
Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Behandlungskosten von Krebspatient:innen.
Du kannst entscheiden, ob du das Studium pausierst oder nebenbei weiter studierst. Manchmal kann das auch eine willkommene Ablenkung sein. Wir haben ein paar hilfreiche Tipps und Möglichkeiten für das Studium mit Krebs für dich gesammelt.
Zusätzliche Informationen findet ihr übrigens auch auf der Webseite »www.junge-erwachsene-mit-krebs.de«, wo eine ganze Rubrik dem Thema Studium und Krebs gewidmet ist.
Die Erstbehandlung der Krebstherapie ist abgeschlossen. Und wie geht es jetzt weiter?
Die meisten Krebspatient:innen haben nach der abgeschlossenen Primärbehandlung Anspruch auf eine onkologische Reha. Durch spezielle Rehabilitationsmaßnahmen soll diese ihnen helfen, wieder zurück in den gewohnten Alltag zu finden, die Erholung fördern und Langzeitschäden vorbeugen. Eine solche Reha findet entweder stationär oder ambulant in einer fachspezifischen Rehaklinik statt und ist lediglich freiwillig und nicht verpflichtend. Eine Reha kann auch direkt im Anschluss an die Primärbehandlung erfolgen. Das nennt sich dann »Anschlussheilbehandlung« (AHB). Die Kosten dafür trägt meist die Deutsche Rentenversicherung, bei der vor der Behandlung ein Antrag eingereicht werden muss. Deine ersten Ansprechpartner:innen sind die behandelnden Ärzte und Ärztinnen, sowie offizielle Krebsberatungsstellen.
💡 Tipp: Auf der Website der Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs findest du Rehakliniken, die sich speziell an junge Erwachsene richten.
In der Regel steht jeder an Krebs erkrankten Person das Anrecht auf einen Grad der Behinderung (GdB) zu. Die Bewilligung erfolgt, wenn festgestellt werden kann, dass die Betroffenen täglich im Alltag eingeschränkt sind, die voraussichtlich länger als 6 Monate bestehen. Einen GdB beantragst du in der Regel beim zuständigen Versorgungsamt, hier kann es regional Unterschiede geben. Ein Antrag muss ausgefüllt und mit ärztlichen Nachweisen beigefügt abgegeben werden. Unterstützung bei der Beantragung bekommst du zum Beispiel bei der Pflegeberatung deiner Klinik.
Der GdB kann verschiedene Vorteile haben wie Steuervergünstigungen, Parkerleichterungen, arbeitsrechtliche Vorteile wie Kündigungsschutz oder zusätzliche Urlaubstage sowie Vergünstigungen in den verschiedensten Bereichen. Die Art der Vorteile hängt vom Grad der Behinderung und eventuellen Merkzeichen ab.
Während der Wiedereingliederungsphase bist du krankgeschrieben. Aus diesem Grund übernimmt im besten Fall deine Krankenkasse, Renten- oder Unfallversicherung dein Einkommen, bis du genesen bist. Jedoch hast du darauf nur einen Anspruch, wenn du auch etwas eingezahlt hast. Es gibt Wege und Möglichkeiten, die dir den Weg zurück in den Alltag erleichtern. Das Hamburger Modell hilft dir dabei, nach einer Krebserkrankung Stück für Stück zurück in deinen Berufsalltag zu finden. Um das machen zu können, musst du erstmal deine Belastbarkeit von einem Arzt oder einer Ärztin überprüfen lassen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit deinem:er Arbeitgeber:in.
Die Deutsche Krebshilfe bietet Krebspatient:innen, die durch ihre Erkrankung in finanzielle Not geraten sind, finanzielle Unterstützung an.

Komme stets vorbereitet. Habe deine Fragen griffbereit (aufgeschrieben im Notizbuch oder im Handy), denn in der Aufregung vergisst du sie eventuell und ärgerst dich im Nachhinein.
Mache dir während des Gesprächs Notizen. Nein, das ist nicht unhöflich. Wenn es dir unangenehm ist, sage einfach, warum du es tust.
Bringe jemanden mit oder frage nach, ob du eine Vertrauensperson am Telefon dabei haben kannst (vier Ohren hören mehr als zwei).
Wenn du etwas nicht verstehst, frage stets nach. Tipp: Bitte deine:n Gesprächspartner:in darum, dir die Sachlage so erklären, als würden sie es einer 90-jährigen Oma und/oder einem Kind erklären.
Frage deine:n Ärzt:in, ob er oder sie die Behandlung auch ihrer Tochter/Onkel/Oma empfehlen würde.
Du darfst stets eine Zweitmeinung einholen.
Du darfst emotional werden. Wenn du dich überfordert fühlst. Bitte ggf. darum, kurz innezuhalten bevor es weitergeht.
Frage immer wie es weitergeht und wie die weiteren Behandlungsschritte aussehen, z.B. weitere Check-Ups, Behandlungsreihenfolgen und was dich dann jeweils erwartet.
Wiederhole zusammenfassend, was du gehört hast, um sicherzugehen, dass du alles verstanden hast.


Laut Psycholog:innen gibt es verschiedene Arten, den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Die Vier Phasen der Trauer nach Verena Kast, die fünf Phasen der Trauer nach Elisabeth Kübler-Ross sowie die Trauer in Wellen nach George A. Bonanno. Trotz all diesen verschiedenen Arten der Trauerbewältigung, ist die Trauer doch sehr individuell.
Darüber reden: Es ist wichtig, über seine Gefühle und Trauer zu sprechen und auch mal zu weinen.

Behandlungen wie Chemotherapie, Bestrahlung und bestimmte chirurgische Eingriffe können einen Einfluss auf deine Fruchtbarkeit haben. Die Auswirkungen hängen von der Art der Behandlung, der Dosis, dem Alter des Patienten und der Diagnose ab.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Maßnahmen, um die Fruchtbarkeit zu schützen und einen zukünftigen Kinderwunsch trotz Krebsdiagnose zu erfüllen. Dazu gehören beispielsweise das Einfrieren von Eizellen, Spermien oder Eierstockgewebe.
Die Erhaltung der Fruchtbarkeit für junge Menschen mit Krebs ist mittlerweile eine Kassenleistung. Betroffene Krebspatientinnen bis zum 40. Lebensjahr (Männer bis zum 50. Lebensjahr), die aufgrund ihrer onkologischen Erkrankung und der Therapie ihre Fruchtbarkeit verlieren könnten, haben einen Leistungsanspruch zur Übernahme der anfallenden Kosten im Rahmen der Maßnahme durch die Krankenkasse.
Weitere Infos findest du bei fertiPROTEKT, dem Netzwerk für fertilitätsprotektive Maßnamen.
Es ist wichtig, dass du vor Beginn der Krebstherapie mit Expert:innen über deinen Kinderwunsch sprichst. Eine solche Beratung kann dir zeigen, welche Möglichkeiten du hast und welche Option für dich am besten ist.
Mehr Informationen findest du auch auf beyondx.care. Dort kannst du einen kostenlosen Chat nutzen oder kostenfreie Beratungstermine mit Psycholog:innen buchen.

Erkrankt ein Mensch, der einem dazu auch noch am Herzen liegt, an Krebs, dann wird es sehr schwer. Für alle, die damit zu tun haben, ob un- oder mittelbar. Denn einen Umgang mit der Krankheit zu finden, ist für keinen einfach. Natürlich aus unterschiedlichen Gründen. Wir wollen uns heute aber mal den Angehörigen widmen und vielleicht ein paar Möglichkeiten finden, wie jeder einen Weg finden kann, mit der Krankheitssituation umzugehen. Im besten Fall irgendwann sogar ganz gut gemeinsam.
Fangen wir von vorn an. Wenn die Diagnose aufgenommen und den Lieben mitgeteilt wird. Auch für Angehörige ist die Diagnose ein niederschmetternder Schlag in die Magengrube, auch wenn sie nicht deshalb akut um ihr Leben fürchten müssen. Aber in diesem Moment passiert auf der emotionalen Ebene auch ganz viel: Überraschung, Überforderung, Sorge, Angst. Alles in verschiedenen Abstufungen – gemessen an der Zeit, die es braucht, um alles zu realisieren. Bei allen Gefühlen in diesem Moment fehlt es an einem: Worten. Während der Kopf gleichzeitig wie verrückt und die Frage rattert, was denn jetzt die darauf beste Reaktion ist, die bestenfalls gleichzeitig tröstet. Um das alles mal abzukürzen: Die gibt es nicht. Alles, was in diesem Moment gefühlt wird, darf sein. Und es ist okay, das auch genau so zu sagen. Ein »Puh, das haut mich gerade total um, ich weiß nicht was ich sagen soll« ist total in Ordnung. Für den an Krebs erkrankten Menschen geht es zu diesem Moment meist nur um die Information. Ehrlichkeit schafft Empathie. Langes Nachdenken führt im Zweifel nur zu den oben genannten Phrasen – die am Ende vielleicht sogar ärgern. Vielleicht hilft hier auch gerade eine wortlose Umarmung oder ein leichter Händedruck mehr. Da aber nicht jeder in dieser Situation körperliche Nähe ertragen kann, lohnt es sich vorher zu fragen. Und ein »Magst du eine lange Umarmung?« löst die Sprachlosigkeit.
Neben dem Kampf gegen den Krebs bleibt nicht sehr viel Raum für alles andere. Und doch läuft das Leben ja irgendwie weiter. Praktische Hilfen sind ein Gamechanger und wirklich gut zu leisten. Einkaufen gehen, Kochen, im Haushalt helfen, um Kinder kümmern, Haustiere versorgen, Fahrdienste und Begleitungen zu Terminen, all das ist eine riesige Hilfe. Denn nach einer OP ist die Bewegung stark eingeschränkt und in einer Chemo- oder Strahlentherapie wird vieles sehr schnell zur riesigen Kraftanstrengung. Tipp: Vor der Behandlung zusammensetzen und planen. Denn dann gehen einige Sachen im Laufe der Therapie einfacher von der Hand, wenn vorher festgelegt ist, wo Unterstützung nötig ist. Und nebenbei ist dabei auch noch Raum für Trost. Wichtig ist aber, die Hilfe aktiv anzubieten, am besten mit konkreten Angeboten. Ein »Ich bin da, wenn du etwas brauchst. Melde dich jederzeit.« ist etwas, was die erkrankte Person wieder in einen Handlungszwang setzt. Und ganz ehrlich? Sie hat gerade schon genug zu tun. Oft wird dieses Angebot aus reiner Hilflosigkeit gemacht. Dabei muss das gar nicht sein, denn Hilfe kann so unkompliziert sein. Zum Beispiel die Frage, ob genug Kraft für einen Spaziergang da ist.

