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Hilfreiche Wegweiser für den Alltag mit Krebs

Themen
Therapiephase
Krebsart
Therapieform
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Eine Person hält zwei Kürbisse vor ihre Brüste.
Info
Zahlen & Fakten
Brustkrebs
👀 Warum ist das Abtasten der eigenen Brüste eigentlich so wichtig? Je früher ein Knoten in der Brust erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deswegen ist es gut, neben dem jährlichen Besuch beim Frauenarzt auch mal selbst Hand anzulegen.

Die Tastuntersuchung wird erst ab einem Alter von 30 Jahren von der Krankenkasse übernommen. Für die Selbstkontrolle sollten wir uns also mit unseren Brüsten vertraut machen, denn beim Abtaste geht es darum, Veränderungen zu bemerken.

Verschiedene Formen von Brüsten als Illustration.

Aber wie kann sich Brustkrebs anfühlen oder aussehen? 🤔

Zum Beispiel Verformungen, Knoten, wachsende Venen, Ausfluss, Beulen, Einkerbungen, Verhärtungen, Rötungen oder Grübchen.

🕙 Aber wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt zum Abtasten?

Erstmal solltest du darauf achten, immer zum selben Zeitpunkt deines Zyklus abzutasten. Am besten einmal im Monat, circa zwei bis drei Tage nach deiner Periode.

1

Stell dich vor den Spiegel und hebe deine Arme.

2

Vergleiche deine Brüste und achte darauf auf Unterschiede in Form, Größe und Lage.

3

Taste als erstes deine Achselhöhlen ab. Nimm dazu drei Finger und erhöhte Stück für Stück den Druck.

4

Taste deine Büste kreisförmig von außen nach innen ab.

5

Taste deine Brüste in einer Linie von oben nach unten ab.

6

Taste deine Brust strahlenförmig von innen nach außen ab.

Bild, auf dem drei unserer Erste-Hilfe-Magazine zu sehen sind, die leicht versetzt übereinander liegen. Auf dem Cover steht "Du bist nicht allein" und zeigt eine Illustration eines Wegweisers am Ende eines Pfades
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Wie taste ich meine Boobies ab? 🙌
Eine Badewanne mit Dusche, ein Handtuch und Badeschaum.
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Im Wesentlichen treffen bei der Radiotherapie Strahlen auf die Haut, treten in den Körper ein und an anderer Stelle wieder aus. Da dabei jedoch nicht nur bösartige, sondern auch gesunde Zellen geschädigt werden, wird die Haut sehr stark beansprucht. So kann es an Strahlenein- und austrittsstellen zu einer Überempfindlichkeit der Haut kommen, die Hautirritationen, Jucken, Trockenheit oder Erröten hervorrufen.
Es ist daher ganz wichtig, dass du bei der Pflege deiner Haut auf ein paar Dinge achtest:

🧽 Wie wasche ich mich richtig während der Bestrahlung?

❌ Vermeide langen Wasserkontakt, um die Haut nicht aufzuweichen

❌ Gehe nicht schwimmen oder baden

✅ Wasche dich möglichst nur mit Wasser

✅ Die Wassertemperatur sollte weder zu heiß noch zu kalt sein

✅ Achte darauf, die Markierungen nicht zu entfernen

✅ Trockne dich vorsichtig, aber gründlich ab

🧼 Nur Wasser reicht dir nicht? Achte auf diese Inhaltsstoffe:

‼️ ABER: Sprich jedes Produkt mit deinem Radiologen ab, bestimmte Inhaltsstoffe können die Bestrahlung beeinflussen!

✅ Mild, pH-neutrale Produkte

❌ Parfum

❌ Deodorant

❌ Ätherische Öle

❌ Alkoholhaltige Produkte

🪒 Beanspruche deine Haut nicht zusätzlich durch mechanische Reize!

✅ Tupfe dich beim Abtrocknen vorsichtig ab anstatt zu rubbeln

❌ Trage keine zu enge Kleidung, keine Pflaster, o.ä.

❌ Vermeide dich zu kratzen, auch wenn es juckt

❌ Auf Rasieren oder Epilieren der bestrahlten Stellen solltest du vorerst verzichten

❌ Vermeide direkte Sonneneinstrahlung

Sanfte Hautpflege während der Bestrahlung
Eine Person umarmt sich selbst während sie hilflos im dunklen Weltall schwebt.
Info
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Eine Krebsdiagnose bringt das Leben in einem Atemzug zum Stillstand, und doch geht gleichzeitig alles ganz schnell. Die Welt dreht sich weiter in einem ständigen Schleudergang aus Therapien, Untersuchungsergebnissen, Angst, und Überforderung.

Wenn nicht nur der Körper kämpft, sondern auch die Seele mitleidet

Nicht selten bleibt hier die Seele auf der Strecke, weil gerade alle Kraft mit einer unmenschlichen Anstrengung in die Heilung des Körpers gesteckt wird. Während und gerade nach Abschluss aller Therapien zeigt sich aber eins in voller Größe: Das schwarze Loch.

In Deutschland erkranken jährlich ungefähr 500.000 Menschen an Krebs. Viele davon empfinden die Zeit ihrer Erkrankung als ständigen Balanceakt vor einem dunklen Abgrund, dessen Grund nicht zu sehen ist. Das beginnt mit dem Moment, in dem die Diagnose mitgeteilt wird. Worte, die zwar hörbar, aber kaum zu erfassen sind. Manchmal dauert das sogar Tage, vielleicht auch Wochen. Die Seele macht zu, das Innere ist im Schock- und Angstzustand. Denn da klopft zum ersten Mal das Gefühl der Endlichkeit des eigenen Lebens an. Und das nicht gerade leise. Der Gedanke an den Tod ist bei einer Krebsdiagnose unvermeidlich. Dabei bleibt dieser Gedanke aber immer auch irgendwie abstrakt, weil er doch zu schwer zu erfassen ist. Und gleichzeitig auch wieder nicht. Denn das, was da gerade das eigene Leben bedroht, ist ja real und nicht ausgedacht.

Sorgen und Ängste überall

Eine Krebsdiagnose und die darauf folgenden Therapien bedeuten eine Menge Aushalten – nicht nur körperlich. Während der Körper kämpft, meldet sich nicht selten irgendwann die Psyche, denn die hinkt mit dem Verarbeiten meist hinterher. Was daran liegt, dass dafür kaum die Zeit bleibt. Die Therapien sind anstrengend und verlangen dem Körper alles ab. Denn neben Chemo und Co. gehen Alltag und Leben weiter: Haushalt, Kinder, Sozialleben (oder auch kein Sozialleben). »Normales« Leben, das einerseits gut tun kann, aber eben auch viel Energie und Kraft kostet, die eigentlich gerade an anderer Stelle im Einsatz sind. Soziale Komponenten machen die Sorgenfalten nicht selten noch tiefer. Gehaltsausfälle bei gleichbleibenden und zusätzlichen Kosten für Miete, Lebensmittel, Medikamente oder Physiotherapie, etc. bringen dazu auch Existenzängste. Und eine soziale Isolation aufgrund starker Therapiewirkungen kann Einsamkeit und eine sich damit noch verstärkende Traurigkeit bringen.

Eine Frau liegt zusammen gerollt auf dem Bett, geplagt von Ängsten.

Ängste, Unsicherheiten, Kontrollverlust, Hilflosigkeit, Lähmung, Traurigkeit und Verzweiflung sind ständige Begleiter einer kräftezehrenden Krebstherapie. Vor allem auch danach. Denn das ist die traurige Wahrheit: Das schwarze Loch schließt sich nicht mit der letzten Chemo- oder Strahlentherapie. Wenn der Körper nicht mehr kämpfen muss, wird das Ausmaß der seelischen Belastung erst richtig sichtbar. Nicht nur die Vergangenheit schmerzt und brennt ihre Erlebnisse in die Psyche ein. Die Angst vor einem Rückfall, Langzeitnachwirkungen von Therapien und das seit der Diagnose Erlebte bestimmen Gegenwart und Zukunft. Dazu: Leben in einem erschöpften, vom Krebs gezeichneten Körper, der das eigene Körpergefühl für immer verändert.

Puh, Hand hoch, wem da nicht die Puste ausgeht!

Wenn die Angst zur Krankheit wird

Gefühle wie Angst, Trauer, Frust, Erschöpfung oder Niedergeschlagenheit können ebenfalls Symptome einer Depression sein. Ungefähr 5 Millionen Menschen erkranken jährlich an Depressionen. Eine Krebserkrankung kann ein Auslöser dafür sein. Das Deutsche Ärzteblatt schreibt, dass eine Depression mittlerweile als häufige Begleiterkrankung bei Krebspatienten festgestellt wird, diverse Studien gehen von einer Prävalenz* zwischen 5 und 46 Prozent aus. Und dennoch werden die Symptome leider oft noch nicht rechtzeitig erkannt und behandelt.

Was tun?

Es gibt gute Angebote, die psychische Belastung parallel zu der Krebstherapie aufzuarbeiten. Medikamentöse Unterstützung und eine begleitende Therapie können hier dringend benötigte Atempausen bringen. Sich in einer Therapie alle Ängste von der Seele reden, bringt ein Stück Selbstwirksamkeit zurück. Denn das, was vom Innen ins Außen kommt, kann bei Tageslicht betrachtet werden. Und ist dann oft sogar weniger dunkel und angsteinflössend. Viele Krankenhäuser und Kliniken können hier gute Tipps geben, oft gibt es sogar vor Ort ein psychoonkologisches Angebot mit verschiedenen Therapieangeboten von Gesprächs-, über Kunst oder sogar Körpertherapie.

Hilfreich bei Fragen rund um die Krankheit, Psychosomatik und Sozialberatungen ist auch der Krebsberatungsdienst.

Auch Selbsthilfegruppen, egal ob vor Ort oder Online helfen. Denn neben Therapie und Medikamenten ist der Austausch mit anderen Betroffenen eine wichtige Stütze, um diese schwere Zeit zu überstehen.

Denn - und das ist das Wichtigste - Niemand ist allein mit Krebs.
Wenn Diagnose und Dunkelheit sich treffen: Wie eng Krebs und Depression verbunden sind
Eine Frau in einem weißen T-Shirt mit dunklen Haaren jongliert mit verschiedenen Sorten Gemüse wie Karotten, Kohl und Tomaten.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
🍅 Du sitzt abends auf der Couch, als dir auffällt, dass du heute nur ein paar Tomaten zum Frühstück gegessen hast? Du weißt, dass Gemüse gesund ist, aber dir fällt es echt schwer, mehr davon zu essen? Damit bist du nicht allein. Hier kommen ein paar Tipps, die dir helfen, ein Gemüsefan zu werden.

📝 Mit Plan geht‘s leichter

Plane dir für die Woche zwei bis drei Hauptgerichte ein, die du kochen willst und die Gemüse als Komponente enthalten. Koche von den Gerichten eine größere Portion, sodass du am nächsten Tag auch davon essen kannst. Du bist bequem, wenn‘s ums Schneiden geht? Dann nimm Tiefkühlgemüse als Alternative. Das kann mehr Nährstoffe als frisches Gemüse haben, da es direkt nach der Ernte eingefroren wird und so die Nährstoffverluste minimiert werden.

🍳 Suche Gerichte, zu denen Gemüse passt

Du liebst dein Rührei am Morgen? Dann mach noch ein paar Pilze oder Paprika dazu. Du magst Brot? Wie wäre es mit einem Gemüseaufstrich? Du liebst Wraps? Befüll ihn nicht nur mit Salat, sondern auch mit Rotkraut, Paprika und Kichererbsen. Du isst gerne Nudeln mit Bolognesesoße? Schneide dir noch Karotte, Paprika, Fenchel und Zucchini rein.

⏰ »Aber Gemüse dauert so lange in der Zubereitung.«

Ja, die Zubereitung dauert länger als nur eine Packung Nudeln in den Topf zu werfen. Wenn du Gemüse zubereitest, mache am besten gleich eine größere Menge, sodass du nur einmal einen höheren Zeitaufwand hast. Mache aus Karotten zum Beispiel einen Karottensalat, einen Karottenaufstrich mit Nüssen oder Karotten-Frikadellen.

Eine Frau hält einen Teller mit Brokkolicreme und unterhält sich mit einer Frau, die einen pinken Turban und eine Schüssel mit Kartoffelcreme trägt.

👭 Du isst gerne mit deiner Familie oder Freunden zusammen?

