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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
Krebsart
Therapieform
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Ein Mann mit Smartphone in der Hand blickt skeptisch.
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Wer mit einer Krebserkrankung lebt, möchte oft vor allem eines: dem eigenen Körper etwas Gutes tun. Dabei landet man schnell bei Social Media – mit unzähligen Ernährungstipps, Regeln und vermeintlichen Lösungen.

❓ Was hilft wirklich? Was ist gut gemeint? Und was ist nur ein Ernährungstrend?

🤯 Viele Betroffene erleben genau das als zusätzliche Belastung. Denn zwischen laut formulierten Heilversprechen und strengen Ernährungsvorgaben geht oft das verloren, was eigentlich helfen soll: Orientierung und Sicherheit.

Dieser Post soll dir deshalb zeigen, wo du dich seriös, fundiert und ohne Angst vor Falschinformationen über Ernährung bei Krebs informieren kannst. Diese Quellen arbeiten unabhängig, wissenschaftlich fundiert, und patient:innenorientiert:

✅ Der Krebsinformationsdienst (KID) bietet verständliche, evidenzbasierte Informationen und persönliche Beratung – auch telefonisch oder per E-Mail.

✅ Die Deutsche Krebshilfe stellt viele gut aufbereitete Broschüren zu Ernährung, Bewegung und Nebenwirkungen zur Verfügung (»blaue Ratgeber«).

Was essen bei Krebs ist ein Projekt der Deutschen Krebsgesellschaft (PRiO) und richtet sich speziell an Betroffene – wissenschaftlich fundiert, mit vielen praktischen Tipps und Rezepten.

✅ Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ordnet aktuelle Forschung zu Krebs, Ernährung und Lebensstil sachlich ein.

✅ Der World Cancer Research Fund (WCRF) wertet internationale Studien systematisch aus und gibt evidenzbasierte Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung und Krebs. Die Ergebnisse werden verständlich auf Englisch aufbereitet.

Ernährung und Krebs – seriöse Infos statt Social-Media-Heilversprechen
Ein dunkler Raum mit einem Fenster, Licht flutet den Raum. Auf der Linken Seite sitzt das Pathly-Kätzchen und grübelt.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Du fühlst dich manchmal einfach hilflos und bist dadurch im Alltag verunsichert? Damit bist du definitiv nicht alleine!

Gerade, wenn man einen Schock erlebt hat, empfindet man oft ein unangenehmes Gefühl von Ohnmacht. Das kann sich einerseits ausdrücken, indem man keinen Ausweg aus seiner Situation sieht oder man an so viel gleichzeitig denkt, dass man total verwirrt ist.

Gedanken, wie »Warum sind alle um mich herum in einer soviel besseren Situation« oder »Ich bin so alleine, niemand kann mir helfen«, sind dann ganz normal.

Zudem gibt es so einige Symptome, die dann auftreten können:

  • Energiemangel
  • Fehlender Mut und Hoffnungslosigkeit
  • Einsamkeit und Gefühle des Verlassenseins
  • Ausweglosigkeit
  • Handlungsunfähigkeit und Apathie
  • Ängste
  • Konzentrationsstörungen, keinen klaren Gedanken fassen können
  • Neigung zum Grübeln
  • Kontrollverlust
  • Innere Unruhe und Anspannung
  • Herzrasen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger

Besonders wichtig ist, dass du diese Situation erstmal wahrnimmst, als genau das, was es ist. Sei ganz ehrlich mit dir und deinen Gefühlen. Schreib deine Gedanken dazu auf oder rede mit deinen Liebsten über deine Situation. Zudem ist es natürlich immer gut, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Jede Krise ist nämlich auch eine Chance, wenn du sie nur richtig angehst!
Hilflosigkeit und Verunsicherung
Gemüse und Obst, wie Tomaten, Erbsen, Blaubeeren
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Nach einer Krebserkrankung solltest du dich möglichst ausgewogen ernähren. Dadurch können wir zwar nicht alle gesundheitlichen Risiken in allen Lebensbereichen vollkommen ausschalten aber im Bereich Ernährung hast du viel in der Hand.

Du kannst bekannten Gefahren aus dem Weg gehen und die natürlichen Schutzfaktoren für dich nutzen. Wichtig: nach einer Krebserkrankung kann es auch längerfristig zu Einschränkungen in der Speisen- und Lebensmittelauswahl kommen (z. B. durch eine OP am Verdauungstrakt – Magenentfernung, Darmteilentfernung etc.). Diese Einschränkungen sind individuell unterschiedlich und können am besten mit einem oder einer Ernährungsexpert:in in individuellen Beratungen besprochen werden.

1

Iss so bunt wie möglich, denn dein Körper braucht viele verschiedene Nährstoffe und kein Lebensmittel kann dir alle auf einmal liefern.

2

Trinke ausreichend. Am besten täglich zwei Liter Wasser oder ungezuckerten Kräuter- / Früchtetee. Wasser lässt sich leicht aufpeppen, indem du es mit geschnittenem Obst oder Kräutern wie Minze verfeinerst.

3

Trinke selten Alkohol. Alkohol fördert die Entstehung von Krebs und ist mit weiteren gesundheitlichen Risiken verbunden.
Daher: Frauen → maximal 250 ml Bier oder 125 ml Wein pro Tag und Männer → maximal 500 ml Bier oder 250 ml Wein pro Tag.

4

Iss zwei Portionen Obst (insges. 250 g) und drei Portionen Gemüse (insges. 400 g) am Tag. Damit lieferst du deinem Körper viele wichtige Nährstoffe wie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die dich vor Krankheiten schützen.

5

Wähle Reis, Nudeln, Mehl und Brot in der Vollkornvariante. Dadurch bekommt dein Körper mehr Nährstoffe als durch Weißmehlprodukte. Die enthaltenen Ballaststoffe senken z. B. das Risiko Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

6

Baue Fleisch und Wurstwaren sparsam in deinen Speiseplan ein (maximal 300 - 600 g) 2 bis 3 mal pro Woche kleine Portionen Fleisch reichen, um die nötigen Nährstoffe zu bekommen.

7

Verwende gute Fette. Bevorzuge dafür pflanzliche Öle, denn sie liefern wertvolle Fettsäuren und Vitamin E.

8

Verwende Salz und Zucker sparsam. Zucker liefert leere Kalorien und keine wichtigen Nährstoffe. Der Konsum kann die Entstehung von Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 fördern. Zu viel Salz im Essen kann den Blutdruck erhöhen. Mehr als 6 g am Tag sollten es daher nicht sein.

9

Eiweißquellen nicht vergessen: Eiweiß ist für viele Funktionen deines Körpers notwendig. Zum Beispiel zum Aufbau und Erhalt deiner Muskelmasse. Baue daher Eiweißquellen wie Milch- und Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier und Hülsenfrüchte in deine Ernährung ein.

10

Iss achtsam und genieße dein Essen. Nimm dir ausreichend Zeit für die Zubereitung und den Verzehr deiner Speisen.

Ernährung nach der Krebstherapie
Eine Illustation von zwei Walnüssen, davor eine Schleife in Dunkel-Lila.
Info
Zahlen & Fakten
Hodenkrebs
Let’s talk about nuts! Hodenkrebs ist mit etwa 4.000 erkrankten Männern pro Jahr eine recht seltene Krebserkrankung. Trotz der Seltenheit ist die Krankheit vor allem bei jungen Männern aktuell, denn: Hodenkrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern zwischen 25 und 45 Jahren.🩺

Wird der Tumor früh genug erkannt, sind die Heilungschancen mit 96 % sehr gut. Für diese Früherkennung ist eine monatliche Selbstkontrolle besonders wichtig, da eine Krebsvorsorge beim Urologen normalerweise erst ab dem 45. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen werden.🔍

Wir erklären dir, wie du deine Hoden ganz einfach und regelmäßig selbst abtasten kannst:

1

Leg oder stell dich in entspannter Stellung in deine Badewanne oder unter die Dusche.

2

Halte deinen Hoden zwischen Daumen und Fingern.

3

Rolle ihn vorsichtig und mit leichtem Druck zwischen beiden Fingern hin und her.

🍆 Symptome wie eine tastbare, schmerzlose Verhärtung, Knoten oder Unebenheiten im Hoden, Veränderung der Größe oder Form des Hodens, eine Schwellung und Schmerzen im Hodenbereich oder ein Schweregefühl und Ziehen im Hoden oder in der Leiste, aber auch Rückenschmerzen können Hinweise auf ein Hodenkarzinom hinweisen.

Achtung!

Wenn du Auffälligkeiten bemerkst oder dir unsicher bist, zögere nicht, eine Urologie-Praxis aufzusuchen.☑️

Bei der Diagnose Hodenkrebs wird in den meisten Fällen der betroffene Hoden operativ entfernt. Teilweise müssen noch weitere Therapiemaßnahmen ergriffen werden, wie zum Beispiel eine Chemo- oder Strahlentherapie. Bei über 90 % der Betroffenen tritt der Krebs nur an einem Hoden auf. Der gesunde Hoden reicht aber meist für die Testosteron- und Spermienproduktion aus. 🚼 Hodenkrebs ist nicht immer voraussehbar, aber bestimmte Alarmsignale solltest du unbedingt beachten.

Anleitung – So tastest du deine Nuts richtig ab!
Download
Hodenkrebsvorsorge: Let’s talk about nuts!
Ein offener Mund, Zahncreme und -pasta.
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Richtige Zahnpflege ist das A und O. Das gilt für gesunde wie für kranke Menschen gleichermaßen. Vor allem Krebspatient:innen sollten während der Therapie, aber auch in der Nachsorge, regelmäßig ihren Mundraum zahnärztlich kontrollieren lassen.

Der Grund: Chemotherapien und Bestrahlungen können sich negativ auf die Mundschleimhaut auswirken. Entzündungen, Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und ein Brennen sind mögliche Nebenwirkungen. Zudem kann Magensäure das Zahnfleisch und die Zähne angreifen, wenn man sich aufgrund von Übelkeit erbrochen hat. Das erhöht das Risiko für Karies. Weiterhin können manche Medikamente dafür sorgen, dass es Schädigungen am Kieferknochen gibt, die die Zähne gefährden. Um all diesen Nebenwirkungen so gut es geht entgegenzuwirken, ist es hilfreich die Zahnärzt:innen vorab aufzusuchen, um abzuklären, was man während der Therapien am besten für seine Zahnhygiene tun kann.

Ein Teil der Patient:innen schafft es trotz der kräftezehrenden Zeit, die obligatorische Zahnpflege weiterzuführen, andere haben damit erhebliche Probleme. Trotzdem ist es sehr wichtig, dass es keine Unterbrechung in Sachen Zahnhygiene gibt. Sollten aufgrund der Krebsbehandlung Schmerzen bei der Reinigung auftreten, können euch Schmerzmittel in Form von Sprays oder Salben helfen.

