
✅ Medikamentencheck: Habe ich alles, was ich für die nächsten Tage benötige? Bestenfalls genügend Medikamente zu Hause parat haben, ansonsten: Wo befindet sich die nächste Notfallapotheke?
✅ Hausarztcheck: Wie sehen die Öffnungszeiten meiner Hausarztpraxis über die Feiertage aus? Wer übernimmt gegebenenfalls bei Urlaub die Vertretung?
✅ Krankenhaus- oder Ambulanzcheck: Wann wird meine Therapie fortgeführt? Fallen Sitzungen aufgrund der Feiertage aus? Unbedingt mit den Ärzt:innen über den Therapieablauf und mögliche Änderungen sprechen! Auch besprechen, wie bei einem medizinischen Notfall am besten vorzugehen ist.
🚨 Natürlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem Notfall kommt und eine medizinische Versorgung unverzüglich stattfinden muss.
🚑 Ein Rettungswagen sollte erst gerufen werden, wenn akute Lebensgefahr besteht oder ein schwerer gesundheitlicher Schaden zu befürchten ist. In allen anderen Fällen ist es besser, selbstständig zur Notaufnahme zu fahren oder sich fahren zu lassen. Auch musst du dich auf lange Warte- und Behandlungszeiten einstellen, da während der Feiertage nur wenig Personal im Einsatz ist.

Ursächlich ist eine Veränderung von auf- und abbauenden Prozessen im Körper. Dein Eiweißumsatz und -abbau ist erhöht, was zu einem gesteigerten Abbau von Muskeleiweiß – also Muskelmasse – führt.
Weniger Muskeln = weniger Lebensqualität
Du verlierst deine wertvolle Muskelmasse. Du hast weniger Kraft, bist schwächer und kannst alltägliche Aufgaben schwerer bewältigen. Außerdem ist eine geringere Muskelmasse mit einer ungünstigen Prognose assoziiert.
Aber auch deine Wundheilung nach einer OP kann verzögert und dein Immunsystem durch zu wenig Eiweiß geschwächt sein.
Achte darauf, in jede Mahlzeit und Zwischenmahlzeit eine Eiweißquelle einzubauen. Wechsel dabei zwischen tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen ab:
🍗 Fleisch und Wurst
🐟 Fisch
🧈 Milch und Milchprodukte
🥚 Eier
🫘 Hülsenfrüchte
🫛 Soja
🥜 Nüsse und Samen
🌾 Vollkorngetreide und -produkte
Mit diesen Lebensmittelmengen nimmst du jeweils etwa 10 g Eiweiß zu dir:
🥣 90 g Quark
🥚 1 großes Ei
🥪 2–3 Scheiben magere Wurst (50 g)
🧀 2–3 Scheiben Käse (50 g)
🍣 Halber Handteller Fleisch oder Fisch
🥟 Handteller Tofu
🫘 100–150 g Hülsenfrüchte gekocht
🥛 ¼ Liter Milchprodukt (Milch, Buttermilch, Kefir, Joghurt)
🍝 Teller Nudeln gekocht
Dann sind Eiweißpulver und -shakes oder auch Trinknahrung (Astronautenkost) eine Möglichkeit für dich, dich trotzdem gut mit Eiweiß zu versorgen.

⚖️ 1x pro Woche wiegen, da bereits ein Gewichtsverlust von 5% in drei Monaten (egal welcher BMI) zu Komplikationen wie einem geschwächten Immunsystem, Abbau der Muskelmasse oder längerem Krankenhausaufenthalt führen kann.
👟 In Bewegung bleiben, da so wertvolle Muskelmasse erhalten bleiben kann. Wenn du unsicher bist, inwiefern du dich während deiner Therapie bewegen darfst, sprich am besten mit deinem behandelnden Team.
🍽 Ausreichend essen, da dein Körper viele Nährstoffe benötigt, wie zum Beispiel Eiweiß, für dein Immunsystem, um Wunden zu schließen oder Muskelmasse zu erhalten.
💬 Hilfe und Rat einholen, um Beschwerden zu lindern, Sicherheit zu bekommen & Unklarheiten zu klären. Die meisten Krankenkassen bezuschussen oder übernehmen zertifizierte Ernährungsberatungen, durch die du optimal unterstützt wirst.

🥗 Mit der richtigen Ernährung kannst du typische Beschwerden lindern und deine Gesundheit langfristig stärken.
💊 Laut S3-Leitlinie stellt eine Hormonersatztherapie die effektivste Behandlung dar. Dein Arzt sollte dich dabei über kurz- und langfristigen Nutzen und Risiken aufklären.
🌾 Auch eine phytoöstrogenreiche Ernährung mit Soja und Leinsamen kann dir helfen.
🌶️ Scharfe Speisen, Koffein und Alkohol erhöhen deine Körpertemperatur, so dass du sie reduzieren solltest.

🌰 Tryptophanreiche Lebensmittel (Tryptophan gehört zu den aromatischen Aminosäuren) wie Nüsse, Eier und Milchprodukte können deine Melatoninproduktion unterstützen. Melatonin reguliert deinen Schlaf-Wach-Zyklus.
☕ Vermeide Koffein und schwere Mahlzeiten am Abend.
🥦 Eine gute Versorgung mit Kalzium hilft dir, Osteoporose vorzubeugen. Kalziumreich sind Milchprodukte, bestimmte Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel oder Brokkoli und Mineralwasser mit mindestens 150 mg Kalzium pro Liter.
☀️ Achte darauf, dass du ausreichend mit Vitamin D versorgt bist, um Kalzium überhaupt gut aufnehmen zu können.
🐟 Eine mediterrane Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln, Fisch und gesunden Ölen kann effektiv das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse, also akut auftretende Erkrankungen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems, reduzieren.

Häufig tritt es schon während der Akuttherapie, teilweise aber auch erst nach Therapieende auf und wird zu einem Dauerproblem. Anstatt voller Tatendrang und Lebensfreude in das krebsfreie Leben zu starten, scheint jegliche Energie verloren gegangen zu sein und eine Müdigkeit macht sich im gesamten Körper breit, die man auch mit viel Schlaf nicht loswird. Die kleinsten Aufgaben führen zur Überbelastung und die Konzentrationsfähigkeit hat sich ebenfalls verabschiedet. Das sind nur einige der typischen Symptome. Verständlicherweise treiben sie nicht wenige an den Rand der Verzweiflung.
Leider fehlt es bis heute an einer gezielten Behandlung, geschweige denn an Medikamenten, die zur Verbesserung bis hin zu Heilung von Fatigue führen. Allerdings gibt es verschiedene Methoden, die zur Verbesserung des Wohlbefindens beitragen können – und vielleicht helfen sie auch dir weiter:
Auch wenn es ein Wundermittel gegen Fatigue leider (noch) nicht gibt, hoffen wir, dass die ein oder andere nützliche Methode für dich dabei ist und dir hilft, deine Symptome zu verbessern. Oder hast du vielleicht andere Tipps, wie man Fatigue besser in den Griff bekommt? Schreib es gerne in die Kommentare!