Wie wäre es mit einer Gemüseparty, bei der jeder Gast ein Gemüsegericht mitbringt? Du wirst überrascht sein, was man aus Gemüse leckeres zubereiten kann.

Übrigens…

Die empfohlene Menge an Gemüse sind drei Portionen am Tag. Eine Portion entspricht ein bis zwei Handvoll.

Die empfohlene Menge an Gemüse sind übrigens drei Portionen am Tag. Eine Portion entspricht ein bis zwei Handvoll.

Vom Muffel zum Fan – So schaffst du es, mehr Gemüse zu essen
Frau die unter einem Licht sitzt und sich Gedanken macht
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Wer kennt’s? Der Nachsorgetermin steht an, man ertastet einen Knoten oder man fühlt sich energielos und schon ist die altbekannte Freundin wieder an deiner Seite: die Angst vor einem Rezidiv.

Es ist erstmal ganz normal, dass nach einer einschneidenden Erkrankung wie Krebs, die Angst vor einem Rückfall da ist. Du hast eine schwierige Krise durchgemacht und freiwillig möchte da niemand ein zweites Mal durch. Problematisch wird es erst, wenn deine Angst dein Alltagsleben einschränkt. Hier empfehlen wir dir professionelle Hilfe aufzusuchen.

Heute haben wir 5 Tipps zusammengestellt, wie du mit deiner Angst Verbindung aufnehmen und entgegenwirken kannst:

1

Atme die Angst weg: Bei akuter Angst, konzentriere dich bewusst auf deine Atmung. Atme 4 Sekunden ein, halte ihn für 4 Sekunden und dann atme 4 Sekunden lang aus. Wiederhole dies so lange, bis du eine Entspannung im ganzen Körper spürst.

2

Die Angst lässt dein inneres negatives Gedankenkarussell immer schneller kreisen? Dann versuche einmal laut »Stopp« zu sagen. Begleite es gerne mit einer Handbewegung. Unser Gehirn ist daran gewöhnt »anzuhalten«, wenn es »Stopp« signalisiert bekommt. Hast du es geschafft, fahre gleich mit Tipp 3 fort …

3

Zähle deine Erfolgserlebnisse auf, die dir jetzt gerade einfallen. Egal wie klein. Durchlebe diese Erfolge nochmal wie einen inneren Film. Lenke somit dein Gehirn auf positive Erlebnisse und Gefühle und trainiere gleichzeitig den Fokus auf deine persönlichen Stärken und Ressourcen zu lenken.

4

Schreibe deiner Angst einen Brief. Bedanke dich dafür, dass sie da ist und auf dich aufpasst. Alle Gefühle haben ihre Berechtigung. Mit dem Brief öffnest du die Kommunikation mit deiner Angst und lernst sie näher kennen … woher kommt sie, was braucht sie und was will sie dir vielleicht sagen.

5

Mache dir bewusst, was du im Leben beeinflussen kannst und was nicht. Viele Faktoren in deinem Leben kannst du selbst in die Hand nehmen und beeinflussen so wie z. B. Ernährung, Bewegung und Stress. Alles Dinge, wo du proaktiv etwas für deine Gesundheit tun kannst, um ein Rezidiv vorzubeugen. Lasse die Dinge los, die außerhalb deiner Macht stehen.

5 Tipps gegen die Angst vorm Rezidiv
lila pathly Katze die eine rote Wärmeflasche hält und schmerzen hat
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Krebspatient:innen leiden häufig nicht nur während der Therapie an Schmerzen, sondern auch noch danach. Während der Therapie bleibt einem gar nicht die Zeit alles zu verarbeiten, alles geht sehr schnell und du musst eigentlich nur funktionieren.

Meist haben Betroffene erst mit Abschluss der Therapie die Zeit, Erlebtes zu verarbeiten. Die körperliche Belastung steht anfangs im Vordergrund. Hinzu kommen die psychischen Auswirkungen aufgrund der Diagnose, die größtenteils auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.

»Zwei Tage vor meiner Stammzellen Transplantation bekam ich stechende Bauchschmerzen, die so weh taten, dass ich um Hilfe schrie. Die Ärzte gaben mir Morphium, nichts hat gewirkt und es wurde gefühlt immer schlimmer. Ich konnte den Schmerz gerade so ertragen. Am nächsten Tag wurde ein CT angefertigt, ohne Befund. Heute weiß ich, dass meine unterbewusste Angst vor der Transplantation mir auf den Magen geschlagen ist.«

Wie gehst du mit diesem Schmerz um und was passiert, wenn die Schmerzen chronisch werden? Fragen über Fragen prasseln auf dich ein. Je nach Krebserkrankung und je nach Therapieform sitzt der physische Schmerz an unterschiedlichen Stellen. Der psychische Schmerz hingegen läuft bei jedem generell ähnlich ab.

Umgang mit physischen Schmerzen:

Eine Krebstherapie ist intensiv und hinterlässt Spuren auf dem Körper. Operationen, Schläuche und Narben, die unseren Körper kennzeichnen. Schmerzen, die unerträglich sind. Der Körper braucht Zeit, um wieder zu regenerieren. Sport, Yoga; Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Meditation und Kunst können hilfreich sein. Sie haben eine beruhigende Wirkung auf den Körper und können helfen, die Schmerzen zu lindern. Ebenfalls kann man gezielt Gedächtnis- und Konzentrationstraining und Koordination von Händen mittels Ergotherapie verbessern. Wenn der Schmerz chronisch ist oder du unter Phantomschmerzen leidet, wie bspw. nach einer Amputation sollte man versuchen sich professionelle Hilfe zu holen.

Umgang mit psychischen Schmerzen:

Ähnlich wie bei den körperlichen Schmerzen hilft auch hier Yoga, Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Sport im Allgemeinen, Spaziergänge, Meditation, Kunst und der Austausch mit anderen Betroffenen. Auch das Vertrauen zu deine:n behandelnden Onkolog:innen ist dabei wichtig. Wenn du Bedenken hat oder Ängste mit dir herumschleppst, sollte du offen mit deinen Ärzt:innen darüber sprechen können. Generell ist es vorteilhaft eine:n Ansprechpartner:in oder eine Bezugsperson zu haben, um dein Anliegen oder Gedanken auszutauschen. Ein Tagebuch kann hierbei auch hilfreich werden. Wenn der Schmerz schon chronisch ist, solltest du versuchen offen darüber zu reden und dir professionelle Hilfe suchen.

Umgang mit Schmerzen
Eine Frau mit kurzen, silbernen Haaren sitzt mit verschränkten Armen auf einer Bank und lächelt in die Kamera. Sie trägt einen blau gemusterten Blazer.
Info
Alltag
Alle Krebsarten
Am 24. Februar haben wir auf dem Krebsaktionstag in Berlin Prof. Dr. Jutta Hübner kennengelernt. Als ausgebildete Ärztin und Professorin für Integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena hat sie beruflich viel mit Krebspatienten zu tun. Wir freuen uns, dass wir sie für ein Interview gewinnen konnten, in dem sie uns einen Einblick in ihre Arbeit gibt.

Frau Hübner, Sie forschen bereits seit vielen Jahren zu krebsbezogenen Themen. Was macht den Schwerpunkt Ihrer Forschungen aus und wie genau gestaltet sich diese Arbeit?

Prof. Dr. Hübner: »Mein inhaltlicher Schwerpunkt ist der weite Bereich Integrative Onkologie, also Komplementärmedizin, Ernährung und Bewegung. In diesem Feld schauen wir uns an, was Patienten sich wünschen, was für Fragen auftreten und wie sie sich informieren. Wir gucken uns das auch auf der Seite der Ärzte und Pflegekräfte an. Wir schauen, was es für wissenschaftliche Nachweise gibt, wir analysieren also Studien kritisch und machen systematische Übersichtsarbeiten. Zunehmend forschen wir im Bereich Arzt-Patienten-Kommunikation. Dadurch wollen wir uns einen Überblick verschaffen, warum es für beide Seiten teilweise so schwierig geworden ist, gut zueinander zu finden. Und vor allem, um zu klären: Was können wir tun, um das zu verbessern?«

Welche Erkenntnisse haben Sie im Rahmen Ihrer Forschungen bereits erzielt? Und welche Fragen sind vielleicht auch unbeantwortet geblieben?

Prof. Dr. Hübner:  »Wenn wir uns zunächst den Bereich Integrative Onkologie anschauen, gibt es sehr viel Forschung zum Thema Sport. Sport ist eindeutig gesund für Patienten mit einer Krebserkrankung. Das muss nicht der klassische Sport sein, sondern nennen wir es besser Bewegung oder körperliche Aktivität. Dazu gehört auch, den eigenen Garten umzugraben oder das Blumenbeet zu pflegen. Körperliche Betätigung ist für jeden Patienten empfehlenswert, sollte aber immer an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst sein.

Zur Ernährung gibt es ebenfalls sehr viel Forschung. Dies ist aber schwieriger, weil es nicht so gut messbar ist. Sie können dem Menschen ja nicht den ganzen Tag hinterherlaufen, um zu gucken, was genau er macht. Und eigentlich wissen wir bereits ganz genau, worauf es ankommt, nämlich eine ausgewogene Ernährung. Diese ganzen Nahrungsergänzungsmittel braucht man dann mit wenigen Ausnahmen auch nicht. Hier sind wir mehr an Motivationsfragen interessiert: Was lesen Patienten, was für Informationen finden sie, wie gut fühlen sie sich informiert und was kann man tun, um Informationen zu verbessern? Aktuell muss man sagen, dass sehr viele Informationen über Ernährung – wissenschaftlich betrachtet – falsch sind. Fehlinformationen, gerade beim Thema Ernährung, können extrem gefährlich sein und zu einer Mangelernährung führen. Uns interessiert also sehr, was wir tun können, um die Qualität der Informationen zu verbessern und den Patienten zu schützen, auf falsche Informationen hereinzufallen. Denn für den Laien ist es oft sehr schwierig, den Unterschied zu erkennen.

Im Kerngebiet der Komplementärmedizin betreiben wir keine eigenständige klinische Forschung, schauen uns jedoch die Qualität anderer Veröffentlichungen sehr genau an. Leider ist das, was man generell so findet, also im Internet, Büchern, Broschüren und selbst in Fernsehsendungen, häufig von sehr schwacher bis falscher Qualität und Aussagekraft. Da müssen wir uns also auch wieder anschauen, was getan werden kann, um das zu verbessern. Wir wissen bereits, dass es vor allem darauf ankommt, Zusammenhänge laienverständlich gut zu erklären. Man kann Laien und Patienten sehr wohl Wissenschaft vermitteln, aber man muss es eben auch so machen, dass jeder ohne Fachbegriffkenntnis oder Grundlagenwissen es gut verstehen kann.«

Alternative Medizin und Komplementärmedizin werden oft verwechselt. Worin genau liegt der Unterschied zwischen diesen Begriffen?

Prof. Dr. Hübner: »Der Unterschied ist, dass alternative Medizin, wie es der Name schon sagt, ›anstelle von‹ beispielsweise einer Chemotherapie gegeben wird. Das ist Scharlatanerie und muss auch ganz klar so benannt werden. Sehr viel häufiger ist es jedoch in Deutschland so, dass der Patient sicherheitshalber ›zusätzlich‹ etwas macht, was nicht gut auf die eigentliche Therapie abgestimmt ist. So können Wechselwirkungen auftreten, was dazu führt, dass die Therapie schlechter wirkt. Oder die Zusätze lösen eigenständig einen Schaden aus. Ich bin durchaus ein Anhänger von Heilpflanzen, aber man muss auch wissen, dass einige im Einzelfall giftig wirken können. Vor allem bei aus dem Ausland importierten Präparaten gibt es Beimengungen von beispielsweise Schwermetallen oder Pestiziden. Das ist für mich auch alternative Medizin, weil es einfach schlechte Medizin ist.«

Sie würden also dazu raten, die Einnahme zusätzlicher Mittel vorher stets mit den behandelnden Ärzten abzusprechen?