Eure Zahnärzt:innen helfen euch die richtigen Medikamente zu finden. Um Verletzungen im Mund frühzeitig entgegenzuwirken, empfiehlt es sich zudem, saure, scharfe oder grobkörnige Speisen zu meiden. Zusätzlich sollte nicht geraucht und kein Alkohol konsumiert werden.

Zahnpflege bei Krebs
 – Worauf du achten solltest
Ein abgebildeter Dickdarm mit lebenden Mikroorganismen unter einer Lupe zu sehen
Info
Ernährung
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Hast du schon einmal lebende Mikroorganismen zu dir genommen? Probiotika sind solche lebende Mikroorganismen, die in bestimmten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind. Nimmst du sie in ausreichender Menge zu dir, haben sie einen positiven Effekt auf deine Gesundheit.

Was ist noch einmal der Unterschied zu Präbiotika?

Es gibt auch sogenannte Präbiotika. Das sind unverdaubare Kohlenhydrate, die das Wachstum günstiger Mikroorganismen im Dickdarm stimulieren und auf diese Weise ebenfalls positiv für deine Gesundheit sind. Präbiotika kommen zum Beispiel in Flohsamenschalen, Haferflocken und gekochten sowie abgekühlten Kartoffeln vor.

Was sind die Vorteile von Probiotika?

Sie verbessern das mikrobielle Gleichgewicht im Darm und verringern das Risiko einer Besiedelung durch Krankheitserreger.

Sie verbessern die Barrierefunktion der Dickdarmschleimhaut.

Sie modulieren das darmassoziierte Immunsystem.

Sie unterstützen die Verdauung und regen die Darmbewegung an.

Sie tragen dazu bei, Toxine unschädlich zu machen.

Darfst du während deiner Krebstherapie überhaupt Probiotika zu dir nehmen?

Bevor du Probiotika während deiner Chemo-, Strahlen- oder Immuntherapie einnimmst, solltest du die Einnahme mit deinem Onkologen oder deiner Onkologin besprechen. Gerade bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem besteht in seltenen Fällen ein erhöhtes Risiko für Infektionen durch die Einnahme, was du in deinem individuellen Fall unbedingt vorher abklären solltest. Abgesehen davon sind Nebenwirkungen durch Probiotika sehr selten und die Einnahme gilt als sicher.

Wenn deine Therapie Durchfälle verursacht, können Probiotika dazu beitragen, dass weniger Durchfälle auftreten. Sie sollten aber kein Ersatz für Medikamente darstellen.

Du möchtest nicht noch mehr Tabletten einnehmen und deinen Darm lieber natürlich unterstützen?

Dann iss regelmäßig Lebensmittel wie Sauermilchprodukte und fermentiertes Gemüse. Darunter fallen zum Beispiel (stichfester) Joghurt, Quark, Kefir, Dickmilch, Buttermilch, Sauerkraut und Kimchi.

Die Darmgesundheit unterstützen – Helfen Probiotika während deiner Krebstherapie?
Ein Infusionsbeutel mit Blut, Blutkonserven und ein Behindertenausweis.
Info
Zahlen & Fakten
Blutkrebs
Akute lymphatische Leukämie
Akute myeloische Leukämie
Chronische lymphatische Leukämie
Chronische myeloische Leukämie
Alle 41 Minuten wird in Deutschland jemandem Blutkrebs diagnostiziert. Bei Blutkrebs handelt es sich um bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, und am 28. Mai, dem Weltblutkrebstag, möchte man besonders auf diese Erkrankungen aufmerksam machen.

🩸Was ist eigentlich Blutkrebs?

Beim Blutkrebs verdrängen bösartige Zellen die roten und weißen Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten). Dadurch kann das Blut seinen lebensnotwendigen Aufgaben, wie dem Sauerstofftransport, dem Bekämpfen von Infektionen und dem Heilen von Wunden nicht mehr nachkommen.

🧬 Wusstest du, dass es verschiedene Arten von Blutkrebs gibt?

Man unterscheidet grob zwischen Leukämien, Lymphomen und Myelomen. Kurz gesagt bezeichnen Leukämien Blutkrebsarten, die von weißen Blutkörperchen ausgehen, während Lymphome die Krebserkrankung des lymphatischen Systems betreffen. Myelome betreffen häufig Knochen und Knochenmark, indem Plasmazellen entarten und sich rasch vermehren.

💪 Was kann ich tun, um zu helfen?

Manchen Blutkrebs-Patienten kann durch eine Knochenmarkspende das Leben gerettet werden. Den genetischen Zwilling zu finden, gleicht allerdings der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als Knochenmarkspender registrieren lassen. Das geht ganz einfach, zum Beispiel auf der Seite der DKMS: https://www.dkms.de/rund-um-die-spende. Hier findest du genauere Informationen zum Ablauf der Registrierung und den verschiedenen Möglichkeiten der Spende-Verfahren.

Gut zu wissen: Menschen mit bösartigen (bzw. »nicht eindeutig gutartigen«) Krebserkrankungen, können leider keine Blut- oder Stammzellspenden machen, egal wie lange die Erkrankung zurückliegt.

🔍 Wichtig!

Auch wenn nicht immer gleich eine Knochenmarkspende notwendig ist, kann es passieren, dass das Knochenmark durch die Chemotherapie stark angegriffen wird und vorübergehend nicht mehr genug Blut produziert. Man spricht dann von einer ›Knochenmarkdepression‹. Diese kann lebensbedrohlich sein. Bei einem Mangel an Blutplättchen können innere und äußere Blutungen nicht mehr gestillt werden, was zum Beispiel zu Mageneinblutungen oder Hirnblutungen führen kann. Fehlen rote Blutkörperchen zum Transport von Sauerstoff, droht eine Sauerstoffunterversorgung im Gewebe. Das führt unter Umständen zur schweren Schädigung bis zum Versagen von Organen wie dem Herzen oder der Leber. Hier kann durch eine Bluttransfusion Abhilfe geschaffen und die betroffene Person aus der lebensbedrohlichen Situation gerettet werden. Bedauerlicherweise herrscht in ganz Deutschland ein Blutkonservenmangel, sodass eine Bluttransfusion nicht immer durchgeführt werden kann. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, dass genügend Menschen Blut spenden gehen.

Möchtest auch du helfen, kannst du dich hier über Blutspendedienste in deiner Nähe informieren und aktiv werden: blutspenden.de/blutspendedienste.
Weltblutkrebstag
Dunkelhäutige Person, die auf dem Boden sitzt und selbstsicher wirkt
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Die Erstbehandlung der Krebstherapie ist abgeschlossen. Und wie geht es jetzt weiter? Die meisten Krebspatient:innen haben nach der abgeschlossenen Primärbehandlung Anspruch auf eine onkologische Reha.

Durch spezielle Rehabilitationsmaßnahmen soll diese ihnen helfen, wieder zurück in den gewohnten Alltag zu finden, die Erholung fördern und Langzeitschäden vorbeugen. Eine solche Reha findet entweder stationär oder ambulant in einer fachspezifischen Rehaklinik statt und ist lediglich freiwillig und nicht verpflichtend. Eine Reha kann auch direkt im Anschluss an die Primärbehandlung erfolgen. Das nennt sich dann »Anschlussheilbehandlung« (AHB). Die Kosten dafür trägt meist die Deutsche Rentenversicherung, bei der vor der Behandlung ein Antrag eingereicht werden muss. Die ersten Ansprechpartner:innen sind die behandelnden Ärzte und Ärztinnen, sowie offizielle Krebsberatungsstellen.

Reha und AHB (Anschlussheilbehandlung)
Smileys mit verschiedenen Emotionen
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Jede:r verarbeitet die Diagnose anders. Vielleicht fühlst du dich geschockt, gelähmt, müde, wütend, ohnmächtig oder unendlich traurig? 

All das darfst du jetzt fühlen, denn du hast gerade eine Nachricht erhalten, die jede:n umhaut. Das Leben steht still, nichts ist mehr so, wie es vorher war. Deine Gedanken fahren Achterbahnfahrt oder vielleicht denkst du gerade auch einfach gar nichts, weil du keinen klaren Gedanken fassen kannst. Vielleicht hast du auch Angst, da du um dein Leben kämpfen musst, du fühlst dich vielleicht allein und leer.

Was hilft? Was kannst du jetzt in diesem Augenblick für dich tun?

1

Alle Gefühle haben ihre Daseins-Berechtigung. Du darfst alles fühlen. Lasse deine Gefühle zu! Schreibe deine Gedanken auf, schreie deinen Frust heraus, rede mit jemanden darüber – schaue, was du gerade brauchst und tue, was DIR guttut.

2

Merkst du, wie dir die Panik die Kehle zuschnürt? Dann lerne eine Atemtechnik von uns und habe sie stets griffbereit. Sie hilft dir dabei, dein Nervensystem in die Entspannung zu bringen.

3

Mach dir genau bewusst: Was kannst du an deiner Situation jetzt in diesem Moment ändern oder beeinflussen? Versuche die Dinge loszulassen, die du gerade nicht beeinflussen kannst und fokussiere dich auf die Dinge, bei denen du aktiv ins Handeln kommen kannst. Mache einen ersten (kleinsten) Schritt noch gleich heute, von dem du weißt, dass er einen positiven Einfluss auf deine Situation, deine Gefühlslage oder deinen Körper hat. Schaue doch gerne, ob beim Selbstfürsorge-Bingo auf Seite X etwas für dich dabei ist.

4

Schreibe dir jeden Abend drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Somit trainierst du dein Gehirn, den Fokus auf positive Aspekte deines Lebens zu lenken und vermeidest das Abrutschen in eine Negativspirale.

Toxische Positivität kurz erklärt: Positiv denken kann dich mental auf deinem Weg unterstützen, dich stärken und dein Wohlbefinden steigern. Das heißt aber nicht, dass du alles positiv sehen musst. Krebs ist auch einfach sche*** und es gibt Tage, Momente, Phasen, in denen alles auch einfach mal kacke sein darf. Positivität zu erzwingen, wo keine ist, ist toxisch und schadet dir. Halte dich fern, meide oder weise Menschen freundlich darauf hin, wenn ihre nett gemeinte Positivität dir nicht guttun. #AlleGefühleSindOK
Es ist Krebs. Du hast die Diagnose, und jetzt?
Eine Krebszelle mit Weihnachtsmütze steht auf einem Berg Spekulatius.
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Stell dir vor, du willst in deinen Cupcake beißen und schon tönt es von links: »Iss das nicht ­– Krebszellen ernähren sich von Zucker!«. Wie oft musstest du dir sowas schon anhören und hast genervt den Cupcake beiseitegelegt? Wie oft wussten es die Anderen besser und meinten es nur gut?

Fördert Zucker das Krebswachstum? 🍰🔬

🥗 Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist zweifellos sehr wichtig. Dennoch führt der Verzehr eines Cupcakes nicht automatisch zur Förderung des Krebswachstums. Krebs ist eine multifaktorielle Krankheit, bei der viele Einflüsse – einschließlich genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren und Lebensstil – eine Rolle spielen.

