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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
Krebsart
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Ein abgebildeter Dickdarm mit lebenden Mikroorganismen unter einer Lupe zu sehen
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Ernährung
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Hast du schon einmal lebende Mikroorganismen zu dir genommen? Probiotika sind solche lebende Mikroorganismen, die in bestimmten Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind. Nimmst du sie in ausreichender Menge zu dir, haben sie einen positiven Effekt auf deine Gesundheit.

Was ist noch einmal der Unterschied zu Präbiotika?

Es gibt auch sogenannte Präbiotika. Das sind unverdaubare Kohlenhydrate, die das Wachstum günstiger Mikroorganismen im Dickdarm stimulieren und auf diese Weise ebenfalls positiv für deine Gesundheit sind. Präbiotika kommen zum Beispiel in Flohsamenschalen, Haferflocken und gekochten sowie abgekühlten Kartoffeln vor.

Was sind die Vorteile von Probiotika?

Sie verbessern das mikrobielle Gleichgewicht im Darm und verringern das Risiko einer Besiedelung durch Krankheitserreger.

Sie verbessern die Barrierefunktion der Dickdarmschleimhaut.

Sie modulieren das darmassoziierte Immunsystem.

Sie unterstützen die Verdauung und regen die Darmbewegung an.

Sie tragen dazu bei, Toxine unschädlich zu machen.

Darfst du während deiner Krebstherapie überhaupt Probiotika zu dir nehmen?

Bevor du Probiotika während deiner Chemo-, Strahlen- oder Immuntherapie einnimmst, solltest du die Einnahme mit deinem Onkologen oder deiner Onkologin besprechen. Gerade bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem besteht in seltenen Fällen ein erhöhtes Risiko für Infektionen durch die Einnahme, was du in deinem individuellen Fall unbedingt vorher abklären solltest. Abgesehen davon sind Nebenwirkungen durch Probiotika sehr selten und die Einnahme gilt als sicher.

Wenn deine Therapie Durchfälle verursacht, können Probiotika dazu beitragen, dass weniger Durchfälle auftreten. Sie sollten aber kein Ersatz für Medikamente darstellen.

Du möchtest nicht noch mehr Tabletten einnehmen und deinen Darm lieber natürlich unterstützen?

Dann iss regelmäßig Lebensmittel wie Sauermilchprodukte und fermentiertes Gemüse. Darunter fallen zum Beispiel (stichfester) Joghurt, Quark, Kefir, Dickmilch, Buttermilch, Sauerkraut und Kimchi.

Die Darmgesundheit unterstützen – Helfen Probiotika während deiner Krebstherapie?
Füße in gelben Socken die in die Höhe gestreckt werden
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Polyneuropathie ist eine häufige Nebenwirkung, die durch die Chemotherapie wie z.B. Paclitaxel ausgelöst wird. Typische Symptome der Nervenkrankheit Polyneuropathie sind Kribbeln, Brennen und Taubheit, die anfangs an beiden Füßen und Beinen auftreten.

Hinzukommt oftmals auch Schmerzen in den Beinen und Gangstörungen. Derzeit gibt es noch keine Therapie, welche die Polyneuropathie zur sofortigen Heilung führt. Jedoch gibt es Möglichkeiten, die Nebenwirkungen in Schach zu halten.

Hier ein paar Tipps:

1

Physiotherapie, z. B.

Für die Füße: Deine Füße trainierst du, indem du barfuß auf verschiedenen Oberflächen gehst. Mit Ihren Füßen kannst du eine am Boden liegende Zeitung greifen und zerreißen. Beim Stehen in aufrechter Haltung solltest du die Zehenspitzen 10 Sekunden lang in den Boden drücken, ohne sie einzukrallen. Diese Übung wiederholst du dreimal.

Für die Beine: Beim Stehen auf einem Bein halte 20 Sekunden lang die Balance. Dann wechsle das Bein.

Für die Hände: Einen kleinen Gymnastikball rollst du über Hand und Unterarm. Zur Verbesserung der Sensomotorik kannst du eine Schüssel mit Bohnen oder Erbsen füllen und mit der Hand hineingreifen.

2

Wechsel- und Bewegungsbäder, diese helfen die Durchblutung zu verbessern und die Beschwerden zu lindern.

3

Elektrobehandlung oder warme und kalte Wickel. So können die Durchblutung verbessert, die geschwächten Muskeln gestärkt und die Mobilität aufrechterhalten werden.

4

Schmerzlindernde Tabletten helfen ebenfalls, das Kribbeln und die Schmerzen zu unterdrücken bzw. einzudämmen, sprich dazu gern mit deinem Arzt z. B. einem Neurologen.

5

Bälle mit Noppen helfen dabei, die Nerven anzuregen, indem man den Fuß darüber rollt. Genauso kann man dies mit den Händen machen, indem man einen elastischen Ball greift und zusammenhält und wieder öffnet im Wechsel.

5 Tipps bei Neuropathie
Ein Mann mit Smartphone in der Hand blickt skeptisch.
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Ernährung
Alle Krebsarten
Wer mit einer Krebserkrankung lebt, möchte oft vor allem eines: dem eigenen Körper etwas Gutes tun. Dabei landet man schnell bei Social Media – mit unzähligen Ernährungstipps, Regeln und vermeintlichen Lösungen.

❓ Was hilft wirklich? Was ist gut gemeint? Und was ist nur ein Ernährungstrend?

🤯 Viele Betroffene erleben genau das als zusätzliche Belastung. Denn zwischen laut formulierten Heilversprechen und strengen Ernährungsvorgaben geht oft das verloren, was eigentlich helfen soll: Orientierung und Sicherheit.

Dieser Post soll dir deshalb zeigen, wo du dich seriös, fundiert und ohne Angst vor Falschinformationen über Ernährung bei Krebs informieren kannst. Diese Quellen arbeiten unabhängig, wissenschaftlich fundiert, und patient:innenorientiert:

✅ Der Krebsinformationsdienst (KID) bietet verständliche, evidenzbasierte Informationen und persönliche Beratung – auch telefonisch oder per E-Mail.

✅ Die Deutsche Krebshilfe stellt viele gut aufbereitete Broschüren zu Ernährung, Bewegung und Nebenwirkungen zur Verfügung (»blaue Ratgeber«).

Was essen bei Krebs ist ein Projekt der Deutschen Krebsgesellschaft (PRiO) und richtet sich speziell an Betroffene – wissenschaftlich fundiert, mit vielen praktischen Tipps und Rezepten.

✅ Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ordnet aktuelle Forschung zu Krebs, Ernährung und Lebensstil sachlich ein.

✅ Der World Cancer Research Fund (WCRF) wertet internationale Studien systematisch aus und gibt evidenzbasierte Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung und Krebs. Die Ergebnisse werden verständlich auf Englisch aufbereitet.

Ernährung und Krebs – seriöse Infos statt Social-Media-Heilversprechen
Mehrere Fachärzte und Experten halten Klemmbretter und stehen vor einem Patientenboard um die individuelle Therapie zu besprechen.
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Zahlen & Fakten
Alle Krebsarten
Krebs stellt in all seinen vielfältigen Formen und unterschiedlichen Verläufen Mediziner:innen immer wieder vor eine Herausforderung. Jede:r Patient:in, jeder Körper, jeder Krebs ist anders. Um für jede:n die richtige Diagnose zu stellen und so die passende Therapie zu finden, kommen Expert:innen aus verschiedenen Fachrichtungen bei einer Tumorkonferenz zusammen, umgangssprachlich wird diese häufig auch Tumorboard zusammen.

Welche Fachrichtungen kommen beispielsweise bei einem Tumorboard zusammen?

  • Fachärzt:innen, zum Beispiel aus der Gynäkologie, Urologie,  Gastroenterologie oder Innere Medizin
  • Onkolog:innen, Hämatolog:innen
  • Fachärzt:innen für Strahlentherapie, Radiologie und Nuklearmedizin
  • Chirurg:innen
  • Patholog:innen
  • Pfleger:innen

Die Fachkenntnisse der unterschiedlichen Disziplinen sollen sicherstellen, dass die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten aus möglichst vielen Perspektiven betrachtet werden und jede:r Patient:in nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft behandelt wird.

Wie läuft eine Tumorkonferenz ab?

In einem Tumorkonferenz wird die individuelle Patientengeschichte vorgestellt und anhand von Bildern, Laborergebnissen und weiteren Untersuchungsergebnissen im Detail betrachtet. Unter Berücksichtigung entscheidender Aspekte wie Alter, Vorerkrankungen, Ausdehnung des Tumors und bisheriger Studienergebnisse wird anschließend gemeinsam ein Therapievorschlag diskutiert. Ziel ist eine Therapieempfehlung, die auf den oder die Krebsbetroffene und ihren individuellen Krankheitsverlauf abgestimmt ist.

Die Ergebnisse dieser Tumorkonferenz, wie das Tumorboard auch oft genannt wird, werden danach jedem:r Patient:in persönlich mitgeteilt. Gemeinsam mit den behandelnden Ärzt:innen werden dann die nächsten Schritte des Therapieplans festgelegt.

Viele Köpfe, ein Ziel: die beste Therapieentscheidung für Patient:innen treffen.

Auch die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt, sich nicht nur auf die Meinung eines Arztes oder einer Ärztin zu verlassen, sondern sich in einer Klinik vorzustellen, wo diese Tumorboards durchgeführt werden. Dabei handelt es sich vor allem um zertifizierte Krebszentren und spezialisierte Kliniken. In spezialisierten Kliniken gibt es je nach zuständigem Fachgebiet eigene Tumorkonferenzen, welche in der Regel wöchentlich stattfinden.

Eine Liste mit zertifizierten Zentren findest du auf der Website »OncoMap«. Hier kannst du deine Suche nach Krebsart, Land und Postleitzahl sortieren.

Wenn Expertise zusammenkommt: Die Tumorkonferenz
Bluzellen werden unter einer Lupe untersucht.
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Zahlen & Fakten
Akute lymphatische Leukämie
Blutkrebs
Der 21. April ist WELT-AML-Tag. Dieser Tag dient zur Aufklärung und Bekanntmachung dieser Blutkrebsform. AML steht für eine akute myeloische Leukämie und bezeichnet eine aggressive und seltene Blutkrebserkrankung, von der zwei bis vier Menschen pro 100.000 Einwohner jährlich in Deutschland betroffen sind. Bei der Personengruppe über 65 Jahren sind es 15 pro 100.000 Einwohner jährlich.

Kommen wir zur Beschreibung der Erkrankung:

Im Knochenmark werden mittels Stammzellen Blutzellen gebildet. Das Knochenmark ist also für die Bildung der roten und weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen zuständig. Rote Blutkörperchen verleihen dem Blut ihre rote Farbe und versorgen den gesamten Körper mit Sauerstoff, wohingegen weiße Blutkörperchen Infektionen und Krankheiten bekämpfen. Die Blutplättchen helfen bei der Blutgerinnung und verhindern Blutungen.

Bei der AML wird genau diese Produktion durch eine genetische Veränderung der DNA zu einer abnormen Produktion dieser Blutzellen. Diese Anomalie kann das Knochenmark füllen und ins periphere Blut gelangen und sich in verschiedenen Teilen des Körpers ausbreiten. Dadurch kommt es zu einer Beeinträchtigung der normalen Blutzellproduktion. Das Knochenmark kann somit nicht mehr genügend gesunde Blutzellen bilden.

Die Ursachen einer genetischen Veränderung als Ursache für AML sind nicht bekannt. Es gibt mögliche Risikofaktoren, die den Ausbruch dieser Erkrankung auslösen können, was jedoch nicht bedeutet, dass sie zutreffen müssen.

Mögliche Risikofaktoren sind:

  • ein fortgeschrittenes Alter (tritt häufiger im hohen Alter auf)
  • das Geschlecht (tritt häufiger bei Männern auf, als bei Frauen)
  • die Aussetzung gegenüber hoch dosierter Strahlung oder Chemikalien wie Benzol
  • vorherige Chemotherapien und/oder Strahlentherapie bei anderen Krebserkrankungen
  • das Rauchen
  • vorherige Bluterkrankungen
  • und angeborene genetische Störungen

Es erkranken auch Menschen an AML, ohne einem dieser möglichen Risikofaktoren ausgesetzt zu sein. AML ist keine Erbkrankheit, ist nicht ansteckend und kann somit nicht auf eine andere Person übertragen werden.

Anzeichen einer AML sind unterschiedlich und individuell. Die häufigsten Symptome sind Atemnot, Blutergüsse, Fieber, Schwäche und Infektionen. AML entwickelt sich meistens schnell und führt bei einer Nichtbehandlung zum Tod.