Prof. Dr. Hübner: »Auf jeden Fall sollte man seine Ärzte informieren. Das ist nicht immer leicht, weil viele Ärzte mit einer Abwehrhaltung reagieren. Dann hat der Patient das Gefühl, nicht verstanden zu werden, und dann erzählt er es auch nicht. Man sollte es jedoch auf jeden Fall zumindest notieren lassen, damit Ärzte im Zweifelsfall dran denken. Ein Beispiel: Wenn die Leberwerte ansteigen, kann es entweder an der Chemotherapie liegen oder an dem, was der Patient noch zusätzlich macht. Mögliche Wechselwirkungen können allerdings nicht nur von Ärzten, sondern auch vom Apotheker gecheckt werden. Wenn man also das Gefühl hat, dass der Arzt nicht genug Zeit hat, dann kann man auch mit dem Arztbrief in eine Apotheke gehen und sich beraten lassen. Dabei müssen jedoch auch unbedingt an alle anderen Medikamente gedacht werden, Stichwort Diabetes oder Bluthochdruck.«

Die Wissenschaft, aber auch unsere Gesellschaft hat sich im Laufe der Jahre stark gewandelt. Haben Sie im Umgang mit der Thematik Krebs ebenfalls Veränderungen beobachten können?

Prof. Dr. Hübner: »Es ist grandios, wie sich das Thema Onkologie in den letzten Jahren verändert hat. Es ist immer noch ein bisschen ein Tabuthema. Nicht, dass man nicht darüber reden kann, dies haben ja auch viele promiente Menschen teilweise ganz bewusst getan. Aber es ist immer noch so, dass wenn das Wort Krebs fällt, im Kopfkino der Tod aktiv da ist. Und das ist ein Thema, was die meisten Menschen versuchen zu vermeiden. Krebs ist nicht mehr ein klassisches Tabuthema, aber es ist ein Vermeidungsthema. Da sind wir also nur ein Stückchen weitergekommen. Therapeutisch und auch bezüglich der Nebenwirkungen sind wir unheimlich viel weitergekommen. Die Kultur mit dem Umgang mit dem Fortschritt haben wir hingegen nicht ganz so schnell entwickelt. Wir wissen beispielsweise, dass es für eine bestimmte Krebssituation unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten gibt. Eine oder zwei davon halten wir Ärzte dann für die beste, weil sie die längste Überlebenszeit garantiert. Das ist aber nicht für jeden Patienten der entscheidende Punkt. Einige wollen bestimmte Nebenwirkungen partout nicht ertragen und sehen diese sogar als Ausschlusskriterium. Bezüglich einer ausführlichen Besprechung mit Patienten und dieser Kultur einer gemeinsamen Entscheidungsfindung habe ich inzwischen den Eindruck, dass wir da früher schonmal weiter waren, als wir es jetzt sind. So wird dem Patienten häufig nicht gesagt, dass es womöglich noch andere Handlungsmöglichkeiten gibt. Es wird auch nicht gefragt, welche Wertevorstellungen die betroffene Person hat, wonach sich die Therapiewahl dann richten könnte.«

Haben Sie eine Vermutung, woran das liegt?

Prof. Dr. Hübner: »Ja, da gibt es zwei Gründe. Grund Nummer eins ist der Zeitfaktor. Solch ein Gespräch ist nicht in fünf oder zehn Minuten machbar. Und jeder, der etwas anderes behauptet, hat es noch nie versucht. Der zweite Punkt ist, dass es inzwischen etliche Leitlinien und Zertifizierungen gibt. Solche Strukturen haben viele Vorteile. So kann sich der Patient bei einer zertifizierten Einrichtung sicher sein, dass er keinen Blödsinn angeboten bekommt. Das hat aber auch zur Folge, dass hinter einer Therapieempfehlung nicht mehr nur ein einzelner Arzt steht, welcher mit dem Patienten auch über andere Therapiemöglichkeiten nachdenken könnte. Stattdessen wird die Therapie einer Leitlinie entnommen oder bei einer Tumorkonferenz beschlossen. Und so ein Tumorkonferenzbeschluss wird wie ein Urteil gefällt. Dem Patienten wird dann gesagt: ›DAS müssen sie machen‹. Aus meiner Sicht ein Problem.«

Die fehlende Zeit der Ärzte für ein ausführliches Gespräch ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe, weshalb Patienten bei der Krankheitsbekämpfung (zusätzlich zur leitlinienkonformen Therapie) aktiv werden und dazu regelmäßig auf das Internet als Ratgeber zurückgreifen. Welche Empfehlungen können Sie für eine selbstständige Recherche geben und welche Risiken gilt es zu beachten?

Prof. Dr. Hübner: »Aus der Forschung ist bekannt, dass der Deutsche im Erkennen von guter Information nicht gut ist, und dass er das auch weiß. Das heißt, man geht schon mit einer gewissen Unsicherheit da ran. Laien können Informationen im medizinischen Bereich auch nur schlecht bewerten, weil sie sich einfach nicht genug auskennen. Hier gibt es verschiedene Ansätze. Es gab mal HONcode, das war eine Zertifizierung von Webseiten. Außerdem gibt es kleine Checklisten, woran man gute Informationen und Webseiten erkennen kann. Das Durcharbeiten dauert dann aber auch mal zehn Minuten. Die Forschung zeigt, dass man, selbst wenn man die Webseite im Ergebnis für schlecht hält, davon beeinflusst wird. Sie merken sich die Infos nämlich trotzdem. Deswegen glaube ich, dass wir die Ärzte dahingehend nicht entlasten können. Die Arzt-Patienten-Kommunikation muss so gut sein, dass sich der Patient bloß noch ›zusätzlich‹ informiert. Man kann Patienten auch darauf schulen, dass sie eindeutige Merkmale für Unseriösität besser erkennen.«

Wäre eine Handlungsempfehlung, dass der Patient nicht allein das Internet durchforstet, sondern bestenfalls gemeinsam mit einer anderen Person?

Prof. Dr. Hübner: »Das ist eine sehr gute Idee. Da muss man sich aber vorher gut überlegen, wer das sein soll. Am besten jemand, der etwas Abstand zu dem Thema hat. Wenn ich zum Beispiel einen Familienangehörigen nehme, der genauso aufgeregt an die Sache herangeht wie ich, kann sich das schnell aufschaukeln. Selbsthilfegruppen oder psychosoziale Beratungsstellen können jedoch sehr hilfreich sein.«

(Angebliche) Erfolge bei der Krebsforschung werden immer wieder in den Medien thematisiert. Und natürlich interessiert uns ›Krebscommunity‹ dieses Thema ganz besonders. Wie lautet Ihre persönliche Prognose, welche Fortschritte im Bereich der Krebsprävention und -behandlung erwartet werden können?

Prof. Dr. Hübner: »Bezüglich der Prävention wissen wir, was wir tun müssen uns möglichst gesund verhalten. Dazu gehört der Sport, eine ausgewogene Ernährung, das Vermeiden von Rauchen und anderen giftigen Stoffen zu welchen auch Cannabis zählt und wenig Alkohol. Im Bereich der Therapie ist der Traum von allen Ärzten und Forschern, dass wir Medikamente finden, die wirklich nur die Krebszellen angreifen und nicht mehr die gesunden. Da bin ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Im Prinzip entstehen Krebszellen aus körpereigenen gesunden Zellen, und der Unterschied dazwischen ist nicht zu groß. Aber vielleicht gelingt es uns irgendwann, ihn doch zu erkennen und die Medikamente anzupassen. Bei der Krebsprävention weiß ich nicht, inwieweit es so gut ist, wenn man einem Baby zukünftig schon vorhersagen kann, in welchem Alter es an welcher Krebsart erkranken wird. Ob wir wirklich alles im Detail wissen wollen, das ist eine ethische Frage und keine medizinische. Hier würde ich mir einen intensiveren gesellschaftlichen Diskurs wünschen.«

Ein letzter Ratschlag oder Botschaft für Krebsbetroffene?

Versuchen Sie es zu schaffen, dass der Krebs nicht Ihr Leben komplett bestimmt, sondern SIE bestimmen Ihr Leben.

Komplementärmedizin, Ernährung und Bewegung – Ein Gespräch mit Prof. Dr. Jutta Hübner
Ein junger Mann liegt auf einer Liege für die Computertomografie
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Bei den meisten Krebserkrankten gehört die Computertomografie (CT) zur Diagnostik dazu. Allerdings gehört eine CT-Untersuchung meist auch zur Abschlussuntersuchung dazu, was Patient:innen durchaus Angst einjagen kann. Für die meisten ist diese Untersuchung eine sehr anstrengende und kräftezehrende Zeit und um es bis dahin so angenehm wie möglich zu gestalten, wollen wir ein paar Tipps mit euch teilen.

Zunächst einmal Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung. In so einer Zeit hilft es, sich so viel es geht abzulenken, um sich so wenig wie möglich verrückt zu machen. Wir wissen aus Erfahrung, dass dies leichter gesagt als getan ist.

Zeit mit Freunden und Familie verbringen

Versucht mit euren Freunden und eurer Familie über eure Sorgen und Ängste zu sprechen und bittet sie, dass sie euch ablenken. Es ist gerade in so einer Zeit wichtig, mit anderen Menschen zusammen und nicht allein zu sein.

Denn wenn wir allein sind, haben wir mehr Zeit zum Grübeln und um über alle möglichen Szenarien nachzudenken. Wir sollten positiv denken, allerdings befinden wir uns in der Zeit in einer Ausnahmesituation und können meistens keinen klaren Gedanken fassen.

Spaziergänge

Bewegung und frische Luft lenkt ab und hilft uns, uns unsere Gedanken zu sammeln und zu sortieren.

Sport

Wie eben schon gesagt lenkt Bewegung ab. Vielen hilft es Sport zu machen, um auf andere Gedanken zu kommen. Zudem geht die Zeit schneller um, was sie für uns angenehmer erscheinen lässt.

Netflix and Chill

Schaut einen Film oder eine Serie, die euch ablenkt und euch guttut. Habt ihr eine Komfort-Serie oder einen Film? Schaut ihn!

Ein Popcorn-Eimer

Ein gutes Buch lesen

Falls eure Konzentration es zulässt, lest ein gutes Buch! Vielleicht ein Liebesroman? Oder ein Thriller oder Krimi? Oder vielleicht ein Buch mit dem ihr euch weiterbilden könnt? Sucht euch das aus, was euch zusagt! Solltet ihr nichts passendes daheim haben, könnt ihr euch auch mal in der Bibliothek umschauen und euch da nach etwas Passendem umschauen.

Kreativität

Malt etwas. Zum Beispiel ein Mandala, dies beansprucht Zeit und lenkt ab, weil ihr euch auf etwas konzentrieren müsst. Oder macht ein Puzzle.

Kochen oder Backen

Kocht oder backt euer Lieblingsrezept, vielleicht allein oder mit euren Liebsten.

Setzt euch ein Ziel nach der Untersuchung

Was würdet ihr gerne nach der Untersuchung machen? Sucht euch was Schönes aus. Wollt ihr ein Eis essen gehen? Oder in euer Lieblingsrestaurant gehen? Oder einfach an eurem Lieblingsort spazieren gehen? Einen Film schauen? Shoppen gehen?Schenkt euch etwas Zeit und vor allem was Gutes!

Dieses Ereignis ist für viele sehr anstrengend und sobald wir es überstanden haben, müssen wir erstmal darauf klarkommen und herunterfahren.Gönnt euch etwas und, wenn es nur euer Lieblingsgetränk ist! Egal, was ihr für ein Ergebnis bekommen habt, ihr habt dieses Kapitel durchgestanden und das mit Bravour!

Ihr seid stark und werdet das schaffen! Ich denke das Leben kommt wie es kommen soll. Seid stolz auf euch! 😊

Tipps für das erste CT nach der Therapie
Eine Illustration einer alten Filmkamera mit Sternen drum herum.
Tipp
Alltag
No items found.
Lass doch mal den Krebsstress hinter dir und lehne dich zurück bei einer schönen heißen Schokolade und einem tollen Weihnachtsfilm. Wir haben extra für dich eine kleine Auswahl mitgebracht, wo du ganz bestimmt einen passenden Film findet wirst. Wir wünschen dir hiermit ganz viel Spaß und besinnliche Weihnachten. 🍿

Kevin – Allein zu Haus

Tatsächlich Liebe

Kevin allein in New York

Schöne Bescherung – Weihnachten bei den Griswolds

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Der Grinch

Verrückte Weihnachten

Liebe braucht keine Ferien

Santa Clause

Sissi

Charlie und die Schokoladenfabrik

Der Polarexpress (vor allem für Kinder)

Die Geister, die ich rief

Das Wunder von Manhattan

Weihnachtliche Filmempfehlungen
Behinderten Ausweis
Info
Alltag
Alle Krebsarten
In der Regel steht jedem an Krebs Erkrankten das Anrecht auf einen Schwerbehindertenausweis zu. Die Bewilligung erfolgt, wenn festgestellt werden kann, dass die Betroffene täglich im Alltag eingeschränkt sind, die voraussichtlich länger als 6 Monate bestehen

Wo beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis?

