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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
Krebsart
Therapieform
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Weiblich gelesene Person die Sterne in den Sternenhimmel bläst
Motivation
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Deine Stimmung ist gerade eher getrübt und körperlich bist du auch nicht ganz fit? Das ist vollkommen okay und darf auch sein. Dein Körper ist gerade mit Heilung beschäftigt, daher sei liebevoll zu dir und geduldig mit dir selbst.

In der Zwischenzeit kannst du ein Gedankenspiel ausprobieren: Das »Was wäre, wenn …?«-Spiel. Stelle dir einmal vor, du wärst Super(wo)man oder Superman und nichts steht dir im Wege? Worauf hättest du dann Lust? Was würdest du machen oder unternehmen wollen? Fahrrad fahren, Trampolin springen oder Tischtennis spielen?

Wenn du magst, schreibe dir all die Dinge auf, die dir jetzt in den Sinn kommen. Erstelle dir deine persönliche To-do-Liste oder ein Vision-Board für die Zeit, in der es dir wieder besser geht, du wieder etwas zu Kräften kommst oder dich mental bereit fühlst. Nimm dir ein Blatt Papier, bunte Stifte, vielleicht hast du auch Sticker, Magazin schnipsel oder Washi-Tape zur Hand und kannst deine Liste oder Bild verzieren und verschönern. Eine stinknormale Aufzählung auf deinem Smartphone tut es auch, solange es für dich ein motivierendes Zukunftsbild ausdrückt. Die Liste soll die Zeit überbrücken und Hoffnung schenken, bis du wieder die Kraft findest neue oder auch alte Beschäftigungen anzugehen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, hab Spaß damit und genieße die Vorfreude.

Was wäre, wenn ... Träumen erlaubt!
Zwei Geschlechtsicon mit Punkten in der Mitte.
Info
Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Auch wenn wir oft eher vermittelt bekommen, Brustkrebs sei eine reine ›Frauenerkrankung‹, ist das nicht ganz richtig. Männliche Betroffene werden oft später mit Brustkrebs diagnostiziert, was negative Folgen mit sich bringen kann. Es stimmt zwar, dass die allermeisten Brustkrebserkrankungen in der weiblichen Brust auftreten, doch jährlich werden auch ungefähr 700 Diagnosen (in Deutschland) an männlichen Brüsten gestellt.

In der Regel erkranken die Betroffenen erst im höheren Alter. Das Durchschnittsalter liegt dabei bei 72 Jahren. Zwar hat die männliche Brust keine Stillfunktion und besitzt kaum Fettgewebe im Vergleich zur weiblichen Brust, jedoch besitzt sie auch Drüsengewebe. Und genau dort kann auch Brustkrebs auftreten. Daher sollten auch hier Veränderungen beobachtet werden und im Zweifelsfall eine Fachperson aufgesucht werden.

Wie kommt es zu männlichem Brustkrebs? Die männliche Brust ist zwar nicht zum Stillen ausgelegt, jedoch sind die Milchgänge auch hier vorhanden. Das allein reicht, um Krebs zu entwickeln. Doch da die Milchgänge geringer ausgeprägt sind und weniger Östrogen vorhanden ist, tritt der Brustkrebs deutlich seltener auf als in der weiblichen Brust.

Symptome

  • nicht heilende Knoten und Entzündungen in der Brust und Brustwarze
  • geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Veränderungen der Brustwarze wie Einziehungen oder Flüssigkeitsabsonderungen
  • Einseitige Schwellung der Brust

Nicht jede tastbare Unebenheit bedeutet Krebs! Wie bei der weiblichen Brust können auch in der männlichen Brust gutartige Veränderungen wie Zysten wachsen, daher muss nicht jede tastbare Unebenheit gleich Krebs bedeuten.

An wen kann ich mich bei Verdacht wenden? Bei einem ersten Verdacht wenden sich männliche Betroffene an den Hausarzt oder die Hausärztin, welche*r dann ggf. an ein spezialisiertes Zentrum überweist. Dort werden dann weitere Untersuchungen durchgeführt.

Behandlungsansätze

Je nach Größe des Tumors wird entweder brusterhaltend operiert, oder die Brust ganz entfernt. Da die männliche Brust deutlich weniger Brustgewebe als die weibliche aufweist, wird häufig zu einer Entfernung der gesamten Brust samt Lymphknoten geraten. Je nach Rezidivrisiko können auch weitere Behandlungsmethoden angewendet werden: z. B. Chemotherapie, Bestrahlung oder antihormonelle Therapie.

Weiterführende Hilfe

Das Netzwerk Männer mit Brustkrebs  unterstützt männliche Brustkrebsbetroffene und berät zu Themen wie Kliniksuche, Behandlungswege, Rehabilitation und Versicherungsfragen. https://www.brustkrebs-beim-mann.de

Brustkrebs muss nicht weiblich sein.
In der Mitte ist die Illustration eines Mannes mit Bart. Finger zeigen auf sein Gesicht.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Jeder von uns schämt sich. Wir schämen uns für unseren scheinbar unperfekten Körper, für unser unperfektes Aussehen, für Erfahrungen, die nicht so gelaufen sind, wie wir oder andere es erwartet haben. Und die wenigsten reden darüber. Unsere Erziehung, die Gesellschaft und die Medien sagen uns: Sei perfekt und lass die Anderen nicht das Unperfekte sehen! Gerade weibliche Personen fühlen sich deshalb oftmals unzureichend und versuchen fremde Erwartungen dazu zu erfüllen, wer sie sein sollen.

Männlich gelesene Personen hören häufig die innere Stimme: »Du darfst nicht schwach sein! Echte Männer weinen nicht!«

Mit der Diagnose Krebs und den unzähligen Folgen der Behandlung zerbricht diese Welt: Es kommt oft das Gefühl auf, unperfekt und schwach zu sein. Wir schämen uns dafür. Viele wollen nicht darüber reden. Doch: Je weniger wir darüber reden, desto mehr Power geben wir der Scham. Wir fühlen uns einsam, allein. Fühlen uns noch unperfekter und schwächer.

Es gibt einen Ausweg aus dieser Scham-Spirale, und dieser heißt Verletzlichkeit. Richtig gelesen! Je offener wir mit unserer Verletzlichkeit umgehen, umso größer wird unsere Empathie und auch die Verbindung zu anderen Menschen, fand die amerikanische Scham-Forscherin Brené Brown heraus. Daher ist es so wichtig, nicht nur unsere Stärken, sondern auch unsere Schwächen mit anderen Menschen zu teilen. In Podcasts oder Talkshows bewundern wir doch oft gerade diejenigen, die ihre wahre Geschichte mit all den unperfekten Facetten erzählen und ihre Schwächen offen legen. Sie erscheinen uns mutig. Oft fühlen wir uns dadurch mit den Personen irgendwie verbunden, ohne dass wir sie kennen.

Zeigen wir uns verletzlich, öffnen wir uns, machen uns scheinbar angreifbar – aber was wir dadurch zeigen, ist Mut. Und dieser Mut verbindet. Und diese Verbindung lässt der Scham keine Chance!

Ein Ausweg aus der Scham-Spirale
Ein junger Mann im Schneidersitz kuschelt mit seiner Katze auf dem Schoß.
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Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Heute schon geknuddelt? Knuddeln, kuscheln, umarmen – körperliche Berührungen machen glücklich und gesund! Das Bedürfnis nach Berührung wird uns sozusagen bereits in die Wiege gelegt.

Als Baby ist Körperkontakt nicht nur wichtig für die Bindung zu den Eltern, sondern auch später spielen Berührungsreize bei der sozialen Bindung zu anderen Menschen eine wichtige Rolle. Forscher haben herausgefunden, dass beim Körperkontakt das Hormon Oxytocin freigesetzt wird. Umgangssprachlich auch das »Kuschelhormon« genannt, da es bei Umarmungen, durch Streicheleinheiten und auch beim Sex gebildet wird. Das Hormon wirkt sich aber nicht nur auf den Körper, sondern auch auf unsere Psyche aus. Es hilft beim Abbau von Stress und kann Angstzustände lindern.

Doch auch ohne Partner kann man seinem Körper und Geist etwas Gutes tun. Kuscheln mit Haustieren, Kuscheltieren oder auch Selbstberührungen können nachweislich Stress reduzieren und entspannen. Hierbei werden Glückshormone wie Endorphine ausgeschüttet, welches wie beim Bindungshormon Stress abbaut und Entspannung bringt.

Eine blaue Katze liegt eingerollt und schäft.

Wusstest du schon? Es gibt bereits einige Metastudien, die zeigen, dass Massagen bei der Krebstherapie unterstützen, die Nebeneffekte von Chemotherapie und Bestrahlung zu verringern und dabei helfen, Ängste abzubauen und Schmerzen zu lindern.

Daher schenkt heute am National Hugging Day euren Lieblingsmenschen, Fellnasen oder euch selbst eine dicke fette Umarmung.

Kuscheln macht glücklich – Weltkuscheltag
Eine Krebszelle mit Weihnachtsmütze steht auf einem Berg Spekulatius.
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Stell dir vor, du willst in deinen Cupcake beißen und schon tönt es von links: »Iss das nicht ­– Krebszellen ernähren sich von Zucker!«. Wie oft musstest du dir sowas schon anhören und hast genervt den Cupcake beiseitegelegt? Wie oft wussten es die Anderen besser und meinten es nur gut?

Fördert Zucker das Krebswachstum? 🍰🔬

🥗 Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist zweifellos sehr wichtig. Dennoch führt der Verzehr eines Cupcakes nicht automatisch zur Förderung des Krebswachstums. Krebs ist eine multifaktorielle Krankheit, bei der viele Einflüsse – einschließlich genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren und Lebensstil – eine Rolle spielen.

🥖 Solltest du generell auf Kohlenhydrate verzichten?

Wenn du den Verzehr von Kohlenhydraten in Form von Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Obst etc. stark einschränkst (ketogene Diät), wirkt sich das nicht positiv auf das Überleben und Wiedererkranken bei Krebs aus. Krebsgesellschaften raten daher von dieser Krebsdiät ab. Außerdem spielen Kohlenhydrate neben Fett die wichtigste Rolle für die Deckung deines Energiebedarfs. Eine stark kohlenhydratarme Ernährung kann deshalb zu einer zu niedrigeren Energiezufuhr und zu Gewichtsverlust führen, was deine Prognose verschlechtern kann. Du solltest also nicht generell auf Kohlenhydrate verzichten.

🍫 Was ist mit zugesetztem Zucker?

Der einzige bisher belegte (indirekte) Zusammenhang zwischen Zucker und Krebs besteht darin, dass ein hoher Zuckerverzehr zu Übergewicht führt und dadurch das Risiko erhöht wird, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Zugesetzten Zucker (z.B. unseren Haushaltszucker) darfst du auch bei Krebs in kleinen Mengen essen. Ein häufiger und zu hoher Verzehr ist aber weder während noch nach deiner Erkrankung empfehlenswert.

👫 Greif also bei deiner nächsten Familienfeier mit Genuss zu einem Cupcake.

Der Krebs und der Zucker
Eine Kartoffel.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Seit deiner Krebstherapie wurde dein Darm ganz schön in Mitleidenschaft gezogen? Du willst deshalb deine Darmgesundheit auf natürlichem Weg unterstützen? Wir haben einen Tipp für dich, den du ganz leicht umsetzen kannst: Iss regelmäßig abgekühlte Kartoffeln.

🥔 Warum müssen Kartoffeln einmal abkühlen

Wenn Kartoffeln kalt werden, entsteht aus der darin enthaltenen Stärke eine andere Form der Stärke – die sogenannte resistente bzw. retrogradierte Stärke. Bei diesem Prozess verändert sich die Struktur der Stärke, sodass sie resistent gegenüber unserem Verdauungsenzym Amylase wird. So gelangt sie unverarbeitet in den Dickdarm, dient dort als Futter für die guten Darmbakterien und das ist optimal für ein gesundes Mikrobiom.

✅ Vorteile für deinen Darm

Im Dickdarm wirkt die resistente Stärke wie ein Ballaststoff: Sie wird von den guten Darmbakterien abgebaut und fermentiert, wodurch kurzkettige Fettsäuren wie Acetat, Propionat und vor allem Butyrat entstehen.

Butyrat hat besonders positive Wirkungen:

wirkt stark entzündungshemmend;

hemmt das Wachstum pathogener Mikroorganismen;

nährt und regeneriert die Darmschleimhaut optimal, sodass die Aufnahme von Bakterien, Antigenen und Toxinen aus dem Darmlumen in die Blutbahn vermindert wird;

stimuliert das darmassoziierte Immunsystem.

🍽️ So kannst du mehr resistente Stärke genießen

Koche Kartoffeln und lass sie abkühlen – für 12 Stunden. Ob du sie danach aufwärmst oder nicht, ist egal, da die Stärke in ihrer Struktur bestehen bleibt. Iss zum Beispiel öfter mal einen Kartoffelsalat mit Joghurtdressing oder Essig und Öl oder mach dir wieder erwärmte Pellkartoffeln mit Quark und frischen Kräutern.