In den meisten Fällen wird eine AML diagnostiziert, wenn die Leukämie bereits fortgeschritten ist. Eine regelmäßige Blutuntersuchung  beim Hausarzt oder bei der Hausärztin als Vorsorge verhindert nicht die Leukämie, kann aber Leben retten. Eine früh erkannte Leukämie kann gut behandelt werden! Die DKMS bietet gesunden Menschen die Möglichkeit, Blutkrebserkrankten das Leben zu retten. Als registrierter Stammzellenspender kannst du Menschenleben retten!

AML – Wenn das Knochenmark krank wird
Kugelaquarium in das Herzen reingeworfen werden
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
»Das tut mir leid zu hören.« Ein vermeintlich harmloser Satz, den du als Krebserkrankte:r bestimmt öfter zu hören bekommen hast. Doch was steckt eigentlich genau dahinter? Mitleid. 😩 Wie das Wort schon sagt – die Menschen leiden mit dir. Sie versuchen sich emotional in deine Situation hineinzuversetzen und deinen Schmerz und dein Leid nachzuvollziehen.

Warum Mitleid beiden Parteien jedoch wenig hilft und was man anstelle tun kann:

💔 Mitleid bedeutet oft auch Wertung: Die Mitleidenden stellen sich vor, in der gleichen Situation zu sein und bewerten – oft unbewusst – dass sie selber keinen Krebs haben möchten. Denn die Situation macht Angst und man fühlt sich hilflos. Die Mitleidenden stellen sich über die Betroffenen, denn sie empfinden ihre eigene Situation als »besser«.
💔 Mitleid macht hilflos: Die Mitleidenden verbinden sich emotional mit den Betroffenen und können in dem Moment keine Hilfe anbieten. Sie schenken kaum Hoffnung, das Leiden zu lindern. Sie fühlen sich eventuell traurig und unglücklich. Sie stellen sich und ihre eigenen Gefühle an erste Stelle und nicht die der Betroffenen.
💔 Als Betroffene:r ist Mitleid auch wenig hilfreich, denn oft fühlt man sich dadurch noch mehr belastet, bedauernswert und empfindet seine Situation als ausweglos. Oft kommt das Gefühl auf, Schuld daran zu sein, dass die Mitleidenden sich nun auch schlecht fühlen. Hier aufpassen: Du bist nicht verantwortlich für die Gefühle anderer!
💜 Was man anstelle von Mitleid Krebsbetroffenen und Angehörigen vermitteln kann? Mitgefühl. 💝 Auch hier steckt es bereits im Wort: Man fühlt mit den Betroffenen und Angehörigen mit, kann dabei aber eine gewisse Distanz bewahren. Diese objektivere Haltung ermöglicht einen Austausch auf Augenhöhe und öffnet Lösungswege, ohne zu werten. Hier können Sätze wie »Ich bin für dich da.« oder »Was kann ich tun, um dir zu helfen?« Zuversicht, Halt und Hoffnung schenken.
Der Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl
Eine Lupe vergrößert einen DNA Strang, um diesen auf Mutationen zu untersuchen.
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Zahlen & Fakten
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Krebs entsteht durch Veränderungen der DNA von Zellen. Diese Veränderungen heißen Mutationen. Dabei können unterschiedliche Mutationen der Grund für Krebserkrankungen sein.

Dabei können unterschiedliche Mutationen der Grund für Krebserkrankungen sein. Das bedeutet, wenn zum Beispiel zwei Menschen an Darmkrebs erkranken, können diese beiden Tumore durch unterschiedliche Mutationen entstanden sein. Andersherum kann jedoch auch eine einzige Art von Mutationen zu verschiedenen Krebsarten führen.

Die Tumortestung ermöglicht eine zielgerichtete Untersuchung auf die jeweilige Mutation des Tumors. Dabei wird die Genetik des Tumors analysiert und Mutationen in aktuell bekannten und krebsrelevanten Genen werden aufgezeigt.

🔬 Durchführung

Dieses geschieht durch das Comprehensive Genomic Profiling (CGP). So können in kurzer Zeit alle Mutationen des Tumors ausfindig gemacht werden. Dafür muss lediglich eine Gewebeprobe des Tumors entnommen werden. Wenn das nicht möglich ist, weil zum Beispiel viele Metastasen im Körper verteilt sind oder der Tumor ungünstig liegt, kann meist auch eine Blutprobe eingesetzt werden.

📋 Wozu sind Tumortestungen gut?

Eine Tumortestung kann sehr hilfreich für die Therapiefindung sein. Denn es gibt beispielsweise Therapien, die nur bei bestimmten Mutationen eine Wirkung zeigen. Jedoch kann der Test auch Mutationen aufdecken, für die bisher noch keine Behandlung bekannt ist.

Genauso kann der Tumor aber auch Mutationen unterliegen, die bisher noch nicht bekannt sind und deswegen nicht in der Testung angezeigt werden.

Nichtsdestotrotz bieten die Informationen der Testung Aufschluss über das genetische Profil des jeweiligen Tumors und können den behandelnden Mediziner:innen die Therapieplanung erleichtern.
Wie funktioniert eigentlich eine Tumortestung?
Ein dunkler Raum mit einem Fenster, Licht flutet den Raum. Auf der Linken Seite sitzt das Pathly-Kätzchen und grübelt.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Du fühlst dich manchmal einfach hilflos und bist dadurch im Alltag verunsichert? Damit bist du definitiv nicht alleine!

Gerade, wenn man einen Schock erlebt hat, empfindet man oft ein unangenehmes Gefühl von Ohnmacht. Das kann sich einerseits ausdrücken, indem man keinen Ausweg aus seiner Situation sieht oder man an so viel gleichzeitig denkt, dass man total verwirrt ist.

Gedanken, wie »Warum sind alle um mich herum in einer soviel besseren Situation« oder »Ich bin so alleine, niemand kann mir helfen«, sind dann ganz normal.

Zudem gibt es so einige Symptome, die dann auftreten können:

  • Energiemangel
  • Fehlender Mut und Hoffnungslosigkeit
  • Einsamkeit und Gefühle des Verlassenseins
  • Ausweglosigkeit
  • Handlungsunfähigkeit und Apathie
  • Ängste
  • Konzentrationsstörungen, keinen klaren Gedanken fassen können
  • Neigung zum Grübeln
  • Kontrollverlust
  • Innere Unruhe und Anspannung
  • Herzrasen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger

Besonders wichtig ist, dass du diese Situation erstmal wahrnimmst, als genau das, was es ist. Sei ganz ehrlich mit dir und deinen Gefühlen. Schreib deine Gedanken dazu auf oder rede mit deinen Liebsten über deine Situation. Zudem ist es natürlich immer gut, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Jede Krise ist nämlich auch eine Chance, wenn du sie nur richtig angehst!
Hilflosigkeit und Verunsicherung
Illustration eines Ports
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Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Ein Portkatheter, kurz Port, ist ein dauerhafter unter die Haut gepflanzter Venenzugang, der das Zuführen von Medikamenten erleichtern soll. Besonders bei Patienten, bei denen Venenzugänge wiederholt erforderlich sind, ist ein Port vorteilhaft, da andernfalls bei jeder Infusion erneut ein Venenkatheter gelegt werden muss. Es müsste also jedes Mal wieder eine neue Vene angestochen werden – autsch.

Was ist ein Port?

Ein Port ist ein Zugang, der vor der Therapie etwa unterhalb des Schlüsselbeines gesetzt wird in einer kleinen Operation. Er bringt den Vorteil, dass nicht immer eine Nadel in die Armvenen gelegt werden muss. Außerdem kann man darüber sehr gut Blut abnehmen und muss sich somit nicht immer am Arm picken lassen.

Sieht man einen Port von außen? Wie fühlt sich das an?

Und tut der Port immer weh? Wird er stören? Das ist sehr unterschiedlich, bei ausgesprochen schlanken Menschen ist der Port von außen sichtbar. Bei etwas kräftigeren Menschen ist er nicht so auffällig. Er liegt unter der Haut und wird mit einer Port-Nadel angestochen. Manchmal ist ein kleiner Hubbel unter der Haut zu sehen. Ansonsten kann man den Port von außen nicht erkennen.

Zu Beginn kann es etwas schmerzhaft sein, wofür der Schnitt der OP Narbe sorgt. Sofern keine Komplikationen entstehen, wird er dich nicht weiter stören.

Was muss ich beachten?

Ein Port wird in der Therapiezeit regelmäßig benutzt und angestochen. Wichtig ist, dass er immer gut durchspülbar ist und nicht verstopft.

Kann ich mit einem Port schwimmen gehen oder Sport machen?

Ja, wenn die OP Narbe verheilt ist.

Kann es zu Komplikationen mit einem Port kommen?

Ein Port kann sich entzünden, oder nicht mehr gut durchspülbar sein. In so einem Fall kann es sein, dass man ihn nochmal in einer Operation erneut setzten muss oder ihn erstmals ganz entnimmt. Meistens wird dann die andere Seite für einen neuen Portkatheter benutzt.

Wann trennt sich der Port von mir?

Nach einer Krebstherapie wird der Port meistens nicht sofort entfernt, jedoch ist das sehr individuell. Wenn nach den ersten Nachsorgeuntersuchungen alles gut ist, kann der Port meistens nach einem Jahr wieder heraus. Es jedoch auf deine Diagnose und dein Krankheitsbild an. Bei älteren Patient:innen bleibt der Port oft drinnen, damit ihnen eine weitere Operation erspart bleibt. Den Port muss man alle 3 Monate spülen lassen, oft kann man dies auch mit seiner Nachsorgeuntersuchung verbinden. Junge Erwachsene können den Port nach Abschluss der Therapie entfernen lassen. Nicht immer sofort danach, aber oft nach einigen Monaten.

Was passiert, wenn der Port wieder herausoperiert wurde?

Nach der Operation darf man ihn als Erinnerung an eine ganz besondere Zeit im Leben behalten. Der Port, sofern dieser für dich infrage kommt, was immer mit dem Arzt davor besprochen wird. Wird einige Zeit dein Begleiter im Leben werden. Ganz nahe begleitet er dich unter deiner Haut.

Der Port – ein neuer Begleiter auf Zeit
Ein illustrierter Arzt, der vor einer Tafel steht, auf der Nieren zu sehen sind.
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Zahlen & Fakten
Nierenkrebs
Am 20. Juni ist WELT-Nierenkrebstag!Diesen wollen wir als Anlass nutzen, um über eine Krebsart aufzuklären, an der jährlich etwa 14.500 Menschen in Deutschland erkranken – wobei Männer fast doppelt so oft wie Frauen betroffen sind. Trotz dieser hohen Zahl, gehört der Nierenkrebs zu den selteneren Tumorerkrankungen.

Erste Anzeichen können vor allem rot oder braun verfärbter Urin, Knochenschmerzen und –Instabilität sowie allgemeine grippeähnliche Beschwerden sein. Zu den stärksten Risikofaktoren zählt man Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und in selteneren Fällen auch erbliche Bedingungen.

Die Symptome sind dabei allgemein, vielfältig und schwer einzuordnen. So ist es besonders wichtig, auch bei niedrigschwellenden Beschwerden und ungeklärten Problemen einen Arzt aufzusuchen.

Wie bei vielen Krebsarten gilt: Umso früher die Krankheit entdeckt wird, desto besser kann sie therapiert werden. Eine professionelle Untersuchung sollte nicht aus Angst vor einem potenziell negativen Ergebnis herausgezögert werden. Nur so kann der Nierenkrebs rechtzeitig behandelt oder eine bösartige Erkrankung sogar von vornherein ausgeschlossen werden.

Sollte ein Nierenzellkarzinom diagnostiziert werden, so bedingt sich die Erkrankung durch die Größe und Lage des Tumors, der Art des Nierenkrebs sowie durch die Frage, ob schon Metastasen (verschleppte Krebszellen an anderen Stellen im Körper) zu finden sind. Diese Faktoren werden unter anderem durch bildgebende Verfahren (zum Beispiel durch Angiographie) geprüft.

Je nachdem, um welche Nierenkrebsart es sich handelt beziehungsweise wie sich diese klassifiziert, sind unter anderen Operationen, medikamentöse Behandlungen sowie Bestrahlungen wirksame Therapiemaßnahmen.

Übrigens: Der diesjährige Nierenkrebstag steht unter dem Motto »listening«, also lasst uns einander zuhören, Erfahrungen austauschen und einander helfen.

Welt-Nierenkrebstag
Ein Brot mit Körnern und Getreide im Hintergrund.
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Ernährung
Alle Krebsarten
In einer meiner jüngsten Ernährungsberatung hat ein Klient zu mir gesagt: »Vollkorn ist bei mir kein Problem. Ich esse jeden Morgen Körnerbrötchen.« »Okay, und sind Sie sicher, dass das Vollkorn ist?« »Ja!« Ich zeige ihm zwei Zutatenlisten: eine mit einem kleinen Vollkornanteil und eine mit Vollkorn als Hauptzutat. Er ist überrascht, denn ihm wird gerade klar, dass das, was er immer gegessen hat, nie Vollkorn war.