Je nach Stadt oder Bezirk wird der Schwerbehindertenausweis beim zuständigen Amt, wie zum Beispiel das Rathaus – Amt für soziale Leistungen – Sozialamt – Abteilung Schwerbehindertenausweis, beantragt. Ein Antrag muss ausgefüllt und mit ärztlichen Nachweisen beigefügt, abgegeben werden. Sobald, der Antrag überprüft wurde, wird in der Regel der Bescheid zur Bewilligung des Antrags zugeschickt. Wenn du zur Antragsstellung ein Foto beifügst, gibt es im Nachhinein auch direkt, den Ausweis. Falls nicht, wird man vom Amt dazu aufgefordert, ein Lichtbild schnellst möglichst einzureichen, damit, der Ausweis zugeschickt werden kann.

☝️ Unterstützung bei der Beantragung bekommst du zum Beispiel bei der Pflegeberatung deiner Klinik.

Wie kann man das Leben mit Schwerbehinderung erleichtern?

  • Parkerleichterung (für Halteverbote, etc.)
  • Behinderten-Parkausweis (nur mit Merkzeichen G, H, B)
  • Nachteilsausgleich beim Studium
  • Vergünstigungen für Kultur, Events und Veranstaltungen (nur mit Merkzeichen)
  • Taxi-Schein für vergünstigtes Taxi fahren
  • vorzeitige Altersrente (mind. 35 Jahre)
  • Befreiung von Zuzahlungen bei der Krankenkasse von 1 % des Bruttoeinkommens
  • Schutz bei Kündigung der Wohnung im Härtefall
  • Vortritt bei Besucherverkehr in Behörden
  • Vorzeitige Verfügung über Bausparkassen bzw. Sparbeträge mit GdB 100
  • ermäßigte BahnCard ab GdB 70
  • Teilhabe am Arbeitsleben – Technische Hilfen und Hilfsmittel am Arbeitsplatz (GdB 100)
  • Zusätzliche Urlaubstage (GdB 50)

Schwerbehinderung, aber man sieht es mir nicht an?

Vor allem nach einer Krebserkrankung, wenn der Körper wieder so aussieht, wie vor der Erkrankung, wird einem nicht angesehen, dass man eine Schwerbehinderung hat. Daher ist es wichtig, dies offen mit deinen Mitmenschen zu kommunizieren, denn nur so kann dein Gegenüber, ohne deine Vorgeschichte zu kennen, mehr Verständnis zeigen.

Mein Schwerbehindertenausweis
Kleine lila Katze hält sich verlegen die Pfote vor das Gesicht und die andere auf dem Bauch. Sie muss pupsen und kann es nicht verhindern, was ihr unangenehm ist.
Tipp
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Wir alle kennen es: Man hat einen aufgeblähten Bauch und muss mal Luft ablassen. Hin und wieder (15-20x am Tag) sind Blähungen total normal. Wenn sie aber ein Dauerzustand sind und sogar deinen Alltag einschränken, solltest du genauer hinschauen.

Gründe für Blähungen können vielfältig sein:

Neben einem falschen Kau- und Essverhalten können die Lebensmittelauswahl und -zusammenstellung sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Trinknahrung oder operative Eingriffe am Magen-Darm-Trakt die Ursache sein.

Deshalb haben wir Tipps für dich, was du gegen Blähungen tun kannst.

⏰ Nimm dir Zeit beim Essen.

Wenn du langsam isst und richtig kaust, kannst du so deine Verdauung unterstützen. Fällt dir das schwer? Dann leg das Besteck nach jedem Bissen ab und kaue solange, bis du eine Apfelmuskonsistenz im Mund hast. Eine Mahlzeit sollte mind. 20 Minuten dauern. Stell dir einen Timer und iss so langsam, bis die Zeit abgelaufen ist.

🥕 Vergiss dein Gemüse nicht.

Gemüse hat eine gasbindende Eigenschaft. Achte bei deinen Mahlzeiten daher darauf, dass der Gemüseanteil ausreichend hoch ist. Bevorzuge Gegartes oder Tiefkühlgemüse, da es noch bekömmlicher ist als Rohkost. Blähendes Gemüse wie Kohl, Zwiebeln und Knoblauch solltest du bei Beschwerden reduzieren.

🫚 Setze ausgleichende Gewürze und Kräuter ein.

Anis, Asafoetida, Fenchel, Ingwer oder Kümmel können deinen Darm unterstützen und Blähungen reduzieren. Wie wäre es also mit einem Gemüsecurry mit frischem Ingwer oder einem Fenchel-Kümmel-Anis-Tee?

🥤 Trinke das Richtige.

Bevorzuge Mineralwasser ohne Kohlensäure. Auch Kräuter- und Früchtetees sind geeignet. Magst du gerne Saft? Dann verdünne ihn mit Wasser im Verhältnis 1:5.

💪🏻 Bewege dich regelmäßig.

Wenn du dich bewegst, unterstützt du so nicht nur deine Darmbewegung, sondern baust auch Stress ab – eine Win-Win-Situation also. Steig z.B. eine Bahnstation eher aus und laufe den Rest der Strecke oder nimm statt dem Auto lieber das Rad.

Wenn Pupsen zur Belastung wird
Zwei Geschlechtsicon mit Punkten in der Mitte.
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Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Auch wenn wir oft eher vermittelt bekommen, Brustkrebs sei eine reine ›Frauenerkrankung‹, ist das nicht ganz richtig. Männliche Betroffene werden oft später mit Brustkrebs diagnostiziert, was negative Folgen mit sich bringen kann. Es stimmt zwar, dass die allermeisten Brustkrebserkrankungen in der weiblichen Brust auftreten, doch jährlich werden auch ungefähr 700 Diagnosen (in Deutschland) an männlichen Brüsten gestellt.

In der Regel erkranken die Betroffenen erst im höheren Alter. Das Durchschnittsalter liegt dabei bei 72 Jahren. Zwar hat die männliche Brust keine Stillfunktion und besitzt kaum Fettgewebe im Vergleich zur weiblichen Brust, jedoch besitzt sie auch Drüsengewebe. Und genau dort kann auch Brustkrebs auftreten. Daher sollten auch hier Veränderungen beobachtet werden und im Zweifelsfall eine Fachperson aufgesucht werden.

Wie kommt es zu männlichem Brustkrebs? Die männliche Brust ist zwar nicht zum Stillen ausgelegt, jedoch sind die Milchgänge auch hier vorhanden. Das allein reicht, um Krebs zu entwickeln. Doch da die Milchgänge geringer ausgeprägt sind und weniger Östrogen vorhanden ist, tritt der Brustkrebs deutlich seltener auf als in der weiblichen Brust.

Symptome

  • nicht heilende Knoten und Entzündungen in der Brust und Brustwarze
  • geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Veränderungen der Brustwarze wie Einziehungen oder Flüssigkeitsabsonderungen
  • Einseitige Schwellung der Brust

Nicht jede tastbare Unebenheit bedeutet Krebs! Wie bei der weiblichen Brust können auch in der männlichen Brust gutartige Veränderungen wie Zysten wachsen, daher muss nicht jede tastbare Unebenheit gleich Krebs bedeuten.

An wen kann ich mich bei Verdacht wenden? Bei einem ersten Verdacht wenden sich männliche Betroffene an den Hausarzt oder die Hausärztin, welche*r dann ggf. an ein spezialisiertes Zentrum überweist. Dort werden dann weitere Untersuchungen durchgeführt.

Behandlungsansätze

Je nach Größe des Tumors wird entweder brusterhaltend operiert, oder die Brust ganz entfernt. Da die männliche Brust deutlich weniger Brustgewebe als die weibliche aufweist, wird häufig zu einer Entfernung der gesamten Brust samt Lymphknoten geraten. Je nach Rezidivrisiko können auch weitere Behandlungsmethoden angewendet werden: z. B. Chemotherapie, Bestrahlung oder antihormonelle Therapie.

Weiterführende Hilfe

Das Netzwerk Männer mit Brustkrebs  unterstützt männliche Brustkrebsbetroffene und berät zu Themen wie Kliniksuche, Behandlungswege, Rehabilitation und Versicherungsfragen. https://www.brustkrebs-beim-mann.de

Brustkrebs muss nicht weiblich sein.
Glatzköpfige Frau
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Wir wollen dir heute ein paar einfache Tricks verraten, mit denen du deine Post-Chemo-Frise gekonnt und einfach stylst!
1

Der Flickenteppich: Direkt nach der Chemo wachsen die Haare häufig nicht gleichmäßig nach. Oft bleiben haarlose Lücken auf der Kopfhaut, die das gesamte ›Haarbild‹ dünn aussehen lassen. Hier existiert eine Geheimwaffe namens Ansatzspray. Einfach mit etwas Abstand auf den Kopf sprühen, gegebenenfalls mit einem Beautypinsel verteilen – und schon ist der lückenhafte Haaransatz bis zur nächsten Haarwäsche verdeckt. Die Sprays sind für alle natürlichen Haarfarben in Drogerien erhältlich und mit einem Preisrahmen um die fünf Euro auch noch erschwinglich. 😊 Eine andere bewährte Methode ist das Auftragen von Lidschatten, wobei es da etwas schwieriger werden kann, den passenden Farbton zu finden. Natürlich können auch Mützen, Schals oder Turbane Abhilfe schaffen, solltest du dich mit den kurzen ›Babyhaaren‹ noch unwohl fühlen.

2

Die Übergangslängen: Die Phase von Kurz- zu Langhaarfrisur ist oft optisch alles andere als schön und eine Herausforderung, wenn es um das Styling geht. In dieser Zeit kann ein gutes Haargel oder Styling-Wachs Wunder bewirken. Widerspenstige Strähnen lassen sich damit gut in Form bringen, und notfalls kann man die Haare auch einfach komplett nach hinten gelen. Bewährte Hilfen sind außerdem Haarspangen und -klammern sowie kleine Haargummis, mit denen sich Zöpfe machen lassen. Auf YouTube oder Instagram gibt es etliche Anleitungen, wie sich eine schöne Frisur zaubern lässt. Ein gutes Stichwort zum Stöbern ist dabei der Hashtag #shorthairstyling. 💇♀️ Ein Friseurbesuch inklusive Beratung ist in dieser Phase ebenfalls sehr lohnenswert, um die Haare in eine gute Form zu schneiden.

3

Die Chemolocken: Nicht selten verändert sich nach der Chemotherapie die Haarstruktur, was zu sogenannten Chemolocken führt, die eine spezielle Pflege benötigen. Inzwischen bieten viele Drogerien eine Vielzahl an Produkten an, die speziell für Locken entwickelt wurden: Shampoo und Conditioner, aber auch Mousse oder Pflegeschaum. Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Bei YouTube und Instagram existieren zusätzlich viele Beiträge (auch von Krebspatient:innen), die sich genau diesem Thema widmen und dir das Stylen deiner Locken erleichtern können.

Haartipps nach der Chemotherapie
Eine Person mit einem Schnäuzer
Info
Zahlen & Fakten
Hodenkrebs
Prostatakrebs
Darmkrebs
No Shave November – Lass dir einen Bart wachsen! Es ist November oder @Movember. Der Monat, in dem es um die Gesundheit von Männern geht.🎗

Mit dem Spruch: »Lass dir einen Schnurrbart wachsen« werden die Männer zum Mitmachen aufgerufen und aufgerufen, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen. Außerdem werden für Gesundheitsprojekt in den Bereichen psychische Gesundheit, Selbstmordprävention, Prostatakrebs und Hodenkrebs gesammelt. 🎗🧔

Der »Movember« wurde 2003 von einer Gruppe junger Männer in Australien eingeführt. Seitdem gibt es jährliche »Movember«-Veranstaltungen, deren Ziel es ist – neben Spenden – Aufmerksamkeit auf die Gesundheit von Männern zu lenken.

Wusstest du, dass im Vergleich Männer durchschnittlich 5 Jahre früher sterben als Frauen? Die Gründe sind teilweise vermeidbar, weshalb es umso wichtiger ist, zu wissen, was man für seine Gesundheit tun kann.

  1. Verbringe mehr Zeit mit Menschen, die dafür sorgen, dass du dich gut fühlst.
  2. Rede mehr.
  3. Kenne den Krankheitsverlauf deiner Familie.
  4. Kenne deine Hoden. Einfach.
  5. Bewege dich mehr.