🥖 Solltest du generell auf Kohlenhydrate verzichten?

Wenn du den Verzehr von Kohlenhydraten in Form von Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Obst etc. stark einschränkst (ketogene Diät), wirkt sich das nicht positiv auf das Überleben und Wiedererkranken bei Krebs aus. Krebsgesellschaften raten daher von dieser Krebsdiät ab. Außerdem spielen Kohlenhydrate neben Fett die wichtigste Rolle für die Deckung deines Energiebedarfs. Eine stark kohlenhydratarme Ernährung kann deshalb zu einer zu niedrigeren Energiezufuhr und zu Gewichtsverlust führen, was deine Prognose verschlechtern kann. Du solltest also nicht generell auf Kohlenhydrate verzichten.

🍫 Was ist mit zugesetztem Zucker?

Der einzige bisher belegte (indirekte) Zusammenhang zwischen Zucker und Krebs besteht darin, dass ein hoher Zuckerverzehr zu Übergewicht führt und dadurch das Risiko erhöht wird, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Zugesetzten Zucker (z.B. unseren Haushaltszucker) darfst du auch bei Krebs in kleinen Mengen essen. Ein häufiger und zu hoher Verzehr ist aber weder während noch nach deiner Erkrankung empfehlenswert.

👫 Greif also bei deiner nächsten Familienfeier mit Genuss zu einem Cupcake.

Der Krebs und der Zucker
Weiblich gelesene Person die Sterne in den Sternenhimmel bläst
Motivation
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Deine Stimmung ist gerade eher getrübt und körperlich bist du auch nicht ganz fit? Das ist vollkommen okay und darf auch sein. Dein Körper ist gerade mit Heilung beschäftigt, daher sei liebevoll zu dir und geduldig mit dir selbst.

In der Zwischenzeit kannst du ein Gedankenspiel ausprobieren: Das »Was wäre, wenn …?«-Spiel. Stelle dir einmal vor, du wärst Super(wo)man oder Superman und nichts steht dir im Wege? Worauf hättest du dann Lust? Was würdest du machen oder unternehmen wollen? Fahrrad fahren, Trampolin springen oder Tischtennis spielen?

Wenn du magst, schreibe dir all die Dinge auf, die dir jetzt in den Sinn kommen. Erstelle dir deine persönliche To-do-Liste oder ein Vision-Board für die Zeit, in der es dir wieder besser geht, du wieder etwas zu Kräften kommst oder dich mental bereit fühlst. Nimm dir ein Blatt Papier, bunte Stifte, vielleicht hast du auch Sticker, Magazin schnipsel oder Washi-Tape zur Hand und kannst deine Liste oder Bild verzieren und verschönern. Eine stinknormale Aufzählung auf deinem Smartphone tut es auch, solange es für dich ein motivierendes Zukunftsbild ausdrückt. Die Liste soll die Zeit überbrücken und Hoffnung schenken, bis du wieder die Kraft findest neue oder auch alte Beschäftigungen anzugehen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, hab Spaß damit und genieße die Vorfreude.

Was wäre, wenn ... Träumen erlaubt!
Ein illustrierter Arzt, der vor einer Tafel steht, auf der Nieren zu sehen sind.
Info
Zahlen & Fakten
Nierenkrebs
Am 20. Juni ist WELT-Nierenkrebstag!Diesen wollen wir als Anlass nutzen, um über eine Krebsart aufzuklären, an der jährlich etwa 14.500 Menschen in Deutschland erkranken – wobei Männer fast doppelt so oft wie Frauen betroffen sind. Trotz dieser hohen Zahl, gehört der Nierenkrebs zu den selteneren Tumorerkrankungen.

Erste Anzeichen können vor allem rot oder braun verfärbter Urin, Knochenschmerzen und –Instabilität sowie allgemeine grippeähnliche Beschwerden sein. Zu den stärksten Risikofaktoren zählt man Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und in selteneren Fällen auch erbliche Bedingungen.

Die Symptome sind dabei allgemein, vielfältig und schwer einzuordnen. So ist es besonders wichtig, auch bei niedrigschwellenden Beschwerden und ungeklärten Problemen einen Arzt aufzusuchen.

Wie bei vielen Krebsarten gilt: Umso früher die Krankheit entdeckt wird, desto besser kann sie therapiert werden. Eine professionelle Untersuchung sollte nicht aus Angst vor einem potenziell negativen Ergebnis herausgezögert werden. Nur so kann der Nierenkrebs rechtzeitig behandelt oder eine bösartige Erkrankung sogar von vornherein ausgeschlossen werden.

Sollte ein Nierenzellkarzinom diagnostiziert werden, so bedingt sich die Erkrankung durch die Größe und Lage des Tumors, der Art des Nierenkrebs sowie durch die Frage, ob schon Metastasen (verschleppte Krebszellen an anderen Stellen im Körper) zu finden sind. Diese Faktoren werden unter anderem durch bildgebende Verfahren (zum Beispiel durch Angiographie) geprüft.

Je nachdem, um welche Nierenkrebsart es sich handelt beziehungsweise wie sich diese klassifiziert, sind unter anderen Operationen, medikamentöse Behandlungen sowie Bestrahlungen wirksame Therapiemaßnahmen.

Übrigens: Der diesjährige Nierenkrebstag steht unter dem Motto »listening«, also lasst uns einander zuhören, Erfahrungen austauschen und einander helfen.

Welt-Nierenkrebstag
Ein überforderter junger Mann
Info
Alltag
Alle Krebsarten
Irgendwann ist er da, der Tag, an dem wir unsere Therapiewelt verlassen. Wir sind vielleicht weiterhin Stammgast bei unseren Onkolog:innen, aber zwischen den Terminen kehrt langsam aber sicher wieder Alltag ein.

Das Problem ist: Dieser neue Alltag ist manchmal scheinbar nicht enden wollendes Neuland. Mit vielen Fragezeichen. Und Unsicherheiten. Wir haben einen Höllenritt hinter uns. Und sind irgendwie noch mittendrin. Und gleichzeitig wissen wir, dass der nächste Schritt irgendwann wieder heißen wird: Ab zur Arbeit.

Manche von uns können’s kaum erwarten. Anderen läuft es eiskalt den Rücken runter, wenn sie nur daran denken. Und wieder andere haben keine Ahnung, was sie eigentlich noch leisten können, wollen, sollen. Sie haben das Gefühl, keinen Boden mehr unter den Füßen zu haben, irgendwie im luftleeren Raum zu schweben, in einem Paralleluniversum.

👋 »Willkommen zurück!« … sagen die Kolleg:innen.

Und dieser Satz kann – je nachdem, wie wir gerade drauf sind, wie es uns geht, wo wir gerade stehen – die größte Vorfreude oder die blanke Panik auslösen.

Hier sind drei Szenarien, um zu verdeutlichen, was so ein »Willkommen zurück« mit uns Betroffenen anstellen kann.

Person A denkt vielleicht: Yes! Aber sowas von! Ich kann’s kaum erwarten!

Person B denkt vielleicht: Ohje, ja, ich freue mich auch, wieder da zu sein – aber bin ich schon fit genug? Oder sollte ich mich lieber noch etwas ausruhen? Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wiedereinstieg? Kann ich das alles überhaupt noch so »wuppen« wie vorher? Kann ich den alten Job überhaupt noch machen?

Person C denkt vielleicht: Hah, ich hab ja gar keine andere Wahl, ich muss ja wieder arbeiten! Ich muss ja Geld verdienen! Ob ich will oder nicht.

Und jetzt kannst du dir vorstellen, dass es noch zig Millionen weitere Reaktionen, Gedanken und Emotionen gibt, die uns Betroffenen in den Kopf kommen können. So viele, wie es Menschen gibt. Denn die Krankheit ist für alle anders. Unsere Körper reagieren unterschiedlich auf die Therapien, wir haben alle andere Spät- und Langzeitfolgen, mal mehr intensiv, mal weniger intensiv. Wir haben alle andere Jobs, andere Anforderungen, ein anderes Umfeld, andere Möglichkeiten, Ideen, Wünsche, Ziele.

Wir sind alle anders. Einzigartig.

Und wir müssen selbst herausfinden, wie wir ab dem Moment der Diagnose weitermachen wollen. Nebenbei arbeiten oder nicht? Wie lange Pause? Zurück in den Job? Gleiches Pensum wie vorher? Oder vielleicht was ganz anderes?

Wir müssen uns unseren eigenen Weg suchen, finden und gehen. Und ausprobieren, was für uns funktioniert, wie wir weitermachen können und wollen, wie wir unseren Wiedereinstieg in den Job und vor allen Dingen unser neues Arbeitsleben gestalten wollen. Und das kann ganz schön anstrengend sein.

📋 Guidelines für den Wiedereinstieg

Aus medizinischer Sicht gibt es standardisierte Verfahren. Tumor X bekommt Medikamente XY, Tumor Y bekommt YZ, … Aber für alles drumherum gibt es keine Regeln. Keine Leitlinien. Keine Leitplanken. Da sind wir auf uns allein gestellt.

Wie schön wäre es, wenn es auch für das, was nach der Therapie kommt (oder sogar währenddessen), einen klaren Masterplan gäbe?

Kleiner Spoiler: So eine Standard-Anleitung mit »mach dies, dann das, dann das« und happily ever after kann es nicht geben. Warum? Du ahnst es: Weil wir viel zu unterschiedlich sind.

Nur du weiß, was für dich richtig ist.

Es mag hart klingen, hat aber etwas sehr Bestärkendes: Du kannst selbst das Steuer in die Hand nehmen. Hier sind 10 Punkte, auf die du beim Wiedereinstieg in den Job unbedingt achten solltest. Wenn du magst, kannst du die Checkliste Schritt für Schritt durchgehen – oder aber dich inspirieren lassen und die Punkte vertiefen, die für dich am wichtigsten sind.

✔️ 10 Punkte, die du beim Wiedereinstieg in den Job unbedingt beachten solltest

1

Mach einen Check-in mit dir selbst: Nimm dir Zeit für dich und überlege, wo du gerade stehst. Wie geht es dir aktuell – körperlich, mental, emotional? Was sind deine physischen und psychischen Grenzen? Was sind gerade die größten Herausforderungen für dich?

2

Tausche dich mit deinen Ärzt:innen aus: Deine Gesundheit kommt zuerst. Sprich mit deinen Ärzt:innen über deine Belastbarkeit. Was ist aus medizinischer Sicht empfehlenswert? Welche Arbeitszeiten und Belastungen sind realistisch? Welche Termine und welche eventuellen Spät- und Langzeitfolgen solltest du berücksichtigen?

3

Verschaffe dir einen Überblick über deine Rechte und Möglichkeiten: Verschaffe dir einen Überblick über deine Optionen, damit du die für dich beste Lösung finden kannst. Gibt es vielleicht Teilzeitmodelle oder sind flexible Arbeitszeiten und Home-Office eine Option? Möchtest du eine stufenweise Wiedereingliederung?Hah, ich hab ja gar keine andere Wahl, ich muss ja wieder arbeiten! Ich muss ja Geld verdienen! Ob ich will oder nicht.