Das nächste Mal, wenn du Kartoffeln kochst, denk dran: Abkühlen lassen lohnt sich. Dein Mikrobiom dankt es dir.
Wieso solltest du öfter abgekühlte Kartoffeln essen?
Ein Elternpaar schaut besorgt auf ihr Kind und suchen nach den richtigen Worten.
Tipp
Endlichkeit
Alle Krebsarten
Durch eine Krebsdiagnose werden wir ungewollt wachgerüttelt. Ein gesunder Körper ist für viele eine Selbstverständlichkeit – erst, wenn man erkrankt, wird einem bewusst, wie wertvoll und unbezahlbar Gesundheit ist.

Obwohl es für viele Krebsarten gute Heilungschancen gibt, ist die Angst vor dem Tod auf einmal ganz nah. Werde ich sterben? Wann werde ich sterben? Wird es schmerzlich sein oder ist es wie einschlafen? Habe ich das Leben so gelebt, wie ich es mir immer vorgestellt habe? Ja, nein? Warum eigentlich nicht? Bin ich bereit, zu sterben? …

Viele solcher Fragen können bei deiner Diagnose hochkommen. Die Angst vor dem Tod ist erstmal eine ganz »normale« und verständliche Angst. Wir wissen nicht, was nach dem Tod mit uns passiert. Und egal ob wir an ein Leben danach glauben oder nicht, das Unwissen darüber kann beunruhigen. Was hilft dir dabei diese Angst näher kennenzulernen und es schaffen, dass sie dich im Alltag nicht lähmt?

1

💭 Mache dir bewusst, dass die Angst da sein darf. Lade sie zu dir ein und frage sie, was sie dir sagen möchte.

2

🌅 Lasse dein Leben Revue passieren: Worauf bist du besonders stolz, was sind deine schönsten Erinnerungen und mit wem hast du deine schönsten Glücksmomente verbracht. Male dir diese Punkte so bunt wie möglich aus oder stelle dir dein Leben vor wie ein Film. Wertschätze dein Leben, welches du bis jetzt leben durftest.

3

💪 Vielleicht kommen jetzt die ganzen Dinge hoch, die du bisher noch nicht gemacht oder geschafft hast. Schreibe sie auf und überlege dir, welche Dinge du unbedingt noch erleben möchtest. Gibt es etwas, was du vielleicht sofort noch heute umsetzen kannst? Tue es!

4

✍️ Schreibe auch alles auf, wofür du dankbar bist. Vielleicht gibt es auch ein paar Menschen in deinem Leben, denen du einfach mal »Danke« sagen möchtest. Schreibe ihnen, rufe sie an oder denke an sie und lasse ihnen die Worte, Gedanken und Gefühle da, die sich gerade stimmig für dich anfühlen.

Bei all den Tipps, mache dir bewusst, dass du nie »fertig« sein wirst, zu leben. Das Leben ist nicht perfekt und man wird nie alles gesehen, erlebt und gefühlt haben. Das ist OK so. Lerne in den Moment zu leben – im Hier und Jetzt. Lerne, das Leben zu genießen – mit all den Hochs und Tiefs. Lenke deine Energie auf die Zeit, die du noch hast. 💜
Ich, der Krebs und der Tod
Frau die sitzt und ihren Kopf auf ihren angewinkelten Knien ablegt und erschöpft aussieht
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Heute möchten wir über ein Thema aufklären, welches die Mehrheit der Krebsbetroffenen plagt und dennoch erst seit wenigen Jahren von Ärzt:innen und Psycholog:innen ernst genommen wird: Das chronische Erschöpfungssyndrom, kurz ›Fatigue‹.

Häufig tritt es schon während der Akuttherapie, teilweise aber auch erst nach Therapieende auf und wird zu einem Dauerproblem. Anstatt voller Tatendrang und Lebensfreude in das krebsfreie Leben zu starten, scheint jegliche Energie verloren gegangen zu sein und eine Müdigkeit macht sich im gesamten Körper breit, die man auch mit viel Schlaf nicht loswird. Die kleinsten Aufgaben führen zur Überbelastung und die Konzentrationsfähigkeit hat sich ebenfalls verabschiedet. Das sind nur einige der typischen Symptome. Verständlicherweise treiben sie nicht wenige an den Rand der Verzweiflung.

Leider fehlt es bis heute an einer gezielten Behandlung, geschweige denn an Medikamenten, die zur Verbesserung bis hin zu Heilung von Fatigue führen. Allerdings gibt es verschiedene Methoden, die zur Verbesserung des Wohlbefindens beitragen können – und vielleicht helfen sie auch dir weiter:

1

Sportliche Betätigung
Fatigue und Sport wirken auf den ersten Blick nicht vereinbar, denn vielen fehlt es ja schon bei einfachen Alltagsaufgaben an der nötigen Kraft. Da scheint Sport völlig ausgeschlossen. Doch es muss ja nicht gleich ein Marathon gelaufen werden. Vielerorts gibt es bereits gezielte Angebote für Krebspatient:innen, die natürlich auch die verringerte Ausdauer und Energie von Betroffenen berücksichtigen. Gleichzeitig kann körperliche Betätigung Stress abbauen, zu einem verbesserten Körpergefühl führen und es können auch neue Bekanntschaften mit Gleichgesinnten geschlossen werden. 🤸

2

Psychotherapie
Oft hilft es ungemein, wenn man all seine Beschwerden einfach ungefiltert einer anderen Person erzählen kann, die einem ein offenes Ohr schenkt und vielleicht sogar Anregungen und Tipps parat hat. Genau hierfür sind Psychotherapeut:innen da. Es ist allerdings ratsam, sich professionelle Hilfe zu suchen, die ebenfalls auf dem Gebiet von Fatigue und Krebs bewandert ist und die Symptome besser einordnen kann. Denn häufig wird Fatigue mit einer Depression verwechselt, die wiederum anders behandelt wird. 🧑‍⚕️

3

Energietagebuch
Um die eigenen Energiereserven besser einschätzen und einsetzen zu können, hilft das Führen eines Energietagebuchs. Dieses funktioniert so: Du listest jede Tätigkeit auf und bewertest, wie viel Energie du dafür aufwenden musstest und wie groß deine Erschöpfung danach war. Am nächsten Tag ziehst du noch einmal Bilanz, wie anstrengend der Tag insgesamt für dich war. So kannst du im Laufe der Zeit erkennen, was dich noch zu sehr belastest und welche Dinge dafür gut klappen. Mithilfe dieses Tagebuchs kannst du außerdem persönliche Morgen- und Abendroutinen erarbeiten, die dir helfen, deinen Tag besser zu strukturieren. Und sobald die Routinen gut klappen, kannst du sie im besten Fall noch um weitere Punkte ergänzen, für die du dann auch noch Energie hast ✨

Auch wenn es ein Wundermittel gegen Fatigue leider (noch) nicht gibt, hoffen wir, dass die ein oder andere nützliche Methode für dich dabei ist und dir hilft, deine Symptome zu verbessern. Oder hast du vielleicht andere Tipps, wie man Fatigue besser in den Griff bekommt? Schreib es gerne in die Kommentare!

3 Tipps für das Leben mit Fatigue
Ein Teller mit Lachs und einer Zitrone. Daneben ist eine rosa Krebsschleife zu sehen.
Info
Ernährung
Brustkrebs
🤯 Seit deiner Brustkrebsdiagnose bist du total verunsichert, was du essen darfst? Du möchtest mit deiner Ernährung alles richtig machen, aber weißt gar nicht, wo du anfangen sollst? Wir geben dir Empfehlungen, was du beachten solltest.

Es gibt kein Lebensmittel, das Brustkrebs heilt, aber du kannst in jeder Phase der Therapie deinen Körper mit der richtigen Ernährung unterstützen und deine Prognose verbessern.

Iss angepasst an die Nebenwirkungen deiner Therapie.

Dein Essen schmeckt nur noch fad? Dann kannst du frische Kräuter und Gewürze einsetzen, um den Geschmack zu intensivieren. Schon der Geruch deiner Lieblingsspeise bringt dich dazu, die Küche zu verlassen? Dann iss Lebensmittel, die wenig Eigengeruch haben wie Nudeln, Reis oder ein Brot mit körnigem Frischkäse. Dir ist durch die Chemo übel? Dann kann dir ein Ingwertee Linderung schaffen. Wichtig ist, dass du deinen Körper weiterhin mit allen Nährstoffen gut versorgst.

Eine Teetasse neben der eine Ingwerknolle und Kräuter liegen.

Du leidest nicht unter Therapie-Nebenwirkungen und kannst alles essen?

In diesem Fall ist eine ausgewogene pflanzliche Ernährung, die mit tierischen Produkten ergänzt wird, für deine Gesundheit empfehlenswert. Iss täglich Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen und ergänze deine Mahlzeiten mit Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern.

Dein Gewicht nimmt seit deiner Therapie immer mehr zu?

Versuche langsam an Gewicht abzunehmen, wenn du übergewichtig oder adipös bist. Übergewicht kann deine Prognose verschlechtern und das Risiko für Rezidive erhöhen.

Darfst du während einer Feier auch mal ein Glas Sekt trinken?

Alkohol ist grundsätzlich nicht empfehlenswert und stellt immer einen risikoerhöhenden Faktor dar. Außerdem wird durch Alkohol die Östrogenproduktion im Körper angeregt, was bei einer Antihormontherapie nicht gewollt ist. Es gibt mittlerweile aber auch schon superleckere alkoholfreie Alternativen, die dich zu festlichen Anlässen gerne anstoßen lassen.

Ernährung bei hormonabhängigem Brustkrebs
Zwei Frauen umarmen sich vertraut und unterhalten sich.
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
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Achtung Fettnäpfchenalarm! Wenn Krebsis in Remission und Außenstehende aufeinandertreffen, kommt es nicht selten zu unglücklich verlaufenden Gesprächen. Häufig fallen Sprüche, die in die Kategorie »gut gemeint, schlecht gesagt« gehören. Doch das lässt sich ändern! Wir präsentieren euch hier ein paar Klassiker, erklären die Problematik und bieten bessere Formulierungen an.

1. »Na, dann ist ja jetzt alles wieder gut.« ☺️

🚩 Was ist das Problem?

Zunächst ist dies schlichtweg nicht die Realität für die meisten Betroffenen. Die Verarbeitung des Geschehenen und das Zurückfinden in einen normalen Alltag nimmt oft noch sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch. Insbesondere diese Aussage führt dazu, sich unverstanden und mit seinen Problemen nicht ernst genommen zu fühlen. Außerdem kann sie auch unter Druck setzen und der Person in Remission das Gefühl geben, dass genau das nun auch von ihr erwartet wird.

👍 Wie kann man es besser ausdrücken?
Die Intention hinter dieser Aussage ist natürlich gut und soll Freude und Erleichterung über die überstandene Akuttherapie ausdrücken. Wie wäre es deshalb mit: »Ich bin richtig froh, dass die Therapie jetzt geschafft ist!«

2. »So schlimm kann es ja nicht gewesen sein, wenn du jetzt schon wieder arbeiten/studieren/in die Schule gehen kannst.« 🤔

🚩 Was ist das Problem?

Die Größe von widerfahrenem Leid ist nicht zeitabhängig. Auch in nur vermeintlich kurzen Therapiezeiten kann so viel Traumatisches geschehen, dass solch eine Aussage schlichtweg deplatziert ist und das Erlebte unangemessen herunterspielt. Auch wird verkannt, dass vor allem junge Betroffene durch die Diagnose Krebs komplett aus ihrem Leben gerissen und mit Ängsten konfrontiert werden, die Gleichaltrige einfach nicht durchleben müssen. Und die Bewertung darüber, wie »schlimm « die Krebserkrankung und -therapie war, steht Außenstehenden auch einfach nicht zu.

👍 Wie kann man es besser ausdrücken?
Wenn man die (schnelle) Rückkehr der oder des Arbeitskolleg:in/Kommiliton:in oder Mitschüler:in kommentieren möchte, dann doch am besten in positiver Weise. Über ein »Schön, dass du wieder da bist« freut sich die betroffene Person dann auch ganz bestimmt. Sollte man außerdem ein ernsthaftes Interesse daran haben zu erfahren, wie es der Person ergangen ist, bietet sich die Nachfrage »Wie geht es dir?« oder »Hast du die Therapie gut überstanden?« an.

3. »Bist du dir sicher, dass du immer noch Kinder bekommen möchtest? Mir wäre das ja zu riskant!« 😳

🚩 Was ist das Problem?

Das Vertrauen in die eigene Gesundheit ist bei Krebsüberlebenden häufig schon stark angeschlagen. Dazu gehört auch die Sorge (oder gar Gewissheit), dass der Krebs erblich bedingt ist und somit auch (geplante) eigene Kinder einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Wenn Außenstehende dann auch noch mit skeptisch wirkenden Nachfragen um die Ecke kommen, führt das häufig zu einer noch größeren Verunsicherung. Und das ist leider gar nicht sensibel.