Apropos Fahrdienste und Begleitungen zu Terminen. Diese Hilfestellung ist nicht zu unterschätzen. Denn Arzttermine sind oft überfordernd. Schon für gesunde Menschen. Da werfen Ärzte mit Wörtern um sich, für die dann oft kaum Zeit bleibt, um sie zu erklären. Manche Patienten haben vielleicht auch Hemmungen, dann genau nachzufragen. Denn – let’s face it – das ist alles ganz schön überfordernd. Da hilft es sehr, eine Person mitzunehmen, die zuhört, auch mal nachfragt und später hilft, alles irgendwie einzuordnen. Vielleicht gibt es im Vorfeld sogar die Möglichkeit, mit der Begleitperson den Termin vorzubereiten. Sich schon mal ein paar Fragen zu notieren, damit niemand am Ende aus diesen Terminen mit dem Gefühl herausgeht, dass man irgendwas vergessen hat.
Übrigens, das gilt nicht nur für Arzttermine, sondern auch für Termine bei einer Sozialberatung. Denn im Dschungel von Anträgen und Möglichkeiten verliert es sich als belastete Person nochmal viel leichter.
Auf der Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten wird oft von »Hilfe« gesprochen. Nicht zu unterschätzen ist allerdings im täglichen Leben eine gute Portion Trost, denn er kann in Momenten ein gutes Gefühl oder eine kleine Ablenkung bieten. Denn Krankheiten können einsam machen. An Krebs zu erkranken ist, wie auf einer einsamen Insel zu sitzen, an der ab und an mal ein Schiff anlegt. Man muss viel aushalten – körperlich und seelisch. Deshalb ist Trost so wichtig. Jede Nachricht, jeder Gedanke – mag es noch so klein oder kurz sein – tun gut. Das nimmt keine Ängste oder lindert Schmerzen, aber es schafft eine kurze Ablenkung oder auch die Anerkennung des eigenen Leidens und der gerade eben mehr als miesen Situation. Trost ist gar nicht so schwer. Es ist ein »Hey, wie ist dein Tag heute?«, ein »Ich denke an dich« oder ein »Schau mal, ich habe etwas Lustiges/Schönes gefunden«. Auch das Teilen von schönen Erinnerungen lassen Momente ein Augenzwinkern lang leichter machen. Und das Beste? Es geht ganz schnell und kostet gar nichts. Trost bedarf wirklich nicht immer der großen Worte, er funktioniert im Kleinen, im Normalen und zwar mit jeder Geste, die man jemandem entgegenbringt, den man mag. Und genau das bewirkt unendlich viel.
Eine Krebserkrankung ist und bleibt für jeden belastend, egal ob Betroffene oder Angehörige. Gerade Angehörige sollten hier ganz genau auf die eigenen Ressourcen und Gefühle achten. Und dann auch ehrlich und vor allem zeitnah kommunizieren. Denn Hilfe wird immer gebraucht und oft fällt es Betroffenen schwer, darum zu bitten.
Das macht eine Sache sehr wichtig: Wer Hilfe zusagt, sollte sie auch leisten können. Denn ohne Unterstützung – egal welcher Art – ist eine Krebstherapie kaum zu schaffen.

Üblicherweise geht deine Behandlung nahtlos in die onkologische Nachsorge über. Sprich – du erhältst fortlaufend medizinische und psychosoziale Unterstützung. In der Regel übernimmt dein:e behandelnde:r Onkolog:in die Nachsorge, aber auch das kann individuell variieren. Wie deine Akuttherapie ist auch deine Nachsorge individuell an deine Krebsart und die damit einhergehenden Risiken, Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen angepasst. Die Faustregel für die Dauer liegt bei etwa fünf Jahren – je nach Krebsart mal mehr, mal weniger. Erkundige dich bei deinen behandelnden Ärzt:innen nach deinen Abständen zwischen den Kontrollterminen – meist sind diese am Anfang enger getaktet, bevor die Abstände größer werden.
Ziele der Nachsorge sind die Erkennung von möglichen Rezidiven, Metastasen, einer Zweiterkrankung und auch die Behandlung von Nebenwirkungen der Medikamente sowie Vermeidung von eventuellen Langzeit- und Spätfolgen. Bei ausführlichen Gesprächen wird geschaut, ob deine Bedürfnisse für den Alltag gedeckt sind oder inwiefern du weitere Unterstützung brauchst. Pauschal ist es schwierig zu sagen, wie deine Nachsorgetermine ablaufen werden. Neben den Gesprächen ist eine gründliche körperliche Untersuchung üblich. Gibt es Anlass, können weitere Untersuchungen wie zum Beispiel die Erstellung eines Blutbildes sein, aber auch zusätzliche nicht- oder minimal-invasive bildgebende oder endoskopische Verfahren (wie Ultraschall, Röntgen oder eine Magenspiegelung) angeordnet werden.
❗️Wenn du zwischen den Nachsorgeterminen nicht vorhergesehene Beschwerden hast, suche deine Ärztin oder deinen Arzt bitte sofort auf.
1. Gesundheits-Tagebuch führen. Halte fest, wie es dir über die Zeit geht, ob und welche Symptome auftreten und notiere dir Fragen, die du dann beim Termin stellen kannst.
2. Alles an einem Ort. Von der Deutschen Krebshilfe gibt es ein Nachsorge-Heft (ja, die bekannten blauen!), wo du alles rund um deine Akut- sowie Nachsorgeuntersuchungen schriftlich festhalten kannst.
🔗 Hier kannst du dir das Nachsorge-Heft kostenlos downloaden: Deutsche Krebshilfe

Diese Routine hilft dir, deinen Fokus auf die positiven Dinge im Leben zu lenken. So ist dein Gehirn besser geschult, dich schneller wieder aus einem Tief herauszuholen, wenn du mal einen schlechten Tag hattest. Ja – es kann so einfach sein!
Pro-Tipp: Lege dir ein Dankbarkeitstagebuch zu. ✍️📔 Wenn du magst, kannst du dir jeden Abend kurz notieren, wofür du dankbar bist oder Dinge festhalten, die über den Tag gut gelaufen sind. Es muss kein Roman sein! Und es müssen auch nicht immer die großen Erlebnisse sein: ein Lächeln von der Sitznachbarin in der U-Bahn, ein leckeres Abendessen oder der Spaziergang an der frischen Luft kann deinen Tag schon viel besser machen.