4

Bereite das Gespräch mit deinem Arbeitgeber vor: Überlege dir, wie du deinen Wiedereinstieg in den Job gestalten möchtest. Mit wem wirst du das Gespräch führen? Welche Informationen bezüglich deiner Krankheit möchtest du in dem Gespräch teilen – und was nicht?Hah, ich hab ja gar keine andere Wahl, ich muss ja wieder arbeiten! Ich muss ja Geld verdienen! Ob ich will oder nicht.

5

Haltet Vereinbarungen schriftlich fest: Fordere eine schriftliche Zusammenfassung des Gesprächs an. Welche Absprachen wurden getroffen? Gibt es eine Möglichkeit für flexible Anpassungen? Wer ist deine Ansprechperson für offene Fragen?Hah, ich hab ja gar keine andere Wahl, ich muss ja wieder arbeiten! Ich muss ja Geld verdienen! Ob ich will oder nicht.

6

Denk an dein Team: Überlege, was dein Team wissen sollte und wie du die Kommunikation gestalten möchtest. Wie offen möchtest du mit Kolleg:innen und Vorgesetzten über deine Erkrankung sprechen? Welche Informationen teilst du, und was bleibt privat? Wie gehst du mit Fragen oder Kommentaren zur Krankheit um?

7

Achte auf deine Ressourcen: Plane deine Energie sinnvoll ein, mache Pausen und beobachte dich gut. Achte auf deine persönliche Leistungsfähigkeit. Wann im Tagesverlauf bist du besonders produktiv? Welche Aufgaben fordern dich besonders? Wo kannst du kleine Auszeiten einplanen, ohne den Arbeitsfluss zu stören?

8

Plane dein Gesundheitsmanagement im Arbeitsalltag: Denke daran, dass das Gesundheitsmanagement Zeit benötigt. Wie baust du Kontrolltermine etc. in deinen Arbeitsalltag ein? Was hilft dir, produktiv zu bleiben, wenn körperliche oder mentale Einschränkungen auftreten? Welche präventiven Gesundheitsmaßnahmen sind wichtig, um auch in Zukunft gut arbeiten zu können.

9

Wiederhole in regelmäßigen Abständen einen Check-in mit dir selbst: Wie geht es dir nach den ersten Wochen? Sind Anpassungen notwendig? Gibt es neue Herausforderungen oder Bedürfnisse? Läuft irgendetwas anders, als gedacht/geplant/gewünscht? Was kannst du tun, um dich zu schützen und Überforderung zu vermeiden? Bleib mit dir selbst im Gespräch: Was tut dir gut? Was brauchst du?

10

Hol dir Hilfe: Falls du Unterstützung brauchst: Trau dich zu fragen. Gibt es Kolleg:innen, die dich besonders unterstützen können? Gibt es interne Netzwerke, Vertrauenspersonen oder externe Anlaufstellen? Wer kann dir privat bei organisatorischen oder alltäglichen Aufgaben helfen?

Und denk bitte immer daran: Sei nett zu dir. Bleib flexibel und sei geduldig mit dir selbst. Feiere selbst kleine Erfolge! Akzeptiere, dass es Rückschläge geben kann. Jede Rückkehr ist individuell – gib dir Zeit. Akzeptiere, dass du vielleicht nicht direkt bei 100 % starten kannst. Und dass es Schwankungen geben kann. Das ist total normal. Und ehrlich gesagt sind auch die ganzen vermeintlich gesunden Kolleg:innen nicht jeden Tag gleich fit.

Keep moving. You got this!

10 Dinge, auf die du beim Wiedereinstieg in den Job unbedingt achten solltest
Eine Tasche voller Lebensmittel.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Mit einer Krebsdiagnose kommen oft sofort viele Fragen: Was soll ich jetzt überhaupt essen? Muss ich Zucker weglassen? Sollte ich auf bestimmte Lebensmittel verzichten? Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?
Das Wichtigste zuerst: Du musst jetzt nicht von heute auf morge »perfekt« essen.

Gerade direkt nach der Diagnose geht es nicht um strenge Regeln, Verbote oder Krebsdiäten aus dem Internet. Viel wichtiger ist, dass du gut versorgt bleibst und nicht ungewollt in einen Gewichtsverlust oder eine Mangelernährung rutschst.

Denn genau das ist bei Krebs ein wichtiges Thema. Wenn du über längere Zeit zu wenig isst, ungewollt abnimmst oder dein Körper nicht mehr ausreichend mit Energie und Eiweiß versorgt ist, kann dich das zusätzlich schwächen und deine Prognose negativ beeinträchtigen.

Worauf es jetzt erstmal ankommt:

🍝 Regelmäßig essen: Auch wenn dir gerade alles zu viel ist: Versuche, Mahlzeiten nicht ausfallen zu lassen.

📉 Gewicht und Appetit im Blick behalten: Wenn du ungewollt abnimmst, weniger Appetit hast oder schneller satt bist als sonst, solltest du das ernst nehmen.

🥚 Genug Energie und Eiweiß aufnehmen: Dein Körper braucht jetzt Energie und vor allem Eiweiß, da du einen höheren Bedarf hast. Eiweiß steckt zum Beispiel in Joghurt, Skyr, Quark, Eiern, Hülsenfrüchten, Tofu, Fisch, Fleisch, Käse oder Nüssen.

❌ Nicht vorschnell Lebensmittel streichen: Ohne Grund ganze Lebensmittelgruppen wie Milchprodukte wegzulassen, kann deine Versorgung verschlechtern und ist unnötig.

🤯 Mythen kritisch hinterfragen: Aussagen wie »Zucker füttert Krebs« oder »bestimmte Lebensmittel heilen Krebs« können plausibel klingen, sind aber wissenschaftlich nicht belegt.

💊 Nahrungsergänzungsmittel nicht einfach auf Verdacht nehmen: Auch Nahrungsergänzungsmittel sind nicht automatisch sinnvoll. Nimm sie nur nach einem Blutwertcheck und einem bestätigten Mangel oder nach Rücksprache mit deinem Arzt.

Ernährung kann dich in dieser Phase unterstützen — ohne Druck und Perfektion. Gerade direkt nach der Diagnose gilt oft zuerst: ausreichend essen, Gewicht stabil halten, Mangelernährung vermeiden und sich nicht zusätzlich verrückt machen lassen.
Ernährung und Krebs: Was nach der Diagnose wirklich wichtig ist
Zitrusfrüchte liegen nebeneinander
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Ernährung
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🍊 Morgens ein Glas Grapefruitsaft ist genau dein Ding? Darum solltest du auf Grapefruit während deiner Krebstherapie lieber verzichten. ☝🏻

👫 Das passiert im Körper:

Grapefruit und andere Zitrusfrüchte enthalten Substanzen, die die Aktivität des wichtigen Enzyms CYP3A4 im Darm blockieren. Es hilft dabei, Medikamente im Körper abzubauen. Ist es blockiert, können sie schlechter abgebaut werden. Das führt zu erhöhten Konzentrationen im Blut und dadurch können pharmakologische Effekte und unerwünschte Wirkungen verstärkt werden.

❓ Zitrusfrüchte, die betroffen sind:

Der Effekt ist in Studien am besten bei Grapefruit belegt, aber auch die Pomelo (Kreuzung aus Grapefruit und Pampelmuse) ist betroffen. Beide solltest du während deiner Krebstherapie nicht verzehren – Orange und Zitrone, aber ebenfalls nicht in zu großen Mengen, wie z.B. bei einer Saftkur.

✋🏻 Ich trinke den Saft einfach morgens und nehme später mein Medikament.

Der Effekt der Enzymhemmung ist bereits kurz nach der Aufnahme von verzehrüblichen Mengen voll ausgeprägt –  z.B. bei einem Glas Grapefruitsaft. Aber Achtung: der Effekt hält bis zu 3 Tage an! Deshalb bringt dir auch ein zeitlicher Abstand zwischen deiner Medikamenteneinnahme und dem Verzehr nichts. Es gibt auch keine Empfehlung für eine ›unbedenkliche‹  Verzehrmenge. Verzichte also lieber während deiner gesamten Krebstherapie auf grapefruit- und pomelohaltige Lebensmittel (auch Marmelade). 🫙

💊 Medikamente, die betroffen sind:

Es gibt eine Reihe an Zytostatika und Medikamenten, die betroffen sind. Sprich mit deinem Arzt, um die Wechselwirkungen mit deinen Medikamenten zu klären.

Betroffen sind z.B.:

  • Cyclophosphamid (führt zur Wirkungsabschwächung)
  • Docetaxel
  • Nilotinib
  • Lapatinib
  • Tamoxifen
  • Ribociclib
  • Antiemetika, Opioide und Statine

Zitrusfrüchte und Krebs
Die Pathly-Katze schläft.
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💡 Der Begriff »Fatigue« kommt aus dem Französischen und bedeutet Müdigkeit oder Erschöpfung. 🥱 Jedoch lässt sich diese Müdigkeit nicht einfach »ausschlafen«. Dieser Erschöpfungszustand betrifft Körper, Geist und Seele und ist unabhängig von Belastungen. Daher bringen eben auch Ruhe und Schlafphasen keine Erholung.

Bis zu 90 % der Krebspatient:innen sind während der Therapie von Fatigue betroffen. Die Ursache dafür vermuten Expert:innen beim Krebs selbst, der Krebsbehandlung, bei hormonellen Veränderungen und auch die Psyche spielt eine Rolle. Auch nach beendeter Therapie treten die Symptome bei 20–50 % auf.

Tipps für den Alltag mit Fatigue:

💪 Gestalte deine Tätigkeiten so kräfteschonend wie möglich. Teile dir deine Kraft ein und lege öfter mal zwischendrin eine Pause ein.
🏃♀️ Bewegung hilft dem Körper und der Seele. Steige eine Haltestelle früher aus und gehe den Rest zu Fuß, nimm die Treppe anstatt den Aufzug oder nimm für kurze Strecken das Rad. Auch Sportarten wie Yoga, Schwimmen, Tanzen können guttun. Wichtig ist, dass die Bewegung dir Spaß macht, du musst dich nicht mit früheren Leistungen messen.
☀️ Nimm dir Zeit für schöne Dinge und plane diese bewusst ein.
🗓 Es ist total okay, Termine abzusagen, wenn diese deine Kraft übersteigen.
🧘 Höre auf deinen Körper und deine Seele! Werte dich nicht dafür ab, dass du dich müde und erschöpft fühlst. Finde heraus, welche Warnzeichen du erhältst und lerne mit der Zeit darauf zu reagieren.
📒 Führe ein Energietagebuch. Darin kannst du notieren, was du den Tag über gemacht hast und wie du dich dabei gefühlt hast. Wann warst du aktiv? Wann hast du dich ausgeruht? Wie hast du dich dabei gefühlt? So kannst du deine Balance zwischen Über- und Unterforderung erkennen und langsam und schrittweise aktiver werden.
🙎‍♂️🙍‍♀️ Spreche mit Freunden und Familie darüber. So können auch sie sich darauf einstellen und dich entlasten.
Was ist eigentlich Fatigue?
Zwei Geschlechtsicon mit Punkten in der Mitte.
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Brustkrebs
Auch wenn wir oft eher vermittelt bekommen, Brustkrebs sei eine reine ›Frauenerkrankung‹, ist das nicht ganz richtig. Männliche Betroffene werden oft später mit Brustkrebs diagnostiziert, was negative Folgen mit sich bringen kann. Es stimmt zwar, dass die allermeisten Brustkrebserkrankungen in der weiblichen Brust auftreten, doch jährlich werden auch ungefähr 700 Diagnosen (in Deutschland) an männlichen Brüsten gestellt.