👍 Wie kann man es besser ausdrücken?
Grundsätzlich sollte ein Gespräch rund um das Thema Kinderwunsch in einem passenden Setting geschehen. Falls dieses gegeben ist, könnte die Frage »Hat sich deine Erkrankung in irgendeiner Form auf das Thema Kinderplanung ausgewirkt?« ein guter Einstieg in das Ansprechen von Bedenken sein. Denn damit wird der betroffenen Person zunächst die Möglichkeit gegeben, ihre konkrete Situation und Ansicht diesbezüglich zu äußern, bevor die andere Person dazu Stellung bezieht.

4. »Also ich hätte das ja nicht geschafft.« 😟

🚩 Was ist das Problem?

Es sagt sich leicht, etwas nicht geschafft zu haben, wenn man sich nur in der Theorie darüber Gedanken machen muss. Als krebskranke Person hat man gar keine andere Wahl, als die Therapie und alle anderen Strapazen über sich ergehen zu lassen. Diese Aussage verkennt also leider die Realität.

👍 Wie kann man es besser ausdrücken?
Eigentlich steckt hinter diesem Kommentar doch die Anerkennung des enormen Kraft- und Energieaufwandes. Statt einer Ich-bezogenen Message kann man auch einfach inhaltlich bei der anderen Person bleiben, beispielsweise mit: »Ich bewundere dich dafür, wie tapfer du alles durchgestanden hast«.

5. »Jetzt ist aber auch mal gut mit der Krankheit.« 😉

🚩 Was ist das Problem?

Es ist verständlich, dass die Energieressourcen von Außenstehenden auch irgendwann aufgebraucht sind. Aber Bemerkungen dieser Art sind wenig einfühlsam. Die Verarbeitung einer Krebserkrankung dauert oft eben länger als gedacht, und dafür gibt es auch kein Ablaufdatum.

👍 Wie kann man es besser ausdrücken?
»Es tut mir leid, dass deine Erkrankung weiterhin so viel Raum einnimmt«
drückt Mitgefühl und Empathie aus. Und deshalb wird diese Aussage garantiert viel besser von der Person in Remission aufgenommen!

6. »Sei froh, dass es nur …-krebs war!« 🤓

🚩 Was ist das Problem?

Damit wird die Erkrankung und auch die damit einhergehenden Ängste (vor allem Todesängste) relativiert. Krebs ist schlimm, ganz egal um welche Form es sich handelt.

👍 Wie kann man es besser ausdrücken?
Anstelle einer Gefühlsanweisung an die Person in Remission eignet sich viel besser eine eigene Gefühlsbekundung. Wie wäre es mit: »Ich bin froh, dass der Krebs heilbar war und du jetzt in Remission bist«?

7. »Nächstes Jahr lachst du drüber!« 🤭

🚩 Was ist das Problem?

Die Diagnose Krebs und alles, was damit zusammenhängt, ist lebensbedrohlich und wahnsinnig beängstigend. Nicht ohne Grund dauert es für viele Betroffene Jahre, um sich davon zu erholen. Und auch dann wird die Zeit eher als Albtraum statt als Witz empfunden. Solche Bemerkungen relativieren also das erfahrene Leid.

👍 Wie kann man es besser ausdrücken?
Klar möchte man der Person in Remission Mut machen und wünscht sich, dass die schreckliche Zeit Stück für Stück in den Hintergrund rückt und seinen Schrecken verliert. Eine Aussage wie: »Ich hoffe, dass du dich gut von den Strapazen erholst«, sendet dabei genau die richtige Botschaft.

8. »Wann gehst du endlich wieder in die Schule/studieren/arbeiten?« 🤨

🚩 Was ist das Problem?

Solche Aussagen erzeugen unnötigen Druck. Die Erholung von der Therapie dauert bei jeder Person verschieden lang. Das sollte auch das Umfeld respektieren und versuchen, die Person zu unterstützen.

👍 Wie kann man es besser ausdrücken?
Möchte man dieses Thema ansprechen, dann sollte man der Person am besten am Anfang Raum geben, um ihre aktuelle Situation erklären zu können. Eine Nachfrage wie
»Hast du schon darüber nachgedacht, wie es zukünftig weitergehen soll mit Schule/Studium/Arbeit?« setzt nicht unter Druck, sondern vermittelt ein ehrliches Interesse an den Zukunftsplänen.

9. »Du siehst gar nicht (mehr) krank aus.« 👍

🚩 Was ist das Problem?

Krankheit hat viele Gesichter. Und nur weil man von außen nicht unbedingt (mehr) krank aussieht, heißt das nicht automatisch, gesund zu sein. Generell ist das Kommentieren des äußeren Erscheinungsbildes häufig unangebracht und kann verletzend sein.

👍 Wie kann man es besser ausdrücken?
Am besten eignet sich auch hier die einfache Nachfrage »Wie geht es dir?« Und wenn die Person in Remission dann mit »Gut« antwortet, kann man immer noch erfreut nachschieben, dass man ihr das auch äußerlich ansieht.
Fettnäpfchenmarathon – Empathische Alternativen für schwierige Gespräche
Mehrere Fachärzte und Experten halten Klemmbretter und stehen vor einem Patientenboard um die individuelle Therapie zu besprechen.
Info
Zahlen & Fakten
Alle Krebsarten
Krebs stellt in all seinen vielfältigen Formen und unterschiedlichen Verläufen Mediziner:innen immer wieder vor eine Herausforderung. Jede:r Patient:in, jeder Körper, jeder Krebs ist anders. Um für jede:n die richtige Diagnose zu stellen und so die passende Therapie zu finden, kommen Expert:innen aus verschiedenen Fachrichtungen bei einer Tumorkonferenz zusammen, umgangssprachlich wird diese häufig auch Tumorboard zusammen.

Welche Fachrichtungen kommen beispielsweise bei einem Tumorboard zusammen?

  • Fachärzt:innen, zum Beispiel aus der Gynäkologie, Urologie,  Gastroenterologie oder Innere Medizin
  • Onkolog:innen, Hämatolog:innen
  • Fachärzt:innen für Strahlentherapie, Radiologie und Nuklearmedizin
  • Chirurg:innen
  • Patholog:innen
  • Pfleger:innen

Die Fachkenntnisse der unterschiedlichen Disziplinen sollen sicherstellen, dass die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten aus möglichst vielen Perspektiven betrachtet werden und jede:r Patient:in nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft behandelt wird.

Wie läuft eine Tumorkonferenz ab?

In einem Tumorkonferenz wird die individuelle Patientengeschichte vorgestellt und anhand von Bildern, Laborergebnissen und weiteren Untersuchungsergebnissen im Detail betrachtet. Unter Berücksichtigung entscheidender Aspekte wie Alter, Vorerkrankungen, Ausdehnung des Tumors und bisheriger Studienergebnisse wird anschließend gemeinsam ein Therapievorschlag diskutiert. Ziel ist eine Therapieempfehlung, die auf den oder die Krebsbetroffene und ihren individuellen Krankheitsverlauf abgestimmt ist.

Die Ergebnisse dieser Tumorkonferenz, wie das Tumorboard auch oft genannt wird, werden danach jedem:r Patient:in persönlich mitgeteilt. Gemeinsam mit den behandelnden Ärzt:innen werden dann die nächsten Schritte des Therapieplans festgelegt.

Viele Köpfe, ein Ziel: die beste Therapieentscheidung für Patient:innen treffen.

Auch die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt, sich nicht nur auf die Meinung eines Arztes oder einer Ärztin zu verlassen, sondern sich in einer Klinik vorzustellen, wo diese Tumorboards durchgeführt werden. Dabei handelt es sich vor allem um zertifizierte Krebszentren und spezialisierte Kliniken. In spezialisierten Kliniken gibt es je nach zuständigem Fachgebiet eigene Tumorkonferenzen, welche in der Regel wöchentlich stattfinden.

Eine Liste mit zertifizierten Zentren findest du auf der Website »OncoMap«. Hier kannst du deine Suche nach Krebsart, Land und Postleitzahl sortieren.

Wenn Expertise zusammenkommt: Die Tumorkonferenz
Eine dunkelblaue Schleife, darum herum Illustrationen von einem Turnschuh, einer Hantel und Obst und Gemüse
Tipp
Ernährung
Darmkrebs
Alles eine Sache des Darms. Wer auf seinen Darm Acht gibt, verringert auch das Risiko auf Darmkrebs. Oft kann man mit selbst mit kleinen Veränderungen im Alltag der Entstehung dieser Krankheit vorbeugen. Eine ausgewogene Ernährung und genug Bewegung sind der Kern der Sache. Aber nicht nur das, es gibt auch verschiedene Arten von Voruntersuchungen, die dabei helfen können Darmkrebs in einem früheren Stadium zu entdecken.

🎗️Wir haben für Dich fünf Tipps gesammelt, die Du einfach in Deinen Alltag einbauen kannst, um Darmkrebs vorzubeugen.

1

🚴Körperliche Bewegung
Körperliche Bewegung hält deinen Körper nicht nur fit, sondern auch gesund. Es wird empfohlen mindestens 150 Minuten moderate oder 75 min intensive Bewegung wöchentlich zu machen. Im Optimal-Fall jedoch machst du jeden Tag 30 min lang eine für dich anstrengenden Aktivität.

2

🤰Körperfett
Fettgewebe generell, aber vor allem Bauchfett, gibt entzündliche Botenstoffe ab. Laut Studien können diese Entzündungen Mitschuld an der Entstehung von Krebs tragen. Zusätzlich produziert Fettgewebe Hormone, welche nicht nur den Hormonhaushalt durcheinander bringen, sondern ebenfalls das Wachstum von (Krebs-)zellen fördern. Also Leute, ran an den Speck!

3

🍏 Ernährung
Durch Ballaststoffe und Vitamine fördern Obst und Gemüse die Darmgesundheit. Mit täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst bist du gut dabei.

4

🥜 Ballaststoffe
Ballaststoffe beugen Übergewicht vor und fördern die Darmaktivität. Mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Gemüse kannst du deine empfohlene Menge von 30g pro Tag gut decken.

5

🍊 Vitamine
… und zum Schluss die guten Vitamine. Vitamin A, welches zum Beispiel in Eiern ist. Vitamin D, das Du durch Sonne und Frische Luft aufnimmt. Vitamine E findet sich zum Beispiel in Pflanzlichen Ölen, aber auch in Himbeeren und Blaubeeren. Vitamin C ist in vielen Gemüsesorten zu finden, wie Brokkoli und Fenchel, aber auch Orangen oder Zitronen.

5 Tipps zur Darmkrebs-Vorsorge
Terminerinnerung
Info
Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Was kannst du selbst tun, um die Gesundheit deiner Brüste im Blick zu behalten? Neben dem regelmäßigen Abtasten – idealerweise einmal im Monat – hängt der Umfang ärztlicher Untersuchungen tatsächlich von deinem Alter ab und wird von den gesetzlichen Krankenkassen entsprechend festgelegt.

Bist du zwischen 30–49 Jahre oder älter als 70 Jahre?

Dann kontrollieren Ärzte:innen:

1x Jahr Brustdrüsen, Lymphknoten in den Achselhöhen, Schlüssel- und Brustbein.

Form und Größe der Brust und Brustwarzen.

Bist du zwischen 50–69 Jahre?

Dann erhältst du zusätzlich:

Alle zwei Jahre eine Einladung zur freiwilligen Mammografie.

Bist du erblich vorbelastet oderliegt eine Genveränderung vor (BRCA1/BRCA2)?

Dann wird ab dem 25. Lebensjahr oder fünf Jahre vor dem jüngsten Erkrankungsalter in der Familie empfohlen*:

Alter: Mit steigendem Alter steigt das Brustkrebsrisiko deutlich, besonders nach den Wechseljahren.

Alle sechs Monate eine Tast- und Ultraschalluntersuchung durchführen zu lassen.

Jährlich eine Kernspintomografie/MRT zu machen.

Zusätzlich: ab dem40. Lebensjahr jährlich oder alle zwei Jahre eine Mammografie

*Dafür schließen Kliniken besondere Verträge mit den Krankenkassen. Es ist eingesondertes Vorsorgeprogramm an dem dudann teilnehmen kannst. Extra Kostenkommen nicht auf dich zu.

Erinnerung zur Brustkrebsvorsorge
Füße in gelben Socken die in die Höhe gestreckt werden
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Polyneuropathie ist eine häufige Nebenwirkung, die durch die Chemotherapie wie z.B. Paclitaxel ausgelöst wird. Typische Symptome der Nervenkrankheit Polyneuropathie sind Kribbeln, Brennen und Taubheit, die anfangs an beiden Füßen und Beinen auftreten.