»Krankheit ist die Nachtseite des Lebens, eine eher lästige Staatsbürgerschaft. Jeder, der geboren wird, besitzt zwei Staatsbürgerschaften, eine im Reich der Gesunden und eine im Reich der Kranken. Und wenn wir alle es vorziehen, nur den guten Ruf zu benutzen, ist früher oder später doch jeder von uns gezwungen, wenigsten für eine Weile, sich als Bürger jenes anderen Ortes auszuweisen.«
Dieses Zitat stammt von der 2004 verstorbenen amerikanischen Publizistin Susan Sontag aus ihrem Essay »Krankheit als Metapher«.
Was sie hier beschreibt, ist ganz schön fordernd und anspruchsvoll. Solange wir gesund sind, denken wir über solche Sätze kaum nach. Wir leben im hellen Teil des Lebens, im Selbstverständlichen. Unser Körper trägt uns dabei durch den Alltag. Wie dankbar wir ihm dafür sein sollten, das vergessen wir leicht. Wir planen Wochen, Monate und manchmal sogar Jahre voraus. Der nächste Morgen scheint immer selbstverständlich. Bis plötzlich nichts mehr selbstverständlich ist.
Eine Krebsdiagnose fühlt sich an wie ein leiser Riss, der durch das eigene Leben geht. Und doch ist er gewaltig. Eben noch standen wir fest im Leben und dem damit einhergehenden Alltag mit all seinen Hochs und Tiefs. Aber doch immer im Vertrauten. Dann, ganz plötzlich, im nächsten Moment befinden wir uns auf fremdem Boden. Sogar die Sprache verändert sich. Es geht nun um Befunde, Werte, Therapien, Nebenwirkungen. Worte, die nüchtern klingen, aber mitten ins Herz treffen und dort Ängste und Sorgen wecken. Worte, die einfach klingen, aber das Leben auf brutale Art umkrempeln und dabei nichts mehr vom bislang Gewohnten übrig lassen.
Der eigene Körper, der bislang immer einfach »da« war, wird zum Mittelpunkt aller Gedanken und Nöte. Wir horchen in uns hinein, lernen, wie zerbrechlich Sicherheit ist und spüren etwas, das schwer in Worte zu fassen ist: eine tiefe Verunsicherung darüber, wer wir eigentlich sind, wenn der Stempel »gesund« im Lebenspass nicht mehr gilt.
Im Reich der Krankheit vergeht die Zeit anders. Tage können endlos sein, gleichzeitig rasen die Wochen vorbei. Die Zeit vergeht zäh und die einzige Konstante im Leben besteht aus sehr viel Warten. Auf Ergebnisse, auf Anrufe, darauf, dass Nebenwirkungen vergehen, auf bessere Tage, auf Hoffnung. Während in der Welt der Gesunden alles normal weiterläuft, mit Gesprächen über Urlaube, Projekte und Alltägliches. Das ist das Paradoxe an diesen beiden Reichen: Sie können einander sehen und doch leben Gesunde und Kranke in ihren eigenen Welten. Jeder ist da, aber nicht mehr ganz Teil derselben Wirklichkeit.
Und doch geschieht auf der Nachtseite auch Gutes. Denn da ist eine neue, ganz ungeahnte Intensität. Die Gefühle werden klarer, Nähe wird kostbarer. Ein guter Tag leuchtet manchmal heller als zuvor. Kleine Gesten tragen plötzlich großes Gewicht. Und da ist dieses Gefühl, das sich ganz langsam anschleicht und zeigt, dass Stärke eigentlich ganz leise ist. Denn sie liegt im Aushalten, im Weitermachen und im Hoffen.
Wenn die Therapie endet, erwarten wir, dass wir einfach zurückkehren können. Ins alte Leben. Zurück in die Welt der Gesunden. Äußerlich klappt das auch ganz gut. Denn vieles sieht äußerlich recht schnell wieder so aus wie früher. Aber innerlich hat sich etwas verschoben. Und das ganz gewaltig.
Die Rückkehr in das normale Leben nach den Akuttherapien ist kein Schritt über eine klare Grenze. Sie ist eher ein langsames Tasten, bei gleichzeitig maximaler Beschleunigung. Kopf und Körper sind sich dabei leider selten einig. Während der Kopf so schnell wie möglich wieder in die Normalität kommen möchte – vielleicht sogar in ein Leben, das wir vorher sehr geschätzt haben – ist nicht selten der Körper es, der den dicken Stinkefinger zeigt und klarmacht, dass er noch nicht so weit ist. Und genau das macht eine Rückkehr ins andere Reich so schwierig. Wir wünschen so sehr, alles endlich zurücklassen zu können und alle Erinnerungen, Schmerzen und Ängste auf der Nachtseite zu lassen. Wenn uns das gelänge, wie schön könnte das neue Leben nach all den harten Zeiten sein?
Doch leider ist es nicht so einfach. Alle Erfahrungen und Erinnerungen sind weiterhin da. Wir tragen sie in uns. Wie eine feine Narbe, die nicht immer sichtbar ist, aber immer spürbar bleibt. Angst kommt nicht selten unerwartet zurück. Manchmal leise, manchmal mit aller Macht, aber immer auch irgendwie beharrlich. Ein Kontrolltermin kann sich anfühlen wie die erneute Einreise in das Reich, das wir doch gerne hinter uns lassen wollten.
Gleichzeitig wächst etwas anderes: eine neue Achtsamkeit. Eine Dankbarkeit, die nicht laut ist, sondern still. Sie basiert auf dem Wissen, dass Gesundheit kein Besitz ist. Dass jeder Tag ein Geschenk ist – nicht im kitschigen Sinn, sondern im tief empfundenen.
Vielleicht ist das die eigentliche Bedeutung von Sontags doppelter Staatsbürgerschaft: Wir gehören immer beiden Welten an. Manche von uns lernen das früher als andere. Wir können nicht so tun, als gäbe es nur das Licht. Aber wir müssen auch nicht in der Dunkelheit bleiben.
Wer einmal die Nachtseite betreten hat, kehrt nicht als derselbe Mensch zurück. Da ist viel mehr Empfindsamkeit, und auch sehr viel mehr Dünnhäutigkeit und Durchlässigkeit. Aber ganz sicher mehr Mut, auch wenn er nicht immer direkt zu spüren ist. Wir wissen nun, wie zerbrechlich das Leben ist. Und genau darin liegt eine neue Kraft.
Zwischen diesen zwei Welten zu stehen, ist nicht einfach. Es ist ein Ort tiefer Menschlichkeit. An dem Mitgefühl wächst. Für uns selbst und für andere. Vielleicht ist das die sanfteste Form von Heilung: nicht das Vergessen, sondern das Annehmen beider Seiten, die zu unserem Leben gehören.

Erste Anzeichen können vor allem rot oder braun verfärbter Urin, Knochenschmerzen und –Instabilität sowie allgemeine grippeähnliche Beschwerden sein. Zu den stärksten Risikofaktoren zählt man Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und in selteneren Fällen auch erbliche Bedingungen.
Die Symptome sind dabei allgemein, vielfältig und schwer einzuordnen. So ist es besonders wichtig, auch bei niedrigschwellenden Beschwerden und ungeklärten Problemen einen Arzt aufzusuchen.
Wie bei vielen Krebsarten gilt: Umso früher die Krankheit entdeckt wird, desto besser kann sie therapiert werden. Eine professionelle Untersuchung sollte nicht aus Angst vor einem potenziell negativen Ergebnis herausgezögert werden. Nur so kann der Nierenkrebs rechtzeitig behandelt oder eine bösartige Erkrankung sogar von vornherein ausgeschlossen werden.
Sollte ein Nierenzellkarzinom diagnostiziert werden, so bedingt sich die Erkrankung durch die Größe und Lage des Tumors, der Art des Nierenkrebs sowie durch die Frage, ob schon Metastasen (verschleppte Krebszellen an anderen Stellen im Körper) zu finden sind. Diese Faktoren werden unter anderem durch bildgebende Verfahren (zum Beispiel durch Angiographie) geprüft.
Je nachdem, um welche Nierenkrebsart es sich handelt beziehungsweise wie sich diese klassifiziert, sind unter anderen Operationen, medikamentöse Behandlungen sowie Bestrahlungen wirksame Therapiemaßnahmen.
Übrigens: Der diesjährige Nierenkrebstag steht unter dem Motto »listening«, also lasst uns einander zuhören, Erfahrungen austauschen und einander helfen.

Wir vermeiden es daher bewusst, hier in die Tiefe zu gehen. Denn es geht darum, Transparenz und nicht Panik zu schaffen:
💇 Haarverlust
👃 Taubheitsgefühle
🩹 Hautveränderungen
💅 Brüchige Nägel
🌡️ Gestörter Hormonhaushalt
🧠 Konzentrationsschwäche, auch bekannt als »Chemo-Brain«
⚡ Schmerzen
🔋 Erschöpfungszustände (»Fatigue«)
💪 Geschwächte Ausdauer und Kraft
🪁 Verlust oder Funkstille von Freunden und Familienmitgliedern
💔 Unerfüllte Erwartungen an sich selbst: wieder ganz die:der »Alte« zu sein
Sei achtsam, von wem und woher du Informationen beziehst. Ratschläge sind manchmal genau das: »Schläge«, die nicht guttun, verunsichern oder dich runterziehen. Es ist voll okay, Informationen nach und nach einzuholen und du hast auch immer ein Recht aufs Nichtwissen. Ziehe bewusst Grenzen und umgib dich mit liebevollen Menschen. Höre auf deinen Körper und melde deinen behandelnden Ärzten sofort, wenn dir etwas ungewöhnlich erscheint.