Als Baby ist Körperkontakt nicht nur wichtig für die Bindung zu den Eltern, sondern auch später spielen Berührungsreize bei der sozialen Bindung zu anderen Menschen eine wichtige Rolle. Forscher haben herausgefunden, dass beim Körperkontakt das Hormon Oxytocin freigesetzt wird. Umgangssprachlich auch das »Kuschelhormon« genannt, da es bei Umarmungen, durch Streicheleinheiten und auch beim Sex gebildet wird. Das Hormon wirkt sich aber nicht nur auf den Körper, sondern auch auf unsere Psyche aus. Es hilft beim Abbau von Stress und kann Angstzustände lindern.
Doch auch ohne Partner kann man seinem Körper und Geist etwas Gutes tun. Kuscheln mit Haustieren, Kuscheltieren oder auch Selbstberührungen können nachweislich Stress reduzieren und entspannen. Hierbei werden Glückshormone wie Endorphine ausgeschüttet, welches wie beim Bindungshormon Stress abbaut und Entspannung bringt.

Wusstest du schon? Es gibt bereits einige Metastudien, die zeigen, dass Massagen bei der Krebstherapie unterstützen, die Nebeneffekte von Chemotherapie und Bestrahlung zu verringern und dabei helfen, Ängste abzubauen und Schmerzen zu lindern.
Daher schenkt heute am National Hugging Day euren Lieblingsmenschen, Fellnasen oder euch selbst eine dicke fette Umarmung.

Durch spezielle Rehabilitationsmaßnahmen soll diese ihnen helfen, wieder zurück in den gewohnten Alltag zu finden, die Erholung fördern und Langzeitschäden vorbeugen. Eine solche Reha findet entweder stationär oder ambulant in einer fachspezifischen Rehaklinik statt und ist lediglich freiwillig und nicht verpflichtend. Eine Reha kann auch direkt im Anschluss an die Primärbehandlung erfolgen. Das nennt sich dann »Anschlussheilbehandlung« (AHB). Die Kosten dafür trägt meist die Deutsche Rentenversicherung, bei der vor der Behandlung ein Antrag eingereicht werden muss. Die ersten Ansprechpartner:innen sind die behandelnden Ärzte und Ärztinnen, sowie offizielle Krebsberatungsstellen.

Möchtest du dennoch deinem Liebsten eine kleine Freude bereiten, dann haben wir hier ein paar Geschenkideen für Krebspatient:innen, die ganz bestimmt ein Leuchten in die Augen zaubern:
⏳ Zeit-Gutschein – zusammen etwas Schönes unternehmen
📓 Ein Journal z. B. mit einem frechen Titel: Not giving a fuck
🎩 Coole Mütze aus Baumwolle
📚 Ein spannendes Buch zum Schmökern
🎲 Ein Spiel, was man alleine spielen kann
🧩 Ein Puzzle – vielleicht mit einem persönlichen Motiv-Druck?
🧠 Sudoku oder Kreuzworträtsel – perfekt fürs Gehirnjogging
🥎 Stressbälle (mit witzigen Motiven) oder einen Igel-Ball (gegen Neuropathie)
🎧 Kopfhörer für die Lieblingsmusik, Podcasts oder fürs Noise Cancelling
📌 Akupressurmatte für die Tiefentspannung
💤 Weight-Blanket (Therapiedecke) für einen besseren Schlaf
📁 Schöne Mappe, um Dokumente aufzubewahren
🪶 Ein schönes Port-Kissen oder Nackenkissen
🧣 Einen schönen Schal
🧴 Feuchtigkeitscreme für Hände und Gesicht
🧦 Hausschlappen oder Kuschelsocken
PS: Der Sinn und Zweck hinter einem Geschenk ist der (kleine) Glücksmoment und die Freude beim Überreichen des Geschenks. Der Geschenk-Geber hat sich Gedanken gemacht und sich Zeit genommen bei der Auswahl und des Verpackens. Was tun, wenn das Geschenk nicht gefällt? Überhaupt nicht schlimm! Passiert. Denn der liebevolle Gedanke der Schenker:innen dahinter ist das, was zählt und der Sinn vom Geschenk ist erfüllt. Der Beschenkte kann demnach ungewollte oder unpassende Geschenke auch ohne schlechten Gewissens weiterverschenken 🎁, entsorgen ♻️ oder verstauen 📦.

Als Lymphome werden verschiedene Krebserkrankungen bezeichnet, die das lymphatische System betreffen. Lymphom wird daher als Sammelbegriff für Lymphknotenschwellungen und -vergrößerungen, sowie Tumoren des Lymphgewebes gebraucht. Umgangssprachlich nennt man Lymphome auch Lymphknotenkrebs oder Lymphdrüsenkrebs.
Das lymphatische System ist ein komplexes Netzwerk, das sich über den ganzen Körper erstreckt. Es besteht aus lymphatischen Organen und dem Lymphgefäßsystem. Lymphatische Organe helfen dem Immunsystem dabei, Abwehrzellen (Lymphozyten) zu bilden und zu vermehren. Das Lymphgefäßsystem besteht aus feinwandigen Gefäßen, die Lymphflüssigkeiten in Gewebespalten sammeln, in den Lymphknoten filtern und zurück in den Blutkreislauf transportieren.
Die Lymphome unterteilt man in drei große Gruppen: das Hodgkin-Lymphom, die Non-Hodgkin-Lymphome und das Multiple Myelom.
Dies ist eine seltene Form, die oft bei jungen Erwachsenen auftritt. Im Jahr 2020 erkrankten deutschlandweit 2.450 Menschen (990 Frauen und 1.460 Männer) an einem Hodgkin-Lymphom. Mit den medizinischen Fortschritten in der Krebsforschung haben die Überlebenschancen erheblich zugenommen. Junge Betroffene werden jedoch häufig nicht ernst genommen, weshalb es umso wichtiger ist, am heutigen Tag darauf aufmerksam zu machen. 💪
Dies ist die häufigere Form und kann Menschen jeden Alters betreffen, wobei aber eher Menschen im höheren Alter betroffen sind. Bei den Non-Hodgkin-Lymphomen handelt es um einen Sammelbegriff für all die Lymphome, die nicht dem Hodgkin-Lymphom zugeordnet werden können. Im Jahr 2020 erkrankten in Deutschland 18.320 Menschen (8.230 Frauen und 10.090 Männer) an einem Non-Hodgkin-Lymphom.
Dies ist eine weitere Art von Blutkrebs, die zuerst das Knochenmark betrifft und dort häufig mehrere Erkrankungsherde bildet. Das Erkrankungsrisiko steigt im höheren Alter deutlich an, sodass Erkrankungen vor dem 45. Lebensjahr äußert selten auftreten. Im Jahr 2020 erkrankten deutschlandweit 6.710 Menschen (3.010 Frauen und 3.700 Männer) am Multiplen Myelom.
Lasst uns gemeinsam aufklären, Lymphom-Betroffene unterstützen und dabei für eine bessere und krebsfreie Zukunft kämpfen. 💜

Mit dem Spruch: »Lass dir einen Schnurrbart wachsen« werden die Männer zum Mitmachen aufgerufen und aufgerufen, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen. Außerdem werden für Gesundheitsprojekt in den Bereichen psychische Gesundheit, Selbstmordprävention, Prostatakrebs und Hodenkrebs gesammelt. 🎗🧔
Der »Movember« wurde 2003 von einer Gruppe junger Männer in Australien eingeführt. Seitdem gibt es jährliche »Movember«-Veranstaltungen, deren Ziel es ist – neben Spenden – Aufmerksamkeit auf die Gesundheit von Männern zu lenken.
Wusstest du, dass im Vergleich Männer durchschnittlich 5 Jahre früher sterben als Frauen? Die Gründe sind teilweise vermeidbar, weshalb es umso wichtiger ist, zu wissen, was man für seine Gesundheit tun kann.
Auf der Website de.movember.com von kann man sich für die Aktion registrieren, um dann den 1. November glattrasiert zu beginnen. 💪