Hinzukommt oftmals auch Schmerzen in den Beinen und Gangstörungen. Derzeit gibt es noch keine Therapie, welche die Polyneuropathie zur sofortigen Heilung führt. Jedoch gibt es Möglichkeiten, die Nebenwirkungen in Schach zu halten.

Hier ein paar Tipps:

1

Physiotherapie, z. B.

Für die Füße: Deine Füße trainierst du, indem du barfuß auf verschiedenen Oberflächen gehst. Mit Ihren Füßen kannst du eine am Boden liegende Zeitung greifen und zerreißen. Beim Stehen in aufrechter Haltung solltest du die Zehenspitzen 10 Sekunden lang in den Boden drücken, ohne sie einzukrallen. Diese Übung wiederholst du dreimal.

Für die Beine: Beim Stehen auf einem Bein halte 20 Sekunden lang die Balance. Dann wechsle das Bein.

Für die Hände: Einen kleinen Gymnastikball rollst du über Hand und Unterarm. Zur Verbesserung der Sensomotorik kannst du eine Schüssel mit Bohnen oder Erbsen füllen und mit der Hand hineingreifen.

2

Wechsel- und Bewegungsbäder, diese helfen die Durchblutung zu verbessern und die Beschwerden zu lindern.

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Elektrobehandlung oder warme und kalte Wickel. So können die Durchblutung verbessert, die geschwächten Muskeln gestärkt und die Mobilität aufrechterhalten werden.

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Schmerzlindernde Tabletten helfen ebenfalls, das Kribbeln und die Schmerzen zu unterdrücken bzw. einzudämmen, sprich dazu gern mit deinem Arzt z. B. einem Neurologen.

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Bälle mit Noppen helfen dabei, die Nerven anzuregen, indem man den Fuß darüber rollt. Genauso kann man dies mit den Händen machen, indem man einen elastischen Ball greift und zusammenhält und wieder öffnet im Wechsel.

5 Tipps bei Neuropathie
Ein Port mit Katheter.
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Einige von uns Krebsis haben einen kleinen Begleiter in uns, der ambivalente Gefühle wecken kann. Zum einen verunsichert er uns manchmal und hält Erinnerungen an die Erkrankung wach, die wir in dem Moment vielleicht nicht haben möchten, zum anderen gibt er uns Sicherheit: Der Port.

🤨 Was ist ein Port und wozu braucht man ihn?

Es handelt sich beim Portkatheter (Port) um einen Zugang in eine Vene von außen, der bei einem kleinen, zumeist ambulanten, Eingriff unter die Haut eingesetzt wird, und zwar normalerweise etwas unterhalb des Schlüsselbeines. Ein Port misst circa drei Zentimeter und ist oft aus Kunststoff mit einer Membran und einem kleinen, flexiblen Schlauch. Man kann den Port nach dem Eingriff auch mit den Fingern ertasten, was für die Benutzung seitens des medizinischen Personal wichtig ist. Sie können den Port mit einer speziellen Portnadel anstechen und somit Zytostatika und Schmerzmittel darüber verabreichen, aber auch Blut abnehmen. Ein klarer Vorteil ist dabei, dass für diese Tätigkeiten nicht jedes Mal eine Vene angestochen werden muss; unsere Venen leiden unter einer Chemotherapie nämlich häufig und können so etwas geschont werden. Außerdem hat man weniger Schmerzen.

😊 Kleiner Tipp noch:

Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass nach der Benutzung der Port jedes Mal vom Pflegepersonal gespült wird!

Eine stark vereinfachte Darstellung eines gesetzten Ports unter der Haut mit seinen wichtigsten Bestandteilen.

💉 Wer bekommt einen Port? Wann wird der Port eingesetzt? Und tut es weh?

Ob es sinnvoll ist, dass du einen Port gelegt bekommst oder nicht, wird dir dein(e) Onkolog:in beantworten können. Bei Chemotherapien sind Medikamente oft sehr aggressiv und werden über die Vene verabreicht. Manche Medikamente könnten auch einen größeren Gewebeschaden im Körper verursachen, wenn sie falsch verabreicht werden, weshalb eine Gabe über den Port sicherer ist. Wenn du unter schlechten Venen leidest, ist das Einpflanzen eines Ports möglicherweise auch sinnvoll. Der Port kann im Übrigen sofort nach dem Einsetzen benutzt werden und wird üblicherweise vor den Chemotherapien gesetzt. Ob du Schmerzen nach dem Einsetzen hast oder nicht, ist sehr individuell. Einige merken kaum etwas, andere berichten von einem Ziehen, wiederum andere brauchen ein paar Tage um sich an den Fremdkörper zu gewöhnen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es wird von Tag zu Tag besser und schließlich bemerkt man den Port kaum noch. Lediglich bei Kontrolluntersuchungen, wenn dein Helfer wieder genutzt werden sollte, fühlen Einige ein Ziehen oder Stechen, andere die Kühle der Flüssigkeit, die verabreicht wird, aber das sind Empfindungen, die auch wieder vorbeigehen.

Nach dem Einsetzen bekommt man von vielen Kliniken einen Portpass, der Informationen über das eigene Modell enthält. Falls du einen solchen Pass erhältst, ist es ratsam, diesen mit dir zu führen und auch zu Kontrollterminen mitzubringen.

👀 Wie wird mit dem Port während und nach der Therapie umgegangen beziehungsweise in Therapiepausen?

Hygiene ist das A und O. Wenn der Port genutzt wird, muss die Haut vor dem Anstechen und einer Injektion vom Pflegepersonal desinfiziert werden. Nach Gabe von Medikamenten oder einer Blutentnahme sollte der Port immer gespült werden, um ein Blutgerinnsel im Kathetersystem zu verhindern; dafür wird oft Kochsalzlösung verwendet. Wenn du in eine Therapiepause entlassen wirst, wird der äußere Zugang entfernt und deine Haut wiederum desinfiziert. Es wird ein Pflaster an der Einstichstelle befestigt und man sollte ein bis zwei Tage kein Wasser oder ähnliches hinkommen lassen, um eine Infektion zu vermeiden. Und was ist wenn man endlich alle Chemos hinter sich gebracht hat? Dann kann der Port immer noch für deine Kontrolluntersuchungen zur Blutabnahme genutzt werden. Je nach Porthersteller wird nämlich ein Spülen des Ports alle vier bis sechs Wochen, alle drei Monate oder gar nicht empfohlen. Lass dich diesbezüglich am besten von deiner Klinik oder deinem Onkologieteam beraten.

🤷 Wie ist der Alltag mit Port?

Im Alltag bist du vielleicht zunächst verunsichert, ob alles mit Port geht, vor allem an Bewegung. Du empfindest ihn möglicherweise zunächst als Störfaktor, aber dein Körper gewöhnt sich wahrscheinlich schnell an den Port. Selbst Sport sollte wieder gut möglich sein, auch wenn im Fitnessstudio manche Bewegungsabläufe an zum Beispiel Maschinen etwas Missempfinden produzieren können. Da kann man sich aber mit einem Portkissen als Puffer zwischen Maschine und Körper Abhilfe schaffen. Diese Portkissen sind auch für viele ein alltäglicher Begleiter beim Autofahren, wenn man sich anschnallen muss oder manche tragen Portkissen auch unter dem BH-Träger, um ein Reiben zu verhindern.

Natürlich kann der Port zwicken, beispielsweise beim Fahrradfahren oder wenn du einen schweren Rucksack trägst, schließlich ist er immer noch ein Fremdkörper. Wenn es zwickt, musst du kreativ werden und deine Bewegungen vielleicht anpassen. Insgesamt ist ein solches Zwicken ab und zu nicht weiter schlimm, wenn der Port nicht dauerhaft wehtut. Falls das allerdings der Fall ist, solltest du jedoch Rücksprache mit deinem Arzt oder deiner Ärztin halten, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Und wir brauchen uns nichts vorzumachen: Du hast nach dem Porteinsatz natürlich eine kleine Narbe am Oberkörper. Je nach Tagesform wird dich diese Narbe auch mal nerven können, weil du diese Narbe eben nicht möchtest oder der Meinung bist, dass ein bestimmtes Oberteil oder Kleid besser an dir aussehen könnte ohne diese Kennzeichnung. Auch wir haben solche Momente als Betroffene. In einer solchen Situation kannst du dir vor Augen halten, was dein Körper gerade leistet oder geleistet hat. Die Narbe ist ein Symbol für deinen Kampf gegen den Krebs und zeigt deinen Kampfgeist, auf den du sehr stolz sein kannst.

🤗 Wann verabschiede ich mich von meinem Port?

Gibt es den richtigen Moment? Das ist schwer zu beantworten. Mir wurde vom Onkologieteam von Leuten berichtet, die 10 Jahre nach der Behandlung immer noch ihren Port besitzen, weil er ihnen eine gewisse Sicherheit gibt. Manch anderer verabschiedet sich nach der letzten Chemo so schnell es geht vom Port, weil sie oder er mit dem Kapitel lieber heute als morgen abschließen möchte. Bevor du die Entscheidung triffst, sprich doch noch einmal mit deiner Onkologin oder deinem Onkologen, wie auch mit deinen Liebsten. Es gibt sicherlich gute Gründe dafür und dagegen, wie beispielsweise Prognosen bei deiner Krebsart oder auch wie sehr dein Port körperlich oder auch mental einen Störfaktor darstellt.

Wenn es soweit sein sollte, dass du deinen Helfer herausnehmen lassen möchtest, geht das normalerweise ambulant und ohne Narkose. Und rein theoretisch kannst du deinen Port auch behalten und umfunktionieren. Auf Social Media habe ich gehört, dass manche ihn anschließend als Schlüsselanhänger oder Schmuck nutzen.

Das Leben mit einem echten Helfer: Der Port
Eine Beraterin klärt über das Thema Krebs auf. Sie sitzt vor einem Notebook und eine Sprechblase mit einer Krebsschleife ist zu sehen.
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Die Diagnose Krebs ist ein einschneidendes Ereignis, das viele Fragen und Unsicherheiten aufwirft und das Leben der Betroffenen und Angehörigen komplett auf den Kopf stellt. Auf einmal sind da so viele Fragen, Ängste und Sorgen. Ärzt:innen haben häufig nicht ausreichend Zeit, sich um die individuellen und psychosozialen Probleme der Patient:innen zu kümmern. In einer solchen Situation kann eine Krebsberatungsstelle wertvolle Unterstützung bieten. Doch welche Leistungen bieten Krebsberatungsstellen eigentlich an? Und wie findest du eine passende Beratungsstelle in deiner Nähe?

Krebsberatungsstellen sind spezialisierte Einrichtungen, die Betroffene und deren Angehörige in allen Phasen der Krebserkrankung unterstützen. Die Mitarbeiter:innen in den Beratungsstellen haben meist unterschiedliche Hintergründe und können dadurch zu unterschiedlichen Themen beraten. So setzt sich das Team beispielsweise aus Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen zusammen und bietet Folgendes an:

  • Psychosoziale Beratung: Krebsberatungsstellen unterstützen bei der emotionalen Bewältigung der Krankheit, Umgang mit Ängsten, aber auch Herausforderungen im Alltag und Problemen in Beziehungen mit Partner:in, Eltern, Kindern oder Arbeitskolleg:innen.
  • Sozialrechtliche Beratung: Der bürokratische Aufwand für diverse Anträge kann für Krebspatient:innen oft sehr herausfordernd sein. Beratungsstellen geben Informationen zu finanziellen Hilfen, Rentenansprüchen und beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen und unterstützen bei Antragsverfahren, wie zum Beispiel zur Beantragung eines Schwerbehindertenausweises.
  • Medizinische Informationen: Doch auch wenn du medizinische Fragen zu deiner Erkrankung hast oder einen Teil deines Therapieplans nicht richtig verstehst, können Krebsberatungsstellen dich unterstützen. Zwar ersetzen Krebsberatungsstellen keine ärztliche Beratung, jedoch klären sie dich bei Bedarf genauer über deine Diagnose auf und stärken dich in deiner Rolle als Patient:in.
  • Vermittlung von Hilfsangeboten: Krebsberatungsstellen sind außerdem eine gute Anlaufstelle, wenn es um die Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten, wie zum Beispiel Selbsthilfegruppen, Rehabilitationseinrichtungen und anderen unterstützenden Diensten geht.
  • Palliativ Versorgung: Palliativmaßnahmen kommen zum Einsatz, wenn die Krankheit unter medizinischen Gesichtspunkten nicht mehr geheilt werden kann. Einige Krebsberatungsstellen bieten Palliativhilfe und -beratung an und helfen Patient:innen und Angehörigen die Angst für den letzten Lebensabschnitt der erkrankten Person zu nehmen.

Wie findest du die passende Krebsberatungsstelle?