❓ Woran könnt ihr also Vollkorn erkennen?

Zumindest nicht am Aussehen von eurem Brot oder Brötchen, denn genau das wird oft ausgenutzt. Das Mehrkornbrötchen sieht mit seinen vielen Körnern so gesund aus, dabei ist das verwendete Mehl ein Auszugsmehl (Weißmehl). Die Randschichten des Korns wurden abgetrennt, bevor es gemahlen wurde. Aber genau dort sitzen wichtige Nährstoffe. Brote werden auch oft mit Malz dunkel gefärbt, um den Eindruck zu erwecken, Vollkorn zu sein.

📄 Der Name und die Zutatenliste sind entscheidend! Ein Vollkornbrot oder -brötchen darf sich nur so nennen, wenn auch Vollkorn drin ist – und zwar mindestens zu 90 Prozent. Ihr könnt also am Namen direkt erkennen, ob es sich um Vollkorn handelt. In der Zutatenliste sollte an erster Stelle Vollkorn stehen und auch die weiteren Zutaten sollten Vollkorn enthalten.

🥖 Ein Vollkornbrot kann auch fein gemahlen ohne sichtbare Körner sein und muss auch nicht dunkel aussehen.

Und wieso ist Vollkorn für die Gesundheit so wichtig?

✅ Vollkornprodukte enthalten viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Außerdem senken sie das Risiko für viele Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Dickdarmkrebs.

✅ Vollkorn liefert essentielle Vitamine und Mineralstoffe wie B-Vitamine, Eisen, Magnesium und Zink, die wichtig für die Zellfunktion und das Immunsystem sind.

✅ Es hilft außerdem, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, was wichtig für die Energieversorgung und die Vermeidung von Heißhungerattacken ist.

Die Vollkorn-Lüge – Darauf solltest du beim Kauf achten
Ein Einkaufskorb voller gesunder Lebensmittel.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Vielleicht hast du nach deiner Behandlung viele Fragen: Was darf ich essen? Was sollte ich besser weglassen? Und wie viel davon ist okay?

Nach einer überstandenen Krebserkrankung gelten die gleichen Empfehlungen wie zur Krebsprävention, denn sie können dir helfen, dein Risiko für ein Rezidiv zu senken. Deine Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle – genau wie Bewegung und ein gesundes, stabiles Gewicht.

Laut dem World Cancer Research Fund sind bis zu 40 % aller Krebserkrankungen auf ungünstige Ernährungs-, Bewegungs- und Lebensgewohnheiten zurückzuführen – und damit vermeidbar.

Zu den Hauptrisikofaktoren zählen:

·     Rauchen

·     Alkohol

·     Ungeschützte Sonnenexposition

·     Eine unausgewogene, kalorienreiche Ernährung

·     Übergewicht (erhöht das Risiko für mindestens 13 Krebsarten)

·     Bewegungsmangel

Was bedeutet das für dich?

Eine Garantie, dass der Krebs nicht wiederkommt, gibt es leider nie. Aber du kannst viel dafür tun, deinen Körper gut zu versorgen: mit den richtigen Nährstoffen sowie durch einen aktiven und gesunden Lebensstil.

Das sind die wichtigsten Ernährungsempfehlungen auf einen Blick:

1. 🥬 Pflanzliche Lebensmittel als Basis

Vollkorngetreide, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte sollten den Hauptbestandteil deiner Ernährung ausmachen. Sie liefern Ballaststoffe, die deine Darmgesundheit unterstützen sowie eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Praxis-Tipp Gemüse: Greif zu frischem oder tiefgekühltem Gemüse – am besten bunt gemischt. Orientiere dich am »Tellerprinzip«. Das heißt, die Hälfte deines Tellers sollte mit Gemüse gefüllt sein.

2. 🥩 Rotes Fleisch in Maßen

Empfohlen werden maximal 350 – 500 g gegartes rotes Fleisch pro Woche. Hierunter fallen Rind/ Kalb, Schwein, Lamm, Pferd und Ziege. Bevorzuge mageres, unverarbeitetes Fleisch. Auf verarbeitetes Fleisch wie Würstchen, Schinken oder Speck solltest du verzichten, da es von der WHO als krebserregend eingestuft wurde.

3. 🍟 Fast Food & stark verarbeitete Produkte als Ausnahme

Fast Food und Fertiggerichte enthalten meist viel Fett, Salz und Zucker. Wenn du häufiger zu solchen Produkten greifst, kann das langfristig negative Auswirkungen auf deine Gesundheit haben.

Wichtig ist die Balance. Wenn du dich im Alltag überwiegend ausgewogen ernährst, spricht nichts dagegen, wenn du dir ab und zu auch mal eine Pizza gönnst. Achte aber darauf, dass solche Ausnahmen nicht zur Gewohnheit werden.

4. 🧃Süße Getränke in Maßen

Zuckerhaltige Getränke wie Cola solltest du reduzieren, denn sie liefern viele Kalorien und Zucker ohne Sättigung. Greife lieber zu Wasser mit Zitronenscheiben, ungesüßtem Tee oder infused water.

5. 🍹Alkohol? Am besten gar nicht

Jedes Glas Alkohol erhöht das Krebsrisiko – auch nach der Erkrankung.

Deshalb gilt: je weniger, desto besser.

6. 🍽️ Das Tellerprinzip für eine ausgewogene Ernährung

Eine einfache Faustregel für deinen Alltag:

·     ½ Teller Gemüse

·     ¼ Teller Eiweiß (z.B. Hülsenfrüchte, Quark, Fisch, Ei, Tofu, Geflügel)

·     ¼ Teller Kohlenhydrate (z.B. Kartoffeln, Vollkornreis, Vollkornnudeln)

·     Ergänzt mit hochwertigen Fetten wie Nüssen, Samen oder pflanzlichen Ölen

Dieses Prinzip hilft dir, ausgewogen zu essen – ohne Kalorienzählen oder komplizierte Regeln.

7. 💊 Sind Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert?

Nicht grundsätzlich und sie werden auch nicht zur Krebsprävention empfohlen. Nahrungsergänzungsmittel können einen Mangel ausgleichen, aber sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Wichtig: lasse deine Blutwerte regelmäßig kontrollieren und nimm Präparate nur gezielt ein, wenn ein ärztlich bestätigter Mangel vorliegt.

Fazit

Dein Körper hat viel geleistet und verdient jetzt deine bestmögliche Unterstützung. Mit der richtigen Ernährung, Bewegung und einem bewussten Umgang mit Genussmitteln kannst du viel für deine Gesundheit tun. Setze dir kleine Ziele, probiere neue Rezepte aus und gönne dir Pausen. Und vor allem: sei stolz auf das, was du schon geschafft hast.

Ernährung nach Krebs: Wie du dich stärken und dein Rückfallrisiko senken kannst
Zwei glückliche Menschen sitzen vorm Weihnachtsbaum und spielen ein Spiel.
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Die (Vor-)Weihnachtszeit: Sie kann so schön, aber auch bittersüß sein für etliche von uns sein. Wenn man in Therapie ist, sind einige Aktivitäten nicht möglich oder sehr anstrengend. Und wenn man die Therapie abgeschlossen hat, gestaltet man die Weihnachtszeit unter Umständen anders als man es vor der Erkrankung getan hat – einfach weil man möglicherweise etwas Neues ausprobieren möchte, sich die Möglichkeiten geändert haben oder man einfach andere Prioriäten setzt. So oder so – hier kommen einige Tipps für eine besinnliche und schöne (Vor-)Weihnachtszeit:

1. Schreibe Karten 💌

Verfasse für drei Menschen, denen du dankbar bist, eine Weihnachtskarte und lass sie wissen, wieso du dich darüber freust, dass sie Teil deines Lebens sind. Sich dessen bewusst zu werden, warum wir bestimmte Menschen schätzen und gern haben, tut uns selbst auch gut.

2. Gestalte einen kreativen Abend 🎨

Wenn es für dich möglich ist, lade Freund:innen zu dir ein und lasst eurer Kreativität freien Lauf, sei es beim Gestalten von Weihnachtskarten, Bemalen von Keramik oder Basteln von Weihnachtssternen.

3. Mach jemand anderem eine Freude 🥧

Du kennst deine Lieblingsmenschen am Besten und weißt, was ihnen gefallen würde. Oder du suchst dir jemanden aus, den du gar nicht so gut kennst, und tust ihm oder ihr etwas Gutes. Wie wäre es z.B. mit dem oder der Postbotin?

4. Lies ein kurzes Buch bis Weihnachten 📚

Es gibt einige schöne und kurze Bücher, die man passend zum Thema Weihnachten lesen kann. Mittlerweile bringen Verlage auch Geschichten und Bücher als Adventskalender heraus – such doch einmal in einem Bücherladen oder der Bücherei danach.

5. Bewahre schöne Erinnerungen 📖

Oft fotografieren wir viel, betrachten diese Fotos aber selten oder gar nicht mehr. Schau dir doch Fotos von diesem Jahr bewusst durch und überlege dir, an was du dich gerne erinnern möchtest. Gestalte anschließend ein Fotobuch oder schreibe dir Zettel zu diesen Erinnerungen auf, die du in einer schönen Box aufbewahren kannst. Wenn es dir einmal nicht gut geht, kannst du eine schöne Erinnerung herauskramen.

6. Mache einen Social-Media-Detox-Abend ♟️

Wir verbringen alle ganz schön viel Zeit am Smartphone und vergessen darüber oft unsere wahren Verbindungen im richtigen Leben zu pflegen. Wie wäre es statt des Scrollens einen Spieleabend mit einem Lieblingsmensch zu verbringen oder ein Puzzle gemeinsam zu machen?

7. Probiere dich durch verschiedene Wintergetränke ☕️

Glühwein und Kinderpunsch aus dem Supermarkt oder auf dem Weihnachtsmarkt enthalten oft ganz schön viel Zucker und schmecken nicht immer.

Die gute Nachricht ist: Am 11.12. kommt ein Artikel bei uns zu Alternativen heraus – vielleicht ist da was für dich dabei?

8. Spaziere oder fahre durch die beleuchteten Straßen ⭐️

Weihnachtsbeleuchtung ist besonders stimmungsvoll und kann Glücksgefühle und ein Gefühl der Geborgenheit auslösen. Im besten Fall schneit es bei deiner Unternehmung und du hast ein Heißgetränk dabei, um dich zu wärmen.

9. Gönn’ dir einen neuen (Weihnachts-)Pullover 🎄

Was schreit mehr nach Gemütlichkeit als ein warmer, kuscheliger Pullover? Falls du selbst stricken kannst, könnte das ein Winterprojekt werden. Und wenn nicht, kauf dir einen Neuen oder such dir einen richtig kitschigen Weihnachtspullover im Second-Hand Laden oder online heraus.

10. Plane einen Tag nur für dich 🛀

Überlege dir, was dich persönlich in der (Vor-)Weihnachtszeit so richtig glücklich machen würde. Ist es ein Tag in Pyjama? Möchtest du deine Lieblingslieder aufdrehen und durch das Haus oder deine Wohnung tanzen? Oder willst du dich mit einem Weihnachtsfilm, Gesichtsmaske und einem Lieblingsessen verwöhnen? Alles ist möglich – lass es dir gut gehen und genieß die (Vor-)Weihnachtszeit!

Zehn Glücksmomente in der (Vor-)Weihnachtszeit
Frau hält dich den Bauch
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Zahlen & Fakten
Darmkrebs
Enddarmkrebs
Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten, denn sie ist mit jährlich rund 33.000 erkrankten Männern sowie etwa 28.000 Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland.

🔍🩺 Das Risiko für Darmkrebs steigt mit dem Alter, daher ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr wichtig.

👨👩👧👧 Genetische Faktoren können eine Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs spielen, weshalb Menschen mit einer Familiengeschichte von Darmkrebs ein erhöhtes Risiko haben und daher möglicherweise früher mit Vorsorgeuntersuchungen beginnen sollten.

💩 🏥 Die Heilungschancen sind am besten, wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird. Die Screening-Methoden zur Früherkennung von Darmkrebs umfassen Darmspiegelungen, Stuhltests auf okkultes Blut und bildgebende Verfahren wie die virtuelle Koloskopie.

🏃🏼🌱 Neben der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung ist es wichtig, auf mögliche Symptome zu achten und sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn etwas Ungewöhnliches bemerkt wird. Ein gesunder Lebensstil, der ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und Vermeidung von Tabak und übermäßigem Alkoholkonsum umfasst, kann das Risiko für Darmkrebs verringern.