Auf der Website de.movember.com von kann man sich für die Aktion registrieren, um dann den 1. November glattrasiert zu beginnen. 💪

Movember – Männergesundheit
Ein Kalendar und zwei Periodenprodukte.
Tipp
Kinderwunsch
No items found.
Hast du dich schonmal gefragt, wieso die Menstruation überhaupt eine so große Rolle für junge Krebspatientinnen spielt? Und ob es Tipps gibt, damit die Periode wiederkommt? Die Antworten zu diesen Fragen findest du im folgenden Beitrag!

🤔 Warum ist das Thema überhaupt so relevant?

Die Periode beziehungsweise die Fruchtbarkeit ist für junge Frauen mit Krebs deshalb so wichtig, weil sowohl die Erkrankung selbst als auch die Therapie zu einer Unfruchtbarkeit führen können. Insbesondere die Chemotherapie wirkt im ganzen Körper, wobei nicht zwischen Krebszellen und normalen Zellen unterschieden wird. Alle sich schnell teilenden Zellen werden angegriffen – und dazu gehören auch die der Geschlechtsorgane, da sich in jedem Zyklus Gebärmutterschleimhaut auf- und abbaut sowie Eizellen heranreifen und von den Eierstöcken zur Gebärmutter wandern. (1) Auch eine Bestrahlung des Bauch- oder Beckenbereichs oder von bestimmten Hirnregionen kann zu einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit führen. (2) Um dies zu verhindern, ist bei vielen Therapien die regelmäßige Verabreichung von Spritzen (beispielsweise Enantone, Trenantone oder Zoladex) in den Bauch vorgesehen. Sie bewirken, dass es zu keiner Ausschüttung von Hormonen kommt, welche normalerweise die Produktion weiblicher Geschlechtshormone regeln würden. (3) Die betroffenen Geschlechtsorgane werden somit in eine Art Winterschlaf versetzt, um eine Schädigung durch die Chemotherapie zu verhindern.

🩸Was kann helfen, damit der Zyklus wiederkommt?

Prinzipiell gilt leider, dass es keine Garantie für die Rückkehr der Periode gibt. Es muss ebenfalls beachtet werden, dass sich das Risiko einer Unfruchtbarkeit mit zunehmendem Alter erhöht. (4) Und trotzdem gibt es Wege, um den eigenen Zyklus wieder anzukurbeln.

Hier folgen drei Empfehlungen meiner Gynäkologin, die ich befolgt habe und welche (womöglich) mit dazu beigetragen haben, dass meine Periode anderthalb Jahre nach der Therapie wiedergekehrt ist (*Alle Angaben sind ohne Gewähr):

1. 🪴 Einnahme von Agnus Castus

Agnus Castus, auch bekannt als Keuschlamm oder Mönchspfeffer, soll unter anderem bei Hormonstörungen oder Zyklusbeschwerden helfen sowie die Fertilität von Frauen verbessern. Die Wirkung dieses pflanzlichen Mittels wurde auch bereits in Studien nachgewiesen, allerdings erst nach einer mehrmonatigen täglichen Einnahme. (5) Das Medikament ist nicht verschreibungspflichtig und kann rezeptfrei in Apotheken erworben werden. Sprich deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt am besten beim nächsten Termin darauf an, solltest du mit der Einnahme beginnen wollen oder diesbezüglich noch weitere Fragen haben.

Aber Achtung!

Wie bei jedem anderen Medikament auch, gibt es auch bei Agnus Castus Patient:innen, die mit Nebenwirkungen auf das Medikament reagieren. Sei also zu Beginn jeder neuen Medikamenteneinnahme achtsam und höre auf deinen Körper.

2. 📈 Gewichtszunahme

Laut meiner Gynäkologin kennt der (junge) Körper nur zwei Modi: Überleben oder Fortpflanzen. Und für zweiteres wird Östrogen benötigt. Dieses Hormon kann jedoch nur gebildet und ausgeschüttet werden, wenn der Körper über genügend Fettreserven verfügt. Denn auch Fettzellen produzieren Östrogene. Viele Krebsbetroffene haben während ihrer Therapie erheblich an Gewicht verloren, was dazu führt, dass der Körper primär mit dem Überleben beschäftigt ist. Das steht wiederum der Produktion von Östrogen und damit der Rückkehr der Periode im Wege. Je nachdem, wie groß die Differenz zwischen dem ursprünglichen und dem aktuellen Gewicht ist, kann auch schon eine Zunahme von nur ein bis zwei Kilo ausreichen, um die Östrogenproduktion anzukurbeln. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass es sich um eine gesunde Gewichtszunahme handelt, die durch eine ausgewogene Ernährung entsteht.

3. 🫖 Abwarten und Tee trinken

Ich gebe zu, dass mir diese Empfehlung nicht gerade gefallen hat. Schließlich wurde meine Geduld schon während der Therapie viel zu häufig auf die Probe gestellt. Doch wir sollten nicht vergessen, dass unser Körper monate- oder gar jahrelang einer maximalen Belastung standgehalten hat und sich von den Strapazen der Therapie erholen muss. Da ist es normal, wenn der Zyklus nicht sofort wiederkommt. Gib dir und deinem Körper Zeit und nimm bewusst den Druck raus. Denn zu viel Stress führt häufig dazu, dass das gewünschte Ziel erst recht nicht eintritt. Eine entspannte Grundeinstellung und Akzeptanz des Ist-Zustands hingegen wirkt sich positiv auf deine psychische Gesundheit aus. Das führt wiederum zu einem erhöhten allgemeinen Wohlbefinden – und im besten Fall dann auch zur Rückkehr deiner Periode. ♥️

Periode gesucht: So holst du deinen Zyklus zurück
Männlich gelesene Person die im Büro steht
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Alltag
Alle Krebsarten
Das Hamburger Modell oder im Fachjargon die »rehabilitativ-therapeutische Maßnahme« ist im Sozialgesetzbuch festgeschrieben (§ 74 SGB V, § 28 SGB IX) und gibt Menschen, die durch ihre Erkrankung länger arbeitsunfähig sind, die Möglichkeit, stufenweise in den Arbeitsalltag zurückzukehren. Dies kann in der Regel zwischen ein paar Wochen bis zu einem ganzen Jahr dauern.

Um das machen zu können, musst du erstmal deine Belastbarkeit von einem Arzt oder einer Ärztin überprüfen lassen. Das geschieht in Zusammenarbeit mit deinem/er Arbeitgeber:in.

Während der Wiedereingliederungsphase bist du krankgeschrieben. Aus diesem Grund übernimmt im besten Fall deine Krankenkasse, Renten- oder Unfallversicherung dein Einkommen bis du genesen bist. Jedoch hast du darauf nur einen Anspruch darauf, wenn du auch etwas eingezahlt hast. (für Freiberufler freiwillig)

Dabei ist es hilfreich zu wissen, dass der Arbeitgeber und die Krankenkasse den Antrag auf eine Wiedereingliederung unbegründet ablehnen dürfen. Der Arbeitgeber ist aber trotzdem für die Wiedereingliederung verantwortlich. In dem Fall kann man dann andere Modelle statt des Hamburger Modells vorschlagen und nutzen. Im Zweifel sollte man sich rechtlichen Beistand holen.

Falls du dich noch nicht arbeitsfähig fühlst, solltest du besonders achtsam sein, dass du nicht voreilig langfristig arbeitsunfähig geschrieben wirst und unfreiwillig in der Erwerbsminderungsrente landest. Denn insbesondere, wenn man immer nur in Teilzeit gearbeitet hat oder noch jung ist, hat man bisher wahrscheinlich wenig in die Rentenkasse eingezahlt und bekommt deswegen nur eine geminderte Erwerbsminderungsrente. Die kann im schlimmsten Fall zu einem echten Armutsrisiko werden.

Zurück in den Alltag
Eine Illustration von dem Oberkörper einer Person. Die Bauchspeicheldrüse ist dargestellt.
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Alltag
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Die Bauchspeicheldrüse – auch Pankreas genannt – ist ein kleines Organ mit großer Wirkung. Sie ist dafür zuständig, Bauchspeichel abzugeben, der Verdauungsenzyme für Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate sowie Bicarbonat enthält. Arbeitet dieser Teil der Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig, spricht man von einer exokrinen Pankreasinsuffizienz. Gründe dafür können zum Beispiel Tumore oder Operationen sein.

Hat dir dein Arzt Pankreasenzyme verschrieben, um deine Fettverdauung zu unterstützen? Dann ist es wichtig, dass du deine Enzyme auch richtig einnimmst.

✅ Nimm die Enzyme während deiner Mahlzeit verteilt mit etwas Flüssigkeit nach dem Sandwichprinzip ein. Das heißt zum Beispiel: Nach dem zweiten Bissen nimmst du die erste Kapsel mit etwas Flüssigkeit ein, in der Mitte der Mahlzeit die zweite und am Ende der Mahlzeit die letzte Kapsel.

So nicht!

Nimm nicht alle Kapseln schon vor oder erst nach deiner Mahlzeit ein.

🧈 Die Menge der Pankreasenzyme, die du brauchst, richtet sich nach der Menge des Fettgehalts deiner Mahlzeit. Pro 1 g Fett brauchst du 2.000 Lipase Einheiten.

❗️ Denke daran, dass du zu jeder Haupt- und Zwischenmahlzeit und auch zu Getränken, die Fett enthalten, deine Kapseln einnehmen musst.

💊 Wurde bei dir der Magen teilweise oder ganz entfernt? Dann musst du die Kapseln öffnen und nur die Pellets unzerkaut einnehmen. Auch hier wechselst du die Pellets und das Essen nach dem Sandwichprinzip ab. Lege sie auf einen kleinen Löffel, lege den Löffel möglichst weit hinten in deinen Rachen und schlucke sie mit etwas Wasser runter. Spüle nach deiner Mahlzeit deinen Mund aus, damit keine Pellets zurückbleiben.

So nicht!

Kaue die Pellets auf keinen Fall, da sich dadurch deine Mundschleimhaut entzünden kann. Streue sie auch nicht über dein Essen, da sie wirkungslos werden.

Wenn die Bauchspeicheldrüse Hilfe braucht – Dos & Don’ts bei der Enzymeinnahme
Eine Hand die Stopp signalisiert auf dunkel-lila Hintergrund.
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Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Eine Krebserkrankung wirft deine Gefühlswelt ganz schön durcheinander. Verständlicherweise. Es kann passieren, dass dir bestimmte Unterhaltungen oder Menschen, die dir früher Energie geschenkt haben, auf einmal nicht mehr guttun.

Bestimmte Gesprächsthemen belasten dich, die Gefühle scheinen dich zu überrollen oder die einfachste Unterhaltung erscheint dir anstrengend und kräftezehrend. Zuerst sollte gesagt sein, dass das ganz normal ist. Eine Erkrankung, die Behandlung, die Nebenwirkungen – all das – kostet ziemlich viel Kraft und entzieht körperliche und mentale Energie. Deine eigenen Bedürfnisse rücken in den Vordergrund und der Körper und Geist versuchen auf Hochdruck deine inneren Ressourcen zu schützen. Oft bleibt dann einfach nicht genug für andere übrig.

Und nein, ein schlechtes Gewissen brauchst du deshalb nicht zu haben. Deine mentale Aufstellung und dein Zustand sind wichtig für deine Gesundheit.

Doch was kannst du jetzt tun, um dich zu schützen?

Das Zauberwort heißt: Abgrenzung 🚧. Grenze dich ganz klar ab und kommuniziere deine Bedürfnisse. Abgrenzung kann ganz unterschiedlich aussehen:

💫 Begegne Mitmenschen mit Mitgefühl anstatt Mitleid.
💫 Spreche deine Überforderung an und wechsle das Thema.
💫 Meide einen Menschen oder eine Situation (temporär) oder lasse sie ganz ziehen.
💫 Nimm dir bewusst Zeit für dich.
💫 Tue mehr von den Dingen, die dir guttun.
💫 Sage »Nein«.

Ganz wichtig:

Wie der andere auf deine Abgrenzung reagiert, liegt nicht in deiner Macht. Vielleicht hast du Angst, dass du deren Gefühle verletzt, aber denke immer daran: Du bist nicht verantwortlich für die Gefühle anderer!

Es geht natürlich auch andersherum: Viele Krebserkrankte kennen das Phänomen, dass einige Freunde und Bekannte sich nach der Diagnose abwenden oder den Kontakt meiden. Versuche, dies nicht persönlich zu nehmen. Einige Menschen grenzen sich ab, weil sie sich nicht mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzen möchten und/oder können. Dies hat wenig mit dir zu tun, sondern mehr mit ihnen. Das ist ein schwacher Trost, aber deren Verhalten liegt außerhalb deiner Kontrolle. Konzentriere dich auf die Dinge, die DU kontrollieren kannst.