In der Regel erkranken die Betroffenen erst im höheren Alter. Das Durchschnittsalter liegt dabei bei 72 Jahren. Zwar hat die männliche Brust keine Stillfunktion und besitzt kaum Fettgewebe im Vergleich zur weiblichen Brust, jedoch besitzt sie auch Drüsengewebe. Und genau dort kann auch Brustkrebs auftreten. Daher sollten auch hier Veränderungen beobachtet werden und im Zweifelsfall eine Fachperson aufgesucht werden.

Wie kommt es zu männlichem Brustkrebs? Die männliche Brust ist zwar nicht zum Stillen ausgelegt, jedoch sind die Milchgänge auch hier vorhanden. Das allein reicht, um Krebs zu entwickeln. Doch da die Milchgänge geringer ausgeprägt sind und weniger Östrogen vorhanden ist, tritt der Brustkrebs deutlich seltener auf als in der weiblichen Brust.

Symptome

  • nicht heilende Knoten und Entzündungen in der Brust und Brustwarze
  • geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Veränderungen der Brustwarze wie Einziehungen oder Flüssigkeitsabsonderungen
  • Einseitige Schwellung der Brust

Nicht jede tastbare Unebenheit bedeutet Krebs! Wie bei der weiblichen Brust können auch in der männlichen Brust gutartige Veränderungen wie Zysten wachsen, daher muss nicht jede tastbare Unebenheit gleich Krebs bedeuten.

An wen kann ich mich bei Verdacht wenden? Bei einem ersten Verdacht wenden sich männliche Betroffene an den Hausarzt oder die Hausärztin, welche*r dann ggf. an ein spezialisiertes Zentrum überweist. Dort werden dann weitere Untersuchungen durchgeführt.

Behandlungsansätze

Je nach Größe des Tumors wird entweder brusterhaltend operiert, oder die Brust ganz entfernt. Da die männliche Brust deutlich weniger Brustgewebe als die weibliche aufweist, wird häufig zu einer Entfernung der gesamten Brust samt Lymphknoten geraten. Je nach Rezidivrisiko können auch weitere Behandlungsmethoden angewendet werden: z. B. Chemotherapie, Bestrahlung oder antihormonelle Therapie.

Weiterführende Hilfe

Das Netzwerk Männer mit Brustkrebs  unterstützt männliche Brustkrebsbetroffene und berät zu Themen wie Kliniksuche, Behandlungswege, Rehabilitation und Versicherungsfragen. https://www.brustkrebs-beim-mann.de

Brustkrebs muss nicht weiblich sein.
Betroffene Person spricht mit seinem Freund über die Gefühle und den Krebs
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Gefühle & Achtsamkeit
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Nach der Diagnose Krebs verändert sich der Alltag der Betroffenen und ihrer Angehörigen rapide. Häufig fällt es den Betroffenen schwer, ihren Angehörigen und Freunden von der Erkrankung zu erzählen, weil sie diese nicht mit ihrer Krankheit überfordern oder ihnen zur Last fallen wollen. Familie und Freunde hingegen stehen vor der Frage, wie sie den Erkrankten helfen können, sie fühlen sich oft ohnmächtig und machtlos. Dabei kann Kommunikation eine zentrale Rolle spielen.

💬 Offene und ehrliche Kommunikation

Eine ehrliche und offene Kommunikation kann helfen, sowohl deinen Angehörigen als auch dir den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern.
Teile deine Ängste und Sorgen mit deinen Bezugspersonen und sprich offen über deine Erkrankung und mögliche Therapieformen.

💜 Wünsche und Bedürfnisse teilen

Auch für deine Familie oder deine Freunde kann es erleichternd sein, wenn sie etwas finden, womit sie dich unterstützen können. Deine Angehörige könnten dir in dieser schweren Zeit sowohl Rückhalt als auch Stabilität geben. Sprich deine Bedürfnisse also ruhig aus und erzähl davon. Damit hilfst du dir und deinem Umfeld, den richtigen Umgang mit deiner Erkrankung zu finden.

🙋🏽♀️ Einfach mal was anderes

Vergiss aber nicht, dass es manchmal eine schöne Ablenkung sein kann, auch über banalere, andere Themen zu sprechen, wie einem nervigen Arbeitstag, dem neuen Café im Kiez oder der nervig frisch-verliebten Freundin.

Schlüsselfaktor: Kommunikation
Verschiedene Brustformen zu einem Muster gefügt.
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Zahlen & Fakten
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Das Entdecken von Veränderungen in der Brust – sei es zufällig beim Duschen, Eincremen oder während einer ärztlichen Untersuchung – kann zunächst große Verunsicherung auslösen. Bei vielen dieser Befunde zeigt sich jedoch schnell, dass sie gutartig sind und kein erhöhtes Risiko für Brustkrebs darstellen. In diesem Beitrag geben wir euch einen Überblick über häufige, vorwiegend gutartige Veränderungen des Brustgewebes.

Wichtig!

Für andere Veränderungen sind dagegen weitere ärztliche Untersuchungen nötig, um die genaue Ursache zu klären.

Mastodynie

Schmerzen/ Empfindlichkeit

Schmerzen in der Brust treten meistens in der zweiten Zyklushälfte auf. Grund dafür sind hormonelle Veränderungen und vermehrte Flüssigkeitseinlagerungen vor der Periode. Treten die Schmerzen jedoch unabhängig vom Zyklus auf, kann die Ursache auch woanders liegen, wie z. B. von der Wirbelsäule ausstrahlen.

Mastopathie

Schwellungen/ Knoten

Beim Abtasten der Brust lassen sich kirschkerngroße, gut abgrenzbare, verschiebbare Knötchen feststellen. Die Brust ist häufig berührungsempfindlich. Selten tritt auch Flüssigkeit aus der Brustwarze aus. Ursache dafür sind Veränderungen aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichts. Die Schmerzen können mit Gels oder Tabletten gelindert werden.

Zysten

Als Zysten bezeichnet man gutartige, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen in der Brustdrüse. Warum sie entstehen, ist nicht ganz klar. Doch werden sie zu groß, drücken sie auf das umliegende Gewebe und verursachen Schmerzen. Einfache, unkomplizierte Zysten können punktiert werden, um die Flüssigkeit und damit den Druck zu verringern. Füllt sich die Zyste immer wieder, kann sie auch operiert werden.

Fibroadenom

Gutartiger Tumor

Fibroadenome sind meist ungefährliche Wucherungen des Binde- und Drüsengewebes. Sie zeigen sich als glatte, abgegrenzte und verschiebbare Knoten, die einen Durchmesser von 5 mm bis 5 cm erreichen können. Solch ein gutartiger Tumor verursacht nur selten Beschwerden, ist in der Regel harmlos und muss daher auch nicht entfernt werden.

Mastitis

Entzündung der Brustdrüse

Ist die Brust gerötet, geschwollen oder schmerzt, kann es sich auch um eine Entzündung der Brustdrüse handeln. Diese wird meist durch eine Infektion mit Bakterien verursacht, die über die Brustwarze in die Milchgänge gelangen. Häufig tritt eine Entzündung während der Stillzeit auf. Sie ist gut mit Antibiotika zu behandeln.

Gut zu wissen …

Bitte beachte, dass Veränderungen in der Brust stets von einem Arzt oder einer Ärztin abgeklärt werden sollten. Außerdem gut zu wissen: Frauen ab dem 30. Lebensjahr haben den Anspruch auf eine jährliche Tastuntersuchung der Brust. Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren haben zudem alle zwei Jahre den Anspruch auf eine Mammographie.

Gutartige Brustveränderungen
Ein junger Mann im Schneidersitz kuschelt mit seiner Katze auf dem Schoß.
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Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Heute schon geknuddelt? Knuddeln, kuscheln, umarmen – körperliche Berührungen machen glücklich und gesund! Das Bedürfnis nach Berührung wird uns sozusagen bereits in die Wiege gelegt.

Als Baby ist Körperkontakt nicht nur wichtig für die Bindung zu den Eltern, sondern auch später spielen Berührungsreize bei der sozialen Bindung zu anderen Menschen eine wichtige Rolle. Forscher haben herausgefunden, dass beim Körperkontakt das Hormon Oxytocin freigesetzt wird. Umgangssprachlich auch das »Kuschelhormon« genannt, da es bei Umarmungen, durch Streicheleinheiten und auch beim Sex gebildet wird. Das Hormon wirkt sich aber nicht nur auf den Körper, sondern auch auf unsere Psyche aus. Es hilft beim Abbau von Stress und kann Angstzustände lindern.

Doch auch ohne Partner kann man seinem Körper und Geist etwas Gutes tun. Kuscheln mit Haustieren, Kuscheltieren oder auch Selbstberührungen können nachweislich Stress reduzieren und entspannen. Hierbei werden Glückshormone wie Endorphine ausgeschüttet, welches wie beim Bindungshormon Stress abbaut und Entspannung bringt.

Eine blaue Katze liegt eingerollt und schäft.

Wusstest du schon? Es gibt bereits einige Metastudien, die zeigen, dass Massagen bei der Krebstherapie unterstützen, die Nebeneffekte von Chemotherapie und Bestrahlung zu verringern und dabei helfen, Ängste abzubauen und Schmerzen zu lindern.

Daher schenkt heute am National Hugging Day euren Lieblingsmenschen, Fellnasen oder euch selbst eine dicke fette Umarmung.

Kuscheln macht glücklich – Weltkuscheltag
Ein Arm ausgestreckt nach der Blutspende mit einem Pflaster, daneben eine Blutkonserve.
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Alltag
Alle Krebsarten
Wusstet ihr, dass nur rund drei Prozent der deutschen Bevölkerung Blutspender:innen sind, aber täglich circa 15.000 Blutkonserven in unserem Land benötigt werden? Die meisten davon, nämlich rund 19 Prozent, werden in der Onkologie eingesetzt. Blut ist also eine lebenswichtige Ressource, die außerdem nicht künstlich hergestellt werden kann. Hier gibt es ein paar Fakten zum Thema Blutspende und Krebs.