1

Darmkrebs zählt mit jährlich rund 33.000 erkrankten Männern sowie etwa 28.000 Frauen zu der dritthäufigsten Krebserkrankung in Deutschland.

2

Das Risiko für Darmkrebs steigt mit dem Alter, daher ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr wichtig.

3

Etwa 90 % der Darmkrebserkrankungen entstehen durch entartete Darmpolypen.

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10 bis 15 % der Darmkrebserkrankungen entsteht schätzungsweise durch genetische Vorbelastung.

5

Eine frühe Diagnose und Behandlung verbessern die Heilungschancen erheblich, weshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch Darmspiegelungen, Tastuntersuchungen oder Stuhlproben empfohlen werden.

Faktencheck Darmkrebs: Alarm im Darm
Eine Illustration von weihnachtlichen Gebäuden.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Genieß das Alleinsein ganz bewusst und freu dich über die freien Tage und sei neugierig auf das, was das neue Jahr bringen wird – an aufregenden Momenten und der einen oder anderen Begegnung. Hier sind für dich ein paar Inspirationen, wie du dir dein ganz persönliches Weihnachten gestalten könntest. ☝️

Zeit zu Hause für dich:

🍿 Weihnachtsfilmklassiker gucken

🍪 Weihnachtskekse backen

🍲 Weihnachtsdinner planen und kochen

🛁  Entspannungsbad mit einer heißen Schokolade und Gesichtsmaske

⛄️ Weihnachtsspaziergang

🎁  Beschenke dich selbst, niemand weiß schließlich so gut wie du selbst, was dir gefällt

Soziales Engagement:

🦮 Engagiere dich sozial wie z. B. der Tafel und beim Ausschank in der Suppenküche helfen oder im Tierheim Gassi gehen und die Haustiere vor Ort pflegen

Ideen für Aktivitäten:

🎭 Kulturelle Veranstaltungen besuchen wie z. B. Konzerte, Theateraufführungen oder Gottesdienste

🎄 Weihnachtsmarkt-Hopping

☕️ Besuche dein Lieblingscafé mit einem Buch

Urlaubsideen:

💭 Überlege dir dein nächstes Traumziel, mach dir eine Bucket List für die Orte, die du noch sehen willst. Vorfreude ist doch immer die schönste Freude

🧖♀️  Spa – Wochenende mit Massage

🏞  Last-Minute-Urlaub über Weihnachten

Ich, allein zu Haus an Weihnachten. 🥺 🙂
Ein Bild von Nuss-Hanfsamen Plätzchen auf grünem Hintergrund.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
🥜🌱🍪 Wir haben ein leckeres und gesundes Plätzchen Rezept für dich, das vegan und proteinreich ist. Diese Plätzchen sind ganz einfach zuzubereiten und schmecken köstlich! 😋
Checkliste mit Stift auf rosanem Hintergrund.

Für dasRezeptbrauchst du:

1 Tasse Haferflocken

1/2 Tasse gehackte Nüsse (z. B. Mandeln, Walnüsse)

2 Esslöffel Hanfsamen

1/2 Tasse ungesüßtes Apfelmus

1 EL Chiasamen (zur besseren Bindung)

1 TL Vanilleextrakt

1/2 Tasse gehackte Zartbitterschokolade

🥣  Zubereitung:

1

Ofen vorheizen: Heize deinen Ofen auf 180 °C vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus.

2

Trockene Zutaten mischen: Vermische die Haferflocken, die gehackten Nüsse und die Hanfsamen in einer Schüssel. Diese Zutaten sorgen für eine Extraportion Protein und Ballaststoffe.

3

Apfelmus, Chiasamen und Vanilleextrakt hinzufügen: Rühre das ungesüßte Apfelmus und die Chiasamen in die trockenen Zutaten ein. Die Chiasamen dienen als Bindemittel und geben den Plätzchen die nötige Konsistenz. Lasse die Masse kurz ruhen, damit die Chiasamen quellen können. Gebe noch Vanilleextrakt dazu.

4

Schokolade unterheben: Füge die gehackte Zartbitterschokolade hinzu und rühre sie unter den Teig.

5

Masse ausbreiten: Gebe die Masse auf dein Backblech, breite sie aus und streiche sie glatt. Verwende dazu einen Esslöffel.

6

Backen: Schiebe das Backblech in den vorgeheizten Ofen und backe die Masse etwa 12-15 Minuten oder bis sie goldbraun ist.

7

Abkühlen lassen: Lass die Masse auf dem Blech abkühlen, damit sie fester wird. Brich die Masse anschließend in plätzchengroße Stücke.

8

Genießen: Und schon kannst du dir deine proteinreichen Nuss-Hanfsamen-Plätzchen schmecken lassen!

Good to Know: Die Plätzchen schmecken nicht süß und bekommen lediglich durch die Schokolade einen süßen Geschmack.
Proteinreiche Nuss-Hanfsamen Plätzchen
zwei Männer mit Schnurrbart sitzen entspannt auf dem Boden, neben ihnen ist eine Pille und ein Bildschirm mit Vitalwerten abgebildet
Info
Alltag
Hodenkrebs
Prostatakrebs
Habt ihr schon mal was vom Movember gehört? Wenn ja, super! Wenn nein, auch nicht schlimm. Wir geben euch einen kurzen Einblick.

💭 Welche Bedeutung hat der Begriff und woher stammt er?

Was auf den ersten Ausblick aussieht wie ein Schreibfehler, ist eine einfache Wortzusammensetzung. Das englische Wort ›moustache‹ (Schnurrbart) und der Monat ›November‹ werden zu ›Movember‹. Seinen Ursprung hat der Aktionsmonat in Australien. Junge Männer beschlossen quasi aus einer Laune heraus, sich für einen wohltätigen Zweck einen Monat lang einen Schnurrbart wachsen zu lassen. 👨🏻 Später schlossen sie sich mit der ›Prostate Cancer Foundation of Australia‹ (PCFA) zusammen und begannen Spenden zu sammeln. Heute ist der Movember eine weltweite Bewegung, die sich mit Männergesundheit befasst.

💭 Um welche Aspekte der Männergesundheit geht es konkret?

Die Kampagne zielt darauf ab, Männer zu ermutigen, offener über Gesundheit zu sprechen, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und Hilfe in Anspruch zu nehmen, auch bei mentalen Problemen. Im Bezug auf Krebserkrankungen liegt der Fokus zum einen auf Prostatakrebs, da diese die häufigste Krebsart bei Männern ist. Das Bewusstein für diese Krankheit soll geschärft und die Forschung unterstützt werden. Desweiteren wird auf Hodenkrebs aufmerksam gemacht, der vor allem jüngere Männer betrifft.

💭 Wie läuft ein Aktionsmonat ab?

Einfach mal das Stichwort Movember im Netz in die Suchmaske eingeben und registrieren. Die Regeln sind simpel: Am 1. November müssen sich alle Teilnehmer das Gesicht rasieren und den ganzen Monat einen Schnurrbart wachsen lassen. Wie ihr ihn wachsen lassen könnt, liebe Männer, und wie ihr Spenden generiert, erfahrt ihr auf der Website.

Movember: Schnurrbart als Symbol für Männergesundheit
Ein junge Frau sitzt am Schreibtisch an ihrem Computer und tippt.
Info
Alltag
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Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Vielleicht nutzt auch du bereits Chatbots wie ChatGPT für alltägliche Aufgaben – zum Beispiel für das Erstellen von Zeitplänen, um Produkte zu vergleichen oder Rezeptideen zu generieren. Auch in der Krebsmedizin ist KI angekommen – und sie kann weit mehr als Daten sortieren. Sie kann helfen, verstehen, begleiten.

KI kann riesige Datenmengen analysieren und so bei der Krebsfrüherkennung (zum Beispiel durch die Analyse von Gewebeproben) helfen. Spezielle mit medizinischen Trainingsdaten gespeiste KIs können bei Diagnoseverfahren unterstützen und Ärzt:innen basierend auf Patient:innendaten und wissenschaftlichen Studien sowie aktuellen medizinischen Leitlinien in Sekundenschnelle Behandlungsoptionen vorschlagen.

‼️ Natürlich kann KI hierbei keine ärztliche Entscheidung ersetzen – sie ist ein Werkzeug, kein Heiler.

🔬 Forschung für personalisierte Krebstherapien

Derzeit werden zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt, die die Potenziale von KI für die Verbesserung von Krebsdiagnostik und -therapie untersuchen. So könnte in Zukunft KI die Individualisierung von Krebstherapien verbessern, sodass jede Patient:in ausschließlich wirklich notwendige und für sie:ihn passende Medikamente erhält.

Doch nicht nur für Forschende und Ärzt:innen bietet KI neue Möglichkeiten. Auch Patient:innen und Angehörige können KI nutzen, um Fragen zu stellen, wissenschaftliche Befunde in einfache Sprache übersetzen zu lassen oder auch um drei Uhr nachts noch einen Ansprechpartner zu haben, wenn Ängste oder Sorgen einen gesunden Schlaf verhindern. Teilweise beantwortet KI medizinische Fragen sogar so gut, dass Patient:innen die KI-Antwort nicht mehr von der Ärzt:innen-Antwort unterscheiden können. Studien zufolge bewerten Patient:innen KI-generierte Antworten auf ihre Fragen außerdem als empathischer und hilfreicher als durch medizinisches Personal verfasste Antworten. Hier zeigt sich, dass KI mittlerweile zu einem sehr menschlichen, wertschätzenden und wohlwollenden Umgang mit ihren Nutzer:innen fähig ist.

💬 Chancen und Grenzen therapeutischer Chatbots

Dieses empathische Verhalten verleitet dazu, Chatbots auch für therapieartige Gespräche zu nutzen. Dies ist naheliegend, da die KI (im Gegensatz zu echten Menschen) nie müde wird, nicht urteilt und immer verfügbar ist. Chatbots wie ChatGPT, Weobot oder Wysa können auch tatsächlich zunächst sinnvolle Ansprechpartner sein. Sie sind in der Lage, Gespräche zu führen, emotionales Befinden zu erfassen und Coping-Strategien vorzuschlagen. Häufig sind die künstlich generierten Antworten einfühlsam, machen Mut und helfen dabei, die eigenen Gedanken zu sortieren. Je mehr konkrete Informationen die KI erhält, desto individuellere Tipps kann sie dir geben.

Doch hier ist Vorsicht geboten: Persönliche und sensible Daten (wie vollständige Namen und Adressen oder finanzielle Angaben) solltest du keinem Chatbot zur Verfügung stellen! Sind die Daten in der KI eingegeben, kann nicht immer zuverlässig nachvollzogen werden, inwiefern diese weiterverarbeitet werden. Zudem werden deine Eingaben häufig genutzt, um die KI weiter zu trainieren.

Bei ChatGPT kannst du dies in den Einstellungen ändern. Hier kannst du entscheiden, ob du die Funktion »Das Modell für alle verbessern« ein- oder ausschalten möchtest. Allerdings solltest du auch dann, wenn diese Funktion ausgeschaltet ist, keine sensiblen Daten teilen, da KI-Systeme nicht immer vor Cyberangriffen sicher sind. Bezogen auf die Datenschutzproblematik und sicherlich auch auf konkrete Handlungsempfehlungen bei wiederkehrenden Angst- und Unsicherheitsgefühlen oder anderen häufig auftretenden, mentalen Problemen sind, menschliche Therapeut:innen definitiv den Chatbots vorzuziehen. Idealerweise können Chatbots aber eine erste Anlaufstelle darstellen und als Brückenbauer in akuten Momenten fungieren. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie ChatGPT dein Gesundheitsmanagement verbessern kann, dann gibt es hierzu eine interessante Podcastfolge namens »ChatGPT als Therapeut: Wie du KI für deine mentale Gesundheit nutzt« von Dr. Eva Elisa Schneider.

💻 Ein Selbstexperiment mit ChatGPT

Im Selbstexperiment konnte ich Zeugin der kompetenten und einfühlsamen Antworten von ChatGPT werden. Ich probierte zunächst aus, inwieweit ChatGPT mir helfen konnte, meinen PET-CT-Befund der Erstdiagnose aus dem Jahr 2022 noch besser zu verstehen. Hier erhielt ich auch direkt von der KI den Hinweis, dass ich Klarnamen oder andere sensible Daten schwärzen solle, bevor ich den Befund hochlud. Ich entschied mich dazu, nur die letzten paar Sätze zu kopieren. Hier ging es um die Ausbreitung des Lymphknotenbefalls bei meiner Krebserkrankung. ChatGPT erklärte mir sehr kleinschrittig, dass es sich bei meiner Erkrankung um ein Lymphom handelte, und konnte alle medizinischen Begriffe (wie zum Beispiel »infradiaphragmal«) in verständliche Begriffe (in diesem Fall »unterhalb des Zwerchfells«) übersetzen. Sogar das Stadium konnte die KI richtig benennen und in Abhängigkeit von bestimmten Risikofaktoren konkrete Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen. Hier erklärte mir ChatGPT in etwa die gleichen Möglichkeiten, wie mein Onkologe es damals getan hat. Auch die Angaben zur Dauer der Therapie und zu den möglichen Nebenwirkungen waren akkurat.