Wenn wir aufwachsen, lernen wir Ordnung zu schaffen, selbständig zu werden und für die Zukunft zu planen. Wir haben Träume und Wünsche, auf die wir Schritt für Schritt hinarbeiten und Ideale, die wir anstreben. Doch umso älter wir werden, desto bewusster wird uns, dass wir den Weg, den wir beschreiten, nicht immer kontrollieren können.
Bei der Krebsdiagnose ist gerade dieser Kontrollverlust der Grund, warum viele ein Gefühl von Chaos erleben. Oft wirft das viele offene Fragen auf: »Warum ich, warum jetzt, warum hier?«. Doch was können wir machen, um in diesem Chaos nicht zu versinken? Können wir Chaos auch mit Freude oder Humor begegnen?
Es gibt wahrscheinlich kein Richtig oder Falsch auf diese Frage und jeder muss seinen eigenen Weg finden, um damit umzugehen. Es ist aber wichtig, zu hinterfragen, ob die eigene Reaktion einem wirklich guttut oder noch schlechter fühlen lässt in einer ohnehin schon schwierigen Situation. Wut, Trauer und Stress sind nämlich Emotionen, die sich nicht nur negativ auf unsere Psyche, sondern auch auf unsere körperliche Verfassung auswirken können. Sie machen uns quasi krank. Andersherum kann es auch sein, dass wenn man schon krank ist, sich dies in den Emotionen widerspiegelt. Der Darm z. B. hat einen großen Einfluss auf unser eigenes Wohlbefinden. Demnach ist es nicht wichtig, die eigenen Emotionen zu unterdrücken, sondern genau hinzuschauen und sich bewusst darüber zu werden, woher sie kommen.

Trägst du eine angeborene Veränderung (Mutation) in einem dieser beiden Gene, ist dein Risiko an Brustkrebs und/ oder Eierstockkrebs im Laufe deines Lebens zu erkranken stark erhöht, denn dadurch ist die wichtige Reparaturfunktion gestört. Bei Frauen mit einer BRCA 1- oder BRCA 2-Genmutation liegt die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken bei bis zu 85 % und bei Eierstockkrebs liegt sie bei bis zu 53 %. Bei Männern besteht ein erhöhtes Risiko im Laufe ihres Lebens neben Brustkrebs auch an Prostatakrebs zu erkranken.
👩 Eine von 500 Personen trägt eine Mutation im BRCA1-Gen und etwa eine von 700 trägt eine im BRCA2-Gen.
👨👩👧 Du hast eine 50 % Chance das Gen vererbt zu bekommen – es kann auch durch den Vater weitervererbt werden. Die Genmutation überspringt keine Generation.
🧬 Anzeichen für eine Genmutation kann gehäuftes Auftreten von Brust- und Eierstockkrebs in der Familie und/ oder ein frühes Erkrankungsalter sein.
🩸🧫 Bist du bereits an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt und es gibt genug Hinweise, dass eine erbliche Veranlagung vorliegt, können Ärzte anhand eines Bluttests oder mithilfe von Tumorgewebe einen BRCA-Test durchführen. Hier sind eine ausführliche Aufklärung, Bedenkzeit und eine schriftliche Einwilligung notwendig. Fällt der Test positiv aus, folgt eine Beratung bei einem Humangenetiker.
🔍 Sollte ein enges Familienmitglied positiv getestet sein, können andere Familienmitglieder ebenfalls getestet werden. Diese müssen jedoch volljährig sein. Aber: Du hast immer ein Recht auf Nichtwissen!
📑 Testergebnisse bei einer Tumorprobe liegen in der Regel nach ein paar Tage bis zwei Wochen vor. Ein Bluttest kann mehrere Wochen bis Monate dauern. In Ausnahmefällen kann eine fast-track-Analyse angeordnet werden, wenn das Ergebnis relevant für die Therapieform ist.
💶 Die Kosten werden in der Regel von privaten und gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
🔬 Ist dein Test positiv und du bist noch nicht erkrankt, hast du die Möglichkeit, prophylaktisch dein Risiko herunterzusetzen (prophylaktische Entfernung des Brustgewebes mit Wiederaufbau und die Entfernung der Eierstöcke). Dies sollte jedoch vorab ausführlich mit Ärzten abgesprochen werden.


Meist haben Betroffene erst mit Abschluss der Therapie die Zeit, Erlebtes zu verarbeiten. Die körperliche Belastung steht anfangs im Vordergrund. Hinzu kommen die psychischen Auswirkungen aufgrund der Diagnose, die größtenteils auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.
Wie gehst du mit diesem Schmerz um und was passiert, wenn die Schmerzen chronisch werden? Fragen über Fragen prasseln auf dich ein. Je nach Krebserkrankung und je nach Therapieform sitzt der physische Schmerz an unterschiedlichen Stellen. Der psychische Schmerz hingegen läuft bei jedem generell ähnlich ab.
Eine Krebstherapie ist intensiv und hinterlässt Spuren auf dem Körper. Operationen, Schläuche und Narben, die unseren Körper kennzeichnen. Schmerzen, die unerträglich sind. Der Körper braucht Zeit, um wieder zu regenerieren. Sport, Yoga; Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Meditation und Kunst können hilfreich sein. Sie haben eine beruhigende Wirkung auf den Körper und können helfen, die Schmerzen zu lindern. Ebenfalls kann man gezielt Gedächtnis- und Konzentrationstraining und Koordination von Händen mittels Ergotherapie verbessern. Wenn der Schmerz chronisch ist oder du unter Phantomschmerzen leidet, wie bspw. nach einer Amputation sollte man versuchen sich professionelle Hilfe zu holen.
Ähnlich wie bei den körperlichen Schmerzen hilft auch hier Yoga, Musik, Ergotherapie, Physiotherapie, Sport im Allgemeinen, Spaziergänge, Meditation, Kunst und der Austausch mit anderen Betroffenen. Auch das Vertrauen zu deine:n behandelnden Onkolog:innen ist dabei wichtig. Wenn du Bedenken hat oder Ängste mit dir herumschleppst, sollte du offen mit deinen Ärzt:innen darüber sprechen können. Generell ist es vorteilhaft eine:n Ansprechpartner:in oder eine Bezugsperson zu haben, um dein Anliegen oder Gedanken auszutauschen. Ein Tagebuch kann hierbei auch hilfreich werden. Wenn der Schmerz schon chronisch ist, solltest du versuchen offen darüber zu reden und dir professionelle Hilfe suchen.

