherapie und/oder Strahlentherapie schließen sich an, um die restlichen Tumorzellen im Körper zu bekämpfen.

Ursachen, Entstehung und alternative Therapiemethoden werden aktuell in vielen Studien und Forschungen weiter untersucht, mit der Zuversicht diese Krebsart bald besser zu verstehen und behandeln zu können.

Hast oder hattest du Bauchspeicheldrüsenkrebs? Wenn du magst, erzähle deine Geschichte bei uns und schenke Betroffene Mut. 🙏

Zahlen und Fakten über Pankreaskrebs
Verschiedene Lebensmittel wurden zusammengelegt und bilden ein Herz.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Eine gesunde Ernährung ist so individuell wie du selbst. Heute, am Tag der gesunden Ernährung, wollen wir die Vielfalt feiern – und daran erinnern, dass gesunde Ernährung nicht für alle gleich ist.

👂🏻 Hör auf deinen Körper:

Dein Körper sendet dir Signale – ob Hunger, Durst oder Unverträglichkeiten. Achte darauf, was dein Körper dir mitteilen möchte und nimm dir die Zeit, die Signale zu verstehen. Gerade in der Hektik des Alltags werden die eigenen Bedürfnisse oft nicht mehr richtig wahrgenommen.

⏳ Deine Ziele, dein Tempo:

Ob du Energie tanken, dein Immunsystem stärken, Abnehmen oder Symptome lindern möchtest – mach kleine Schritte in deiner Geschwindigkeit. Dein Ernährungsziel sollte kein Sprint sein, sondern eine langsame und nachhaltige Änderung deiner Gewohnheit. So führen deine neuen Strategien auch zum langfristigen Erfolg.

🍲 Genuss ist gesund:

Gesund zu essen bedeutet nicht Verzicht, sondern Genuss. Finde Lebensmittel, die dir schmecken und deiner Gesundheit guttun. Schon mal gerösteten Blumenkohl aus dem Ofen mit Tahin-Dressing gegessen? Oder eine Brokkoli-Tofu Bowl? Probiere Neues aus und lass dich überraschen, wie lecker gesunde Mahlzeiten schmecken.

🔎 Hol dir Hilfe:

Ob eine professionelle Ernährungsberatung, Rezepte oder Inspiration – du musst das Rad nicht neu erfinden. Hol dir Unterstützung, wenn du das Gefühl hast, nicht weiter mit deinen Zielen zu kommen.

🍱 Bleib flexibel:

Dein Leben ändert sich und damit auch deine Bedürfnisse. Was heute für dich gut funktioniert, kann morgen anders sein und das ist okay. Z.B. hast du einen neuen Job und kochen fällt dir aus Zeitgründen schwer? Dann ist Meal-Prep für dich eine gute Option. Passe deine Strategien an, so klappt es auch damit, deine Gesundheit weiterhin zu unterstützen.

Am Tag der gesunden Ernährung erinnern wir daran, wie wichtig es ist, achtsam mit sich selbst zu sein und die Ernährung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Tag der gesunden Ernährung
Frau die ihre haare verliert. Um sie herum schweben ein Hut, eine Mütze, eine Kappe und ein Rasierer
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Eine der häufigsten Nebenwirkungen bei der Chemotherapie ist der Haarausfall. Nicht nur die Haare auf dem Kopf können ausfallen, auch Wimpern, Augenbrauen und Körperbehaarung können gänzlich nach und nach oder stellenweise ausfallen. Doch, was tun? Hier ein paar Ideen – es gibt kein richtig oder falsch. Schau selbst, womit du dich wohlfühlst.
Rasieren: Ja oder nein? Zunächst ist wichtig zu erwähnen: Du musst gar nichts tun, wenn du das nicht möchtest. Lass die Schwerkraft ihr Ding machen und pflege die Haare, die dir eventuell noch bleiben.
Du kannst Mützen tragen, dir einen Turban wickeln, Perücken aufsetzen oder auch mit deiner Glatze glänzen. Du entscheidest, womit du dich wohlfühlst.
Falls dich die Haarbüschel in der Dusche, auf deinem Kopfkissen oder in der Wohnung nerven, kannst du dir die Haare stutzen oder komplett abrasieren. Du musst das nicht alleine durchstehen, frage ein:e gute:n Freund:in oder Familienmitglied dich bei dem schwierigen und oft auch emotionalen Akt zu unterstützen.
Falls du dich für eine eigenständige Haarentfernung entscheidest, vermeide dabei eine radikale Nassrasur. Stell sie dir vor wie viele kleine Mikroverletzungen: Deine Haare können einwachsen, was sehr schmerzhaft sein kann. Außerdem verursacht es starken Juckreiz.
Pflege deine nackte Kopfhaut mit parfümfreier Lotion und Sonnencreme.
Dir fehlen deine Augenbrauen und Wimpern? Du kannst dir während der Zeit die Augenbrauen nachmalen und/ oder falsche Wimpern tragen. Aber auch ohne kannst du strahlen.
Heutzutage gibt es auch sogenannte ›Cool-Caps‹. Dieser Kühlakku-Helm, den man sich während der Chemo aufsetzt, soll dem Haarausfall entgegenwirken. Informiere dich gerne weiter, falls dies eine Option für dich wäre.
Bei den meisten Patient:innen wächst das Haar ein paar Wochen nach der letzten Chemo wieder. Viele berichten von einem Flaum, von Chemo-Locken oder auch, dass ihre Haare ein paar Nuancen dunkler nachwachsen. Nun hast du die Wahl: Du kannst den ersten Flaum abrasieren oder jedes Haar abfeiern und beim Wachsen zuschauen.
Team Glatze, Perücke oder Cool-Cap?

Leider konnten wirkeinen passenden Wegweiser finden.

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Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

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