Als nächsten Schritt schlug die KI vor, mir weitere Informationen zu körperlicher und seelischer Therapieunterstützung zur Verfügung zu stellen. Diese Tipps beinhalteten unter anderem eine eiweißreiche, ausgewogene Ernährung, regelmäßige, moderate Bewegung und eine Suche nach Austauschmöglichkeiten in Form von Selbsthilfegruppen oder Psychoonkologie. Bei genauerem Nachfragen, welche Möglichkeiten ich als junge Patientin für den Onlineaustausch hätte, schlug die KI das junge Krebsportal der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs oder die Yes-We-Cancer-App vor. Unser kleiner Verein Pathly hat es leider noch nicht in die ChatGPT-Vorschläge geschafft, aber als ich der KI von meinen Zukunftsängsten berichtete, nutzte der Chatbot unseren Slogan »Du bist nicht allein«, um mich aufzufangen. Die ausführliche Antwort lautete:

»Es ist okay, dass du Angst hast. Diese Gefühle sind kein Zeichen von Schwäche, sondern eine natürliche Reaktion auf das, was passiert ist. Und es ist ebenso wichtig, dass du dich daran erinnerst: Du bist nicht allein. Menschen um dich herum, Freunde, Partner, Familie, aber auch digitale Communitys und Fachleute können dich begleiten. Du musst nicht alles selbst tragen.«

Diese emotionale und einfühlsame Antwort der KI beeindruckte mich nachhaltig. ChatGPT hat für mich damit bewiesen, dass KI Mut machen und helfen kann. Natürlich ist sie zu keinem Zeitpunkt ein Ersatz für echte Ärzt:innen, Therapeut:innen und Angehörige, die uns in den (manchmal leider ziemlich dunklen) Zeiten als Krebspatient:innen zur Seite stehen. Aber die Zukunft der Krebsmedizin ist nicht menschlich oder künstlich – sondern beides, im besten Fall Hand in Hand.
KI gegen Krebs: Zwischen Daten, Dialog und Hoffnung
Eine Frau blickt mit Fernglas in die Ferne.
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Die Krebserkrankung und damit verbundene Therapien können Veränderungen mit sich bringen, die über die eigentliche Behandlung hinaus wirken. Der folgende Überblick zeigt einen Ausschnitt aus möglichen Langzeit- und Spätfolgen und gibt dir Hinweise zum Umgang damit.

Disclaimer!

Zunächst muss gesagt werden, dass die hier aufgelisteten Langzeit- und Spätfolgen auftreten können und nicht unbedingt müssen. Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Lies bitte nur weiter, wenn du dich informieren möchtest. Sollten dich solche Informationen eher belasten, lies den Text lieber zu einem späteren Zeitpunkt. Alternativ kannst du eine Vertrauensperson bitten, sich zu informieren und dich aufzuklären, sollten Symptome auftreten und diese Person einen Handlungsbedarf sieht.

Schlafstörungen

Durch die Therapie, Medikamente, Veränderungen im Hormonhaushalt kann der gesunde Schlaf gestört werden. Nicht einschlafen können, Durchschlafprobleme oder zu früh wach? Von Schlaflosigkeit (Insomnie) spricht man, wenn diese Störungen dreimal pro Woche über einen Zeitraum von einem Monat auftreten.

Unser Tipp

Lerne verschiedene Entspannungstechniken kennen, die dir beim Ein- und Wiedereinschlafen helfen. Eine ruhige Abendroutine kann auch helfen, deinen Körper auf den Schlaf vorzubereiten.

Konzentrationsschwierigkeiten

Viele berichten nach der Therapie von Konzentrationsproblemen, Orientierungsschwierigkeiten, Wortfindungsstörungen, plötzlicher Vergesslichkeit, mentale Erschöpfung oder dem Gefühl, keinen klaren Gedanken fassen zu können. Dies nennt man auch »Brain Fog« (Nebel im Kopf).

Unser Tipp

Ein gesunder und achtsamer Lebensstil wie etwa eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und genügend Pausen im Alltag können diese Symptome lindern. Wasser trinken nicht vergessen!

Fatigue

Wenn du nach geistiger oder körperlicher Anstrengung eine extreme Müdigkeit und/oder Erschöpfung verspürst und diese nach einer angemessenen Ruhephase nicht verschwindet, kann das ein Anzeichen für ein Fatigue-Syndrom sein. Diese können auch Jahre nach der Therapie anhalten und  chronisch werden.

Unser Tipp

Sei dir deines persönlichen Limits bewusst, ohne dich selber zu verurteilen. Ziehe Grenzen und kommuniziere offen, was du gerade brauchst. Pausen einhalten und Stressmanagement sind zwei Werkzeuge, die dir helfen können.

Angstzustände und andere psychische Erkrankungen

Die Krebsdiagnose und Therapie verlangen nicht nur körperlich viel ab, auch mental musst du ziemlich viel durchmachen. Daher können Ängste, Sorgen und andere psychische Zustände verstärkt werden.

Unser Tipp

Fühlst du dich eingeschränkt in deinem Alltag? Dann hole dir Hilfe bei Psychoonkologen. Du musst dich deinen Ängsten nicht alleine stellen.

(Chronische) Schmerzen (z.B. durch Narben, Amputationen und Polyneuropathie)

Grundsätzlich kann zwischen akuten und chronischen Schmerzen unterschieden werden. Bei akuten Schmerzen solltest du dir zunächst klarmachen, was die Ursache hierfür darstellt. Im nächsten Schritt gilt es dann, aktiv dagegenzuwirken. Wenn es sich um chronische Schmerzen handelt, ist es besonders wichtig, einen guten Umgang damit zu erlernen und Wege zu finden,  trotz des Schmerzes entspannen zu können.

Unser Tipp

In beiden Fällen kann eine ärztliche Beratung sehr hilfreich sein und zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität führen.

Hilfsmittel

Vielleicht bist du nach deiner Therapie kurz-, mittel- oder langfristig auf Hilfsmittel (Medizinprodukte) angewiesen wie etwa Implantate, Prothesen, Stoma oder Medikamente. Das kann zunächst sehr befremdlich sein.

Unser Tipp

Der Krebs führt viele Veränderungen herbei. Eine Psychotherapie kann unterstützend helfen, sich mit dem Verlust des alten Lebens auseinanderzusetzen, neue Träume und Ziele zu formulieren und erste Schritte in das neue Leben mit Hilfsmitteln zu gehen.

Schleimhäute

Vor allem Krebspatienten sollten während der Therapie, aber auch in der Nachsorge, regelmäßig ihren Mundraum ärztlich kontrollieren lassen. Aber auch andere Schleimhäute, etwa im Magen, Darm und in Sexualorganen, können durch die Chemotherapie, Medikamente und Bestrahlungen angegriffen werden.

Unser Tipp

Um all diesen Nebenwirkungen so gut es geht entgegenzuwirken, ist es hilfreich, Ärzt:innen vorab aufzusuchen, um abzuklären, was man während und nach den Therapien am besten tun kann, um seine Schleimhäute zu schützen und wieder aufzubauen.

Hormonveränderungen

Chemotherapie, antihormonelle Medikamente nach der Therapie und Eingriffe wie zum Beispiel die Entfernung der Eierstöcke nehmen großen Einfluss auf deinen Hormonhaushalt. Dies kann vielfältige Nebenwirkungen hervorrufen, die vergleichbar mit den Wechseljahren sind. Auch die Libido kann darunter leiden.

Unser Tipp

Lasse dich von deinen behandelnden Ärzten beraten, ob eine Hormonersatztherapie oder auch eine nicht hormonelle Therapie für dich infrage kommt.

Langzeit- und Spätfolgen – was erwartet mich?
Dunkelhäutige Person, die auf dem Boden sitzt und selbstsicher wirkt
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Die Erstbehandlung der Krebstherapie ist abgeschlossen. Und wie geht es jetzt weiter? Die meisten Krebspatient:innen haben nach der abgeschlossenen Primärbehandlung Anspruch auf eine onkologische Reha.

Durch spezielle Rehabilitationsmaßnahmen soll diese ihnen helfen, wieder zurück in den gewohnten Alltag zu finden, die Erholung fördern und Langzeitschäden vorbeugen. Eine solche Reha findet entweder stationär oder ambulant in einer fachspezifischen Rehaklinik statt und ist lediglich freiwillig und nicht verpflichtend. Eine Reha kann auch direkt im Anschluss an die Primärbehandlung erfolgen. Das nennt sich dann »Anschlussheilbehandlung« (AHB). Die Kosten dafür trägt meist die Deutsche Rentenversicherung, bei der vor der Behandlung ein Antrag eingereicht werden muss. Die ersten Ansprechpartner:innen sind die behandelnden Ärzte und Ärztinnen, sowie offizielle Krebsberatungsstellen.

Reha und AHB (Anschlussheilbehandlung)
Krankenhaus zwischen zwei grünen Hügeln
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Lange Krankenhausaufenthalte können ziemlich öde sein. »Wenn man sich langweilt, läuft alles gut!«, hat man mir einmal gesagt. Heute verstehe ich diesen Satz besser als früher. Denn wer an Schmerzen leidet oder bestimmte Behandlungen mit Komplikationen erleidet, kriegt gar nicht so aktiv mit, wie die Zeit vergeht. Die Betroffenen sind nämlich mit anderen Problemen konfrontiert als sich mit der Frage nach dem »Wann komme ich hier raus?« zu beschäftigen.

Wir geben euch  5 Tipps, wie ihr einen langen Krankenhausaufenthalt überleben könnt.

1

Nimm dir ein interessantes, aber nicht allzu dickes Buch zur Hand und ließ, falls möglich, ein Buch!

2

Wann hast du zuletzt deine Lieblingsserie gesehen? Wenn du WLAN hast, dann starte deinen Serienmarathon.

Pro-Tipp: Lade dir ein paar Serien oder Filme auf dein Smartphone.

3

Ruf deine Freunde oder Familie an und rede dir die Seele vom Leib. Manchmal kann Social Media auch wahrhaftig Wunder bewirken.

4

Du bist noch relativ fit im Kopf? Dann mach ein Puzzle oder ein paar Sudokus. Am besten ganz einfache Puzzle und Sudokus, damit du nicht frustriert bist, falls du das Rätsel mal nicht löst.

5

Hör Musik oder lass dir von deinen Lieben etwas zum Malen und Zeichnen vorbeibringen.

Wichtig!

Nicht jede:r wird in der Lage sein, diese Tipps auszuführen. Eine Krebstherapie kann viele Schäden verursachen, wodurch die sensorischen und/oder neuronalen Funktionen beeinträchtigt werden können. Deshalb sind diese Tipps nur für diejenigen, die sich körperlich und geistig fit genug fühlen, diese Tätigkeiten auszuführen.

5 Tipps für lange Krankenhausaufenthalte
Zwei sich nahestehnde, vertraute Personen sitzen Rücken an Rücken. Die rechte Person hat keine Haare mehr auf dem Kopf und ist sichtlich niedergeschlagen. Die Person auf der linken Seite berührt sachte ihre Hand.
Tipp
Angehörige
Alle Krebsarten
Mit der Diagnose Krebs ändert sich nicht nur das Leben der Patient:innen schlagartig, auch für die Angehörigen – sei es jetzt Mama, Papa, Partner, Partnerin, Freund oder Freundin – ist nichts mehr so wie es einmal war. Die Krankheit wird zum Mittelpunkt der Gedanken und Gefühle. Nie dagewesene Ängste, Gedanken und Gefühle drängen in den Vordergrund. Verlustangst, Hilflosigkeit und Ungewissheit sind da keine Seltenheit.

Da kann es schon auch mal zu Momenten kommen, in denen man nicht weiter weiß und der Kopf einfach leer ist. Eigentlich ist das auch ganz verständlich. Deswegen haben wir für euch fünf Tipps und Denkanstöße gesammelt, die euch bei der Kommunikation und im Umgang mit der Krankheit helfen können.

Verwendet keine Phrasen

»Eine Glatze steht dir bestimmt gut!«, »Meine Tante ist an Krebs gestorben!«, »Ach, das wird schon wieder! Du musst nur positiv denken.« Diese Sätze sind taktlos und will niemand hören. Versuch solche Phrasen  zu vermeiden und hör der oder dem Betroffenen einfach zu. Schau dazu gerne mal in unser Magazin »Du bist nicht allein« auf Seite 47. Dort findest du zu dem Thema ein Krebs-Bullshit-Bingo.