Schütze deine Gefühle. Ziehe Grenzen.
Zwei Handpaare halten sich gegenseitig liebevoll.
Tipp
Angehörige
Alle Krebsarten
Kopf hoch, du schaffst das! Du bist so stark! Bleib positiv! Schau mal, wie viel du schon hinter dich gebracht hast! Ja, das sind alles lieb gemeinte Durchhalteparolen, die aber leider – und das werden viele vom Krebs Betroffene so unterschreiben – kaum bis gar nicht helfen. Zeit, mal darüber zu reden!

Erkrankt ein Mensch, der einem dazu auch noch am Herzen liegt, an Krebs, dann wird es sehr schwer. Für alle, die damit zu tun haben, ob un- oder mittelbar. Denn einen Umgang mit der Krankheit zu finden, ist für keinen einfach. Natürlich aus unterschiedlichen Gründen. Wir wollen uns heute aber mal den Angehörigen widmen und vielleicht ein paar Möglichkeiten finden, wie jeder einen Weg finden kann, mit der Krankheitssituation umzugehen. Im besten Fall irgendwann sogar ganz gut gemeinsam.

Keine Worte? Kein Problem!

Fangen wir von vorn an. Wenn die Diagnose aufgenommen und den Lieben mitgeteilt wird. Auch für Angehörige ist die Diagnose ein niederschmetternder Schlag in die Magengrube, auch wenn sie nicht deshalb akut um ihr Leben fürchten müssen. Aber in diesem Moment passiert auf der emotionalen Ebene auch ganz viel: Überraschung, Überforderung, Sorge, Angst. Alles in verschiedenen Abstufungen – gemessen an der Zeit, die es braucht, um alles zu realisieren. Bei allen Gefühlen in diesem Moment fehlt es an einem: Worten. Während der Kopf gleichzeitig wie verrückt und die Frage rattert, was denn jetzt die darauf beste Reaktion ist, die bestenfalls gleichzeitig tröstet. Um das alles mal abzukürzen: Die gibt es nicht. Alles, was in diesem Moment gefühlt wird, darf sein. Und es ist okay, das auch genau so zu sagen. Ein »Puh, das haut mich gerade total um, ich weiß nicht was ich sagen soll« ist total in Ordnung. Für den an Krebs erkrankten Menschen geht es zu diesem Moment meist nur um die Information. Ehrlichkeit schafft Empathie. Langes Nachdenken führt im Zweifel nur zu den oben genannten Phrasen – die am Ende vielleicht sogar ärgern. Vielleicht hilft hier auch gerade eine wortlose Umarmung oder ein leichter Händedruck mehr. Da aber nicht jeder in dieser Situation körperliche Nähe ertragen kann, lohnt es sich vorher zu fragen. Und ein »Magst du eine lange Umarmung?« löst die Sprachlosigkeit.

Was braucht es nun?

Neben dem Kampf gegen den Krebs bleibt nicht sehr viel Raum für alles andere. Und doch läuft das Leben ja irgendwie weiter. Praktische Hilfen sind ein Gamechanger und wirklich gut zu leisten. Einkaufen gehen, Kochen, im Haushalt helfen, um Kinder kümmern, Haustiere versorgen, Fahrdienste und Begleitungen zu Terminen, all das ist eine riesige Hilfe. Denn nach einer OP ist die Bewegung stark eingeschränkt und in einer Chemo- oder Strahlentherapie wird vieles sehr schnell zur riesigen Kraftanstrengung. Tipp: Vor der Behandlung zusammensetzen und planen. Denn dann gehen einige Sachen im Laufe der Therapie einfacher von der Hand, wenn vorher festgelegt ist, wo Unterstützung nötig ist. Und nebenbei ist dabei auch noch Raum für Trost. Wichtig ist aber, die Hilfe aktiv anzubieten, am besten mit konkreten Angeboten. Ein »Ich bin da, wenn du etwas brauchst. Melde dich jederzeit.« ist etwas, was die erkrankte Person wieder in einen Handlungszwang setzt. Und ganz ehrlich? Sie hat gerade schon genug zu tun. Oft wird dieses Angebot aus reiner Hilflosigkeit gemacht. Dabei muss das gar nicht sein, denn Hilfe kann so unkompliziert sein. Zum Beispiel die Frage, ob genug Kraft für einen Spaziergang da ist.

Eine volle Einkaufstüte mit Gemüse, Obst, Brot und Milch.

Vier Ohren hören mehr

Apropos Fahrdienste und Begleitungen zu Terminen. Diese Hilfestellung ist nicht zu unterschätzen. Denn Arzttermine sind oft überfordernd. Schon für gesunde Menschen. Da werfen Ärzte mit Wörtern um sich, für die dann oft kaum Zeit bleibt, um sie zu erklären. Manche Patienten haben vielleicht auch Hemmungen, dann genau nachzufragen. Denn – let’s face it – das ist alles ganz schön überfordernd. Da hilft es sehr, eine Person mitzunehmen, die zuhört, auch mal nachfragt und später hilft, alles irgendwie einzuordnen. Vielleicht gibt es im Vorfeld sogar die Möglichkeit, mit der Begleitperson den Termin vorzubereiten. Sich schon mal ein paar Fragen zu notieren, damit niemand am Ende aus diesen Terminen mit dem Gefühl herausgeht, dass man irgendwas vergessen hat.

Übrigens, das gilt nicht nur für Arzttermine, sondern auch für Termine bei einer Sozialberatung. Denn im Dschungel von Anträgen und Möglichkeiten verliert es sich als belastete Person nochmal viel leichter.

Trost vs. Hilfe

Auf der Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten wird oft von »Hilfe« gesprochen. Nicht zu unterschätzen ist allerdings im täglichen Leben eine gute Portion Trost, denn er kann in Momenten ein gutes Gefühl oder eine kleine Ablenkung bieten. Denn Krankheiten können einsam machen. An Krebs zu erkranken ist, wie auf einer einsamen Insel zu sitzen, an der ab und an mal ein Schiff anlegt. Man muss viel aushalten – körperlich und seelisch. Deshalb ist Trost so wichtig. Jede Nachricht, jeder Gedanke – mag es noch so klein oder kurz sein – tun gut. Das nimmt keine Ängste oder lindert Schmerzen, aber es schafft eine kurze Ablenkung oder auch die Anerkennung des eigenen Leidens und der gerade eben mehr als miesen Situation. Trost ist gar nicht so schwer. Es ist ein »Hey, wie ist dein Tag heute?«, ein »Ich denke an dich« oder ein »Schau mal, ich habe etwas Lustiges/Schönes gefunden«. Auch das Teilen von schönen Erinnerungen lassen Momente ein Augenzwinkern lang leichter machen. Und das Beste? Es geht ganz schnell und kostet gar nichts. Trost bedarf wirklich nicht immer der großen Worte, er funktioniert im Kleinen, im Normalen und zwar mit jeder Geste, die man jemandem entgegenbringt, den man mag. Und genau das bewirkt unendlich viel.

Eine Krebserkrankung ist und bleibt für jeden belastend, egal ob Betroffene oder Angehörige. Gerade Angehörige sollten hier ganz genau auf die eigenen Ressourcen und Gefühle achten. Und dann auch ehrlich und vor allem zeitnah kommunizieren. Denn Hilfe wird immer gebraucht und oft fällt es Betroffenen schwer, darum zu bitten.

Das macht eine Sache sehr wichtig: Wer Hilfe zusagt, sollte sie auch leisten können. Denn ohne Unterstützung – egal welcher Art – ist eine Krebstherapie kaum zu schaffen.
Da sein, wenn’s schwer wird: Wie Freunde und Familie wirklich unterstützen können
Schaubild Anatomie der Brust
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Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Groß, klein, rund, hängend, natürlich oder operiert: All boobs are beautiful! 🔥 Wenn wir in die Pubertät kommen, fangen unsere Brüste an, zu wachsen und das Drüsen- und Fettgewebe bildet sich aus. Außerdem finden sich in der Brust noch Nerven-, Blut- und Lymphgefäße, die Teil des Immunsystems sind.
💡Wusstet ihr, dass der Mensch das einzige Säugetier ist, bei dem die Brust unabhängig vom Stillen immer hervorsteht und zu sehen ist? Man weiß noch nicht genau, wieso das so ist, aber man könnte sagen, dass das schon ein besonderer Aspekt der weiblichen Brust ist!
🍼 Brüste dienen als Nahrungsquelle für Babys, sind aber für viele auch eine erogene Zone. Zusätzlich scheint sie auch ein besonderes Schönheitsmerkmal zu sein. Zumindest wird die am meisten praktizierte Schönheits-Operationen weltweit an der weiblichen Brust durchgeführt (Brustvergrößerung).
⚠️ Leider ist die weibliche Brust auch mit am häufigsten von Krebs betroffen, denn jede achte weibliche Person erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.
Anatomie der Brust
Weiblich gelesene Person bei der Pinke Funken mit verschiedenen Gedanken aus dem Kopf kommen
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Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
»Du musst das positiv sehen!«, »Sei dankbar!«, »#staypositive« – oft begegnet uns bei Schicksalsschlägen in Gesprächen oder auf sozialen Medien eine Welle von Positivität.

Meistens meinen es die Menschen nur gut mit uns, doch auch wenn Dankbarkeits- und Achtsamkeitsübungen tatsächlich erwiesene Methoden sind, sich im Alltag glücklicher zu fühlen, darf eine Situation, ein Tag oder eine Phase auch einfach mal 💩 sein!

Doch wenn der Drang nach Positivität sich irgendwann über deine wirklichen Gefühle legt und ihnen keine Luft zum Atmen mehr gibt, kann sie auch schnell ins Negative umschlagen. Man spricht in dem Fall von toxischer Positivität. Dieses Gefühl suggeriert, dass Gefühle wie Angst, Hoffnungslosigkeit oder Trauer keine Daseinsberechtigung haben und zwanghaft ins Positive gewandelt werden müssen. Dabei ist es umso wichtiger, dass du dich aktiv mit deinen Gefühlen auseinandersetzt, sie annimmst und ihnen einen Raum gibst. Und nur, indem du sie zulässt, kannst du lernen mit ihnen umzugehen.

Daher ja – führe dein Dankbarkeitstagebuch. Aber wenn dir mal danach ist, vor Wut in dein Kissen zu boxen oder dich bei einer Freundin auszuweinen, ist auch das völlig in Ordnung. Denn auch diese Gefühle gehören zu dir und dürfen da sein. 🙏

Toxische Positivität kurz erklärt: Positiv denken kann dich mental auf deinem Weg unterstützen, dich stärken und dein Wohlbefinden steigern. Das heißt aber nicht, dass du alles ­positiv sehen musst.
Toxic Positivity – It’s okay to not think pink all the time. 💕
Pinker Briefumschlag
Tipp
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Stell dir deinen Krebs vor, als wäre er eine Person (oder auch gerne eine Fantasiegestalt) und du schreibst ihm:ihr:es einen Brief.

Was würdest du diesem Wesen gerne einmal alles sagen? Was liegt dir auf dem ­Herzen, was hast du dich vielleicht nie getraut laut auszusprechen, welche ­Ängste, Bedürfnisse oder auch Geheimnisse möchtest du dir von der Seele schreiben?

Nutze die Chance und schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt. Welche Gefühle kommen bei dir hoch? Benenne sie, lasse sie kurz ­verweilen – was möchten diese Gefühle dem Krebswesen vielleicht mitteilen? Lass sie durch deine Feder sprechen. Lies den Brief am Ende gerne nochmal in Ruhe durch.

Wie fühlst du dich jetzt und was für eine Art Brief hast du gesch­rieben? Eine Hassrede, einen Dankesbrief, einen Abschiedsbrief oder ein Klärungsgespräch? Alles ist erlaubt. Du hast jetzt die Wahl, was du mit deinem Brief machst. Vielleicht möchtest du ihn zerreißen, verbrennen, vergraben, aufheben oder verschicken. Gehe dem nach, was sich für dich gut anfühlt.

Hallo Krebs! Wir müssen reden.
Atemübung
Motivation
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Ein hilfreicher Tipp, wenn du dich ängstlich oder überfordert fühlst. Kennst du das? Deine Gedanken kreisen und verursachen regelrecht, dass dir schwindelig wird, deine Kehle schnürt sich vor Angst zu oder du weißt nicht mehr, wo unten und oben ist?