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Krebsberatungsstellen, die bundesweit verteilt sind. Diese Stellen werden von verschiedenen Organisationen und Einrichtungen betrieben, darunter Krankenhäuser, soziale Träger und gemeinnützige Organisationen. Bestenfalls kann dein:e Ärzt:in dir eine Einrichtung in deiner Nähe empfehlen. Oder schaue gerne einmal auf der Seite des Krebsinformationsdienstes vorbei: Dort gibt es eine Übersicht mit allen Beratungsstellen. Viele Krebsberatungsstellen haben aber auch eine eigene Website mit Informationen zu den entsprechenden Angeboten und Kontaktdaten der Einrichtung. Mit einer kurzen Internetrecherche findest du also bestimmt auch ein passendes Angebot in deiner Nähe.

Der Kontakt zu einer Krebsberatungsstelle ist oft recht leicht. Als niedrigschwellige Anlaufstelle kannst du dich einfach persönlich, online oder telefonisch bei der entsprechenden Einrichtung melden und bekommst normalerweise kurzfristig innerhalb von ein bis zwei Wochen einen Termin – kostenlos und unbürokratisch.

Schau doch gerne auch einmal auf unserer Seite zu weiteren Hilfsangeboten vorbei, vielleicht findest du dabei schon eine Einrichtung in deiner Nähe!

www.pathly.app/hilfsangebote

Krebsberatungsstellen für Patient:innen und Angehörige
Ein illustrierter Organspendeausweis in Mitte von illustrierten Organen.
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Zahlen & Fakten
Alle Krebsarten
Es klingt drastisch! Darf es auch, denn es ist wichtig: Eine Organspende entscheidet über Leben oder Tod! Erkrankte sind von anderen genauso abhängig, wie beispielsweise Leukämiepatient:innen von einer Stammzellspende eines Gesunden. Deswegen befassen wir uns heute, am Tag der Organspende, mit diesem (im wahrsten Sinne des Wortes) ›überlebenswichtigen‹ Thema – auch in Bezug auf Krebs.

Zahlen und Fakten:

Rund 8.500 Menschen in Deutschland stehen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die meisten Patient:innen benötigen eine Niere, gefolgt von Leber, Herz, Lunge und Bauchspeicheldrüse. Laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation haben im vergangenen Jahr 965 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe (insgesamt 2.877) gespendet. Diese wurden sowohl in Deutschland als auch im Ausland transplantiert. In Summe wurden 2.986 Organe nach einer postmortalen Spende in Deutschland transplantiert, die bundesweit und im Ausland entnommen wurden.

4.996 Erkrankte in Deutschland warteten 2023 auf ein passendes Organ, 667 von ihnen starben.

Am 18. März 2024 ist das zentrale Organspende-Register online gegangen. Damit soll die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland erhöht werden – im europäischen Vergleich gilt die Bundesrepublik als eines der Schlusslichter. Laut neuestem Stand (Ende Mai 2024) haben sich bereits 119.000 Menschen im Register eingetragen. Die Entscheidung kann jederzeit geändert beziehungsweise widerrufen werden.

Organspende und Krebs:

Zwei bis drei Prozent der Organspender sind Menschen, die zuvor an Krebs erkrankt waren.

Es werden nur solche ehemaligen Krebspatienten als Organspender akzeptiert, bei denen die Krebserkrankung schon lange zurückliegt und eine Heilung der Erkrankung als sehr wahrscheinlich gilt.

Jede Transplantation berge neben dem grundsätzlichen immunologischen Risiko einer Abstoßung auch Risiken im Hinblick auf die potenzielle Übertragung von Erkrankungen. Die können den Transplantationserfolg gefährden oder für die Organempfänger:innen in seltenen Fällen sogar lebensbedrohlich sein.

Vor einer Organentenahme werden Spender:innen unter Einhaltung notwendiger Qualitäts- und Sicherheitsstandards medizinisch untersucht.

Bei Krebspatienten werden hierbei insbesondere Informationen über den Zeitpunkt der Erstdiagnose und Art der Krebserkrankung, das initiale Tumorstadium, die erfolgte Therapie, die Ergebnisse der Nachsorgeuntersuchungen sowie der Nachweis einer ausreichend langen und aktuell gegebenen Rezidivfreiheit zur Beurteilung der medizinischen Machbarkeit einer Organspende herangezogen.

Dr. Schleicher ergänzt: »Mit Ausnahme von Malignomen des Zentralen Nervensystems, stellen zum Zeitpunkt einer potenziellen Organspende bestehende maligne Tumorerkrankungen in der Regel ein Ausschlusskriterium für eine Organspende dar.«

Jeder Einzelfall werde jedoch mit Blick auf das Risiko-Nutzen-Verhältnis für die Patient:innen auf den Wartelisten geprüft.

Und wie sieht es mit Krebspatient:innen aus, die auf ein neues Organ angewiesen sind?

Eindeutige Zahlen darüber, wie viele Erkrankte in Deutschland ein Organ benötigen, gibt es nicht. Das liegt daran, dass Organtransplantationen bei Betroffenen eher selten sind, da die Behandlung und Kontrolle der Krebserkrankung Vorrang hat, so die Stiftung.

Organspende: Eine lebensrettende Entscheidung
Die Leber, Gallenblase und Gallengänge in einer Illustration dargestellt.
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Zahlen & Fakten
Gallengangkrebs
Gallenblasenkrebs
Der Februar ist Awareness-Monat für Gallenblasen- und Gallengangskrebs. Mit über 8000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland, gehört er zu den seltenen Krebsarten. Krebserkrankungen der Gallengänge und der Gallenblase werden auch zusammengefasst unter dem Begriff »biliäre Karzinome«. Der Begriff »biliär« bedeutet »zur Galle gehörig«.

Etwa ein Liter Lebergalle wird täglich von der Leber produziert. Diese hilft bei der Fettverdauung und dient als Ausscheidungsmechanismus von Abbauprodukten. Die Flüssigkeit gelangt über die Gallenwege in die Gallenblase. Dort wird sie gespeichert, eingedickt und bei Bedarf in den Darm abgegeben. Das Gallensystem wird in die Gallenblase und die Gallengänge unterteilt. Gallenblasenkrebs entsteht in den Zellen der Gallenblase. Entsteht der Krebs in den Gallengängen, wird der Gallengangskrebs unterschieden in: »intrahepatisch« (innerhalb der Leber), »hilär« (Vereinigung der Lebergänge) und »extrahepatisch« (außerhalb der Leber).

🚨 Risikofaktoren

Das Risiko für Krebs im Gallensystem wird durch viele verschiedene Ursachen erhöht. Vor allem lange und chronisch andauernde Entzündungen beeinflussen das Krebsrisiko.

Risikofaktoren für Gallengangskrebs sind:

starkes Übergewicht

Zuckerkrankheit

chronische Entzündungen

Rauchen

Leberzirrhose

chronische Hepatitis

Infektionen

chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Alkoholkonsum

nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen

Risikofaktoren für Gallenblasenkrebs:

Gallensteine

starkes Übergewicht

Gallenblasenpolypen

chronische Gallengangsentzündungen

Zuckerkrankheit

Porzellangallenblase

Krebs des Gallensystems vorbeugen?

Eine gesunde Lebensweise kann das Risiko für Krebs des Gallensystems senken, doch nicht alle Risikofaktoren sind durch den Lebensstil beeinflussbar.

🤔 Symptome

Gallengangskrebs verursacht anfänglich oft wenige Symptome. Außerhalb der Leber kann Gelbsucht ein frühes Anzeichen sein, während sie innerhalb der Leber erst später auftritt. 
Im Frühstadium verläuft diese oft schmerzfrei.

Mögliche Symptome können sein:

gelb gefärbte Haut und Augen

heller werdender Stuhlgang und stark juckende Haut

Druckgefühl/Schmerzen rechter Oberbauch

tastbare vergrößerte Gallenblase

ungewollter Gewichtsverlust

Übelkeit, Appetitlosigkeit und allgemeine Schwäche

Eine Waage für das Gewicht.

Gallenblasenkrebs verursacht oft Symptome, die vieldeutig sind und auch bei anderen Erkrankungen der Gallenwege oder Leber vorkommen können.

Häufigste Symptome:

rechtsseitige Oberbauchschmerzen

Gelbsucht und intensiver Juckreiz der Haut

Zufallsbefund

Gallenblasenkrebs wird von Ärzt:innen häufig zufällig entdeckt. Beispielsweise nach der Entfernung der Gallenblase oder durch Untersuchungen aus anderen Gründen.

🩻 Diagnose

Neben der Abfrage von Vorerkrankungen und Beschwerden bei einem Verdacht, ist auch das Abtasten, vorzugsweise des rechten Oberbauches, wichtig für die Diagnose. Weitere Hinweise können auch veränderte Blutwerte liefern und so beispielsweise einen Rückstau der Galle zeigen.

Drei Reagenzgläser mit Blutproben in einem Ständer.
Folgende Untersuchungen helfen bei der Erkennung:

Ultraschalluntersuchung

Magnetresonanztomographie (MRT)

Computertomografie (CT)

endoskopische Darstellung

Gewebsprobe (Biopsie)

💊 Behandlung

Neben der Art des Tumors, dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten spielt auch eine Rolle, wie weit sich der Tumor bereits im Körper ausgebreitet hat. Eine Operation zur vollständigen Entfernung, kann in frühen Stadien ausreichend sein. Ist der Krebs jedoch fortgeschritten, bekommen die Betroffenen zusätzliche Medikamente (zum Beispiel im Rahmen einer Chemotherapie oder zielgerichteten Therapie).

Wichtig!

In allen Stadien ist es wichtig, dass sogenannte Gallengangsverschlüsse von Ärzt:innen behandelt werden.

Gallenblasen- und Gallengangskrebs-Awareness-Monat
Motivation
Gefühle & Achtsamkeit
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Krebs nimmt Kontrolle. Termine, Diagnosen, Behandlungspläne und Nebenwirkungen bestimmen plötzlich den Alltag. »Alles kann, nichts muss« ist vielleicht kein großes Freiheitsversprechen, aber ganz sicher ein kleines. Eines, das ein wenig Erleichterung bringen kann. Denn du darfst selbst entscheiden, wie du das hier erlebst.

Der Krebs klopft nicht an die Tür und bittet um Einlass. Er nimmt Anlauf und rammt sie mit voller Kraft ein, sodass oft nur noch einzelne Holzsplitter in den Angeln hängen. Ist die Diagnose einmal ausgesprochen, beginnt meist sofort der Kampfmodus – und der schlägt sich auch sprachlich nieder. Von allen Seiten hallt es:

»Du musst stark sein.«

»Ich weiß, du schaffst das, du bist eine Kämpfernatur.«

»Bleib positiv!«

Abgesehen vom martialischen Wording würde man darauf auch selbst kommen. Wenn es denn so einfach wäre. Die Hilflosigkeit des Gegenübers verstärkt im schlechtesten Fall die eigene Unsicherheit. Und die ist eh immer da. Denn zuerst gilt es, erstmal selbst mit diesem Schock klarzukommen. Und gleichzeitig beginnt schon der - leider unfassbar anstrengende -Weg durch die Therapien, der im besten Fall zur Heilung führt.

Und ja: Klar will man kämpfen. Schließlich geht es ums eigene Überleben. Und so wird das Leben plötzlich unweigerlich zu einem großen Knäuel aus Angst, Hoffnung, Durchhalten und vor allem Erwartungen. Diese Erwartungen erzeugen dabei aber einen Druck, dem kaum standzuhalten ist – und der ehrlicherweise auch völlig unnötig ist. Denn Druck machen Diagnose und Therapie schließlich schon genug.

Dabei ist der erste Schritt in eine wahrscheinlich bessere Richtung einer, der nicht laut daherkommt, sondern leise. Und gerade deshalb so wirksam ist: erstmal das Wort »muss« aus dem eigenen Wortschatz zu streichen und durch ein sanftes »kann« ersetzen.

»Alles kann, nichts muss« stellt sich dem Druck leise entgegen und öffnet einen Raum voller Möglichkeiten, die spürbar Erleichterung in den ohnehin herausfordernden Alltag bringen können.

Du kannst kämpfen – oder es einfach nur überstehen.

Du kannst Hoffnung haben – oder Angst.

Du kannst wachsen – oder einfach nur müde sein.

Du kannst reden – oder schweigen, wenn dir danach ist.

Nichts davon macht deine Krankheit richtiger oder falscher. Du darfst jederzeit selbst entscheiden, was sich für dich gut anfühlt. Und dir die Erlaubnis geben, auch mal nicht tapfer zu sein.

Eine Krebserkrankung muss keinen Sinn haben, um verarbeitet werden zu können. Und trotzdem darfst du nach einem suchen, wenn es dir hilft. Aber du musst dafür keinen Kreuzzug antreten. Krebs ist kein Heldenepos. Und manchmal gibt es leider auch kein Happy End.

»Alles kann, nichts muss« schafft Raum für Widersprüche, für Ruhe, für Banales und im besten Fall sogar für Humor an unpassenden Stellen. Der Satz ist ehrlich, unsortiert, vielleicht hängt er manchmal in der Luft. Aber er ist immer noch weicher als ein zu starkes »Ich muss«.