Gemeinschaft: Du wünschst dir Austausch mit Gleichgesinnten? Social Media ist ein Ort, wo jede:r sein:e Gruppe findet. Lieber in Person treffen? Dann schau, ob es in deiner Stadt vielleicht eine Selbsthilfegruppe gibt, die sich regelmäßig trifft. Die Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat hierfür regionale TREFFPUNKTE ins Leben gerufen.
Psychoonkologie: Es kann guttun, über Dinge zu sprechen, die einen belasten. Du hast immer Anspruch auf einen Psychotherapieplatz und kannst dir bei deinem:r Ärzt:in deines Vertrauens auch einen Dringlichkeitscode geben lassen, um zeitnah einen Termin zu bekommen. Achte hier darauf, dass du dich bei deinem:r Therapeuten:in gut aufgehoben und sicher fühlst.
Sozialdienst: Neben all den medizinischen Fragen kommen auch viele Unsicherheiten in Bezug auf deine Arbeit, Finanzen und dein Leben mit und nach der Krebsbehandlung auf. Als erste Anlaufstelle für all deine sozialrechtlichen Fragen ist der Sozialdienst im Krankenhaus. Sie helfen dir, deine rechtlichen Fragen zu klären, klären auf, was dir zusteht und stellen Antragsbögen für dich bereit (Reha, Pflegegrad, Krankentransport, Krankengeld, Schwerbehindertenausweis).
Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft veröffentlichen im Rahmen der ›Blauen Ratgeber‹ einen ›Wegweiser zu Sozialleistungen‹, der regelmäßig aktualisiert wird. Er kann unter krebshilfe.de heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden. Hier kannst du auch einen einmaligen Zuschuss beim Härtefond stellen, falls dich deine Krebserkrankung in finanzielle Nöte bringt.
Die unabhängige Patientenberatung ist in ihren regionalen Beratungsstellen und mit ihrem kostenfreien Beratungstelefon Ansprechpartner bei sozialrechtlichen, gesundheitlichen, medizinischen oder psychosozialen Fragen.
📞 0800 0 11 77 22
🌏 unabhaengige-patientenberatung.de
Angebote der Krankenkassen: Yoga, Entspannung und vieles mehr. Schaue noch heute bei deiner Krankenkasse vorbei oder rufe im Service an und frage nach, was dir alles (oft kostenlos oder kostengünstig) angeboten wird.

Plane dir für die Woche zwei bis drei Hauptgerichte ein, die du kochen willst und die Gemüse als Komponente enthalten. Koche von den Gerichten eine größere Portion, sodass du am nächsten Tag auch davon essen kannst. Du bist bequem, wenn‘s ums Schneiden geht? Dann nimm Tiefkühlgemüse als Alternative. Das kann mehr Nährstoffe als frisches Gemüse haben, da es direkt nach der Ernte eingefroren wird und so die Nährstoffverluste minimiert werden.
Du liebst dein Rührei am Morgen? Dann mach noch ein paar Pilze oder Paprika dazu. Du magst Brot? Wie wäre es mit einem Gemüseaufstrich? Du liebst Wraps? Befüll ihn nicht nur mit Salat, sondern auch mit Rotkraut, Paprika und Kichererbsen. Du isst gerne Nudeln mit Bolognesesoße? Schneide dir noch Karotte, Paprika, Fenchel und Zucchini rein.
Ja, die Zubereitung dauert länger als nur eine Packung Nudeln in den Topf zu werfen. Wenn du Gemüse zubereitest, mache am besten gleich eine größere Menge, sodass du nur einmal einen höheren Zeitaufwand hast. Mache aus Karotten zum Beispiel einen Karottensalat, einen Karottenaufstrich mit Nüssen oder Karotten-Frikadellen.

Wie wäre es mit einer Gemüseparty, bei der jeder Gast ein Gemüsegericht mitbringt? Du wirst überrascht sein, was man aus Gemüse leckeres zubereiten kann.
Die empfohlene Menge an Gemüse sind übrigens drei Portionen am Tag. Eine Portion entspricht ein bis zwei Handvoll.

Es wird viele Fragen geben, die dein(en) Kinder(n) durch den Kopf gehen werden. Gib dein(en) Kinder(n) den Raum dir Fragen zu stellen. Dumme Fragen gibt es nicht. Kindgerechte Bücher wie »Was ist das mit Krebs« können dir dabei helfen, deinem Kind zu erklären, was Krebs eigentlich ist. Durch bildliche Darstellung wird anschaulich erklärt, was eigentlich im Körper passiert.
💡 Auf der Internetseite der Deutschen Krebshilfe gibt es einige tolle Erklärvideos für Kinder: https://www.krebshilfe.de/blog/kindern-krebs-erklaeren
Den einen, besten Zeitpunkt gibt es wahrscheinlich nie. Wichtig ist es, dass du dich nicht unter Druck setzt und dir Zeit nimmst. Warte ab, bis du die endgültige Diagnose hast. Lass es sacken und atme erstmal tief durch. Wenn du dich dazu bereit fühlst, sprich so früh wie möglich mit deine(n) Kind(ern) und erklär ihnen wie sich euer Alltag verändern wird. Informiere wichtige Kontaktpersonen, Erzieher:innen oder Lehrer:innen über deine Erkrankung, damit sie deine(n) Kind(ern) entsprechend zur Seite stehen können.
Vermeide Versprechungen wie »Ich werde ganz schnell wieder gesund«. Kinder orientieren sich häufig an uns Eltern. Wenn wir offen über unsere Ängste und Gefühle sprechen, lernen sie auch über ihre Ängste zu sprechen. Sei ehrlich, Kinder müssen aber nicht alles bis ins kleinste Detail wissen. Das, was du erzählst sollte allerdings die Wahrheit sein. Je älter dein(e) Kind(er) sind, desto mehr Details kannst du ihnen erklären. Trotz alledem musst du nicht alles auf einmal erzählen. Erzähl deinem Kind von Situation zu Situation, was mit dir passiert. Ereignisse die weiter in der Zukunft liegen, können Kinder verunsichern. Versucht euren Alltag so normal, wie möglich zu gestalten: Das Leben im »Hier und Jetzt« kann euch Halt für dieser schwere Zeit geben.
Du kannst und muss nicht alles alleine bewältigen. Es gibt verschiedene Hilfsangebote, auf die du zurückgreifen kannst:
💡 Das Projekt Familienzeit schenkt krebsbetroffenen Familien eine Auszeit: https://www.berliner-krebsgesellschaft.de/leben-mit-krebs/familienzeit/
Kinder reagieren, je nach Alter, ganz unterschiedlich auf die Krebserkrankung eines Elternteils. Kleine Kinder haben häufig Schuldgefühle und geben sich selbst die Schuld, weil sie denken etwas falsch gemacht zu haben. Viele Kinder haben Angst vor Trennungen oder dem Tod des betroffenen Elternteils. Jugendliche und ältere Kinder ziehen sich gerne zurück oder sind aggressiver und emotionaler als vor der Diagnose. Auch körperliche Beschwerden können eine Reaktion auf die Erkrankung sein, zum Beispiel Schlafprobleme, Bauchschmerzen, Essstörungen, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme.
Du bist nicht allein! Etwas, was du nach der Diagnose Krebs nicht vergessen solltest. Versuch dich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Auf Facebook gibt es Gruppen von Krebspatient:innen für Krebspatient:innen, du findest Blogger:innen und gemeinnützige Organisationen auf Instagram. Zu guter Letzt gibt es natürlich auch noch Selbsthilfegruppen, in denen du anderen Betroffene kennenlernen kannst.
💡 Der Verein »Hilfe für Kinder krebskranker Eltern e.V.« hat Informationsmaterial für Kinder und Jungendliche: https://www.hkke.org/broschueren/

Möchtest du dennoch deinem Liebsten eine kleine Freude bereiten, dann haben wir hier ein paar Geschenkideen für Krebspatient:innen, die ganz bestimmt ein Leuchten in die Augen zaubern:
⏳ Zeit-Gutschein – zusammen etwas Schönes unternehmen
📓 Ein Journal z. B. mit einem frechen Titel: Not giving a fuck
🎩 Coole Mütze aus Baumwolle
📚 Ein spannendes Buch zum Schmökern
🎲 Ein Spiel, was man alleine spielen kann
🧩 Ein Puzzle – vielleicht mit einem persönlichen Motiv-Druck?
🧠 Sudoku oder Kreuzworträtsel – perfekt fürs Gehirnjogging
🥎 Stressbälle (mit witzigen Motiven) oder einen Igel-Ball (gegen Neuropathie)
🎧 Kopfhörer für die Lieblingsmusik, Podcasts oder fürs Noise Cancelling
📌 Akupressurmatte für die Tiefentspannung
💤 Weight-Blanket (Therapiedecke) für einen besseren Schlaf
📁 Schöne Mappe, um Dokumente aufzubewahren
🪶 Ein schönes Port-Kissen oder Nackenkissen
🧣 Einen schönen Schal
🧴 Feuchtigkeitscreme für Hände und Gesicht
🧦 Hausschlappen oder Kuschelsocken
PS: Der Sinn und Zweck hinter einem Geschenk ist der (kleine) Glücksmoment und die Freude beim Überreichen des Geschenks. Der Geschenk-Geber hat sich Gedanken gemacht und sich Zeit genommen bei der Auswahl und des Verpackens. Was tun, wenn das Geschenk nicht gefällt? Überhaupt nicht schlimm! Passiert. Denn der liebevolle Gedanke der Schenker:innen dahinter ist das, was zählt und der Sinn vom Geschenk ist erfüllt. Der Beschenkte kann demnach ungewollte oder unpassende Geschenke auch ohne schlechten Gewissens weiterverschenken 🎁, entsorgen ♻️ oder verstauen 📦.