Legt nicht jedes Wort auf die Goldwaage

Ihr befindet euch in einer absoluten Ausnahmesituation, da kann es schon mal sein, dass der eine oder andere Satz fällt, den ihr eigentlich nicht so meint. Sei darauf gefasst auf einer Gefühlsachterbahn zu sitzen. Versucht euch gegenseitig zu verstehen und denkt immer daran: Ihr seid ein Team!

Info

Bei Schmerzen, Übelkeit oder Erschöpfung sind Stimmungsschwankungen übrigens auch ganz natürlich.

Fragt mal nach!

Es ist ganz normal, dass du helfen und dich nützlich fühlen willst. Besonders als Angehörige:r fühlt man sich nach der Diagnose machtlos. Fragt den oder die Betroffene:n womit du ihn/sie unterstützen kannst. Respektiere aber auch, wenn diese:r für manche Dinge keine Unterstützung braucht.

Sprecht offen über eure Gefühle und Bedürfnisse

Nehmt euch die Zeit in Ruhe mit einander zu sprechen, hört euch gegenseitig zu und habt Verständnis, denn nur so könnt ihr herausfinden, wie ihr einander unterstützen könnt.

Diese Fragen solltet ihr euch immer mal wieder stellen:

»Über was möchtest du sprechen?«

»Was hast du auf dem Herzen?«

»Welche Entlastung wünschst du dir?«

Achte auf dich und nimm dir Zeit!

Okay, du bist nicht der- oder diejenige, der/die an Krebs erkrankt ist; trotzdem solltest du auf dich acht geben. Nimm dir Zeit für deine eigene geistige und körperliche Gesundheit. Nur wer selbst fit ist, kann anderen helfen, gesund zu werden. Es ist wichtig, die eigenen Wunden zu heilen und Hilfe anzunehmen. Sprich mit einer vertrauten Person oder auch eine:m Psycholog:in über die Erkrankung. Vergiss deine Hobbys und Freunde nicht und nimm dir die Zeit, die du für dich brauchst.

Mehr als 1.000 Worte

Eine sanfte Umarmung oder eine herzliche Berührung sind meist hilfreicher als tausend Worte. Denk dran: Du bist ein vertraute Person und da zu sein, kann bei den etlichen neuen Erfahrungen eine echte Stütze sein.

Lass es raus!

Ganz ehrlich: Falls du mal das Bedürfnis verspürst lauthals los zu heulen. Lass es doch einfach mal so richtig raus, stell dich aufs Feld, in den Wald oder auf einen Berg und schrei dir deinen Frust von der Seele. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAH

Quality Time

Wie wäre es mit einem Wellness Tag, einem Kinobesuch oder einem Spiele-Abend? Versucht neben dem Krebs-Alltag auch einfach mal ganz »Normale« Sachen zu machen wie Spiele spielen, gemeinsam zu Kochen oder Geschichten zu erzählen und lasst den Alltag einfach mal Alltag sein.

Euer Motto von nun an:

»Wir schaffen das schon gemeinsam!«

Wie gehe ich mit dem Krebs meiner Liebsten um? Das 1x1 für Angehörige
Drei verschiedene Kohlsorten.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Kohl kommt nur selten auf deinen Teller? Wir zeigen dir, warum du ihn öfter essen solltest.

Kohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und umfasst viele nährstoffreiche Sorten wie Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl oder Kohlrabi.

Das heimische Nährstoffpaket: Kohl allgemein

✅ Kohl ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin C, K, B-Vitaminen, Kalium, Calcium und Eisen.

✅ Enthält Glucosinolate – das sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.

✅ Hoher Ballaststoffgehalt – fördert deine Verdauung und sorgt für ein gesundes Mikrobiom.

✅ Liefert Antioxidantien, welche deine Zellen vor freien Radikalen schützen.

✅ Besonders kalorienarm – ideal für eine gesunde Ernährung und zum Abnehmen.

Das ist besonders:

🥦 Rosenkohl: Wusstest du, dass Rosenkohl mehr Vitamin C hat als eine Zitrone? Schon 100 g Rosenkohl decken mit 110 mg Vitamin C deinen gesamten Tagesbedarf ab.

🥦 Brokkoli: Enthält den sekundären Pflanzenstoff Glucoraphanin – eine Vorstufe von Sulforaphan. Sulforaphan entsteht durch enzymatische Umwandlung beim Schneiden und Kauen von Brokkoli. Ergebnisse aus Zell- und Tierstudien weisen eine tumorzellhemmende Wirkung des Pflanzenstoffs auf. Auf den Menschen sind diese Ergebnisse aber nicht übertragbar, sodass weitere Studien nötig sind.

🥦 Grünkohl: Ist Spitzenreiter bei Provitamin A, Vitamin E, Vitamin K, Vitamin B2, Folsäure, Calcium, Phosphor und Eisen im Vergleich zu anderen Kohlsorten. Auch tiefgekühlt ist er das ganze Jahr über verfügbar. Probiere doch mal Grünkohl-Curry, frischen Grünkohl-Salat oder einen grünen Smoothie.

Egal für welchen Kohl du dich entscheidest – alle sind wahre Superfoods, die dein Immunsystem stärken, deine Verdauung unterstützen und wertvolle Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe liefern. 💚
Superfood Kohl – unser heimisches Nährstoffwunder
Info
Zahlen & Fakten
Analkrebs
Am 21. März ist Analkrebs-Awareness-Tag. Wir möchten diesen Tag nutzen, um über diese unbekannte Krebserkrankung aufzuklären. Analkrebs beziehungsweise Analkarzinome sind selten. Und doch gibt es sie.

Ein großes Problem beim Analkrebs ist, dass es keine eindeutigen Beschwerden gibt. Sie können unterschiedlich und vor allem ganz unspezifisch sein. Nässen, Jucken, Brennen am Po, ein Knubbelgefühl oder Blut – bei all dem denken die meisten Menschen an Hämorrhoiden. Man kennt nichts anderes.

Man denkt sich: Ist nichts Schlimmes – und holt sich Hämorrhoidensalbe. Man schämt sich. Man verdrängt die Beschwerden. Man weiß nicht, an wen man sich mit Po-Problemen wenden soll. Viele Gründe führen dazu, dass man Po-Beschwerden erträgt und häufig erst spät untersuchen lässt.

Achtung!

Mit diesem Post möchten wir keine Angst machen. Er dient als erste Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sowie ersetzt er keine ärztliche Einschätzung.

Hinter all diesen Beschwerden stecken viel häufiger vergrößerte Hämorrhoiden oder andere Dinge am Po als Analkrebs – und doch kann man ohne Untersuchung selbst nicht wissen, was am eigenen Anus los ist.

Risikofaktoren und Entstehung von Analkrebs

Etwa 90 % aller Analkrebse entstehen auf Basis einer anhaltenden Infektion mit bestimmten Hochrisiko-HPV-Typen. Humane Papillomviren zählen zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen (STI – sexually transmitted infections). Die allermeisten Menschen werden im Laufe ihres Lebens infiziert – und in den meisten Fällen passiert nicht viel. Bei einigen Menschen jedoch schon.

Weitere Faktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, zum Beispiel bei HIV- Infektion oder nach Organtransplantationen, frühere HPV-bedingte Erkrankungen im Genitalbereich und ein Lebensalter ab circa 55 Jahren. Auch Rauchen gilt als ein Risikofaktor. Überhaupt alles, was zu einer höheren Rate einer Übertragung von HPV beiträgt, da sich das Erkrankungsrisiko mit zunehmender Wahrscheinlichkeit für eine Infektion mit Hochrisiko-HPV-Typen erhöht. Hierzu zählen häufig wechselnde Sexualpartner:innen und auch Analverkehr, da es hier sehr häufig zu minimalsten Schleimhautverletzungen kommt, die als Eintrittspforte für die Viren dienen können.

Doch ist wichtig zu wissen, dass es keinen Analverkehr braucht, um Analkrebs zu bekommen. Dieser erhöht zwar das Risiko für eine Infektion mit HPV – so, wie auch mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen – doch gerade Frauen, die im gynäkologischen Bereich HPV-assoziierte höhergradige Zellveränderungen in ihrem Leben hatten, haben auch ein erhöhtes Risiko, an Analkrebs zu erkranken. Denn die Viren können sich ausbreiten – es ist alles recht nah im Intimbereich.

Durch eine andauernde Infektion kann es zu Zellveränderungen, den sogenannten AIN (analen intraepithelialen Neoplasien), kommen. Das sind virusbedingte Krebsvorstufen am After, die mit der Zeit zu Krebs führen können.

Wichtig!

Das heißt allerdings nicht automatisch, dass auch Krebs entsteht!

Häufigkeit von Analkrebs und Risikogruppen

Jährlich erkranken in Deutschland etwa zwei bis drei von 100 000 Männern. Frauen erkranken etwa 1,5–2x so häufig. Im Jahr 2023 sind laut dem RKI circa 2.560 Personen an Analkrebs neu erkrankt, davon waren 1.680 Frauen und 880 Männer. Eine mögliche Erklärung, warum Frauen häufiger erkranken, ist, dass HPV im gesamten anogenitalen Schleimhautbereich vorkommen kann – also an Gebärmutterhals, Vagina, Vulva und auch am After. Diese Regionen liegen nah beieinander.

Unter den Männern zählen Männer, die Sex mit Männern haben (kurz »MSM«), als eine deutliche Risikogruppe. Eine bestehende HIV-Infektion erhöht das Risiko aufgrund des geschwächten Immunsystems außerdem um ein Vielfaches im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung. Das durchschnittliche Alter bei Diagnose liegt zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr, doch kann die Erkrankung auch bei jüngeren Menschen auftreten, insbesondere wenn Risikofaktoren vorliegen.

Wo tritt Analkrebs auf?

Man unterscheidet zwischen dem sogenannten Analrandkrebs am Afterrand und dem Analkanalkrebs innen im Anus. Diagnostiziert wird Analkrebs durch eine Gewebeprobe bei auffälligen Wucherungen, manchmal zeigt er sich auch als Zufallsbefund bei Veränderungen in der Afterregion. Gerade bei dem Analkanalkrebs muss je nach Lage und Ausprägung unbedingt zwischen Anal- und Mastdarmkrebs unterschieden werden.

Die Behandlung von Analkrebs

Wenn Analkrebs diagnostiziert wird, besteht die Standardbehandlung aus einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie (Radiochemotherapie). Ziel dieser Behandlung ist es, den Tumor zu zerstören und gleichzeitig den Schließmuskel in seiner Funktion zu erhalten. Nur wenn der Tumor sehr klein ist, sollte er chirurgisch entfernt werden. Spricht er auf die Therapie nicht ausreichend an oder tritt er erneut auf, kann eine größere Operation notwendig werden. Manchmal ist es auch sinnvoll, vor Beginn der Strahlen-Chemotherapie einen künstlichen Darmausgang anzulegen.

Im Nachgang der Behandlung ist die sogenannte Nachsorge für fünf Jahre empfohlen, bei der in gewissen Abständen eine proktologische Untersuchung (Anamnesegespräch, Abtasten, Spiegelung), aber auch weiterführende Bildgebung und Kontrolle der Leisten-Lymphknoten erfolgen.

Nebenwirkungen der Behandlung

Die Therapie kann sehr wirksam sein, betrifft aber eine sehr empfindliche Körperregion. Viele Betroffene berichten deshalb über Nebenwirkungen, die im Alltag belastend sein können.

Während der Behandlung können auftreten:

Durchfälle bei Darmschleimhautreizung durch die Chemotherapie

starke Hautreaktionen im Analbereich (durch häufigen Durchfall und auch durch die Bestrahlung)

Schmerzen beim Stuhlgang (Durchfall und Wundsein, Analfissur – Einriss der Analschleimhaut, Wunden)

Blut am Papier/in der Toilette (durch entstehende kleine Hautwunden oder Analfissuren oder durch die Schleimhautreizung)

Auch langfristig können Beschwerden bestehen, zum Beispiel:

Haut- und Schleimhautveränderungen (Gewebe kann starrer, trockener, dünner, verletzlicher werden)

selten Verengungen im Analkanal

veränderte Stuhlgewohnheiten

Probleme mit der Kontinenz

Schmerzen beim Sitzen oder beim Stuhlgang

Blutabgänge beim Stuhlgang (durch die strahlengeschädigte Schleimhaut)

Auswirkungen auf Sexualität und Intimität durch Nervenbeteiligung, Hautveränderungen, Trockenheit, Scham, Kontinenzbeschwerden

Über diese Folgen wird viel zu selten gesprochen – obwohl sie für viele Betroffene den Alltag auch weit nach der Therapie noch stark beeinflussen können.