Diese Wechseljahresbeschwerden können bleiben, aber auch wieder verschwinden. Das ist abhängig von deiner Krebsart, der weiteren Behandlung samt Medikation und wie gut dein Körper eine intensive Therapie vertragen hat. Darauf, dass dein Körper eine Krebstherapie überhaupt ertragen hat, kannst du schon einmal stolz sein! Jeder Körper ist natürlich individuell und hat mehr oder weniger Symptome – sowohl während der Therapie als auch danach. Einige der Wechseljahr-Symptome und Tipps, die im Umgang damit helfen können, möchten wir heute vorstellen:
In einem Moment bist du noch gut gelaunt und plötzlich könntest du vor Wut platzen. Das kann an mangelnden Progesteron (ein natürliches Sexualhormon, das zur Regulation von Schwangerschaft, Menstruation und Geburt existiert) liegen. Um zu überprüfen, ob das bei dir der Fall ist, kannst du deine:n Gynäkolog:in darum bitten, einen Bluttest zu veranlassen. Progesteron kann man sich dann verschreiben lassen, wenn das nicht mit deiner Therapie kollidiert. Es ist auch vollkommen okay, während und nach einer Krebserkrankung »launenhaft« zu sein. Wenn du nicht jetzt dazu das Recht hast, wann bitte dann?!
Aspekte, die aber zu besserer Laune beitragen können, sind:
Durch einen möglichen Östrogenmangel kann es zu einer Beckenbodenschwäche kommen, selbst wenn du zuvor gar keine Probleme mit der Kontinenz hattest, da der Beckenboden erschlafft. Auch eine Geburt oder Übergewicht können Inkontinenz verstärken.
Was kannst du tun?
Manche klagen über chronische Schmerzen und Beschwerden in den Muskeln und Gelenken, die sich bei Schlafmangel, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen verschlimmern können. Ausgelöst werden die Schmerzen durch mangelndes Östrogen, welches uns eigentlich unempfindlicher gegen Schmerzen macht. Fibromyalgie (eine chronische Schmerzerkrankung), Arthrose (ein Verschleiß der Gelenke) oder Arthritis (eine entzündliche Gelenkerkrankung) können die Folge sein. Durch den Östrogenmangel ist ein Abbau der Knochen ebenfalls denkbar.
Folgendes kannst du aktiv dagegen tun:
Die Lust auf Sex hält sich in Grenzen, wenn man danach Jucken und Brennen verspürt beziehungsweise Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs hat, weil man unter Trockenheit leidet, da sich die vaginale Schleimhaut abbaut. Nach langer Abstinenz während der Therapiezeit, kann der erste Sex auch wehtun. Hierbei können Übungen mit zum Beispiel einem Dildo zuvor Abhilfe schaffen. Zudem kann eine Hormonsalbe mit Östriol/Estriol helfen und ist auch für Frauen mit hormonabhängigen Krebs geeignet, da die Menge an Östriol, die in den Körper übergeht, sehr gering ist.
Eine Hitzewallung kann zwischen 2–3 oder gar 30 Minuten andauern. Wenn es nur bei einer bliebe … Sie treten aber öfter auf, bei manchen Tag und Nacht, sind unterschiedlich stark und können auch Gelenkschmerzen, hohen Blutdruck, Depressionen und einen hohen Cholesterinspiegel begünstigen. Die gute Nachricht ist: Es wird oft besser je länger die Therapie zurückliegt. Und was kann man tun?
Dazu haben wir uns mal in der Redaktionssitzung Gedanken gemacht und Tipps ausgetauscht, die wir euch nicht vorenthalten wollen:



Dieser grüne Mini-Kohl hat eine Menge zu bieten. Rosenkohl ist reich an Vitamin C, das dir hilft, durch die kalten Monate zu kommen. Darüber hinaus werden Rosenkohl und andere Kohlsorten als wahre „Krebskämpfer“ bezeichnet, da sie Glucosinolate – einen sekundären Pflanzenstoff – enthalten, dem eine krebspräventive Wirkung nachgesagt wird. Probiere Rosenkohl geröstet mit etwas Olivenöl aus!
Der grüne Superstar des Winters ist Grünkohl. Grünkohl ist reich an Vitaminen – besonders an Vitamin K, das für die Knochengesundheit und Blutgerinnung wichtig ist. Außerdem enthält er Mineralstoffe wie Eisen und Calcium. Aber das ist nicht alles: Die im Grünkohl enthaltenen Carotinoide wirken als Antioxidantien und können so die körpereigene antioxidative Abwehr stärken. Diese Abwehrkräfte verhindern, dass freie Radikale die DNA schädigen, was zu Krebs führen kann. Mixe Grünkohl z.B. in Smoothies, Salaten oder Suppen, denn er schmeckt toll und tut deinem Körper gut!
Auch bekannt als Winterspargel. Sie enthält wichtige Nährstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen. Du willst deinem Mikrobiom etwas gutes tun? Schwarzwurzeln enthalten den wasserlöslichen Ballaststoff Inulin, der Futter für deine guten Darmbakterien ist und die Zahl der Bifidobakterien ansteigen lässt. Wie wäre es also mit einem wärmenden Schwarzwurzel-Curry an einem kalten Winterabend?


Es gibt kein Lebensmittel, das Brustkrebs heilt, aber du kannst in jeder Phase der Therapie deinen Körper mit der richtigen Ernährung unterstützen und deine Prognose verbessern.
Dein Essen schmeckt nur noch fad? Dann kannst du frische Kräuter und Gewürze einsetzen, um den Geschmack zu intensivieren. Schon der Geruch deiner Lieblingsspeise bringt dich dazu, die Küche zu verlassen? Dann iss Lebensmittel, die wenig Eigengeruch haben wie Nudeln, Reis oder ein Brot mit körnigem Frischkäse. Dir ist durch die Chemo übel? Dann kann dir ein Ingwertee Linderung schaffen. Wichtig ist, dass du deinen Körper weiterhin mit allen Nährstoffen gut versorgst.

In diesem Fall ist eine ausgewogene pflanzliche Ernährung, die mit tierischen Produkten ergänzt wird, für deine Gesundheit empfehlenswert. Iss täglich Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen und ergänze deine Mahlzeiten mit Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern.
Versuche langsam an Gewicht abzunehmen, wenn du übergewichtig oder adipös bist. Übergewicht kann deine Prognose verschlechtern und das Risiko für Rezidive erhöhen.
Alkohol ist grundsätzlich nicht empfehlenswert und stellt immer einen risikoerhöhenden Faktor dar. Außerdem wird durch Alkohol die Östrogenproduktion im Körper angeregt, was bei einer Antihormontherapie nicht gewollt ist. Es gibt mittlerweile aber auch schon superleckere alkoholfreie Alternativen, die dich zu festlichen Anlässen gerne anstoßen lassen.

Die Box-Atemtechnik hilft dir in solchen stressigen Momenten, deinen Körper bewusst wieder zu spüren, dein Stresslevel herunterzuregeln und in die Entspannung zu kommen. Diese Atemübung kannst du fast überall durchführen. Wenn du kannst und magst, schließe dabei deine Augen:
Wiederhole diese Box-Atmung so lange, bis du merklich eine Entspannung in deinem Körper spürst. Mindestens für fünf Minuten.