Die Box-Atemtechnik hilft dir in solchen stressigen Momenten, deinen ­Körper bewusst wieder zu spüren, dein Stresslevel herunterzuregeln und in die ­Entspannung zu kommen. Diese Atemübung kannst du fast überall durchführen. Wenn du kannst und magst, schließe dabei deine Augen:

1

Atme für 4 Sekunden tief und gleichmäßig durch deine Nase ein. Spüre, wie sich deine Bauchdecke langsam hebt. Wenn du magst, kannst du deine Hände auch behutsam auf deinen Bauch legen und die Einatmung unter deinen Handflächen spüren.

2

Halte nun die Luft für 4 Sekunden an.

3

Dann atme durch den Mund für 4 Sekunden aus. Spüre, wie die Luft aus dir herausströmt. Wenn du magst, kannst du die angehaltene Luft mit einem Seufzer oder einem Laut deiner Wahl entweichen lassen.

4

Ist deine Lunge komplett leer, halte die Luft nun für weitere 4 Sekunden an, bevor du erneut einatmest.

Wiederhole diese Box-Atmung so lange, bis du merklich eine Entspannung in deinem Körper spürst. Mindestens für fünf Minuten.

Atme dich frei – mit der 4-4-4-4-Boxatmung
Ein Mann mit Smartphone in der Hand blickt skeptisch.
Info
Ernährung
Alle Krebsarten
Wer mit einer Krebserkrankung lebt, möchte oft vor allem eines: dem eigenen Körper etwas Gutes tun. Dabei landet man schnell bei Social Media – mit unzähligen Ernährungstipps, Regeln und vermeintlichen Lösungen.

❓ Was hilft wirklich? Was ist gut gemeint? Und was ist nur ein Ernährungstrend?

🤯 Viele Betroffene erleben genau das als zusätzliche Belastung. Denn zwischen laut formulierten Heilversprechen und strengen Ernährungsvorgaben geht oft das verloren, was eigentlich helfen soll: Orientierung und Sicherheit.

Dieser Post soll dir deshalb zeigen, wo du dich seriös, fundiert und ohne Angst vor Falschinformationen über Ernährung bei Krebs informieren kannst. Diese Quellen arbeiten unabhängig, wissenschaftlich fundiert, und patient:innenorientiert:

✅ Der Krebsinformationsdienst (KID) bietet verständliche, evidenzbasierte Informationen und persönliche Beratung – auch telefonisch oder per E-Mail.

✅ Die Deutsche Krebshilfe stellt viele gut aufbereitete Broschüren zu Ernährung, Bewegung und Nebenwirkungen zur Verfügung (»blaue Ratgeber«).

Was essen bei Krebs ist ein Projekt der Deutschen Krebsgesellschaft (PRiO) und richtet sich speziell an Betroffene – wissenschaftlich fundiert, mit vielen praktischen Tipps und Rezepten.

✅ Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ordnet aktuelle Forschung zu Krebs, Ernährung und Lebensstil sachlich ein.

✅ Der World Cancer Research Fund (WCRF) wertet internationale Studien systematisch aus und gibt evidenzbasierte Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung und Krebs. Die Ergebnisse werden verständlich auf Englisch aufbereitet.

Ernährung und Krebs – seriöse Infos statt Social-Media-Heilversprechen
Eine Frau sitzt geschwächt auf einem Sessel.
Info
Nebenwirkungen
Alle Krebsarten
Nebenwirkungen gibt es zahlreiche während und nach einer Chemotherapie, ­Bestrahlung, Operationen und in der Nachsorge. Hier möchten wir lediglich ein paar Bereiche anreißen, worauf deine Behandlung Einfluss nehmen kann. Nicht muss.

Wir vermeiden es daher bewusst, hier in die Tiefe zu gehen. Denn es geht darum, Transparenz und nicht Panik zu schaffen:

💇 Haarverlust
👃 Taubheitsgefühle
🩹 Hautveränderungen
💅 Brüchige Nägel
🌡️ Gestörter Hormonhaushalt
🧠 Konzentrationsschwäche, auch bekannt als »Chemo-Brain«
⚡ Schmerzen
🔋 Erschöpfungszustände (»Fatigue«)
💪 Geschwächte Ausdauer und Kraft
🪁 Verlust oder Funkstille von Freunden und Familienmitgliedern
💔 Unerfüllte Erwartungen an sich selbst: wieder ganz die:der »Alte« zu sein

Sei achtsam, von wem und woher du Informationen beziehst. Ratschläge sind manchmal genau das: »Schläge«, die nicht guttun, verunsichern oder dich ­runterziehen. Es ist voll okay, Informationen nach und nach einzuholen und du hast auch immer ein Recht aufs Nichtwissen. Ziehe bewusst Grenzen und umgib dich mit liebevollen Menschen. Höre auf deinen Körper und melde deinen behandelnden Ärzten sofort, wenn dir etwas ungewöhnlich erscheint.

(Be)LAST(ung) während und nach der Krebsbehandlung
Eine Person sitzt am Fenster und ließt, draußen schneit es.
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Weihnachten mit Krebs. Gefühlt hängt die Krankheit wie ein ungewollter Mistelzweig über einem. Doch anstelle eines liebevollen Kusses bekommt man oft ungewollte Ratschläge, Mitleid oder betretendes Schweigen geschenkt.

Was kann man tun, um diesen »Kuss des Grauens« für ein paar Momente zu entfliegen? Hier ein paar Impulse, um sich abzulenken, Fokus auf positive Dinge zu lenken oder einfach nur bei sich zu sein:

👪  Freunde und Familie treffen (geht auch online!) und zusammen spielen oder ein Film schauen
🛠️  Ein DIY-Bastelprojekt starten
📚🍿  Tauche in eine andere Welt – lese ein Buch oder mach es dir mit einem Film gemütlich
🎨  Male ein Bild
🛁  Wellness für zu Hause mit einem warmen Fußbad
🍪  Backe deine Lieblingskekse
🌳  Entdecke deine Heimat neu – gehe spazieren und erkunde neue Orte
✍️  Schreibe oldschool Weihnachtspost
♻️  Miste mal so richtig aus – Tschüss Altlasten aus dem Kleiderschrank & Co.
✂️ Plane deine Zukunft und gestalte dein Vision-Board
🖼️  Schwelge in Erinnerung – durchforste staubige Fotoalben, höre alte CDs, lass schöne Erinnerungen Revue passieren

Denke immer daran – Weihnachten ist Zeit der Besinnung, Einkehr und Ruhe. Setze, wenn nötig, Grenzen und schaue, dass es DIR gut geht. Kommuniziere offen, was du brauchst und möchtest.

Ablenkung von der Krankheit an Weihnachten
Eine Person macht Yoga in der Natur
Tipp
Bewegung
Alle Krebsarten
Du kennst das sicher: Du willst dich nur kurz auf die Couch setzen – und plötzlich sind zwei Stunden vergangen. Dein Körper fühlt sich schwer an, die Decke ist so gemütlich, und überhaupt, wo sollst du jetzt die Energie für Bewegung hernehmen? Das kennt wohl fast jeder! 😅

Aber ganz wichtig: Sport und Bewegung nach einer Krebserkrankung sollen keine unbarmherzige To-do-Liste sein, sondern dein Schlüssel zu mehr Energie, weniger Schmerzen und einer besseren Lebensqualität. Klingt gut? Ist es auch! Also, schnapp dir eine bequeme Hose und lies weiter.

Warum ist Sport nach Krebs so wichtig?

Wenn du denkst, dass Sport nur etwas für fitte Menschen ist, dann lass mich dir sagen: Das Gegenteil ist der Fall! Gerade nach einer Krebserkrankung kann Bewegung dein Wohlbefinden enorm verbessern:

👉 Mehr Energie: Bewegung hilft, die bleierne Müdigkeit (Fatigue) zu reduzieren. Dein Kreislauf kommt in Schwung, deine Muskeln geben dir Kraft für den Alltag.

👉Nebenwirkungen lindern: Bewegung kann helfen, Beschwerden wie Polyneuropathie, Inkontinenz oder Lymphödeme zu verringern.

👉 Bessere Stimmung: Sport setzt Glückshormone frei. Bewegung kann Ängste lindern und depressive Verstimmungen verbessern.

👉 Rückfallrisiko senken: Studien lassen vermuten, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für ein Rezidiv verringern kann.

Das Beste daran? Du kannst in deinem eigenen Tempo starten. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinem Körper etwas Gutes zu tun.

Wie fängst du an?

Hier ein paar konkrete Schritte, um eine gesunde Bewegungsroutine zu entwickeln:

1. Finde deinen persönlichen Grund für Sport

Warum möchtest du Sport machen? Hier einige mögliche Gründe:

2. Wähle die passende Sportart

Jetzt kommt der spannende Teil: die Wahl der richtigen Bewegung in Bezug zu deinem persönlichen Grund:

3. Erstelle einen Plan

Beantworte dir folgende Fragen:

Plane feste Zeiten ein und belohne dich nach dem Sport – sei es mit einem entspannenden Bad, einem leckeren Snack oder deiner Lieblingsserie. Du hast es dir verdient!

4. Hindernisse erkennen und überwinden

Überstunden, schlechtes Wetter oder der innere Schweinehund – es gibt immer Gründe, Sport aufzuschieben. Überlege dir im Vorfeld Strategien:

5. Pausen gehören dazu

Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von smarter Trainingsplanung. Dein Körper braucht Zeit zur Erholung, um nachhaltig von der Bewegung zu profitieren.

Fazit: Der Weg zu mehr Bewegung nach Krebs

Sport soll keine Qual sein, sondern eine Chance. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, deinen Körper wieder besser kennenzulernen und dich Stück für Stück stärker zu machen. Der Anfang mag herausfordernd sein, aber mit der richtigen Motivation, der​ passenden Bewegung und einem klaren Plan kannst du es schaffen. Und wer weiß – vielleicht wirst du irgendwann merken, dass du dich auf dein nächstes Training freust!

Dein Weg zu mehr Gesundheit
Mit step into motion!


Falls du dir wünschst, eine Routine zu entwickeln, die wirklich zu dir passt – ohne Druck, aber mit echter Unterstützung – dann bist du bei uns genau richtig!‍

Was erwartet dich?

E-Learning-Kurse zu Sport und Bewegung sowie mentaler Gesundheit und Stressmanagement

Community-Zugang – du bist nicht allein, sondern Teil einer starken Gruppe

Live-Calls mit Expert:innen zu Ernährung, Achtsamkeit, Bewegung und weiteren Themen

Individuelle Gesundheitsroutinen, die wirklich in dein Leben passen

Wissenschaftlich evaluiert, in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln und mit Unterstützung der Uniklinik Köln – für einen ganzheitlich gesunden Lebensstil nach Krebs. Starte jetzt mit uns – du bist nicht allein!

Sport und Bewegung nach Krebs: In einfachen Schritten deine Gesundheit stärken
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Die Diagnose Krebs wirbelt das Leben einmal komplett durcheinander. Plötzlich steht nicht mehr der Alltag im Mittelpunkt, sondern Arzttermine, Therapien und das eigene Wohlbefinden. Was viele nicht wissen: Du musst nicht alles alleine stemmen! Besonders, wenn die Kräfte schwinden, kann eine Haushaltshilfe Gold wert sein.

Was ist eine Haushaltshilfe?

Eine Haushaltshilfe unterstützt dich bei den täglichen Aufgaben, wenn du es selbst nicht mehr schaffst – sei es Putzen, Einkaufen oder Kochen. Sie ist keine Luxusleistung, sondern ein Recht, das dir in dieser Situation zusteht.

Wer zahlt das?

Die gute Nachricht: In vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Voraussetzung ist, dass du wegen deiner Erkrankung den Haushalt nicht mehr selbst führen kannst und niemand sonst in deinem Haushalt lebt, der oder sie für dich einspringen könnte.

Achtung: Für jede Haushalthilfe fällt eine Zuzahlung von zehn Prozent der Kosten pro Kalendertag an. Das sind mindestens 5, aber maximal 10 Euro am Tag.

Wie beantragst du eine Haushaltshilfe?

  • Krankenkasse kontaktieren: Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Haushaltshilfe, wenn die Unterstützung medizinisch notwendig ist. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Diese:r stellen dir eine Bescheinigung aus, dass du Unterstützung brauchst. Reich die Bescheinigung am besten zeitnah bei deiner Krankenkasse ein.
  • Kinderbetreuung: Gibt es Kinder unter 12 Jahren im Haushalt, springt die Krankenkasse oft ein – selbst wenn ein Elternteil theoretisch helfen könnte.
  • Zeitrahmen: Die Hilfe wird meist für bis zu vier Wochen pro Krankheitsfall genehmigt, bei besonderem Bedarf auch länger.