Es gibt keine »Krebsdiät«, die die Krankheit heilen kann. Was zählt, ist eine Ernährung, die dich mit Energie und Eiweiß stärkt, Beschwerden lindert und zu dir passt. Du darfst essen, was dir guttut – und das kann an manchen Tagen ein Smoothie sein, an anderen auch mal ein Stück Kuchen.
Gerade während einer Therapie kann sich der Appetit, der Geschmack und oft auch die Verträglichkeit von Lebensmitteln verändern. Dann ist Flexibilität wichtiger als Perfektion. Wenn du dich darauf konzentrierst, regelmäßig etwas zu essen und genug zu trinken, machst du schon sehr viel richtig.


Verfasse für drei Menschen, denen du dankbar bist, eine Weihnachtskarte und lass sie wissen, wieso du dich darüber freust, dass sie Teil deines Lebens sind. Sich dessen bewusst zu werden, warum wir bestimmte Menschen schätzen und gern haben, tut uns selbst auch gut.
Wenn es für dich möglich ist, lade Freund:innen zu dir ein und lasst eurer Kreativität freien Lauf, sei es beim Gestalten von Weihnachtskarten, Bemalen von Keramik oder Basteln von Weihnachtssternen.
Du kennst deine Lieblingsmenschen am Besten und weißt, was ihnen gefallen würde. Oder du suchst dir jemanden aus, den du gar nicht so gut kennst, und tust ihm oder ihr etwas Gutes. Wie wäre es z.B. mit dem oder der Postbotin?
Es gibt einige schöne und kurze Bücher, die man passend zum Thema Weihnachten lesen kann. Mittlerweile bringen Verlage auch Geschichten und Bücher als Adventskalender heraus – such doch einmal in einem Bücherladen oder der Bücherei danach.

Oft fotografieren wir viel, betrachten diese Fotos aber selten oder gar nicht mehr. Schau dir doch Fotos von diesem Jahr bewusst durch und überlege dir, an was du dich gerne erinnern möchtest. Gestalte anschließend ein Fotobuch oder schreibe dir Zettel zu diesen Erinnerungen auf, die du in einer schönen Box aufbewahren kannst. Wenn es dir einmal nicht gut geht, kannst du eine schöne Erinnerung herauskramen.
Wir verbringen alle ganz schön viel Zeit am Smartphone und vergessen darüber oft unsere wahren Verbindungen im richtigen Leben zu pflegen. Wie wäre es statt des Scrollens einen Spieleabend mit einem Lieblingsmensch zu verbringen oder ein Puzzle gemeinsam zu machen?
Glühwein und Kinderpunsch aus dem Supermarkt oder auf dem Weihnachtsmarkt enthalten oft ganz schön viel Zucker und schmecken nicht immer.
Die gute Nachricht ist: Am 11.12. kommt ein Artikel bei uns zu Alternativen heraus – vielleicht ist da was für dich dabei?
Weihnachtsbeleuchtung ist besonders stimmungsvoll und kann Glücksgefühle und ein Gefühl der Geborgenheit auslösen. Im besten Fall schneit es bei deiner Unternehmung und du hast ein Heißgetränk dabei, um dich zu wärmen.
Was schreit mehr nach Gemütlichkeit als ein warmer, kuscheliger Pullover? Falls du selbst stricken kannst, könnte das ein Winterprojekt werden. Und wenn nicht, kauf dir einen Neuen oder such dir einen richtig kitschigen Weihnachtspullover im Second-Hand Laden oder online heraus.
Überlege dir, was dich persönlich in der (Vor-)Weihnachtszeit so richtig glücklich machen würde. Ist es ein Tag in Pyjama? Möchtest du deine Lieblingslieder aufdrehen und durch das Haus oder deine Wohnung tanzen? Oder willst du dich mit einem Weihnachtsfilm, Gesichtsmaske und einem Lieblingsessen verwöhnen? Alles ist möglich – lass es dir gut gehen und genieß die (Vor-)Weihnachtszeit!

Sogenannte »CATs« - cancer associated thrombosis (Deutsch: krebs-assoziierte Thrombosen) können durch verschiedene Ursachen entstehen. Zum Beispiel können Tumore Gerinnungsfaktoren produzieren, die eine Thrombose auslösen. Aber auch durch den Druck, den ein stetig wachsender Tumor auf umgebendes Gewebe auslöst, besteht die Gefahr einer Thromboseentwicklung. Nicht zuletzt kann auch die Therapie das Risiko für eine Thrombose erhöhen.
Dennoch ist auch wichtig zu wissen, dass nicht alle Krebspatient:innen das gleiche Risiko für eine Thrombose haben.
Einschätzen lässt sich das Risiko zur Entwicklung einer Thrombose unter anderem anhand verschiedener klinischer Gesichtspunkte.

Als Risikofaktoren zählen hier zum Beispiel neben einer aktiven Krebserkrankung:
Auch durch äußerlich erkennbare Veränderungen lässt sich abschätzen, ob das Vorliegen einer Thrombose wahrscheinlich ist. Als Hauptsymptome für eine Thrombose gelten hier:
Solltest Du als Patient:in die Befürchtung haben unter einer möglichen Thrombose zu leiden, ist es ratsam, zeitnah eine:n Ärzt:in aufzusuchen. So kann die Diagnose durch Untersuchungen wie Laborwerte oder eine Ultraschallkontrolle erhärtet oder ausgeschlossen werden.

Zumindest nicht am Aussehen von eurem Brot oder Brötchen, denn genau das wird oft ausgenutzt. Das Mehrkornbrötchen sieht mit seinen vielen Körnern so gesund aus, dabei ist das verwendete Mehl ein Auszugsmehl (Weißmehl). Die Randschichten des Korns wurden abgetrennt, bevor es gemahlen wurde. Aber genau dort sitzen wichtige Nährstoffe. Brote werden auch oft mit Malz dunkel gefärbt, um den Eindruck zu erwecken, Vollkorn zu sein.
📄 Der Name und die Zutatenliste sind entscheidend! Ein Vollkornbrot oder -brötchen darf sich nur so nennen, wenn auch Vollkorn drin ist – und zwar mindestens zu 90 Prozent. Ihr könnt also am Namen direkt erkennen, ob es sich um Vollkorn handelt. In der Zutatenliste sollte an erster Stelle Vollkorn stehen und auch die weiteren Zutaten sollten Vollkorn enthalten.
🥖 Ein Vollkornbrot kann auch fein gemahlen ohne sichtbare Körner sein und muss auch nicht dunkel aussehen.
✅ Vollkornprodukte enthalten viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Außerdem senken sie das Risiko für viele Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Dickdarmkrebs.
✅ Vollkorn liefert essentielle Vitamine und Mineralstoffe wie B-Vitamine, Eisen, Magnesium und Zink, die wichtig für die Zellfunktion und das Immunsystem sind.
✅ Es hilft außerdem, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, was wichtig für die Energieversorgung und die Vermeidung von Heißhungerattacken ist.

Du kannst deinen Körper mit ausreichend Eiweiß im Essen gut unterstützen. Bei einer Bestrahlung oder Chemotherapie beispielsweise, kannst du deinem Körper helfen, dass er die angegriffenen Schleimhäute gut wieder aufbauen kann. Auch nach einer Operation hilft das Eiweiß, die Wunde schnell zu verschließen.
Unabhängig von der Therapiemethode bewirkt der Tumor selbst eine Umstellung im Stoffwechsel, sodass verstärkt das Körpereiweiß abgebaut wird. Kommt es zusätzlich zu einem Gewichtsverlust mit einhergehendem Muskelabbau, wird eine ausreichende Eiweißversorgung umso wichtiger.
Pflanzlich: Haferflocken, Linsen, Tofu, Erbsen, Mandeln

Tierisch: Emmentaler, Hähnchenbrust, Lachs, Eier, Quark




Überlege dir Strategien, wie du EnergieRÄUBER vermeiden oder für eine Zeit pausieren kannst.
Denk daran: Solche Energieräuber gänzlich aus dem Leben zu streichen ist oft schwieriger und mit viel Aufwand verbunden. Achte hier darauf, was der größere Räuber für dich wäre.

Denk auch an die positiven Aspekte in deinem Leben. Was kannst du tun, um vermehrt EnergieGESCHENKE in dein Leben zu bringen oder zuzulassen? Gibt es vielleicht Menschen, die dir dabei helfen können?


📝 Wir finden der Notfallpass ist ein total wichtiges und hilfreiches Feature, deswegen haben wir euch eine praktische Anleitung fertiggestellt, damit ihr den Notfallpass auf eurem Smartphone einrichten könnt.
❗️ Aber aufgepasst! Da ihr euer Smartphone auch mal vergessen könnt, der Akku nur allzu gerne leer ist oder es auch kaputtgehen kann. Ist es immer ratsam, einen »Notfallpass« in Papierform dabei zu haben. Hierfür haben wir euch einen praktischen Vordruck angefertigt.