Alle Rezepte sind auf auf vier Becher beziehungsweise Gläser ausgelegt. Milchprodukte können durch vegane Varianten ausgetauscht und der Zuckergehalt nach Belieben angepasst werden.
Außerdem solltet ihr keine Zutaten verwenden, die eventuelle Wechselwirkungen mit euren Krebsmedikamenten verursachen. Bei Unsicherheiten sprecht bitte zuerst mit euren Ärzt:innen.
Zutaten: 125 g Zartbitter-Schokolade, 1 TL Zucker, 3 EL Schlagsahne, 750 ml frisch gekochter Kaffee
Zubereitung: Schokolade in Stücke brechen und in eine Metallschüssel geben. Die Schokolade im heißen Wasserbad bei schwacher Hitze unter Rühren schmelzen lassen. Zucker und Sahne unterrühren. Den Kaffee nach und nach mit dem Schneebesen unterschlagen. So lange, bis die Masse schaumig ist. Schokoladenkaffee auf Tassen verteilen. Wer mag, kann ihn noch mit geschlagener Sahne garnieren.
Zutaten: 800 ml Wasser, 16 Zweige frische Minze (alternativ 1 bis 2 Teebeutel Minze), 100 ml Holunderblütensirup, 100 ml Apfelsaft, 2 Bio-Limetten
Zubereitung: Wasser aufkochen und frische Minze oder Teebeutel hinzugeben und circa fünf Minuten ziehen lassen, danach Minze oder Teebeutel herausnehmen. Die Limetten heiß waschen, abtrocknen, die Schale abschälen (mit so wenig Weiß wie möglich) und den Saft auspressen. Vier Streifen der Schale für die Deko beiseite legen. Holunderblütensirup, Apfelsaft, Limettensaft und Limettenschale zum Minztee in den Topf geben und erhitzen. Sobald Dampf aufsteigt, die Hitze etwas reduzieren und fünf Minuten ziehen lassen. Den Hugo in vier Gläser füllen und mit der Limettenschale dekorieren.

Zutaten: 750 ml Apfelsaft, 250 ml Orangensaft, 2 Zimtstangen, 3 Nelken, 2 Sternanis, 1 Bio-Orange, Apfel zum Garnieren
Zubereitung: Apfel- und Orangensaft in einen Topf geben und auf mittlerer Stufe erwärmen, bis er dampft, aber nicht kocht. Topf von der Herdplatte ziehen, dann Zimtstangen, Nelken und Sternanis hinzugeben. Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale mit einem Schäler abziehen und die Schale zur Mischung geben und dann für mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Den Apfelpunsch mit einem Sieb in die Gläser füllen. Apfel in dünne Scheiben schneiden und damit dekorieren und genießen. Tipp: Der Punsch hält sich im Kühlschrank rund sieben Tage und kann nach Bedarf nochmals erwärmt werden.
Zutaten: 4 Beutel Beerentee, 1 L Wasser, 500 ml schwarzer Johannisbeersaft, 2 Orangen, 2 Zimtstangen, 2 Sternanis, 5 Nelken, 1 Vanilleschote, 2 EL Honig
Zubereitung: Wasser in einem Topf aufkochen, die Teebeutel hineinhängen und fünf Minuten ziehen lassen. Orangen auspressen, die Vanilleschote halbieren und auskratzen. Teebeutel entfernen, dann den Orangensaft und das Vanillemark zu dem Tee geben. Danach Johannisbeersaft, Zimtstangen, Sternanis, Nelken und Honig hinzufügen und alles kurz aufkochen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, Deckel drauf und 15 Minuten ziehen lassen. Abschließend in Gläser oder Becher füllen und servieren.


Im Grunde sind Bluttransfusionen für viele Erkrankte wichtig, da sie helfen, die Nebenwirkungen der Krankheit und der Behandlung zu bewältigen und die Lebensqualität zu verbessern. Leukämie-Patient:innen benötigen Blutspenden, da die Produktion gesunder Blutzellen beeinträchtigt ist. Auch Lymphome und Myelome können die Blutbildung im Knochenmark erschweren, weshalb es einen Bedarf an Transfusionen gibt. Patient:innen, die eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation bekommen, brauchen häufig während der Transplantationsphase und der Erholungszeit Blutkonserven, da ihr Knochenmark vorläufig nicht in der Lage ist, ausreichend Blutzellen zu produzieren.

Das Paul-Ehrlich-Institut und die Hämotherapie-Richtlinien der Bundesärztekammer schreiben vor, dass Krebspatient:innen selbst nach einer »überstandenen Erkrankung als Blutspender:innen dauerhaft auszuschließen sind«. Sie betonen, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelt, da ein gewisses Risiko besteht, dass die »Krebserkrankung erneut auftritt und sich dann Krebszellen im Spenderblut befinden«. Abgesehen davon, darf nach einer Chemotherapie grundsätzlich kein Blut gespendet werden.
❗️ Übrigens: Die Spenden sind gerade in den Sommermonaten Mangelware. Viele Menschen befinden sich im Urlaub, andere trauen sich aufgrund höherer Temperaturen nicht, den Gang zur Blutspende anzutreten. Je nach Bundesland wird die Lage durchaus als kritisch eingestuft und Kliniken müssen mit den Blutpräparaten gut haushalten. Im Winter kann es auch zu Engpässen kommen, vor allem wenn es überdurchschnittlich heftige Erkältungswellen gibt.
💜 Wer von euch also zu potenziellen Spender:innen gehört: Ihr schenkt mit euren Spenden Hoffnung für viele Krebspatient:innen und andere, die so dringend auf Blutkonserven angewiesen sind. Und an alle die, die bereits regelmäßig ihr Blut beisteuern, sei gesagt: Ganz herzlichen Dank!