Unser Tipp

Hab keine Angst davor, Hilfe anzunehmen! Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstfürsorge. Nutze die gewonnene Zeit und Energie für das, was dir jetzt wirklich guttut – sei es ein gutes Buch, ein Spaziergang oder einfach mal Durchatmen. Du bist nicht alleine auf diesem Weg. Es gibt Unterstützung – du musst sie nur annehmen. Bleib mutig und denk daran: Dir Hilfe zu holen ist stark!

Haushaltshilfe bei Krebs – Wenn der Alltag zu viel wird
Die Verschiedenen Formel schweben auf einem lila Hintergrund.
Info
Zahlen & Fakten
Brustkrebs
Sind alle Tumormerkmale untersucht (siehe unseren Post zu der Klassifikation von Brustkrebs), wird ermittelt in welchem Stadium sich der (die) Tumor(e) befindet (befinden). Das nennt man das »Staging«. Die Grundlage für eine Therapieentscheidung ist daher eine TNM-Klassifikation. Das verraten die Kürzel eurer Tumorformel:

T = die Größe des Tumors in Zentimetern

N = Lymphknotenbefall (Anzahl und Lokalisation)

M = Vorliegen oder Fehlen von Metastasen

R = eventuell zurückgebliebene Tumorreste

L = Einbruch in Lymphgefäße

V= Ausbreitung von Krebszellen in Blutgefäßen

Zu den Klassifikationen können noch weitere Angaben gemacht werden. Das steckt hinter den Abkürzungen:

c aus dem Englischen »clinical« = klinisch, Ergebnisse wurden durch bildgebende Verfahren (z. B. CT oder Ultraschall) ermittelt.

p aus dem Englischen »pathological« = pathologisch, das Gewebe wurde im Labor untersucht und bestimmt

r = Tumor ist erneut aufgetreten (Rezidiv)

Tis/Cis = Krebsvorstufe/ Frühstadium

X = Merkmal konnte nicht beurteilt werden

Y = Tumor wurde bereits behandelt (z. B. vorab mit Chemotherapie)

Daraus ergeben sich unendlich viele Möglichkeiten. Daher gibt es auch Unterschiede im Behandlungsplan.

Was steckt hinter der Tumorformel?
Zwei glückliche Menschen sitzen vorm Weihnachtsbaum und spielen ein Spiel.
Tipp
Alltag
Alle Krebsarten
Die (Vor-)Weihnachtszeit: Sie kann so schön, aber auch bittersüß sein für etliche von uns sein. Wenn man in Therapie ist, sind einige Aktivitäten nicht möglich oder sehr anstrengend. Und wenn man die Therapie abgeschlossen hat, gestaltet man die Weihnachtszeit unter Umständen anders als man es vor der Erkrankung getan hat – einfach weil man möglicherweise etwas Neues ausprobieren möchte, sich die Möglichkeiten geändert haben oder man einfach andere Prioriäten setzt. So oder so – hier kommen einige Tipps für eine besinnliche und schöne (Vor-)Weihnachtszeit:

1. Schreibe Karten 💌

Verfasse für drei Menschen, denen du dankbar bist, eine Weihnachtskarte und lass sie wissen, wieso du dich darüber freust, dass sie Teil deines Lebens sind. Sich dessen bewusst zu werden, warum wir bestimmte Menschen schätzen und gern haben, tut uns selbst auch gut.

2. Gestalte einen kreativen Abend 🎨

Wenn es für dich möglich ist, lade Freund:innen zu dir ein und lasst eurer Kreativität freien Lauf, sei es beim Gestalten von Weihnachtskarten, Bemalen von Keramik oder Basteln von Weihnachtssternen.

3. Mach jemand anderem eine Freude 🥧

Du kennst deine Lieblingsmenschen am Besten und weißt, was ihnen gefallen würde. Oder du suchst dir jemanden aus, den du gar nicht so gut kennst, und tust ihm oder ihr etwas Gutes. Wie wäre es z.B. mit dem oder der Postbotin?

4. Lies ein kurzes Buch bis Weihnachten 📚

Es gibt einige schöne und kurze Bücher, die man passend zum Thema Weihnachten lesen kann. Mittlerweile bringen Verlage auch Geschichten und Bücher als Adventskalender heraus – such doch einmal in einem Bücherladen oder der Bücherei danach.

5. Bewahre schöne Erinnerungen 📖

Oft fotografieren wir viel, betrachten diese Fotos aber selten oder gar nicht mehr. Schau dir doch Fotos von diesem Jahr bewusst durch und überlege dir, an was du dich gerne erinnern möchtest. Gestalte anschließend ein Fotobuch oder schreibe dir Zettel zu diesen Erinnerungen auf, die du in einer schönen Box aufbewahren kannst. Wenn es dir einmal nicht gut geht, kannst du eine schöne Erinnerung herauskramen.

6. Mache einen Social-Media-Detox-Abend ♟️

Wir verbringen alle ganz schön viel Zeit am Smartphone und vergessen darüber oft unsere wahren Verbindungen im richtigen Leben zu pflegen. Wie wäre es statt des Scrollens einen Spieleabend mit einem Lieblingsmensch zu verbringen oder ein Puzzle gemeinsam zu machen?

7. Probiere dich durch verschiedene Wintergetränke ☕️

Glühwein und Kinderpunsch aus dem Supermarkt oder auf dem Weihnachtsmarkt enthalten oft ganz schön viel Zucker und schmecken nicht immer.

Die gute Nachricht ist: Am 11.12. kommt ein Artikel bei uns zu Alternativen heraus – vielleicht ist da was für dich dabei?

8. Spaziere oder fahre durch die beleuchteten Straßen ⭐️

Weihnachtsbeleuchtung ist besonders stimmungsvoll und kann Glücksgefühle und ein Gefühl der Geborgenheit auslösen. Im besten Fall schneit es bei deiner Unternehmung und du hast ein Heißgetränk dabei, um dich zu wärmen.

9. Gönn’ dir einen neuen (Weihnachts-)Pullover 🎄

Was schreit mehr nach Gemütlichkeit als ein warmer, kuscheliger Pullover? Falls du selbst stricken kannst, könnte das ein Winterprojekt werden. Und wenn nicht, kauf dir einen Neuen oder such dir einen richtig kitschigen Weihnachtspullover im Second-Hand Laden oder online heraus.

10. Plane einen Tag nur für dich 🛀

Überlege dir, was dich persönlich in der (Vor-)Weihnachtszeit so richtig glücklich machen würde. Ist es ein Tag in Pyjama? Möchtest du deine Lieblingslieder aufdrehen und durch das Haus oder deine Wohnung tanzen? Oder willst du dich mit einem Weihnachtsfilm, Gesichtsmaske und einem Lieblingsessen verwöhnen? Alles ist möglich – lass es dir gut gehen und genieß die (Vor-)Weihnachtszeit!

Zehn Glücksmomente in der (Vor-)Weihnachtszeit
Eine Frau jongliert verschiedene Lebensmittel und eine Sanduhr.
Tipp
Ernährung
Alle Krebsarten
Die Wechseljahre bringen hormonelle Veränderungen mit sich, die sich auf dein Wohlbefinden auswirken können. Hitzewallungen, Schlafstörungen und Gewichtszunahme sind typische Beschwerden. Auch das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauferkrankungen nimmt zu.

⏳ Die gesamte Zeit der hormonellen Umstellung dauert zehn bis 15 Jahre:

In der Prämenopause (Dauer: etwa vier Jahre) finden erste hormonelle Veränderungen statt, wobei die Regelblutung weiterhin da ist.

In der Perimenopause (Dauer: etwa sechs bis sieben Jahre) stellen die Eierstöcke ihre Arbeit ein, so dass die Periode letztendlich ausbleibt. Man spricht dann von der Menopause.

Die Postmenopause beginnt 12 Monate nach der letzten Periode. Nach der Menopause pendelt sich der Hormonhaushalt neu ein.

🥗 Mit der richtigen Ernährung kannst du typische Beschwerden lindern und deine Gesundheit langfristig stärken.


🔥 Hitzewallungen und Schweißausbrüche reduzieren

💊 Laut S3-Leitlinie stellt eine Hormonersatztherapie die effektivste Behandlung dar. Dein Arzt sollte dich dabei über kurz- und langfristigen Nutzen und Risiken aufklären.

🌾 Auch eine phytoöstrogenreiche Ernährung mit Soja und Leinsamen kann dir helfen.

🌶️ Scharfe Speisen, Koffein und Alkohol erhöhen deine Körpertemperatur, so dass du sie reduzieren solltest.


💤 Besser schlafen

🌰 Tryptophanreiche Lebensmittel (Tryptophan gehört zu den aromatischen Aminosäuren) wie Nüsse, Eier und Milchprodukte können deine Melatoninproduktion unterstützen. Melatonin reguliert deinen Schlaf-Wach-Zyklus.

☕ Vermeide Koffein und schwere Mahlzeiten am Abend.


🦴 Knochen schützen

🥦 Eine gute Versorgung mit Kalzium hilft dir, Osteoporose vorzubeugen. Kalziumreich sind Milchprodukte, bestimmte Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel oder Brokkoli und Mineralwasser mit mindestens 150 mg Kalzium pro Liter.

☀️ Achte darauf, dass du ausreichend mit Vitamin D versorgt bist, um Kalzium überhaupt gut aufnehmen zu können.


❤️ Herzgesundheit stärken

🐟 Eine mediterrane Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln, Fisch und gesunden Ölen kann effektiv das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, also akut auftretende Erkrankungen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems, reduzieren.

Ernährung in den Wechseljahren: So unterstützt du deinen Körper
Das Pathly-Kätzchen beim Fallschirmspringen.
Motivation
Gefühle & Achtsamkeit
Alle Krebsarten
Was bedeutet »Mut«? Ist Mut überhaupt ein Gefühl und wann sind wir mutig? Obwohl wir oft sagen »ich fühle mich mutig«, ist Mut eher eine Fähigkeit als ein Gefühl. Aber sie ist stark mit einer Grundemotion verbunden, die wir alle kennen – der Angst. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern begleitet uns, wenn wir uns mit unseren Ängsten konfrontiert sehen oder versuchen, sie zu überwinden.

Bist du oder ein geliebter Mensch an Krebs erkrankt, werden wir mit einer der größten Ängste konfrontiert, die es gibt – unserer Vergänglichkeit. Wie mit vielen Dingen, die uns Angst machen, versuchen wir nicht allzu oft oder gar nicht darüber nachzudenken. Wer denkt schon gerne über den Tod nach? Doch eine Erkrankung rückt viele wichtige Fragen in den Vordergrund:

  • Werde ich oder Menschen, die mir nahestehen, daran sterben?
  • Glaube ich an ein Leben nach dem Tod? Glaube ich überhaupt an einen höheren Sinn?
  • Was passiert, wenn ich sterbe? Wird es schmerzvoll sein oder ist es wie Einschlafen?
  • Habe ich mein bisheriges Leben so gelebt, wie ich es mir immer gewünscht habe? Wenn nicht, warum eigentlich nicht?
  • Gibt es etwas, was ich schon immer tun wollte? Warum habe ich es bisher noch nicht getan?

Mut bedeutet, sich seinen Ängsten zu stellen. Mutig ist es, sich mit diesen wichtigen Fragen auseinandersetzen – ob mit oder ohne Krankheit. Dabei muss Mut nicht immer eine große Geste beinhalten. Auch kleine Handlungen können mutig sein: um Hilfe bitten,  »Nein« sagen oder einen kleinen Baby-Schritt aus der Komfortzone wagen. 💪🏋️

Was bedeutet Mut? Ist Mut überhaupt ein Gefühl und wann sind wir mutig?
Wir sollten viel öfter einen Mutausbruch haben!

Leider konnten wirkeinen passenden Wegweiser finden.

Unsere Website ist derzeit noch im Aufbau. Deswegen ist es möglich, dass wir zu dem Thema, das dich interessiert, noch keinen Beitrag geschrieben haben. Schlag uns gern ein Thema vor.

Illustration, in der eine Hand zu sehen ist, die ein Smartphone in der Hand hält. Dadrüber ist ein Vergrößerungsglas, das über dem Smartphone schwebt.
Illustration eines Smartphones, aus dem eine Person heraus kommt und winkt.

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