Er wirkt auch, wenn sich der eigene Körper plötzlich fremd anfühlt und der Alltag damit schwer zu bewältigen ist. Denn ein gutes Körpergefühl beeinflusst auch das innere Gleichgewicht. Und das brauchen wir, um dem anstrengenden Krankheitsalltag einigermaßen ausgeglichen begegnen zu können. Während einer Krebserkrankung ist das alles andere als leicht. Auch hier kann »Alles kann, nichts muss« bedeuten:

Ich kann meinem Körper vertrauen – oder ihm misstrauen.

Ich kann ihn lieben – oder wütend auf ihn sein.

Es ist okay, ihn manchmal nicht zu verstehen, um mit ihm leben zu können.

Niemand muss gestärkt aus einer Krebserkrankung hervorgehen. Du darfst zweifeln. Du darfst verzweifeln. Du musst nicht um jeden Preis etwas aus deiner Krankheit für deinen Lebensweg mitnehmen. Das passiert oft ganz von allein – ohne dass wir uns selbst am Wegesrand anfeuern.

Der Krebs ist nur ein Teil deiner Lebensgeschichte. Kein Fazit, keine Persönlichkeit und kein allumfassendes Learning um jeden Preis. Aber er darf es werden. Und genau das geschieht manchmal ganz nebenbei, fast schon unbemerkt, und vor allem ohne, dass wir danach mit dem Wort »muss« suchen.

Alles kann, nichts muss
Eine Illustration einer alten Filmkamera mit Sternen drum herum.
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Lass doch mal den Krebsstress hinter dir und lehne dich zurück bei einer schönen heißen Schokolade und einem tollen Weihnachtsfilm. Wir haben extra für dich eine kleine Auswahl mitgebracht, wo du ganz bestimmt einen passenden Film findet wirst. Wir wünschen dir hiermit ganz viel Spaß und besinnliche Weihnachten. 🍿

Kevin – Allein zu Haus

Tatsächlich Liebe

Kevin allein in New York

Schöne Bescherung – Weihnachten bei den Griswolds

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Der Grinch

Verrückte Weihnachten

Liebe braucht keine Ferien

Santa Clause

Sissi

Charlie und die Schokoladenfabrik

Der Polarexpress (vor allem für Kinder)

Die Geister, die ich rief

Das Wunder von Manhattan

Weihnachtliche Filmempfehlungen
Zwei junge Frauen, eine sitzt im Rollstuhl und wird von der anderen Frau geschoben.
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In der Regel hat jede an Krebs erkrankte Person das Anrecht auf einen Schwerbehindertenausweis. Die Bewilligung erfolgt, wenn festgestellt werden kann, dass die betroffene Person eine Einschränkung in ihrem Alltag erlebt, die länger als sechs Monate anhält. Den meisten Personen mit einer Krebserkrankung wird ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 anerkannt – allerdings auf fünf Jahre befristet. Nach Ablauf dieser Zeit werden nur noch die Einschränkungen durch dann verbleibende Schäden anerkannt.

Wie beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis?

  • Erkrankungsverlauf dokumentieren: Sammle Informationen zu deiner Diagnose, Behandlungen (beispielsweise Operation oder Chemotherapie) und den Auswirkungen der Krankheit auf deinen Alltag.
  • Ärztliche Berichte anfordern: Bitte deine behandelnden Ärzt:innen um ein detailliertes Gutachten, das die Schwere deiner Erkrankung und ihre Folgen belegt.
  • Antrag stellen: Reiche einen Antrag auf Feststellung des GdB bei deinem zuständigen Versorgungsamt, wie zum Beispiel dem Rathaus – Amt für soziale Leistungen – Sozialamt – Abteilung Schwerbehindertenausweis ein. Füge alle relevanten Unterlagen und Berichte bei.
☝️ Unterstützung bei der Beantragung bekommst du zum Beispiel bei der Pflegeberatung deiner Klinik.
  • Bescheid prüfen: Überprüfe den Bescheid, um sicherzustellen, dass der GdB deiner Situation gerecht wird. Wenn nicht, lege innerhalb der Widerspruchsfrist Einspruch ein.

Wie kann man das Leben mit Schwerbehinderung erleichtern?

Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf bestimmte Nachteilsausgleiche. Diese sind abhängig von der Art der Behinderung, aber auch vom Grad der Behinderung. Hier sind einige Beispiele für Nachteilsausgleiche ab einem GdB von 50:

  • Parkerleichterung (zum Beispiel für Halteverbote)
  • Behinderten-Parkausweis (nur mit Merkzeichen G, H, B)
  • Nachteilsausgleich beim Studium
  • Vergünstigungen für Kultur, Events und Veranstaltungen (nur mit Merkzeichen)
  • Taxi-Schein für vergünstigtes Taxifahren
  • vorzeitige Altersrente (mindestens 35 Jahre)
  • Befreiung von Zuzahlungen bei der Krankenkasse von 1 % des Bruttoeinkommens
  • Schutz bei Kündigung der Wohnung im Härtefall
  • Vortritt bei Besucherverkehr in Behörden
  • vorzeitige Verfügung über Bausparkassen bzw. Sparbeträge mit GdB 100
  • ermäßigte BahnCard ab GdB 70
  • Teilhabe am Arbeitsleben – Technische Hilfen und Hilfsmittel am Arbeitsplatz (GdB 100)
  • zusätzliche Urlaubstage (GdB 50)

Was bedeuten die Merkzeichen?

Der GdB kann im Schwerbehindertenausweis für sich alleine stehen oder – je nach körperlicher Beeinträchtigung – folgende zusätzliche Merkzeichen enthalten.

Wir geben dir einen kurzen Überblick über die Merkzeichen und ihre Bedeutung:

Merkzeichen G - kann beantragt werden, wenn die Bewegungsfähigkeit so stark eingeschränkt ist, dass man nicht mehr in der Lage ist, eine Wegstrecke von 2 km innerhalb einer halben Stunde zurückzulegen.

Merkzeichen aG - erhalten Menschen mit einer ›außergewöhnlichen Gehbehinderung‹. Das bedeutet, die Person kann sich nur mit großer Anstrengung oder fremder Hilfe bewegen oder legt sehr kurze Entfernungen mit einem Rollstuhl zurück.

Merkzeichen H - signalisiert ›hilflos‹. Die Person benötigt in Folge ihrer Behinderung ständig und in erheblichem Maße fremde Hilfe. Wie zum Beispiel beim An- und Auskleiden, Nahrungsaufnahme, Körperpflege oder Toilettengang.

Merkzeichen RF - Menschen mit diesem Merkzeichen haben Anspruch auf eine Rundfunkbeitragsermäßigung und eine Telefongebührenermäßigung. Voraussetzung ist eine Behinderung mit einem nicht nur vorübergehenden GdB von wenigstens 80.

Merkzeichen B - wird erteilt, wenn bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel eine ständige Begleitung nötig ist.

Merkzeichen BL - erhalten blinde oder hochgradig sehbehinderte Menschen.

Merkzeichen GL - erhalten gehörlose Menschen.

Merkzeichen TBI - wird erteilt, wenn bereits wegen der Störung des Hörens ein GdB von mindestens 70 und wegen einer Störung des Sehens ein GdB von 100 vorliegt.

Schwerbehinderung, aber man sieht es mir nicht an?

Vor allem nach einer Krebserkrankung, wenn der Körper wieder so aussieht wie vor der Erkrankung, wird einem nicht angesehen, dass man eine Schwerbehinderung hat. Daher ist es wichtig, dies offen mit deinen Mitmenschen zu kommunizieren, denn nur so kann dein Gegenüber, ohne deine Vorgeschichte zu kennen, mehr Verständnis zeigen.

Schwerbehinderung & Nachteilsausgleich
Eine Frau in der Mitte mit Sprechblasen um sie herum.
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Nebenwirkungen
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Medical Gaslighting, seine Bedeutung und meine persönlichen Erfahrungen. Bei »Medical Gaslighting« werden Symptome von medizinischen Fachpersonen nicht ernst genommen. Der Begriff existiert bereits seit 1938, hat aber erst seit ein paar Jahren an Bekanntheit gewonnen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Psychologie und bedeutet, dass eine Person (gezielt) so manipuliert wird, dass sie eine falsche Darstellung der Realität akzeptiert und / oder an ihrer geistigen Gesundheit zweifelt.

Dabei wird dem Opfer die Wahrnehmungsfähigkeit abgesprochen, bis dieses an seiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln beginnt. Unter ›Medical Gaslighting‹ versteht man also den Eindruck von Patient:innen, dass Arzt:innen ihre Symptome nicht für voll nehmen oder sie als psychosomatisch abstempeln. So verlieren im Laufe der Zeit viele Patient:innen den Glauben in ihre Wahrnehmung. Grundvoraussetzung für dieses Absprechen der Wahrnehmungsfähigkeit ist ein Vertrauensverhältnis so wie es zwischen Patient:innen und Ärzt:innen der Fall ist.

Meine persönliche Erfahrung:

Meine Brustkrebserkrankung 2021 hat dazugeführt, dass ich damals eine Chemotherapie mit den Wirkstoffen Epirubicin und Taxol durchlaufen musste. Gerade am Anfang ging es mir in den ersten Tagen mit Epirubicin sehr schlecht, jedoch verbesserte sich mein Zustand die Woche darauf immer wieder, bevor es dann zum nächsten Zyklus überging. Zur Mitte der Therapie mit Taxol ging es mir jedoch wehement schlechter, und nicht besser wie bei einigen anderen Mitbetroffenen, die ich kennengelernt habe. Mein Zustand hat sich immer mehr verschlechtert, sodass ich kaum noch Treppen gehen konnte. Zudem hatte ich furchtbare Angst, dass sich dieser Zustand nicht mehr verbessert und große Sorgen, wie ich jemals wieder arbeiten sollte. Meine Ärzt:innen haben mich nicht ernst genommen und meinen immer schlechteren Zustand mit meiner schlanken Körperstatur verargumentiert, denn ich hatte während der Krebserkrankung stark abgenommen. Mir wurde geraten meine Blutwerte zu überprüfen. Hierbei kam heraus, dass ich unter einem Vitaminmangel D litt und dass dieser Mangel laut den Ärzt:innen auch meine Erschöpfung erklären würde. Ich müsse jetzt nur noch den Vitamin-D Mangel aufbauen und dann würde alles seiner Wege gehen, hieß es. Meine Verzweiflung war sehr groß, sodass ich selbst auf die Suche gegangen bin, um die Ursache und den Grund meines schlechten Zustands herauszufinden. Nach einer Weile bin ich durch das Googlen auf die Krankheit Polyneuropathie gestoßen. Diese ist als eine typische Folge der Chemotherapie bekannt, weshalb ich meinen behandelnden Arzt damit konfrontiert habe. Dieser Arzt hat mir dann auch schnell bestätigt, dass das Taxol leider tatsächlich meine Nerven angegriffen hat. Ich war maßlos enttäuscht von dem Gespräch, denn der Arzt hat sich für seine Fehldiagnose nicht mal entschuldigt. Ich habe dann anschließend noch zwei weitere Ärzte aufgesucht, bis ich endlich den richtigen Arzt für mich gefunden hatte, der mich medikamentös gut eingestellt hat. Ich möchte hiermit auf dieses Problem aufmerksam machen, denn so etwas passiert häufiger als man denkt: Also lasst euch nicht abwimmeln, wenn es euch nicht gut geht und bleibt beharrlich. Denn ihr kennt euren Körper am besten, und das solltet ihr niemals anzweifeln.

Medical Gaslighting
Eine Schüssel mit Beeren und einer Krebszelle.
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Ernährung
Alle Krebsarten
»Du musst viele Himbeeren essen, um den Krebs zu besiegen!« – Wer hat das nicht schon mal gehört? Aber stimmt das wirklich? Schauen wir uns die Beere und Studienlage genauer an.

Himbeeren sind ohne Zweifel ein gesundes Lebensmittel und enthalten wertvolle Nährstoffe wie Ballaststoffe, Vitamin C, Anthocyane, Ellagitannine und Phenolsäuren. Zell- und Tierstudien konnten antioxidative, entzündungshemmende und potenziell krebshemmende Effekte zeigen.

❌ Diese Ergebnisse sind jedoch nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar, da unser Stoffwechsel deutlich komplexer ist. Um konkrete Empfehlungen geben zu können, sind daher randomisierte, kontrollierte Studien notwendig.

Das American Institute for Cancer Research (AICR) äußert sich zum Zusammenhang von Himbeeren und Krebs folgendermaßen:

»Himbeeren bieten eindeutige Vorteile für eine gesunde Ernährung, die darauf ausgerichtet ist, das Krebsrisiko zu senken. Ihre einzigartige Kombination aus hohem Ballaststoffgehalt und Ellagitannin-Verbindungen spielt eine wichtige Rolle bei der potenziellen Senkung des Krebsrisikos.