🎗️ Welche Krebspatient:innen sind besonders auf Blutpräparate angewiesen?

Im Grunde sind Bluttransfusionen für viele Erkrankte wichtig, da sie helfen, die Nebenwirkungen der Krankheit und der Behandlung zu bewältigen und die Lebensqualität zu verbessern. Leukämie-Patient:innen benötigen Blutspenden, da die Produktion gesunder Blutzellen beeinträchtigt ist. Auch Lymphome und Myelome können die Blutbildung im Knochenmark erschweren, weshalb es einen Bedarf an Transfusionen gibt. Patient:innen, die eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation bekommen, brauchen häufig während der Transplantationsphase und der Erholungszeit Blutkonserven, da ihr Knochenmark vorläufig nicht in der Lage ist, ausreichend Blutzellen zu produzieren.

🩸 Dürfen Krebspatient:innen Blut spenden?

Das Paul-Ehrlich-Institut und die Hämotherapie-Richtlinien der Bundesärztekammer schreiben vor, dass Krebspatient:innen selbst nach einer »überstandenen Erkrankung als Blutspender:innen dauerhaft auszuschließen sind«. Sie betonen, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelt, da ein gewisses Risiko besteht, dass die »Krebserkrankung erneut auftritt und sich dann Krebszellen im Spenderblut befinden«. Abgesehen davon, darf nach einer Chemotherapie grundsätzlich kein Blut gespendet werden.

❗️ Übrigens: Die Spenden sind gerade in den Sommermonaten Mangelware. Viele Menschen befinden sich im Urlaub, andere trauen sich aufgrund höherer Temperaturen nicht, den Gang zur Blutspende anzutreten. Je nach Bundesland wird die Lage durchaus als kritisch eingestuft und Kliniken müssen mit den Blutpräparaten gut haushalten. Im Winter kann es auch zu Engpässen kommen, vor allem wenn es überdurchschnittlich heftige Erkältungswellen gibt.

💜 Wer von euch also zu potenziellen Spender:innen gehört: Ihr schenkt mit euren Spenden Hoffnung für viele Krebspatient:innen und andere, die so dringend auf Blutkonserven angewiesen sind. Und an alle die, die bereits regelmäßig ihr Blut beisteuern, sei gesagt: Ganz herzlichen Dank!

Lebenselixier Blut: Jede Spende kann Hoffnung schenken
Krankenhaus zwischen zwei grünen Hügeln
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Lange Krankenhausaufenthalte können ziemlich öde sein. »Wenn man sich langweilt, läuft alles gut!«, hat man mir einmal gesagt. Heute verstehe ich diesen Satz besser als früher. Denn wer an Schmerzen leidet oder bestimmte Behandlungen mit Komplikationen erleidet, kriegt gar nicht so aktiv mit, wie die Zeit vergeht. Die Betroffenen sind nämlich mit anderen Problemen konfrontiert als sich mit der Frage nach dem »Wann komme ich hier raus?« zu beschäftigen.

Wir geben euch  5 Tipps, wie ihr einen langen Krankenhausaufenthalt überleben könnt.

1

Nimm dir ein interessantes, aber nicht allzu dickes Buch zur Hand und ließ, falls möglich, ein Buch!

2

Wann hast du zuletzt deine Lieblingsserie gesehen? Wenn du WLAN hast, dann starte deinen Serienmarathon.

Pro-Tipp: Lade dir ein paar Serien oder Filme auf dein Smartphone.

3

Ruf deine Freunde oder Familie an und rede dir die Seele vom Leib. Manchmal kann Social Media auch wahrhaftig Wunder bewirken.

4

Du bist noch relativ fit im Kopf? Dann mach ein Puzzle oder ein paar Sudokus. Am besten ganz einfache Puzzle und Sudokus, damit du nicht frustriert bist, falls du das Rätsel mal nicht löst.

5

Hör Musik oder lass dir von deinen Lieben etwas zum Malen und Zeichnen vorbeibringen.

Wichtig!

Nicht jede:r wird in der Lage sein, diese Tipps auszuführen. Eine Krebstherapie kann viele Schäden verursachen, wodurch die sensorischen und/oder neuronalen Funktionen beeinträchtigt werden können. Deshalb sind diese Tipps nur für diejenigen, die sich körperlich und geistig fit genug fühlen, diese Tätigkeiten auszuführen.

5 Tipps für lange Krankenhausaufenthalte
Zwei Personen schauen sich fünf Fakten auf einem Board an.
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Ernährung
Alle Krebsarten
Zwischen Internet-Tipps, Krebsdiäten und Supplement-Hype fällt Orientierung oft schwer. Ein Blick in die aktuelle Leitlinie hilft, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen von Trends zu unterscheiden.

Schluss mit Krebsdiäten & Supplement-Hype

Die aktualisierte S3-Leitlinie (Stand Januar 2026) »Klinische Ernährung in der Onkologie« zeigt, worauf es bei der Ernährung während einer Krebserkrankung wirklich ankommt – wissenschaftlich fundiert und praxisnah.

Mangelernährung früh erkennen – nicht erst, wenn die Hose rutscht

Der Ernährungsstatus sollte möglichst früh nach der Diagnose und anschließend regelmäßig überprüft werden. Dafür werden standardisierte Fragebögen eingesetzt, die den BMI, den Gewichtsverlust in einem bestimmten Zeitraum und die Nahrungsaufnahme erfassen. So können Risiken früh erkannt und behandelt werden.

»Krebsdiäten« besser vermeiden

Strenge Diäten, die bestimmte Lebensmittel verbieten oder die Nahrungsaufnahme stark einschränken, können problematisch sein. Sie erhöhen das Risiko für Gewichtsverlust und Mangelernährung. Da ihre Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt ist, werden Krebsdiäten in der Leitlinie nicht empfohlen.

Fasten während der Therapie – bitte nicht auf eigene Faust

Ob Fasten während einer Krebstherapie Vorteile hat, ist bisher nicht ausreichend wissenschaftlich geklärt. Deshalb empfiehlt die Leitlinie, dass Fasten aktuell nur im Rahmen von Studien erfolgen sollte.

Genügend Energie und Eiweiß sind essenziell

Der Körper braucht während einer Krebserkrankung ausreichend Energie und Eiweiß. Als Orientierung nennt die Leitlinie 25–30 kcal pro kg Körpergewicht und 1-1,5 g Eiweiß pro kg Körpergewicht am Tag. Das wären bei einer Person, die 70 kg wiegt 1.750-2.100 kcal und 70-105 g Eiweiß - je nach individueller Situation.

Vorsicht bei hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln

Ein pauschal erhöhter Bedarf an Vitaminen oder Mineralstoffen besteht nicht. Ohne nachgewiesenen Mangel werden hochdosierte Präparate daher nicht empfohlen.

Das solltest du dir merken: Dein Körper braucht jetzt vor allem ausreichend Energie und Eiweiß und keine strengen Ernährungsvorschriften, die zusätzlichen Stress auslösen und dein Körpergewicht gefährden.
5 Fakten aus der neuen S3-Leitlinie zu Ernährung in der Onkologie
Eine Person erinnert sich an die Krebstherapie zurück.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Es ist früh am Morgen. Du bist gerade aufgestanden, die akute Therapiezeit ist noch nicht lange vorbei und du freust dich auf ein wenig mehr Normalität. Während du dir ein warmes Getränk zubereitest, um es dir damit an deinem Lieblingsplatz in deiner Wohnung gemütlich zu machen und in den Tag zu starten, kommen plötzlich all die schmerzhaften Erinnerungen aus deiner Zeit der Akut-Therapien hoch, die sich dabei auch sehr echt anfühlen. Du kannst den Stress, der sich damit bei dir bemerkbar macht, nicht nur emotional spüren, er breitet sich auch körperlich durch Symptome, wie Schmerzen, aus. Kommt euch so eine Situation bekannt vor?

Worum handelt es sich bei diesen Erinnerungen?

Menschen, die ein Trauma erlitten haben, zu dem auch eine Krebserkrankung zählt, erfahren manchmal sogenannte »Nachhallerinnerungen« (Intrusionen) oder »Flashbacks«. Während die Intrusionen vor dem inneren Auge ablaufen, hat man bei Flashbacks das Gefühl, wieder in der bedrohlichen Situation zu stecken. Oft werden diese Intrusionen oder Flashbacks durch Trigger ausgelöst, wobei die Symptome, die bei den Betroffenen auftreten, durchaus unterschiedlich sein können. Nach einer solchen Intrusion oder einem Flashback fühlt man sich meist psychisch und körperlich sehr erschöpft.

Wann treten solche Intrusionen oder Flashbacks auf?

Leider kann man das Auftreten dieser sehr realen Erinnerungen nicht wirklich voraussagen, weil die Schlüsselreize, die sie auslösen, bei Krebspatient:innen sehr verschieden sind. Keine Krebserkrankung läuft nach demselben Schema ab, sie ist immer individuell. Genauso wie die Erfahrungen der Betroffenen. Die Erinnerungen können sowohl durch Trigger, wie einen bestimmten Geruch, einen Ort, ein Zusammentreffen mit jemandem oder ein bestimmtes Datum ausgelöst werden.

Wie gehe ich mit Intrusionen oder Flashbacks um?

Das Rezept für den einzig richtigen Umgang gibt es nicht. Es ist allerdings wichtig, nicht in die absolute Vermeidung bestimmter Trigger zu gehen, denn das schränkt das Leben nicht nur extrem ein, sondern kann die Situation auch verschlimmern.

Hier sind einige Tipps, wie man Intrusionen und Flashbacks begegnen kann:

  • Suche dir psychoonkologische oder verhaltenstherapeutische Hilfe: Du musst da nicht alleine durch und es gibt Expert:innen, die dir helfen können, mit den Situationen souveräner umzugehen.
  • Tausche dich mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen aus: In vielen Städten gibt es die Möglichkeit, anderen Krebsbetroffenen zu begegnen und sich mit diesen auszutauschen.
  • Führe ein Tagebuch: Das Aufschreiben von Erfahrungen und Emotionen kann dir bei der Verarbeitung des Traumas helfen. Lass deinen Gedanken freien Lauf.
  • Entspanne dich mit einer Meditation, einer Achtsamkeits- oder Atemübung. Angeleitete Übungen findest du zum Beispiel auf diversen Social Media-Plattformen.
  • Aktiviere deine Sinne und nimm das Hier und Jetzt wahr: Wo bist du? Was geschieht um dich herum? Wer ist bei dir? Versuche, dich in die Realität zurückzuholen.
  • Überschreibe schmerzhafte Erinnerungen, indem du neue Erlebnisse mit lieben Menschen schaffst. Wenn ein Ort dich besonders triggert, nähere dich ihm mit einem Lieblingsmenschen. Der kann dir helfen, den Ort zu ent- oder gar zu verzaubern.
Blumen sprießen symbolisch für neue, positive Erinnerungen aus dem Kopf einer Frau.