Nachdem ich mich von der Krebsdiagnose einigermaßen erholt hatte und realisiert hatte, dass die nächsten Monate vor allem von Arzt- und Krankenhausbesuchen geprägt sein würden, kam zwangsläufig die nächste Frage: Was passiert jetzt mit dem Studium?
Ein Abbruch kam für mich nicht infrage, da ich kurz vor meinem ersten juristischen Staatsexamen stand. Dieses wollte ich ursprünglich im Oktober 2022 schreiben, doch von diesem Gedanken verabschiedete ich mich recht schnell – das war einfach nicht mehr realistisch. Ich beschloss daraufhin, mein Studium offiziell einfach weiter laufen zu lassen und inoffiziell zu pausieren. Ich hatte während meiner Akuttherapie keinen Kopf für juristische Probleme und fokussierte mich lieber auf den Kampf gegen den Krebs, der mir ebenfalls einiges abverlangte. Inzwischen befinde ich mich in Remission, fahre demnächst zur Reha und werde im April 2023 voraussichtlich wieder ins Studium und in die intensive Examensvorbereitung einsteigen.
Ob man das Studium vorübergehend pausiert – so wie ich es getan habe – oder nebenbei weiterstudiert, ist natürlich jeder Person selbst überlassen und hängt von weiteren Faktoren ab: unter anderem dem Studienfach, der Intensität der Therapie, Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen und der mentalen Verfassung.
Prinzipiell kann das Weiterstudieren eine willkommene Ablenkung vom sonst eher eintönigen Krebsalltag sein. Auf der anderen Seite wissen alle Studierende, wie stressig vor allem die Klausuren- oder Hausarbeitsphase ist – und das schon ohne eine Krebserkrankung. Abgesehen davon muss mit vielen Fehlstunden gerechnet werden, da sich ein Therapieplan natürlich nicht nach dem persönlichen Kursplan richten wird. Auch mag es unverantwortlich sein, an Präsenzveranstaltungen teilzunehmen, wenn eine Immunsuppression vorliegt und belebte Orte wie eine Universität zum eigenen Schutz eher gemieden werden sollten.
In diesem Ausnahmezustand ist es deshalb vollkommen verständlich, dass die Nerven blank liegen und für das Studium gar keine Kapazität mehr bleibt. Mein Tipp ist daher, sich selbst den Druck zu nehmen und lieber ein paar Gänge herunterzuschalten. Man wird sowieso schon mit vielen Ängsten und Sorgen konfrontiert, sodass zusätzliche Probleme nun wirklich nicht auch noch hinzukommen müssen, wenn es dafür Lösungen gibt.
Genau für diese Umstände bieten Universitäten nämlich sogenannte ›Urlaubssemester‹ an, die allerdings selbstständig beantragt werden müssen. Konkret bedeutet das, dass diese Semester nicht als Fachsemester mitgezählt werden. Man bleibt also bei der jeweiligen Hochschule eingeschrieben, ohne Studien- oder Prüfungsleistungen zu erbringen. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass der Anspruch auf BAföG-Leistungen mitunter entfällt. Stattdessen kann allerdings Arbeitslosengeld II bei einem Studiumsausfall unter sechs Monaten oder Sozialhilfe bei einer längeren Pausierung beantragt werden.
Ausführliche Informationen hierzu können auf der Seite des Deutschen Studentenwerkes unter folgendem Link abgerufen werden: ›https://www.studentenwerke.de/de/content/finanzierungsmöglichkeiten-bei-krankheitsbedingter-studienunterbrechung‹.
Des Weiteren gilt zu berücksichtigen, dass bei Urlaubssemestern grundsätzlich kein Anspruch mehr auf Kindergeld besteht. Im Krankheitsfall besteht jedoch die Möglichkeit, einen Antrag auf weiteren Bezug von Kindergeld zu stellen.
Zusätzliche Informationen findet ihr übrigens auch auf der Webseite ›www.junge-erwachsene-mit-krebs.de‹, wo eine ganze Rubrik dem Thema Studium und Krebs gewidmet ist.
Solltet ihr weiterhin unsicher sein, wie ihr persönlich mit dem Thema umgehen sollt, kann auch das offene Gespräch mit Lehr- oder Universitätspersonal aufschlussreich sein. Ich hatte leider nicht das große Glück auf besonders viel Empathie zu stoßen, doch vielleicht ist es bei euch ja anders. Ein Versuch kann jedenfalls nicht schaden, und vielleicht findet ihr ja gemeinsam sogar eine gute Lösung!
Zu guter Letzt möchte ich noch Folgendes zu bedenken geben: Studiensemester und Klausuren können nachgeholt werden, die bewusste Auseinandersetzung mit der Erkrankung sowie genügend Ruhephasen und Erholung während der Akuttherapie jedoch nicht. Daher würde ich im Zweifelsfall Letzteres priorisieren.

Was würdest du diesem Wesen gerne einmal alles sagen? Was liegt dir auf dem Herzen, was hast du dich vielleicht nie getraut laut auszusprechen, welche Ängste, Bedürfnisse oder auch Geheimnisse möchtest du dir von der Seele schreiben?
Nutze die Chance und schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt. Welche Gefühle kommen bei dir hoch? Benenne sie, lasse sie kurz verweilen – was möchten diese Gefühle dem Krebswesen vielleicht mitteilen? Lass sie durch deine Feder sprechen. Lies den Brief am Ende gerne nochmal in Ruhe durch.
Wie fühlst du dich jetzt und was für eine Art Brief hast du geschrieben? Eine Hassrede, einen Dankesbrief, einen Abschiedsbrief oder ein Klärungsgespräch? Alles ist erlaubt. Du hast jetzt die Wahl, was du mit deinem Brief machst. Vielleicht möchtest du ihn zerreißen, verbrennen, vergraben, aufheben oder verschicken. Gehe dem nach, was sich für dich gut anfühlt.

Trauer ist kein schönes Gefühl und dennoch ist Trauer so wichtig.
Wir trauern nicht nur, wenn ein geliebter Mensch stirbt, sondern auch, wenn wir uns von einer Lebensvorstellung trennen müssen oder eine Partnerschaft in die Brüche geht. Trauer ist unsere natürliche Reaktion darauf, Verluste zu verarbeiten. Dabei gibt es keinen universellen Ablaufplan, wie dieser Verarbeitungsprozess vonstattengeht. Jeder Verlust ist individuell und jede:r von uns verarbeitet diesen auf ganz eigene Weise, daher empfindet auch jede:r Trauer unterschiedlich.
Leider gehört die Trauer in unserer Gesellschaft nicht zu den Gefühlen, über die gerne gesprochen wird. Im schlimmsten Fall, versuchen wir deshalb auch nicht zu trauern – wir verdrängen, stürzen uns in die Arbeit oder versuchen uns sonst irgendwie abzulenken. Doch das hilft nicht. Trauer ist ein starkes Gefühl, das oft wie eine Welle über uns hineinbricht, und zwar genau dann, wenn wir es am wenigsten erwarten. Kleine Erinnerungen können dafür der Auslöser sein, ein Geruch der uns an den geliebten Menschen erinnert, ein Lied, oder auch nur ein Gedankenfetzen.
Je mehr wir versuchen zu verdrängen, um so schwerer ist es, wieder aus den Wellen aufzutauchen und Luft zu bekommen.

Trauer hat einen Sinn und kann uns dabei helfen, wieder stark zu werden, oft sogar noch stärker als vor dem Verlust. Doch wir müssen sie zulassen und akzeptieren, nicht gegen sie ankämpfen. Es braucht Zeit. Und mit der Zeit können wir lernen, wie wir die Wellen liebevoll empfangen und ausrollen lassen können.
Manchmal scheint die Trauer aber auch zu stark für uns zu sein. Sie kann uns belasten und wir haben das Gefühl, das nicht alleine durchstehen zu können. Und das müssen wir auch nicht! Solltest du Hilfe benötigen, im Umgang mit deiner Trauer, dann wende dich an eine Selbsthilfegruppe, einen Therapeuten, Coach oder auch eine:n Trauerbegleiter:in in deiner Nähe.

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 6.700 Menschen an einem Multiplen Myelom. Diese Erkrankung geht von veränderten Plasmazellen im Knochenmark aus und wird deshalb auch »Knochenmarkkrebs« genannt. Das Erkrankungsrisiko steigt im höheren Alter an. Da die Lebenserwartung im Allgemeinen steigt, ist in den nächsten Jahren auch mit einer steigenden Anzahl an Diagnosen zu rechnen.
Ein Multiples Myelom ist anfänglich schwer zu erkennen, da Symptome wie Blutarmut, Knochenschmerzen, andauernde Müdigkeit und eine erhöhte Infektanfälligkeit auch völlig andere Ursachen haben können. Mit Hilfe eines Bluttests lässt sich feststellen, ob eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Plasmazellen vorliegt. Doch auch diese Auffälligkeit in den Laborwerten ist oftmals harmlos und verläuft in den meisten Fällen gutartig. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind bei Auffälligkeiten in den Blutwerten wichtig, um eine Erkrankung rechtzeitig zu erkennen.
Auch wenn eine vollständige Heilung bei einem Multiplen Myelom in der Regel nicht möglich ist, hat sich in den letzten Jahren die Lebenserwartung mit der Erkrankung deutlich verbessert. Mit Hilfe von Hochdosis-Chemotherapie oder Blutstammzelltransplantation kann die Krankheit häufig über lange Zeit kontrolliert werden und verläuft dann oft symptomarm.
Warum Menschen an einem Multiplen Myelom erkranken, ist nicht eindeutig geklärt. In einigen Fällen tritt eine familiäre Häufung auf und Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Bestimmte Immundefekte oder eine Infektion mit Erregern, die das Immunsystem schwächen (beispielsweise eine HIV-Infektion) können das Erkrankungsrisiko erhöhen. Eine Vorsorge-Routine wie bei Brust- oder Hodenkrebs gibt es für das Multiple Myelom aufgrund seiner Seltenheit und der unspezifischen Symptome nicht.
Es ist daher wichtig, stets auf den eigenen Körper zu hören. Außerdem gilt auch hier, wer viel Gemüse, Fisch und Obst isst, kann sein Erkrankungsrisiko für ein Multiples Myelom und viele andere Erkrankungen verringern.