Was bedeutet das für dich?

Himbeeren sind ein gesundes Lebensmittel, was du in normalen Mengen gerne in deine Ernährung integrieren kannst. Aber nicht nur die Himbeere hat mit ihren wertvollen Nährstoffen das Potenzial, deine Gesundheit zu unterstützen, sondern viele Lebensmittel. Es kommt auf die Gesamtheit der Lebensmittel an, die du isst, und nicht nur auf ein einzelnes.

Eine Ernährung, die dein Krebsrisiko senken kann, sollte vor allem reich an pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen sein.

🥗 Dass Krebszellen keine Himbeeren mögen, ist daher zu kurz gedacht und sollte eher heißen: Krebszellen mögen keine ausgewogene Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist.

Mögen Krebszellen keine Himbeeren?
Die Katze Pathly schaut aus einem Loch und weiß nicht, welches Essen gut ist.
Tipp
Ernährung
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🍟 Du isst eine Portion Pommes mit Mayo und schon hast du ein schlechtes Gewissen? Dein Müsli bereitest du mit Hafermilch zu, aber laut Instagram ist Hafermilch der absolute Horror für deinen Insulinspiegel?
Ein Plädoyer für ein gesundes Verhältnis zu unseren Lebensmitteln

👍🏻👎🏻 Willkommen in 2024 und in einer Welt, die Lebensmittel nur noch in «gut» und «schlecht» einteilt. Es ist an der Zeit, mit diesem Schwarz-Weiß-Denken aufzuhören: Kein Lebensmittel ist per se schlecht oder super gesund. Jedes hat seinen Platz in unserer Ernährung verdient, und es geht darum, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden, das unserem Körper und auch unserem Geist guttut.

🤯 Stigmatisierung von Lebensmitteln führt nur zu Schuldgefühlen, Stress und einem gestörten Verhältnis zum Essen. Dabei sind Nahrungsmittel doch mehr als nur Brennstoff für unseren Körper. Sie sind Freude, Kultur, Gemeinschaft und Nahrung für unsere Seele. Indem wir Lebensmittel neutral betrachten und uns auf Vielfalt und Ausgewogenheit konzentrieren, schaffen wir es, in einer gesünderen und glücklicheren Beziehung zum Essen und zu unserem Körper zu leben.

⛔️ Also: Lasst uns aufhören, einzelne Lebensmittel zu verteufeln und eine Umgebung schaffen, in der alle Lebensmittel ihren berechtigten Platz haben. Eine ausgewogene Ernährung, die Raum für alle Arten von Lebensmitteln lässt, ist der Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Denn am Ende des Tages zählt nicht das einzelne Lebensmittel, sondern die Gesamtheit in unserer Ernährung.

🍌🍓 Ist es gesund, jeden Tag nur Obst und Gemüse zu essen? Nein, ist es nicht, da dir andere wichtige Nährstoffe sonst fehlen. Ist es gesund, jeden Tag nur «Stückchen» zu essen? Ganz klar: Nein! Aber wenn du Lust auf ein «Stückchen» bei einer sonst ausgewogenen Ernährung hast, gönn es dir!

Essen ohne Stigma
Person die unter einem Gerät liegt und bestrahlt wird
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Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Oft ist die Strahlentherapie mit Angst verbunden, da gar nicht so ganz klar ist, was genau passiert und wie der Ablauf der Behandlungen ist. Wir möchten gerne ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Für die Bestrahlung wirst du in eine strahlentherapeutische Abteilung oder Ambulanz eines Krankenhauses bzw. einer Klinik überwiesen, es gibt jedoch auch zertifizierte Zentren und Institute für individuelle Therapiemöglichkeiten. Strahlentherapie wird übrigens nicht nur bei bösartigen Erkrankungen angewandt und es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und notwendige Techniken. Bei einigen Tumorarten werden Strahlen- und Chemotherapie zudem kombiniert.

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Erstgespräch vor dem eigentlichen Behandlungsbeginn mit zuständiger Ärztin oder Arzt: Befragung zu deiner Erkrankung und aktuellem Gesundheitszustand, Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen, Besprechung der Behandlung. Bring unbedingt deine bisherigen Arztbriefe, Operationsberichte und Befunde mit.

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Planungsphase und Behandlungsvorbereitung: Oft ist ein CT (Computertomographie) zur genauen Planung notwendig, anschließend eine CT-Simulation zur Einstellung des zu bestrahlenden Gebietes. Du bekommst Markierungen auf der Haut oder kleine Tätowierungspunkte, die nicht entfernt werden dürfen. So wird sichergestellt, dass du bei jeder Behandlung in der korrekten Position liegst. Je nach Bestrahlungsgebiet gibt es außerdem spezielle Lagerungshilfen zur Stabilisierung oder Masken für Gesicht und Kopfbereich.

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Bestrahlungstermine: Meistens werden ca. zehn bis 30 Behandlungen durchgeführt, jeweils montags bis freitags, also fünfmal in der Woche. Am Wochenende und an Feiertagen finden keine Bestrahlungen statt. Bei deinem Termin wirst du aufgerufen, gehst in eine Kabine, musst dich ggf. teilweise entkleiden und gehst anschließend in den Behandlungsraum, wo du vom strahlungstherapeutischen Team empfangen und korrekt positioniert wirst. Die Bestrahlung selbst dauert übrigens nur wenige Minuten.

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Ärztliche Betreuung: In regelmäßigen Abständen finden Arztgespräche und ggf. Laborkontrollen statt. Du wirst gefragt, wie es dir geht und ob oder mit welchen Nebenwirkungen du zu kämpfen hast.

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Abschlussgespräch: Einige Wochen nach der letzten Bestrahlung findet ein letztes Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder Arzt statt. Du wirst wieder nach deinem aktuellen Gesundheitszustand und Nebenwirkungen befragt sowie ggf. untersucht.

Die Strahlentherapie ist sehr individuell. Sprich also unbedingt mit den Fachärzt:innen vor Ort über deine Bedenken und Sorgen.

Strahlentherapie: Was passiert da eigentlich mit mir?
Gemüse und Obst, wie Tomaten, Erbsen, Blaubeeren
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Ernährung
Alle Krebsarten
Nach einer Krebserkrankung solltest du dich möglichst ausgewogen ernähren. Dadurch können wir zwar nicht alle gesundheitlichen Risiken in allen Lebensbereichen vollkommen ausschalten aber im Bereich Ernährung hast du viel in der Hand.

Du kannst bekannten Gefahren aus dem Weg gehen und die natürlichen Schutzfaktoren für dich nutzen. Wichtig: nach einer Krebserkrankung kann es auch längerfristig zu Einschränkungen in der Speisen- und Lebensmittelauswahl kommen (z. B. durch eine OP am Verdauungstrakt – Magenentfernung, Darmteilentfernung etc.). Diese Einschränkungen sind individuell unterschiedlich und können am besten mit einem oder einer Ernährungsexpert:in in individuellen Beratungen besprochen werden.

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Iss so bunt wie möglich, denn dein Körper braucht viele verschiedene Nährstoffe und kein Lebensmittel kann dir alle auf einmal liefern.

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Trinke ausreichend. Am besten täglich zwei Liter Wasser oder ungezuckerten Kräuter- / Früchtetee. Wasser lässt sich leicht aufpeppen, indem du es mit geschnittenem Obst oder Kräutern wie Minze verfeinerst.

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Trinke selten Alkohol. Alkohol fördert die Entstehung von Krebs und ist mit weiteren gesundheitlichen Risiken verbunden.
Daher: Frauen → maximal 250 ml Bier oder 125 ml Wein pro Tag und Männer → maximal 500 ml Bier oder 250 ml Wein pro Tag.

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Iss zwei Portionen Obst (insges. 250 g) und drei Portionen Gemüse (insges. 400 g) am Tag. Damit lieferst du deinem Körper viele wichtige Nährstoffe wie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die dich vor Krankheiten schützen.

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Wähle Reis, Nudeln, Mehl und Brot in der Vollkornvariante. Dadurch bekommt dein Körper mehr Nährstoffe als durch Weißmehlprodukte. Die enthaltenen Ballaststoffe senken z. B. das Risiko Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Baue Fleisch und Wurstwaren sparsam in deinen Speiseplan ein (maximal 300 - 600 g) 2 bis 3 mal pro Woche kleine Portionen Fleisch reichen, um die nötigen Nährstoffe zu bekommen.

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Verwende gute Fette. Bevorzuge dafür pflanzliche Öle, denn sie liefern wertvolle Fettsäuren und Vitamin E.

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Verwende Salz und Zucker sparsam. Zucker liefert leere Kalorien und keine wichtigen Nährstoffe. Der Konsum kann die Entstehung von Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 fördern. Zu viel Salz im Essen kann den Blutdruck erhöhen. Mehr als 6 g am Tag sollten es daher nicht sein.

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Eiweißquellen nicht vergessen: Eiweiß ist für viele Funktionen deines Körpers notwendig. Zum Beispiel zum Aufbau und Erhalt deiner Muskelmasse. Baue daher Eiweißquellen wie Milch- und Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier und Hülsenfrüchte in deine Ernährung ein.

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Iss achtsam und genieße dein Essen. Nimm dir ausreichend Zeit für die Zubereitung und den Verzehr deiner Speisen.

Ernährung nach der Krebstherapie
lila pathly Katze die eine rote Wärmeflasche hält und schmerzen hat
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Krebspatient:innen leiden häufig nicht nur während der Therapie an Schmerzen, sondern auch noch danach. Während der Therapie bleibt einem gar nicht die Zeit alles zu verarbeiten, alles geht sehr schnell und du musst eigentlich nur funktionieren.

Meist haben Betroffene erst mit Abschluss der Therapie die Zeit, Erlebtes zu verarbeiten. Die körperliche Belastung steht anfangs im Vordergrund. Hinzu kommen die psychischen Auswirkungen aufgrund der Diagnose, die größtenteils auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.

»Zwei Tage vor meiner Stammzellen Transplantation bekam ich stechende Bauchschmerzen, die so weh taten, dass ich um Hilfe schrie. Die Ärzte gaben mir Morphium, nichts hat gewirkt und es wurde gefühlt immer schlimmer. Ich konnte den Schmerz gerade so ertragen. Am nächsten Tag wurde ein CT angefertigt, ohne Befund. Heute weiß ich, dass meine unterbewusste Angst vor der Transplantation mir auf den Magen geschlagen ist.«

Wie gehst du mit diesem Schmerz um und was passiert, wenn die Schmerzen chronisch werden? Fragen über Fragen prasseln auf dich ein. Je nach Krebserkrankung und je nach Therapieform sitzt der physische Schmerz an unterschiedlichen Stellen. Der psychische Schmerz hingegen läuft bei jedem generell ähnlich ab.

Umgang mit physischen Schmerzen:

Eine Krebstherapie ist intensiv und hinterlässt Spuren auf dem Körper. Operationen, Schläuche und Narben, die unseren Körper kennzeichnen. Schmerzen, die unerträglich sind. Der Körper braucht Zeit, um wieder zu regenerieren. Sport, Yoga; Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Meditation und Kunst können hilfreich sein. Sie haben eine beruhigende Wirkung auf den Körper und können helfen, die Schmerzen zu lindern. Ebenfalls kann man gezielt Gedächtnis- und Konzentrationstraining und Koordination von Händen mittels Ergotherapie verbessern. Wenn der Schmerz chronisch ist oder du unter Phantomschmerzen leidet, wie bspw. nach einer Amputation sollte man versuchen sich professionelle Hilfe zu holen.

Umgang mit psychischen Schmerzen:

Ähnlich wie bei den körperlichen Schmerzen hilft auch hier Yoga, Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Sport im Allgemeinen, Spaziergänge, Meditation, Kunst und der Austausch mit anderen Betroffenen. Auch das Vertrauen zu deine:n behandelnden Onkolog:innen ist dabei wichtig. Wenn du Bedenken hat oder Ängste mit dir herumschleppst, sollte du offen mit deinen Ärzt:innen darüber sprechen können. Generell ist es vorteilhaft eine:n Ansprechpartner:in oder eine Bezugsperson zu haben, um dein Anliegen oder Gedanken auszutauschen. Ein Tagebuch kann hierbei auch hilfreich werden. Wenn der Schmerz schon chronisch ist, solltest du versuchen offen darüber zu reden und dir professionelle Hilfe suchen.

Umgang mit Schmerzen
Eine Frau balanciert zwei volle Teller in ihren Händen. Um sie herum schweben süße Kleinigkeiten.
Tipp
Ernährung
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Stellst du dir vielleicht die Frage, ob du auch an Weihnachten besonders ausgewogen essen musst? Oder zögerst beim erneuten Zugreifen der leckeren Plätzchen?
Kurz und knapp gesagt: Nein. Du musst an Weihnachten NICHT besonders ausgewogen essen!

❗️Natürlich ist es wichtig, dass du dich während und nach deiner Krebserkrankung gesund und ausgewogen ernährst, beziehungsweise angepasst an deine individuellen Beschwerden isst und deinen Körper somit stärkst.