Es dauert einige Zeit, bis die Intrusionen oder Flashbacks weniger werden. Auch Jahre nach der Akuttherapiephase gibt es manchmal immer noch durch Momente, Orte oder Schlüsselreize, die Ängste auslösen können.

Wichtig ist aber: Die Erinnerungen verblassen von Jahr zu Jahr immer ein wenig mehr. Du wirst lernen, mit diesen Erfahrungen umzugehen. Du bist nicht alleine!

Unsere Atemübung

Eine Anleitung zur Boxatmung findest du auf unserer Webseite – zum Beitrag Boxatmung

Wenn Erinnerungen uns nicht loslassen wollen
Frau in grüner Kleidung schwebt zwischen Karotten, Rosenkohl und Gurke.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Du fragst dich, wie du im Winter deine Abwehrkräfte stärken und deiner Gesundheit etwas gutes tun kannst? Hier sind 3 saisonale Gemüsesorten für deinen Teller.

💚  Rosenkohl

Dieser grüne Mini-Kohl hat eine Menge zu bieten. Rosenkohl ist reich an Vitamin C, das dir hilft, durch die kalten Monate zu kommen. Darüber hinaus werden Rosenkohl und andere Kohlsorten als wahre „Krebskämpfer“ bezeichnet, da sie Glucosinolate – einen sekundären Pflanzenstoff – enthalten, dem eine krebspräventive Wirkung nachgesagt wird. Probiere Rosenkohl geröstet mit etwas Olivenöl aus!

🌿 Grünkohl

Der grüne Superstar des Winters ist Grünkohl. Grünkohl ist reich an Vitaminen – besonders an Vitamin K, das für die Knochengesundheit und Blutgerinnung wichtig ist. Außerdem enthält er Mineralstoffe wie Eisen und Calcium. Aber das ist nicht alles: Die im Grünkohl enthaltenen Carotinoide wirken als Antioxidantien und können so die körpereigene antioxidative Abwehr stärken. Diese Abwehrkräfte verhindern, dass freie Radikale die DNA schädigen, was zu Krebs führen kann. Mixe Grünkohl z.B. in Smoothies, Salaten oder Suppen, denn er schmeckt toll und tut deinem Körper gut!

🖤 Schwarzwurzel

Auch bekannt als Winterspargel. Sie enthält wichtige Nährstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen. Du willst deinem Mikrobiom etwas gutes tun? Schwarzwurzeln enthalten den wasserlöslichen Ballaststoff Inulin, der Futter für deine guten Darmbakterien ist und die Zahl der Bifidobakterien ansteigen lässt. Wie wäre es also mit einem wärmenden Schwarzwurzel-Curry an einem kalten Winterabend?

3 heimische Superfoods, die im Herbst Saison haben und deiner Gesundheit guttun
Eine Person macht Yoga in der Natur
Tipp
Bewegung
Alle Krebsarten
Du kennst das sicher: Du willst dich nur kurz auf die Couch setzen – und plötzlich sind zwei Stunden vergangen. Dein Körper fühlt sich schwer an, die Decke ist so gemütlich, und überhaupt, wo sollst du jetzt die Energie für Bewegung hernehmen? Das kennt wohl fast jeder! 😅

Aber ganz wichtig: Sport und Bewegung nach einer Krebserkrankung sollen keine unbarmherzige To-do-Liste sein, sondern dein Schlüssel zu mehr Energie, weniger Schmerzen und einer besseren Lebensqualität. Klingt gut? Ist es auch! Also, schnapp dir eine bequeme Hose und lies weiter.

Warum ist Sport nach Krebs so wichtig?

Wenn du denkst, dass Sport nur etwas für fitte Menschen ist, dann lass mich dir sagen: Das Gegenteil ist der Fall! Gerade nach einer Krebserkrankung kann Bewegung dein Wohlbefinden enorm verbessern:

👉 Mehr Energie: Bewegung hilft, die bleierne Müdigkeit (Fatigue) zu reduzieren. Dein Kreislauf kommt in Schwung, deine Muskeln geben dir Kraft für den Alltag.

👉Nebenwirkungen lindern: Bewegung kann helfen, Beschwerden wie Polyneuropathie, Inkontinenz oder Lymphödeme zu verringern.

👉 Bessere Stimmung: Sport setzt Glückshormone frei. Bewegung kann Ängste lindern und depressive Verstimmungen verbessern.

👉 Rückfallrisiko senken: Studien lassen vermuten, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für ein Rezidiv verringern kann.

Das Beste daran? Du kannst in deinem eigenen Tempo starten. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinem Körper etwas Gutes zu tun.

Wie fängst du an?

Hier ein paar konkrete Schritte, um eine gesunde Bewegungsroutine zu entwickeln:

1. Finde deinen persönlichen Grund für Sport

Warum möchtest du Sport machen? Hier einige mögliche Gründe:

2. Wähle die passende Sportart

Jetzt kommt der spannende Teil: die Wahl der richtigen Bewegung in Bezug zu deinem persönlichen Grund:

3. Erstelle einen Plan

Beantworte dir folgende Fragen:

Plane feste Zeiten ein und belohne dich nach dem Sport – sei es mit einem entspannenden Bad, einem leckeren Snack oder deiner Lieblingsserie. Du hast es dir verdient!

4. Hindernisse erkennen und überwinden

Überstunden, schlechtes Wetter oder der innere Schweinehund – es gibt immer Gründe, Sport aufzuschieben. Überlege dir im Vorfeld Strategien:

5. Pausen gehören dazu

Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von smarter Trainingsplanung. Dein Körper braucht Zeit zur Erholung, um nachhaltig von der Bewegung zu profitieren.

Fazit: Der Weg zu mehr Bewegung nach Krebs

Sport soll keine Qual sein, sondern eine Chance. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinen Körper wieder besser kennenzulernen und dich Stück für Stück stärker zu machen. Der Anfang mag herausfordernd sein, aber mit der richtigen Motivation, der​ passenden Bewegung und einem klaren Plan kannst du es schaffen. Und wer weiß – vielleicht wirst du irgendwann merken, dass du dich auf dein nächstes Training freust!

Dein Weg zu mehr Gesundheit
Mit step into motion!


Falls du dir wünschst, eine Routine zu entwickeln, die wirklich zu dir passt – ohne Druck, aber mit echter Unterstützung – dann bist du bei uns genau richtig!‍

Was erwartet dich?

E-Learning-Kurse zu Sport und Bewegung sowie mentaler Gesundheit und Stressmanagement

Community-Zugang – du bist nicht allein, sondern Teil einer starken Gruppe

Live-Calls mit Expert:innen zu Ernährung, Achtsamkeit, Bewegung und weiteren Themen

Individuelle Gesundheitsroutinen, die wirklich in dein Leben passen

Wissenschaftlich evaluiert, in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln und mit Unterstützung der Uniklinik Köln – für einen ganzheitlich gesunden Lebensstil nach Krebs. Starte jetzt mit uns – du bist nicht allein!

Sport und Bewegung nach Krebs: In einfachen Schritten deine Gesundheit stärken
Spekulatius Kekse
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Spekulatius, wer liebt es nicht? 😍 Aber wusstet ihr, dass man mit Spekulatius auch was anderes machen kann, außer sie nur wegzunaschen? Wie wäre es zum Beispiel mit dieser tollen Spekulatius-Schichtspeise.
Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

Für dasRezeptbrauchst du:

8 Gewürzspekulatius

100 g Naturjoghurt

100 g Quark

200 g Apfelkompott

1 EL Vanillezucker

Zucker oder Honig

Etwas Zimt

🥄 Zubereitung:

Den Spekulatius in einer Schüssel zerbröseln. Naturjoghurt und Quark cremig rühren und mit Zucker und Vanillezucker abschmecken. Spekulatius, Apfelkompott und die Joghurt-Quarkcreme in Gläser füllen und in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren mit zerbrochenem Spekulatius und etwas Zimt verzieren.

Spekulatius Nachtisch
Männlich gelesene Person die im Büro steht
Info
Alltag
Alle Krebsarten
Das Hamburger Modell oder im Fachjargon die »rehabilitativ-therapeutische Maßnahme« ist im Sozialgesetzbuch festgeschrieben (§ 74 SGB V, § 28 SGB IX) und gibt Menschen, die durch ihre Erkrankung länger arbeitsunfähig sind, die Möglichkeit, stufenweise in den Arbeitsalltag zurückzukehren. Dies kann in der Regel zwischen ein paar Wochen bis zu einem ganzen Jahr dauern.

Um das machen zu können, musst du erstmal deine Belastbarkeit von einem Arzt oder einer Ärztin überprüfen lassen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit deinem/er Arbeitgeber:in.

Während der Wiedereingliederungsphase bist du krankgeschrieben. Aus diesem Grund übernimmt im besten Fall deine Krankenkasse, Renten- oder Unfallversicherung dein Einkommen bis du genesen bist. Jedoch hast du darauf nur einen Anspruch darauf, wenn du auch etwas eingezahlt hast. (für Freiberufler freiwillig)

Dabei ist es hilfreich zu wissen, dass der Arbeitgeber und die Krankenkasse den Antrag auf eine Wiedereingliederung unbegründet ablehnen dürfen. Der Arbeitgeber ist aber trotzdem für die Wiedereingliederung verantwortlich. In dem Fall kann man dann andere Modelle statt des Hamburger Modells vorschlagen und nutzen. Im Zweifel sollte man sich rechtlichen Beistand holen.

Falls du dich noch nicht arbeitsfähig fühlst, solltest du besonders achtsam sein, dass du nicht voreilig langfristig arbeitsunfähig geschrieben wirst und unfreiwillig in der Erwerbsminderungsrente landest. Denn insbesondere, wenn man immer nur in Teilzeit gearbeitet hat oder noch jung ist, hat man bisher wahrscheinlich wenig in die Rentenkasse eingezahlt und bekommt deswegen nur eine geminderte Erwerbsminderungsrente. Die kann im schlimmsten Fall zu einem echten Armutsrisiko werden.

Zurück in den Alltag
Illustration eines Kalenders mit der Zahl 2024 drauf steht.
Motivation
Alltag
Alle Krebsarten
Wer kennt es nicht: Das neue Jahr steht vor der Tür und wir haben uns wieder Vorsätze gesetzt. Nächstes Jahr wird alles besser! 💪 Vielleicht fühlst du dich die ersten Tage noch super motiviert. Aber spätestens, wenn der Alltag wieder in Schwung kommt, können uns unsere Vorsätze schnell stressen. Wir werden frustriert, weil wir nicht dran bleiben. Und dann geben wir sie auf. 😓 Vielen geht es so, es liegt also nicht an dir!