Was hat nun die Liebe mit dem Krebs zu tun? Während, nach oder mit einer Krebserkrankung kann die Liebe auf den Prüfstand gestellt werden. Betroffene und Angehörige berichten oft von Distanzierungen zu geliebten Menschen oder, ganz im Gegenteil, eine (neue) tiefere Verbundenheit durch die Erkrankung. Und auch die Beziehung zu einem selbst kann eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlaufen: von Anspannung, über Befremdung, über Neufindung und Selbstempathie. Eine Krebserkrankung lässt alle Betroffenen und Angehörigen an ihre Grenzen kommen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional.
Hierfür Raum für Verständnis, Vergebung und Akzeptanz zu schaffen, ist nicht immer leicht. Doch es kann sich lohnen, dies zu wagen. Wie schaffe ich jetzt diesen Raum? Selbstliebe praktizieren kann ein Weg sein. Fällt es dir schwer? Dann gehe kleine Schritte auf dich zu. Nutze den heutigen Tag, um deine Liebe zu dir selbst zu zelebrieren. Gönne dir heute ein Date mit dir, indem du dir etwas Gutes tust – vielleicht ein Wellness-Abend, ein leckeres Abendessen oder ein kleines Geschenk nur für dich? 🎁

Bestimmte Gesprächsthemen belasten dich, die Gefühle scheinen dich zu überrollen oder die einfachste Unterhaltung erscheint dir anstrengend und kräftezehrend. Zuerst sollte gesagt sein, dass das ganz normal ist. Eine Erkrankung, die Behandlung, die Nebenwirkungen – all das – kostet ziemlich viel Kraft und entzieht körperliche und mentale Energie. Deine eigenen Bedürfnisse rücken in den Vordergrund und der Körper und Geist versuchen auf Hochdruck deine inneren Ressourcen zu schützen. Oft bleibt dann einfach nicht genug für andere übrig.
Und nein, ein schlechtes Gewissen brauchst du deshalb nicht zu haben. Deine mentale Aufstellung und dein Zustand sind wichtig für deine Gesundheit.
Das Zauberwort heißt: Abgrenzung 🚧. Grenze dich ganz klar ab und kommuniziere deine Bedürfnisse. Abgrenzung kann ganz unterschiedlich aussehen:
💫 Begegne Mitmenschen mit Mitgefühl anstatt Mitleid.
💫 Spreche deine Überforderung an und wechsle das Thema.
💫 Meide einen Menschen oder eine Situation (temporär) oder lasse sie ganz ziehen.
💫 Nimm dir bewusst Zeit für dich.
💫 Tue mehr von den Dingen, die dir guttun.
💫 Sage »Nein«.
Es geht natürlich auch andersherum: Viele Krebserkrankte kennen das Phänomen, dass einige Freunde und Bekannte sich nach der Diagnose abwenden oder den Kontakt meiden. Versuche, dies nicht persönlich zu nehmen. Einige Menschen grenzen sich ab, weil sie sich nicht mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzen möchten und/oder können. Dies hat wenig mit dir zu tun, sondern mehr mit ihnen. Das ist ein schwacher Trost, aber deren Verhalten liegt außerhalb deiner Kontrolle. Konzentriere dich auf die Dinge, die DU kontrollieren kannst.

Dann können dir Fantasiereisen einen Rückzugsort im ganzen Trubel bieten. Du brauchst dazu gar nicht viel. Nur einen ruhigen Ort, an den du dich für eine Zeit lang ungestört zurückziehen kannst. Dort kannst du dich hinlegen, die Augen schließen und dich von einer angenehmen Stimme an einen schönen Ort deiner Wahl bringen lassen, z.B. ans Meer, in die Berge, in deinen Lieblingsgarten oder sogar auf den Mond.
Bei YouTube gibt es unzählige Varianten von geführten Fantasiereisen, häufig auch »Traumreisen« genannt.
🏝 ⛰ Schau dich doch mal um und probiere die ein oder andere Fantasiereise aus. Hier kannst du auch zwischen verschiedenen Zeitangaben auswählen – so wie es dein Alltag gerade zulässt.

🧘 💭 Eine Fantasiereise kann sich tatsächlich wie ein Kurzurlaub anfühlen, denn dein Gehirn unterscheidet nicht, ob du dir die Reise nur vorstellst oder sie tatsächlich unternommen hast. Du kannst es daran merken, wie dein Körper auf die Entspannung reagiert: Deine Atmung wird ruhiger, deine Muskeln entspannen sich, dein Herzschlag wird langsamer und vielleicht zaubert sich auch ein kleines Lächeln auf dein Gesicht, wenn du in den Gedanken an deinen Lieblingsort reist.

⚖️ Es kommt – wie mit allem – auf die Menge und darauf an, wie ausgewogen deine Ernährung sonst ist. Problematisch ist Zucker, wenn du ihn in zu großen Mengen verzehrst und er diejenigen gesunden und nährstoffreichen Lebensmittel verdrängt, die du sonst essen solltest. Das Problem ist auch, dass vielen Lebensmitteln Zucker in hohen Mengen zugesetzt wird – auch bei solchen, bei denen du es vielleicht nicht erwartest.
✅ Die WHO empfiehlt, dass weniger als 10 % der Gesamtenergie am Tag aus freiem Zucker verzehrt werden sollte. Bei einer Person mit einem Kalorienbedarf von 2.000 kcal am Tag wären das 200 kcal aus freiem Zucker. Das entspricht 50 g Zucker oder 16 Zuckerwürfeln. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker in Deutschland lag in 2023 bei 32,2 Kilogramm, was einer täglichen Aufnahme von rund 91 Gramm entspricht. Diese Menge übersteigt die empfohlene maximale Tagesdosis deutlich.
Und genau das ist das Problem: Es ist nicht das Stück Kuchen, dass du dir ab und zu gönnen möchtest, sondern die Gesamtaufnahme an Zucker, die über längere Zeit viel zu hoch ist.
🤐 Ein Verzicht auf Zucker und Kohlenhydrate per se führt auch nicht dazu, dass Krebszellen verhungern. Krebszellen können ihre Energie auch aus Eiweiß und Fett beziehen, so dass statt des Krebses dein Körper verhungert, weil ihm wertvolle Energie aus Kohlenhydraten fehlt.
🍰 Du musst Zucker daher nicht komplett aus deiner Ernährung verbannen. Plane ihn ab und zu und in nicht zu großen Mengen ein. Einem Stück Kuchen bei deiner Familienfeier steht bei einer sonst ausgewogenen Ernährung nichts im Weg. Außerdem kann eine kleine Süßigkeit viel mehr sein als nur Essen: Nämlich ein Stück Erinnerung, Genuss oder Lebensfreude.