Achtung! Beim zweiten Fall ertönt ein lautes Sirenengeräusch.




Alle Rezepte sind auf auf vier Becher beziehungsweise Gläser ausgelegt. Milchprodukte können durch vegane Varianten ausgetauscht und der Zuckergehalt nach Belieben angepasst werden.
Außerdem solltet ihr keine Zutaten verwenden, die eventuelle Wechselwirkungen mit euren Krebsmedikamenten verursachen. Bei Unsicherheiten sprecht bitte zuerst mit euren Ärzt:innen.
Zutaten: 125 g Zartbitter-Schokolade, 1 TL Zucker, 3 EL Schlagsahne, 750 ml frisch gekochter Kaffee
Zubereitung: Schokolade in Stücke brechen und in eine Metallschüssel geben. Die Schokolade im heißen Wasserbad bei schwacher Hitze unter Rühren schmelzen lassen. Zucker und Sahne unterrühren. Den Kaffee nach und nach mit dem Schneebesen unterschlagen. So lange, bis die Masse schaumig ist. Schokoladenkaffee auf Tassen verteilen. Wer mag, kann ihn noch mit geschlagener Sahne garnieren.
Zutaten: 800 ml Wasser, 16 Zweige frische Minze (alternativ 1 bis 2 Teebeutel Minze), 100 ml Holunderblütensirup, 100 ml Apfelsaft, 2 Bio-Limetten
Zubereitung: Wasser aufkochen und frische Minze oder Teebeutel hinzugeben und circa fünf Minuten ziehen lassen, danach Minze oder Teebeutel herausnehmen. Die Limetten heiß waschen, abtrocknen, die Schale abschälen (mit so wenig Weiß wie möglich) und den Saft auspressen. Vier Streifen der Schale für die Deko beiseite legen. Holunderblütensirup, Apfelsaft, Limettensaft und Limettenschale zum Minztee in den Topf geben und erhitzen. Sobald Dampf aufsteigt, die Hitze etwas reduzieren und fünf Minuten ziehen lassen. Den Hugo in vier Gläser füllen und mit der Limettenschale dekorieren.

Zutaten: 750 ml Apfelsaft, 250 ml Orangensaft, 2 Zimtstangen, 3 Nelken, 2 Sternanis, 1 Bio-Orange, Apfel zum Garnieren
Zubereitung: Apfel- und Orangensaft in einen Topf geben und auf mittlerer Stufe erwärmen, bis er dampft, aber nicht kocht. Topf von der Herdplatte ziehen, dann Zimtstangen, Nelken und Sternanis hinzugeben. Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit einem Schäler abziehen und die Schale zur Mischung geben und dann für mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Den Apfelpunsch mit einem Sieb in die Gläser füllen. Apfel in dünne Scheiben schneiden und damit dekorieren und genießen. Tipp: Der Punsch hält sich im Kühlschrank rund sieben Tage und kann nach Bedarf nochmals erwärmt werden.
Zutaten: 4 Beutel Beerentee, 1 L Wasser, 500 ml schwarzer Johannisbeersaft, 2 Orangen, 2 Zimtstangen, 2 Sternanis, 5 Nelken, 1 Vanilleschote, 2 EL Honig
Zubereitung: Wasser in einem Topf aufkochen, die Teebeutel hineinhängen und fünf Minuten ziehen lassen. Orangen auspressen, die Vanilleschote halbieren und auskratzen. Teebeutel entfernen, dann den Orangensaft und das Vanillemark zu dem Tee geben. Danach Johannisbeersaft, Zimtstangen, Sternanis, Nelken und Honig hinzufügen und alles kurz aufkochen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, Deckel drauf und 15 Minuten ziehen lassen. Abschließend in Gläser oder Becher füllen und servieren.



Kurz und knapp gesagt: Nein. Du musst an Weihnachten NICHT besonders ausgewogen essen!
❗️Natürlich ist es wichtig, dass du dich während und nach deiner Krebserkrankung gesund und ausgewogen ernährst, beziehungsweise angepasst an deine individuellen Beschwerden isst und deinen Körper somit stärkst.
🧁 ABER: Du möchtest aber an Weihnachten auch mal schlemmen und dir ein deftiges Essen oder die leckeren selbst gebackenen Plätzchen gönnen?
😋 Dann greif zu und lass es dir schmecken! Ein einzelnes deftiges Gericht oder die Süßigkeit an Weihnachten darfst du guten Gewissens essen und solltest das auch ganz bewusst genießen. Beides steht einer sonst ausgewogenen Ernährung nicht im Weg und sollte dich nicht davon abhalten, die Festtage in vollen Zügen zu genießen!


Sie ist ca. 15–20 cm lang und liegt mitten in unserem Oberbauch zwischen Milz und Leber – etwa eine Handbreit über dem Bauchnabel.

Jeden Tag produziert sie für uns ca. 1,5 Liter Verdauungssaft mit verschiedenen Enzymen, die unserem Darm dabei helfen unsere Nahrung aufzuspalten. Außerdem ist die Bauspeicheldrüse für die Produktion der Hormone Insulin und Glukagon verantwortlich, die den Blutzuckerspiegel kontrollieren. Zwei lebenswichtige Funktionen also.
Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, der in Fachkreisen auch Pankreaskarzinom genannt wird, ist meist der Teil des Organs betroffen, der den Verdauungssaft herstellt. Mit etwa 3 % zählt die Erkrankung zu den seltenen Krebsarten in Deutschland, doch leider auch zu den gefährlichsten, da Symptome oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium auftreten. Es kann sich dabei z.B. um einen dumpfen Schmerz im Oberbauch, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder eine neu diagnostizierte Zuckerkrankheit handeln.
Nach der Diagnose wird meist zuerst operiert und der betroffene Teil des Organs und die angrenzenden Lymphknoten entfernt. Chemotherapie und/oder Strahlentherapie schließen sich an, um die restlichen Tumorzellen im Körper zu bekämpfen.
Ursachen, Entstehung und alternative Therapiemethoden werden aktuell in vielen Studien und Forschungen weiter untersucht, mit der Zuversicht diese Krebsart bald besser zu verstehen und behandeln zu können.
Hast oder hattest du Bauchspeicheldrüsenkrebs? Wenn du magst, erzähle deine Geschichte bei uns und schenke Betroffene Mut. 🙏

Bei einem Schicksalsschlag wie einer Krebserkrankung ist Angst quasi vorprogrammiert. Welche Ängste aber dabei aufkommen, hängt von jedem Menschen individuell ab: Die Angst vor Schmerzen, Spritzen, Medikamenten oder Nebenwirkungen, bis hin zur Angst vor Ungewissheit, einem Rückfall oder dem Tod. Doch was, wenn die Angst nicht greifbar ist, oder sich noch nicht mal als Angst bemerkbar macht?
Wenn man eine traumatische oder belastende Situation erlebt, die viele komplexe Ängste vereint, kann es sein, dass sich die Angst nicht emotional oder gedanklich äußert, sondern durch bestimmte Symptome nach außen tritt. Ein rasendes Herz, ein Engegefühl in der Brust, oder Schweißausbrüche sind dabei oft nur der Anfang. Es kann sogar zu Erstickungs- oder Taubheitsgefühlen kommen. Auch psychisch kann sich die Angst zeigen. Mögliche Symptome sind Schwindelgefühle, das Gefühl verrückt zu werden, oder Derealisation und Depersonalisation – Fremdheitsgefühle sich selbst oder der Umgebung gegenüber.
Die Angst ist in der Lage, verschiedenste sowohl körperliche als auch psychische Symptome zu verursachen. Und wenn diese nicht als Angstsymptome erkannt werden, kann es schnell passieren, dass man sie falsch behandelt. Ist hingegen erstmal erkannt, dass hinter dem körperlichen und psychischen Leid eine Panik- oder Angstreaktion steckt, gibt es gute und wirksame Methoden, um diese zu lindern.
Angst kann nicht nur eine lähmende, sondern auch eine mobilisierende Emotion sein. So sind Menschen, die sich vor einer drohenden Gefahr ängstigen, manchmal zu Leistungen fähig, die ihnen unter normalen Umständen nicht möglich gewesen wären. Das liegt unter anderem an dem Kampf-Flucht-Modus, eine Alarm-Reaktion des Körpers in Gefahrensituationen. Dieser Modus verursacht einerseits die körperlichen Symptome, kann einen aber auch zu außergewöhnlichen Fähigkeiten bringen.
Das kann man sich in der Angstbekämpfung zum Vorteil machen und Symptome in Taten umwandeln. Bei körperlicher Bewegung, wie zum Beispiel Yoga, Fahrradfahren oder zügigem Gehen lässt sich Stress abbauen und somit auch die Angstsymptomatik verringern. 💪🏽
Doch selbst wenn man nicht in der Lage ist, sich körperlich zu aktivieren, ist es wichtig zu wissen, dass Angstzustände eine Extremsituation sind, die der Körper nicht allzu lange schafft aufrechtzuerhalten. Du kannst dir also sagen: Auch die Angst geht vorbei!