🧁 ABER: Du möchtest aber an Weihnachten auch mal schlemmen und dir ein deftiges Essen oder die leckeren selbst gebackenen Plätzchen gönnen?

😋 Dann greif zu und lass es dir schmecken! Ein einzelnes deftiges Gericht oder die Süßigkeit an Weihnachten darfst du guten Gewissens essen und solltest das auch ganz bewusst genießen. Beides steht einer sonst ausgewogenen Ernährung nicht im Weg und sollte dich nicht davon abhalten, die Festtage in vollen Zügen zu genießen!

Musst du auch an Weihnachten besonders ausgewogen essen?
Sanduhr die angeschaut wird von einer männlich gelesenen Person und eine weiblich gelesenen Person die auf der Sanduhr darauf sitzt
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Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Welche Spätfolgen von Krebs sich entwickeln können, ist individuell verschieden. Das Risiko für Spätfolgen hängt von der Krebserkrankung selbst und der Art der Behandlung ab. Darüber hinaus scheinen Veranlagung, Lebensführung und Umweltfaktoren eine Rolle zu spielen.

Die Prognosen für Krebserkrankungen verbessern sich stetig. Immer mehr Menschen können glücklicherweise geheilt werden, was bedeutet, dass es immer mehr Langzeitüberlebende gibt. Nun rücken jedoch weitere wichtige Themen für die Cancer-Survivors in den Vordergrund: Es geht um Rückfälle, Spätfolgen und Langzeitnebenwirkungen der Krebstherapie.

Hier müssen wir zwischen Langzeit- und Spätfolgen unterscheiden: Während Langzeitfolgen innerhalb der ersten 5 Jahre nach der Therapie auftreten können, erscheinen Spätfolgen erst nach diesem Zeitraum. Menschen, die länger als fünf Jahre nach der Diagnosestellung leben, werden in Deutschland häufig als »Krebs-Langzeit-Überlebende« bezeichnet. In Deutschland geht man aktuell von ungefähr 2,5 Mio. Langzeit-Überlebenden aus, wobei diese Zahl in der Zukunft steigen wird.

Die Wahrscheinlichkeit für Spätfolgen und Folgeerkrankungen einer Krebstherapie ist abhängig von der Krebserkrankung und der jeweiligen Behandlungsform. Dazu kommen der individuelle Krankheitsverlauf und Nebenwirkungen der Krebstherapie.

Bereits während der Krebserkrankung und der Krebstherapie können Betroffene die Folgen von Krebs spüren. Zu Spätfolgen kann es jedoch auch stark verzögert kommen. Möglicherweise treten sie erst Jahrzehnte nach der Therapie auf und werden dann nicht mehr mit der früheren Krebserkrankung in Zusammenhang gebracht. Zudem lassen sich Spätfolgen von Krebs manchmal nicht von herkömmlichen Altersbeschwerden unterscheiden.

Je nach Individualfall können Überlebende von starken Folgen betroffen sein, oder gar keine Einschränkungen erleben und komplikationsarm zu einem normalen Leben zurückkehren. Außerdem können Beschwerden vorübergehen oder permanent sein. Sie können sich sowohl verbessern als auch verschlechtern.

Die häufigsten Nebenwirkungen im Überblick:

  • die Kardiotoxizität (Schädigung des Herzens)
  • Polyneuropathien (Schädigung der Nerven)
  • und Sekundärmalignome (bösartige Erkrankungen, die durch eine Krebstherapie entstehen)
  • Erschöpfung
  • Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Ängste und Sorgen
  • Bewegungseinschränkungen

Zur verbesserten Langzeittherapie rät der Krebsinformationsdienst:

»Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf Gesundheitsrisiken bei oder nach Krebs sowie auf Beratungs- und Unterstützungsangebote an.Je nach Krankheits- und Lebenssituation können weitere Ansprechpartner und Berufsgruppen geeignet sein, etwa Psychoonkologen oder Mitarbeiter in Krebsberatungsstellen oder Reha-Einrichtungen.«

Körperliche, psychische und soziale Spätfolgen von Krebs
Eine Frau mit Blumen im Schritt.
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Zahlen & Fakten
Eierstockkrebs
Am 8. Mai ist Welteierstockkrebstag. Diesen Anlass möchten wir nutzen, um über die zweithäufigste Krebsart bei Frauen aufzuklären.

Etwa 17 von 100.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich neu an Eierstockkrebs, welcher auch als »Ovarialtumor« bekannt ist.

68 Jahre ist das mittlere Erkrankungsalter, wobei in seltenen Fällen auch jüngere Menschen an dieser Krebsart erkranken.

Die Eierstöcke stellen die weiblichen Geschlechtshormone her (Östrogen und Gestagen) und produzieren befruchtungsfähige Eizellen. Wie auch bei anderen Krebsarten entsteht Eierstockkrebs durch Veränderungen in den Genen. Normale Zellen wandeln sich in Krebszellen um, welche unkontrolliert und schnell wachsen können.

Etwa 700 von 7.000 Neuerkrankungen, also rund 10 Prozent, sind familiär bedingt und sind somit auf Veränderungen in den Erbfaktoren zurückzuführen.

Das Erkrankungsrisiko

Das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, steigt ab etwa dem 50. Lebensjahr. Auch Kinderlosigkeit, frühere Krebserkrankungen wie Brust-, Darm- oder Gebärmutterkrebs sowie nahe Verwandte mit Eierstockkrebs erhöhen das Risiko.

‼️ Diese Faktoren können das Risiko erhöhen, bedeuten jedoch nicht automatisch, dass man erkrankt.

Zwei Faktoren senken das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken signifikant:

1. Einnahme der Antibabypille

2. Schwangerschaft im jungen Alter

❗ Leider gibt es für diese Krebsart bislang keine Früherkennungsuntersuchung, weshalb es umso wichtiger ist, auf seinen Körper zu hören und mögliche Warnsignale rechtzeitig wahrzunehmen.

Mögliche Symptome können sein ...

unerklärliche Verdauungsbeschwerden, häufigeres Wasserlassen, vaginale Blutungen außerhalb der Periode beziehungsweise nach den Wechseljahren und unerklärliche Gewichtsabnahme.

‼️ Diese Beschwerden können Hinweise auf die Erkrankung sein, sind jedoch kein eindeutiger Beweis dafür. Auch gutartige Veränderungen können ähnliche Symptome verursachen.

Lass uns nicht nur über Eierstockkrebs sprechen, sondern auch denen zuhören, die davon betroffen sind. Lerne Samina (34) und Sophia (27) kennen – sie teilen ihre ganz persönliche Geschichte.
Welteierstockkrebstag
Zwei Aprikosen mit Kern und eine Pille.
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Ernährung
Alle Krebsarten
Seit deiner Krebserkrankung möchtest du gerne selbst etwas für dich und deine Gesundheit tun? Du hast von Aprikosenkernen gehört, die gegen Krebs wirken sollen? Schauen wir uns mal genauer an, was dahintersteckt.
Ein geöffneter Aprikosenkern.

🍑 Bittere Aprikosenkerne werden in der alternativen Krebstherapie seit den Siebziger Jahren als Heilmittel beschrieben. Angeblich wurden Hunderte von Patienten dadurch bereits geheilt und auf den Internetseiten von Anbietern werden Heilversprechen auch bei fortgeschrittenen Tumoren gegeben, was große Hoffnungen bei Betroffenen weckt.

❌ Bittere Aprikosenkerne enthalten Amygdalin, was auch als Vitamin B17 bezeichnet wird, obwohl es gar kein Vitamin ist. Amygdalin ist ein cyanogenes Glykosid – ein toxischer sekundärer Pflanzeninhaltsstoff, der in Samen von Steinfrüchten vorkommt.

☠️ Bei der Verstoffwechselung von Amygdalin im Körper, soll angeblich ein Stoff entstehen, der Krebszellen vernichtet ohne dabei gesunde Zellen anzugreifen. Diese Wirkung wurde nie wissenschaftlich bewiesen. Was aber beim Verzehr der Kerne oder von amygdalinhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich entsteht, ist Blausäure, die zu potentiell lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen führen kann. Erbrechen, Fieber, Krämpfe, Atemnot und Herzstillstand können bei hohen Verzehrmengen die Folgen sein.

🖐🏻 Wegen dieser bedrohlichen Nebenwirkungen wird auch in der S3-Leitlinie »Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen Patient:innen« von der Verwendung von Amygdalin abgeraten. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Erwachsenen pro Tag nicht mehr als zwei Aprikosenkerne zu essen.

Aprikosenkerne bei Krebs – Gut oder gefährlich?
Ein brauner illstrierter Hund im Mittelpunkt des Bildes. Darum herum Pfotenabdrücke und Schleifen.
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Alltag
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Sie spenden Trost, sorgen für Aktivität und haben eine beruhigende Wirkung: Haustiere sind Wegbegleiter in allen Lebenslagen. Auch auf erkrankte Menschen können Hund, Katze und Kaninchen positive Emotionen übertragen und sogar die Lebensqualität verbessern. Doch nicht für jeden ist beispielsweise während einer Krebstherapie die Haltung eines Haustiers möglich beziehungsweise ratsam. Hier nennen wir einige Aspekte, auf die geachtet werden sollte.

😷 Ein Haustier kann für Erkrankte ein Risiko bedeuten. Das Immunsystem ist geschwächt und so können Krankheiten übertragen und Allergien ausgelöst werden. Das gilt sogar dann, wenn die Fellnasen selbst gesund sind und sauber gehalten werden. In einem Interview der Pharmazeutischen Zeitung erklärt Dr. Stefanie Klein vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg:

»Vorsicht ist angesagt, wenn der Patient Therapien erhält, die sein Immunsystem beeinträchtigen, zum Beispiel eine hoch dosierte Chemotherapie, umfangreiche Bestrahlung oder Stammzelltransplantation. Dann sollte zumindest für den Zeitraum der Immunschwäche eine andere Person die Pflege des Tieres übernehmen. Wenn Patienten alleine leben, kann das manchmal bedeuten, dass man das Tier für eine gewisse Zeit abgeben muss.«

💉Grundsätzlich ist wichtig, dass das Tier einen umfangreichen Impfschutz hat und von einem Tierarzt durchgecheckt wird. Zudem sollten Krebspatienten den Kontakt mit Tierausscheidungen vermeiden. Die Reinigung des Katzenklos, Vogelkäfigs, Kaninchenstalls, Terrarium und Aquarium und das Aufsammeln von Hundekot sollte von anderen übernommen werden. Zudem wird geraten, nach jeder Berührung mit dem Tier die Hände zu waschen und darauf zu achten, dass das Haustier keinen Kontakt zu Wildtieren hat, die Krankheiten übertragen können.

❓Vor der Anschaffung eines Haustiers gibt es viele Fragen zu beantworten.

Welches Tier passt zu mir?

Was sagt mein Onkologe dazu?

Wo kann das Tier hin, wenn ich ins Krankenhaus muss?

Tiere haben Bedürfnisse: Kann ich mich trotz Erkrankung und potenziellen Nebenwirkungen adäquat kümmern und dem Tier gerecht werden?

Achtung!

Der Krebsinformationsdienst rät bei einer Neuanschaffung dazu, dass Krebspatienten kein Jungtier nehmen sollten. Hunde sollten mindestens sechs Monate, Katzen ein Jahr und kastriert sein. Besondere Vorsicht gilt bei exotischen Tiere aufgrund von fremden Erregern.

🗣️Tipps, wenn ihr euch kein eigenes Tier zulegen könnt:

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Sollte es in eurer Nähe Tierheime geben, fragt dort doch einfach nach, ob ihr mit Hunden Gassi gehen oder mit Katzen spielen könnt. Gerade diese Tiere freuen sich garantiert über ein bisschen Auslauf oder eine Schmuseeinheit.

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Ihr habt Bekannte oder Verwandte, die ein Haustier besitzen? Vielleicht freuen sie sich, wenn ihr mal auf die Fellnase aufpasst.

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Wer etwas ganz anderes ausprobieren möchte (und körperlich dazu in der Lage ist), hat in seiner Nähe vielleicht die Möglichkeit an einer Alpakawanderung teilzunehmen. Den Tieren wird eine beruhigende Wirkung auf Menschen zugesprochen, da sie sehr sensibel sind und einfühlsam auf menschliche Emotionen reagieren.

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Es gibt ehrenamtliche Vereine, die tiergestützte Therapien bei Krebsbehandlungen anbieten. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Kosten selten von den Kassen übernommen werden. Am besten einfach nachfragen.

Krebs und Haustiere: Hilfe oder Risko?

Leider konnten wirkeinen passenden Wegweiser finden.

Unsere Website ist derzeit noch im Aufbau. Deswegen ist es möglich, dass wir zu dem Thema, das dich interessiert, noch keinen Beitrag geschrieben haben. Schlag uns gern ein Thema vor.

Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

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