Hast du Beschwerden nach einem Analkrebs, sprich diese bitte auch proaktiv an. Das ist nicht immer einfach, doch es ist wichtig, dir damit Hilfe zu holen und zu schauen, wie man die Situation verbessern kann.

Welche Vorsorge ist möglich?

Prävention

Am allerbesten ist es, wenn es gar nicht erst zu einer Infektion mit den Hochrisiko-HPV-Typen kommt. Daher ist die HPV-Impfung insbesondere vor dem ersten Sexualkontakt so sinnvoll. In Deutschland wird die Impfung allen Kindern im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen – schließlich haben wir alle auch einen Anus. Einige Krankenkassen zahlen die Impfung bis zum 26. Lebensjahr. Frage am besten bei deiner Krankenkasse nach, ob die Möglichkeit besteht.

Die Behandlung von Krebsvorstufen

Vorstufen des Analkarzinoms werden als anale intraepitheliale Neoplasien bezeichnet. Dabei handelt es sich um Zellveränderungen verschiedenen Ausmaßes, die noch kein Krebs sind, sich aber dorthin weiterentwickeln können. Zur Abklärung, Behandlung und auch zu Nachkontrollen wird hier heutzutage idealerweise die sogenannte HRA (High Resolution Anuskopie) genutzt. Dabei wird der Analkanal mit einer stark vergrößernden, hochauflösenden Optik untersucht, um auffällige Bereiche gezielt darstellen, behandeln und kontrollieren zu können. Auch hier kann es natürlich zu Beschwerden kommen, die mit der Erkrankung oder der Behandlung zu tun haben, gerade, wenn es immer wieder neu notwendig ist, einzugreifen. Sprich darüber!

Vorsorge ist Selbstfürsorge!

Wird Analkrebs früh erkannt, bestehen sehr gute Behandlungschancen. Entscheidend ist daher, dass Veränderungen rechtzeitig abgeklärt werden. Das bedeutet: Hast du Po-Beschwerden, lass dich untersuchen. Um schnell Hilfe zu bekommen, aber auch, um eventuelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Doch natürlich kann auch eine Behandlung Auswirkungen auf die gesamte Po- und Intimregion – und damit auf das eigene Körpergefühl und Wohlbefinden – haben. Auch hier gibt es Unterstützung. Sich selbst hier ernst zu nehmen und über die Beschwerden zu sprechen, ist der erste Schritt.

Danke Lena!

Wir danken Lena für ihre wertvollen Impulse zur inhaltlichen Gestaltung dieses Beitrags. Lerne Lena (39) kennen – sie teilt ihre ganz persönliche Geschichte.

Wir sprechen über Analkrebs
Ein Kalendar und zwei Periodenprodukte.
Tipp
Kinderwunsch
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Hast du dich schonmal gefragt, wieso die Menstruation überhaupt eine so große Rolle für junge Krebspatientinnen spielt? Und ob es Tipps gibt, damit die Periode wiederkommt? Die Antworten zu diesen Fragen findest du im folgenden Beitrag!

🤔 Warum ist das Thema überhaupt so relevant?

Die Periode beziehungsweise die Fruchtbarkeit ist für junge Frauen mit Krebs deshalb so wichtig, weil sowohl die Erkrankung selbst als auch die Therapie zu einer Unfruchtbarkeit führen können. Insbesondere die Chemotherapie wirkt im ganzen Körper, wobei nicht zwischen Krebszellen und normalen Zellen unterschieden wird. Alle sich schnell teilenden Zellen werden angegriffen – und dazu gehören auch die der Geschlechtsorgane, da sich in jedem Zyklus Gebärmutterschleimhaut auf- und abbaut sowie Eizellen heranreifen und von den Eierstöcken zur Gebärmutter wandern. (1) Auch eine Bestrahlung des Bauch- oder Beckenbereichs oder von bestimmten Hirnregionen kann zu einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit führen. (2) Um dies zu verhindern, ist bei vielen Therapien die regelmäßige Verabreichung von Spritzen (beispielsweise Enantone, Trenantone oder Zoladex) in den Bauch vorgesehen. Sie bewirken, dass es zu keiner Ausschüttung von Hormonen kommt, welche normalerweise die Produktion weiblicher Geschlechtshormone regeln würden. (3) Die betroffenen Geschlechtsorgane werden somit in eine Art Winterschlaf versetzt, um eine Schädigung durch die Chemotherapie zu verhindern.

🩸Was kann helfen, damit der Zyklus wiederkommt?

Prinzipiell gilt leider, dass es keine Garantie für die Rückkehr der Periode gibt. Es muss ebenfalls beachtet werden, dass sich das Risiko einer Unfruchtbarkeit mit zunehmendem Alter erhöht. (4) Und trotzdem gibt es Wege, um den eigenen Zyklus wieder anzukurbeln.

Hier folgen drei Empfehlungen meiner Gynäkologin, die ich befolgt habe und welche (womöglich) mit dazu beigetragen haben, dass meine Periode anderthalb Jahre nach der Therapie wiedergekehrt ist (*Alle Angaben sind ohne Gewähr):

1. 🪴 Einnahme von Agnus Castus

Agnus Castus, auch bekannt als Keuschlamm oder Mönchspfeffer, soll unter anderem bei Hormonstörungen oder Zyklusbeschwerden helfen sowie die Fertilität von Frauen verbessern. Die Wirkung dieses pflanzlichen Mittels wurde auch bereits in Studien nachgewiesen, allerdings erst nach einer mehrmonatigen täglichen Einnahme. (5) Das Medikament ist nicht verschreibungspflichtig und kann rezeptfrei in Apotheken erworben werden. Sprich deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt am besten beim nächsten Termin darauf an, solltest du mit der Einnahme beginnen wollen oder diesbezüglich noch weitere Fragen haben.

Aber Achtung!

Wie bei jedem anderen Medikament auch, gibt es auch bei Agnus Castus Patient:innen, die mit Nebenwirkungen auf das Medikament reagieren. Sei also zu Beginn jeder neuen Medikamenteneinnahme achtsam und höre auf deinen Körper.

2. 📈 Gewichtszunahme

Laut meiner Gynäkologin kennt der (junge) Körper nur zwei Modi: Überleben oder Fortpflanzen. Und für zweiteres wird Östrogen benötigt. Dieses Hormon kann jedoch nur gebildet und ausgeschüttet werden, wenn der Körper über genügend Fettreserven verfügt. Denn auch Fettzellen produzieren Östrogene. Viele Krebsbetroffene haben während ihrer Therapie erheblich an Gewicht verloren, was dazu führt, dass der Körper primär mit dem Überleben beschäftigt ist. Das steht wiederum der Produktion von Östrogen und damit der Rückkehr der Periode im Wege. Je nachdem, wie groß die Differenz zwischen dem ursprünglichen und dem aktuellen Gewicht ist, kann auch schon eine Zunahme von nur ein bis zwei Kilo ausreichen, um die Östrogenproduktion anzukurbeln. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass es sich um eine gesunde Gewichtszunahme handelt, die durch eine ausgewogene Ernährung entsteht.

3. 🫖 Abwarten und Tee trinken

Ich gebe zu, dass mir diese Empfehlung nicht gerade gefallen hat. Schließlich wurde meine Geduld schon während der Therapie viel zu häufig auf die Probe gestellt. Doch wir sollten nicht vergessen, dass unser Körper monate- oder gar jahrelang einer maximalen Belastung standgehalten hat und sich von den Strapazen der Therapie erholen muss. Da ist es normal, wenn der Zyklus nicht sofort wiederkommt. Gib dir und deinem Körper Zeit und nimm bewusst den Druck raus. Denn zu viel Stress führt häufig dazu, dass das gewünschte Ziel erst recht nicht eintritt. Eine entspannte Grundeinstellung und Akzeptanz des Ist-Zustands hingegen wirkt sich positiv auf deine psychische Gesundheit aus. Das führt wiederum zu einem erhöhten allgemeinen Wohlbefinden – und im besten Fall dann auch zur Rückkehr deiner Periode. ♥️

Periode gesucht: So holst du deinen Zyklus zurück
Frau in grüner Kleidung schwebt zwischen Karotten, Rosenkohl und Gurke.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Du fragst dich, wie du im Winter deine Abwehrkräfte stärken und deiner Gesundheit etwas gutes tun kannst? Hier sind 3 saisonale Gemüsesorten für deinen Teller.

💚  Rosenkohl

Dieser grüne Mini-Kohl hat eine Menge zu bieten. Rosenkohl ist reich an Vitamin C, das dir hilft, durch die kalten Monate zu kommen. Darüber hinaus werden Rosenkohl und andere Kohlsorten als wahre „Krebskämpfer“ bezeichnet, da sie Glucosinolate – einen sekundären Pflanzenstoff – enthalten, dem eine krebspräventive Wirkung nachgesagt wird. Probiere Rosenkohl geröstet mit etwas Olivenöl aus!

🌿 Grünkohl

Der grüne Superstar des Winters ist Grünkohl. Grünkohl ist reich an Vitaminen – besonders an Vitamin K, das für die Knochengesundheit und Blutgerinnung wichtig ist. Außerdem enthält er Mineralstoffe wie Eisen und Calcium. Aber das ist nicht alles: Die im Grünkohl enthaltenen Carotinoide wirken als Antioxidantien und können so die körpereigene antioxidative Abwehr stärken. Diese Abwehrkräfte verhindern, dass freie Radikale die DNA schädigen, was zu Krebs führen kann. Mixe Grünkohl z.B. in Smoothies, Salaten oder Suppen, denn er schmeckt toll und tut deinem Körper gut!

🖤 Schwarzwurzel

Auch bekannt als Winterspargel. Sie enthält wichtige Nährstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen. Du willst deinem Mikrobiom etwas gutes tun? Schwarzwurzeln enthalten den wasserlöslichen Ballaststoff Inulin, der Futter für deine guten Darmbakterien ist und die Zahl der Bifidobakterien ansteigen lässt. Wie wäre es also mit einem wärmenden Schwarzwurzel-Curry an einem kalten Winterabend?

3 heimische Superfoods, die im Herbst Saison haben und deiner Gesundheit guttun
Die Pathly-Katze balanciert mit einem Schirm auf einem roten Seil. Im Hintergrund ist ein Mond.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Es ist ein heikler Akt, zwischen Chaos und Ordnung zu balancieren. Denn es sind zwei Extreme, die voneinander abhängig sind.

Wenn wir aufwachsen, lernen wir Ordnung zu schaffen, selbständig zu werden und für die Zukunft zu planen. Wir haben Träume und Wünsche, auf die wir Schritt für Schritt hinarbeiten und Ideale, die wir anstreben. Doch umso älter wir werden, desto bewusster wird uns, dass wir den Weg, den wir beschreiten, nicht immer kontrollieren können.

Bei der Krebsdiagnose ist gerade dieser Kontrollverlust der Grund, warum viele ein Gefühl von Chaos erleben. Oft wirft das viele offene Fragen auf: »Warum ich, warum jetzt, warum hier?«. Doch was können wir machen, um in diesem Chaos nicht zu versinken? Können wir Chaos auch mit Freude oder Humor begegnen?

Es gibt wahrscheinlich kein Richtig oder Falsch auf diese Frage und jeder muss seinen eigenen Weg finden, um damit umzugehen. Es ist aber wichtig, zu hinterfragen, ob die eigene Reaktion einem wirklich guttut oder noch schlechter fühlen lässt in einer ohnehin schon schwierigen Situation. Wut, Trauer und Stress sind nämlich Emotionen, die sich nicht nur negativ auf unsere Psyche, sondern auch auf unsere körperliche Verfassung auswirken können. Sie machen uns quasi krank. Andersherum kann es auch sein, dass wenn man schon krank ist, sich dies in den Emotionen widerspiegelt. Der Darm z. B. hat einen großen Einfluss auf unser eigenes Wohlbefinden. Demnach ist es nicht wichtig, die eigenen Emotionen zu unterdrücken, sondern genau hinzuschauen und sich bewusst darüber zu werden, woher sie kommen.

Zwischen Chaos und Ordnung
Sanduhr die angeschaut wird von einer männlich gelesenen Person und eine weiblich gelesenen Person die auf der Sanduhr darauf sitzt
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Welche Spätfolgen von Krebs sich entwickeln können, ist individuell verschieden. Das Risiko für Spätfolgen hängt von der Krebserkrankung selbst und der Art der Behandlung ab. Darüber hinaus scheinen Veranlagung, Lebensführung und Umweltfaktoren eine Rolle zu spielen.

Die Prognosen für Krebserkrankungen verbessern sich stetig. Immer mehr Menschen können glücklicherweise geheilt werden, was bedeutet, dass es immer mehr Langzeitüberlebende gibt. Nun rücken jedoch weitere wichtige Themen für die Cancer-Survivors in den Vordergrund: Es geht um Rückfälle, Spätfolgen und Langzeitnebenwirkungen der Krebstherapie.