Die Prostata ist ungefähr walnussgroß und liegt unter der Blase. Hier bildet sie einen Ring um die Harnröhre. Sie spielt eine wichtige Funktion bei der Sexualfunktion, indem sie einen Teil der Samenflüssigkeit produziert. Durch die Lage um die Harnröhre kann sie bei Vergrößerung jedoch auch Symptome verursachen, wie etwa Probleme beim Wasser lassen.
Prostatakrebs ist eine bösartige Neubildung der Prostata. Hierbei vermehren sich Zellen der Prostata unkontrolliert und weisen andere Eigenschaften auf als gesunde Zellen.
Es gibt verschiedene Arten von Prostatakrebs. Die häufigste Form davon ist das sogenannte Adenokarzinom. Das bedeutet, dass der Krebs aus den Drüsenzellen der Prostata entsteht, also den Zellen, die normalerweise einen Teil der Samenflüssigkeit produzieren. Das Adenokarzinom macht ungefähr 95 % der Prostatakrebsformen aus. Es gibt auch deutlich seltenere Krebsarten der Prostata, wie das Plattenepithelkarzinom oder das Urothelzellkarzinom. Diese entstehen aus anderen Zelltypen als den Drüsenzellen.
Ebenso gibt es gutartige Vergrößerungen der Prostata. Ärzt:innen nennen das benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH. Dabei ist die Prostata ebenfalls vergrößert, jedoch vermehren sich die Zellen nicht unkontrolliert und sind nicht bösartig.
Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Pro Jahr wird bei mehr als 7000 Männern in Österreich Prostatakrebs festgestellt, wobei vor allem ältere Personen betroffen sind. Die meisten Neuerkrankungen treten bei Männern ab 70 Jahren auf. In Deutschland gibt es jährlich rund 65.000 Neuerkrankungen. Dennoch ist die Sterblichkeitsrate geringer als bei anderen Krebsformen. Das liegt vor allem am langsamen Wachstum des Prostatakrebses, ebenso wie an guten Möglichkeiten zur Früherkennung und diversen geeigneten Behandlungsformen.
Die Entstehung von Prostatakrebs ist noch nicht vollständig geklärt. Einer der wichtigsten Risikofaktoren bei Prostatakrebs ist das Lebensalter. Die Erkrankung tritt hauptsächlich bei älteren Männern auf. Ein weiterer Risikofaktor ist die Genetik.
Grundsätzlich ist Prostatakrebs heilbar. Besonders in frühen Stadien, etwa wenn der Krebs bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt wurde, besteht eine sehr gute Prognose. Daher sind Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig, um gegebenenfalls frühzeitig eine gute Therapie beginnen und die Erkrankung effektiv behandeln zu können.
In späteren Stadien, wenn der Krebs eventuell bereits gestreut hat, ist Prostatakrebs meist nicht mehr heilbar. Jedoch gibt es auch für diese Situationen entsprechende Behandlungsmöglichkeiten, die eine hohe Lebensqualität sicherzustellen sollen.
Prostatakrebs verursacht oft lange keine Beschwerden, die Symptome treten meist erst in späteren Stadien auf. Gerade deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen entscheidend, um den Krebs frühestmöglich zu erkennen.
Die Vorsorgeuntersuchungen finden normalerweise bei deinem Urologen oder deiner Urologin statt. Hierbei wird eine Anamnese erhoben, das heißt dein Arzt oder deine Ärztin wird dich nach deinem Gesundheitszustand und möglichen Symptomen befragen. Eine Blutentnahme dient ebenfalls dazu, den sogenannten PSA-Wert zu messen. Dieser kann bei Prostatakrebs erhöht sein.
Zur körperlichen Untersuchung gehören eine Tastuntersuchung der Prostata sowie eine Ultraschalluntersuchung der Nieren, Blase und Hoden. Bei der Tastuntersuchung führt dein Arzt oder deine Ärztin einen Finger vorsichtig in den After ein. So kann die Prostata abgetastet werden, um ihre Größe, etwaige Unregelmäßigkeiten wie Knoten oder das Vorhanden sein eines Druckschmerzes zu beurteilen.
Auf selpers stehen mehrere kostenlose Online-Schulungen zum Thema Prostatakrebs zur Verfügung – verständlich aufbereitet für Betroffene und Angehörige.

Das Problem ist: Dieser neue Alltag ist manchmal scheinbar nicht enden wollendes Neuland. Mit vielen Fragezeichen. Und Unsicherheiten. Wir haben einen Höllenritt hinter uns. Und sind irgendwie noch mittendrin. Und gleichzeitig wissen wir, dass der nächste Schritt irgendwann wieder heißen wird: Ab zur Arbeit.
Manche von uns können’s kaum erwarten. Anderen läuft es eiskalt den Rücken runter, wenn sie nur daran denken. Und wieder andere haben keine Ahnung, was sie eigentlich noch leisten können, wollen, sollen. Sie haben das Gefühl, keinen Boden mehr unter den Füßen zu haben, irgendwie im luftleeren Raum zu schweben, in einem Paralleluniversum.
Und dieser Satz kann – je nachdem, wie wir gerade drauf sind, wie es uns geht, wo wir gerade stehen – die größte Vorfreude oder die blanke Panik auslösen.
Hier sind drei Szenarien, um zu verdeutlichen, was so ein »Willkommen zurück« mit uns Betroffenen anstellen kann.

Und jetzt kannst du dir vorstellen, dass es noch zig Millionen weitere Reaktionen, Gedanken und Emotionen gibt, die uns Betroffenen in den Kopf kommen können. So viele, wie es Menschen gibt. Denn die Krankheit ist für alle anders. Unsere Körper reagieren unterschiedlich auf die Therapien, wir haben alle andere Spät- und Langzeitfolgen, mal mehr intensiv, mal weniger intensiv. Wir haben alle andere Jobs, andere Anforderungen, ein anderes Umfeld, andere Möglichkeiten, Ideen, Wünsche, Ziele.
Wir sind alle anders. Einzigartig.
Und wir müssen selbst herausfinden, wie wir ab dem Moment der Diagnose weitermachen wollen. Nebenbei arbeiten oder nicht? Wie lange Pause? Zurück in den Job? Gleiches Pensum wie vorher? Oder vielleicht was ganz anderes?
Wir müssen uns unseren eigenen Weg suchen, finden und gehen. Und ausprobieren, was für uns funktioniert, wie wir weitermachen können und wollen, wie wir unseren Wiedereinstieg in den Job und vor allen Dingen unser neues Arbeitsleben gestalten wollen. Und das kann ganz schön anstrengend sein.
Aus medizinischer Sicht gibt es standardisierte Verfahren. Tumor X bekommt Medikamente XY, Tumor Y bekommt YZ, … Aber für alles drumherum gibt es keine Regeln. Keine Leitlinien. Keine Leitplanken. Da sind wir auf uns allein gestellt.
Wie schön wäre es, wenn es auch für das, was nach der Therapie kommt (oder sogar währenddessen), einen klaren Masterplan gäbe?
Kleiner Spoiler: So eine Standard-Anleitung mit »mach dies, dann das, dann das« und happily ever after kann es nicht geben. Warum? Du ahnst es: Weil wir viel zu unterschiedlich sind.
Nur du weiß, was für dich richtig ist.
Es mag hart klingen, hat aber etwas sehr Bestärkendes: Du kannst selbst das Steuer in die Hand nehmen. Hier sind 10 Punkte, auf die du beim Wiedereinstieg in den Job unbedingt achten solltest. Wenn du magst, kannst du die Checkliste Schritt für Schritt durchgehen – oder aber dich inspirieren lassen und die Punkte vertiefen, die für dich am wichtigsten sind.

Und denk bitte immer daran: Sei nett zu dir. Bleib flexibel und sei geduldig mit dir selbst. Feiere selbst kleine Erfolge! Akzeptiere, dass es Rückschläge geben kann. Jede Rückkehr ist individuell – gib dir Zeit. Akzeptiere, dass du vielleicht nicht direkt bei 100 % starten kannst. Und dass es Schwankungen geben kann. Das ist total normal. Und ehrlich gesagt sind auch die ganzen vermeintlich gesunden Kolleg:innen nicht jeden Tag gleich fit.
Keep moving. You got this!