Dann kontrollieren Ärzte:innen:
Dann erhältst du zusätzlich:
Dann wird ab dem 25. Lebensjahr oder fünf Jahre vor dem jüngsten Erkrankungsalter in der Familie empfohlen*:
*Dafür schließen Kliniken besondere Verträge mit den Krankenkassen. Es ist eingesondertes Vorsorgeprogramm an dem dudann teilnehmen kannst. Extra Kostenkommen nicht auf dich zu.

Das Problem ist: Dieser neue Alltag ist manchmal scheinbar nicht enden wollendes Neuland. Mit vielen Fragezeichen. Und Unsicherheiten. Wir haben einen Höllenritt hinter uns. Und sind irgendwie noch mittendrin. Und gleichzeitig wissen wir, dass der nächste Schritt irgendwann wieder heißen wird: Ab zur Arbeit.
Manche von uns können’s kaum erwarten. Anderen läuft es eiskalt den Rücken runter, wenn sie nur daran denken. Und wieder andere haben keine Ahnung, was sie eigentlich noch leisten können, wollen, sollen. Sie haben das Gefühl, keinen Boden mehr unter den Füßen zu haben, irgendwie im luftleeren Raum zu schweben, in einem Paralleluniversum.
Und dieser Satz kann – je nachdem, wie wir gerade drauf sind, wie es uns geht, wo wir gerade stehen – die größte Vorfreude oder die blanke Panik auslösen.
Hier sind drei Szenarien, um zu verdeutlichen, was so ein »Willkommen zurück« mit uns Betroffenen anstellen kann.

Und jetzt kannst du dir vorstellen, dass es noch zig Millionen weitere Reaktionen, Gedanken und Emotionen gibt, die uns Betroffenen in den Kopf kommen können. So viele, wie es Menschen gibt. Denn die Krankheit ist für alle anders. Unsere Körper reagieren unterschiedlich auf die Therapien, wir haben alle andere Spät- und Langzeitfolgen, mal mehr intensiv, mal weniger intensiv. Wir haben alle andere Jobs, andere Anforderungen, ein anderes Umfeld, andere Möglichkeiten, Ideen, Wünsche, Ziele.
Wir sind alle anders. Einzigartig.
Und wir müssen selbst herausfinden, wie wir ab dem Moment der Diagnose weitermachen wollen. Nebenbei arbeiten oder nicht? Wie lange Pause? Zurück in den Job? Gleiches Pensum wie vorher? Oder vielleicht was ganz anderes?
Wir müssen uns unseren eigenen Weg suchen, finden und gehen. Und ausprobieren, was für uns funktioniert, wie wir weitermachen können und wollen, wie wir unseren Wiedereinstieg in den Job und vor allen Dingen unser neues Arbeitsleben gestalten wollen. Und das kann ganz schön anstrengend sein.
Aus medizinischer Sicht gibt es standardisierte Verfahren. Tumor X bekommt Medikamente XY, Tumor Y bekommt YZ, … Aber für alles drumherum gibt es keine Regeln. Keine Leitlinien. Keine Leitplanken. Da sind wir auf uns allein gestellt.
Wie schön wäre es, wenn es auch für das, was nach der Therapie kommt (oder sogar währenddessen), einen klaren Masterplan gäbe?
Kleiner Spoiler: So eine Standard-Anleitung mit »mach dies, dann das, dann das« und happily ever after kann es nicht geben. Warum? Du ahnst es: Weil wir viel zu unterschiedlich sind.
Nur du weiß, was für dich richtig ist.
Es mag hart klingen, hat aber etwas sehr Bestärkendes: Du kannst selbst das Steuer in die Hand nehmen. Hier sind 10 Punkte, auf die du beim Wiedereinstieg in den Job unbedingt achten solltest. Wenn du magst, kannst du die Checkliste Schritt für Schritt durchgehen – oder aber dich inspirieren lassen und die Punkte vertiefen, die für dich am wichtigsten sind.

Und denk bitte immer daran: Sei nett zu dir. Bleib flexibel und sei geduldig mit dir selbst. Feiere selbst kleine Erfolge! Akzeptiere, dass es Rückschläge geben kann. Jede Rückkehr ist individuell – gib dir Zeit. Akzeptiere, dass du vielleicht nicht direkt bei 100 % starten kannst. Und dass es Schwankungen geben kann. Das ist total normal. Und ehrlich gesagt sind auch die ganzen vermeintlich gesunden Kolleg:innen nicht jeden Tag gleich fit.
Keep moving. You got this!

Behandlungen wie Chemotherapie, Bestrahlung und bestimmte chirurgische Eingriffe können einen Einfluss auf deine Fruchtbarkeit haben. Die Auswirkungen hängen von der Art der Behandlung, der Dosis, dem Alter des Patienten und der Diagnose ab.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Maßnahmen, um die Fruchtbarkeit zu schützen und einen zukünftigen Kinderwunsch trotz Krebsdiagnose zu erfüllen. Dazu gehören beispielsweise das Einfrieren von Eizellen, Spermien oder Eierstockgewebe.
Die Erhaltung der Fruchtbarkeit für junge Menschen mit Krebs ist mittlerweile eine Kassenleistung. Betroffene Krebspatientinnen bis zum 40. Lebensjahr (Männer bis zum 50. Lebensjahr), die aufgrund ihrer onkologischen Erkrankung und der Therapie ihre Fruchtbarkeit verlieren könnten, haben einen Leistungsanspruch zur Übernahme der anfallenden Kosten im Rahmen der Maßnahme durch die Krankenkasse.
Weitere Infos findest du bei fertiPROTEKT, dem Netzwerk für fertilitätsprotektive Maßnamen.
Es ist wichtig, dass du vor Beginn der Krebstherapie mit Expert:innen über deinen Kinderwunsch sprichst. Eine solche Beratung kann dir zeigen, welche Möglichkeiten du hast und welche Option für dich am besten ist.
Mehr Informationen findest du auch auf beyondx.care. Dort kannst du einen kostenlosen Chat nutzen oder kostenfreie Beratungstermine mit Psycholog:innen buchen.

Nicht selten sind Brustkrebspatient:innen von Übergewicht betroffen. Vermeide eine Gewichtszunahme während deiner Therapie und arbeite auf ein gesundes Körpergewicht hin. Eine Gewichtszunahme ist oftmals mit einer schlechteren Prognose verbunden.
Beginne nach der Diagnose so früh wie möglich wieder mit deiner normalen Alltagsaktivität und sei regelmäßig sportlich aktiv. Dadurch stärkst du dein Immunsystem und kannst Nebenwirkungen deiner Therapie (z.B. Fatigue) reduzieren.
Ballaststoffe gelten als allgemein gesundheitsförderlich, weshalb du sie täglich und reichlich essen solltest. Ballaststoffe kommen in Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen vor. Orientiere dich z.B. bei der Menge an Gemüse und Obst an der »Fünf am Tag-Regel«: Empfehlenswert sind drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag. Eine Portion entspricht deiner Hand voll.
Reduziere gesättigte Fettsäuren, die in Fleisch und Wurst, fettreichen Milchprodukten, Kokos- und Palmöl sowie Fertigprodukten vorkommen. Bevorzuge stattdessen ungesättigte Fettsäuren aus Oliven-, Raps- und z.B. Leinöl sowie Omega-3-reiche Fette aus fettem Seefisch wie Lachs, Makrele und Hering sowie Nüsse und Samen.