Vorsätze sind neue Gewohnheiten, die erst etabliert werden wollen. Und das braucht Zeit! ⏳

Wir geben die hier ein paar Tipps, wie es vielleicht dieses Jahr mit deinen Vorsätzen klappt:

Sei realistisch
Setze dir lieber kleine, machbare Ziele. Kleine, erreichbare Schritte helfen dir, immer weiter dranzubleiben. 👣

Priorisiere deine Selbstfürsorge
Setze DICH in den Mittelpunkt. Nur, wenn du Kraft hast, kannst du etwas verändern. Nimm dir zum Beispiel vor, regelmäßige Pausen einzuplanen, bewusst zu entspannen, dir Zeit für Schönes zu nehmen. 💜

Formuliere Zeiten flexibel
Sei nicht zu streng mit den Zeiten, die du dir setzt. Die Umstände können sich ändern, und es ist wichtig, sich an neue Realitäten anzupassen, ohne sich selbst abzuwerten.✨

Lass dich unterstützen
Setze dir den Vorsatz, aktiv Unterstützung anzunehmen. Familie, Freunde und professionelle Hilfe können wertvolle Ressourcen sein, um Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. 🤝

Du darfst Vorsätze neu ausrichten
Plane regelmäßige Reflexionszeiten ein, um deine Ziele zu überdenken. Es ist in Ordnung, Ziele anzupassen oder zu ändern, wenn sich deine Bedürfnisse oder Umstände ändern. ✍️

Plane kleine Freuden in deinen Alltag ein
Integriere regelmäßig kleine Freuden in deinen Alltag. Das können einfache Aktivitäten oder Rituale sein, die Freude und positive Energie bringen. 🥰

Wenn es mal holprig wird, denk daran: Jeder Tag ist ein Schritt näher zur fest verankerten Gewohnheit! Sei freundlich zu dir: Du tust das, was du gerade kannst! 🌈 💜

Wie es vielleicht 2024 mit deinen Vorsätzen klappt
Grünes Gemüse
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Wir haben 4 Tipps für Dich zusammengestellt, die bei deiner Ernährung nach der Diagnose Krebs beachten solltest.
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💪🏻 Achte auf dein Gewicht
Sitzt deine Hose lockerer als sonst? Bereits vor der Diagnose nehmen Krebsbetroffene oft an Gewicht ab. Das liegt daran, dass der Krebs den Stoffwechsel verändert. Vergiss nicht, dein Körper braucht Nährstoffe, um gesund zu werden. Also achte darauf, dass du dein Gewicht hältst – auch wenn du dich vielleicht für zu speckig hältst! Eine Gewichtsabnahme von mehr als 5 % in sechs Monaten zählt schon als Mangelernährung. Wenn du also 70 kg wiegst, sind das nur 3,5 kg. Freue dich also nicht, wenn du endlich deine überschüssigen Pfunde verlierst, sondern nimm die Gewichtsabnahme ernst und steuere ihr entgegen. Wiege dich regelmäßig und versorge deinen Körper mit ausreichend Energie. Auch voll bilanzierte Trinknahrung aus der Apotheke kann dich dabei unterstützen, deinen Körper zu stärken (voll bilanziert = enthält alle wichtigen Nährstoffe, die dein Körper braucht).

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🧀 Iss genügend Eiweiß
Eiweiß ist wichtig für den Erhalt deiner Muskelmasse und für dein Immunsystem. Durch deine Krebserkrankung ist dein Eiweißbedarf erhöht und liegt bei mindestens 1,2 g pro kg Körpergewicht. Wenn du also 70 kg wiegst, solltest du täglich mindestens 85 g Eiweiß zu dir nehmen. Baue dafür in jede Haupt- und Zwischenmahlzeit eine Eiweißquelle ein und wechsle auch zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen. Geeignete Eiweißquellen sind Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte, Eier, Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Soja sowie Getreideprodukte.

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🩹 Passe deine Ernährung an deine Beschwerden an
Der Krebs oder die Therapie können Nebenwirkungen hervorrufen, die dein Wohlbefinden und dein Essverhalten beeinflussen. Dazu zählen Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall oder Geschmacksveränderungen. Du darfst und solltest in solchen Fällen angepasst an deine Beschwerden essen, statt zwingend ausgewogen und gesund. Ist z. B. dein Darm durch die Krebstherapie geschädigt, kann es sein, dass du ein Weißbrot besser als ein Vollkornbrot verträgst. Nimmst du ständig an Gewicht ab, solltest du nicht besonders fettarm essen, sondern dein Essen sogar mit Fetten wie Pflanzenölen, Sahne oder Mandelmus anreichern.

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💡 Empfehlung: Suche dir professionelle Hilfe
Es ist ganz normal, dass dir die Umstellung deiner Ernährung in dieser herausfordernden Zeit schwerfallen kann. Suche dir in diesem Fall die professionelle Unterstützung einer zertifizierten Ernährungsfachkraft, die dich individuell berät und begleitet. Die Beratungen werden in der Regel von deiner Krankenkasse bezuschusst und können dir dabei helfen, eine geeignete und für dich passende Ernährungsstrategie zu entwickeln.

Ernährung und Krebs. 4 Tipps für nach der Diagnose.
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»Das tut mir leid zu hören.« Ein vermeintlich harmloser Satz, den du als Krebserkrankte:r bestimmt öfter zu hören bekommen hast. Doch was steckt eigentlich genau dahinter? Mitleid. 😩 Wie das Wort schon sagt – die Menschen leiden mit dir. Sie versuchen sich emotional in deine Situation hineinzuversetzen und deinen Schmerz und dein Leid nachzuvollziehen.

Warum Mitleid beiden Parteien jedoch wenig hilft und was man anstelle tun kann:

💔 Mitleid bedeutet oft auch Wertung: Die Mitleidenden stellen sich vor, in der gleichen Situation zu sein und bewerten – oft unbewusst – dass sie selber keinen Krebs haben möchten. Denn die Situation macht Angst und man fühlt sich hilflos. Die Mitleidenden stellen sich über die Betroffenen, denn sie empfinden ihre eigene Situation als »besser«.
💔 Mitleid macht hilflos: Die Mitleidenden verbinden sich emotional mit den Betroffenen und können in dem Moment keine Hilfe anbieten. Sie schenken kaum Hoffnung, das Leiden zu lindern. Sie fühlen sich eventuell traurig und unglücklich. Sie stellen sich und ihre eigenen Gefühle an erste Stelle und nicht die der Betroffenen.
💔 Als Betroffene:r ist Mitleid auch wenig hilfreich, denn oft fühlt man sich dadurch noch mehr belastet, bedauernswert und empfindet seine Situation als ausweglos. Oft kommt das Gefühl auf, Schuld daran zu sein, dass die Mitleidenden sich nun auch schlecht fühlen. Hier aufpassen: Du bist nicht verantwortlich für die Gefühle anderer!
💜 Was man anstelle von Mitleid Krebsbetroffenen und Angehörigen vermitteln kann? Mitgefühl. 💝 Auch hier steckt es bereits im Wort: Man fühlt mit den Betroffenen und Angehörigen mit, kann dabei aber eine gewisse Distanz bewahren. Diese objektivere Haltung ermöglicht einen Austausch auf Augenhöhe und öffnet Lösungswege, ohne zu werten. Hier können Sätze wie »Ich bin für dich da.« oder »Was kann ich tun, um dir zu helfen?« Zuversicht, Halt und Hoffnung schenken.
Der Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl
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Brrrrrrr. Es ist Winter: dunkel, grau und kalt. Die Tage werden kürzer und kürzer, wir werden immer müder und müder. Der Winter drückt bei vielen Menschen die Stimmung und kann zu Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Unausgeglichenheit führen. Der Fachbegriff dafür ist die sogenannte saisonal bedingte Depression. Das klingt ziemlich dramatisch, deswegen lasst es uns doch einfach den Winterblues nennen.

Trotzdem ist der Winterblues kein Zuckerschlecken und kann deine Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Der Hauptgrund für dieses alljährliche Tief ist mangelndes Tageslicht. Die Sonne scheint weniger, wir gehen seltener an die Frische Luft und das führt dazu, dass dein Körper weniger Serotonin (das sogenannte Glückshormon) produziert. Je weniger Tageslicht wir abbekommen, desto mehr Melatonin (ein Hormon, das für unseren Tag-Nacht-Rhythmus zuständig ist und schlaffördernd wirkt) schüttet unser Körper aus und das macht nun mal einfach müde.

Wir haben 6 Tipps für dich zusammengestellt, um den Winterblues Schachmatt zu setzen.

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🌳 Geh an die frische Luft
Auch wenn der Himmel grau und wolkig ist, kann dir Tageslicht dabei helfen mehr Serotonin zu produzieren. Mach also täglich einen Spaziergang und verbring Zeit an der frischen Luft.

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🪟 Setz dich ans Fenster
Wenn du häufig in geschlossenen Räumen bist, sei es auf der Arbeit, in der Universität oder zu Hause, versuch dir einen Platz am Fenster zu suchen, um mehr Tageslicht abzubekommen.

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🛁 Nimm dir Zeit für dich und gönnt dir dein Wohlfühlpaket
Tue dir etwas Gutes und versuch dir Momente zu schaffen, in denen du dich wohlfühlst. Das kann zum Beispiel ein heißes Bad sein, eine Gesichtsmaske, ein Besuch im Spa oder in der Sauna.

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👯‍♀️ Verbring Zeit mit Freunden und Familie
Verbring Zeit mit deinen Freunden, deiner Familie und nimm dir Zeit für deine Hobbys, denn das Zusammensein mit deinen Lieben kann sich sehr positiv auf dein Wohlbefinden ausüben. Also, zieh dich nicht zurück und plane das nächste Treffen mit deinen Liebsten. Auch gemeinsames Pläne schmieden kann sich positiv auf deine Stimmung auswirken.

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☀️ Vitamin D
Zu wenig Tageslicht kann dazu führen, dass dein Körper zu wenig Vitamin D (das Sonnenvitamin) produziert. Deswegen kann es sinnvoll sein, deinen Vitamin D Spiegel von deinem Arzt oder deiner Ärztin kontrollieren zu lassen, um einen Mangel auszuschließen. Dein Arzt oder deine Ärztin kann dann die richtige Dosierung mit dir absprechen.

Achtung: Der Bluttest selbst wird in der Regel leider nicht von der Krankenkasse übernommen und kostet zwischen 20 und 30 Euro.

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📆 Gestalte deinen Alltag
Manchmal neigen wir dazu unserem Winterblues nachzugeben und unsere Zeit auf dem Sofa zu verbringen, nichts zu tun und Trübsal zu blasen. Tägliche Rituale und Struktur können dir dabei helfen, dem Winterblues entgegenzuwirken. Nimm dir Zeit für gesundes, ausgiebiges Frühstück, einen Spaziergang und versuch dich regelmäßig zu bewegen. Auch ein kleines Ritual vor dem Schlafengehen kann helfen, um entspannter einschlafen. Du kannst dir zum Beispiel einen warmen Tee machen und dir drei Dinge aufschreiben, für die du an diesem Tag dankbar bist. So kannst du deinen Tag mit warmen Gedanken abschließen.‍

Tipps gegen Winterdepression

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Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

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