Ein großes Problem beim Analkrebs ist, dass es keine eindeutigen Beschwerden gibt. Sie können unterschiedlich und vor allem ganz unspezifisch sein. Nässen, Jucken, Brennen am Po, ein Knubbelgefühl oder Blut – bei all dem denken die meisten Menschen an Hämorrhoiden. Man kennt nichts anderes.
Man denkt sich: Ist nichts Schlimmes – und holt sich Hämorrhoidensalbe. Man schämt sich. Man verdrängt die Beschwerden. Man weiß nicht, an wen man sich mit Po-Problemen wenden soll. Viele Gründe führen dazu, dass man Po-Beschwerden erträgt und häufig erst spät untersuchen lässt.
Hinter all diesen Beschwerden stecken viel häufiger vergrößerte Hämorrhoiden oder andere Dinge am Po als Analkrebs – und doch kann man ohne Untersuchung selbst nicht wissen, was am eigenen Anus los ist.
Etwa 90 % aller Analkrebse entstehen auf Basis einer anhaltenden Infektion mit bestimmten Hochrisiko-HPV-Typen. Humane Papillomviren zählen zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen (STI – sexually transmitted infections). Die allermeisten Menschen werden im Laufe ihres Lebens infiziert – und in den meisten Fällen passiert nicht viel. Bei einigen Menschen jedoch schon.
Weitere Faktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, zum Beispiel bei HIV- Infektion oder nach Organtransplantationen, frühere HPV-bedingte Erkrankungen im Genitalbereich und ein Lebensalter ab circa 55 Jahren. Auch Rauchen gilt als ein Risikofaktor. Überhaupt alles, was zu einer höheren Rate einer Übertragung von HPV beiträgt, da sich das Erkrankungsrisiko mit zunehmender Wahrscheinlichkeit für eine Infektion mit Hochrisiko-HPV-Typen erhöht. Hierzu zählen häufig wechselnde Sexualpartner:innen und auch Analverkehr, da es hier sehr häufig zu minimalsten Schleimhautverletzungen kommt, die als Eintrittspforte für die Viren dienen können.
Doch ist wichtig zu wissen, dass es keinen Analverkehr braucht, um Analkrebs zu bekommen. Dieser erhöht zwar das Risiko für eine Infektion mit HPV – so, wie auch mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen – doch gerade Frauen, die im gynäkologischen Bereich HPV-assoziierte höhergradige Zellveränderungen in ihrem Leben hatten, haben auch ein erhöhtes Risiko, an Analkrebs zu erkranken. Denn die Viren können sich ausbreiten – es ist alles recht nah im Intimbereich.
Durch eine andauernde Infektion kann es zu Zellveränderungen, den sogenannten AIN (analen intraepithelialen Neoplasien), kommen. Das sind virusbedingte Krebsvorstufen am After, die mit der Zeit zu Krebs führen können.
Jährlich erkranken in Deutschland etwa zwei bis drei von 100 000 Männern. Frauen erkranken etwa 1,5–2x so häufig. Im Jahr 2023 sind laut dem RKI circa 2.560 Personen an Analkrebs neu erkrankt, davon waren 1.680 Frauen und 880 Männer. Eine mögliche Erklärung, warum Frauen häufiger erkranken, ist, dass HPV im gesamten anogenitalen Schleimhautbereich vorkommen kann – also an Gebärmutterhals, Vagina, Vulva und auch am After. Diese Regionen liegen nah beieinander.
Unter den Männern zählen Männer, die Sex mit Männern haben (kurz »MSM«), als eine deutliche Risikogruppe. Eine bestehende HIV-Infektion erhöht das Risiko aufgrund des geschwächten Immunsystems außerdem um ein Vielfaches im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung. Das durchschnittliche Alter bei Diagnose liegt zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr, doch kann die Erkrankung auch bei jüngeren Menschen auftreten, insbesondere wenn Risikofaktoren vorliegen.
Man unterscheidet zwischen dem sogenannten Analrandkrebs am Afterrand und dem Analkanalkrebs innen im Anus. Diagnostiziert wird Analkrebs durch eine Gewebeprobe bei auffälligen Wucherungen, manchmal zeigt er sich auch als Zufallsbefund bei Veränderungen in der Afterregion. Gerade bei dem Analkanalkrebs muss je nach Lage und Ausprägung unbedingt zwischen Anal- und Mastdarmkrebs unterschieden werden.
Wenn Analkrebs diagnostiziert wird, besteht die Standardbehandlung aus einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie (Radiochemotherapie). Ziel dieser Behandlung ist es, den Tumor zu zerstören und gleichzeitig den Schließmuskel in seiner Funktion zu erhalten. Nur wenn der Tumor sehr klein ist, sollte er chirurgisch entfernt werden. Spricht er auf die Therapie nicht ausreichend an oder tritt er erneut auf, kann eine größere Operation notwendig werden. Manchmal ist es auch sinnvoll, vor Beginn der Strahlen-Chemotherapie einen künstlichen Darmausgang anzulegen.
Im Nachgang der Behandlung ist die sogenannte Nachsorge für fünf Jahre empfohlen, bei der in gewissen Abständen eine proktologische Untersuchung (Anamnesegespräch, Abtasten, Spiegelung), aber auch weiterführende Bildgebung und Kontrolle der Leisten-Lymphknoten erfolgen.
Die Therapie kann sehr wirksam sein, betrifft aber eine sehr empfindliche Körperregion. Viele Betroffene berichten deshalb über Nebenwirkungen, die im Alltag belastend sein können.
Während der Behandlung können auftreten:
Auch langfristig können Beschwerden bestehen, zum Beispiel:
Über diese Folgen wird viel zu selten gesprochen – obwohl sie für viele Betroffene den Alltag auch weit nach der Therapie noch stark beeinflussen können.
Hast du Beschwerden nach einem Analkrebs, sprich diese bitte auch proaktiv an. Das ist nicht immer einfach, doch es ist wichtig, dir damit Hilfe zu holen und zu schauen, wie man die Situation verbessern kann.
Am allerbesten ist es, wenn es gar nicht erst zu einer Infektion mit den Hochrisiko-HPV-Typen kommt. Daher ist die HPV-Impfung insbesondere vor dem ersten Sexualkontakt so sinnvoll. In Deutschland wird die Impfung allen Kindern im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen – schließlich haben wir alle auch einen Anus. Einige Krankenkassen zahlen die Impfung bis zum 26. Lebensjahr. Frage am besten bei deiner Krankenkasse nach, ob die Möglichkeit besteht.
Vorstufen des Analkarzinoms werden als anale intraepitheliale Neoplasien bezeichnet. Dabei handelt es sich um Zellveränderungen verschiedenen Ausmaßes, die noch kein Krebs sind, sich aber dorthin weiterentwickeln können. Zur Abklärung, Behandlung und auch zu Nachkontrollen wird hier heutzutage idealerweise die sogenannte HRA (High Resolution Anuskopie) genutzt. Dabei wird der Analkanal mit einer stark vergrößernden, hochauflösenden Optik untersucht, um auffällige Bereiche gezielt darstellen, behandeln und kontrollieren zu können. Auch hier kann es natürlich zu Beschwerden kommen, die mit der Erkrankung oder der Behandlung zu tun haben, gerade, wenn es immer wieder neu notwendig ist, einzugreifen. Sprich darüber!
Wird Analkrebs früh erkannt, bestehen sehr gute Behandlungschancen. Entscheidend ist daher, dass Veränderungen rechtzeitig abgeklärt werden. Das bedeutet: Hast du Po-Beschwerden, lass dich untersuchen. Um schnell Hilfe zu bekommen, aber auch, um eventuelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Doch natürlich kann auch eine Behandlung Auswirkungen auf die gesamte Po- und Intimregion – und damit auf das eigene Körpergefühl und Wohlbefinden – haben. Auch hier gibt es Unterstützung. Sich selbst hier ernst zu nehmen und über die Beschwerden zu sprechen, ist der erste Schritt.

Vorsätze sind neue Gewohnheiten, die erst etabliert werden wollen. Und das braucht Zeit! ⏳
Wir geben die hier ein paar Tipps, wie es vielleicht dieses Jahr mit deinen Vorsätzen klappt:
Sei realistisch
Setze dir lieber kleine, machbare Ziele. Kleine, erreichbare Schritte helfen dir, immer weiter dranzubleiben. 👣
Priorisiere deine Selbstfürsorge
Setze DICH in den Mittelpunkt. Nur, wenn du Kraft hast, kannst du etwas verändern. Nimm dir zum Beispiel vor, regelmäßige Pausen einzuplanen, bewusst zu entspannen, dir Zeit für Schönes zu nehmen. 💜
Formuliere Zeiten flexibel
Sei nicht zu streng mit den Zeiten, die du dir setzt. Die Umstände können sich ändern, und es ist wichtig, sich an neue Realitäten anzupassen, ohne sich selbst abzuwerten.✨
Lass dich unterstützen
Setze dir den Vorsatz, aktiv Unterstützung anzunehmen. Familie, Freunde und professionelle Hilfe können wertvolle Ressourcen sein, um Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. 🤝
Du darfst Vorsätze neu ausrichten
Plane regelmäßige Reflexionszeiten ein, um deine Ziele zu überdenken. Es ist in Ordnung, Ziele anzupassen oder zu ändern, wenn sich deine Bedürfnisse oder Umstände ändern. ✍️
Plane kleine Freuden in deinen Alltag ein
Integriere regelmäßig kleine Freuden in deinen Alltag. Das können einfache Aktivitäten oder Rituale sein, die Freude und positive Energie bringen. 🥰
Wenn es mal holprig wird, denk daran: Jeder Tag ist ein Schritt näher zur fest verankerten Gewohnheit! Sei freundlich zu dir: Du tust das, was du gerade kannst! 🌈 💜