Hier müssen wir zwischen Langzeit- und Spätfolgen unterscheiden: Während Langzeitfolgen innerhalb der ersten 5 Jahre nach der Therapie auftreten können, erscheinen Spätfolgen erst nach diesem Zeitraum. Menschen, die länger als fünf Jahre nach der Diagnosestellung leben, werden in Deutschland häufig als »Krebs-Langzeit-Überlebende« bezeichnet. In Deutschland geht man aktuell von ungefähr 2,5 Mio. Langzeit-Überlebenden aus, wobei diese Zahl in der Zukunft steigen wird.

Die Wahrscheinlichkeit für Spätfolgen und Folgeerkrankungen einer Krebstherapie ist abhängig von der Krebserkrankung und der jeweiligen Behandlungsform. Dazu kommen der individuelle Krankheitsverlauf und Nebenwirkungen der Krebstherapie.

Bereits während der Krebserkrankung und der Krebstherapie können Betroffene die Folgen von Krebs spüren. Zu Spätfolgen kann es jedoch auch stark verzögert kommen. Möglicherweise treten sie erst Jahrzehnte nach der Therapie auf und werden dann nicht mehr mit der früheren Krebserkrankung in Zusammenhang gebracht. Zudem lassen sich Spätfolgen von Krebs manchmal nicht von herkömmlichen Altersbeschwerden unterscheiden.

Je nach Individualfall können Überlebende von starken Folgen betroffen sein, oder gar keine Einschränkungen erleben und komplikationsarm zu einem normalen Leben zurückkehren. Außerdem können Beschwerden vorübergehen oder permanent sein. Sie können sich sowohl verbessern als auch verschlechtern.

Die häufigsten Nebenwirkungen im Überblick:

  • die Kardiotoxizität (Schädigung des Herzens)
  • Polyneuropathien (Schädigung der Nerven)
  • und Sekundärmalignome (bösartige Erkrankungen, die durch eine Krebstherapie entstehen)
  • Erschöpfung
  • Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Ängste und Sorgen
  • Bewegungseinschränkungen

Zur verbesserten Langzeittherapie rät der Krebsinformationsdienst:

»Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf Gesundheitsrisiken bei oder nach Krebs sowie auf Beratungs- und Unterstützungsangebote an.Je nach Krankheits- und Lebenssituation können weitere Ansprechpartner und Berufsgruppen geeignet sein, etwa Psychoonkologen oder Mitarbeiter in Krebsberatungsstellen oder Reha-Einrichtungen.«

Körperliche, psychische und soziale Spätfolgen von Krebs
Ein Adventskranz auf grünem Hintergrund.
Motivation
Alltag
Alle Krebsarten
So langsam gehts wieder los: Lichterketten werden ausgepackt, der Duft von frisch gebackenen Plätzchen zieht durch die Räume und sogar die ersten Weihnachtsmärkte öffnen schon ihre Tore.

Wir verraten Dir ein paar Tipps, wie auch du dich auf die (Vor-) Weihnachtszeit einstimmen kannst:

1

Gemeinsame Zeit: Verbringe Zeit mit den Menschen, die dir wichtig sind. Gemeinsamkeit und Liebe sind oft die besten Geschenke.

2

Kleine Freuden: Schaffe kleine Momente der Freude, sei es durch das Hören von Lieblingsmusik, das Lesen eines Buches oder das Kochen Deines Lieblingsesse

3

Dekoration: Gestalte dein Umfeld festlich. Ein geschmückter Raum und das Licht von Kerzen kann die Stimmung positiv beeinflussen und ein Gefühl von Festlichkeit vermitteln.

4

Hilfe annehmen: Scheue dich nicht davor, Hilfe und Unterstützung anzunehmen, wenn es Dir nicht gut geht. Freunde, Familie und Unterstützungsnetzwerke können viel Rückhalt bieten.

5

Selbstfürsorge: Achte auf dein eigenes Wohlbefinden. In der Hektik vergessen wir oft, uns selbst Gutes zu tun.

🌟❤️ Bist du schon in Weihnachtsstimmung? 🎄
Illustration eines Kalenders mit der Zahl 2024 drauf steht.
Motivation
Alltag
Alle Krebsarten
Wer kennt es nicht: Das neue Jahr steht vor der Tür und wir haben uns wieder Vorsätze gesetzt. Nächstes Jahr wird alles besser! 💪 Vielleicht fühlst du dich die ersten Tage noch super motiviert. Aber spätestens, wenn der Alltag wieder in Schwung kommt, können uns unsere Vorsätze schnell stressen. Wir werden frustriert, weil wir nicht dran bleiben. Und dann geben wir sie auf. 😓 Vielen geht es so, es liegt also nicht an dir!

Vorsätze sind neue Gewohnheiten, die erst etabliert werden wollen. Und das braucht Zeit! ⏳

Wir geben die hier ein paar Tipps, wie es vielleicht dieses Jahr mit deinen Vorsätzen klappt:

Sei realistisch
Setze dir lieber kleine, machbare Ziele. Kleine, erreichbare Schritte helfen dir, immer weiter dranzubleiben. 👣

Priorisiere deine Selbstfürsorge
Setze DICH in den Mittelpunkt. Nur, wenn du Kraft hast, kannst du etwas verändern. Nimm dir zum Beispiel vor, regelmäßige Pausen einzuplanen, bewusst zu entspannen, dir Zeit für Schönes zu nehmen. 💜

Formuliere Zeiten flexibel
Sei nicht zu streng mit den Zeiten, die du dir setzt. Die Umstände können sich ändern, und es ist wichtig, sich an neue Realitäten anzupassen, ohne sich selbst abzuwerten.✨

Lass dich unterstützen
Setze dir den Vorsatz, aktiv Unterstützung anzunehmen. Familie, Freunde und professionelle Hilfe können wertvolle Ressourcen sein, um Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. 🤝

Du darfst Vorsätze neu ausrichten
Plane regelmäßige Reflexionszeiten ein, um deine Ziele zu überdenken. Es ist in Ordnung, Ziele anzupassen oder zu ändern, wenn sich deine Bedürfnisse oder Umstände ändern. ✍️

Plane kleine Freuden in deinen Alltag ein
Integriere regelmäßig kleine Freuden in deinen Alltag. Das können einfache Aktivitäten oder Rituale sein, die Freude und positive Energie bringen. 🥰

Wenn es mal holprig wird, denk daran: Jeder Tag ist ein Schritt näher zur fest verankerten Gewohnheit! Sei freundlich zu dir: Du tust das, was du gerade kannst! 🌈 💜

Wie es vielleicht 2024 mit deinen Vorsätzen klappt
Eine Frau jongliert verschiedene Lebensmittel und eine Sanduhr.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Die Wechseljahre bringen hormonelle Veränderungen mit sich, die sich auf dein Wohlbefinden auswirken können. Hitzewallungen, Schlafstörungen und Gewichtszunahme sind typische Beschwerden. Auch das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauferkrankungen nimmt zu.

⏳ Die gesamte Zeit der hormonellen Umstellung dauert zehn bis 15 Jahre:

In der Prämenopause (Dauer: etwa vier Jahre) finden erste hormonelle Veränderungen statt, wobei die Regelblutung weiterhin da ist.

In der Perimenopause (Dauer: etwa sechs bis sieben Jahre) stellen die Eierstöcke ihre Arbeit ein, so dass die Periode letztendlich ausbleibt. Man spricht dann von der Menopause.

Die Postmenopause beginnt 12 Monate nach der letzten Periode. Nach der Menopause pendelt sich der Hormonhaushalt neu ein.

🥗 Mit der richtigen Ernährung kannst du typische Beschwerden lindern und deine Gesundheit langfristig stärken.


🔥 Hitzewallungen und Schweißausbrüche reduzieren

💊 Laut S3-Leitlinie stellt eine Hormonersatztherapie die effektivste Behandlung dar. Dein Arzt sollte dich dabei über kurz- und langfristigen Nutzen und Risiken aufklären.

🌾 Auch eine phytoöstrogenreiche Ernährung mit Soja und Leinsamen kann dir helfen.

🌶️ Scharfe Speisen, Koffein und Alkohol erhöhen deine Körpertemperatur, so dass du sie reduzieren solltest.


💤 Besser schlafen

🌰 Tryptophanreiche Lebensmittel (Tryptophan gehört zu den aromatischen Aminosäuren) wie Nüsse, Eier und Milchprodukte können deine Melatoninproduktion unterstützen. Melatonin reguliert deinen Schlaf-Wach-Zyklus.

☕ Vermeide Koffein und schwere Mahlzeiten am Abend.


🦴 Knochen schützen

🥦 Eine gute Versorgung mit Kalzium hilft dir, Osteoporose vorzubeugen. Kalziumreich sind Milchprodukte, bestimmte Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel oder Brokkoli und Mineralwasser mit mindestens 150 mg Kalzium pro Liter.

☀️ Achte darauf, dass du ausreichend mit Vitamin D versorgt bist, um Kalzium überhaupt gut aufnehmen zu können.


❤️ Herzgesundheit stärken

🐟 Eine mediterrane Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln, Fisch und gesunden Ölen kann effektiv das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, also akut auftretende Erkrankungen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems, reduzieren.

Ernährung in den Wechseljahren: So unterstützt du deinen Körper
Zwei Geschlechtsicon mit Punkten in der Mitte.
Info
Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Auch wenn wir oft eher vermittelt bekommen, Brustkrebs sei eine reine ›Frauenerkrankung‹, ist das nicht ganz richtig. Männliche Betroffene werden oft später mit Brustkrebs diagnostiziert, was negative Folgen mit sich bringen kann. Es stimmt zwar, dass die allermeisten Brustkrebserkrankungen in der weiblichen Brust auftreten, doch jährlich werden auch ungefähr 700 Diagnosen (in Deutschland) an männlichen Brüsten gestellt.

In der Regel erkranken die Betroffenen erst im höheren Alter. Das Durchschnittsalter liegt dabei bei 72 Jahren. Zwar hat die männliche Brust keine Stillfunktion und besitzt kaum Fettgewebe im Vergleich zur weiblichen Brust, jedoch besitzt sie auch Drüsengewebe. Und genau dort kann auch Brustkrebs auftreten. Daher sollten auch hier Veränderungen beobachtet werden und im Zweifelsfall eine Fachperson aufgesucht werden.

Wie kommt es zu männlichem Brustkrebs? Die männliche Brust ist zwar nicht zum Stillen ausgelegt, jedoch sind die Milchgänge auch hier vorhanden. Das allein reicht, um Krebs zu entwickeln. Doch da die Milchgänge geringer ausgeprägt sind und weniger Östrogen vorhanden ist, tritt der Brustkrebs deutlich seltener auf als in der weiblichen Brust.

Symptome

  • nicht heilende Knoten und Entzündungen in der Brust und Brustwarze
  • geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Veränderungen der Brustwarze wie Einziehungen oder Flüssigkeitsabsonderungen
  • Einseitige Schwellung der Brust

Nicht jede tastbare Unebenheit bedeutet Krebs! Wie bei der weiblichen Brust können auch in der männlichen Brust gutartige Veränderungen wie Zysten wachsen, daher muss nicht jede tastbare Unebenheit gleich Krebs bedeuten.

An wen kann ich mich bei Verdacht wenden? Bei einem ersten Verdacht wenden sich männliche Betroffene an den Hausarzt oder die Hausärztin, welche*r dann ggf. an ein spezialisiertes Zentrum überweist. Dort werden dann weitere Untersuchungen durchgeführt.

Behandlungsansätze

Je nach Größe des Tumors wird entweder brusterhaltend operiert, oder die Brust ganz entfernt. Da die männliche Brust deutlich weniger Brustgewebe als die weibliche aufweist, wird häufig zu einer Entfernung der gesamten Brust samt Lymphknoten geraten. Je nach Rezidivrisiko können auch weitere Behandlungsmethoden angewendet werden: z. B. Chemotherapie, Bestrahlung oder antihormonelle Therapie.

Weiterführende Hilfe

Das Netzwerk Männer mit Brustkrebs  unterstützt männliche Brustkrebsbetroffene und berät zu Themen wie Kliniksuche, Behandlungswege, Rehabilitation und Versicherungsfragen. https://www.brustkrebs-beim-mann.de

Brustkrebs muss nicht weiblich sein.

Leider konnten wirkeinen passenden Wegweiser finden.

Unsere Website ist derzeit noch im Aufbau. Deswegen ist es möglich, dass wir zu dem Thema, das dich interessiert, noch keinen Beitrag geschrieben haben. Schlag uns gern ein Thema vor.

Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

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